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DE19543487B4 - Maschine, insbesondere Buchdeckenmaschine, zum Anbringen von flächig beleimten Bezugsmaterialnutzen auf Träger - Google Patents

Maschine, insbesondere Buchdeckenmaschine, zum Anbringen von flächig beleimten Bezugsmaterialnutzen auf Träger Download PDF

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DE19543487B4 DE1995143487 DE19543487A DE19543487B4 DE 19543487 B4 DE19543487 B4 DE 19543487B4 DE 1995143487 DE1995143487 DE 1995143487 DE 19543487 A DE19543487 A DE 19543487A DE 19543487 B4 DE19543487 B4 DE 19543487B4
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Kolbus GmbH and Co KG
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Kolbus GmbH and Co KG
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Abstract

Maschine, insbesondere Buchdeckenmaschine, zum Anbringen von flächig beleimten Bezugsmaterialnutzen auf Träger, wie Pappen, mit einer Beleimeinrichtung und mit einer Zufuhreinrichtung zum Fördern einzelner Bezugsmaterialnutzen zu der Beleimeinrichtung, gekennzeichnet durch vier im Bereich der Zufuhreinrichtung angeordnete, taktmäßig auf die Maschine abgestimmte Schneideinrichtungen (19, 20, 21) zum Entfernen der Ecken von nacheinander zugeführten, von Haltemitteln (24–28) positionierten Bezugsmaterialnutzen (1).

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Maschine, insbesondere Buchdeckenmaschine, zum Anbringen von flächig beleimten Bezugsmaterialnutzen auf Träger, wie Pappen, mit einer Beleimeinrichtung und mit einer Zufuhreinrichtung zum Fördern einzelner Bezugsmaterialnutzen zu der Beleimeinrichtung.
  • Zum Entfernen der Ecken von Bezugsmaterialnutzen für Buchdecken finden in der maschinellen, vom Einzelnutzen ausgehenden Buchdeckenfertigung Eckenabschneidvorrichtungen als Tischgeräte Verwendung, in die jeweils kleine Teilstapel auf eine Auflagefläche mit einem Winkelanschlag gelegt und nacheinander alle vier Ecken des Teilstapels mittels eines durch Handhebel zu betätigenden absenkbaren Werkzeuges abgetrennt werden.
  • Aus der DE 36 13 511 A1 ist beispielhaft eine Eckenabschneidvorrichtung der genannten Bauart bekannt, die als Werkzeug ein Topfmesser mit einer Schneidkante an der Stirnseite des Topfrandes aufweist, wodurch ein sauberer und gleichmäßiger Schnitt erreicht werden soll.
  • Das Entnehmen der Teilstapel; das Anlegen und Ausrichten sowie das Abschneiden der einzelnen Ecken ist insgesamt betrachtet ein außerordentlich zeit- und arbeitsintensiver Vorgang und nimmt einen erheblichen Teil der Zeit des Maschinenführers in Anspruch. Das Anlegen und Ausrichten der Teilstapel muß zudem sorgfältig ausgeführt werden, um Ungenauigkeiten beim Schneiden auszuschließen.
  • Im Hinblick auf eine Automatisierung sowie Verbesserung der Schnittqualität und Schnittgenauigkeit wird in der DE 41 04 428 A1 derselben Anmelderin eine Vorrichtung zum Entfernen der Ecken an gestapelten Überzugsmaterialnutzen in einer Buchdeckenmaschine unter Schutz gestellt mit einer Eckenabschneideinrichtung mit Schneidmessern zum gleichzeitigen Entfernen aller vier Ecken der gestapelten Nutzen. Hierzu befinden sich die gestapelten Überzugsmaterialnutzen auf einem fahrbaren Stapelhubtisch, der vom Maschinenführer aus einer Position zum Beladen mit Nutzenstapeln in eine Position in der Eckenabschneideinrichtung sowie in eine Position zum Nutzenanlegen in der Buchdeckenmaschine gefahren wird.
  • Vorzugsweise gelangen zwei fahrbare Stapelhubtische wechselweise zum Einsatz, derart, daß gleichzeitig die Ecken eines Nutzenstapels des einen Hubtisches entfernt und die Nutzen eines Stapels des anderen Hubtisches vereinzelt werden.
  • Aus der DD 1291 A ist ein Verfahren und eine Maschine zur maschinellen Herstellung von Einbanddecken für Bücher bekannt, in der das Überzugsmaterial direkt von der Rolle zugeführt wird, wobei zwei Bahnen eines Überzugsmaterials mit einem Rückenstreifen zu einer Bahn zusammengeklebt werden. Das zusammengeklebte Bezugsmaterial wird von Transportwalzen einer Stanzeinrichtung zum Abschneiden der Einzelnutzen zugeführt. Die Stanzvorrichtung weist zusätzlich zum Stanzmesser V-förmige Stanzecken auf, mit der gleichzeitig die Ecken vom Bezugsnutzen entfernt werden.
  • Dabei werden jeweils die beiden Ecken der nachlaufenden Kante des in dem Moment abgetrennten Bezugsnutzens entfernt und es werden gleichzeitig die beiden Ecken der vorlaufenden Kante des nächsten Bezugsnutzens entfernt, welcher beim nächsten Stanzvorgang von der Bahn abgetrennt wird.
  • Nachteilig dabei ist, dass das Stanzmesser mit den Stanzecken ausgetauscht werden muss, wenn sich die Bahnbreite ändert oder die Ecken größer oder kleiner ausgeschnitten werden sollen.
  • Aus der DE 42 38 560 A1 ist eine Vorrichtung zum Zuführen von Bezügen zu einer Briefordner- oder Buchdeckenmaschine bekannt, bei der eine Bezugsbahn kontinuierlich von einer Vorratsrolle abgezogen wird und einzelne Bezugsnutzen von der kurzzeitig angehaltenen Bezugsbahn mittels einer taktweise gesteuerten Trenneinrichtung abgetrennt werden. Der Trenneinrichtung ist im Abstand gleich der jeweils vorgezogenen Bahnlänge eine Eckenstanze vorgeschaltet, mit der dreieckförmige Einschnitte an den Seiten der Bezugsbahn eingebracht werden. Der anschließende Trennschnitt erfolgt durch die Kerbspitzen der Einschnitte, sodass die beiden Ecken der nachlaufenden Kante des in dem Moment abgetrennten Bezugsnutzens vorliegen und gleichzeitig die Ecken der vorlaufenden Kante des nächsten Bezugsnutzens gebildet sind, welcher als nächstes von der Bahn abgetrennt wird.
  • Nachteilig ist, dass bei einem ungenauen Weitertransport der Bezugsbahn die jeweiligen Ecken an den beiden aufeinander folgenden einzelnen Bezugsnutzen „verschnitten" sind und sich die Einschläge bei den Buchdecken nicht mehr sauber einschlagen lassen.
  • In beiden Dokumenten DD 1291 A und DE 42 38 560 A1 sind Zuführeinrichtungen für Bezugsnutzen genannt, bei denen das Entfernen der Ecken vor bzw. gleichzeitig mit dem Abtrennen der einzelnen Bezugsnutzen von einer endlosen Bezugsbahn erfolgt. Das Entfernen der Ecken mit diesen Einrichtungen erfordert die Verarbeitung des Bezugsmaterials von der Rolle.
  • Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, das Entfernen der Ecken an Bezugsmaterialnutzen in einer Maschine der gattungsgemäßen Art in einem automatisch arbeitenden Verfahrensfluß zu ermöglichen und die Schnittqualität und Schnittgenauigkeit zu verbessern.
  • Zur Lösung der Aufgabe sind vier im Bereich der Zufuhreinrichtung angeordnete, taktmäßig auf die Maschine abgestimmte Schneideinrichtungen zum Entfernen der Ecken von nacheinander zugeführten und von Haltemitteln positionierten Bezugsmaterialnutzen vorgesehen. Vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
  • Mit der Erfindung wird erstmals ein Weg aufgezeigt, in einer Maschine, insbesondere einer Buchdeckenmaschine, zum Anbringen von flächig beleimten Bezugsmaterialnutzen auf Träger, wie Pappen, mit einer Beleimeinrichtung und mit einer Zufuhreinrichtung zum Fördern der Bezugsmaterialnutzen zu der Beleimeinrichtung, die Ecken an den Bezugsmaterialnutzen in einem automatisch arbeitenden Verfahrensfluß zu entfernen.
  • Das Eckenabschneiden an einzelnen Bezugsmaterialnutzen unter Verwendung von gegen Schneidleisten arbeitenden Schneidmessern wird selbst bei problematischen Materialien wie ausfransendes Leinen, zum Verkleben oder Verschweißen neigende Folien u. a. ermöglicht.
  • Zum Entfernen der Ecken an den Bezugsmaterialnutzen lassen sich einfach und kostengünstig herzustellende geradlinige Schneidmesser einsetzen.
  • Zudem zeichnet sich die erfindungsgemäße Maschine durch ein hohes Maß an Flexibilität aus. Sie ist einerseits besonders geeignet für den Einsatz von speziell ausgeformten Schneidwerkzeugen, beispielsweise zum Herstellen von Buchdecken mit runden Ecken, andererseits bietet die Maschine die Möglichkeit, zum Erzielen unterschiedlicher Eckenabschnitte und damit unterschiedlicher Einschlagbreiten an der Buchdecke bei Verwendung bedruckter Bezugsmaterialnutzen, die Schneidmesser in der Horizontalebene in eine zur Längsmittelachse oder Quermittelachse versetzt Position in einfacher Weise zu verstellen.
  • Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die Zeichnung beschrieben. Es zeigen:
  • 1 die Einrichtung zum Zusammenfügen von Bezugsmaterialien und Pappen einer Buchdeckenmaschine in einer schematischen Seitenansicht in einem verkleinerten Maßstab,
  • 2 die erfindungsgemäße Schneideinrichtung in Seitenansicht,
  • 3 die Schneideinrichtung in einer Draufsicht.
  • In einer Buchdeckenmaschine wird in bekannter Weise der Bezugsmaterialnutzen 1, im folgenden als Nutzen bezeichnet, einem Nutzenzylinder 2 zugeführt, der den Nutzen 1 mit seinen Greifern an der vorauslaufenden Kante im Stillstand erfaßt und an einer Leimauftragswalze 3 mit einer Dosierwalze 4 vorbeiführt. Der Nutzen wird beim Passieren der Berührungslinie an die Leimauftragswalze 3 gedrückt und mit einem Leimauftrag versehen.
  • Aus einem Magazin 5 werden Pappen 6 durch einen Schieber 7 vereinzelt und über im einzelnen nicht dargestellte Fördermittel dem Nutzenzylinder 2 in taktgemäßer Übereinstimmung zugeführt und über eine Oberwalze 8 mit dem über den Nutzenzylinder 2 herangeführten flächig beleimten Nutzen 1 vereinigt.
  • Dem Nutzenzylinder 2 zugeordnet ist eine Saugwalze 11, der aus einem höhenverfahrbaren Stapelmagazin 16 vereinzelte Nutzen 1 über eine Zufuhreinrichtung sowie mittels Sauger 14 und Transportrollen 15 zugeführt werden.
  • Die Zufuhreinrichtung wird aus die Nutzen 1 geklemmt transportierenden Förderbändern gebildet mit einem vorderen Streckenabschnitt mit Untergurten 12 und Obergurten 13 sowie aus einem sich daran anschließenden hinteren Streckenabschnitt mit Untergurten 17 und Obergurten 18.
  • Die Untergurte 12 des vorderen Streckenabschnitts der Zufuhreinrichtung bestehen aus um vier Umlenkräder 24 laufenden taktgemäß angetriebenen Zahnriemen 25. Mit den in einem definierten Seitenabstand zueinander liegenden Zahnriemen 25 in Wirkverbindung stehen obere um Umlenkräder 26 mit den Zahnriemen 25 synchron laufende Rundriemen 27 mit einer Vielzahl von zwischen den Umlenkrädern 26 liegenden Stützrollen 28.
  • Erfindungsgemäß befindet sich in dem im Stapelmagazin 16 unmittelbar folgenden Streckenabschnitt der Zufuhreinrichtung mit den Untergurten 12 und Obergurten 13 eine Schneideinrichtung mit Schneidmesser 19 und Schneid leisten 20 zum Entfernen der vier Ecken von nacheinander aus dem Stapelmagazin 16 von Saugern 22 vereinzelten und über Transportrollen 23 zwischen die Untergurte 12 und Obergurte 13 geförderten Nutzen 1.
  • Die aus dem Stapelmagazin 16 vereinzelten Nutzen 1 werden von den Zahnriemen 25 und Rundriemen 27 übernommen und geklemmt der Schneideinrichtung 19, 20 zugeführt sowie in Position gehalten.
  • Zum Entfernen der vier Ecken an den in Position gehaltenen einzelnen Nutzen 1 fahren die Schneidleisten 20 gesteuert über Pneumatikzylinder 21 gegen die ortsfesten Schneidmesser 19.
  • Die Schneidmesser 19 weisen für den normalen Anwendungsfall gerade Schneiden auf, sie lassen sich für besondere Eckenformen auf einfache Weise durch spezielle Messer ersetzen, beispielsweise zum Herstellen von Buchdecken mit runden Ecken.
  • Zum Erzielen unterschiedlicher Eckenabschnitte und damit unterschiedlicher Einschlagbreiten an der Buchdecke bei Verwendung bedruckter Bezugsmaterialnutzen können benachbarte Schneidmesser 19 mit ihren zugehörigen Schneidleisten 20 in der Horizontalebene in eine zur Längsmittelachse oder Quermittelachse versetzte Position verstellt werden. Hierzu befinden sich die Schneidmesser 19 mit den Schneidleisten 20 sowie die Ober- und Untergurte der Zahnriemen 25 und Rundriemen 27 in Tragrahmen 29 auf jeder Seite, die in bekannter Weise mittels Stellspindeln 9, 30 auf Führungsschienen 10, 31 relativ zueinander in Längs- und Querrichtung verschiebbar sind.

Claims (5)

  1. Maschine, insbesondere Buchdeckenmaschine, zum Anbringen von flächig beleimten Bezugsmaterialnutzen auf Träger, wie Pappen, mit einer Beleimeinrichtung und mit einer Zufuhreinrichtung zum Fördern einzelner Bezugsmaterialnutzen zu der Beleimeinrichtung, gekennzeichnet durch vier im Bereich der Zufuhreinrichtung angeordnete, taktmäßig auf die Maschine abgestimmte Schneideinrichtungen (19, 20, 21) zum Entfernen der Ecken von nacheinander zugeführten, von Haltemitteln (2428) positionierten Bezugsmaterialnutzen (1).
  2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneideinrichtungen (19; 20, 21) in einer die Bezugsmaterialnutzen (1) zuführenden und in den Schneideinrichtungen (19, 20, 21) eingespannt haltenden Fördereinrichtung (2428) angeordnet sind.
  3. Maschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß benachbarte Schneideinrichtungen (19, 20, 21) in der Horizontalebene über Verstelleinrichtungen (9, 10, 30, 31) in einer zur Längsmittellinie und Quermittellinie des Bezugsmaterialnutzens (1) versetzte Position fahrbar sind.
  4. Maschine nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Bezugsmaterialnutzen (1) aus einem Stapelmagazin (16) der Fördereinrichtung (2428) zuführbar sind.
  5. Maschine nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Bezugsmaterialnutzen (1) von einer Vorratsrolle abgelängt und der Fördereinrichtung (2428) zuführbar sind.
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