DE19540017A1 - Wärmepumpe - Google Patents
WärmepumpeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Wärmepumpe gemäß dem
Oberbegriff des ersten Anspruchs.
Es ist bei Wärmepumpen ganz allgemein bekannt, in einen
Kältemittelkreislauf einen Kompressor, einen ersten
Wärmetauscher als wärmeabgebenden Kondensator, eine
Expansionseinrichtung und einen zweiten Wärmetauscher als
wärmeaufnehmenden Wärmetauscher einzuschalten. Ein Aufbau
dieser Art erfordert jedoch die Anwendung spezieller
Kältemittel, um die für Klimatisierungszwecke und
Kühlvorgänge in Haushaltskühlgeräten erforderlichen
Temperaturdifferenzen in Höhe von etwa 40°K zu erreichen.
Solche Kältemittel basieren auf Fluorverbindungen, die beim
Entweichen in die freie Atmosphäre ozonschädlich sind.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen
Wärmepumpenprozeß bereitzustellen, der kohlendioxidneutral
und ozonunschädlich ist.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt gemäß der Erfindung durch
die kennzeichnenden Merkmale des ersten Anspruchs.
Bei einem Aufbau einer Wärmepumpe gemäß der Erfindung, die
insbesondere als gasdynamische Wärme- und
Kältekraftmaschine für die Klimatechnik ausgebildet ist,
kann für den Arbeitsprozeß ein Inertgas wie Helium, Luft,
Stickstoff und dergleichen zur Anwendung gelangen. Um
weltschädliche Verbindungen sind demnach nicht
erforderlich. Dafür werden zwei im
Arbeitsvolumen gleiche gasgefüllte volumenveränderbare
Räume vorgesehen, die mittels einer Drosselleitung
thermisch voneinander entkoppelt sind. Die Kompression der
beiden Räume erfolgt in gleichen Zyklen, jedoch mit einer
Phasendifferenz.
Der in der Phasenlage nacheilende Raum wird nachfolgend als
Kompressionsraum bezeichnet, der in der Phasenlage
voreilende Raum als Expansionsraum. Durch die
unterschiedliche Phasenlage ist die zeitliche
Volumenänderung in der Kompressionsphase im
Kompressionsraum größer als im Expansionsraum. Deswegen wird
die Kompressionsarbeit im wesentlichen im Kompressionsraum
geleistet, was zu einer stärkeren Erwärmung des
Arbeitsmediums im Kompressionsraum als im Expansionsraum
führt. Analog dazu ist die Volumenänderung in der
Expansionsphase im Expansionsraum schneller als im
Kompressionsraum. Die Drosselleitung dient dazu, einen
Temperaturgradienten zwischen dem höheren Temperaturniveau
des Kompressionsraums und dem tiefer liegenden
Temperaturniveau des Expansionsraums aufzubauen und
gleichzeitig einen Druckausgleich zwischen Kompressionsraum
und Expansionsraum herzustellen, ähnlich dem Regenerator
eines Stirling-Kühlers oder dem Pulse-Rohr eines Pulse-
Rohr-Kühlers. Dieser Temperaturgradient kann jedoch nur dann
aufgebaut werden, wenn die einzelnen Teilvolumina von
Kompressionsraum, Expansionsraum, Drosselleitung und ggf.
der Wärmetauscher richtig ausgelegt wurden. Bei geeigneter
Wahl der einzelnen Teilvolumina strömt das Arbeitsmedium,
das periodisch aus dem Kompressionsraum oder dem
Expansionsraum ausgestoßen wird, nur maximal bis in die
Mitte der Drosselleitung. Danach kehrt die
Strömungsrichtung um und das ausgestoßene Arbeitsmedium
wird wieder in den jeweiligen Raum eingesaugt. Derjenige
Gasanteil in der Drosselleitung, dem der
Temperaturgradient aufgeprägt ist, schwingt dabei
idealerweise periodisch in der Drosselleitung hin und her.
Vorzugsweise kommen Hubkolben-, Drehkolben- oder
Kreiskolbenverdichter zur Anwendung, wobei jedenfalls die
Hubräume von zwei derartigen Verdichtern über eine
Drosselleitung miteinander verbunden sind. Der Antrieb
dieser Verdichter erfolgt synchron und insbesondere in
starrer Kopplung. Dabei ist der Kompressionsraum mit einem
Warmraum gekoppelt, der Wärme aufnimmt, während der
Expansionsraum mit einem Kaltraum gekoppelt ist, welcher
Wärme abgibt. Für einen optimalen Betrieb ist dabei eine
Phasendifferenz zwischen etwa 30 und 75 Winkelgraden
zweckmäßig, wobei die Phasendifferenz mit zunehmender
Temperaturdifferenz zwischen Warm- und Kaltseite zu klei
neren Werten hin verstellt werden kann.
Eine Verbesserung der Leistungsziffer dieser Wärmepumpe
läßt sich dadurch erreichen, daß der Warmseite und/oder
der Kaltseite ein zusätzlicher Wärmetauscher zugeordnet
wird, um während des Arbeitsprozesses den Wärmeübergang
zwischen dem gasförmigen Arbeitsmittel und dem Warmraum
oder Kaltraum zu verbessern.
Vorzugsweise werden die Wärmetauscher in die Drosselleitung
gelegt, wodurch sie unmittelbar von dem zwischen den beiden
Räumen hin und her strömenden Arbeitsmittel beaufschlagt
werden. Sie können jedoch auch über eigene Rohrstutzen mit
dem Kompressionsraum oder auch mit dem Expansionsraum
verbunden sein.
Eine Verbesserung der Leistungsziffer dieser Wärmepumpe
läßt sich auch dadurch erreichen, daß in die Drosselleitung
eine steuerbare Absperranordnung geschaltet wird. Diese
Absperranordnung kann ein Absperrventil sein, das während
des Arbeitsprozesses in vorbestimmter Weise geöffnet und
geschlossen wird. Es kann jedoch auch als ein in die
Drosselleitung eingesetzter freischwingender Kolben
ausgebildet sein, der die Warmseite von der Kaltseite
gastechnisch abtrennt.
Die Erfindung ist nachfolgend anhand der Prinzipskizzen und
Ausführungsbeispielen und von Betriebsdiagrammen näher
erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Wärmepumpe mit zwei phasenverschoben im
Gleichlauf betriebenen volumenveränderbaren
Räumen, die durch eine Drosselleitung miteinander
verbunden sind;
Fig. 2 eine Anordnung gem. Fig. 1 mit einem in die
Drosselleitung eingelegten Drosselelement;
Fig. 3a-g die Anordnung nach Fig. 2 in unterschiedlichen
Betriebsphasen;
Fig. 4 die Anordnung gem. Fig. 2 mit abgeändertem
Drosselelement;
Fig. 5 eine Anordnung gem. Fig. 1 mit verändert
angekoppelten Wärmetauschern;
Fig. 6a-e normierte Kurvenverläufe von Betriebsdaten für
die beiden volumenveränderbaren Räume und
Fig. 7a-c normierte Kurvenverläufe zur Kälteleistung und
Leistungsziffer der erfindungsgemäßen Wärmepumpe.
Eine Wärmepumpe weist in ihrer einfachsten Form zwei
gasgefüllte volumenveränderbare Räume 1 bzw. 2 auf, die
über eine Drosselleitung 3 miteinander verbunden sind. Die
Drosselleitung 3 dient dazu, einen Temperaturgradienten
zwischen dem höheren Temperaturniveau des Kompressionsraums
1 und dem tiefer liegenden Temperaturniveau des
Expanionsraums 2 aufzubauen und gleichzeitig einen
Druckausgleich zwischen Kompressionsraum und
Expansionsraum herzustellen. Die Einrichtungen zur
Kompression und Dekompression sind dabei so gekoppelt, daß
die Volumenänderung im Raum 1 mit einer Phasendifferenz
gegenüber dem Raum 2 abläuft. Dadurch wird die
Kompressionsarbeit im wesentlichen im Kompressionsraum 1
geleistet, was zu einer stärkeren Erwärmung des
Arbeitsmediums im Kompressionsraum 1 als Expansionsraum
2 führt. Analog dazu ist die Volumenveränderung in der
Expansionsphase im Expansionsraum 2 schneller als im
Kompressionsraum 1, wodurch das Arbeitsmedium im
Expansionsraum 2 stärker abgekühlt wird als im
Kompressionsraum 1. Ein einfach zu realisierender Aufbau
ergibt sich bei Anwendung von Hubkolben-, Drehkolben- oder
Kreiskolbenverdichtern, deren Antriebswellen mit gleicher
Drehzahl angetrieben werden, deren Kolben 5 bzw. 6 jedoch
um die erwähnte Phasendifferenz 4 drehwinkelversetzt
beispielsweise den oberen Totpunkt erreichen.
Im Betrieb erfährt der erste volumenveränderbare Raum, der
als Kompressionsraum 1 bezeichnet ist, eine Vo
lumenänderung, die der Volumenänderung im zweiten
volumenveränderbaren Raum, der als Expansionsraum 2
bezeichnet ist, um die Phasendifferenz 4 nacheilt. Die den
Kompressionsraum 1 aufweisende Verdichtereinheit ist mit
einem bei 7 angedeuteten zu erwärmenden Warmraum 7
thermisch gekoppelt, während die den Expansionsraum 2
aufweisende Verdichtereinheit mit einem Kaltraum 8
thermisch gekoppelt ist, dem Wärme entzogen wird. Der
erzielbare Temperaturgradient wird dann optimal aufgebaut,
wenn die einzelnen Teilvolumina von Kompressionsraum 1,
Expansionsraum 2 Drosselleitung 3 und ggf. Wärmetauscher
9,10 in der Weise ausgelegt werden, daß das Arbeitsmedium
das periodisch aus dem Kompressionsraum 1 oder dem
Expansionsraum aus gestoßen wird, nur maximal bis in die
Mitte der Drosselleitung 3 strömt. Danach kehrt die
Strömungsrichtung im und das ausgestoßene Arbeitsmesium
wird wieder in den jeweiligen Raum eingesaugt. Derjenige
Gasteil in der Drosselleitung 3, dem der
Temperaturgradient aufgeprägt ist, schwingt dabei
idealerweise periodisch in der Drosselleitung 3 hin und
her. Das sich aus der Phasendifferenz ergebende schwingende
Differenzvolumen entspricht somit vorzugsweise etwa dem
halben Volumen der Drosselleitung 3.
Zur verbesserten Wärmeübertragung und damit zur Steigerung
der Leistungsziffer der so als gasdynamische Wärme- und
Kältekraftmaschine aufgebauten Wärmepumpe sind nach ein
Warmwärmetauscher 9 der Warmseite 1, 7 und ein
Kaltwärmetauscher 10 der Kaltseite 2, 8 zugeordnet, die
beide gem. Fig. 1 unmittelbar in Serienschaltung in die
Drosselleitung 3 eingefügt bzw. daran thermisch angekoppelt
sind.
Im Betrieb werden die Verdichtereinheiten 1, 5 bzw. 2, 6
vorzugsweise von einem gemeinsamen Motor mit gleicher
Drehzahl aber mit der oben erläuterten Phasendifferenz
angetrieben, die vorzugsweise etwa zwischen 30 und
75 Winkelgrade beträgt und dabei zweckmäßigerweise so ge
steuert wird, daß mit zunehmender Temperaturdifferenz
zwischen Warm- und Kaltraum 7, 8 die Phasendifferenz zu
kleineren Werten hin verstellt wird.
In Fig. 6a ist zu diesem Arbeitsprozeß über dem Drehwinkel
das normierte Volumen des Kompressionsraums 1 in der mit
Komp. bezeichneten Sinuskurve und für den Expansionsraum 2
in der mit Exp. bezeichneten Sinuskurve dargestellt. Das
zeigt sich, daß die Verdichtungsphase im Kompressionsraum 1
um die Phasendifferenz der Verdichtungsphase im
Expansionsraum 2 nacheilt. Da die beiden Räume 1, 2 über die
Drosselleitung 3 thermisch voneinander entkoppelt, jedoch
gastechnisch miteinander verbunden sind, stellt sich gemäß
Fig. 6b ein mittelbarer Gesamtdruck ein, wie ihn die
normierte Kurve zeigt.
Die zugehörigen Temperaturen, aufbezeichnet wieder über dem
Drehwinkel zeigt Fig. 6c, woraus sich ergibt, daß die
Temperatur aufgrund der höheren Verdichtung vom
Kompressionsraum 1 gem. der Kurve Komp. beachtlich über der
Temperaturkurve Exp. für den Expansionsraum 2 verläuft.
Die daraus folgende normierte Wärmeabgabe, aufgezeichnet
wieder über dem Drehwinkel, zeigt Fig. 6d für den
Warmwärmetauscher 9 in der entsprechend bezeichneten oberen
Kurve und für den Kaltwärmetauscher 10 in der entsprechend
bezeichneten unteren Kurve. Hieraus zeigt sich, daß der
Warmwärmetauscher 9 im Bereich positiver Wärmeabgabe und
der Kaltwärmetauscher 10 im Bereich negativer Wärmeabgabe
arbeitet. Der Warmraum 7 erfährt also eine Beheizung und
der Kaltraum 8 eine Abkühlung.
Wird der normierte Druck über dem normierten Volumen gem.
Fig. 6e dargestellt, dann zeigt sich der unterschiedliche
Druckverlauf für den Kompressionsraum Komp. gegenüber dem
Expansionsraum Exp. in den entsprechenden Kurvenverläufen.
Dabei zeigt sich, daß der Kurvenverlauf Exp. unterhalb dem
Kurvenverlauf Komp. verläuft und die zwischen diesen beiden
Kurven liegende Fläche ein Maß für die gepumpte
Wärmeleistung darstellt.
Aus Fig. 7a bis 7g ist die normierte Kälteleistung und die
normierte Leistungsziffer in entsprechenden Kurven über der
Temperaturdifferenz aufgetragen, welche zwischen dem
Warmraum 7 und dem Kaltraum 8 herrschen kann. Hieraus zeigt
sich, daß sowohl die Leistungsziffer der Wärmepumpe als
auch die Kälteleistung für Temperaturdifferenzen bis etwa
30°K im nutzbringenden Bereich liegt.
Dabei ist in Fig. 7b die normierte Kälteleistung über dem
Phasenwinkel aufgetragen, um den die Verdichtungsphasen in
den Räumen 1 und 2 versetzt ablaufen.
Aus den dargestellten Kurven, für welche die
Temperaturdifferenz als Parameter herangezogen ist, zeigt
sich, daß sich das Maximum der Kälteleistung abhängig von der
Temperaturdifferenz der Räume 1 und 2 mit steigender
Temperaturdifferenz von höheren Phasenwinkeln zu niedrige
ren verändert. Daher ist es zweckmäßig, abhängig von der
angestrebten Temperaturdifferenz Mittel vorzusehen, welche
eine Veränderung des Phasenwinkels ermöglichen. Das Maximum
der Kälteleistung wird demnach bei einer
Temperaturdifferenz von 30°K bei etwa 45 Winkelgraden und
bei 0°K bei etwa 75 Winkelgraden der Phasendifferenz
erreicht.
Die normierte Leistungsziffer über dem Phasenwinkel ist
dazu in Fig. 7c dargestellt, aus welcher sich zeigt, daß
bei den Kurven mit der Differenztemperatur als Parameter
ein Maximum der Leistungsziffer unabhängig von der
Differenztemperatur bei etwa 40 bis 60 Winkelgraden
Phasenverschiebung erreicht wird.
Zur Steigerung der Effizienz ist es zweckmäßig, in die
Drosselleitung 3 ein Drosselorgan 11 einzuschalten, das die
einzelnen Phasen des Arbeitsprozesses unterstützt. Hierzu
ist gem. Fig. 2 in die Drosselleitung 3 als Drosselelement
ein Absperrventil 11.1 gelegt, das gem. den Fig. 3a bis
3g im Arbeitszyklus zu steuern ist.
Gemäß Fig. 3a befindet sich das Absperrventil 11.1 in
geschlossener Stellung, wenn der Kolben 5 des
Kompressionsraums 1 in der Verdichtungsphase läuft.
Gemäß Fig. 3b bleibt dieses Absperrventil geschlossen, bis
zumindest annähernd der maximale Kompressionsdruck erreicht
ist. Danach wird gem. Fig. 3c das Absperrventil 11.1
geöffnet, so daß ein Druckausgleich zum Expansionsraum 2
hin eintreten kann.
Anschließend wird das Absperrventil 11.1 wieder
geschlossen, wie es Fig. 3d zeigt.
Danach wird gem. Fig. 3e eine Dekompression des
Expansionsraums 2 durchgeführt, wodurch sich das
Arbeitsmittel abkühlt und Wärme aus dem Kaltraum 8
aufnimmt. Die beim Kompressionsvorgang im Kompressionsraum
1 vorher entstandene Wärme wurde durch die Wärmekopplung
dem Warmraum 7 zugeführt.
In einem weiteren Schritt wird anschließend das
Absperrventil 11.1 erneut geöffnet, so daß der im
Kompressionsraum 1 noch vorhandene komprimierte Rest des
Arbeitsmittels unter Expansion und damit Abkühlung in den
Expansionsraum 2 abströmen kann, der dadurch weiter Wärme
energie aufnehmen kann.
Im abschließenden Verdichtungshub des Kolbens 6 im
laufenden Arbeitszyklus wird das Arbeitsmittel wieder bei
noch offenem Absperrentil 11.1 in den Expansionsraum 1
gefördert, wobei für diesen Teil des Arbeitszyklus nur ein
geringer Gegendruck im Kompressionsraum 1 vorhanden ist,
weil der zugehörige Kolben 5 sich in der
Dekompressionsphase befindet. Anders als der
Kompressionsvorgang im Kompressionsraum 1 läuft der
Verdichtungshub im Expansionsraum 2 auf einem wesentlich
geringerem Druckniveau ab, so daß zusätzlich zu der aus dem
Kaltraum 8 aufgenommenen Wärmeenergie im Vergleich zum
Kompressionsvorgang im Kompressionsraum 1 eine wesentlich
geringere zusätzliche Erwärmung des Arbeitsmittels
stattfindet. Es ist somit ein tatsächlicher Wärmetransport
vom Kaltraum 8 zum Warmraum 7 erzielt.
Um gegenüber der Ausführungsform nach Fig. 1 eine exakte
thermisch Trennung der Gasvolumen in den Räumen 1 und 2 zu
erzielen, kann in die Drosselleitung 3 ein freischwingender
Kolben 11.2 eingesetzt werden.
In Fig. 5 ist bei einem Aufbau gem. Fig. 1 eine Trennung
zwischen Drosselleitung 3 und den Wärmetauscher 9, 10
vorgesehen. Hierzu sind an die Räume 1 und 2 gesonderte
Rohrstutzen 12 angeschlossen, an welchen einerseits der
Warmwärmetauscher 9 und andererseits der Kaltwärmetauscher
10 sitzen. Hier tritt zwar keine unmittelbare Durchströmung
der Wärmetauscher 9, 10 durch das Arbeitsmittel beim
Übergang von einem Raum zum anderen ein, es wird aber das
darin befindliche Arbeitsmittel komprimiert und damit
erwärmt bzw. expandiert und damit gekühlt, so daß der
gewünschte Wärmeübergang an den Wärmetauscher 9, 10 ein
tritt. Die Rohrstutzen 12 sind an ihren den Räumen 1 und 2
abgewandten Enden geschlossen.
Bei einer Ausgestaltung einer gasdynamischen Wärme- und
Kältekraftmaschine gem. der Erfindung sind keine
zusätzlichen Hilfsmittel wie thermische Regeneratoren oder
dergleichen erforderlich, welche die internen
Maschinenverluste erhöhen.
Zudem kann als Arbeitsmittel ein umweltunschädliches Gas
zur Anwendung gelangen, so daß im Falle eines Lecks, von
Reparaturen oder bei der Entsorgung keine schädlichen
Stoffe zu beseitigen sind. Die Eigenschaften der Wärmepumpe
werden vielmehr allein durch zwei gleichartige
Verdichtereinheiten erreicht, die mit Phasenverschiebung
betrieben werden und bei der durch Änderung der Richtung
der Phasenverschiebung eine Umkehrung des
Wärmepumpenprozesses möglich ist. Es kann also durch Ändern
der Drehrichtung bei kompressorbetriebenen Einrichtungen
wechselweise der eine Raum einmal geheizt und einmal
gekühlt werden.
Claims (13)
1. Wärmepumpe,
dadurch gekennzeichnet,
daß wenigstens zwei gasgefüllte volumenveränderbare
Räume (1, 2) vorgesehen sind, daß die Räume (1, 2)
thermisch voneinander entkoppelt sowie über eine
Drosselleitung (3) miteinander verbunden sind und daß
die Volumenänderung mit einer Phasendifferenz (4)
abläuft.
2. Wärmepumpe nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein erster volumenveränderbarer Raum ein
Kompressionsraum (1) ist, der mit einem Warmraum (7)
gekoppelt ist, und ein zweiter volumenveränderbarer
Raum ein Expansionsraum (2) ist, der mit einem
Kaltraum (8) gekoppelt ist, und daß die
Volumenänderung im Kompressionsraum (1) der
Volumenänderung im Expansionsraum (2) um die
Phasendifferenz (4) nacheilt.
3. Wärmepumpe nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Phasendifferenz (4) etwa zwischen 30 und
75 Winkelgrade beträgt.
4. Wärmepumpe nach Anspruch 1 oder einem der folgenden,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Phasendifferenz (4) mit zunehmender
Temperaturdifferenz zwischen Warm- und Kaltraum (7, 8)
zu kleineren Werten hin verstellt wird.
5. Wärmepumpe nach Anspruch 1 oder einem der folgenden,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Warmseite (1, 7) und/oder der Kaltseite (2, 8)
ein zusätzlicher Wärmetauscher (9, 10) zugeordnet ist.
6. Wärmepumpe nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Wärmetauscher (9, 10) in die Drosselleitung
(3) gelegt ist.
7. Wärmepumpe nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Wärmetauscher (8, 9) über einen Rohrstutzen
(12) mit dem Kompressionsraum (1) bzw. dem
Expansionsraum (2) verbunden ist.
8. Wärmepumpe nach Anspruch 1 oder einem der folgenden,
dadurch gekennzeichnet,
daß in die Drosselleitung (3) eine steuerbare
Drosselanordnung (11) geschaltet ist.
9. Wärmepumpe nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Drosselanordnung ein Absperrventil (11.1) ist,
das während des Kompressionsvorgangs im
Kompressionsraum (1) bis höchstens kurz vor den
maximalen Kompressionszeitpunkt geschlossen, danach
vorübergehend höchstens bis in den Anfangsbereich des
anschließenden Dekompressionsvorgangs geöffnet, nach
folgend etwa im ersten Drittel des
Dekompressionsvorgangs nochmals geschlossen und danach
bis zum Beginn des Kompressionsvorgangs erneut
geöffnet ist.
10. Wärmepumpe nach Anspruch 1 oder einem der folgenden,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Volumina des Kompressionsraums (1), des
Expansionsraums (2) der Drosselleitung (3) und der
optionalen Wärmetauscher (9, 10) so ausgelegt sind,
daß im wesentlichen die Kompressionswärme über den
Kompressionsraum (1) abgeführt und die aufgrund der
gasdynamischen Expansion aufgenommene Wärme über den
Expansionsraum (2) zugeführt wird.
11. Wärmepumpe nach Anspruch 1 oder einem der folgenden,
dadurch gekennzeichnet,
daß die volumenveränderbaren Räume (1, 2) im
gegebenenfalls je einem Hubkolben- und/oder
Drehkolben- und/oder Kreiskolbenverdichter ausgebildet
sind.
12. Wärmepumpe nach Anspruch 8 oder einem der folgenden,
dadurch gekennzeichnet,
daß in die Drosselleitung (3) ein freischwingender
Kolben (11.2) eingesetzt ist, der die Warmseite von
der Kaltseite gastechnisch abgrenzt.
13. Wärmepumpe nach Anspruch 1 oder einem der folgenden,
dadurch gekennzeichnet, daß das Volumen der
Drosselleitung (3) etwa das doppelte Betriebs-
Differenzvolumen der Räume (1, 2) aufweist.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE1995140017 DE19540017A1 (de) | 1995-10-27 | 1995-10-27 | Wärmepumpe |
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| DE1995140017 DE19540017A1 (de) | 1995-10-27 | 1995-10-27 | Wärmepumpe |
Publications (1)
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| DE19540017A1 true DE19540017A1 (de) | 1997-04-30 |
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Family Applications (1)
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| DE1995140017 Withdrawn DE19540017A1 (de) | 1995-10-27 | 1995-10-27 | Wärmepumpe |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19540017A1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| RU2267722C1 (ru) * | 2004-05-06 | 2006-01-10 | Алексей Филиппович Конов | Тепловой насос |
| DE102006050054A1 (de) * | 2006-10-24 | 2008-04-30 | BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH | Wärmepumpe und Verfahren zum Regulieren von Druckverhältnissen in der Wärmepumpe |
| RU2474770C2 (ru) * | 2011-03-30 | 2013-02-10 | Государственное научное учреждение Всероссийский научно-исследовательский технологический институт ремонта и эксплуатации машинно-тракторного парка Российской академии сельскохозяйственных наук (ГНУ ГОСНИТИ РОССЕЛЬХОЗАКАДЕМИИ) | Теплообменная система, использующая тепловые насосы (варианты) |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE815193C (de) * | 1948-12-20 | 1951-10-01 | Philips Nv | Kältemaschine. |
| DE1751704A1 (de) * | 1968-07-15 | 1971-08-05 | Guenter Serwatzky | Miniatur Kryo-Kuehlmaschine |
| US3896632A (en) * | 1974-02-11 | 1975-07-29 | Leslie E Huntley | Air cycle heating or cooling |
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1995
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