DE19539567C2 - Verfahren zum wiederholten Betrieb eines frequenzumrichtergespeisten Motors - Google Patents
Verfahren zum wiederholten Betrieb eines frequenzumrichtergespeisten MotorsInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Steuern sich wiederholender, gleichartiger
Hochlaufvorgänge eines frequenzumrichtergespeisten Motors zur Bewegung einer
unbekannten Last, insbesondere zum Reversieren der Trommel einer Trommel
waschmaschine, wobei der Hochlaufteilweise in einer gestellten Betriebsphase und
teilweise in einer geregelten Betriebsphase unter Auswertung eines von einem Tacho
generator erzeugten Ist-Drehzahlsignals erfolgt.
Beim Reversieren der Trommel einer Trommelwaschmaschine erfolgt eine häufige
Drehzahländerung vom Drehzahlwert Null in der Reversierpause bis zur Waschdreh
zahl, die in der Regel zwischen 30 und 60 Umdrehungen pro Minute liegt. In der An
fangsphase eines solchen Hochlaufs ist aufgrund der niedrigen Drehzahl die vom
Tachogenerator erzeugte drehzahlproportionale Spannung nur sehr schwach. Dies
führt zu Schwierigkeiten bei der Ausführung eines geregelten Betriebs.
Es ist ein Verfahren zum Steuern eines frequenzumrichtergespeisten Motors bekannt
("Hentschel, Menke: für Drehstromantriebe bis 45 kVA: . . ." in DE-Z Energie + Auto
mation, 1989, H. 1, S. 8-11), bei dem in einer Option die Frequenz vorgegeben wird.
Die Spannung wird dann linear mit der Frequenz verändert. Der Frequenz-Sollwert
wird analog oder digital rampenförmig mit einstellbarer Hochlaufzeit vorgegeben. Eine
maximale und minimale Frequenz ist dabei einstellbar.
Als Alternative zu diesem gesteuerten Betrieb ist noch die Option "Drehzahlregelung"
gegeben, sofern ein Drehzahl-Istsignal zur Verfügung steht.
Der dem Oberbegriff des Anspruchs 1 zugrundeliegende Firmenprospekt der Fa.
Telefunken electronic, Nr. T.1.6./70.0585 D, Halbleiter-
Informationsdienst zeigt in einer Fig. 2 mit Beschreibung-die Steuerung eines Univer
salmotors. Eine Drehzahlregelung mit Regelverstärker wirkt auf die Phasenanschnitt
steuerung (geregelte Betriebsphase). Der Hochlauf erfolgt gesteuert durch die Sanft
anlaufsteuerung, die während dieser Zeit den Regelverstärker der Drehzahlregelung
übersteuert. Auch diese Sanftanlaufsteuerung erhöht in üblicher Weise die Spannung
rampenförmig (Anlauf-Steuerkondensator).
Aus der US 52 41 257 PS ist ein umrichtergespeister Waschmaschinenantrieb mit
Drehzahl- und Anlaufsteuerung für periodischen Anlauf bekannt.
Der Erfindung stellt sich somit Problem, ein Verfahren zum Steuern eines Hoch
laufvorgangs bei einem eingangs erwähnten Motor zu offenbaren, bei dem Schwie
rigkeiten aufgrund eines fehlenden Tachogeneratorsignals vermieden werden. Erfin
dungsgemäß wird dies durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1
erreicht.
Dabei ergibt sich die Schwierigkeit, daß das Lastmoment der zu bewegenden Last in
der Regel unbekannt ist, da eine Stromsensierung aus Kostengründen nicht vorge
nommen wird. Bei großen Lasten kann es daher zu Anlaufproblemen kommen; bei
kleinen Lasten ist durch den zu hohen Anfangsstrom eine erhöhte Motorerwärmung
und ein zu schneller Anlauf die Folge.
Durch dieses Verfahren werden zu hohe Sprünge der Speisespannung vermieden,
was zu einer Strombegrenzung führen würde.
Die Durchführung des vorgenannten erfindungsgemäßen Verfahrens ist im folgenden
bei einem Asynchronmotor beschrieben, der über einen Frequenzumrichter eine in der
Frequenz und der Amplitude veränderliche Spannung erhält. Die Änderung dieser
beiden Stellgrößen erfolgt mit Hilfe eines Steuerrechners, der auch eine Reglereinheit
beinhaltet. Zum Abgriff der Motordrehzahl dient ein Tachogenerator, der ein von der
Ist-Drehzahl abhängiges Spannungssignal an den Steuerrechner weitergibt.
Der Hochlauf des Motors erfolgt zuerst in einer gestellten Betriebsphase. In dieser
Phase liegt noch kein für den Steuerrechner auswertbares Signal des Tachogene
rators vor. Der Übergang von der gestellten in eine geregelte Betriebsphase ereignet
sich beim Überschreiten eines Mindestwertes des vom Tachogenerator abgegriffenen
Ist-Drehzahl-Signals. Im geregelten Betrieb erfolgt eine Regelung auf die gewünsch
ten Waschdrehzahl durch Vorgabe der hierzu notwendigen Spannung in Amplitude
und Frequenz gemäß der Lastkennlinie des Motors. Das erfindungsgemäße Verfahren
zur Durchführung des gestellten Betriebs arbeiten folgendermaßen:
Im gestellten Betrieb wird eine Spannung mit einer gestellten Speisefrequenz und
einer variablen Spannungsamplitude UST eingestellt. Die Spannungsamplitude ist
zunächst auf einen Mittelwert UStmittel festgesetzt. Während des geregelten Betriebs
erfolgt eine Überwachung des Schlupfs, d. h. der Differenz zwischen der Soll-
Drehzahl und der Ist-Drehzahl. Wird hierbei ein Maximalwert überschritten, so ist dies
ein Indiz für ein hohes Lastenmoment. In diesem Fall wird im nächsten Drehzahl
hochlauf die Spannungsamplitude USt um einen vorgegebenen Betrag dU erhöht.
Wird der Maximalwert für den Schlupf nicht überschritten, so wird die Stellspannung
beim nächsten Drehzahlhochlauf um den vorgenannten Betrag dU vermindert. In bei
den Fällen erfolgt eine zusätzliche Kontrolle, ob der neu berechnete Wert innerhalb
einer durch einen Mindestwert USTmin und einen Maximalwert USTmax charakteri
sierten Grenze liegt. Sollte diese Grenze durch den neu berechneten Wert über
schritten werden, so wird der jeweilige Spannungswert auf den Mindestwert bzw.
Maximalwert festgesetzt. Hierdurch werden Fehlberechnungen bei leerer Trommel,
abgesprungenen Antriebsriemen oder blockierter Trommel verhindert.
Die vorbeschriebenen Verfahren sind sowohl bei periodischen Drehzahlhochläufen als
auch bei nichtperiodischen, aber wiederholten Drehzahlhochläufen einsetzbar. Außer
dem kann das Verfahren auch beim Schleuderanlauf genutzt werden.
Claims (3)
1. Verfahren zum Steuern sich wiederholender, gleichartiger Hochlaufvorgänge eines
frequenzumrichtergespeisten Motors zur Bewegung einer unbekannten Last,
insbesondere zum Reversieren der Trommel einer Trommelwaschmaschine, wobei
der Hochlauf teilweise in einer gestellten Betriebsphase und teilweise in einer gere
gelten Betriebsphase unter Auswertung eines von einem Tachogenerator erzeugten
Ist-Drehzahlsignals erfolgt,
dadurch gekennzeichnet,
daß ab einem vorherbestimmbaren Drehzahlhochlauf während der gestellten Be
triebsphase der Sollwert in Abhängigkeit vom gemessenen Schlupf während der
geregelten Betriebsphase eines vorhergehenden Drehzahlhochlaufs eingestellt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Sollwert in der gestellten Betriebsphase die Motorspeisespannung USt ist.
3. Verfahren nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Änderung der Motorspeisespannung zwischen einem Maximalwert UStmax
und einem Minimalwert UStmin erfolgt.
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| DE19539567A DE19539567C2 (de) | 1994-10-25 | 1995-10-25 | Verfahren zum wiederholten Betrieb eines frequenzumrichtergespeisten Motors |
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Publications (2)
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