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DE19546845A1 - Saugbaggerschiff mit einer an einem Kabel aufgehängten Saugvorrichtung, die mit einem Deinungskompensator versehen ist - Google Patents

Saugbaggerschiff mit einer an einem Kabel aufgehängten Saugvorrichtung, die mit einem Deinungskompensator versehen ist

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Publication number
DE19546845A1
DE19546845A1 DE19546845A DE19546845A DE19546845A1 DE 19546845 A1 DE19546845 A1 DE 19546845A1 DE 19546845 A DE19546845 A DE 19546845A DE 19546845 A DE19546845 A DE 19546845A DE 19546845 A1 DE19546845 A1 DE 19546845A1
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DE
Germany
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suction
pipe
tube
cylinder
casing
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
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Application number
DE19546845A
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DE19546845B4 (de
Inventor
Den Elshout Johannes Van
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IHC Holland lE BV
Original Assignee
IHC Holland NV
Industriele Handels Combinatie Holland NV
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Publication date
Application filed by IHC Holland NV, Industriele Handels Combinatie Holland NV filed Critical IHC Holland NV
Publication of DE19546845A1 publication Critical patent/DE19546845A1/de
Application granted granted Critical
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Description

Die Erfindung betrifft ein Saugbaggerschiff mit ein er an einem Kabel aufgehängten Saugvor­ richtung, mit einem Deinungskompensator versehen, der für die Veränderung der Länge des Kabels sorgt, das sich während des Gebrauchs der Vorrichtung vom Schiff nach unten zur Saugvorrichtung erstreckt, die sich nahe dem Boden des Wassers befindet, und das mittels einer sich nach oben erstreckenden Saugleitung mit dem Schiff verbunden ist.
Solche Schiffe sind in NL-C-158873 beschrieben. Bei einem ersten beschriebenen Schiff ist eine verschwenkbar abgestützte Saugleitung vorgesehen, die am unteren Ende mit einem Schlepp­ mundstück gelenkig verbunden ist, das durch Fortbewegung des Schiffes über dem Grund bewegt wird. Das mit dem Schleppmundstück versehene Ende der Saugleitung ist an einem Kabel aufgehängt, dessen eines Ende an einem mit der Saugleitung verbundenen Block festgelegt ist.
Das Kabel verläuft über eine Anzahl von mit dem Block bzw. mit dem Schiff verbundenen Kabelrollen zu einer Windentrommel.
Durch das Führen des zur Windentrommel verlaufenden Endes des Kabels über einen auf dem Schiff angeordneten Kabellängenvariator kann das Kabel gestrafft gehalten werden, wenn sich das Schiff durch Wellenbewegung aufwärts- und abwärtsbewegt. Dabei wird das Gewicht der Saugleitung mit dem Schleppmundstück oder ein Teil des Gewichtes das Schleppmundstück auf dem Boden halten müssen.
Da das Schiff immer verlegt werden muß, ist eine solche Vorrichtung zum Aufsaugen von Grund, insbesondere von Sand, an einer einzigen Stelle während eines bestimmten Zeitraumes weniger geeignet.
Bei der zweiten beschriebenen Ausführungsform wird ein Saugrohr verwendet, das über einen Teil seiner Länge in den Boden gebracht wird. Mittels eines neben dem Saugrohr positionierten Rohres wird zu diesem Zweck Wasser in den Boden gespritzt, so daß das Saugrohr abwärts in den Boden hineintauchen kann. Das Saugrohr ist durch eine flexible Saugleitung mit dem Schiff verbunden. Dabei wird eine Anzahl von Trums des Kabels, an dem das Saugrohr hängt, über einen Kabellängenvariator geführt, um zu erreichen, daß das Kabel bei dem Saugrohr keine großen Verlagerungen über Kabelrollen auszuführen braucht. Um einen festen Bezugspunkt für den Kabellängenvariator zu erhalten, soll das Rohr auf die oben beschriebene Weise am Boden festgelegt werden.
Obwohl diese letzte Vorrichtung zum Aufsaugen von Grund, insbesondere von Sand, an einer einzigen Stelle während eines bestimmten Zeitraumes sehr geeignet ist, ist es nachteilig, daß das Rohr im Boden festgelegt werden muß. Es besteht die Gefahr, daß hohe seitliche Kräfte auf das Rohr ausgeübt werden. Dies wird insbesondere der Fall sein, wenn man das Saugrohr nicht mittels einer flexiblen Leitung mit dem Schiff verbindet, sondern mittels eines ortsfesten Rohres, wie dies bei größeren Schiffen der Fall sein wird.
Außerdem ist es schwierig, die Kapazität der Vorrichtung zu regeln, und es wird eine Verstopfung des Baggersystems leicht auftreten können, wie zum Beispiel durch plötzliche Anströmung einer großen Menge an Grund.
Es ist die Aufgabe der Erfindung, diese Nachteile zu beseitigen. Zu deren Lösung wird vorgesehen, daß die Vorrichtung ein Saugrohr mit einem konzentrisch um das Saugrohr herum angeordneten Mantelrohr umfaßt, dessen unteres Ende sich im Betriebszustand unter dem unteren Ende des Saugrohres befindet und das an seinem unteren Ende mit einer Platte versehen ist, mit der es auf dem festen Grund zur Abstützung kommen kann, wobei das Mantelrohr über der genannten Platte über einen Teil seiner Länge perforiert ist, so daß durch die Öffnungen hindurch Grund-Wasser-Gemisch zum Saugrohr fließen kann, wobei konzentrisch zwischen dem Saugrohr und dem Mantelrohr ein einstellbares Hilfsrohr angeordnet ist, derart, daß das untere Ende des Hilfsrohres sich in einem regelbaren Abstand zwischen den unteren Enden des Saugrohres und des Mantelrohres befindet, während zwischen dem Saugrohr und dem Hilfsrohr eine Spalte vorhanden ist und das Mantelrohr mit Waterjets versehen ist, um den Grund nahe dem Mantelrohr aufzulockern und in Suspension zu bringen.
Durch Verwendung der oben beschriebenen Saugvorrichtung mit Waterjets kann um die Waterjets herum und nahe dem unteren Ende des Saugrohres eine Suspension von Grund und Wasser erhalten werden, die vom Saugrohr leicht abgeleitet werden kann, während eine Verstopfung des Saugrohres verhindert wird. Durch das Vorhandensein des Hilfsrohres kann die Ansaugung der Suspension und deren Zusammensetzung geregelt werden, vorzugsweise durch Verstellen des Hilfsrohres in der Höhe.
Während der Absaugung der Suspension wird sich auf der Stelle des Mantelrohres ein Krater bilden. Hierdurch kann zusätzlich eine plötzliche Verschiebung von Grund auf dem Boden des Kraters auftreten, wodurch die Saugvorrichtung schwer belastet werden kann. Durch das Vorhandensein des Mantelrohres, das einen größeren Durchmesser als das Saugrohr aufweist, wird eine zu hohe Belastung des Saugrohres verhindert. Des weiteren wird eine Verstopfung des Saugrohres durch plötzlich anströmenden, noch nicht in Suspension gebrachten Grund verhindert.
Dazu trägt noch das Vorhandensein des Hilfsrohres bei. Wenn dessen unteres Ende durch plötzlich anströmenden Grund verstopft wird, wird über das Mantelrohr Wasser zum unteren Ende des Saugrohres fließen können. Die Länge des Mantelrohres wird derart sein, daß sich dessen oberes Ende nahezu immer oberhalb des Bodens befindet; also auch, wenn plötzlich eine große Menge an Grund in den zuvor von der Vorrichtung gebildeten Krater hineinströmt.
Für eine weitere Regelung der Ansaugung der Suspension können in dem im wesentlichen ringförmigen Raum zwischen Hilfsrohr und Mantelrohr Mittel zur Regelung der Strömung der Suspension zum genannten Raum über das Mantelrohr vorgesehen sein.
Zu diesem Zweck kann vorgesehen werden, daß der ringförmige Raum zwischen Mantelrohr und Hilfsrohr in einigem Abstand unter dem unteren Ende des Saugrohres von mit dem Mantelrohr verbundenen Schließmitteln nahezu abgeschlossen ist und daß das Mantelrohr zwischen diesen Schließmitteln und dem unteren Ende des Saugrohres mit Öffnungen versehen ist, die von mit dem Hilfsrohr verbundenen Mitteln ganz oder teilweise abgeschlossen werden können.
Dabei können die Schließmittel eine Kammer umfassen, die einerseits mit einer Leitung für die Zufuhr von Druckwasser in Verbindung steht und an die andererseits Waterjets angeschlossen sind, die sich auf dem Mantelrohr befinden.
Die Regelung der Strömung durch den ringförmigen Raum zwischen Mantelrohr und Hilfsrohr könnte auch über auf den betreffenden Röhren angeordnete, aufeinander gerichtete, kegelförmige Teile stattfinden. Durch Gegeneinanderschieben dieser Teile werden die dazwischen befindlichen Spalten reduziert. Dies hat jedoch den Nachteil, daß dadurch der freie Durchschnitt des genannten Raumes örtlich reduziert wird und folglich die Strömung gestört wird.
Des weiteren sei darauf hingewiesen, daß es bei der plötzlichen Anströmung des Grundes in den gebildeten Krater hinein gewünscht ist, daß die saugende Wirkung des Saugrohres auf den diesen anströmenden Grund geregelt wird. Wenn nämlich auf den Grund ein Unterdruck ausgeübt wird, entsteht eine besonders feste Masse, aus der das Mantelrohr kaum gelöst werden könnte. Durch Aufwärtsbringen des Hilfsrohres wird diese sonst von dem Hilfsrohr verschlossene, hochgelegene Öffnungen in dem Mantelrohr freigeben. Hierdurch kann eine Verbindung zwischen dem unteren Ende des Saugrohres und den genannten Öffnungen geschaffen werden, so daß die beim untersten Teil des Mantelrohres vorhandene saugende Wirkung auf den Boden aufgehoben wird.
Weiter ist wesentlich, daß sich beim Wegsaugen des Grundes das Mantelrohr am Anfang des Saugprozesses schnell abwärts bewegen kann und daß eine gute Suspension des Grundes erzielt wird. Um dies zu erreichen, kann vorgesehen werden, daß die nahe der Bodenplatte des Mantelrohres positionierten Waterjets im wesentlichen nach unten gerichtet sind und daß sich oberhalb des perforierten Teils des Mantelrohres Waterjets befinden, die unter einem Winkel von 0 bis ungefähr 45° zur Horizontalen nach unten gerichtet sind.
Die in der Nähe der Bodenplatte positionierten Waterjets dienen dazu, die Eindringung der Saugvorrichtung in den Boden zu ermöglichen, und werden im allgemeinen mit einem hohen Wasserdruck arbeiten.
Die oberhalb des perforierten Teils angeordneten Waterjets können beispielsweise unter einem Winkel von 30° schräg nach unten gerichtet sein und dienen dazu, den Grund während der Baggerung in Suspension zu bringen. Diese Waterjets werden im allgemeinen mit einem niedrigeren Wasserdruck als die in der Nähe der Bodenplatte angeordneten Waterjets arbeiten.
Es ist klar, daß die für die verschiedenen Zwecke vorhandenen Waterjets sowohl gleichzeitig auch individuell im Betrieb sein können.
Um das Wasser mit dem hohen Druck und mit einem niedrigeren Druck zu erhalten, kann man zum Beispiel zwei Wasserpumpen einsetzen, die sowohl in Reihe als auch parallel geschaltet werden können.
Ebenso wie bei dem bekannten Deinungskompensator, den man auch als Wellengangkompensator bezeichnen kann, wird das Kabel, an dem die Saugvorrichtung aufgehängt ist, über einer Kabelrolle zu einer Förderwinde geführt, welche Kabelrolle auf einer aus einem Kompensations­ zylinder ragenden Stange angeordnet ist, die mit der einen Seite eines im Zylinder beweglichen Kolbens verbunden ist, während sich an der anderen Seite des Kolbens ein hydraulisches Medium befindet.
Gemäß der Erfindung ist der Raum im Kompensationszylinder, in dem sich das hydraulische Medium befindet, mit einem Raum in einem zweiten Zylinder verbunden, in dem sich ein frei beweglicher Kolben oder eine Membran befindet, wobei der Raum an der anderen Seite des Kolbens mit einem Raum, in dem sich ein komprimiertes Gas befindet, verbunden ist, während in der Verbindungsleitung zwischen Kompensationszylinder und dem zweiten Zylinder ein Rücklaufventil vorhanden ist, das die Strömung des Mediums vom Kompensationszylinder zum zweiten Zylinder verhindert, und über diesem Rücklaufventil Bypass-Leitungen angeordnet sind mit einem betätigbaren Absperrventil in der ersten und einem auf einen bestimmten hohen Druck eingestellten Sicherheitsventil in der zweiten Bypass-Leitung.
Des weiteren ist über den genannten zwei Bypass-Leitungen eine dritte Bypass-Leitung angeordnet, in der sich eine einschaltbare Pumpe befindet mit einem betätigbaren Einlaßventil in deren Ansaugleitung und mit einem Rücklaufventil in deren Abfuhrleitung, derart, daß hydrauli­ sches Medium unter erhöhtem Druck dem Kompensationszylinder zugeführt werden kann, während mittels des betätigbaren Absperrventils eine Zurückströmung des hydraulischen Mediums in die erste Bypass-Leitung, welche von der Pumpe während deren Einschaltung geliefert wird, zum zweiten Zylinder verhindert wird.
Bei normalen Betriebsumständen, das heißt, bei normaler Deinung und bei einer mehr oder weniger frei auf dem festen Boden stehenden Saugvorrichtung wird bei Aufwärtsbewegung des Schiffes infolge der Deinung eine bestimmte Belastung auf das Aufzugskabel ausgeübt. Der Kolben im Kompensationszylinder wird nach unten gedrückt, und der Druck unter dem Kolben steigt an. Wenn nötig, kann mittels Betätigung der Förderwinde dafür gesorgt werden, daß der Kolben nicht seine unterste Lage im Zylinder einnehmen wird, da dann hohe Kräfte auf das Kabel ausgeübt werden könnten. Die Förderwinde kann zum Beispiel das Kabel freigeben, während Bremsmittel auf das Kabel wirken, um das Kabel unter einer bestimmten Spannung zu halten. Es wird deutlich sein, daß bei Abwärtsbewegung des Schiffes infolge der Deinung auf ähnliche Weise vorgegangen wird.
Wenn man die Saugvorrichtung zu verlegen wünscht, wird diese mit Hilfe der Förderwinde aufgeheißt. Man wird dann das Absperrventil in der ersten Bypass-Leitung betätigen, so daß über diese kein Medium aus dem Kompensationszylinder zum zweiten Zylinder strömen kann. Der Kolben im Kompensationszylinder wird dann ungefähr in seiner mittleren Lage stehenbleiben. Wenn jedoch die Belastung auf den Kolben zu hoch ansteigen würde, wird das Sicherheitsventil in der zweiten Bypass-Leitung aufgehen, so daß Überbelastung des Kabels verhindert wird.
Wie bereits gesagt, kann durch ungewünschte Anströmung einer großen Menge an Material auf den Boden des von der Saugvorrichtung gebildeten Kraters hin die Saugvorrichtung zum Festsitzen kommen. Diese kann dann auf die oben beschriebene Weise losgezogen werden bei Aufwärtsbewegung des Schiffes infolge der Deinung. Durch das Vorhandensein des Sicher­ heitsventils kann dabei Überbelastung des Kabels verhindert werden.
Dabei kann schrittweise gearbeitet werden. So kann nach dem Aufziehen der Saugvorrichtung über zum Beispiel den Abstand von ein Meter das Ventil in der ersten Bypass-Leitung wieder geöffnet werden, um den Kolben im Kompensationszylinder wieder in seine mittlere Lage zu bringen.
Wenn es keine oder nahezu keine Deinung gibt, würde das Losziehen der Saugvorrichtung Nachteile ergeben. Im Zusammenhang damit ist die bereits beschriebene Pumpe in der dritten Bypass-Leitung vorgesehen, mittels der im Kompensationszylinder ein hohe Druck erzeugt werden kann. Dabei wird wiederum das Absperrventil in der ersten Bypass-Leitung geschlossen und der erzeugte Druck von dem Sicherheitsventil in der zweiten Bypass-Leitung beschränkt werden.
Die Erfindung wird jetzt anhand eines Ausführungsbeispiels, das in der Zeichnung gezeigt ist, erläutert, in der:
Fig. 1 schematisch einen Vertikalschnitt durch eine Saugvorrichtung gemäß der Erfindung zeigt;
Fig. 2 ein Schema des bei der Erfindung angewandten Deinungskompensators zeigt.
Die in Fig. 1 gezeigte Saugvorrichtung umfaßt das Saugrohr 1, das auf nicht näher angedeutete Weise mit einem Saugrohr, das zu einem Schiff führt, verbunden ist.
Das Saugrohr 1 ist mittels Stützen 2 mit einem Mantelrohr 3 verbunden, das an seinem unteren Ende 4 mit einer Platte 5 versehen ist, die nicht unbedingt ganz geschlossen sein muß.
Über der Platte 5 ist das Mantelrohr 3 mit einem perforierten Teil 6 versehen, der gestrichelt angedeutet ist. Die Perforationen in diesem Teil 6 des Mantelrohres 3 können zum Beispiel die Form einer Anzahl von Langlöchern haben, die in Reihen oder nicht in Reihen übereinander angeordnet sind.
Das Mantelrohr 3 ist mit Niederdruck-Waterjets 7 oberhalb des perforierten Teils und mit Hochdruck-Waterjets 8 bei oder auf der Platte 5 versehen. Die Waterjets 7 können in einem Winkel α von zum Beispiel 30° zur Horizontalen nach unten gerichtet sein. Den Waterjets 7 kann Wasser zugeführt werden über eine nicht gezeigte Leitung, die an einer ringförmigen Kammer 9 angeschlossen ist, die mit der Wand des Mantelrohres 3 fest verbunden ist.
Die Kammer 9 umschließt ein zwischen dem Saugrohr 1 und dem Mantelrohr 3 sich erstreckendes Hilfsrohr 10, das von einem oder mehreren Druckmediumzylinder 11 mit den Stützen 2 oder mit dem Saugrohr 1 verbunden ist, so daß das Hilfsrohr 10 in vertikaler Richtung verstellbar ist. Möglicherweise können Führungen zwischen den verschiedenen Röhren angeordnet sein.
Das obere Ende 12 des Hilfrohres 10 befindet sich oberhalb des unteren Endes 13 des Saugrohres 1, und dessen unteres Ende 14 befindet sich oberhalb der Platte 5 und während des Normalbetriebs unterhalb der mit dem Mantelrohr 3 verbundenen Kammer 9.
Oberhalb der Kammer 9 sind in dem Mantelrohr 3 einige Öffnungen 15 angeordnet, die während des Normalbetriebs im wesentlichen von Schließplatten 15a, die auf nicht näher angedeutete Weise mit dem Hilfsrohr 10 verbunden sind, abgeschlossen sein werden. Bei der Aufwärtsver­ legung des Hilfsrohres 10 werden die Öffnungen 15 progressiv freigegeben werden. Durch den in dem Saugrohr 1 herrschenden Unterdruck kann dann über die freigegebenen Öffnungen 15 im Mantelrohr 3 Wasser oder Suspension von Grund, wie zum Beispiel Sand, in Wasser angesaugt werden. Wie bereits oben dargelegt, ist dies wesentlich, wenn durch plötzliche Anströmung von Grund auf den Boden des im Grund entstandenen Kraters hin das Mantelrohr von Grund völlig umschlossen wird. Wenn auf diesen Grund die saugende Wirkung des Saugrohres ausgeübt wird, wird der Grund zu einer sehr kompakten Masse verdichtet und könnte die Saugvorrichtung nicht mehr hochgezogen werden.
Gestrichelt (16) ist der Verlauf des Bodens während des Betriebs der Saugvorrichtung angedeutet. Dies betrifft dann den mehr festen Teil des Bodens, während oberhalb der Linien 16 eine Suspension von Bodenpartikeln in Wasser vorhanden sein wird, die von dem Saugrohr 1 abgesaugt wird.
Das Mantelrohr 3 kann, eventuell über die Saugleitung, mit der das Saugrohr 1 zum Beispiel durch einen Balgen verbunden sein kann, an dem Kabel 17 aufgehängt sein wie in Fig. 2 angedeutet.
Das Kabel 17 verläuft über verschiedene Kabelrollen 18 zur Förderwinde 19. Die eine Kabelrolle 18 ist auf der vom Kolben 20 abstehenden Kolbenstange 21 eines hydraulischen Kompensations­ zylinders oder Mörsers 22 angeordnet. Der Raum 23 des Zylinders 22 ist mittels der Leitung 24 an einen Raum 25 in einem zweiten Zylinder 26 mit einem frei darin beweglichen Kolben oder Membran 27 angeschlossen. Der Raum 28 des Zylinders 26 ist an einen oder mehrere Preßgas­ behälter 29 angeschlossen. Als Gas wird dabei zumeist Stickstoff angewandt werden.
In der Leitung 24 befindet sich das Rücklaufventil 30, und über diesem Ventil 30 ist in einer ersten Bypass-Leitung 31 ein betätigbares Absperrventil 32 angeordnet. Über dem Ventil 30 ist in einer zweiten Bypass-Leitung 33 ein Sicherheitsventil 34 angeordnet.
In einer dritten Bypass-Leitung 35, über den Bypass-Leitungen 31 und 33, befinden sich die Pumpe 36 und die Rücklaufventile 37 und 38. Das Rücklaufventil 37 kann von dem Ventil 39, das bei Einschaltung der Pumpe 36 geöffnet werden wird, überbrückt werden. Dann ist es möglich, hydraulisches Medium mit einem höheren Druck, als mit Hilfe des komprimierten Gases erzeugt, aus dem Behälter 29 dem Raum 23 zuzuführen. Zum Verhindern einer Rückströmung von Medium zum Raum 25 dient das in der Leitung 24 angeordnete Rücklaufventil 30, das vom Ventil 32 überbrückt werden kann, das bei Normalbetrieb offenstehen wird.
Wenn nun zum Beispiel die Saugvorrichtung verlegt werden soll und zu diesem Zweck zuerst aufgeheißt werden muß, soll verhindert werden, daß der Kompensationszylinder 22 bei einer eventuell festsitzenden Saugvorrichtung von der Förderwinde 19 in die unterste - äußerste - Lage gezogen wird. Dies geschieht, indem, bevor die Bremse der Förderwinde gelöst wird, das Rücklaufventil 30 durch Schließen des Ventils 32 eingeschaltet wird.
Dies hat zur Folge, daß bei einer Aufwärtsbewegung des Schiffes der Druck in dem Raum 23 des Kompensationszylinders 22 bis zum Maximalwert ansteigt, auf welchen das Sicherheitsventil 34 eingestellt ist. Dadurch wird die Saugvorrichtung mit einer kontrollierten, aber größeren Kraft als die Kraft, welche normalerweise vorhanden ist, aufgeheißt.
Wenn die Saugvorrichtung nicht im Boden festsitzt oder unmittelbar herausgezogen wird, wird der Druck im Raum 23 des Kompensationszylinders 22 und in der Leitung 24 bis zum Normalwert sinken oder niedrig bleiben. Nach einem Befehl eines Zeitrelais, das zum Beispiel auf drei Wellenperioden eingestellt ist, wird das Ventil 32 geöffnet, und auch die Förderwinde 19 wird freigegeben. Die Förderwinde 19 wird heißen gehen, die Kolbenstange 21 des Zylinders 22 wird völlig eingedrückt werden, und die Saugvorrichtung wird aufwärts bewegen ohne Gefahr von Überbelastung.
Wenn die Saugvorrichtung jedoch festsitzen bleibt, wird das Zeitrelais das Ventil 32 und folglich die Förderwinde 19 nicht freigeben, weil der Druck im Raum 23 des Zylinders 22 und in der Leitung 24 bei jeder Aufwärtsbewegung des Schiffes ansteigen wird. So lange dies, ohne Gefahr für Schaden, nötig ist, wird also versucht, die Saugvorrichtung mit einer kontrollierten Zugkraft bei jeder Aufwärtsbewegung des Schiffes herauszuziehen. Die dabei entstandene Energie wird durch Kühlung des hydraulischen Mediums abgeführt werden.
Bei der Abwärtsbewegung des Schiffes wird das hydraulische Medium infolge des Druckes im Behälter 29 und in den Räumen 28 und 25 über das Rücklaufventil 30 in die Kompensationszylin­ der 22 zurückgedrückt werden.
Wenn das Meer ruhig ist und das Schiff also keine oder unzureichende Bewegungen ausführt, kann die Saugvorrichtung ebenfalls mit einer zusätzlichen Kraft herausgezogen werden mittels der Pumpe 36, die nach dem Schließen der benötigten Ventile Öl aus dem Zylinder 25 unter hohem Druck in den Zylinder 22 hineinpreßt, während die Bremse auf der Förderwinde 19 steht.
Des weiteren sei bemerkt, daß auf die bekannte Weise mit der Saugvorrichtung ein Kabel verbunden sein wird, um die Saugvorrichtung in die horizontale Lage zu bringen, wenn diese außer Betrieb gestellt wird und wenigstens teilweise an Bord des Schiffes gebracht werden muß. Auch dieses Kabel wird von geeigneten Mitteln straffgehalten werden müssen.
Es wird deutlich, daß nur eine mögliche Ausführungsform einer Vorrichtung gemäß der Erfindung in der Zeichnung gezeigt und oben beschrieben ist und daß viele Änderungen gemacht werden können, ohne daß diese außerhalb des Erfindungsgedankens fallen.

Claims (9)

1. Saugbaggerschiff mit einer an einem Kabel aufgehängten, mit einem Deinungkompensator versehenen Saugvorrichtung, wobei der Deinungskompensator für die Veränderung der Länge des Kabels (17) sorgt, das während des Gebrauchs der Vorrichtung vom Schiff sich nach unten zur Saugvorrichtung erstreckt, die sich nahe dem Boden (16) des Wassers befindet, und das mittels einer sich nach oben erstreckenden Saugleitung mit dem Schiff verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung ein Saugrohr (1) mit einem konzentrisch um das Saugrohr (1) herum angeordneten Mantelrohr (3) umfaßt, dessen unteres Ende (4) sich im Betriebszustand unter dem unteren Ende (12) des Saugrohres (1) befindet und das an seinem unteren Ende (4) mit einer Platte (5) versehen ist, mit der es auf dem festen Grund (16) zur Abstützung kommen kann, wobei das Mantelrohr (3) über der genannten Platte (5) über einen Teil seiner Länge (6) perforiert ist, so daß durch die Öffnungen hindurch Grund-Wasser-Gemisch zum Saugrohr (1) fließen kann, wobei konzentrisch zwischen dem Saugrohr (1) und dem Mantelrohr (3) ein einstellbares Hilfsrohr (10) angeordnet ist, derart, daß das untere Ende (14) des Hilfsrohres (10) sich in einem regelbaren Abstand zwischen den unteren Enden (13, 4) des Saugrohres (1) und des Mantelrohres (3) befindet, während zwischen dem Saugrohr (1) und dem Hilfsrohr (10) eine Spalte vorhanden ist und das Mantelrohr (3) mit Waterjets (7, 8) versehen ist, um den Grund nahe dem Mantelrohr (3) aufzulockern und in Suspension zu bringen.
2. Saugbaggerschiff gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge des Mantelrohres (3) derart ist, daß sich dessen oberes Ende nahezu immer oberhalb des Bodens befindet.
3. Saugbaggerschiff gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in dem im wesentlichen ringförmigen Raum zwischen dem Hilfsrohr (10) und dem Mantelrohr (3) Mittel (15, 15a) zur Regelung der Strömung der Suspension zu dem genannten Raum über das Mantelrohr (3) vorgesehen sind.
4. Saugbaggerschiff gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der ringförmige Raum zwischen Mantelrohr (3) und Hilfsrohr (10) in einigem Abstand unter dem unteren Ende (13) des Saugrohres (1) von mit dem Mantelrohr verbundenen Schließmitteln (9) nahezu abgeschlossen ist und daß das Mantelrohr (3) zwischen diesen Schließmitteln (9) und dem unteren Ende (13) des Saugrohres (1) mit Öffnungen (15) versehen ist, die von mit dem Hilfsrohr (10) verbundenen Mitteln (15a) ganz oder teilweise abgeschlossen werden können.
5. Saugbaggerschiff gemäß Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Schließmittel eine Kammer (9) umfassen, die einerseits mit einer Leitung für Zufuhr von Druckwasser in Verbindung steht und an die andererseits Waterjets (7) angeschlossen sind, die sich auf dem Mantelrohr (3) befinden.
6. Saugbaggerschiff gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die nahe der Bodenplatte (5) des Mantelrohres (3) positionierten Waterjets (8) im wesentlichen nach unten gerichtet sind und daß sich oberhalb des perforierten Teils (6) des Mantelrohres (3) Waterjets (7) befinden, die unter einem Winkel von 0 bis ungefähr 45° zur Horizontalen nach unten gerichtet sind.
7. Saugbaggerschiff, umfassend einen Deinungkompensator, wobei das Kabel (17), an dem die Saugvorrichtung aufgehängt ist, über eine Kabelrolle (18) zu einer Förderwinde (19) geführt wird und die Kabelrolle (18) auf einer aus einem Kompensationszylinder (22) ragenden Stange (21) angeordnet ist, der mit der einen Seite eines in dem Zylinder (22) beweglichen Kolbens (20) verbunden ist, während an der anderen Seite (23) des Kolbens (20) ein hydraulisches Medium vorhanden ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Raum (23) im Kompensationszylinder (22), in dem sich das hydraulische Medium befindet, mit einem Raum (25) in einem zweiten Zylinder (26) verbunden ist, in dem sich ein frei beweglicher Kolben (27) oder eine Membran befindet, wobei der Raum (28) an der anderen Seite des Kolbens (27) mit einem Raum (29), in dem sich ein komprimiertes Gas befindet, verbunden ist, während in der Verbindungsleitung (24) zwischen dem Kompen­ sationszylinder (22) und dem zweiten Zylinder (26) ein Rücklaufventil (30) vorhanden ist, das die Strömung des Mediums vom Kompensationszylinder (22) zum zweiten Zylinder (26) verhindert, und über diesem Rücklaufventil Bypass-Leitungen (31, 33) angeordnet sind mit einem betätigbaren Absperrventil (32) in der ersten (31) und einem auf einen be­ stimmten hohen Druck eingestellten Sicherheitsventil (34) in der zweiten Bypass-Leitung (33).
8. Saugbaggerschiff gemäß Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß über den Bypass- Leitungen (31, 33) eine dritte Bypass-Leitung (35) angeordnet ist, in der sich eine ein­ schaltbare Pumpe (36) befindet mit einem betätigbaren Einlaßventil (39) in deren Ansaugleitung und mit einem Rücklaufventil (38) in deren Abfuhrleitung, derart, daß hydraulisches Medium unter erhöhtem Druck dem Kompensationszylinder (22) zugeführt werden kann, während mittels des betätigbaren Absperrventils (32) in der ersten Bypass- Leitung (31) eine Zurückströmung des hydraulischen Mediums, das von der Pumpe (36) während deren Einschaltung geliefert wird, zum zweiten Zylinder (26) verhindert wird.
9. Saugvorrichtung mit Deinungkompensator wie in einem oder mehreren der vorherge­ henden Ansprüche beschrieben, für Anwendung bei einem Saugbaggerschiff.
DE19546845A 1994-12-20 1995-12-15 Saugbaggerschiff mit einer an einem Kabel aufgehängten Saugvorrichtung, die mit einem Dünungskompensator versehen ist Expired - Fee Related DE19546845B4 (de)

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NL9402166 1994-12-20

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