DE19541695A1 - Weiche bei einer Fördereinrichtung - Google Patents
Weiche bei einer FördereinrichtungInfo
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- B65G47/00—Article or material-handling devices associated with conveyors; Methods employing such devices
- B65G47/52—Devices for transferring articles or materials between conveyors i.e. discharging or feeding devices
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Description
Die Erfindung betrifft eine Weiche bei einer Fördereinrich
tung für durch Quer- und Längsschnitte aus einem endlosen,
dem Förderer Zuge führten Materialband erzeugte Platten mit
einem um eine quer zur Förderrichtung verlaufende Achse
schwenkbaren Förderstreckenabschnitt zum Auslenken der
Platten nach unten. Die Länge des zu diesem Zweck aus der
Förderebene heraus zunehmenden Förderstreckenabschnitts
entspricht, wenn einwandfreie Funktion gewährleistet sein
soll, mindestens der halben Länge der längsten zu verarbei
tenden Platte. Die zu verarbeitenden Platten können grund
sätzlich verschiedener Art sein, z. B. Baustoffplatten,
Glasplatten, Steinplatten o. ä. und haben große Längenunter
schiede.
Eine solche an sich bekannte Vorrichtung dient
zum Ausscheiden fehlerhafter Platten, die z. B. Verkratzun
gen, Risse, unerwünschte Fehlerstellen oder sonstige
Mängel aufweisen. Die Platten werden hierbei durch Öffnen
der Förderebene über die Länge des Förderstreckenab
schnitts in einer Breite entsprechend der Plattenbreite
nach unten abgeführt und in einer unterhalb der Förderebe
ne gelegenen, tieferen Ebene einer Stelle zum Sammeln des
Ausschusses zugeführt.
Bei derartigen Weichen ergeben sich, besonders bei hohen
Fördergeschwindigkeiten, erhebliche Schwierigkeiten, wenn
die Platten in sehr dichten Abständen aufeinander folgen.
Da eine auszuscheidende Platte eine bestimmte Zeit benö
tigt, bis sie auf dem nach unten geschwenkten Förderstrec
kenabschnitt abgelaufen ist, besteht die Gefahr, daß eine
unmittelbar dicht nachfolgende fehlerfreie Platte eben
falls noch auf den nach unten abgeschwenkten Förderstrec
kenabschnitt gelangt und so in unerwünschter Weise eben
falls ausgeschieden wird. Die Platten werden nach der
Schneidvorrichtung bzw. - bei Glasplatten - nach der Ritz-
und Brechvorrichtung, die sie mit einer noch entsprechen
den niedrigen Geschwindigkeit, z. B. v₁, durchlaufen,
durch eine unmittelbar anschließende Fördereinrichtung mit
erheblich höherer Geschwindigkeit, z. B. v₂, zur weiteren
Verarbeitung weitertransportiert. Da der Übergang von dem
langsamen zu dem schnelleren Förderer, d. h. die Beschleuni
gung von v₁ auf v₂, bei langen Platten infolge ihrer
größeren Länge etwas länger dauert als bei kürzeren, sind
vor allem die Abstände zwischen einer langen und nachfol
genden kurzen Platte besonders gering und daher besonders
kritisch.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, die vorerwähnten,
durch sehr kurze Abstände zwischen den Platten entstehen
den Schwierigkeiten weitgehend zu beseitigen, und so
höhere Bearbeitungsgeschwindigkeiten und weniger Ausschuß
zu erreichen.
Die Lösung dieser Aufgabe besteht erfindungsgemäß darin,
daß der Förderstreckenabschnitt in zwei um je eine von
zwei quer zur Förderrichtung verlaufende Achsen, und zwar
im gleichen Drehsinn, aus der Förderebene schwenkbare
Teilabschnitte unterteilt ist, wobei der - in Förderrich
tung gesehen - erste Teilabschnitt nach unten schwenkbar
ist. Soweit hierbei Platz für größere Platten erforderlich
wird, kann natürlich, wie schon erwähnt, auch gleichzeitig
der andere Teilabschnitt aus der Förderebene herausge
schwenkt werden, so daß lange Platten verarbeitet werden
können.
Der Gedanke der Erfindung ist also, das nach unten ge
schwenkte, umlenkende Weichenteil zu verkürzen, durch
Unterteilung des zwecks Schaffung einer freien Fläche für
den Durchtritt der Platten nach unten aus der Förderebene
herauszubewegenden bzw. herauszuschwenkenden Förderstrec
kenabschnitts in zwei entsprechend kürzere, ebenfalls aus
der Förderebene herausschwenkbare Teilabschnitte, von
denen mindestens einer nach unten schwenkbar ist. Dieser
übernimmt dann die Funktion des nach unten ablenkenden
Weichenteiles. Dadurch wird die Zeit für das Überlaufen
des umlenkenden Weichenteils kürzer, das oder die ausge
schwenkten Teile können nach kürzerer Zeit wieder in ihre
ebene Normallage Zurückkehren. Die Fördergeschwindigkeit
kann größer und die Plattenabstände können geringer wer
den. Es können noch kürzere Platten als bisher geschnitten
werden. Dies wirkt sich vorteilhaft für die Verminderung
des Ausschusses aus, zumal das Schneidprogramm so gesteu
ert werden kann, daß fehlerhafte Stellen, die bei der
Untersuchung bzw. beim Abtasten des Materialbandes am
Eingang der Anlage festgestellt werden, als möglichst
kleine Platten geschnitten und dann ausgeschieden werden
können. Wegen der hohen Transportgeschwindigkeit und
Lagegenauigkeit der Platten, verläuft die Hauptförderrich
tung horizontal ohne Stoßkanten.
Die schwenkbaren Teilabschnitte können mittels herkömmli
cher Förderelemente, z. B. Riemen oder Rollen oder dgl.,
realisiert werden und mit herkömmlichen Antriebsmitteln
(elektrisch, pneumatisch, hydraulisch usw.) versehen sein.
Im Rahmen der Erfindung ist vorteilhafterweise der kürzere
Teilabschnitt nach unten schwenkbar ausgebildet, der daher
auch in entsprechend kürzerer Zeit von einer ablaufenden
Platte basiert werden kann. Die Breite des abgeschwenkten
Teils muß natürlich der Breite der auszuscheidenden Platte
entsprechen.
Eine besonders bevorzugte Ausführungsform der Erfindung
ergibt sich dadurch, daß von den beiden sich hintereinan
der in Förderrichtung erstreckenden Teilabschnitten - in
Förderrichtung gesehen - zunächst der nach unten schwenkba
re Teilabschnitt und anschließend der andere Teilabschnitt
im gleichen Drehsinn, d. h. nach oben, schwenkbar in der
Förderebene angeordnet ist, so daß seine freie Schwenkach
se am Ende des gesamten, maximal für den Durchtritt von
Platten aus der Förderebene vorübergehend entfernbaren
Förderstreckenabschnitts liegt.
Diese Ausführungsform ermöglicht besonders starke Verkür
zungen des nach unten schwenkbaren Teilabschnitts. Der
nach oben schwenkbare andere Teilabschnitt hat die Aufga
be, bei Bedarf, d. h. für größere Platten den erforderli
chen Platz zu schaffen.
Die Merkmalskombination gemäß Anspruch 4 betrifft eine
entsprechend abgewandelte Ausführungsform der erfindungsge
mäßen Weiche. Die Anordnung mehrerer schmaler, nebeneinan
der angeordneter Förderarme gemäß Anspruch 5, die auf
einer gemeinsamen Schwenkachse einzeln für sich und gemein
sam schwenkbar sind, ermöglichen ebenso wie beim Stand der
Technik auch hier in vorteilhafter Weise das Aussortieren
schmaler Platten aus einer Reihe von mehreren nebeneinan
derliegend auf dem Förderer transportierten schmalen
Platten, deren Breite kleiner ist als die Breite der
Förderstrecke.
Da beim Schwenken der einzelnen Förderarme mittels Hub
zylinder der Betätigungswiderstand, das Druckniveau und
die Bewegungsgeschwindigkeit der einzelnen Zylinder unter
schiedlich sein können, ermöglicht die Erfindung eine
gleichlaufartige Betätigung dieser Förderarme mittels
separat schaltbaren Einzelkupplungen gemäß Anspruch 6.
Die Merkmalskombinationen gemäß den Ansprüchen 7 und 8
stellen vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung dar.
Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise und
schematisch dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 Eine Weiche in Seitenansicht,
Fig. 2 eine schematische Draufsicht auf die Vorrichtung
gemäß Fig. 1,
Fig. 3 eine Seitenansicht einer weiteren Ausführungsform
der Weiche und
Fig. 4 eine schematische Draufsicht auf die Fördereinrich
tung im Bereich der Weiche.
Die Teilabschnitte 1 und 2 der in die Förderstrecke der
Fördereinrichtung 3 eingeschalteten Weiche 4 sind bei dem
in Fig. 1 dargestellten Beispiel als Riemenförderer ausge
bildet. Die Fördereinrichtung selbst, auf der die Platten
5 gemäß Pfeilrichtung transportiert werden, ist vor und
hinter der Weiche 4 als Rollenförderer ausgebildet.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich, ist der in der Förderebene um
eine Achse 6 am Weicheneingang gelenkig gelagerte kürzere
Teilabschnitt 1 aus der Förderebene nach unten, der um die
Achse 7 am Ausgang der Weiche gelagerte längere Teilab
schnitt 2 nach oben aus der Förderstrecke herausschwenk
bar. Die in ihrer Weite bzw. ihrem Schwenkwinkel entspre
chend einstellbare Schwenkbewegung des letzteren 2 ermög
licht genügend freien Platz, um auch noch die längsten zu
verarbeitenden Platten (durch gestrichelte Linien angedeu
tet) sicher und zuverlässig über das nach unten geschwenk
te, kurze Weichenelement 1 auf den nach unten weiterführen
den ortsfesten Schrägförderer 8, 81 abzuführen. Ein Leit
element, hier ein Blech 10, lenkt bei Bedarf die Vorderkan
ten der längsten Platten sicher und zuverlässig nach
unten.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind die beiden
Teilabschnitte 1, 2 durch eine Vielzahl von nebeneinander
angeordneten, auf den Schwenkachsen 6, 7 gelagerten schma
len Förderarmen 1′ bzw. 21 gebildet (Fig. 2). Diese können
bei Bedarf sowohl einzeln für sich (wenn z. B. eine einzel
ne schmale Platte aus einer Reihe von nebeneinander ankom
menden Platten ausgeschieden werden soll) als auch gemein
sam über an den Schwenkarmen bzw. Achsen 6, 7 vorgesehene,
separat schaltbare Einzelkupplungen 9 betätigt werden. Die
Förderarme 1′, 2′ sind hier als Riemenförderer ausgebil
det. Im Rahmen der Erfindung sind auch andere Förderelemen
te (Rollen o. ä.) bei entsprechendem Aufwand denkbar.
Fig. 3 zeigt eine gegenüber Fig. 1 abgewandelte Weiche.
Hier sind die beiden in der Förderebene hintereinander
angeordneten schwenkbaren Teilabschnitte 1, 2 in der
Reihenfolge vertauscht, wobei der kürzere Teilabschnitt 1
am freien Ende des in Förderrichtung vorausgehenden länge
ren Teilabschnitts 2 schwenkbar gelagert ist.
Die erfindungsgemäße Weiche 4 ist zusammen mit einer
weiteren, gleichartigen, neben ihr außerhalb der Förderein
richtung 3 angeordneten Weiche 4′ auf einem gemeinsamen,
quer zur Förderrichtung (Pfeil) verfahrbaren Untergestell
10 gelagert (Fig. 4). Bei einem Ausfall der Weiche 4 auf
Grund irgendeines Fehlers kann an ihre Stelle im Zuge der
Förderstrecke sofort die Weiche 4′ in die Fördereinrich
tung 3 eingefahren werden.
Claims (8)
1. Weiche bei einer Fördereinrichtung für durch Quer- und
Längsschnitte aus einem endlosen Materialband erzeugte
Platten (5) unterschiedlicher Länge mit einem um eine
quer zur Förderrichtung verlaufende Achse schwenkbaren
Förderstreckenabschnitt zum Auslenken der Platten nach
unten, dadurch gekennzeichnet, daß der Förderstreckenab
schnitt in zwei um je eine von zwei quer zur Förderrich
tung verlaufenden Achsen (6, 7) aus der Förderebene im
gleichen Drehsinn schwenkbare Teilabschnitte (1, 2)
unterteilt ist, wobei der - in Längsrichtung gesehen -
erste Teilabschnitt (1, 2) nach unten schwenkbar ist.
2. Weiche nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
kürzere Teilabschnitt (1) nach unten schwenkbar ist.
3. Weiche nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß - in Förderrichtung gesehen - zunächst der nach
unten schwenkbare Teilabschnitt (1) und anschließend,
der andere Teilabschnitt (2) nach oben schwenkbar in
der Förderebene angeordnet ist.
4. Weiche nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß - in Förderrichtung gesehen - der kürzere Teilab
schnitt (1) nach dem ersten längeren Teilabschnitt (3)
an dessen freiem Ende ebenfalls nach unten schwenkbar
angelenkt ist.
5. Weiche nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, da
durch gekennzeichnet, daß die schwenkbaren Teilabschnit
te (1, 2) jeweils durch eine Vielzahl von nebeneinander
in der gemeinsamen Förderebene um die gemeinsame
Schwenkachse (6, 7) schwenkbar angeordnete, entspre
chend schmale Förderarme (1′, 2′) gebildet sind, die
sowohl gemeinsam als auch einzeln für sich unabhängig
voneinander betätigbar sind.
6. Weiche nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
einzelnen Förderarme (1′, 2′) jeweils über eine separat
schaltbare Einzelkupplung (9) an eine die Schwenkachse
(6, 7) bildende Antriebswelle ankuppelbar sind.
7. Weiche nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der
Schwenkwinkel des nach oben schwenkenden Teilabschnitts
(2, 2′) veränderbar ist.
8. Weiche nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, da
durch gekennzeichnet, daß sie zusammen mit einer neben
ihr außerhalb der Fördereinrichtung (3) angeordneten
gleichartigen Weiche (4′) auf einem gemeinsamen, quer
zur Förderrichtung verfahrbaren Untergestell (10)
gelagert ist, derart, daß sie seitlich aus der Förder
strecke heraus- und gleichzeitig die zweite Weiche (4′)
an ihre Stelle in die Fördereinrichtung (3) einfahrbar
ist.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE1995141695 DE19541695C2 (de) | 1995-11-09 | 1995-11-09 | Weiche bei einer Fördereinrichtung |
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| DE19541695C2 DE19541695C2 (de) | 2003-12-24 |
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Family Applications (1)
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19541695C2 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN111003473A (zh) * | 2019-12-24 | 2020-04-14 | 和县小辣椒电子商务有限公司 | 一种自动分类的农产品销售用仓储 |
| CN112551179A (zh) * | 2020-12-14 | 2021-03-26 | 苏州霄汉工业设备有限公司 | 一种极板自动叠片整理流水线 |
| CN113319015A (zh) * | 2021-05-31 | 2021-08-31 | 湖北汽车工业学院 | 一种节能环保型速冻生产线物流分类装置 |
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| DE3920417A1 (de) * | 1989-06-22 | 1991-01-03 | Bielomatik Leuze & Co | Sortiereinrichtung fuer flaechige zuschnitte |
-
1995
- 1995-11-09 DE DE1995141695 patent/DE19541695C2/de not_active Expired - Fee Related
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| CN113319015B (zh) * | 2021-05-31 | 2022-04-26 | 湖北汽车工业学院 | 一种节能环保型速冻生产线物流分类装置 |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE19541695C2 (de) | 2003-12-24 |
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Legal Events
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