DE19546319A1 - Anordnung zur gegenständlichen Verwirklichung einer Spielidee - Google Patents
Anordnung zur gegenständlichen Verwirklichung einer SpielideeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur gegenständlichen
Verwirklichung einer Spielidee nach dem Oberbegriff des
Anspruchs 1.
Spiele, insbesondere Brettspiele sind in vielfältiger Form
bekannt und werden ständig neu herausgegeben. Manche Spiele
versuchen hierbei, Anregungen aus dem tatsächlichen Leben
oder Wirtschaftsvorgänge spielerisch zu realisieren.
So gibt es Spiele, bei denen Aktien gekauft und verkauft
werden können. Auch Spiele, die den Immobilienan- und
-verkauf betreffen, sind seit längerer Zeit bekannt. Bei allen
derartigen Spielen ist die Anzahl der darstellbaren
Spielparameter und die Möglichkeiten der logischen
Verknüpfungen zur Steuerung des Spielablaufs, d. h. der
Änderungsmöglichkeiten der Spielparameter, bislang sehr
begrenzt.
Alle bisherigen am Markt befindlichen Spiele sind nicht in
der Lage, umfangreiche Abhängigkeiten des Lebens oder von
Wirtschaftsvorgängen auch nur andeutungsweise
wirklichkeitsnah darzustellen.
In der Regel wird ein Spielbrett in bestimmter Aufteilung
verwendet, auf das gegebenenfalls noch Gegenstände wie
symbolische Häuser oder dgl. aufzustellen sind. Weitere
Spielparameter, wie Immobilienbesitz, Aktienbesitz, Bargeld
o. dgl. werden meist durch zusätzliche Gegenstände, wie
Karten, Spielgeldscheine, etc. dargestellt. Die Erlebniswelt
dieser Spiele ist aufgrund der Schwierigkeiten in der
Darstellung der Spielparameter auf vergleichsweise wenig
Spielparameter beschränkt und daher sehr wirklichkeitsfern.
Die Erfindung hat daher die Aufgabe, einen Spielaufbau
vorzuschlagen, mit dem eine Vielzahl von Spielparametern wie
z. B. Gegenstände, Besitz, Zustände und hauptsächlich
beliebige Werte, Zahlen, Kurse, Indexe usw., variabel und
übersichtlich darstellbar sind. Zugleich soll ein solcher
Spielaufbau auf einfache und kostengünstige Weise herstellbar
sein. Mit einer solchen Anordnung sollen sehr realitätsnahe
Spiele ermöglicht werden.
Diese Aufgabe wird ausgehend von einem Spiel der einleitend
genannten Art durch die kennzeichnenden Merkmale des
Anspruchs 1 gelöst.
Durch die in den Unteransprüchen genannten Maßnahmen sind
vorteilhafte Ausführungen und Weiterbildungen der Erfindung
möglich.
Dementsprechend zeichnet sich eine erfindungsgemäße Anordnung
für ein Spiel dadurch aus, daß das Spielbrett wenigstens ein
Fenster in Form einer Ausnehmung oder eines Durchbruchs zur
austauschbaren Aufnahme wenigstens eines Einlegeteils
aufweist.
Dieses Einlegeteil kann beispielsweise unmittelbar eine
sichtbare Darstellung von wenigstens einem Spielparameter
umfassen.
Durch ein derartiges puzzleartig austauschbares Einlegeteil
sind der oder die Spielparameter auf einfache Weise variabel
darstellbar. Dadurch, daß die puzzleartigen Einlegeteile
nicht nur mit Bilder, sondern auch mit einzelnen Zahlen
bedruckbar sind, können einfach, preiswert, platzsparend und
übersichtlich, beliebige Spielwerte eingestellt und durch
tauschen der einzelnen Stellen (Zahlen) einfachst geändert
werden.
So kann beispielsweise der komplette globale Wertestand eines
Börsenspieles in Form von Aktien-, Fonds-, Goldkursen,
Leitzinsen, Konjunkturfaktoren, Energiekosten, Umweltfaktoren
oder ein Kontostand, das Alter, Anzahl der Kinder usw. eines
Spielers mittels eines oder mehrerer solchen Einlegeteils
stets auf dem aktuellen Spielstand dargestellt werden, ohne
daß umständlich mit Geldscheinen, Spielkarten, Plastikchips,
Bon′s, sonstigen symbolischen Gegenständen, etc. hantiert
werden muß. Jeder Spieler hat über den oder die betreffenden
Spielparameter zum aktuellen Spielstand die volle Übersicht.
Eine solche Anordnung zur gegenständlichen Verwirklichung
einer Spielidee läßt erstmalig die Realisierung von
wirklichkeitsnahen und logischen Spielen zu.
Vorteilhafterweise wird wenigstens ein Einlegeteil
seinerseits mit wenigstens einem erfindungsgemäßen Fenster
versehen, in das wiederum austauschbar ein weiteres
Einlegeteil einzulegen ist. Die Vielfältigkeit der
Verwendbarkeit der Spieleanordnung wird hierdurch weiter
erhöht. So können beispielsweise zu einem Besitzgegenstand,
z. B. zu einem Haus o. dgl., Ausstattungsmerkmale, wie eine
Garage, ein Swimmingpool, Gartengrundstück etc. oder auch
Eigenschaften wie Verkehrswert, Bauzustand etc. variabel
dargestellt werden.
Auch ein modulartiger Aufbau eines Brettspiels ist durch
derartige Einlegeteile mit Fenster für weitere Einlegeteile
möglich. So ist denkbar, mehrere Spiele, mit einem
gemeinsamen Basisspielbrett, aber unterschiedlichen
Einlegeteilen aufzubauen. Um ein neues Spielmodul spielen zu
können, muß sodann nicht mehr das Basisspielbrett erworben
werden, sondern es genügt, einen neuen Satz von
entsprechenden Einlegeteilen bereit zu stellen.
Vorteilhafterweise wird unterhalb wenigstens eines
Einlegeteils mit wenigstens einem Fenster in Form eines
Durchbruchs ein Unterlegboden mit einer durch das Fenster des
Einlegeteils sichtbaren Darstellung eines Startwerts
wenigstens eines Spielparameters oder eines Spielhinweises
vorgesehen. Dieser Unterlegboden, der lose oder mit einem
Einlegeteil bzw. dem Basisspielbrett verbunden sein kann,
ermöglicht den Beginn des Spieles, ohne daß zuvor Startwerte
(wie z. B. Wertpapierkurse, Startbesitz, Alter, Bargeldbesitz,
Eigenschaften) eingelegt werden müssen. Insbesondere wenn
viele Spielparameter vorgesehen sind, stellt dies eine
erhebliche Verkürzung der Vorbereitungszeit für den Beginn
des Spiels dar. Spielhinweise auf dem Unterlegboden können
eine Spielanleitung ersetzen oder zumindest vereinfachen. Ein
Unterlegboden kann beispielsweise aus einer bedruckten Folie
oder einem dünnen Karton bestehen.
Entsprechend den obigen Ausführungen sind solche
Unterlegböden auch für verschiedene Spielmodule ohne weiteres
auszugestalten, so daß Anfangsstartwerte für verschiedene
Spiele problemlos und schnell eingestellt werden können.
Vorzugsweise weist das Spielbrett eine einzige große
Ausnehmung mit außen umlaufender Umrandung auf, in die
vorteilhafterweise ein Unterlegboden einzulegen ist. Über den
Unterlegboden werden so dann austauschbare Einlegeteile
eingelegt, die die große Ausnehmung des Spielbretts
puzzleartig ausführt. Hierbei handelt es sich um eine
besondere Ausführungsform der vorgenannten erfinderischen
Merkmale.
Die Umrandung kann einen Spielerweg, beispielsweise eine
Zeitskala umfassen, auf der Spieler, beispielsweise
dargestellt durch Figuren oder Spielkegel voranschreiten.
Zugleich bietet die Umrandung einen Anschlag für die
Einlegeteile, so daß diese in ihrer Lage fixiert sind, ohne
daß die inneren Einlegeteile untereinander durch
hinterschneidende Vorsprünge und entsprechende Ausnehmungen
wie bei bekannten Puzzles aneinander befestigt werden müssen.
Zudem ist der Unterlegboden mit dem Einlegen in die Umrandung
unverrückbar angeordnet.
In einer besonderen Ausführungsform, wird in der Spielmitte
des Einlegeteiles eine Darstellung allgemeingültiger
Parameter, beispielsweise in Form einer Weltdarstellung
aufgedruckt bzw. abgebildet oder aber wiederum als
Einlegeteil mit entsprechendem Aufdruck ausgebildet. In
dieser abgebildeten Darstellung z. B. der Weltkugel sind auch
Vertiefungen, welche alle global bzw. für alle Spieler
geltenden Parameter bzw. Indexe aufnehmen. Solche globalen
bzw. Weltindexe können Börsenkurse, Leitzinsen,
Energiekosten, Wirtschaftsindexe, Konjunkturangaben,
Umweltzustände, Abweisungstemperaturen, Friedens status,
Kriminalitätsangaben usw. sein.
In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel wird zudem jedem
Spieler ein Einlegeteil oder ein bestimmter Platz in einem
Einlegeteil zugeordnet, in welchem seine eigenen
spielerspezifischen Spielparameter stehen.
Je nach Spielart kann es bei einer Ausführung als
- - Lernspiel in einem Spiel nur einen Spielerraum (1 Spieler)
- - Gesellschaftsspiel in einem Spiel 4 Spielerräume (4 Spieler)
- - Profispiel in einem Spiel 2 Spielerräume (2 Spieler)
geben.
Derartige spielspezifische Spielparameter können z. B. sein:
Spieleralter, Gesundheit, Geldbesitz, Kontostand, Familienstand, Eigenschaften (Raucher, eifersüchtig), Vereinsmitgliedschaften, Besitz (Haus, Auto, Garten, Pool), Versicherungen usw.
Spieleralter, Gesundheit, Geldbesitz, Kontostand, Familienstand, Eigenschaften (Raucher, eifersüchtig), Vereinsmitgliedschaften, Besitz (Haus, Auto, Garten, Pool), Versicherungen usw.
In einer bestimmten Ausführungsform werden die Einlegeteile
als flache Plättchen ausgestaltet. Durch die flache
Ausgestaltung der Einlegeteile ist das vollständig aufgebaute
Spiel von allen Seiten übersichtlich einzusehen. Zudem können
derartige Einlegeteile äußerst kostengünstig aus einem
Flachmaterial ausgestanzt werden. Als Flachmaterial kommt
beispielsweise Karton in Frage, der preiswert erhältlich und
problemlos bedruckbar ist.
Denkbar wären jedoch in bestimmten Ausführungsformen auch
Einlegeteile, die räumlich ausgestaltet sind, beispielsweise
zur Darstellung eines Spielparameters wie Häuser, Autos,
etc.
Vorteilhafterweise wird jedoch die Darstellung von
Spielparametern bildhaft vorgenommen. Dies hat den Vorteil,
daß der entsprechende Spielparameter durch einen einfachen
Aufdruck preiswert und übersichtlich darstellbar ist.
Vorzugsweise wird zumindest für einen Teil der Spielparameter
die Abbildung alphanumerischer Zeichen vorgesehen. Diese
können in Form von Wörtern oder Ziffernfolgen angeordnet sein
oder aber auch als Einzelzeichen, d. h. Buchstaben oder
Zahlen, Verwendung finden. Alle zahlenmäßig darstellbare
Spielparameter können beispielsweise leicht durch Austauschen
einzelner Ziffern dem aktuellen Spielstand angepaßt werden.
In einer vorteilhaften Ausführungsform werden wenigstens ein
Würfel und/oder Steuerkarten zur Steuerung des Spielverlaufs
vorgesehen. Der Würfel kann in bekannter Weise als
Zufallsgenerator eingesetzt werden, während die Steuerkarten
mittelbar oder unmittelbar zur Änderung von Spielparametern
dienen.
Vorteilhafterweise werden die Steuerkarten für logische
Verknüpfungen verwendet. Der Inhalt einer Steuerkarte ändert
somit wenigstens einen Spielparameter abhängig vom aktuellen
Stand wenigstens eines Spielparameters, der der gleiche
Spielparameter oder ein davon verschiedener Spielparameter
sein kann.
Die Steuerkarten können auch so ausgestaltet sein, daß Sie
logische Verknüpfungen enthalten, die abhängig von dem
aktuellen Spiel stand wenigstens eines Spielparameters
wenigstens eine Entscheidungsmöglichkeit für einen oder
mehrere Spieler aufzeigen. Eine derartige Verwendung von
Steuerkarten entspricht dem tatsächlichen Leben, in dem stets
Entscheidungen von vorgegebenen Größen abhängen. Der Kauf
eines Gegenstands hängt beispielsweise vom Kaufpreis des
Gegenstands sowie vom Geldvermögen des Käufers ab.
Je nach dem Feld, welches auf dem Zeitraster bzw. Lebensweg
durch würfeln erreicht wird, können vorzugsweise über die
Steuerkarten stattfinden:
- - globale, Weltereignisse wie z. B. Zinsänderungen, Energiekrisen mit Auswirkungen auf Wertpapierkurse usw.
- - Spielerschicksale bzw. Sonderereignisse z. B. Krankheit, Lottogewinn, Erbschaften, Partnertreff
- - Spieler/Kauf/Verkaufsentscheidungen, Handlungen aller Art z. B. Kauf/Verkaufhaus, Aktien, Gold, Festgeldanlage, Ein-Austritt Vereine usw.
Alle genannten Möglichkeiten der Darstellung von
Spielparametern sowie der Steuermöglichkeit der Veränderung
der Spielparameter ermöglichen letztendlich ein Spiel, bei
dem eine erheblich größere Anzahl von Spielparametern im
Vergleich zu den bisher bekannten Spielen variabel und
übersichtlich darstellbar sind.
In Verbindung mit den vielfältigen möglichen logischen
Verknüpfungen durch die Steuerkarten ergibt sich somit die
Möglichkeit, sehr realitätsnaher Spiele. Derartige Spiele
können die unterschiedlichsten Erlebniswelten realisieren.
Als Jugendspiel wäre beispielsweise die Situation eines
Schülers in der heutigen Zeit, in der Stein-, Römer- oder
Ritterzeit denkbar. Das Spiel könnte in der Stadt oder auf
dem Land stattfinden. Es kann als Lernspiel oder als reines
Erlebnisspiel ausgebildet werden.
Als Gesellschaftsspiel käme beispielsweise die Erlebniswelt
eines Berufstätigen in der heutigen Zeit aber auch die
Überlebenssituation eines Steinzeitmenschen o. ä. in Frage.
Wirtschaftsspiele, in denen der Spieler z. B. als Finanzprofi,
Händler, Landwirt oder Industrieller agiert sind ebenfalls
sehr realitätsnah mit wenig Aufwand als Spiel zu produzieren.
Die Anzahl der möglich Erlebniswelten, die mit einem
erfindungsgemäßen Spielaufbau realisierbar sind, läßt sich
beliebig fortsetzen. Insbesondere in Form der modulartigen
Kombination verschiedener Spielteile wie oben angeführt
ergibt sich gewissermaßen ein System, innerhalb dem viele
verschiedenartige Spiele möglich werden.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung
dargestellt und wird anhand der Figuren nachfolgend näher
erläutert. Im einzelnen zeigen
Fig. 1 eine perspektivische Darstellung des
Aufbauprinzips eines erfindungsgemäßen
Spieles,
Fig. 2 die Draufsicht auf ein erfindungsgemäßes
Spiel, für 2 Spieler
Fig. 3 eine weitere Draufsicht auf ein zweites
Ausführungsbeispiels eines
erfindungsgemäßen Spiels für 4 Spieler
und
Fig. 4 einen teilweise dargestellten Querschnitt
durch einen erfindungsgemäßen
Spielaufbau.
Die Spielanordnung 1 gemäß Fig. 1 umfaßt ein Basisbrett 2 mit
Boden, das an seiner Oberseite eine große Ausnehmung 3
aufweist, so daß sich entlang seinem Umfang eine umlaufende
Umrandung 4 ergibt. In diese Umrandung 4 ist ein
Unterlegboden 5 bzw. eine Folie paßgenau einzulegen, welcher
an seiner Oberseite je nach Spiel unterschiedlich mit
Startwerten oder Spielhinweisen bedruckt ist.
Oberhalb des Unterlegbodens 5 paßt ebenfalls ins Innere der
Umrandung 4 ein erstes Einlegeteil 6, welches an seiner
Oberseite auch mit einem spieleabhängigen Motiv bedruckt ist
und das verschiedene, in der vorliegenden Darstellung zur
Vereinfachung genau zwei Fenster 7, 8 in Form von
Durchbrüchen oder Ausstanzungen aufweist. Ein zweites
ebenfalls bedrucktes Einlegeteil 9 ist zur Aufnahme in dem
Fenster 8 vorgesehen.
Die genannten Startwerte oder Hinweise befinden sich an den
Stellen, an welchen in der Ebene darüber (also im 1.
Einlegeteil 6) die Ausstanzungen sind.
Die Spielanordnung 1 gemäß Fig. 2 zeigt eine Draufsicht auf
eine beispielhafte Spieleausführung für zwei Spieler. Das
erste Einlegeteil 6 ist in zwei Segmente 10a, b aufgeteilt.
Jedes dieser Segmente ist einem Spieler zugeordnet.
Segment 10a ist nur unvollständig dargestellt, entspricht
aber Segment 10b. In jedes Segment 10a, 10b sind mehrere
Fenster 7, 8, 11, 12, 13 mit jeweils verschiedener Form
eingestanzt. Entlang der Umrandung 4 befinden sich weitere
Fenster 14, die vorliegend mit regelmäßigen Abständen
angeordnet sind.
Im Innern des ersten Einlegeteils 6 ist kreisförmig eine
Weltdarstellung 17 auf gedruckt. Innerhalb dieser
Weltdarstellung sind wiederum zwei Fenster 18, 19 zur
Aufnahme von Einlegeteilen welche global für alle Spieler
gelten.
In der Weltdarstellung 17 werden allgemein gültige
Spielparameter dargestellt. Die Darstellung 17 kann zur
Versinnbildlichung der Allgemeingültigkeit der Spielparameter
den Abdruck einer Weltkugel darstellen. Derartige allgemein
gültige Spielparameter sind beispielsweise
Klimaveränderungen, Umweltkatastrophen, Kriege, aber auch
Börsenkurse etc.
Die spielerspezifischen Segmente 10a, 10b umfassen alle
spielertypischen Spielparameter. Die Startwerte und
Spielhinweise sind hierbei durch den Unterlegboden 5 (siehe
Fig. 1) vorgegeben und durch die Fenster 7, 8, 11, 12, 13,
14, 18, 19 sichtbar, bevor sie im Verlauf des Spieles durch
Einlegeteile verdeckt werden. Die Fenster 7, 8, 11, 12, 13
der Segmente 10a, b enthalten spielerspezifische Parameter,
wie Kontostand, Familienstand, Immobilienbesitz,
Gesundheitszustand, etc. Durch Einlegen von weiteren
Einlegeteilen 9 in die jeweiligen Fenster sind alle
Parameter, die in Fenstern dargestellt sind, jederzeit dem
aktuellen Spielstand anzupassen.
Die periodisch auftretenden Fenster 14 entlang der
Umrandung 4 dienen vorzugsweise zur Darstellung periodisch
eintretender Ereignisse, z. B. jährliche bzw. immer
wiederkehrende Mietzahlungen, Taschengeld, Gehalt,
Zinseinnahmen, Vereinsbeiträge, Heizrechnungen usw. Die
Umrandung 4 kann entlang den vier Seiten 20, 21, 22, 23
Darstellungen von Jahreszeiten, Monaten, Tagen etc.
enthalten. Zusätzliche fest vorgegebene Parameterwerte können
an der Umrandung aufgedruckt werden.
Bei der Einteilung in Jahreszeiten oder Monaten empfiehlt
sich beispielsweise eine zusätzliche Angabe über die
Temperatur oder dgl. Bei einer Stundenunterteilung, die
beispielsweise den Tag im Leben einer bestimmten Person
wiedergibt, kann zusätzlich aufgedruckt werden, ob es sich um
eine Arbeitsstunde, Freizeit, Schlafenszeit oder dgl.
handelt.
Die Eckfelder können als Sonderfelder, z. B. für Zustände wie
Krankenhausaufenthalte, Gefängnisaufenthalte, etc. Verwendung
finden.
Die Darstellung gemäß Fig. 3 entspricht im wesentlichen dem
vorgenannten Ausführungsbeispiel, wobei vorliegend in das
gleiche Basisbrett 2 wie in vorgenanntem Ausführungsbeispiel
nunmehr vier Segmente 10a, 10b, 10c, 10d eingelegt sind. Es
handelt sich demnach um den Aufbau eines Spiels, das von vier
Spielern zu spielen ist. Der sonstige Aufbau entspricht dem
Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2. Es ist anhand der
Ausführung gemäß Fig. 3 jedoch im Vergleich mit der
vorbeschriebenen Ausführung besonders gut ersichtlich, wie
ein Basisspielbrett 2 auf verschiedene Weise ausgefüllt
werden kann.
Fig. 4 zeigt den Aufbau des Spiels 1 im Querschnitt. Eine
Grundplatte 24 ist mit einem seitlichen Rahmen 25 fest
verbunden. Hierdurch ergibt sich die zentrale Ausnehmung 3
sowie die Umrandung 4. In die Ausnehmung 3 ist der
Unterlegboden 5 eingelegt. Ein erstes Einlegeteil 6,
beispielsweise eines der Segmente 10a, 10b, 10c, 10d bildet
eine Spieleinlage mit Fenstern 7, 8.
In das Fenster 8 ist ein zweites Einlegeteil 9 eingelegt. Das
zweite Einlegeteil 9 steht über die Spieleinlage 6 hinaus.
Hierdurch ist es leichter zu greifen und auszutauschen.
Weitere Maßnahmen für den leichteren Austausch von
Einlegeteilen sind jedoch ebenfalls denkbar, beispielsweise
könnte eine Ecke des Bodens abgeschrägt werden, so daß ein
flaches Einlegeteil durch ein gleichzeitiges Andrücken aus
seinem Fenster 7, 8 heraus kippbar ist. Vor den Einlegeteilen
können auch runde Griffmulden ausgestanzt werden.
Bei einem erfindungsgemäßen Spielaufbau ergibt sich mit wenig
Bauteilen, die zudem vereinheitlicht werden können, die
Möglichkeit der variablen und übersichtlichen Darstellung
vieler Spielparameter. Das komplette Spiel benötigt lediglich
einen Würfel, Spielerfiguren, z. B. Holzkegel, ein Spielfeld
in Form des Basisbretts mit Unterlegboden und Spieleinlage,
Steuerkarten sowie zweite Einlegeteile 9. Unterlegböden 5,
Spieleinlagen 6, Einlegeteile 9 und Steuerkarten können, wie
bereits erwähnt modulartig zu den verschiedensten
Spieldarstellungen kombiniert werden.
Die Steuerkarten können verschiedene Arten von logischen
Verknüpfungen bestimmen. So können auf den Steuerkarten
festgehaltene Weltereignisse allgemeingültige Parameter
verändern und persönliche Ereignisse können unmittelbar
spielerspezifische Spielparameter beeinflussen. Die
Steuerkarten können abhängig von Spielerparametern auch
spielerspezifische, persönliche Entscheidungen ermöglichen.
Die verschiedenen Kategorien von Steuerkarten werden
vorzugsweise durch farbliche Unterschiede gekennzeichnet.
Durch die beschriebene Spielanordnung ist der Aufbau von
erheblich komplexeren Spielen als bisher bekannt auf einfache
Weise möglich. Jeder Spieler kann hierbei stets den Überblick
über die gesamte Spielsituation bewahren. Es müssen keine
Geldscheine oder sonstige Hilfsmittel aufbewahrt und
verwaltet werden. Neben dem Spielbrett muß lediglich ein
Depot für die verschiedenen Einlegeteile vorgesehen werden.
Diese Einlegeteile können jedoch zugleich für eine Vielzahl
von unterschiedlichen Spielparametern verwendet werden. Die
gleichen Ziffern können beispielsweise wie bereits mehrfach
erwähnt zur Darstellung eines Kontostands, aber auch eines
Zinssatzes, eines Börsenkurses, eines Verkehrswert, einer
Kinderzahl, eines Alters etc. verwendet werden.
Mit den beschriebenen Techniken kann z. B. ein neues
Börsenspiel gemacht werden, welches einfacher zu spielen ist.
Obwohl es statt bisher ca. 3-5% Wirklichkeitsnähe ca. 80-90%
Wirklichkeitsnähe hat. Mit bisheriger bekannter Technik wäre
dies nicht realisierbar.
Claims (16)
1. Anordnung zur gegenständlichen Verwirklichung einer
Spielidee mit während des Spiels veränderbaren
Spielparametern, die ein Spielbrett (2) aus Holz, Pappe,
Plastik oder dgl. umfaßt, dadurch gekennzeichnet, daß das
Spielbrett (2) wenigstens ein Fenster (3) in Form einer
Ausnehmung oder eines Durchbruchs zur austauschbaren Aufnahme
wenigstens eines Einlegeteils (6, 9, 15, 16, 17) umfaßt.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
ein Einlegeteil (6, 10a, 10b, 10c, 10d) seinerseits
wenigstens ein Fenster (7, 8, 11, 12, 13, 14) zur
austauschbaren Aufnahme wenigstens eines weiteren
Einlegeteils (9) aufweist, das eine sichtbare Darstellung von
wenigstens einem Spielparameter umfaßt.
3. Anordnung nach einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb eines Einlegeteils (6,
10a, 10b, 10c, 10d) mit wenigstens einem Fenster (7, 8) in
Form eines Durchbruchs ein Unterlegboden (5) mit einer durch
das Fenster (7, 8) des Einlegeteils (6) sichtbaren
Darstellung eines Startwerts für wenigstens einen
Spielparameter und/oder eines Spielhinweises vorgesehen ist.
4. Anordnung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß verschiedene Spiele modulartig durch
Austausch von Einlegeteilen (6, 9, 10a, b, c, d, 16, 17)
und/oder Unterlegböden (5) kombinierbar sind.
5. Anordnung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß das Spielbrett (2) eine große
Ausnehmung (3) aufweist, in die ein Unterlegboden (5)
einlegbar ist, wobei über dem Unterlegboden (5) austauschbare
Einlegteile (6, 16, 17) einlegbar sind.
6. Anordnung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß das Spielbrett (2) eine große
Ausnehmung (3) mit außen umlaufender Umrandung (4) aufweist.
7. Anordnung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Umrandung (4) einen Spielerweg,
insbesondere in Form eines Zeitrasters insbesondere mit fest
zugeordneten laufenden Verpflichtungen aufweist.
8. Anordnung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß ein zentrales Einlegeteil (17) zur
Darstellung allgemeingültiger Spieleparameter vorhanden ist.
9. Anordnung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß jedem Spieler ein Einlegeteil (10a, b, c,
d) zur Darstellung spielerspezifischer Spielparameter
zugeordnet ist.
10. Anordnung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Einlegeteile (6, 9, 16, 17)
plattenförmig ausgebildet sind.
11. Anordnung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß das Basisbrett (2), der Unterlegboden (5)
und/oder die Einlegeteile (6, 9, 16, 17) wenigstens teilweise
aus Karton gefertigt sind.
12. Anordnung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Darstellung der Spielparameter
bildhaft ist.
13. Anordnung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Darstellung der Spielparameter eine
Abbildung alphanumerischer Zeichen ist.
14. Anordnung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß wenigstens ein Würfel und/oder
Steuerkarten zur Steuerung des Spielverlaufs vorhanden sind.
15. Anordnung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Steuerkarten logische Verknüpfungen
zwischen einem oder mehreren Spielparametern und Änderungen
von einem oder mehreren Spielparametern beinhalten.
16. Anordnung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Steuerkarten logische Verknüpfungen
zwischen einem oder mehreren Spielparametern und einer oder
mehreren Entscheidungsmöglichkeiten eines oder mehrerer
Spieler zur Änderung von einem oder mehreren Spielparametern
umfaßt.
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102004005855B3 (de) * | 2004-02-05 | 2005-10-27 | Härle, Franz | Spielbrett für ein Brettspiel |
Family Cites Families (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1808850A1 (de) * | 1968-11-14 | 1970-06-04 | Nuernberger Spielefabrik L Kle | Spiel,insbesondere Brettspiel |
| DE2424051A1 (de) * | 1974-05-17 | 1975-11-20 | Manfred Prof Dr Rer Nat Eigen | Lehr- und unterhaltungsspiel |
| DE4016405A1 (de) * | 1990-05-22 | 1991-11-28 | Windel Alfred Gmbh | Gesellschaftsspiel, insbesondere wuerfelspiel |
-
1995
- 1995-12-12 DE DE1995146319 patent/DE19546319B4/de not_active Expired - Fee Related
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102004005855B3 (de) * | 2004-02-05 | 2005-10-27 | Härle, Franz | Spielbrett für ein Brettspiel |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE19546319B4 (de) | 2007-11-29 |
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