DE102005030151B3 - Photoakustischer Freifelddetektor - Google Patents
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Abstract
Vorgestellt wird ein photoakustischer Detektor mit einem nicht vollständig von einem Gehäuse umschlossenen, akustisch offenen Messbereich. Dieser Detektor umfasst Mittel zum Einbringen von Anregungslicht in den Messbereich, so dass das Anregungslicht von im Messbereich befindlichen absorbierenden Stoffen zur Erzeugung akustischer Energie absorbiert werden kann. Ferner weist der Detektor mindestens einen akustischen Sensor (5) auf und zeichnet sich dadurch aus, dass Mittel zur Konzentration (2, 3, 4) der akustischen Energie vorhanden sind, um an mindestens einer Position ein lokales Maximum des Schalldrucks zu erreichen, wobei der mindestens eine akustische Sensor (5) in der Nähe der mindestens einen Position, an der das lokale Maximum des erzeugten Schalldrucks vorliegt oder erzeugbar ist, angeordnet ist. Ferner wird ein zugehöriges Verfahren gezeigt.
Description
- Die Erfindung betrifft einen photoakustischen Freifelddetektor. Mit einem derartigen Photoakustischen Detektor soll auf einfache Weise auch eine geringe Menge an Spurengasen ohne aufwendige Probennahme detektiert werden.
- Photoakustische Detektion erfolgt dadurch, dass Anregungslicht von absorbierenden Stoffen absorbiert wird. Dadurch erfolgt eine Erwärmung. Die Erwärmung führt zu einer Ausdehnung, insbesondere wenn Gase erwärmt werden. Dabei kann die Erwärmung der Gase auch indirekt erfolgen, beispielsweise durch erwärmte Feststoffpartikel, die das umgebende Gas erwärmen. Erfolgt die Erwärmung und die daraus resultierende Ausdehnung hinreichend schnell, entsteht Schall, der mit einem akustischen Sensor, etwa einem Mikrophon, erfasst werden kann. Der erfasste Schall ist somit ein Maß für die absorbierte Energie, die von der Intensität des Anregungslichts sowie der Art und Konzentration der absorbierenden Stoffe abhängen.
- Aus dem Stand der Technik sind Photoakustische Detektoren bekannt, die aus geschlossenen Zellen mit transparenten Fenstern ausgebildet sind. In derartigen Detektoren erfolgt die eigentliche Photoakustische Detektion in einem akustischen Resonator. Die Luft oder das Gas, in dem die zu detektierenden absorbierenden Stoffe – in der Regel handelt es sich um Spurengase – vorhanden sind, fließt durch die Zelle. Dies erfolgt normalerweise mit einer Pumpe. Dabei sind auch so genannte Multipassanordnungen bekannt, bei denen das Anregungslicht die Photoakustische Messzelle mehrfach durchstrahlt. Die dazu erforderlichen optisch reflektierenden Elemente, in der Regel Spiegel, sind außerhalb der Messzelle angeordnet, so dass das Anregungslicht bei jedem Durchgang durch zwei Fenster durchgehen muss. Damit wird das Anregungslicht geschwächt und es entsteht nur eine geringe Signalverstärkung. Die Absorption in den Fenstern kann auch den Nachteil haben, dass durch die Absorption ein unerwünschtes Photoakustisches Hintergrundsignal erzeugt wird, welches dem Messsignal überlagert ist und somit die Messempfindlichkeit herabsetzt.
- Bei alternativen Anordnungen, bei denen die zu untersuchende Luft oder das zu untersuchende Gas durch die Messzelle strömt, sind der Einlass und der Auslass für das Gas offen, für die erzeugten Schallwellen aber geschlossen, ausgebildet. Mit einer derartigen Messanordnung ist es jedoch nicht möglich, Freifeldmessungen durchzuführen, die ein besseres Abbild für die reale Belastung der Luft mit den absorbierenden Stoffen gibt. Dies liegt daran, dass die für Schallwellen geschlossenen Auslässe und Einlasse nur eine erschwerte Zuführung der zu untersuchenden Luft gestatten. Daher wurden auch so genannte akustisch offene photoakustische Detektoren entwickelt. Bei derartigen photoakustischen Detektoren ist aber der durch die Absorption hervorgerufene Schalldruck am Mikrofon bereits so geschwächt, dass die Messempfindlichkeit in unerwünschter Weise reduziert ist.
- Aus der Zusammenfassung der
ist eine photoakustische Messanordnung mit einer offenen Zelle bekannt. Dabei sind eine Messzelle und eine Referenzzelle vorhanden, die auf die Oberfläche einer Probe gedrückt werden. Damit entstehen luftdichte Bereiche. Durch eine Faser wird moduliertes Licht zur Beleuchtung der Probe eingeführt. Dadurch entstehen Druckwellen, welche zu einem Mikrofon gelangen. Die Lage des Mikrofons ist verstellbar.JP 62 272 153 A - Aus der Zusammenfassung der
ist eine weitere offene photoakustische Messzelle bekannt. Moduliertes Licht eines Argon-Ionenlasers wird durch ein Quarzfenster auf eine zu vermessende Oberfläche geführt. Die Taktfrequenz des Lasers stimmt mit der Frequenz natürlicher Schwingungen der Messsäule überein. Dies gestattet eine Messung mit hoher Empfindlichkeit.JP 05 196 448 A - Auch aus der Zusammenfassung der
ist eine offene photoakustische Messzelle bekannt.JP 05 026 627 A - Aus der Gebrauchsmusterschrift
DE 296 17 790 U1 ist eine offene photoakustische Messzelle zur Beurteilung der Haut, insbesondere menschlicher Haut, unter Verwendung eines Lichtleitkabels und eines Mikrofons bekannt. Diese Messzelle zeichnet sich dadurch aus, dass eine offene, nicht resonante photoakustische Messkammer vorgesehen ist. In der Messzelle ist neben dem Mikrofon auch der zugehörige Verstärker untergebracht. Für die verschiebungsfreie Halterung der Messzelle an einem Körperteil sind zwei Haltebügel vorgesehen. Eine Ausführungsform für das Mikrofon ist ein Elektretmikrofon. - Aus der
US 4,533,252 ist eine tragbare Messzelle zur Messung der Photosyntheseaktivität von photosynthetisch aktivem Gewebe bekannt. Die Messzelle ist in einem Gehäuse untergebracht, welches an einem Ende offen ist. In diesem Gehäuse ist ein akustischer Messfühler angeordnet. Das Gehäuse ist an oder über der photosynthetisch aktiven Probe angebracht. Es ist sowohl eine modulierte als auch eine kontinuierlich strahlende Lichtquelle vorgesehen, wobei Mittel vorhanden sind, sowohl das modulierte Licht als auch das kontinuierliche Licht auf die Probe zu leiten. - Aus der
US 4,688,942 ist eine radial oder azimuthal nicht resonante photoakustische Durchflussmesszelle bekannt, welche ohne Fenster arbeitet. Damit wird das Hintergrundsignal des Fensters ausgeschaltet. Die Zelle ist als langes Rohr ausgebildet. Die Länge der Zelle ist 34 × 103 cm geteilt durch die Modulationsfrequenz der Lichtquelle und besteht aus leitendem Material. - Aus der Gebrauchsmusterschrift
ist eine Messkammer für photoakustische Sensoren zur kontinuierlichen Messung von strahlungsabsorbierenden Substanzen, insbesondere von strahlungsabsorbierenden Partikeln in gasförmigen Proben bekannt. Sie ist versehen mit zumindest einem Einlass und zumindest einem Auslass für die Proben. Sie weist einen von der Probe in Längsrichtung durchströmbaren Rohrabschnitt auf, in dem ein Mikrofon angeordnet ist. Ferner ist mindestens eine mit dem Rohrabschnitt fluchtende Eintritts- und Austrittsstelle für den Laserstrahl vorhanden. Die Eintritts- und Austrittsstelle sind durch jeweils eine Kammer vom Messrohr beabstandet. Um die Verschmutzung der Fenster als Eintrittsstelle der Strahlung zu vermindern und die Ablagerung der Partikel des Messaerosols darauf zu verlangsamen sind zwei Einlässe an den einander gegenüberliegenden Enden des Rohrabschnitts und zumindest ein Auslass an einer Stelle mittig zwischen den Einlässen vorgesehen. Damit ist der Betrieb der Messzelle mit hoher Empfindlichkeit über lange Zeit möglich.AT 006 894 U2 - Aus der
DE 33 22 8870 A1 ist eine photoakustische Messvorrichtung zum kontinuierlichen Bestimmen der Konzentration von in einem Gas enthaltenen Partikeln bekannt. Sie weist zwei Messzellen auf, die parallel zu einander vom Licht eines Lasers durchstrahlt werden. Der ersten Messzelle wird Gas ohne Teilchen zugeführt. Im optischen Weg vor jeder der beiden Messzellen befindet sich ein Chopper. Der erste Chopper wird dabei mit einer Zerhackerfrequenz betrieben, die der Resonanzfrequenz der ersten Messzelle entspricht, während die Zerhackerfrequenz des zweiten Choppers der Resonanzfrequenz der zweiten Messzelle entspricht. Mit einer derartigen Messvorrichtung lässt sich beispielsweise der Partikelanteil in Abgasen, z. B. von Fahrzeugen bestimmen. - Darstellung der Erfindung
- Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es nun einen akustisch offenen Photoakustischen Freifelddetektor zu schaffen, bei dem ein ausreichender Schalldruck am akustischen Sensor vorhanden ist. Aufgabe der Erfindung ist es ferner, ein entsprechendes akustisches Messverfahren bereitzustellen. Die Lösung dieser Aufgabe wird in den unabhängigen Ansprüchen angegeben. Vorteilhafte Weiterentwicklungen finden sich in Unteransprüchen.
- Es wird ein Photoakustischer Detektor mit einem nicht vollständig von einem Gehäuse umschlossenen akustisch offenen Messbereich bereitgestellt. Darunter ist ein Messbereich zu verstehen, in dem der durch die Absorption erzeugte Schalldruck an den relativ groß ausgeführten Einlässen und Auslässen der Probenluft entweichen kann.
- Dieser Photoakustische Detektor umfasst Mittel zum einbringen von Anregungslicht in den Messbereich, so dass das Anregungslicht von den im Messbereich befindlichen absorbierenden Stoffen zur Erzeugung akustischer Energie absorbiert werden kann. Ferner ist mindestens ein akustischer Sensor vorgesehen. Der Detektor zeichnet sich dadurch aus, dass Mittel zur Konzentration der akustischen Energie vorhanden sind. Mit diesen Mitteln kann an mindesten einer Position ein lokales Maximum des Schalldrucks erreicht werden. Unter einem lokalen Maximum des Schalldrucks ist dabei eine Position zu verstehen, an der der Schalldruck im Vergleich zur unmittelbaren Umgebung spürbar erhöht ist. Der mindestens eine akustische Sensor wird dann in der Nähe der mindestens einen Position, an der das lokale Maximum des erzeugten Schalldrucks vorliegt oder erzeugbar ist angeordnet. Die Konzentration des erzeugten Schalldrucks ermöglicht es, dass auch in einem akustisch offenen Messbereich mit einer hinreichenden Empfindlichkeit gemessen werden kann. Damit werden die oben geschilderten Vorteile von photoakustischen Detektoren mit akustisch offenem Messbereich erzielt, ohne jedoch eine unerwünschte Reduktion des Schalldrucks am akustischen Sensor hinnehmen zu müssen.
- Wenngleich oben von Probenluft gesprochen wird, da der Hauptanwendungsbereich sicherlich die Messung von Spurengasen oder Partikeln in Luft oder einem Gasgemisch ist, ist es denkbar einen photoakustischen Freifelddetektor auch für die Vermessung von Flüssigkeiten einzusetzen. Die Erzeugung eines hinreichend hohen Schalldrucks ist zwar in Flüssigkeiten schwieriger als in Gasen, dennoch ist die photoakustische Vermessung von absorbierenden Substanzen in Flüssigkeiten bekannt und als praxistauglich erprobt.
- Eine weitere Erhöhung des erhaltenen Photoakustischen Signals kann erreicht werden, wenn optisch reflektierende Elemente so angeordnet sind dass ein mehrfacher Durchgang des Anregungslichtes durch den Messbereich erfolgen kann. In diesem Fall wird eine höhere Energie absorbiert, die dann zu einer entsprechenden höheren Schallerzeugung führt.
- Eine Möglichkeit zur Konzentration der akustischen Energie besteht darin, Elemente vorzusehen, welche die durch die Absorption des Anregungslichtes erzeugte akustische Energie derartig beeinflussen, dass mindestens eine Position mit einem lokalen Maximum des Schalldrucks erreichbar ist. Damit wird der bereits erzeugte Schall entsprechend gelenkt.
- Es ist aber auch möglich zur Konzentration der akustischen Energie Elemente vorzusehen, die eine derartige Verteilung des Anregungslichts gestatten, dass die vom Anregungslicht erzeugte akustische Energie eine derartige Verteilung aufweist, dass eine Konzentration der akustischen Energie erfolgen kann. Auch so ist mindestens eine Position mit einem lokalen Maximum des Schalldrucks erreichbar. Selbstverständlich können die beiden Methoden, also Konzentrieren des bereits erzeugten Schalls und Verteilen des Anregungslichtes in einer Weise, dass der entstehende Schall aufgrund der geometrischen Anordnung selbst zur Konzentration an bestimmten Positionen neigt, kombiniert werden. Beide Varianten gestatten eine Konzentration akustischer Energie in einem akustisch offenen Messbereich.
- Zur Konzentration der akustischen Energie eignen sich akustische Spiegel. Mit diesen kann der erzeugte Schall so gelenkt werden, dass Positionen mit einem lokalen Maximum des Schalldrucks erreicht werden.
- Dies gelingt in besonders günstiger Weise, wenn die akustischen Spiegel als parabolische Spiegel ausgelegt sind.
- Um das Anregungslicht zu verteilen eignen sich optisch reflektierende Elemente. Besonders geeignet sind hierbei optische Spiegel.
- Es hat sich als günstig erwiesen den Photoakustischen Detektor so auszulegen, dass das Anregungslicht so verteilbar ist, dass in einem Kreisförmigen- und/oder Schraubenförmigen- und/oder Polygonen Teilbereich des Messbereichs eine Erzeugung akustischer Energie hervorrufbar ist. Bei einer derartigen Verteilung des Anregungslichtes bilden sich Positionen heraus, an denen ein lokales Maximum des Schalldrucks auftritt.
- Wie in der Photoakustik üblich, kann auch der vorliegende Photoakustische Detektor mit gepulstem und/oder moduliertem Anregungslicht betrieben werden. Sinnvollerweise ist dabei die Modulationsfrequenz der Lichtpulse auf eine maximale Empfindlichkeit des akustischen Sensors abstimmbar. Zwar lassen sich Diodenlaser, die Infrarotstrahlung emittieren, mit einer Frequenz bis zu mehreren 100 Megahertz modulieren. Wegen des begrenzten Durchmessers der Laserstrahlen bei diesen hohen Frequenzen können diese bei der Photoakustik nicht eingesetzt werden. Der Frequenzbereich von 100 kHz bis 500 kHz ist indes für photoakustische Messungen geeignet. Es ist möglich sowohl die Intensität als auch die Wellenlänge des Anregungslichts zu modulieren.
- Zum Betrieb des Detektors mit gepulstem Anregungslicht eignen sich gepulste Festkörperlaser, die Pulse mit einer Dauer von 10 bis 50 ns emittieren. Das zeitliche Profil der Pulse ist annähernd gaußförmig. Die Absorption des Laserpulses durch ein Gas führt zu einem akustischen Puls, dessen Profil mit der zeitlichen Änderung des anregenden Lichtpulses korrespondiert. Ein unipolarer Laserpuls ruft so einen bipolaren akustischen Puls mit etwa derselben Dauer hervor. Derartige bipolare akustische Pulse werden im gesamten durchstrahlten Bereich hervorgerufen, soweit absorbierende Stoffe vorhanden sind. Die gesamte Dauer des akustischen Pulses außerhalb des Laserpulses ist proportional zur Zeit, die der akustische Puls zum Durchwandern des Laserpulses benötigt. Bei einem angenommenen Strahldurchmesser des anregenden Laserpulses von 1 mm kann die Dauer des akustischen Pulses auf 3 μs geschätzt werden. Das Frequenzspektrum eines derartigen akustischen Pulses ist näherungsweise gaußförmig um eine Peakfrequenz von 300 kHz.
- Da beim erfindungsgemäßen photoakustischen Detektor kein Resonator vorgesehen ist, ist es nicht zweckmäßig die Wiederholungsfrequenz der Lichtpulse und/oder Modulationsfrequenz auf eine Resonanzfrequenz des Resonators abzustimmen. Vielmehr ist es sinnvoll die Wiederholungsfrequenz der Lichtpulse und/oder die Modulationsfrequenz der Lichtquelle auf eine maximale Empfindlichkeit des verwendeten akustischen Sensors abzustimmen.
- Als geeigneter und empfindlicher akustischer Sensor haben sich ein Kondensatormikrofon und/oder ein Elektretmikrofon mit einer oberen Frequenzgrenze im Bereich von 50 bis 100 kHz erwiesen.
- Eine geeignete Auslegung des Kondensator- und/oder Elektretmikrofones ergibt sich wenn bei einer Wiederholungsfrequenz des Anregungslichts von 1 bis 10 khz bei einer Oberschwingung gemessen werden kann. Bei einem derartig ausgelegten Mikrofon kann durch eine Abstimmung der Wiederholungsfrequenz des Anregungslichts eine maximale Empfindlichkeit des Mikrofons erreicht werden.
- Es ist auch möglich als akustischen Sensor einen Ultraschallsensor einzusetzen. Hierbei ist es durchaus denkbar keinen breitbandig abgestimmten Ultraschallsensor zu verwenden. Beispielsweise bietet es sich an einen Ultraschallsensor einzusetzen, der auf Frequenzwerte wie 40 kHz und/oder 80 kHz und/oder 120 kHz abgestimmt ist. Derartige Ultraschalssensoren sind preisgünstig erhältlich.
- Der geschilderte Photoakustische Detektor und ein Verfahren, bei dem mit dem Photoakustischem Detektor absorbierende Stoffe detektiert werden, eignet sich gut zur Überwachung der Luftqualität in Innenräumen, insbesondere zur Überwachung der in Belüftungsanlagen für Innenräume angesaugten Luft. Dies liegt daran, dass mit der Photoakustischen Detektion ein weiter Messbereich für verschiedenste absorbierende Substanzen, die in Innenräumen störend sein können, abgedeckt werden kann. Bei Belüftungseinrichtungen ist es zudem erforderlich, dass eine aufwendige Probenahme entbehrlich ist, da eine schnelle Anpassung der Belüftung an die detektierten Schadstoffkonzentrationen gewünscht ist.
- Anhand der
1 bis3 wird nachfolgend ein Weg zur Realisierung der Erfindung beschrieben. -
1 und2 zeigen einen beispielhaften photoakustischen Detektor. Der anregende Lichtstrahl1 eines nicht dargestellten Lasers tritt in den Messbereich. Durch die zwei optischen Spiegel2 , die einen Durchmesser von etwa 50 mm haben, wird das Licht mehrfach reflektiert. Die reflektierten Lichtstrahlen befinden sich in einer Ebene (3 ). Es sind zwei akustische Spiegel3 ,4 vorhanden. Der erste akustische Spiegel3 ist ein quadratförmiger flacher Spiegel, mit einer Dicke von 8 mm und einer Seitenlänge von 100 mm. Er hat in der Mitte eine Aussparung für das Mikrofon5 . Der gegenüberliegende zweite akustische Spiegel4 ist quaderförmig mit einer Seitenlänge von 100 mm. Im äußeren Bereich hat der zweite akustische Spiegel4 eine Dicke von 30 mm. In einem inneren Bereich, der einen Durchmesser von 80 mm aufweist, ist der zweite akustische Spiegel zum Messbereich hin konkav ausgebildet. Das Mikrophon5 befindet sich auf der Symmetrieachse der akustischen Spiegel. Das Mikrophon5 hat dabei einen Abstand von 25 mm von dem zweiten akustischen Spiegel4 . -
3 zeigt einen Aufbau bei dem der anregende Lichtstrahl1 mehrfach durch den Messbereich gelangt. Bei jedem Durchgang wird ein gewisser Anteil absorbiert, soweit absorbierende Stoffe vorhanden sind. Die Reflexion des Lichtstrahls1 erfolgt an den Spiegeln2 , die als optische Spiegel ausgebildet sind. -
4 zeigt eine Detailansicht des zweiten akustischen Spiegels4 . Danach beträgt die maximale Vertiefung 16 mm. Der radiale Abstand vom Mittelpunkt des zweiten akustischen Spiegels4 werde mit X bezeichnet; die Tiefe der Vertiefung mit z. Die Form der Vertiefung wird dann durch folgende Formel X = sgrt(100·(16 – z)) beschreiben.
Claims (14)
- Photoakustischer Detektor mit einem nicht vollständig von einem Gehäuse umschlossenen, akustisch offenem Messbereich, umfassend: • Mittel zum Einbringen von Anregungslicht in den Messbereich, so dass das Anregungslicht von im Messbereich befindlichen absorbierenden Stoffen zur Erzeugung akustischer Energie absorbiert werden kann • mindestens einen akustischen Sensor dadurch gekennzeichnet, dass Mittel (
2 ,3 ,4 ) vorhanden sind, um an mindestens einer Position ein lokales Maximum des Schalldrucks zu erreichen, wobei der mindestens eine akustische Sensor (5 ) in der Nähe der mindestens einen Position, an der das lokale Maximum des erzeugten Schalldrucks vorliegt oder erzeugbar ist, angeordnet ist. - Photoakustischer Detektor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass optisch reflektierende Elemente (
2 ) so angeordnet sind, dass ein mehrfacher Durchgang des Anregungslichts durch den Messbereich erfolgen kann. - Photoakustischer Detektor nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass Elemente (
3 ,4 ) vorgesehen sind, welche die durch die Absorption des Anregungslichts erzeugte akustische Energie so beeinflussen können, dass mindestens eine Position mit einem lokalen Maximum des Schalldrucks erreichbar ist - Photoakustischer Detektor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zur Konzentration der akustischen Energie Elemente (
2 ) vorgesehen sind, die eine derartige Verteilung des Anregungslichts gestatten, dass die vom Anregungslicht erzeugte akustische Energie eine derartige Verteilung aufweist, dass eine Konzentration der akustischen Energie so erfolgen kann, dass mindestens eine Position mit einem lokalen Maximum des Schalldrucks erreichbar ist - Photoakustischer Detektor nach einem der Ansprüche 3 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die zur Beeinflussung der akustischen Energie vorgesehenen Elemente akustische Spiegel (
3 ,4 ) sind - Photoakustischer Detektor nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die akustischen Spiegel (
3 ,4 ) parabolische Spiegel sind - Photoakustischer Detektor nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass als Elemente zur Verteilung des Anregungslichts optisch reflektierende Elemente (
2 ), insbesondere Spiegel, vorgesehen sind. - Photoakustischer Detektor nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Anregungslicht so verteilbar ist, dass in einem kreisförmigen und/oder schraubenförmigen und/oder polygonen Teilbereich des Messbereichs akustische Energie erzeugbar ist.
- Photoakustischer Detektor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Anregungslicht gepulst und/oder moduliert einbringbar ist, wobei die Wiederholungsfrequenz der Lichpulse und/oder die Modulationsfrequenz auf eine maximale Empfindlichkeit des akustischen Sensors (
5 ) abstimmbar ist. - Photoakustischer Detektor nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass als akustischer Sensor ein Kondensatormikrophon (
5 ) und/oder ein Elektretmikrophon (5 ) mit einer oberen Frequenzgrenze im Bereich von 50 bis 100 kHz vorhanden ist. - Photoakustischer Detektor nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Kondensaotor- und/oder Elektretmikrophon (
5 ) ausgelegt ist, bei einer Wiederholungsfrequenz des Anregungslichts von 1 bis 10 kHz bei einer Oberschwingung zu messen. - Photoakustischer Detektor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als akustischer Sensor (
5 ) ein Ultraschallsensor vorhanden ist. - Verfahren zur photoakustischen Detektion von absorbierdenden Stoffen, bei dem eine Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12 eingesetzt wird:
- Verwendung des Detektors und des Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche zur Überwachung der Luftqualität in Innenräumen, insbesondere zur Überwachung der in Belüftungsanlagen für Innenräume angesaugten Luft
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