DE19543105A1 - Optischer Gasanalysator mit einem pyroelektrischen Detektorelement - Google Patents
Optischer Gasanalysator mit einem pyroelektrischen DetektorelementInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen optischen Gasanalysator nach dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 1.
Ein Gasanalysator der genannten Art ist aus der EP 0332 180 A2
bekanntgeworden. Bei dem bekannten Gasanalysator enthält der
Infrarotsensor in einem Gehäuse einen Strahlunterbrecher und ein
pyroelektrisches Detektorelement, welche auf einer gemeinsamen Halterung
befestigt sind. Das Detektorelement ist in einer Hülse aufgenommen, welche
in Richtung der Infrarot-Strahlungsquelle mit einem optischen Filter versehen
ist. Die von der IR-Strahlungsquelle emittierte Meßstrahlung gelangt über
eine die nachzuweisende Gasprobe enthaltende Meßküvette, den
Strahlunterbrecher und das optische Filter zu dem pyroelektrischen
Detektorelement.
Von pyroelektrischen Detektorelementen ist bekannt, daß das Signal-
Rausch-Verhältnis des Meßsignales durch auf den Detektor wirkende
mechanische Schwingungen oder Stöße beeinträchtigt ist. Diese Störungen
wirken sich besonders bei einer breitbandigen Auswertung des Meßsignales
aus. Mechanische Schwingungen innerhalb des Gasanalysators können
beispielsweise durch Meßgaspumpen oder aber auch durch den motorisch
betriebenen Strahlunterbrecher verursacht werden. Eine
Schwingungsisolation in Form einer elastischen Lagerung der
Meßgaspumpe bzw. des Strahlunterbrechers führt in vielen Fällen noch nicht
zu einer Verbesserung des Signal-Rausch-Verhältnisses, da die durch die
elastische Lagerung entstehenden Masse-Feder-Systeme meistens eine
Resonanzfrequenz innerhalb des auszuwertenden Frequenzbereiches
besitzen und damit die Resonanzphänomene innerhalb des für die
Auswertung relevanten Frequenzbereiches nur auf der Frequenzachse
verschoben werden. Da bei der Meßgaspumpe bzw. dem Strahlunterbrecher
die Masse konstruktionsbedingt fest vorgegeben ist und nur geringfügig
beeinflußt werden kann, läßt sich die Resonanzfrequenz in vielen Fällen nur
über die Federkonstante der elastischen Lagerung beeinflussen.
Physikalische und mechanische Grenzen erschweren jedoch die
Dimensionierung der elastischen Lagerung.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Gasanalysator der
genannten Art hinsichtlich breitbandiger Auswertbarkeit des Meßsignales
des pyroelektrischen Detektors zu verbessern.
Die Lösung der Aufgabe erfolgt dadurch, daß im Verbindungsbereich
zwischen dem Detektorelement und der Detektorhalterung ein Schwingungs-
Entkopplungs-System vorgesehen ist.
Der Vorteil der Erfindung besteht im wesentlichen darin, daß durch
Anbringung eines Schwingungs-Entkopplungs-Systems zwischen dem
pyroelektrischen Detektorelement und der Detektorhalterung ein Masse-
Feder-System geschaffen wird, mit dem Detektorelement als Masse und
dem Schwingungs-Entkopplungs-Systems als Feder, welches mittels der
Federkonstante des Schwingungs-Entkopplungs-Systems besonders gut auf
tiefe Resonanzfrequenzen abstimmbar ist. Die Resonanzfrequenz wird dabei
so eingestellt, daß sie mindestens am unteren Ende des auszuwertenden
Frequenzbereiches liegt. Eine weitere Veränderung der Resonanzfrequenz
in Richtung tiefer Frequenzen ist durch Vergrößerung der Masse des
Detektorelementes möglich, indem zum Beispiel ein Vorverstärkersystem
fest mit dem Detektorelement verbunden wird und das Schwingungs-
Entkopplungssystem zwischen dem Detektorelement mit
Vorverstärkersystem und der Detektorhalterung angebracht wird. Das
Vorverstärkersystem kann auch noch zusätzliche Verstärkerstufen enthalten,
die die Masse weiter erhöhen.
Besonders vorteilhaft ist es, eine das Detektorelement umgebende Hülse in
die Masse des Detektorelementes mit einzubeziehen und das Schwingungs-
Entkopplungs-System zwischen der Hülse und der Detektorhalterung
anzubringen. Über das Material und die Wandstärke der Hülse ist die Masse
für praktische Anwendungen in ausreichenden Grenzen variierbar.
Eine im Bereich der Strahlungseintrittsfläche des Detektorelementes
befindliche Optik ist zweckmäßigerweise an der Hülse angebracht und somit
in die Masse des Detektorelementes mit einbezogen.
Das Schwingungs-Entkopplungs-System ist zweckmäßigerweise als eine
elastische Lagerung ausgeführt und besteht aus einem Elastomer, wie z. B.
Silikon, Kautschuk oder Gummi oder ist als ein gedämpftes Federsystem
ausgeführt.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und
im folgenden näher erläutert.
Die einzige Figur zeigt schematisch einen Gasanalysator 1 im Längsschnitt.
Auf einer beheizten Trägerplatte 2 in einem Gehäuse des Gasanalysators 1
sind eine IR-Strahlungsquelle 3, eine Küvette 4 als Meßstrecke und ein
pyroelektrischer Detektor 5 als photoelektrischer Empfänger angeordnet.
Mittels einer an der Trägerplatte befindlichen Heizpatrone 6 wird die
Trägerplatte 2 auf eine Temperatur von etwa 55°C aufgeheizt. Der Detektor
5 ist an eine Auswerteschaltung 7 angeschlossen und über eine
Meßsignalleitung 8 mit einer Auswerteelektronik 9 verbunden. Zwischen der
Strahlungsquelle 3 und der Küvette 4 werden mittels eines von einem Motor
11 angetriebenen Filterrades 10 nacheinander mehrere Filter in den
Strahlengang gebracht, von denen in der Fig. 1 sich ein Filter 12 momentan
im Strahlungsweg befindet. Ein zum Filter 12 gehöriges Meßsignal wird über
die Meßsignalleitung 8 an die Auswerteelektronik 9 übertragen. Die Küvette
4 besitzt im Strahlungsweg zwei für IR-Strahlung durchlässige Fenster 13
und einen in der Figur nicht dargestellten Gaseinlaß und einen Gasauslaß
für die zu analysierende Gasprobe.
Der pyroelektrische Detektor 5 besteht aus einem pyroelektrischen
Detektorelement 51 mit einem Vorverstärkersystem 52, welche zusammen in
einer Hülse 53 befestigt sind, wobei an der Strahlungseintrittsfläche eine
Optik 54 an der Hülse 53 angebracht ist. Die Drahtverbindung zwischen dem
Vorverstärkersystem 52 und der Auswerteschaltung 7 ist mittels einer
dünnen, flexiblen Litze ausgeführt, um eine mechanische Entkopplung
zwischen dem Vorverstärkersystem 52 und der Auswerteschaltung 7 zu
erreichen. Die Trägerplatte 2 ist im Bereich des pyroelektrischen Detektors 5
zu einer Detektorhalterung 21 ausgebildet, wobei der pyroelektrische
Detektor 5 mittels einer elastischen Lagerung 14 innerhalb der
Detektorhalterung 21 befestigt ist. Die elastische Lagerung 14 ist als ein
Moosgummiring oder Silikonring ausgeführt. Das durch die elastische
Lagerung 14 des pyroelektrischen Detektors 5 gebildete Masse-Feder-
System wird bezüglich seiner Resonanzfrequenz auf die untere
Grenzfrequenz des auszuwertenden Frequenzbereiches eingestellt, welcher
beispielsweise zwischen 0,5 Hz und 10 kHz liegt. Die für die
Resonanzfrequenz maßgebende Masse des Detektors 5 setzt sich aus den
Einzelmassen von Detektorelement 51, Vorverstärkerelement 52, Hülse 53
und Optik 54 zusammen. Die Masse des Detektors 5 kann beispielsweise
über die Einzelmasse der Hülse 53 besonders einfach verändert werden,
indem das Material oder die Materialstärke der Hülse 53 den Erfordernissen
angepaßt wird. Die für die Resonanzfrequenz relevante Federkonstante
ergibt sich aus den Materialeigenschaften der elastischen Lagerung 14. So
kann beispielsweise durch eine weiche elastische Lagerung 14 die
Resonanzfrequenz abgesenkt oder durch eine härtere Lagerung 14
angehoben werden. Als elastische Lagerung sind Materialien wie zum
Beispiel Moos- oder Schaumgummi, Silikon oder Kautschuk geeignet, die
eine hohe Elastizität und eine hohe innere Dämpfung besitzen.
Claims (4)
1. Optischer Gasanalysator zum Messen des Anteils von Komponenten in
einer Gasprobe mittels IR-Absorption, enthaltend zumindestens ein
pyroelektrisches Detektorelement (51) an einer Detektorhalterung (21),
dadurch gekennzeichnet, daß im Verbindungsbereich zwischen dem
Detektorelement (51) und der Detektorhalterung (21) ein Schwingungs-
Entkopplungs-System (14) vorgesehen ist.
2. Optischer Gasanalysator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Schwingungs-Entkopplungs-System bei dem in einer Hülse
(53) aufgenommenen Detektorelement (51) zwischen der Hülse (53)
und der Detektorhalterung (21) angeordnet ist.
3. Optischer Gasanalysator nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß das Schwingungs-Entkopplungs-System eine
elastische Lagerung (14) ist.
4. Gasanalysator nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
elastische Lagerung (14) aus einem Elastomer und/oder Federsystem
besteht.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19543105A DE19543105C2 (de) | 1995-11-18 | 1995-11-18 | Optischer Gasanalysator mit einem pyroelektrischen Detektorelement |
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Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19543105A1 true DE19543105A1 (de) | 1997-05-22 |
| DE19543105C2 DE19543105C2 (de) | 1998-09-17 |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE19543105A Expired - Fee Related DE19543105C2 (de) | 1995-11-18 | 1995-11-18 | Optischer Gasanalysator mit einem pyroelektrischen Detektorelement |
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19543105C2 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US9470621B2 (en) | 2014-01-14 | 2016-10-18 | Dräger Safety AG & Co. KGaA | Modified measuring cuvette |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4044251A (en) * | 1976-05-18 | 1977-08-23 | Minnesota Mining And Manufacturing Company | Electromagnetic radiation detector with large area sensing medium |
| US4258260A (en) * | 1978-05-30 | 1981-03-24 | Kureha Kagaku Kogyo Kabushiki Kaisha | Pyroelectric infrared detector |
| EP0332180A2 (de) * | 1988-03-10 | 1989-09-13 | Sanyo Electric Co., Ltd. | Infrarot-Gasanalysator |
-
1995
- 1995-11-18 DE DE19543105A patent/DE19543105C2/de not_active Expired - Fee Related
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| US9470621B2 (en) | 2014-01-14 | 2016-10-18 | Dräger Safety AG & Co. KGaA | Modified measuring cuvette |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE19543105C2 (de) | 1998-09-17 |
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