DE19547625A1 - Kolbenmaschine - Google Patents
KolbenmaschineInfo
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Classifications
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Description
Die Erfindung betrifft eine Kolbenmaschine, insbesondere einen
Verbrennungsmotor, zum Beispiel Einspritzmotor, mit einem Gehäu
se, mit einer Kolben-Zylinder-Anordnung mit sternförmig zuein
ander ausgerichteten Zylindern, in welchen Kolben mit hieran
angeordneten Pleueln gleitend geführt sind und an welche jeweils
mit Ventilen versehene Zylinderköpfe anschließen, welche Ventile
für den Fluidaustausch der Zylinder sorgen, und mit einer mit
den Pleueln in Wirkverbindung stehenden Kraftübertragungsein
richtung.
Kolbenmaschinen sind seit langem bekannt. Sie werden als Kraft- und
als Arbeitsmaschinen, zum Beispiel Kolbenpumpen, eingesetzt.
Kolbenmaschinen zur Kraftbereitstellung sind zum Beispiel Ver
brennungsmotoren, wie Ottomotoren und Dieselmotoren. Hierbei
sind üblicherweise mehrere in Zylinderlaufbüchsen geführte Kol
ben vorgesehen, die je nach Bauart nebeneinander in Reihe an
geordnet sind. Diese Anordnung wird allgemein als Reihenmotor
bezeichnet und stellt die weitestverbreitete Bauform dar. Andere
Bauformen sind sogenannte V-Motoren, bei denen die Zylinder
unter einem Winkel < 90° zueinander geneigt sind, und Boxer
motoren, bei denen die Zylinder in einer Ebene einander gegen
überliegen mit einer dazwischen angeordneten Kurbelwelle.
Alle genannten Kolbenmaschinen haben infolge der nicht stets
gleichmäßig erfolgenden Verbrennung des Kraftstoffes den unruhi
gen Rundlauf gemein, wobei der aus der Verbrennung resultierende
Verbrennungsdruck sich vom Kolben über das beweglich gelagerte
Pleuel auf den jeweiligen, exzentrisch angeordneten Kurbelzapfen
der Kurbelwelle überträgt. Hierbei treten Ungleichgewichte auf,
die aus der alternierenden Hubbewegung der Kolben, zumindest bei
niedrigen Drehzahlen, resultieren und die Laufruhe beeinträchti
gen sowie den Ausgleich mittels entsprechender Massen, zum
Beispiel an den den Kurbelzapfen entgegengesetzten Enden der Kur
belwangen der Kurbelwelle angeformte Gegengewichte, erfordern.
Dies erhöht einerseits die bewegten Massen als auch die Masse
des Motors, so daß dessen Leistungsgewicht sich verschlechtert.
Eine weitere, speziell für den Antrieb von Flugzeugen geschaffe
ne Bauform wird von sogenannten Sternmotoren gebildet, die je
weils eine sternförmig angeordnete Kolben-Zylinder-Anordnung mit
ungerader Zylinderanzahl aufweisen, welche eine zentral angeord
nete Kurbelwelle beaufschlagen. Diese Art von Verbrennungsmotor,
die auf Leichtbau abzielt, wird heute nur vereinzelt und nur bei
kleinen Flugzeugen eingesetzt, da ihre Konstruktion aufwendig
ist und die Bereitstellung von hochverdichtbarem Ottokraftstoff
erfordert. Darüber hinaus ist die Wärmefreisetzung solcher
Sternmotoren nicht unerheblich, so daß ihr Einsatz auch unter
diesem Gesichtspunkt auf Flugzeuge beschränkt ist.
Ausgehend von diesem Stand der Technik ist es Aufgabe der Erfin
dung, eine Kolbenmaschine der eingangs genannten Art zu schaf
fen, welche mit einer möglichst geringen Zahl von benötigten
Teilen einfach herstellbar ist, einen möglichst geringen Raumbe
darf hat und einen ruhigen Lauf gewährleistet.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die kennzeichnenden
Merkmale des Patentanspruchs I gelöst. Weitere vorteilhafte
Ausgestaltungen und Verbesserungen der Erfindung sind Gegenstand
der Unteransprüche.
Entsprechend der Erfindung ist vorgesehen, daß die Kol
ben-Zylinder-Anordnung symmetrisch ausgebildet ist. Dies führt
zu einer Anordnung, die aufgrund der sich jeweils ausgleichenden
Kräfte einen sehr ruhigen Lauf gewährleistet, ohne daß zusätzli
che Ausgleichgewichte erforderlich sind.
Des weiteren ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß die Kraftüber
tragungseinrichtung von einer drehbar im Gehäuse gelagerten
sogenannten Wellenscheibe gebildet ist, deren der Kol
ben-Zylinder-Anordnung zugewandte Umfangs- oder Ringfläche peri
odisch angeordnete wellenförmige Anformungen beziehungsweise
Einformungen aufweist, deren Abstand zum Zentrum dem Kolbenhub
angepaßt ist.
Während bei herkömmlichen Kolbenmaschinen die Kraftübertragung
über eine zentral angeordnete Kurbelwelle mit einer der Anzahl
von Kolben entsprechenden Zahl von Kurbelzapfen für die Pleuel
erfolgt, ist entsprechend der Erfindung die Kraftübertragung
mittels der erwähnten Wellenscheibe vorgesehen, wobei hier die
Zahl der Kolben sich in der Anzahl der Anformungen an der Wel
lenscheibe widerspiegelt. Diese Wellenscheibe ermöglicht, daß
die zur Kraftumsetzung vorgesehenen Kolben beziehungsweise Zy
linder der Kolben-Zylinder-Anordnung vorzugsweise in einer ge
meinsamen Ebene angeordnet sind, so daß eine, bezogen auf die
vorgesehene Anzahl der Zylinder, sehr flach gestaltete Kolben
maschine resultiert.
Als letztes Lösungsmerkmal der Erfindung ist erfindungsgemäß
vorgesehen, daß die den Kolben jeweils abgewandten freien Enden
der Pleuel mit der periodisch verformten Umfangs- beziehungs
weise Ringfläche der Wellenscheibe zusammenwirken.
Diese erfindungsgemäße Gestaltung der Kraftübertragungsmittel
resultiert in einem sehr ruhigen und reibungsarmen Betrieb der
erfindungsgemäßen Kolbenmaschine, da Schwingungen der sonst
vorhandenen Kurbelwelle nicht auftreten und die vorhandenen
bewegten Massen deutlich reduziert sind. Hierbei ist ein weite
rer Vorteil darin zu sehen, daß die Ringscheibe, die an die
Stelle der sonst üblichen Kurbelwelle tritt, gleichzeitig auch
als Schwungmasse genutzt werden kann, was den angestrebten ruhi
gen Lauf der erfindungsgemäßen Kolbenmaschine begünstigt.
Ausgehend von dieser Basiserfindung werden nachfolgend drei
alternative Gestaltungsvarianten der erfindungsgemäßen Kolben
maschine näher beschrieben und erläutert. Dabei werden unter der
Bezeichnung "Verformung" jeweils die an der radialen inneren
Ringfläche der ringförmigen Wellenscheibe gemäß der ersten Va
riante beziehungsweise die an der äußeren Umfangsfläche der
Zentralscheibe gemäß der zweiten Lösungsvariante wie auch die an
der axialen Ringfläche gemäß der dritten Lösungsvariante an
geordneten Ein- beziehungsweise Anformungen gleichermaßen ver
standen.
Ebenso sind im folgenden mit der Bezeichnung "Umfangsfläche
stets sowohl die innere radiale Ringfläche der ringförmigen
Wellenscheibe gemäß der ersten Alternative als auch die äußere
Umfangsfläche der im Unterschied hierzu als Zentralscheibe be
zeichneten zentrischen Wellenscheibe gemäß der zweiten Lösungs
variante sowie die randnah angeordneten axialen Ringflächen der
Wellenscheibe gemäß der dritten Lösungsvariante angesprochen.
Lediglich dann, wenn es die Klarheit erfordert, wird speziell
auf weitere Einzelheiten eingegangen, da die Wirkungsweise bei
allen Lösungsvarianten prinzipiell übereinstimmt.
Gemäß der ersten genannten, im Anspruch 2 beanspruchten Variante
der Erfindung ist vorgesehen, daß die Kraftübertragungseinrich
tung von einer die Kolben-Zylinder-Anordnung umfassenden drehbar
im Gehäuse gelagerten Ringscheibe gebildet ist, deren innere,
der Kolben-Zylinder-Anordnung zugewandte Ringfläche mit peri
odisch angeordneten Anformungen versehen ist, die mit ebenfalls
periodischen Einformungen abwechseln und deren resultierende
Einformtiefe dem Kolbenhub angepaßt ist, daß die Zylinderköpfe
an den radial nach innen weisenden Stirnseiten der Zylinder
angeordnet sind und daß die Pleuel jeweils an dem radial nach
außen weisenden Kolbenende anschließen, wobei die den Kolben
jeweils abgewandten freien Enden der Pleuel mit der periodisch
verformten inneren Ringfläche der als Ring ausgebildeten, einge
formten Wellenscheibe zusammenwirken. Diese Gestaltungsvariante
führt zu einer sehr kompakten Kolben-Zylinder-Anordnung, da
trotz der Vielzahl an Kolben nur der Durchmesser der Zylinder
die Bauhöhe der Kolbenmaschine bestimmt.
Gemäß der zweiten genannten, im Anspruch 3 beanspruchten Lö
sungsvariante der Erfindung kann vorgesehen sein, daß die
Kraftübertragungseinrichtung von einer drehbar im Gehäuse zen
trisch gelagerten Zentralscheibe gebildet ist, deren äußere, der
Kolben-Zylinder-Anordnung zugewandte Umfangsfläche mit peri
odisch angeordneten Anformungen versehen ist, die mit periodisch
angeordneten Einformungen abwechseln, daß die Zylinderköpfe an
den radial nach außen weisenden Stirnseiten der Zylinder an
geordnet sind, daß die Pleuel jeweils an dem nach innen weisen
den Kolbenende anschließen und daß die den Kolben jeweils abge
wandten freien Enden der Pleuel mit der periodisch mit Anformun
gen versehenen Umfangsfläche der Zentralscheibe zusammenwirken.
Auch diese Gestaltungsvariante führt zu einer sehr kompakten
Kolben-Zylinder-Anordnung, da trotz der Vielzahl an Kolben nur
der Durchmesser der Zylinder die Bauhöhe der Kolbenmaschine
bestimmt.
Beiden Lösungsvarianten gemein ist die erfindungsgemäß vorgese
hene Unterbringung der Kolben-Zylinder-Anordnung in einer ein
zigen Ebene, woraus eine flache Bauweise für die erfindungs
gemäße Kolbenmaschine resultiert. Der Unterschied zwischen bei
den Lösungsvarianten besteht in der Gestaltung der sogenannten
Wellenscheibe, die gemäß der ersten Variante als äußere Ring
scheibe mit an ihrer inneren Ringfläche vorgesehenen Verformun
gen ausgebildet ist und die Kolben-Zylinder-Anordnung umfaßt und
die gemäß der zweiten Variante als Zentralscheibe vorgesehen
ist, deren äußere Umfangsfläche die erfindungsgemäßen Verformun
gen aufweist.
Die dritte angesprochene, im Anspruch 4 beanspruchte Lösungs
variante verläßt das vorherige Prinzip, gemäß welchem die Zylin
derachse jeweils radial in bezug auf die Antriebs- beziehungs
weise Abtriebsachse angeordnet ist, insoweit als bei dieser als
Tandemmaschine bezeichneten Kolbenmaschine erfindungsgemäß vor
gesehen ist, daß die Zylinder in zwei Ebenen axial zueinander
versetzt einander entgegengerichtet auf konzentrischen Kreisen
angeordnet sind, welche die Antriebs- beziehungsweise Abtriebs
achse konzentrisch umgeben und deren Zylinderlängsachsen hierzu
koaxial verlaufen, und daß die Wellenscheibe zwischen den beiden
Kolben-Zylinder-Anordnungen angeordnet ist und beidseitig je
weils auf einer Kreisringfläche angeordnete wellenförmige Anfor
mungen und Einformungen aufweist, welche mit den den Kolben
abgewandten Pleuelenden zusammenwirken.
Entsprechend einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung
sind die Pleuel starr geführt. Dabei sind die freien Enden der
Pleuel vorzugsweise mit Wälzkörpern, zum Beispiel Rollen, verse
hen, welche sich an der periodisch verformten Umfangsfläche der
Wellenscheibe abstützen. Das Zusammenspiel der Wälzkörper mit
der Umfangsfläche der Wellenscheibe tritt gemäß der Erfindung an
die Stelle der Lagerung der Pleuel an den betreffenden Kurbel
zapfen einer herkömmlichen Kurbelwelle, wobei die Pleuel wegen
der starren Verbindung mit den Kolben bei der Anlage der Wälz
körper an der Umfangsfläche keine reibungserhöhenden Zusatz
kräfte infolge von Fluchtungsfehlern hervorrufen, zum Beispiel
durch zwangsweise Doppelführung des Pleuels am Kurbelzapfen und
am Kolben im zugeordneten Zylinder.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die
Verformungen an der Umfangsfläche der Wellenscheibe sinusförmig
ausgebildet, so daß sich im Betrieb eine der Hubbewegung der
Kolben beziehungsweise der hiermit verbundenen Pleuel entspre
chende harmonische Drehbewegung der Ringscheibe einstellt.
Entsprechend einer vorteilhaften Weiterbildung ist die Kol
ben-Zylinder-Anordnung der erfindungsgemäßen Kolbenmaschine
punktsymmetrisch ausgebildet. Dies bedeutet, daß eine gerade
Zahl von Zylindern vorgesehen ist und daß die Zylinder jeweils
einander paarweise diametral gegenüberliegend angeordnet sind.
Mit dieser Gestaltung ist auf einfache Weise ein günstiger Aus
gleich der Kräfte erreicht, ohne daß zusätzliche Ausgleichs
massen, insbesondere keine zusätzlichen Ausgleichsgewichte,
benötigt werden.
Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Kolbenmaschine be
steht entsprechend einer weiteren Ausgestaltung der ersten Va
riante darin, daß die Ventile für den Fluidaustausch der Zylin
der zentral, das heißt an der dem Zentrum zugewandten Seite der
Zylinderköpfe, angeordnet sind, wobei zur Ansteuerung der Venti
le eine von einer ebenfalls zentral angeordneten Ventilsteuer
welle betätigte Nockenscheibe dient.
Für die zweite als Lösungsvariante vorgesehene Alternative gilt
dementsprechend, daß die Ventile an den außenliegenden Zylinder
köpfen angeordnet sind und daß auch die Fluidkanäle außen an
schließen.
Ferner sieht hierzu eine weitere Ausgestaltung der Erfindung
vor, daß die Zylinder über radiale Fluidleitungen mit wenigstens
einem im Zentrum angeordneten Fluidkanal verbunden sind.
Dementsprechend ist bei der Ausgestaltung der Erfindung gemäß
der zweiten Lösungsvariante vorgesehen, daß die Fluidanschlüsse
peripher angeordnet sind, da die Antriebs- beziehungsweise Ab
triebswelle zentral angeordnet ist.
Gemäß der dritten Lösungsvariante schließlich, die eine kreiszy
lindrische Gestaltung der erfindungsgemäßen Kolbenmaschine vor
sieht, sind die Zylinderköpfe mit den Ventilen sowie die Fluid
anschlüsse für die beiden Zylinderlagen jeweils stirnseitig
vorgesehen.
Die bisher beschriebene Kolbenmaschine kann wahlweise als Motor,
das heißt als Kraftmaschine, oder als Hochleistungspumpe bezie
hungsweise als Kompressor eingesetzt werden, wobei der Unter
schied lediglich in der Art der Kraftübertragung liegt.
Beim Betrieb als Pumpe beziehungsweise als Kompressor wird ex
tern erzeugte Kraft über die Wellenscheibe in die Kolbenmaschine
eingebracht, welche von den Pleueln auf die Kolben übertragen
wird, die ihrerseits das in den Zylindern befindliche Fluid
verdichten und ausstoßen.
Der Betrieb als Motor erfolgt prinzipiell umgekehrt, wobei nä
here Einzelheiten nachfolgend erläutert werden. Demgemäß ist in
Weiterbildung der vorstehend beschriebenen Erfindung eine als
Verbrennungsmotor eingesetzte Kolbenmaschine dadurch gekenn
zeichnet, daß für die Kraftstoff zufuhr eine Kraftstoffeinspei
sung vorgesehen ist und daß das Abgas über eine angeschlossene
Abgasleitung abströmt.
Je nach ausgewählter Lösungsvariante sind, wie vorstehend be
reits hinsichtlich der Ventile und der Fluidkanäle erläutert,
die Anschlüsse für den Kraftstoff und für das Abgas im Zentrum,
am Umfang oder an den Stirnseiten angeordnet.
So weist der Motor mit der Zentralscheibe peripher angeordnete
Kraftstoff- und Abgasleitungen beziehungsweise -kanäle auf,
während der mit der Ringscheibe versehene Motor zentrisch an
geordnete Kraftstoff- und Abgasleitungen beziehungsweise -kanäle
aufweist, und der Motor nach der Tandembauweise stirnseitig
angeordnete Kraftstoff- und Abgasleitungen beziehungsweise -ka
näle hat.
Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
ist der Einsatz der Kolbenmaschine als Einspritzmotor, insbeson
dere als Zweitakt-Dieselmotor in Boxeranordnung mit 4 bis 16
Zylindern vorgesehen, wobei jeder einem Zylinder zugeordnete
Zylinderkopf mit einer Einspritzdüse versehen ist.
Allerdings ist grundsätzlich auch jede andere Motorenvariante
möglich, so zum Beispiel als Ottomotor, bei welchem die Kraft
stoffversorgung ebenfalls vorzugsweise über Einspritzung er
folgt, oder als Viertakt-Dieselmotor.
Ferner ist erfindungsgemäß gewährleistet, daß die von den Pleu
eln übertragene zyklische Hubbewegung der Kolben sich über die
Wälzkörper auf die Wellenscheibe überträgt und diese in Drehung
versetzt. Dementsprechend dient die Wellenscheibe als Abtrieb
für die Kraftübertragung.
Entsprechend einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist
hierbei die äußere Umfangsfläche der als Ringscheibe ausgebilde
ten Wellenscheibe mit einer Zahnung versehen, wobei die Zahnung
entweder in die Ringscheibe eingeformt sein kann oder alternativ
vorzugsweise von einem mit der Ringscheibe verbundenen Zahnrad
gebildet ist.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäß als Motor
eingesetzten Kolbenmaschine sieht an drei um 120° zueinander
versetzten Positionen weitere Zahnräder vor, welche zur Ablei
tung der vom Motor erzeugten Kraft dienen. Diese gesamte An
ordnung befindet sich eingangs bereits angesprochen in einem
geschlossenen Gehäuse und wird darin von einer Druckölschmierung
beaufschlagt. Dabei sind die Wellen der so vom Motor angetriebe
nen zusätzlichen Zahnräder in bekannter Weise fluiddicht nach
außen geführt, wo entsprechende Verbraucher angeschlossen werden
können.
Entsprechend einer zweckmäßigen Ausgestaltung der Erfindung sind
die Pleuel einstückig mit den Kolben verbunden. Hierbei können
die Kolben zwecks der angestrebten starren Führung über die
gesamte Zylinderhöhe sich erstreckende Führungsflächen aufweisen
und an ihrem dem Zylinderkopf abgewandten Ende mit dem bereits
erwähnten Wälzkörper versehen sein, der die Innenfläche der
Ringscheibe beziehungsweise die Umfangsfläche der Zentralscheibe
beaufschlagt.
Um die auftretenden Reibungskräfte minimal zu halten, ist ent
sprechend einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen,
daß die Wälzkörper an den Pleueln mittels Wälzlagern angeordnet
sind.
Eine bevorzugte Weiterbildung der Erfindung besteht darin, daß
die Kolbenmaschine als Achtzylindermotor ausgebildet ist und
vier jeweils einander gegenüberliegend angeordnete Zylinderpaare
aufweist, die in der vorstehend beschriebenen Weise mit Kraft
stoff versorgt werden.
Sowohl der Betrieb als Ottomotor als auch als Dieselmotor er
folgt unter Einsatz eines elektronischen Motormanagements, mit
tels welchem die bedarfsgerechte Kraftstoff- und Verbrennungs
luftzufuhr gewährleistet ist.
Um die beim Motorbetrieb anfallende Verbrennungswärme abzufüh
ren, kann sowohl die Kühlung mittels Luft als auch mit flüssigen
Medien, insbesondere mit Wasser vorgesehen sein.
Die Verwendung der erfindungsgemäßen Kolbenmaschine ist sehr
vielseitig. So ist beispielsweise auch der Einsatz als Flugzeug
motor möglich, wobei hier insbesondere die Anbringung von Schau
feln auf dem Umfang der Wellenscheibe sich vorteilhaft auswirkt,
da hierdurch zusätzliche Antriebsleistung erzielt werden kann.
Beim Einsatz als Flugzeugmotor ist es besonders vorteilhaft, den
an der Wellenscheibe angeordneten Schaufelkranz mit einem Umge
häuse zu versehen, welches sich nach hinten verjüngt. Durch die
heißen Abgase, die in dieses Gehäuse geleitet werden, kann eine
zusätzliche Schubkraft bewirkt werden, da sich durch die Hitze
des Abgasstroms die durchströmende Luft erhitzt, hierdurch aus
dehnt und mit erhöhter Strömungsgeschwindigkeit austritt.
Zusätzlich kann eine aktive Geräuschdämpfung erreicht werden,
indem aufgrund der symmetrischen Anordnung der Abgasrohre, die
im Turbolader zusammengeführt sind, die mit den austretenden
heißen Abgasen mitgeführten Schallwellen gegenphasig aufein
andertreffen und hierbei auslöschen.
Anhand von in der schematischen Zeichnung nicht maßstabsgerecht
dargestellten Ausführungsbeispielen sollen die Erfindung, vor
teilhafte Ausgestaltungen und Verbesserungen der Erfindung sowie
besondere Vorteile der Erfindung näher erläutert und beschrieben
werden.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Draufsicht auf eine erste Alternative der erfin
dungsgemäßen Kolbenmaschine mit ringförmiger Wellen
scheibe;
Fig. 2 eine Draufsicht auf eine Variante zu der in Fig. 1
gezeigten Anordnung;
Fig. 3 eine Draufsicht auf eine zweite Alternative der erfin
dungsgemäßen Kolbenmaschine mit einer zentral angeord
neten Wellenscheibe;
Fig. 4 eine Draufsicht auf eine Variante zu der in Fig. 3
gezeigten Anordnung;
Fig. 5 eine stirnseitige Draufsicht auf eine dritte Alterna
tive der erfindungsgemäßen Kolbenmaschine mit einer
Tandem-Anordnung der Zylinder und axial dazwischen
angeordneter Wellenscheibe;
Fig. 6 eine Seitenansicht der Anordnung gemäß Fig. 5;
Fig. 7 eine Seitenansicht auf eine für die Anordnung gemäß
Fig. 5 vorgesehene Wellenscheibe und
Fig. 8 eine Abwicklung der Tandem-Anordnung der Kol
ben-Zylinder-Anordnung gemäß Fig. 5.
In Fig. 1 ist eine erste Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Kolbenmaschine 10 in Draufsicht schematisch wiedergegeben, wobei
eine von einem nicht dargestellten Deckel gebildete Verkleidung
abgenommen ist, so daß der Blick auf die Kolbenmaschine 10 frei
ist und deren konstruktiven Aufbau erkennen läßt.
Zunächst fällt der kreisförmige Querschnitt der Kolbenmaschine
10 ins Auge, der von einer sogenannten Wellenscheibe 12 bestimmt
ist. Die Wellenscheibe 12 ist im gezeigten Beispiel als Ring
scheibe ausgebildet, welche eine im Zentrum 11 der Kolbenmaschi
ne 10 angeordnete von Zylindern 14 und Kolben 16 gebildete Kol
ben-Zylinder-Anordnung 18 umfaßt. Die Kolben-Zylinder-Anordnung
18 ist radial angeordnet, das heißt, daß die Längsachsen der
Zylinder 14 jeweils radial verlaufen, wobei hier nicht näher
gezeigte Zylinderköpfe an der zum Mittelpunkt weisenden Stirn
seite der Zylinder 14 angeordnet sind.
In den nicht näher dargestellten Zylinderköpfen sind in an sich
bekannter Weise ebenfalls nicht gezeigte Ventile angeordnet,
welche über eine im Zentrum 11 vorgesehene ebenfalls nicht dar
gestellte Nockenscheibe angesteuert werden. Die zentral angeord
nete Nockenscheibe wird von einer zentral gelagerten Welle 20
beaufschlagt die ihrerseits in Wirkverbindung mit der Wellen
scheibe 12 steht, so daß die Steuerzeiten der Ventile mit der
jeweiligen Stellung der Wellenscheibe 12 beziehungsweise der
Kolben 16 in den Zylindern 14 synchronisiert sind.
Außerdem sind im Zentrum zwei zueinander konzentrische Fluidka
näle 22, 24 sowie hieran anschließende Fluidleitungen 25 vor
gesehen, über welche der Fluidaustausch erfolgt. Bei Einsatz der
Kolbenmaschine 10 als Verbrennungsmotor dient der engere Fluid
kanal 22 der Kraftstoffzufuhr, während der andere Fluidkanal 24
zur Bereitstellung der erforderlichen Verbrennungsluft dient.
Hierbei ist der Querschnitt des Fluidkanals 24 in axialer Mitte
der Kolbenmaschine durch eine Trennwand unterbrochen. Die in
dieser Darstellung nicht erkennbare Trennwand dient zur Trennung
zwischen der Frischluftzufuhr und der Abgasabfuhr, die axial
gesehen zur anderen Stirnseite hin erfolgt.
Die wesentliche Besonderheit der vorliegenden Kolbenmaschine 10
wird verdeutlicht durch die sinusförmige Wellenkontur der inne
ren Umfangsfläche 13 der ringförmigen Wellenscheibe 12. Deren
Innenringfläche 13 ist gleichförmig mit Anformungen 26 und Ein
formungen 28 versehen, die als Steuerfläche für starr mit den
Kolben verbundene Pleuel 30 dienen. An den freien Enden der
starren Pleuel 30 gelagerte Wälzkörper 32, vorzugsweise Rollen,
die unter Verwendung von Wälzlagern, zum Beispiel Nadellager, an
den Pleuelenden 32 gehalten sind, liegen mit ihrer Oberfläche an
der Innenringfläche 13 an und rollen an ihr ab.
Die Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Kolbenmaschine 10 ist
denkbar einfach. Beim Betrieb der Kolbenmaschine 10 als Ver
brennungsmotor versetzt ein hier nicht dargestellter Anlasser
über eine an ihrem äußeren Umfang 34 angeordnete Zahnung 36, die
hier nur angedeutet ist, mit einem Ritzel 38 die Wellenscheibe
12 in Drehung. Gleichzeitig wird über die Steuerwelle 20 die
Nockenscheibe betätigt und von dieser die Ventile der einzelnen
Zylinder 14. Je zwei diametral gegenüberliegende Zylinder 14
bilden ein Paar, bei welchem der Arbeitsablauf, nämlich Ansau
gen, Verdichten, Verbrennen und Ausstoßen, synchron erfolgt.
Hieraus resultiert ein Ausgleich der Kräfte. Die Arbeitstakte
der hierzu jeweils benachbarten Zylinder 14 sind entsprechend
der vorgesehenen Anzahl an Zylinderpaaren zeitlich versetzt.
Infolge der bei der Verbrennung auftretenden Kräfte werden die
Kolben 16 und mit ihnen die Pleuel 30 nach außen beaufschlagt,
wobei die Pleuel 30 mit den Rollen 32 ihrerseits die sinusförmi
ge Innenringfläche 13 beaufschlagen. Die auf die Anformungen 28
wirkenden Kräfte verursachen eine Drehung der Wellenscheibe 12,
wobei die Kolben 16 in der zugeordneten Einformung 26 ihren
unteren Totpunkt erreichen. Anschließend sorgt die darauf folgen
de Anformung 28 an der Innenringfläche 13 dafür, daß der Kolben
16 wieder nach innen zu seinem oberen Totpunkt bewegt wird.
Dieses Wechselspiel vollzieht sich für alle Paare von Kolben 16
in gleicher Weise zeitversetzt.
Im Pumpbetrieb wird die drehbar gelagerte Wellenscheibe 12 über
die an ihrem äußeren Umfang 34 angeordnete Zahnung angetrieben.
Sie dreht sich also relativ gegenüber der starr angeordneten
Kolben-Zylinder-Anordnung 18 und beaufschlagt mit der Innenring
fläche 13 der Wellenscheibe 12 die Kolben 16 über die daran
befestigten Pleueln 30 beziehungsweise über die an diesen gela
gerten Rollen 32. Prinzipiell ist der Ablauf der gleiche wie
beim Motorbetrieb, wobei lediglich der Fluidstrom entgegenge
setzt vorgesehen ist.
In Fig. 2 ist eine ähnliche Kolbenmaschine 40 wie in Fig. 1
dargestellt, wobei für die entsprechenden Merkmale die gleichen
Bezugsziffern wie in Fig. 1 verwendet wurden.
Der wesentliche Unterschied gegenüber der Kolbenmaschine 10
gemäß Fig. 1 besteht in einer anderen Profilierung der inneren
Ringfläche 13. Während gemäß Fig. 1 vier Zyklen von Anformungen
26 und Einformungen 28 je Umdrehung aufeinanderfolgen, sind es
bei der Kolbenmaschine 40 gemäß Fig. 2 deren zwölf, das heißt
drei mal soviel.
Da der weitere Aufbau dieser Kolbenmaschine 40 dem der Maschine
10 gemäß Fig. 1 ansonsten entspricht, sind weitere Einzelheiten,
wie die Anordnung von Fluidkanälen etc. nicht näher dargestellt.
In den Fig. 3 und 4 sind jeweils Kolbenmaschinen 42, 44 auszugs
weise gezeigt, die zu der erfindungsgemäßen Kolbenmaschine 10,
40 gemäß Fig. 1 und 2 alternative Lösungen darstellen. Hierbei
sind die gleichen Merkmale, wie zuvor erläutert, zwar auch vor
handen, jedoch an anderer Stelle plaziert. Bei den in Fig. 3 und
4 gezeigten Konstruktionsbeispielen ist die Wellenscheibe je
weils von einer zentrisch gelagerten Zentralscheibe 46, 48 ge
bildet, die ebenfalls radial von an Kolben 16 starr befestigten
Pleueln 30 beziehungsweise daran angeordneten Rollen 32, jedoch
von außen beaufschlagt werden. Die Anordnung in Fig. 3 weist
eine Zentralscheibe 42 mit sinusförmig gestalteter Außenprofi
lierung auf, die von vier Kolben 16 beaufschlagt ist, wobei die
Außenkontur entsprechend zweier Halbwellen oval geformt ist.
Demgegenüber weist die Zentralscheibe 44 gemäß Fig. 4 eine
sternförmige Außenkontur auf, die aus vier Wellen, das heißt mit
je vier Anformungen 26 und Einformungen 28 entsprechend den
Wellenbäuchen, zusammengesetzt ist und von acht Kolben 16 beauf
schlagt wird.
Bei den in den Fig. 3 und 4 gezeigten Alternativlösungen der
erfindungsgemäßen Kolbenmaschinen 42, 44 befinden sich die Mit
tel für den Fluidaustausch, das heißt Zylinderköpfe mit Ventilen
sowie deren Ansteuerung und die Fluidkanäle und Fluidleitungen
jeweils am äußeren Umfang der hier nur teilweise dargestellten
Kolbenmaschinen 42, 44.
In den Fig. 5 bis 8 ist als dritte Alternative eine erfindungs
gemäße Kolbenmaschine 50 schematisch gezeigt, bei welcher die
Kolben-Zylinder-Anordnung 18 auch auf einem Kreisring angeordnet
ist. Abweichend von den bisher in den Fig. 1 bis 4 erläuterten
Lösungsprinzipien jedoch verlaufen die Längsachsen der Zylinder
16 jeweils konzentrisch zu einem zentral vorgesehenen Fluidkanal
22, das heißt, während bei den beiden zuvor erläuterten Alterna
tiven die Kolbenbewegung radial zur Drehachse der Wellenscheibe
12, 46, 48 erfolgt, ist gemäß der dritten Alternative eine axia
le Kolbenbewegung vorgesehen.
Wie aus der in Fig. 6 dargestellten Seitenansicht der erfin
dungsgemäßen Kolbenmaschine 50 in Verbindung mit der in Fig. 8
gezeigten Abwicklung ersichtlich ist, weist die Kolbenmaschine
50 zwei Kolben-Zylinder-Anordnungen 18 mit je acht Zylindern 14
auf, die gegenläufig zueinander angeordnet sind und mit den
darin geführten Kolben 14 eine dazwischen angeordnete Wellen
scheibe 52 mit randnah beiderseits jeweils auf einem Kreisring
angeordneten Anformungen 26 und Einformungen 28 beaufschlagen.
Die Profilierung der Anformungen 26 und Einformungen 28 ist auch
hier sinusförmig vorgesehen, wie aus der in Fig. 7 gezeigten
Seitenansicht der Wellenscheibe 52 beziehungsweise aus der in
Fig. 8 dargestellten Abwicklung der Kolbenmaschine 50 zu ersehen
ist.
Wie bereits bei den in den Fig. 1 und 2 beschriebenen Kolben
maschinen 10, 30 ist auch hier die Wellenscheibe 52 mit einer
Zahnung 54 am Umfang 34 versehen, die zum Antrieb der
Wellenscheibe 52 im Pumpbetrieb oder als Abtrieb beim Motor
betrieb dient.
Um die beim Motorbetrieb anfallende Verbrennungswärme abzufüh
ren, kann sowohl die Kühlung mittels Luft als auch mit flüssigen
Medien, insbesondere mit Wasser vorgesehen sein.
Die Verwendung der erfindungsgemäßen Kolbenmaschine 10, 30, 42,
44 und 50 ist sehr vielseitig. So ist beispielsweise auch der
Einsatz als Flugzeugmotor möglich, wobei hier insbesondere die
Anbringung von Schaufeln auf dem Umfang der Wellenscheibe 12, 52
sich vorteilhaft auswirkt, da hierdurch zusätzliche Antriebs
leistung erzielt werden kann.
Beim Einsatz als Flugzeugmotor ist es besonders vorteilhaft, den
an der Wellenscheibe angeordneten Schaufelkranz mit einem Umge
häuse zu versehen, welches sich nach hinten verjüngt. Durch die
heißen Abgase, die in dieses Gehäuse geleitet werden, kann eine
zusätzliche Schubkraft bewirkt werden, da sich durch die Hitze
des Abgasstroms die durchströmende Luft erhitzt und hierdurch
ausdehnt mit erhöhter Strömungsgeschwindigkeit austritt.
Die in Fig. 5 gezeigte Stirnansicht kann an sich sowohl für die
Zuluft- als auch für die Abgasseite genommen werden, da der
Aufbau nahezu identisch ist. Der einzige Unterschied besteht
darin, daß an der Rückseite die Zusammenführung der Auspuff
krümmer in den in der Mittelachse des Motors hinter den rücksei
tigen Zylindern angeordneten Abgasturbolader erfolgt, während an
der Frontseite die Ansaugöffnung für die Ladeseite des Abgastur
boladers im Zentrum des Motors sitzt. Zur Verbindung der Ab
gasturbine und der Ladeturbine ist eine zentrisch angeordnete
Verbindungsachse vorgesehen.
Die Auspuffrohre laufen an der Außenseite des Motors nach hinten
und enden dort in der Abgasturbine. Die Frischluftzufuhr erfolgt
über die Ladeturbine in der Mittelachse des Motors zu den An
saugöffnungen der Zylinder an der Innenseite des Motors, um
möglichst kurze Wege zu gewährleisten. Ebenfalls an der Innen
seite des Motors sitzt neben der Ladeturbine die Einspritzpumpe.
Eine- Variante kann darin bestehen, daß an jedem Zylinderkopf
Einzeleinspritzventile angebracht sind, welche mittels eines,
zum Beispiel vom Turbolader angetriebenen mehrstufigen Schrau
benkompressors mit konstantem Druck von 1000 bis 2000 bar ver
sorgt wird. Diese Ventile werden vorzugsweise elektrisch ange
steuert.
Bei Einsatz als Pumpe ist vorzugsweise die erste Variante mit
außenliegender Wellenscheibe vorzusehen. Hierbei wird das zu
fördernde Medium zentral an der Vorderseite der Maschine zu
geführt. Eine rotierende Walze in Form eines Malteserkreuzes
dient dazu, die Ansaugöffnungen von jeweils vier um 90° zuein
ander versetzten Zylindern jeweils gleichzeitig zu betätigen,
zum Beispiel öffnen. Hierzu synchron werden von einer identi
schen Steuerwalze an der Rückseite der Maschine die Auslaßöff
nungen der vier anderen, zu den ersten um 45° versetzt angeord
neten, Zylinder betätigt.
Die Ansteuerung der Steuerwalze erfolgt wie auch bei den anderen
vorstehend behandelten Alternativen vorzugsweise mittels Zahn
riemen, der unmittelbar von einer der Antriebswellen beauf
schlagt ist und so die Ventilsteuerung entsprechend der jeweili
gen Kolbenstellung vornimmt.
Selbstverständlich sind die Wellenscheiben in Lagern, vorzugs
weise Wälzlager, geführt und abgestützt, wobei im Pumpbetrieb
auch auf der Rückseite Wälzlager vorzusehen sind.
Claims (21)
1. Kolbenmaschine (10, 40, 42, 44, 50), insbesondere Verbren
nungsmotor, zum Beispiel Dieselmotor, mit einem Gehäuse, mit
einer Kolben-Zylinder-Anordnung (18) mit sternförmig zueinander
ausgerichteten Zylindern (14), in welchen Kolben (16) mit hieran
angeordneten Pleueln (30) gleitend geführt sind und an welche
jeweils mit Ventilen versehene Zylinderköpfe anschließen, welche
Ventile für den Fluidaustausch der Zylinder (14) sorgen, und mit
einer mit den Pleueln (30) in Wirkverbindung stehenden Kraft
übertragungseinrichtung (12, 46, 48, 52), dadurch gekennzeich
net, daß die Kolben-Zylinder-Anordnung (18) symmetrisch ausge
bildet ist, daß die Kraftübertragungseinrichtung von einer dreh
bar im Gehäuse gelagerten Wellenscheibe (12, 46, 48, 52) ge
bildet ist, deren der Kolben-Zylinder-Anordnung (18) zugewandte
Umfangs- oder Ringfläche (13, 43, 45, 53) periodisch angeordnete
wellenförmige Anformungen (26) beziehungsweise Einformungen (28)
aufweist, deren Abstand zum Zentrum (11) dem Kolbenhub angepaßt
ist, daß die zur Kraftumsetzung vorgesehenen Kolben beziehungs
weise Zylinder der Kolben-Zylinder-Anordnung vorzugsweise in
einer gemeinsamen Ebene angeordnet sind und daß die den Kolben
(16) jeweils abgewandten freien Enden der Pleuel (30) mit der
periodisch verformten Umfangs- beziehungsweise Ringfläche der
Wellenscheibe (12, 46, 48, 52) zusammenwirken.
2. Kolbenmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Kraftübertragungseinrichtung von einer die Kolben-Zylinder-
Anordnung umfassenden drehbar im Gehäuse gelagerten Ringscheibe
(12) gebildet ist, deren innere, der Kolben-Zylinder-Anordnung
(18) zugewandte Ringfläche (13) mit periodisch angeordneten
Anformungen (26) versehen ist, die mit ebenfalls periodischen
Einformungen (28) abwechseln und deren resultierende Einformtie
fe dem Kolbenhub angepaßt ist, daß die Zylinderköpfe an den
radial nach innen weisenden Stirnseiten der Zylinder (14) an
geordnet sind und daß die Pleuel (30) jeweils an dem radial nach
außen weisenden Kolbenende anschließen, wobei die den Kolben
(16) jeweils abgewandten freien Enden der Pleuel (30) mit der
periodisch verformten inneren Ringfläche (13) der als Ring aus
gebildeten, eingeformten Wellenscheibe (12) zusammenwirken.
3. Kolbenmaschine nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, daß
die Kraftübertragungseinrichtung von einer drehbar im Gehäuse
zentrisch gelagerten Zentralscheibe (46, 48) gebildet ist, deren
äußere, der Kolben-Zylinder-Anordnung (18) zugewandte Umfangs
fläche (43, 45) mit periodisch angeordneten Anformungen (26)
versehen ist, welche mit periodisch angeordneten Einformungen
(28) abwechseln, daß die Zylinderköpfe an den radial nach außen
weisenden Stirnseiten der Zylinder (14) angeordnet sind, daß die
Pleuel (30) jeweils an dem nach innen weisenden Kolbenende an
schließen und daß die den Kolben (16) jeweils abgewandten freien
Enden der Pleuel (30) mit der periodisch mit Anformungen verse
henen Umfangsfläche (43, 45) der Zentralscheibe (46, 48) zu
sammenwirken.
4. Kolbenmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Kolben-Zylinder-Anordnung (18) in zwei Ebenen axial zuein
ander versetzt einander entgegengerichtet auf koaxialen Kreis
ringen angeordnet sind, welche die Antriebs- beziehungsweise
Abtriebsachse konzentrisch umgeben, daß die Zylinderlängsachsen
hierzu achsparallel verlaufen, und daß die Wellenscheibe (52)
zwischen den beiden Kolben-Zylinder-Anordnungen (18) angeordnet
ist und beidseitig jeweils auf einer Kreisringfläche angeordnete
wellenförmige Anformungen (26) und Einformungen (28) aufweist,
welche mit den den Kolben (16) abgewandten Pleuelenden (32)
zusammenwirken.
5. Kolbenmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Pleuel (30) starr geführt sind und daß
die freien Enden der Pleuel mit Wälzkörpern (32), zum Beispiel
Rollen oder Kugeln, versehen sind, welche sich an der periodisch
verformten Umfangsfläche (13, 43, 45, 53) der Wellenscheibe (12,
46, 48, 52) abstützen.
6. Kolbenmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die Anformungen (26) und Einformungen (28)
an der Umfangs- bzw. Ringfläche (13, 43, 45, 53) der Wellen
scheibe (12, 46, 48, 52) sinusförmig ausgebildet sind.
7. Kolbenmaschine nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Kolben-Zylinder-Anordnung (18) punkt
symmetrisch ausgebildet ist, daß eine gerade Zahl von Zylindern
(14) vorgesehen ist und daß die Zylinder (14) jeweils einander
paarweise diametral gegenüberliegend angeordnet sind.
8. Kolbenmaschine nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Ventile für den Fluidaustausch der Zy
linder (14) sowie die hiermit verbundenen Fluidleitungen (25) im
Zentrum (11) angeordnet sind.
9. Kolbenmaschine nach einem der Ansprüche 1 oder 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Ventile für den Fluidaustausch der Zy
linder (16) sowie die hiermit verbundenen Fluidleitungen peri
pher angeordnet sind.
10. Kolbenmaschine nach einem der Ansprüche l oder 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Ventile für den Fluidaustausch der Zy
linder (16) sowie die hiermit verbundenen Fluidleitungen jeweils
stirnseitig angeordnet sind.
11. Kolbenmaschine nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß zur Ansteuerung der Ventile eine von einer
Ventilsteuerwelle (20) betätigte, koaxial zur Antriebs- bezie
hungsweise Abtriebsachse angeordnete Nockenscheibe mit an ihrem
Umfang radial beziehungsweise randnah auf beiden Seiten axial
angeformten Nocken vorgesehen ist.
12. Kolbenmaschine nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Zylinder (14) über einzelne Flu
idleitungen (25) mit wenigstens einem Fluidkanal (22, 24) ver
bunden sind.
13. Als Verbrennungsmotor eingesetzte Kolbenmaschine nach einem
der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kraft
stoffzufuhr für die Zylinder (14) einer Ebene über eine gemein
same Kraftstoffversorgung (22) vorgesehen ist und daß das Abgas
der Zylinder (14) einer Ebene ebenfalls über eine gemeinsame
Abgasleitung abströmt.
14. Als Einspritzmotor eingesetzte Kolbenmaschine nach einem der
vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß jeder einem
Zylinder (14) zugeordnete Zylinderkopf mit einer Einspritzdüse
versehen ist.
15. Als Einspritzmotor eingesetzte Kolbenmaschine nach einem der
vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die von den
Pleueln (30) übertragene zyklische Hubbewegung der Kolben (16)
sich über die Wälzkörper (32) auf die Wellenscheibe (12, 46, 48,
52) überträgt und diese in Drehung versetzt.
16. Als Einspritzmotor eingesetzte Kolbenmaschine nach einem der
vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Wellen
scheibe (12, 46, 48, 52) als Abtrieb für die Kraftübertragung
dient.
17. Als Einspritzmotor eingesetzte Kolbenmaschine nach einem der
vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die äußere
Umfangsfläche (34) der Wellenscheibe (12, 46, 48, 52) mit einer
Zahnung (36) versehen ist.
18. Als Einspritzmotor eingesetzte Kolbenmaschine nach Anspruch
18, dadurch gekennzeichnet, daß die Zahnung (36) von einem mit
der Wellenscheibe (12, 46, 48, 52) verbundenen Zahnrad gebildet
ist.
19. Als Einspritzmotor eingesetzte Kolbenmaschine nach einem der
vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Pleuel
(30) einstückig mit den Kolben (16) verbunden sind.
20. Als Einspritzmotor eingesetzte Kolbenmaschine nach einem der
vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an den Pleueln
(30) Wälzlager zur Halterung und Lagerung der Wälzkörper (32)
vorgesehen sind.
21. Als Einspritzmotor eingesetzte Kolbenmaschine nach einem der
vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kolben
maschine (10, 40, 42, 50) als Achtzylindermotor ausgebildet ist
und vier jeweils einander gegenüberliegend angeordnete Zylinder
paare aufweist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19547625A DE19547625A1 (de) | 1995-02-15 | 1995-12-20 | Kolbenmaschine |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19505043 | 1995-02-15 | ||
| DE19547625A DE19547625A1 (de) | 1995-02-15 | 1995-12-20 | Kolbenmaschine |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19547625A1 true DE19547625A1 (de) | 1996-08-22 |
Family
ID=7754023
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19547625A Ceased DE19547625A1 (de) | 1995-02-15 | 1995-12-20 | Kolbenmaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19547625A1 (de) |
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- 1995-12-20 DE DE19547625A patent/DE19547625A1/de not_active Ceased
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: SEEMANN, OLIVIA, 78549 SPAICHINGEN, DE |
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| 8131 | Rejection |