DE19543474A1 - Gleitlager - Google Patents
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- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
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- E01D19/04—Bearings; Hinges
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- E04B—GENERAL BUILDING CONSTRUCTIONS; WALLS, e.g. PARTITIONS; ROOFS; FLOORS; CEILINGS; INSULATION OR OTHER PROTECTION OF BUILDINGS
- E04B1/00—Constructions in general; Structures which are not restricted either to walls, e.g. partitions, or floors or ceilings or roofs
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Description
Die Erfindung betrifft ein Gleitlager mit einer Gleitwerk
stoffplatte, die mit einem Teil t1 ihrer Stärke t in einer als
Kammerung ausgebildeten Ausnehmung einer Basisplatte anzuord
nen ist, wobei das Verhältnis t1/t im Bereich zwischen etwa
1/4 bis 3/4 liegt. Die Basisplatte und die ihr gegenüberge
stellte Gegenplatte des Lagers können eben oder gewölbt,
rechteckig bzw. quadratisch oder rund sein.
Als Gleitwerkstoffe in solchen Lagern werden bevorzugt Platten
aus Materialien, wie Polytetrafluorethylen (PTFE), eingesetzt,
die thermisch und mechanisch sehr stabil sind und außerordent
lich geringe Reibungskoeffizienten besitzen. Die Gleitwerk
stoffplatte liegt bei Anwendung in einer Ausnehmung einer Ba
sisplatte, derart, daß ein Teil der Gleitwerkstoffplatte in
der als Kammerung ausgebildeten Ausnehmung aufgenommen ist,
aber ein erheblicher Teil der Gleitwerkstoffplatte über die
Oberseite der Basisplatte vorsteht, so daß eine Gegenplatte
den den Gleitwerkstoff umgebenden Rand nicht unmittelbar be
rühren kann, also eine Reibung Metall-auf-Metall ausgeschlos
sen ist. Die Basisplatten können je nach Aufbau des Lagers
eben, aber auch gekrümmt sein. Beispielsweise ein Kalottenla
ger enthält auf der einen Seite einer plankonvexen Kalotte ei
ne ebene Gleitplatte und auf der anderen Seite der Kalotte ei
ne Gleitplatte, die durch Einbringen in eine gekrümmte Kamme
rung einer Basisplatte der konvexen Kalottenform entsprechend
gekrümmt ist.
Gleitlager der angegebenen Art werden eingesetzt für Bauteile
im Kraftwerksbereich und dergleichen Industrieanlagen, die
Korrosions- und Sonderbeanspruchungen unterliegen, wie sie
z. B. bei der Abstützung von Kanälen in Rauchgas-Entschwefe
lungs-Anlagen auftreten können. Grundsätzlich bezieht sich die
Erfindung aber auch auf Lager, die geringeren Korrosions-Bean
spruchungen, aber höheren Lastbeanspruchungen, wie bei
Brücken, unterliegen. Es handelt sich also vor allem um Lager
mit relativ geringen Verschiebewegen, die bei Betrieb der An
lage, Brücke usw. auftreten können.
Lager für Bauteile im Kraftwerksbereich sollen für einen gro
ßen Temperaturbereich, z. B. etwa -35°C bis etwa +160°C, aus
gelegt werden. Die Einleitung der Wärme in das Lager erfolgt
meist einseitig, also entweder durch die obere Gleitplatte
oder bei umgekehrtem Lager durch das Lagerunterteil.
Bei hohen Drucken und/oder hohen Temperaturen kann der Gleit
werkstoff, speziell im Randbereich zu fließen beginnen. In Ex
tremfällen kann dann ein Teil der Gleitwerkstoffplatte über
die die zugehörige Kammerung umgebende Kante der Basisplatte
gedrückt werden. Kritisch wird dieses Fließen des Gleitwerk
stoffs dann, wenn an dem die Gleitwerkstoffplatte umgebenden
Kantenbereich der Basisplatte eine Reibung Metall-auf-Metall
mit der darüberliegenden Lagerplatte auftreten kann. Es gibt
zwar Gleitwerkstoffplatten, die aus Mehrschichtsystemen beste
hen und daher weniger leicht fließen, diese Platten besitzen
aber größere Reibungskoeffizienten als Platten aus homogenem
Material. - Man kann das Fließen der Gleitwerkstoffplatte auch
nicht dadurch verhindern, daß man den die Platte umgebenden
Rand erhöht, weil dann die Gefahr einer Reibung Metall-auf-Me
tall zwischen dem die Gleitwerkstoffplatte umgebenden Rand und
dem darüberliegenden Lagerteil noch erhöht wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das Fließen der in
der Basisplatte gekammerten Gleitwerkstoffplatte zu beschrän
ken, so daß das Gleitlager bei im übrigen unverändertem Aufbau
bei höheren Temperaturen und/oder höheren Drucken als bisher
zu betreiben ist, ohne daß sich die voneinander zu trennenden
Metallteile berühren können.
Die erfindungsgemäße Lösung besteht für das Gleitlager ein
gangs genannter Art darin, daß die Kammerung am Boden des an
ihre Außenkante angrenzenden Randbereichs mindestens eine
langgestreckte, zusätzliche Absenkung in Form einer Nut auf
weist.
Durch die Erfindung wird erreicht, daß der Randbereich der
Gleitwerkstoffplatte bei gegenüber dem bisherigen Zustand un
zulässig hohen Drucken oder unzulässig hohen Temperaturen zu
nächst in die Nut, die sich vorzugsweise umlaufend in der
Kammerung längs deren Außenrand erstreckt, hineingedrückt
wird. Überraschenderweise wird allein durch diese Maßnahme ein
vorzeitiges Überfließen des Gleitwerkstoffs über den Rand der
Kammerung und damit ein Abquetschen bzw. Durchquetschen des
übergeflossenen Gleitwerkstoffs in Druck- und/oder Temperatur
bereichen ausgeschlossen, die bisher bei einem im übrigen un
veränderten Lager unzulässig waren.
Vorzugsweise hat die beschriebene Nut eine Tiefe in der Grö
ßenordnung der Hälfte der Tiefe t1 der Kammerung. Innerhalb
dieser Nut, der Haupt-Nut, wird gemäß weiterer Erfindung eine
weitere Absenkung in Form einer schmaleren Nut, einer Sub-Nut,
angrenzend an den der Außenkante benachbarten Rand der Haupt-Nut
vorgesehen, wobei die Tiefe dieser Sub-Nut größenordnungs
mäßig die Tiefe der Haupt-Nut erreicht. An der tiefsten Stelle
erreichen dann also die Haupt-Nut und die Sub-Nut gemeinsam
größenordnungsmäßig die Tiefe der Kammerung, so daß die tief
ste Stelle bzw. Linie der Kammerung einschließlich beider Nu
ten den Wert 2t1 erreicht, der in der Größenordnung der (unbe
lasteten) Ursprungsstärke der Gleitplatte liegen soll. Würde
also die Gleitplatte einfach in diese Nut einsinken, wäre die
befürchtete Reibung Metall-auf-Metall zwischen Kammerung und
darüberliegendem Lagerteil die Folge. Das kommt aber bei An
wendung der Erfindung nicht vor, wenn die Gleitwerkstoffplatte
bei der üblichen Anwendung auf ihrer ganzen Fläche gleichmäßig
belastet wird. Die gleichmäßige Pressung der Platte hat näm
lich zur Folge, daß das Material der Gleitwerkstoffplatte nach
allen Seiten nach außen gedrückt wird, so daß die Platte ins
gesamt in geringem Maße komprimiert und auseinander gedrückt
wird. Auch bei höchsten für erfindungsgemäße Gleitlager zuläs
sigen Drucken und Temperaturen bleibt daher auch benachbart
der Kammerumrandung ausreichend Gleitwerkstoffmaterial in sol
cher Stärke stehen, daß eine Berührung der auf Abstand zu hal
tenden Metallteile nicht eintreten kann.
Die Haupt-Nut und gegebenenfalls die darin befindliche Sub-Nut
können unmittelbar am Umfangsrand des Bodens der Kammerung
vorgesehen werden. Die Kammerung kann je nach Ausbildung des
Lagers rund oder in beliebiger Weise eckig geformt sein. Eine
Verbesserung der Wirkung der Erfindung kann auch erzielt wer
den, wenn mehr als eine Nut, bevorzugt auf je einer geschlos
senen oder unterbrochenen Linie, am Boden der Kammerung vorge
sehen wird.
Gemäß weiterer Erfindung kann der Querschnitt der Haupt-Nut -
gesehen senkrecht zur Längsrichtung der Nut - im wesentlichen
rechteckig oder quadratisch sein. In den Boden einer solchen
Haupt-Nut kann die Sub-Nut bevorzugt schmaler als die Haupt-Nut
- gesehen parallel zum Kammerboden und senkrecht zur
Längsrichtung der Nut - ausgebildet werden. Vorzugsweise soll
die Sub-Nut einen dreieckigen Querschnitt in Richtung auf die
Außenkante der Kammerung zunehmender Tiefe besitzen.
Anhand der schematischen Darstellung eines Ausführungsbei
spiels werden Einzelheiten der Erfindung erläutert. Es zei
gen:
Fig. 1 den Randbereich der PTFE-Aufnahme samt PTFE-Scheibe
im unbelasteten Zustand; und
Fig. 2 den Randbereich der PTFE-Aufnahme samt PTFE-Scheibe
im belasteten Zustand.
Das erfindungsgemäße Gleitlager besteht nach Fig. 1 und 2 aus
einer Gleitwerkstoffplatte 1, die mit einem Teil t1 ihrer
Stärke t in einer als Kammerung 2 ausgebildeten Ausnehmung ei
ner Basisplatte 3 anzuordnen ist, wobei das Verhältnis t1/t2
im Bereich von etwa 1/4 bis 3/4 liegen kann. Im Ausführungs
beispiel betragen t = 5 mm und t1 : 3 mm. Die Gleitwerkstoff
platte 2 besitzt an ihrer dem (nicht gezeichneten) Gegenlager
zuzuwendenden Oberseite 4 sogenannte Schmiertaschen 5, die bei
Anwendung beispielsweise mit Silikonfett ausgefüllt werden.
Die Basisplatte 3 besitzt an ihrem Umfang eine überstehende
Kante 6, deren Höhe das angegebene Maß t1 hat.
Im Ausführungsbeispiel wird angrenzend an die Kante 6 am Boden
7 der Kammerung 2 eine Haupt-Nut 8 vorgesehen, deren Tiefe un
gefähr den Wert 1/2 t1 und deren Breite ungefähr den Wert 2 t1
erreicht. Die Breite der Haupt-Nut 8 wird quer zu deren Längs
richtung und damit parallel zum Boden 7 und senkrecht zur In
nenkante 9 des Randes 6 gemessen. Innerhalb der Haupt-Nut 8
befindet sich angrenzend an die Innenkante 9 eine Sub-Nut 10,
deren Tiefe größenordnungsmäßig denselben Wert wie denjenigen
der Haupt-Nut 8 erreicht. Im Ausführungsbeispiel besitzt die
Sub-Nut 10 einen - wie dargestellt - dreieckigen Querschnitt
mit in Richtung auf die Innenkanten 9 der Kammerung 2 zuneh
mender Tiefe.
In Fig. 1 der Zeichnung wird ein Teil eines erfindungsgemäßen
Lagers im unbelasteten Zustand dargestellt. Fig. 2 zeigt den
selben Randbereich des Lagers im belasteten Zustand. Durch ho
hen Druck in Pfeilrichtung, eventuell bei hohen Temperaturen,
auf die Gleitwerkstoffplatte 1 wird diese in dem Randbereich
der Kammerung 2 in die Nuten 8 und 10 gepreßt. Dadurch, daß
das Material der Gleitwerkstoffplatte 1 in dem Randbereich die
Möglichkeit hat, nach unten in die Nuten 8 und 10 auszuwei
chen, ragt es nur in ganz geringem Maße, beispielsweise nur
mit einem kleinen Wulst 12, über den Rand 6 der Basisplatte 3.
Obwohl also unter den beschriebenen Bedingungen bei hohen
Drucken und Temperaturen die Stärke der Gleitwerkstoffplatte 1
in geringem Maße, z. B. um 1/20 ihrer Stärke, abnehmen kann,
bleibt zwischen der Oberseite 4 der Gleitwerkstoffplatte 1 und
der Oberseite des Randes 6 unverändert ein so großer Abstand,
daß eine Berührung der durch den Gleitwerkstoff auf Abstand zu
haltenden Metallteile nicht eintreten kann.
Es wird ein Gleitlager mit einer Gleitwerkstoffplatte angege
ben, die mit einem Teil t1 ihrer Stärke t in einer als Kamme
rung ausgebildeten Ausnehmung einer Basisplatte anzuordnen
ist. Um zu erreichen, daß die Gleitwerkstoffplatte bei hohen
Drucken und/oder hohen Temperaturen nicht nennenswert über den
die Gleitwerkstoffplatte umgebenden Rand der Kammerung fließt,
wird angrenzend an den Rand am Boden der Kammerung mindestens
eine langgestreckte, zusätzliche Absenkung in Form einer Nut
vorgesehen, deren Tiefe in der Größenordnung mindestens die
Hälfte der Tiefe der Kammerung erreicht.
Bezugszeichenliste
1 Gleitwerkstoffplatte
2 Kammerung
3 Basisplatte
4 Oberseite (1)
5 Schmiertasche
6 Rand, Außenkante (3)
7 Boden (2)
8 Haupt-Nut
9 Innenkante (6)
10 Sub-Nut
11 Gleitwerkstoffmaterial in den Nuten 8, 10
12 über den Rand 6 der Basisplatte 3 gequollenes Gleitwerkstoffmaterial
2 Kammerung
3 Basisplatte
4 Oberseite (1)
5 Schmiertasche
6 Rand, Außenkante (3)
7 Boden (2)
8 Haupt-Nut
9 Innenkante (6)
10 Sub-Nut
11 Gleitwerkstoffmaterial in den Nuten 8, 10
12 über den Rand 6 der Basisplatte 3 gequollenes Gleitwerkstoffmaterial
Claims (9)
1. Gleitlager mit einer Gleitwerkstoffplatte (1), die mit ei
nem Teil t1 ihrer Stärke t in einer als Kammerung (2) ausge
bildeten Ausnehmung einer Basisplatte (3) anzuordnen ist, wo
bei das Verhältnis t1/t im Bereich von etwa 1/4 bis 3/4 liegt,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kammerung (2) am Boden (7) des an ihre Außenkante an grenzenden Randbereichs mindestens eine langgestreckte, zu sätzliche Absenkung in Form einer Nut (8) aufweist.
daß die Kammerung (2) am Boden (7) des an ihre Außenkante an grenzenden Randbereichs mindestens eine langgestreckte, zu sätzliche Absenkung in Form einer Nut (8) aufweist.
2. Gleitlager nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine umlaufende Nut (8) vorgesehen ist.
3. Gleitlager nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Nut (8) eine Tiefe in der Größenordnung der Hälfte der
Tiefe t1 der Kammerung besitzt.
4. Gleitlager nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Nut (8) eine quer zu ihrer Länge gemessene Breite in
der Größenordnung von 2t1 besitzt.
5. Gleitlager nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß innerhalb der Nut, der Haupt-Nut (8), eine weitere Absen
kung in Form einer schmaleren Nut, einer Sub-Nut (10), angren
zend an den der Außenkante (6) benachbarten Rand der Haupt-Nut
(8) vorgesehen ist, wobei die Tiefe der Sub-Nut (10) größen
ordnungsmäßig die Tiefe der Haupt-Nut (8) erreicht.
6. Gleitlager nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Breite der Sub-Nut (10) größenordnungsmäßig die Hälfte
der breite der Haupt-Nut (8) erreicht.
7. Gleitlager nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Haupt-Nut (8) und gegebenenfalls die Sub-Nut (10) un
mittelbar an die Außenkante (6) der Kammerung (2) angrenzen.
8. Gleitlager nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Haupt-Nut (8) einen rechteckigen Querschnitt besitzt.
9. Gleitlager nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Sub-Nut (10) einen dreieckigen Querschnitt mit in
Richtung auf die Außenkante (6) der Kammerung (2) zunehmender
Tiefe besitzt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19543474A DE19543474A1 (de) | 1995-11-22 | 1995-11-22 | Gleitlager |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19543474A DE19543474A1 (de) | 1995-11-22 | 1995-11-22 | Gleitlager |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19543474A1 true DE19543474A1 (de) | 1997-05-28 |
Family
ID=7778077
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19543474A Withdrawn DE19543474A1 (de) | 1995-11-22 | 1995-11-22 | Gleitlager |
Country Status (1)
| Country | Link |
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