DE19540844C2 - Anzeigevorrichtung für Binärinformation und Verfahren zur Erzeugung eines Musters von Vorspüngen und Vertiefungen auf einem linearen Nocken - Google Patents
Anzeigevorrichtung für Binärinformation und Verfahren zur Erzeugung eines Musters von Vorspüngen und Vertiefungen auf einem linearen NockenInfo
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- DE19540844C2 DE19540844C2 DE19540844A DE19540844A DE19540844C2 DE 19540844 C2 DE19540844 C2 DE 19540844C2 DE 19540844 A DE19540844 A DE 19540844A DE 19540844 A DE19540844 A DE 19540844A DE 19540844 C2 DE19540844 C2 DE 19540844C2
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Anzeigevorrichtung für Binär
information zur Anzeige von Information, wie beispielsweise Brailleschrift, die in
einer binären Notation angezeigt wird, indem eine Vielzahl von parallel ange
ordneten, voneinander beabstandeten Stiften einzeln zum Erscheinen oder zum
Verschwinden gebracht werden. Die Erfindung bezieht sich auch auf einen li
nearer Nocken, der derart gestaltet ist, daß er es ermöglicht, den Zustand, in
welchem die Stifte erscheinen oder verschwinden, zu ändern. Die Erfindung
bezieht sich weiter auf ein Verfahren zur Erzeugung eines Musters
von Vorsprüngen und Vertiefungen auf einem linearen Nocken, der
in einem binaren Anzeigevorrichtung verwendet wird.
Fig. 9 ist eine Darstellung einer aus dem Stand der Technik bekannten Anzei
gevorrichtung, insbesondere einer Braillevorrichtung mit einem Feld von 4 × 2
Punkten. Bezieht man sich auf Fig. 9, so bezeichnen die Bezugszeichen P1 bis
P8 Braillestifte, die in vier Zeilen und zwei Reihen angeordnet sind; die Bezugs
zahl 1 bezeichnet eine Halte- beziehungsweise Tragevorrichtung für die ver
schiebbare Halterung der Braillestifte P1 bis P8; Bezugszahl 2 bezeichnet einen
nahezu rechtwinkligen linearen Nocken, der Muster aus Vorsprüngen und Ver
tiefungen aufweist, die auf seiner oberen Oberfläche ausgeformt sind, und die
Bezugszahl 3 bezeichnet einen Schrittmotor, der eine Welle 3a aufweist. Ein
entsprechender Gewindekanal ist im linearen Nocken 2 und der Welle 3a ausge
formt, und wenn der Schrittmotor 3 angetrieben wird, wird der lineare Nocken
2 linear parallel zur Welle bewegt. Im hinteren Teil sind ein linearer Nocken, der
dieselbe Form wie der lineare Nocken 2 aufweist, und ein Schrittmotor (beide
sind nicht gezeigt) vorgesehen, und es wird der gleiche Betrieb ausgeführt.
Die Fig. 10(a) und 10(b) sind Darstellungen der Form des linearen Nockens
2 und des Zustands der Stifte P1 bis P4 zu dieser Zeit. Beim in Fig. 10(a)
gezeigten linearen Nocken 2 sind Vorsprünge oder Vertiefungen, die eine vor
bestimmte Höhe aufweisen, im Stiftintervall L ausgebildet. Die Braillestifte P1
und P2 entsprechen den Vertiefungen 2a und 2b des abfallenden linearen
Nockens 2 und die Braillestifte P3 und P4 entsprechen den Vorsprüngen 2c und
2d, die von einer Anzeigeoberfläche 1a vorstehen. Als Ergebnis erfolgt die binäre
Anzeige "0011", und wenn der lineare Nocken 2 um das Stiftintervall L in
Richtung des Pfeiles A bewegt wird, wird, wie in Fig. 10(b) gezeigt, "0110"
angezeigt.
Auf diese Art wechselt durch Bewegung des linearen Nockens 2 in Einheiten des
Stiftintervalls L das Erscheinungs-/Verschwindemuster der Stifte P1 bis P4, und
in ähnlicher Art wechselt das Erscheinungs-/Verschwindemusterder Stifte P5 bis
P8 durch den (nicht gezeigten) linearen Nocken.
Es gibt 16 Arten von Mustern, die 4-Bit Binärzahlen, wie das Erscheinungs-/Ver
schwindemuster der oben beschriebenen Braillestifte P3 und P4, anzeigen
können. Muster aus Vorsprüngen und Vertiefungen, die alle diese Erscheinungs-
/Verschwindemuster erzeugen können, müssen auf dem linearen Nocken 2
ausgebildet werden.
Wenn jedoch 16 Arten von Mustern einfach in einer Reihe miteinander ver
bunden sind, beträgt die Länge des Musters 64 und die gesamte Länge des
linearen Nockens beträgt 64 × L. Wenn die gesamte Länge des linearen Nockens
lang wird, nimmt das Gewicht des linearen Nockens zu, und es treten die unten
beschriebenen Probleme auf.
Der Reibungswiderstand und die Reaktionszeit nehmen beide zu, wenn die Entfer
nung, über die sich die lineare Nocken bewegt, lang wird und das Gewicht zunimmt.
Auch die Braillevorrichtung des Stands der Technik, die einen linearen Nocken auf
weist, ist unpraktisch groß und schwer.
Die DE 43 33 399 A1 offenbart eine Braille-Anzeige zum Anzeigen von Zeichen
durch die Positionen von sechs bewegbaren Vorsprüngen. Ein jeder Vorsprung ist
zwischen einer erhöhten und einer unterliegenden Position mittels einer drehbaren
Nocken-Betätigungseinrichtung derart bewegbar, daß unterschiedliche Drehpositio
nen der Nockenglieder bewirken, daß die Vorsprünge unterschiedliche, vorbe
stimmte Permutationen der erhöhten und untenliegenden Positionen der Vorsprünge
entsprechend den von der Braille-Anzeige anzuzeigenden Zeichen einnehemen.
Die DE 195 35 132 A1 offenbart eine Anzeigevorrichtung für Binärinformation, bei
der ein linearer Nocken verwendet wird. Ein Antriebsmechanismus für das Anschie
ben einer Vielzahl von parallel angeordneten und von einer Haltevorrichtung derart
gehaltenen Stiften, daß diese sich linear bewegen können, um die Stifte aus einer
Anzeigeoberfläche hinauszuschieben oder in sie zurückzuziehen, besteht aus einem
linearen Nocken, der in eine Richtung rechtwinklig zur Achse der Stifte bewegt wird,
um die Stifte in Axialrichtung zu bewegen, und einem linearen Bewegungsmecha
nismus einschließlich eines Schrittmotors für die lineare Bewegung des linearen
Nockens, einer Unwandlungsvorrichtung zur Umwandlung einer Rotationsbewegung
einer Welle des Schrittmotors, wenn der lineare Nocken eine Referenzposition er
reicht, womit eine Verkleinerung der Dimension in Querrichtung und wobei die
Struktur der gesamten Vorrichtung durch das Weglassen eines Drehwinkelpositions
detektors vereinfacht wird.
Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Anzeigevorrichtung für
Binärinformation, die alle die Erscheinungs-/Verschwindemuster einer Vielzahl von
Stiften erzeugen kann, und die von kleiner Große und leichtem Gewicht ist, einen
linearen Nocken zur Verwendung in der Vorrichtung, dessen Gesamtlänge verkürzt
ist und ein Verfahren zur Erzeugung eines optimalen Formmusters zur Festlegung
der Form des linearen Nockens, zu schaffen.
Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren gemäß Anspruch 1 oder 2 und eine Anzei
gevorrichtung gemäß Anspruch 3. Bevorzugte Ausführungsformen sind in den ab
hängigen Unteransprüchen definiert.
Gemäß der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zur Erzeugung eines Musters
von Vorsprüngen und Vertiefungen auf einem linearen Nocken bereitgestellt, der in
einer binären Anzeigevorrichtung verwendet wird, in welcher n Stifte, die in Serie an
geordnet sind, durch Bewegung des linearen Nockens gegenüber einer Anzeigeo
berfläche in ausgewählter Weise zum Erscheinen und zum Verschwinden gebracht
werden, so daß eine Vielzahl unterschiedlicher Phasen einer n-Bit Information als
Muster aus "Einsern" und "Nullen" auf der Basis des Erscheinungs-
/Verschwindemusters der Stifte, das durch die Vorsprünge und Vertiefungen hervor
gerufen wird, angezeigt wird, derart daß der lineare Nocken eine möglichst kleine
Zahl von Vorsprüngen und Vertiefungen und einen möglichst kleinen Betrag der Än
derungen in den Vorsprüngen und Vertiefungen aufweist, wobei das Verfahren fol
gende Schritte umfaßt:
einen ersten Schritt der Initialisierung, bei dem das Muster der n-Bit Information auf Null gesetzt und der Bewegungsphase des linearen Nockens die Phasennummer k = 1 zugewiesen wird;
einen zweiten Schritt des Verschiebens des Musters der n-Bit Information um ein Bit, um ein neues letztes Bit des Musters der n-Bit Information durch das Setzen des letzten Bits des Musters der Information auf "1" oder "0" zu errichten, wobei diesem neuen Muster der n-Bit Information die Phasennummer k = k + 1 zugewiesen wird, wenn das Muster der n-Bit Information keinem der Muster der n-Bit Information ent spricht, die bisher erhalten wurden;
einen dritten Schritt des Festsetzens einer n-Bit Information, die sich von der n-Bit Information unterscheidet, die im zweiten Schritt beim letzten Bit der n-Bit Informati on festgelegt wurde, wobei diesem neuen Muster der n-Bit Information die Phasen nummer k = k + 1 zugewiesen wird, wenn das Muster der n-Bit Information keinem der Muster der n-Bit Information entspricht, die bisher erhalten wurden; und
einen vierten Schritt der Wiederholung der zweiten und dritten Schritte zur Erzeu gung einer ausgewählten Vielzahl von Phasen, die verschiedene Muster der n-Bit Information definieren;
einen fünften Schritt, in dem ein Muster aus der Vielzahl von Mustern, die im vierten Schritt erhalten wurden, ausgewählt wird, derart, daß die gesamte Zahl der Wechsel in nebeneinanderliegender Binärinformation klein ist, und die Zahl der Binärinforma tion, die den Vorsprüngen des linearen Nockens entspricht, klein ist;
einen sechsten Schritt, in dem dem linearen Nocken eine Vorsprungs- und Vertie fungsform gegeben wird, die dem Muster entspricht, das durch den fünften Verfah rensschritt ermittelt wurde.
einen ersten Schritt der Initialisierung, bei dem das Muster der n-Bit Information auf Null gesetzt und der Bewegungsphase des linearen Nockens die Phasennummer k = 1 zugewiesen wird;
einen zweiten Schritt des Verschiebens des Musters der n-Bit Information um ein Bit, um ein neues letztes Bit des Musters der n-Bit Information durch das Setzen des letzten Bits des Musters der Information auf "1" oder "0" zu errichten, wobei diesem neuen Muster der n-Bit Information die Phasennummer k = k + 1 zugewiesen wird, wenn das Muster der n-Bit Information keinem der Muster der n-Bit Information ent spricht, die bisher erhalten wurden;
einen dritten Schritt des Festsetzens einer n-Bit Information, die sich von der n-Bit Information unterscheidet, die im zweiten Schritt beim letzten Bit der n-Bit Informati on festgelegt wurde, wobei diesem neuen Muster der n-Bit Information die Phasen nummer k = k + 1 zugewiesen wird, wenn das Muster der n-Bit Information keinem der Muster der n-Bit Information entspricht, die bisher erhalten wurden; und
einen vierten Schritt der Wiederholung der zweiten und dritten Schritte zur Erzeu gung einer ausgewählten Vielzahl von Phasen, die verschiedene Muster der n-Bit Information definieren;
einen fünften Schritt, in dem ein Muster aus der Vielzahl von Mustern, die im vierten Schritt erhalten wurden, ausgewählt wird, derart, daß die gesamte Zahl der Wechsel in nebeneinanderliegender Binärinformation klein ist, und die Zahl der Binärinforma tion, die den Vorsprüngen des linearen Nockens entspricht, klein ist;
einen sechsten Schritt, in dem dem linearen Nocken eine Vorsprungs- und Vertie fungsform gegeben wird, die dem Muster entspricht, das durch den fünften Verfah rensschritt ermittelt wurde.
Des weiteren wird ein Verfahren zur Erzeugung eines Musters von Vorsprüngen und
Vertiefungen auf einem linearen Nocken bereitgestellt, der in einer binären Anzeige
vorrichtung verwendet wird, in welcher n Stifte, die in Serie angeordnet sind, durch
Bewegung des linearen Nockens gegenüber einer Anzeigenoberfläche in ausge
wählter Weise zum Erscheinen und zum Verschwinden gebracht werden, so daß
eine Vielzahl unterschiedlicher Phasen einer n-Bit Information als Muster aus
"Einsern" und "Nullen" auf der Basis des Erscheinungs-/Verschwindemusters der
Stifte, das durch die Vorsprünge und Vertiefungen hervorgerufen wird, angezeigt
wird, derart daß der lineare Nocken eine möglichst kleine Zahl von Vorsprüngen und
Vertiefungen und einen möglichst kleinen Betrag der Änderungen in den Vorsprün
gen und Vertiefungen aufweist, wobei das Verfahren folgende Schritte umfaßt:
einen ersten Schritt der Initialisierung, bei dem das Muster der n-Bit Information auf Null gesetzt und der Bewegungsphase des linearen Nockens die Phasennummer k = 1 zugewiesen wird;
einen zweiten Schritt des Verschiebens des Musters der n-Bit Information um ein Bit, um ein neues letztes Bit des Musters der n-Bit Information durch das Setzen des letzten Bits des Musters der Information durch das Setzen des letzten Bits des Mu sters der Information auf "1" oder "0" zu errichten, wobei diesem neuen Muster der n-Bit Information die Phasennummer k = k + 1 zugewiesen wird, wenn das Muster der n-Bit Information keinem der Muster der n-Bit Information entspricht, die bisher erhalten wurden;
einen dritten Schritt des Festsetzens einer n-Bit Information, die sich von der n-Bit Information unterscheidet, die im zweiten Schritt beim letzten Bit der n-Bit Informati on festgelegt wurde, wobei diesem neuen Muster der n-Bit Information die Phasen nummer k = k + 1 zugewiesen wird, wenn das Muster der n-Bit Information keinem der Muster der n-Bit Information entspricht, die bisher erhalten wurden; und
einen vierten Schritt der Wiederholung der zweiten und dritten Schritte zur Erzeu gung einer ausgewählten Vielzahl von Phasen, die verschiedene Muster der n-Bit Information definieren;
einen fünften Schritt des Teilens der Vielzahl von Mustern der n-Bit Information, die im vierten Schritt erhalten wurden, in zwei Teile, und des Überlagerns eines der ge teilten zwei Muster über ein anderes mit einer Phasenverschiebung von 1/2;
einen sechsten Schritt, in dem ein Muster aus der Vielzahl von Mustern, die im vier ten Schritt erhalten wurden, ausgewählt wird, derart, daß die gesamte Zahl der Wechsel in nebeneinanderliegender Binärinformation klein ist, und die Zahl der Binä rinformation, die den Vorsprüngen des linearen Nockens entspricht, klein ist;
einen siebten Schritt, in dem dem linearen Nocken eine Vorsprungs- und Vertie fungsform gegeben wird, die dem Muster entspricht, das durch den fünften Verfah rensschritt ermittelt wurde.
einen ersten Schritt der Initialisierung, bei dem das Muster der n-Bit Information auf Null gesetzt und der Bewegungsphase des linearen Nockens die Phasennummer k = 1 zugewiesen wird;
einen zweiten Schritt des Verschiebens des Musters der n-Bit Information um ein Bit, um ein neues letztes Bit des Musters der n-Bit Information durch das Setzen des letzten Bits des Musters der Information durch das Setzen des letzten Bits des Mu sters der Information auf "1" oder "0" zu errichten, wobei diesem neuen Muster der n-Bit Information die Phasennummer k = k + 1 zugewiesen wird, wenn das Muster der n-Bit Information keinem der Muster der n-Bit Information entspricht, die bisher erhalten wurden;
einen dritten Schritt des Festsetzens einer n-Bit Information, die sich von der n-Bit Information unterscheidet, die im zweiten Schritt beim letzten Bit der n-Bit Informati on festgelegt wurde, wobei diesem neuen Muster der n-Bit Information die Phasen nummer k = k + 1 zugewiesen wird, wenn das Muster der n-Bit Information keinem der Muster der n-Bit Information entspricht, die bisher erhalten wurden; und
einen vierten Schritt der Wiederholung der zweiten und dritten Schritte zur Erzeu gung einer ausgewählten Vielzahl von Phasen, die verschiedene Muster der n-Bit Information definieren;
einen fünften Schritt des Teilens der Vielzahl von Mustern der n-Bit Information, die im vierten Schritt erhalten wurden, in zwei Teile, und des Überlagerns eines der ge teilten zwei Muster über ein anderes mit einer Phasenverschiebung von 1/2;
einen sechsten Schritt, in dem ein Muster aus der Vielzahl von Mustern, die im vier ten Schritt erhalten wurden, ausgewählt wird, derart, daß die gesamte Zahl der Wechsel in nebeneinanderliegender Binärinformation klein ist, und die Zahl der Binä rinformation, die den Vorsprüngen des linearen Nockens entspricht, klein ist;
einen siebten Schritt, in dem dem linearen Nocken eine Vorsprungs- und Vertie fungsform gegeben wird, die dem Muster entspricht, das durch den fünften Verfah rensschritt ermittelt wurde.
Ferner wird gemäß der vorliegenden Erfindung eine Anzeigevorrichtung für Binärin
formation, die einen erfindungsgemäßen linearen Nocken aufweist, bereitgestellt.
Die Erfindung wird im Folgenden anhand der Zeichnung beispielsweise beschrieben,
in der zeigt:
Fig. 1 die Form des linearen Nockens 5 gemäß einer ersten Aus
führungsform;
Fig. 2 Muster (B1 bis B4), die in jeder Phase (F1 bis F16) des linearen
Nockens der Fig. 1 angezeigt werden;
Fig. 3 ein Flußdiagramm, das ein Verfahren zur Erzeugung einer Phasense
quenz (Fig. 2) darstellt;
Fig. 4 ein Flußdiagramm, das sich aus Fig. 3 fortsetzt;
Fig. 5 eine Darstellung der Phasensequenzen, die man beim Verfahren der
Fig. 3 und 4 erhält;
Fig. 6(a) und 6(b) die Form des linearen Nockens mit halben Abstand gemäß einer
zweiten Ausführungsform;
Fig. 7 eine erste Darstellung eines Verfahrens zur Festlegung der Form in
Fig. 6;
Fig. 8(a) und 8(b) zusätzliche Darstellungen eines Verfahrens zur Festlegung der
Form in Fig. 6;
Fig. 9 die Konstruktion einer Braillevorrichtung nach dem Stand der Tech
nik, die einen linearen Nocken aufweist; und
Fig. 10(a) und 10(b) die Beziehung zwischen der Form eines linearen Nockens 2 der Fig.
9 und den Braillestiften P1 bis P4.
Fig. 1 zeigt die Form eines linearen Nockens 5 gemäß einer ersten Ausführungs
form der vorliegenden Erfindung und den wesentlichen Teil einer entsprechenden
Braillevorrichtung (siehe Fig. 9). Den Komponenten in Fig. 1, die denen in Fig. 9
entsprechen, wurden die gleichen Bezugszahlen gegeben und auf deren Be
schreibung wurde verzichtet.
Bezieht man sich auf Fig. 1, so bezeichnen die Bezugszeichen d1, d2, . . . d19
Anzeigepunkte, die entweder eine Höhe h1 oder h2 (h2 < h1) aufweisen und
die im gleichen Intervall, wie das Intervall L der Braillestifte P3 und P4 festgelegt
sind. Die Form, die man durch Verbinden dieser fortlaufenden Anzeigepunkte d1,
d2, . . . d19 durch gerade Linien erhält, ist ein Vorsprung- und Vertiefungsmuster,
das auf der oberen Oberfläche eines linearen Nockens 5 ausgeformt ist. Als
Ergebnis aus obigem kann die Position des Stiftes sanft von einer Vertiefung zu
einem Vorsprung und umgekehrt durch eine lineare Bewegung des linearen
Nockens 5 bewegt werden.
Die Stifte P1 bis P4 sind an den fortlaufenden vier Anzeigepunkten positioniert.
Wenn die Höhe des entsprechenden Anzeigepunktes h2 beträgt, so steht der
Stift von der Anzeigeoberfläche 1a vor, und "1" wird angezeigt; wenn die Höhe
des entsprechenden Anzeigepunktes h1 ist, verschwindet der Stift und "0" wird
angezeigt. Auf diese Weise wird ein Anzeigemuster in Übereinstimmung mit dem
Vorspringen oder dem Abfallen der Braillestifte P1 bis P4 festgelegt.
Hier wird, wenn die laufende Phase des in Fig. 1 gezeigten linearen Nockens 5
mit F1 bezeichnet wird, die Phase, nachdem der lineare Nocken 5 linear um das
Stiftintervall L in Richtung des Pfeiles A bewegt wurde, mit F2 bezeichnet, und
die Phasen, wenn der lineare Nocken in Einheiten des Stiftintervalls L bewegt
wurde als F3, F4, . . . F16 in ähnlicher Weise bezeichnet, wobei jede der Phasen
F1 bis F16 eine Entsprechung zu den Anzeigemustern B1 bis B4 besitzt, wie sie
in Fig. 2 gezeigt sind (nachfolgend wird darauf unter der Bezeichnung "Phasen
sequenz" Bezug genommen).
Wie man in Fig. 2 sieht, sind in den Phasen F1 bis F16 alle Muster, die durch
vier Bit dargestellt werden können, gezeigt, und es ist kein doppeltes Muster
vorhanden. Das heißt, es wird zu jeder Zeit, wenn der linearen Nocken 5 in
Einheiten des Stiftintervalls L bewegt wurde, eine verschiedene Anzeige dar
gestellt und es werden alle Muster dargestellt.
Die Anzeigepunkte d1, d2, . . . d19, die das oben beschriebene Vorsprung- und
Vertiefungsmuster des linearen Nockens 5 bilden, werden in der Praxis auf der
Basis der in Fig. 2 gezeigten Phasensequenz festgelegt. Ein Verfahren zur
Erzeugung einer Phasensequenz wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die
Fig. 3 und 4 beschrieben. Hierbei wird ein Anzeigepunkt, der eine Höhe h1
aufweist mit "0" und ein Anzeigepunkt, der eine Höhe h2 aufweist, mit "1"
bezeichnet, und es wird ein Fall beschrieben, bei dem n Braillestifte vorhanden
sind. Es wird weiterhin die k-te Phase durch die folgende Gleichung dargestellt:
Fk = (f(1, k), f(2, k), f(3, k), . . ., f(n, k))
Zu Beginn wird in Schritt SP1 (siehe Fig. 3) die erste Phase F1 initialisiert (alles
auf "0" gesetzt) und die zweite Phase F2 initialisiert (alles auf "0" gesetzt, bis
auf das Endbit, das auf "1" gesetzt wird). In Schritt SP2 wird die Phasennum
mer k auf "3" gesetzt.
In Schritt SP3 wird jedes Bit f(i, j) der (k - 1)-ten Phase um ein Bit verschoben und
das Endbit m vorübergehend auf "0" gesetzt, um die k-te Phase Fk zu erhalten.
Die somit erhaltene Phase Fk wird mit allen Phasen Fc(1ck - 1) verglichen,
die schon festgesetzt wurden. Wenn eine passende Phase vorhanden ist, wird
das Endbit m wieder auf "1" gesetzt und das Verfahren schreitet fort zu Schritt
SP10, der später beschrieben wird. Wenn keine passende Phase vorhanden ist,
schreitet das Verfahren zu Schritt SP6 fort, wo eine Überprüfung durchgeführt
wird, um festzustellen, ob die Phase FK die letzte Phase ist (k = 2n). Wenn die
Phase Fk nicht die letzte Phase ist, wird in Schritt SP9 die Phasennummer k ak
tualisiert und das Verfahren kehrt zum oben beschriebenen Schritt SP3 zurück.
Im Schritt SP10 wird der gleiche Vergleich wie im oben beschriebenen Schritt
SP4 durchgeführt. Wenn eine passende Phase vorhanden ist, schreitet das
Verfahren zu Schritt SP14 fort; wenn keine passende Phase vorhanden ist, wird
eine Überprüfung durchgeführt, um festzustellen, ob Phase Fk die letzte Phase
ist. Wenn Phase Fk nicht die letzte Phase ist, wird die Phasennummer k aktuali
siert und das Verfahren kehrt zum oben beschriebenen Schritt SP3 zurück
(Schritte SP11 und SP12).
Wenn die letzte Phase im obigen Verfahren festgesetzt wurde, werden alle
erhaltenen Phasen F1 bis F2n in Schritt SP7 oder SP12 als Phasensequenzen
ausgegeben. Fig. 5 zeigt die erste Phasensequenz, die man erhält, wenn die Zahl
n der Braillestifte 4 beträgt.
Andererseits schreitet, wenn eine vorher passende Phase vorhanden ist, sogar
wenn m entweder auf "0" oder "1" gesetzt ist, das heißt, wenn beide Schritte
SP4 und SP10 auf "Ja" sind, das Verfahren zum nachfolgend beschriebenen
Schritt SP14 fort. Da immer eine passende Phase in der Phase vorhanden ist, in
welcher m = 1 in Schritt SP8 gesetzt wurde, nachdem die Phasensequenz im
oben beschriebenen Schritt SP7 ausgegeben wurde, schreitet das Verfahren in
ähnlicher Weise zu Schritt SP14 fort.
In Schritt SP14 wird ein Maximum c, das f(n, c) erfüllt, aus den Phasen, die
schon festgesetzt wurden, ausgewählt. In Schritt SP15 (siehe Fig. 4) wird eine
Überprüfung durchgeführt, um festzustellen ob c sich in dieser Auswahl befin
det. Wenn c vorhanden ist, wird das ausgewählte c auf die Phasennummer k
gesetzt, und f(n, k) wird auf "1" gesetzt (Schritte SP16 und SP17). Die Phase
Fk, die man durch diese Einstellung erhält, wird mit allen Phasen Fc verglichen,
die vorher in Schritt SP18 festgesetzt wurden. Wenn keine passende Phase
vorhanden ist, wird die Phasennummer k aktualisiert (Schritt SP19), und das
Verfahren kehrt zum oben beschriebenen Schritt SP3 zurück. Wenn eine passen
de Phase vorhanden ist, kehrt das Verfahren zu Schritt SP14 zurück und die
oben beschriebenen Verfahren werden wiederholt.
Wenn kein c im Schritt SP15 vorhanden ist, wurden alle Phasensequenzen
erhalten, und das Verfahren wird beendet.
Jede der somit erhaltenen gesamten Phasensequenzen repräsentiert alle Muster,
und jede stellt eine Optimierungsphasensequenz da, die kein Duplikat ist.
Es sind insgesamt 16 Typen von Phasensequenzen vorhanden, die man erhält,
wenn die Zahl der Braillestifte 4 beträgt, einschließlich der oben beschriebenen
Phasensequenz der Fig. 5. Das Optimierungsmuster S1 erhält man von jedem
Bit, das durch die gepunktete Linie der Fig. 5 umgeben ist.
S1 = "0000100110101111000"
S1 = "0000100110101111000"
In ähnlicher Weise erhält man von den anderen Phasensequenzen die unten
beschriebenen Optimierungsmuster S2 bis S16.
S2 = "0000100111101011000"
S3 = "0000101001101111000"
S4 = "0000101001111011000"
S5 = "0000101100111101000"
S6 = "0000101101001111000"
S7 = "0000101111001101000"
S8 = "0000101111010011000"
S9 = "0000110010111101000"
S10 = "0000110100101111000"
S11 = "0000110101111001000"
S12 = "0000110111100101000"
S13 = "0000111100101101000"
S14 = "0000111101001011000"
S15 = "0000111101011001000"
S16 = "0000111101100101000"
S2 = "0000100111101011000"
S3 = "0000101001101111000"
S4 = "0000101001111011000"
S5 = "0000101100111101000"
S6 = "0000101101001111000"
S7 = "0000101111001101000"
S8 = "0000101111010011000"
S9 = "0000110010111101000"
S10 = "0000110100101111000"
S11 = "0000110101111001000"
S12 = "0000110111100101000"
S13 = "0000111100101101000"
S14 = "0000111101001011000"
S15 = "0000111101011001000"
S16 = "0000111101100101000"
Das Optimalmuster, das Muster S10 unter den Optimalmustern entspricht, ist
eine Phasensequenz der Fig. 2, und die Anzeigepunkte d1, d2, . . . d19 des linea
ren Nockens 5 (siehe fig. 1) werden auf der Basis des Optimalmusters festge
legt.
Durch die Verschiebung der in Fig. 2 gezeigten optimierten Phasensequenzen F1
bis F16 kann eine neue Phasensequenz gebildet werden. Wenn beispielsweise
die Phasen, wie F3, F4, F5, . . ., F16, F1 und F2 verschoben werden, so erhält
man das unten gezeigte Optimierungsmuster S10'.
S10' = "0011010010111100001"
S10' = "0011010010111100001"
Auf diese Art erhält man insgesamt 16 Typen von Optimierungsphasensequen
zen aus einer Optimierungsphasensequenz. Als Ergebnis erhält man 16 Typen
von Optimierungsmustern. Das heißt, wenn n Anzeigestifte vorhanden sind,
erhält man 2y (wobei y = 2(n-1)) Typen von Optimierungsphasensequenzen und
entsprechende Optimierungsmuster.
Wenn die Vorsprung- und Vertiefungsmuster des linearen Nockens 5 nach dem
oben beschriebenen Verfahren bestimmt werden, ist es möglich die gesamte
Länge des linearen Nockens 5 zu verkürzen und die Vorrichtung kompakt und
leichtgewichtig zu machen. Es wird weiterhin die Bewegungsdistanz zwischen
den Phasen verkürzt und das Ansprechverhalten der Musterumschaltung wird
verbessert.
Das Stiftintervall L der in der ersten Ausführungsform beschriebenen Stifte P1
bis P4 beträgt bei einer Braillevorrichtung im allgemeinen 2,4 mm. Wenn Vor
sprung- und Vertiefungsmuster im linearen Nocken in Übereinstimmung mit
diesem Intervall ausgebildet werden, so ist deren Neigung sanfter als notwendig.
Daher befaßt sich eine zweite Ausführungsform der vorliegenden Erfindung mit
einem Fall, bei welchem die Vorsprung- und Vertiefungsabstände die Hälfte des
Stiftintervalls L betragen.
Fig. 6(a) zeigt die Form eines linearen Nockens 6 mit halbem Abstand gemäß
dieser Ausführungsform. Anzeigepunkte d1 und d22, die eine vorbestimmte
Höhe aufweisen, sind in einem Intervall L/2 auf der oberen Oberfläche des
linearen Nockens 6 der Fig. 6(a) festgelegt und Vorsprung- und Vertiefungs
muster sind ausgeformt. Fig. 8(b) zeigt einen Zustand, in welchem der lineare
Nocken 6 um ein Intervall L/2 in Richtung des Pfeiles A bewegt ist. Zu jeder
Zeit, wenn der lineare Nocken 6 um das Intervall L/2 bewegt wird, wird durch
die Anzeigestifte P1 bis P4 eine unterschiedliche Anzeige dargestellt.
Ein Verfahren zur Festlegung der Vorsprung und Vertiefungsmuster des linearen
Nockens 6 mit halbem Abstand wird nachfolgend mit Bezugnahme auf die
Fig. 7 und 8 beschrieben.
Zu Beginn wird die Phasensequenz, die man durch das Verfahren der ersten
Ausführungsform erhalten hat, in zwei Teile geteilt, und es werden zwei Muster
aus jeder geteilten Phasensequenz erzeugt. Dann werden die beiden Muster
einander überlagert, wobei man jedes andere Bit der zwei Muster durch Division
erhält. Als Ergebnis erhält man ein Optimalmuster mit halbem Abstand.
Um es detaillierter zu beschreiben, wird im Fall der Phasensequenz der Fig. 2,
die Phasensequenz, wie in Fig. 7 gezeigt, geteilt und man erhält zwei Muster,
die mit der gestrichelten Linie umrandet sind. Das heißt, es werden, wie in Fig.
8(a) gezeigt, Muster S101 und S102 aus dem Optimalmuster S10 gebildet.
S101 = "00001101001"
S102 = "00101111000"
S101 = "00001101001"
S102 = "00101111000"
Als nächstes wird, wie in Fig. 8(b) gezeigt, das Muster S102 bezüglich des
Musters S101 um eine halbe Phase verschoben, die Muster S101 und S102
werden einander überlagert, und man erhält ein Optimalmuster S103 mit halbem
Abstand.
S103 = "0000010011110111000010"
S103 = "0000010011110111000010"
Die Anzeigepunkte d1 und d22 werden auf der Basis dieses Optimalmusters mit
halbem Abstand bestimmt, und die Vorsprung- und Vertiefungsmuster des in
Fig. 6 gezeigten linearen Nockens mit halbem Abstand werden bestimmt. Wenn
der lineare Nocken 6 mit halbem Abstand sequentiell um ein Intervall L/2 in
Richtung des Pfeiles A bewegt wird, so werden alle Anzeigemuster, die durch
vier Bit dargestellt werden können, durch die Stifte P1 bis P4 ohne Duplizierung
dargestellt.
Es ist auch möglich, ein Optimalmuster mit halbem Abstand mit dem gleichen
Verfahren des Optimalmusters, das man aus den anderen im ersten Ausfüh
rungsbeispiel beschriebenen Phasensequenzen und den Phasensequenzen, die
man durch Verschiebung der vorherigen Phasensequenzen erhält, zu erhalten.
Es ist deswegen möglich, aus einer optimierten Phasensequenz 16 Typen von
Optimalmustern mit halbem Abstand zu erhalten.
Gemäß der zweiten oben beschriebenen Ausführungsform ist es möglich, die
gesamte Länge des liniearen Nockens 6 mit halbem Abstand auf die Hälfte des
linearen Nockens 5 der ersten Ausführungsform zu verkürzen, womit man eine
kompaktere und leichtgewichtigere Vorrichtung und ein verbessertes Ansprech
verhalten erzielen kann.
Als nächstes wird ein Verfahren zur Auswahl eines bevorzugteren Musters aus
einer Vielzahl von Optimalmustern mit halbem Abstand, die man durch das oben
beschriebene Verfahren erhalten hat, beschrieben.
Als erstes werden zwei nebeneinanderliegende Bit des kontinuierlichen Bitstro
mes der Optimalmuster mit halbem Abstand miteinander verglichen, und die Zahl
der Nichtübereinstimmungen wird gezählt. Als Ergebnis erhält man die Zahl Q
der Fälle, bei denen das Muster von "0" auf "1" oder von "1" auf "0" wechselt.
Die Zahl Q der Änderungen wird für alle Optimalmuster mit halbem Abstand
geprüft, und es wird das Optimalmuster mit halbem Abstand, das die kleinste
Zahl Q von Änderungen aufweist, ausgewählt.
In einem Fall, bei dem die Vorsprung- und Vertiefungsmuster des linearen
Nockens durch die auf diese Art ausgewählten Optimalmuster mit halbem
Abstand ausgebildet werden, beträgt die Zahl der Zeitpunkte, bei denen die
Braillestifte P1 bis P4 erscheinen oder verschwinden, wenn der lineare Nocken
bewegt wird, Qmin, die kleiner ist als die Zahl der Zeitpunkte für die anderen
Muster. Das heißt, der Verschleiß der Braillestifte und jedes Teils, das sich in
Kontakt mit diesen Stiften befindet, wenn der lineare Nocken bewegt wird, wird
reduziert.
Weiterhin wird die gesamte Zahl von "1" Bit für jedes Optimalmuster mit halbem
Abstand, das die Anzahl Qmin von Wechseln aufweist, gezählt, und es wird ein
Muster ausgewählt, so daß die gesamte Zahl R ein Minimum darstellt. Wenn die
Vorsprung- und Vertiefungsmuster des linearen Nockens durch die Optimalmu
ster mit halbem Abstand ausgebildet werden, auf diese Art ausgewählt werden,
wird, da die Zahl der Vorsprünge des linearen Nockens reduziert wurde, das
Volumen des linearen Nockens und das Gewicht im Verhältnis zu den anderen
Fällen reduziert.
Es kann, wie oben beschrieben, ein linearer Nocken mit halbem Abstand ver
wirklicht werden, der eine geringe Reibung aufweist und leichtgewichtig ist, da
das Optimalmuster mit halbem Abstand durch das oben beschriebene Verfahren
ausgewählt wurde.
Das Optimalmuster und das Optimalmuster mit halbem Abstand des im ersten
und zweiten Ausführungsbeispiel beschriebenen Nockens stellen nur ein Beispiel
dar. Zusätzlich zu diesem Beispiel kann ein optimales Muster durch das oben
beschriebene Verfahren erzielt werden.
Obwohl die oben beschriebenen Ausführungsformen einen Fall beschreiben, bei
dem eine Anzeige in einer binären Notation durch vier Braillestifte P1 bis P4
erfolgt, ist es möglich, ein Optimalmuster und ein Optimalmuster mit halbem
Abstand durch das oben beschriebene Verfahren zu erzeugen, auch wenn die
Zahl der Braillestifte mehr oder weniger als vier beträgt.
Die Vorsprung- und Vertiefungsform, die im linearen Nocken, basierend auf dem
optimalen Muster ausgebildet wird, ist nicht auf die oben beschriebene Form be
schränkt. Es können beispielsweise die Vorsprünge und Vertiefungen durch eine
Krümmung ausgebildet werden.
Wie bis hierher beschrieben wurde, können gemäß der vorliegenden Erfindung
dadurch Vorteile erzielt werden, daß die gesamte Länge des linearen Nockens
stark vermindert werden kann, und daher die Vorrichtung, in welche der lineare
Nocken eingefügt ist, kompakt und leichtgewichtig gestaltet werden kann, und
man beim Umschalten der Muster eine Verbesserung der Reaktionsgeschwindig
keit erhält.
Claims (3)
1. Verfahren zur Erzeugung eins Musters von Vorsprüngen und
Vertiefungen auf einem linearen Nocken (5), der in einer
binären Anzeigevorrichtung verwendet wird, in welcher n
Stifte (P), die in Serie angeordnet sind, durch Bewegung des
linearen Nockens (5) gegenüber einer Anzeigenoberfläche (1a)
in ausgewählter Weise zum Erscheinen und zum Verschwinden
gebracht werden, so daß eine Vielzahl unterschiedlicher
Phasen einer n-Bit Information als Muster aus "Einsern" und
"Nullen" auf der Basis des Erscheinungs-/Verschwindemusters
der Stifte (P), das durch die Vorsprünge und Vertiefungen
hervorgerufen wird, angezeigt wird, derart daß der lineare
Nocken (5) eine möglichst kleine Zahl von Vorsprüngen und
Vertiefungen und einen möglichst kleinen Betrag der
Änderungen in den Vorsprüngen und Vertiefungen aufweist,
wobei das Verfahren folgende Schritte umfaßt:
einen ersten Schritt (SP1) der Initialisierung, bei dem das Muster der n-Bit Information auf Null gesetzt und der Be wegungsphase des linearen Nockens die Phasennummer k = 1 zugewiesen wird;
einen zweiten Schritt (SP3) des Verschiebens des Musters der n-Bit Information um ein Bit, um ein neues letztes Bit des Musters der n-Bit Information durch das Setzen des letzten Bits des Musters der Information auf "1" oder "0" zu errichten, wobei diesem neuen Muster der n-Bit Information die Phasennummer k = k + 1 zugewiesen wird, wenn das Muster der n-Bit Information keinem der Muster der n-Bit Information entspricht, die bisher erhalten wurden;
einen dritten Schritt des Festsetzens einer n-Bit Information, die sich von der n-Bit Information unterscheidet, die im zweiten Schritt beim letzten Bit der n- Bit Information festgelegt wurde, wobei diesem neuen Muster der n-Bit Information die Phasennummer k = k + 1 zugewiesen wird, wenn das Muster der n-Bit Information keinem der Muster der n-Bit Information entspricht, die bisher erhalten wurden; und
einen vierten Schritt der Wiederholung der zweiten und dritten Schritte zur Erzeugung einer ausgewählten Vielzahl von Phasen, die verschiedene Muster der n-Bit Information definieren;
einen fünften Schritt, in dem ein Muster aus der Vielzahl von Mustern, die im vierten Schritt erhalten wurden, ausgewählt wird, derart, daß die gesamte Zahl der Wechsel in nebeneinanderliegender Binärinformation klein ist, und die Zahl der Binärinformation, die den Vorsprüngen des linearen Nockens (5) entspricht, klein ist;
einen sechsten Schritt, in dem dem linearen Nocken (5) eine Vorsprungs- und Vertiefungsform gegeben wird, die dem Muster entspricht, das durch den fünften Verfahrensschritt ermittelt wurde.
einen ersten Schritt (SP1) der Initialisierung, bei dem das Muster der n-Bit Information auf Null gesetzt und der Be wegungsphase des linearen Nockens die Phasennummer k = 1 zugewiesen wird;
einen zweiten Schritt (SP3) des Verschiebens des Musters der n-Bit Information um ein Bit, um ein neues letztes Bit des Musters der n-Bit Information durch das Setzen des letzten Bits des Musters der Information auf "1" oder "0" zu errichten, wobei diesem neuen Muster der n-Bit Information die Phasennummer k = k + 1 zugewiesen wird, wenn das Muster der n-Bit Information keinem der Muster der n-Bit Information entspricht, die bisher erhalten wurden;
einen dritten Schritt des Festsetzens einer n-Bit Information, die sich von der n-Bit Information unterscheidet, die im zweiten Schritt beim letzten Bit der n- Bit Information festgelegt wurde, wobei diesem neuen Muster der n-Bit Information die Phasennummer k = k + 1 zugewiesen wird, wenn das Muster der n-Bit Information keinem der Muster der n-Bit Information entspricht, die bisher erhalten wurden; und
einen vierten Schritt der Wiederholung der zweiten und dritten Schritte zur Erzeugung einer ausgewählten Vielzahl von Phasen, die verschiedene Muster der n-Bit Information definieren;
einen fünften Schritt, in dem ein Muster aus der Vielzahl von Mustern, die im vierten Schritt erhalten wurden, ausgewählt wird, derart, daß die gesamte Zahl der Wechsel in nebeneinanderliegender Binärinformation klein ist, und die Zahl der Binärinformation, die den Vorsprüngen des linearen Nockens (5) entspricht, klein ist;
einen sechsten Schritt, in dem dem linearen Nocken (5) eine Vorsprungs- und Vertiefungsform gegeben wird, die dem Muster entspricht, das durch den fünften Verfahrensschritt ermittelt wurde.
2. Verfahren zur Erzeugung eins Musters von Vorsprüngen und
Vertiefungen auf einem linearen Nocken (5), der in einer
binären Anzeigevorrichtung verwendet wird, in welcher n
Stifte (P), die in Serie angeordnet sind, durch Bewegung des
linearen Nockens (5) gegenüber einer Anzeigenoberfläche (1a)
in ausgewählter Weise zum Erscheinen und zum Verschwinden
gebracht werden, so daß eine Vielzahl unterschiedlicher
Phasen einer n-Bit Information als Muster aus "Einsern" und
"Nullen" auf der Basis des Erscheinungs-/Verschwindemusters
der Stifte (P), das durch die Vorsprünge und Vertiefungen
hervorgerufen wird, angezeigt wird, derart daß der lineare
Nocken (5) eine möglichst kleine Zahl von Vorsprüngen und
Vertiefungen und einen möglichst kleinen Betrag der
Änderungen in den Vorsprüngen und Vertiefungen aufweist,
wobei das Verfahren folgende Schritte umfaßt:
einen ersten Schritt (SP1) der Initialisierung, bei dem das Muster der n-Bit Information auf Null gesetzt und der Be wegungsphase des linearen Nockens die Phasennummer k = 1 zugewiesen wird;
einen zweiten Schritt (SP3) des Verschiebens des Musters der n-Bit Information um ein Bit, um ein neues letztes Bit des Musters der n-Bit Information durch das Setzen des letzten Bits des Musters der Information auf "1" oder "0" zu errichten, wobei diesem neuen Muster der n-Bit Information die Phasennummer k = k + 1 zugewiesen wird, wenn das Muster der n-Bit Information keinem der Muster der n-Bit Information entspricht, die bisher erhalten wurden;
einen dritten Schritt des Festsetzens einer n-Bit Information, die sich von der n-Bit Information unterscheidet, die im zweiten Schritt beim letzten Bit der n- Bit Information festgelegt wurde, wobei diesem neuen Muster der n-Bit Information die Phasennummer k = k + 1 zugewiesen wird, wenn das Muster der n-Bit Information keinem der Muster der n-Bit Information entspricht, die bisher erhalten wurden; und
einen vierten Schritt der Wiederholung der zweiten und dritten Schritte zur Erzeugung einer ausgewählten Vielzahl von Phasen, die verschiedene Muster der n-Bit Information definieren;
einen fünften Schritt des Teilens der Vielzahl von Mustern der n-Bit Information, die im vierten Schritt erhalten wurden, in zwei Teile, und des Überlagerns eines, der geteilten zwei Muster über ein anderes mit einer Phasenverschiebung von 1/2;
einen sechsten Schritt, in dem ein Muster aus der Vielzahl von Mustern, die im vierten Schritt erhalten wurden, ausgewählt wird, derart, daß die gesamte Zahl der Wechsel in nebeneinanderliegender Binärinformation klein ist, und die Zahl der Binärinformation, die den Vorsprüngen des linearen Nockens (5) entspricht, klein ist;
einen siebten Schritt, in dem dem linearen Nocken (5) eine Vorsprungs- und Vertiefungsform gegeben wird, die dem Muster entspricht, das durch den fünften Verfahrensschritt ermittelt wurde.
einen ersten Schritt (SP1) der Initialisierung, bei dem das Muster der n-Bit Information auf Null gesetzt und der Be wegungsphase des linearen Nockens die Phasennummer k = 1 zugewiesen wird;
einen zweiten Schritt (SP3) des Verschiebens des Musters der n-Bit Information um ein Bit, um ein neues letztes Bit des Musters der n-Bit Information durch das Setzen des letzten Bits des Musters der Information auf "1" oder "0" zu errichten, wobei diesem neuen Muster der n-Bit Information die Phasennummer k = k + 1 zugewiesen wird, wenn das Muster der n-Bit Information keinem der Muster der n-Bit Information entspricht, die bisher erhalten wurden;
einen dritten Schritt des Festsetzens einer n-Bit Information, die sich von der n-Bit Information unterscheidet, die im zweiten Schritt beim letzten Bit der n- Bit Information festgelegt wurde, wobei diesem neuen Muster der n-Bit Information die Phasennummer k = k + 1 zugewiesen wird, wenn das Muster der n-Bit Information keinem der Muster der n-Bit Information entspricht, die bisher erhalten wurden; und
einen vierten Schritt der Wiederholung der zweiten und dritten Schritte zur Erzeugung einer ausgewählten Vielzahl von Phasen, die verschiedene Muster der n-Bit Information definieren;
einen fünften Schritt des Teilens der Vielzahl von Mustern der n-Bit Information, die im vierten Schritt erhalten wurden, in zwei Teile, und des Überlagerns eines, der geteilten zwei Muster über ein anderes mit einer Phasenverschiebung von 1/2;
einen sechsten Schritt, in dem ein Muster aus der Vielzahl von Mustern, die im vierten Schritt erhalten wurden, ausgewählt wird, derart, daß die gesamte Zahl der Wechsel in nebeneinanderliegender Binärinformation klein ist, und die Zahl der Binärinformation, die den Vorsprüngen des linearen Nockens (5) entspricht, klein ist;
einen siebten Schritt, in dem dem linearen Nocken (5) eine Vorsprungs- und Vertiefungsform gegeben wird, die dem Muster entspricht, das durch den fünften Verfahrensschritt ermittelt wurde.
3. Anzeigevorrichtung für Binärinformation, die einen in An
spruch 1 oder 2 beanspruchten linearen Nocken (5) aufweist.
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