DE1953785C - Verfahren und Vorrichtung zur Prüfung von Verdrahtungen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Prüfung von VerdrahtungenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Prüfung einer zwischen einer Vielzahl
von Anschlußklemmen vorhandenen, aus einer Anzahl von Leitungsverbindungen bestehenden Verdrahtung,
insbesondere einer sogenannten Mutterkarte zur Verbindung der Anschlüsse von aufsteckbarc
Schaltungskarten aufnehmenden Steckverbindungslcisten, auf fehlerhafte Kurzschlüsse undoder
Unterbrechungen.
Der Gegenstand der Erfindung ist für die Prüfung von insbesondere in gedruckter Schaltungstechnik
hergestellten Verdrahtungen sowohl im Labor als auch in der Fertigung geeignet, wenn es nicht auf eine
genaue Messung des Wider Standes zwischen Anschlußklemmen einer Verdrahtung ankommt, sondern
die Feststellung genügt, ob eine Verbindung bestellt oder nicht.
Bei der Prüfung von Verdrahtungen liegt es n;ihe,
jede Anschlußklemme der Verdrahtung nacheinander mit jeder der anderen Anschlußklemmen der Verdrahtung
auf eine bestehende Verbindung hin zu prü-
fen um damit sicherzugehen, daß alle Fehlermöglichkeiten
erfaßt werden. Bein Anschlußklemmen der Verdrahtung sind hierzu
η ■ {η — 1)1 Prüfschritte
nötig. Die Anzahl der Anschlußklemmen geht hierbei in die Anzahl der benötigten Prüfschritte quadratisch
ein, so daß mit wachsender Zahl der Anschlußklemmen der Prüfaufwand unverhältnismäßig stark ansteigt.
Der Erfindung Hegt die Aufgabe zugrunde, die Anzahl der Pri-fstellen und damit den Zeitaufwand für
das Prüfverfahren und den Materialaufwand für das Prüfgerät gering zu halten.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß von allen zu prüfenden Anschlußklemmen
gleichzeitig bestehende, gleiche Widerstände aufweisende
Verbindung zu einer ersten Eingangsklemmc eines Summierers hergestellt werden, daß an einer
/weiten Eingangsklemme des Summierers der eine Pol einer Konstantspannungscjiielle liegt, daß nacheinander
zwischen die zweite Eingangsklemme des Summierers und die einzelnen zu prüfenden Anschlußklemmen
die Konstanlspannungsquelle angelegt wird,
daß der sich dabei entsprechend der Anzahl der von der jeweils angeschalteten Anschlußklemme ausgehenden
Strompfade ergebende Summenstrom mit einem Sollwert verglichen wird, welcher der Anzahl
der bei einer fehlerfreien Verdrahtung von der betreffenden Anschlußklemme zu anderen Anschlußklemmen
bestellenden Verbindung entspricht, und daß beim Auftreten einer Abweichung ein Fchlersignal
ausgelöst wird.
Eine einfache erste Weiterbildung des erfindungsmäßigen Verfahrens besteht darin, daß beim Auslösen
eines Fehlersignals Alarm gegeben und gegebenenfalls der Priifvorgang unterbrochen wird.
Bei einer zweiten Weiterbildung des erfindungsmäßigen
Verfahrens wird beim Auslösen eines Fehlersignals die Prüfung weitergeführt und die Bezeichnung
der die Abweichung zeigenden Anschlußklemme sowie gegebenenfalls die Größe der Abweichung selbst
ausgedruckt.
Beide Weiterbildungen des enindungsmäßigcn Verfahrens können so ausgebildet werden, daß mehrere
Verdrahtungen (Mutterkarlen) nacheinander selbsttätig geprüft werden und bei Auftreten einer Abweichung
die fehlerhafte Verdrahtung (Mutterkarte) ausgeschieden wird.
Das erfindungsgemäße Verfahren erfordert also nur so viele Prüfschritte, wie die zu prüfende Verdrahtung
Anschlußklemmen hat. Damit steht der Prüfaufwand immer im selben Verhältnis zur Komplexität der
zu prüfenden Verdrahtung und ist in jedem Falle geringer als bei der naheliegenden Prüfmethode Außerdem
kann jeder einzelne Prüfschritt seh- einfach sein, da nur ein Vergleich (mindestens ja-nein-Aussagc) erforderlich
ist.
Beim Gegenstand der Erfindung werden also die Anzahl der innerhalb einer zu prüfenden Verdrahtung
von jeder Anschlußklemme tatsächlich ausgehenden (gezählten) Strompfade mit der als gespeicherter Sollwert vorliegenden Anzahl der innerhalb einer richtig
ausgeführten Verdrahtung von den entsprechenden Anschlußklemmen ausgehenden Strompfade verglichen.
Diese Zählung und der zugehörige Vergleich wird für jede Anschlußklemme der Verdrahtung
durchgeführt. Ein fehlerhafter Kurzschluß oder :me Unterbrechung (nicht bestehende Verbindung) zwischen
zwei oder mehr Anschlußklemmen wird also beim Prüfen jeder dieser Anschlußklemmen als zusätzliche
bzw. fehlende Verbindung erkannt. Auch ein gleichzeitiges Auftreten von Kurzschlüssen
und Unterbrechungen wird erkannt als Abweichung vom Sollwert beim Prüfen von beteiligten Anschlußklemmen.
In Ausnahmefällen mag es vorkommen, daß sich Kurzschlüsse und Unterbrechungen so aufhe-
ben, daß sie an gewissen der beteiligten Anschlußklemmen nicht als Abweichung vom Sollwert erkannt
werden; praktisch werden sie aber immer bei einem oder mehreren der restlichen an den Fehlern beteiligten
Anschlußklemmen zu einer Abweichung von der Soll-Anzahl von deren Verbindungen führen. Die
Wahrscheinlichkeit, daß sich Kurzschlüsse und Unterbrechungen so gegenseitig aufheben, daß bei keiner
der an den Fehlern beteiligten Anschlußklemmen bei der Prüfung eine Abweichung von der Soll-Anzahl
an der Verbindung auftritt, ist verschwindend gering.
Eine Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsmäßigen Verfahrens besteht dan η, daß mit den
Anschlußklemmen der zu prüfenden Verdrahtung (Mutterkarte) in Verbindung bringbare Gegenkontakte
einer gegebenenfalls gleichzeitig eine Haltevorrichtung zur Aufnahme der Verdrahtung (Mutterkarte)
bildenden Kontaktleiste einerseits über gleich große Widerstände mit der ersten Eingangsklemme
des Summierers und andererseits jeweils mit einem Stufenkontakt eines die Anschlußklemmen nacheinander
abtastenden Schrittschalters verbunden sind, dessen gemeinsamer Kontakt über eine Konstantspannungsquelle
mit der zweiten Eingangsklemme des Summierers verbunden ist, und die Ausgangsgröße
des Summierers auf Abweichungen des vom Summen strom dargestellten, der jeweils abgetasteten Anschlußklemme
zugeordneten Istwertes vom Sollwert beobachtet wird.
Eine einfache erste Weilerbildung der Vorrichtung besteht darin, daß die Ausgangsgröße des Summierers
unmittelbar einem Instrument zugeführt ist, das eine der Anzahl der jeweils bestehenden Strompfade proportionale
Anzeige liefert. :
Bei einer zweiten Weiterbildung dieser Vorrichtung werden einem ersten Eingang eines Vergleichers
nacheinander die jeweiligen Ausgangsgrößen des Summierers und einem zweiten Eingang des Vcrgleiehers
nacheinander die den jeweils abgetasteten Anschlußklemmen zugeordneten Sollwerte zugeführt,
und der Verglcicher gibt bei von Null verschiedenen Vcrgleichsergebnissen das Fehlersignal aus.
Bei einer dritten Weiterbildung dieser Vorrichtung hat der Summierer einen weiteren, inversen Eingang,
dem nacheinander die den jeweils abgetasteten An-'chlußklemmen
zugeordneten Sollwerte zugeführt werden, und der Summierer gibt bei von Null verschiedenen
Ausgangsgrößen das Fehlersignai ab.
linie andere vorteilhafte Ausgestaltung dieser Vor
richtung bestellt darin, daß die Sollwerte einem digita-
lcn Speieher, insbesondere einem Lochstreifen mit Losegerät, nacheinander entnommen werden und daß
dem ersten Eingang des Vergleichen ein Analog-Digital-Wandler vorgeschaltet ist.
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Vonicli
fi.r, tung ist vorgesehen, daß die Sollwerte einem digitalen
Speicher, insbesondere einem I ochstreifen mit Lese gerät, nacheinander entnommen werden und daß dem
/weiten Linizang des Vercleichers bzw. dem inversen
Eingang des Summierers ein Digital-Analog-Wandler vorgeschaltet ist.
Eine andere Weiterbildung dieser Vorrichtung ergibt sich schließlich noch dadurch, daß die Sollwerte
unter Zuhilfenahme einer fehlerfreien Musterverdrahtung (Musterkarte) in gleicher Weise wie die Istwerte
mittels eines synchron mit dem die Anschlußklemmen der zu prüfenden Schaltung abtastenden Schrittschalters
betätigten weiteren Schrittschalters und eines mit Jede Anschlußklemme der Verdrahtung 10 wird
von einer Bedienungsperson geprüft durch Anschalten des gemeinsamen Kontaktes 16 des Stufenschalters
11 an den mit der betreffenden Anschlußklemme verbundenen Slufenkontakt; am Spannungsmesser 17
wird die Anzahl der von der Anschlußklemme in die Verdrahtung 10 führenden Verbindungen (Istwert)
abgelesen und mit ihrem Sollwert in der Tabelle 18 verglichen. Abweichungen zwischen Ist- und Sollwert
den Anschlußklemmen der Musterverdrahlung über io zeigen je nach ihrem Vorzeichen eine Unterbrechung
gleiche Widerstandspfade verbundenen weiteren Summierers nacheinander gewonnen werden.
Der Gegenstand der Erfindung ist in der Zeichnung an Hand dreier Ausfiihrungsbeispiele schematisch
dargestellt. Hierbei zeigt
F i g. 1 ein vereinfachtes Schaltbild eines ersten Ausführungsbcispiclcs, bei dem eine Bedienungsperson
den Vergleich mit dem Sollwert an Hand einer Tabelle vornimmt,
oder einen Kurzschluß innerhalb der Verdrahtung 10 an, der bei Berücksichtigung von Abweichungen an
mehreren Anschlußklemmen unter Umständen genau lokalisiert werden kann.
Das zweite Ausführungsbeispiel (F i g. 2) kann mit besonderem Vorteil bei der Prüfung von Serien gleicher
Verdrahtungen, also vorzugsweise in der Fertigung, angewendet werden. Es unterscheidet sich vom ersten
Ausführungsbeispiel dadurch, daß die Ablesung des
F i g. 2 ein vereinfachtes Schaltbild eines zweiten 20 Istwertes und der Vergleich mit dem Sollwert ebenso
Ausführungsbcispieles, bei dem der Vergleich automatisch
unter Zuhilfenahme eines digitalen Sollwertspeichers erfolgt,
F i g. 3 eine Schaltungsvariante zum zweiten Ausf ü h r ungsbeispiel,
F i g. 4 ein vereinfachtes Schaltbild eines dritten Ausführungsbeispieles, bei dem die dem Vergleich zugrundeliegenden
Sollwerte die sich bei der gleichzeitigen Prüfung einer fehlerfreien Musterkarte jeweils ergebenden
Summenströme sind, und
F i g. 5 eine Schaltungsvariante zum dritten Ausf ü h r ungsbeispiel.
Das erste Ausfühmngsbeispicl (Fig. 1) eignet sich
besonders für die labormäßige Prüfung von gedruckwie die Anschaltung der jeweils nächsten zu prüfenden
Anschlußklemme automatisch erfolgt und die Prüfung nur beim Anzeigen einer Abweichung zwischen
Ist- und Sollwert unterbrochen wird.
Der Hauptteil der Anordnung des ersten Ausführungsbeispieles ist beim zweiten Ausführungsbeispiel
übernommen, und zwar die in F i g. 2 mit den Ziffern 1 bis 16 bezeichneten Teile und Einheiten. Statt
des digitalen Spannungsmessers 17 fragt ein Analog-
Digital-Wandler (ADW) 27 die Summenspannung am Ausgang des Summierers 13 ab. Die Digitalausgänge
des ADW 27 liegen an den ersten Eingängen eines digitalen Vergleichers 24, dessen zweite Eingänge mit
den Leseleitungen 26 eines Lochstreifenlesers 28 ver-
ten Verdrahtungen (Mutterkarten), die lediglich der 35 bunden sind und dessen Ausgang einerseits den EinVerbindung
von gedruckten Schaltungen dienen, gang eines Alarmgebers 25 bildet und andererseits mit
dem »Stop«-Eingang 22 eines Taktgebers 21 verbunden ist. Zwei Ausgänge 23 a, 23 b des Taktgebers 21
liegen am Schaltmagneten 20 des Schrittschalters 11 bzw. am Lesetakteingang des Lochstreifenlesers 28,
welcher den Lochstreifen 29 abtastet. In einer Schaltungsvariante zum zweiten Ausführungsbeispiel wird
der gestrichelt umrandete Teil von F i g. 2 durch den entsprechenden Teil von F i g. 3 ersetzt: Der Verglei-
ohne selbst Bauelemente zu tragen. Die Anschlußpunkte I, 2... π der zu prüfenden Verdrahtung 10
sind mittels einer nicht gezeichneten Steckverbindung einerseits jeweils mit einem Stufenkontakt eines
Schrittschalters 11 und andererseits über η gleich große Widerständer mit einer Summeneingangsklemme
12 eines nur symbolisch dargestellten Summierers 13 verbunden, dessen zweite Eingangsklemme
14 über eine Konsiantspannungsqücilc 15 mit dem ge- 45 eher 24 ist hier als analoger Verglcicher 24' ausgemeinsamen
Kontakt 16 des Stufenschalter 11 in Ver- führt, dessen erster Eingang direkt am Ausgang 42 des
Summierers 13 liegt; zwischen Leseleitung 26 und zweitem Eingang des analogen Vergleichers 24' ist
ein Digital-Analog-Wandler 27' angeordnet. Nach dem Drücken einer Starttaste 21 a des Taktgebers
21 sendet dieser über seinen Ausgang 23 a einen Rücksteilbefehl an den Schaltmagneten 20, wodurch
sich der gemeinsame Kontakt 16 des Schrittschalters 11 an den Stufenkontakt legt, der mit der er-
(Sollwert der innerhalb der Verdrahtung 10 zu dieser 55 sten Anschlußklemme 1 der zu prüfenden Verdrah-Anschlußkiemme
führenden Verbindungen aufge- tung 10 verbunden ist. Gleichzeitig mit oder kurz nach
führt. diesem Rückstellbefehl sendet der Taktgeber über sei-
Die Spannung Ucmst der Konstantspannungs- nen Ausgang 236 ein Anfangssignal an den Lochquelle
15 ist in bezug auf den Summierer, welcher den streifenleser, der hierdurch den markierten ersten
durch die Summeneingangsklemme 12 fließenden 60 Sollwert auf dem zu einem unendlichen Band gekleb-Summenstrom
in eine proportionale Summenspan- ten Lochstreifen 29 sucht und abliest Damit stehen
nung umsetzt, so dimensioniert, daß die Anzahl der Istwert bzw. zugehöriger Sollwert an den ersten bzw.
mit dem digitalen oder dem analogen Spannungsmes- zweiten Eingängen des Vergleichers 24, der bei
ser gemessenen Einheiten (z. B. mV) der Anzahl der Gleichheit ein »Gut«-Signal abgibt; das Eintreffen
jeweils stromdurchflossenen Widerstände r und damit 65 dieses »Gut«-Signals in Eingang 22 des Taktgeber« 21
der Anzahl der innerhalb der Verdrahtung 10 zur je- ermöglicht die Aussendung weiterer Taktsignale an
weils geprüften Anschlußklemme führenden Verbin- den Ausgängen 23 α und 23 b des Taktgebers, durch
düngen entspricht welche sowohl der Schrittschalter 11 als auch der
bindung steht Der Ausgang des Summierers 13 liegt am Eingang eines digitalen Spannungsmessers 17,
dessen Bczugspotentialklemme ebenfalls mit der zweiten Hingangsklemme 14 des Summierers verbunden
ist Statt des digitalen Spannungsmessers 17 kann behelfsmäßig auch ein analoger Gleichspannungsmesser
19 angeschaltet sein. Auf Tabelle 18 ist für jede Anschlußklemme
der Verdrahtung 10 die Soll-Anzahl
rd
ililie
(7
ie
ililie
(7
ie
'g
O
η
u
O
η
u
Lochstreifenleser 28 um je einen Schritt weitergcschaltel werden, so daß die nächstfolgende Anschlußklemme
der Verdrahtung 10 geprüft wird. usw. In dieser Weise werden die Anschlußklemmen automatisch
hintereinander durchgeprüft, bis bei einer Abweichung des Istwertes vom Sollwert der Vergleichcr 24
ein je nach dem Vorzeichen der Abweichung verschieden beschaffenes Alarmsignal an den Alarmgeber 25
und an den Taktgeber 21 gibt, welches in jedem Falle über Eingang 22 den Taktgeber 21 in Haltestellung
versetzt und damit den Prüfvorgang unterbricht, so daß der Fehler und dessen durch das Vorzeichen der
Abweichung bestimmte Art notiert und/oder die fehlerhafte Verdrahtung markiert bzw. ausgeschieden
werden kann. Das Drücken einer Lösetaste 21 b de· Taktgebers setzt die Prüfung an der Unterbrechungsstelle
fort.
Beim dritten Ausführungsbcispiel (Fig. 4) erfolgt
die Prüfung ebenfalls automatisch, doch wird sie bei Auftreten einer Abweichung nicht unterbrochen, sondern
der Wert der Abweichung wird automatisch ausgedruckt; unabhängig davon ist heim dritten Ausführungsbeispiel
der Sollwerlspcicher kein Lochstreifen mit -leser, sondern eine bereits geprüfte Musterverdrahtung30,deren
Anschlußklemmen einerseits mit jeweils einem Stufenkontakt eines /weiten Schrittschalter
31 verbunden sind und andererseits über gleich große Widerstände r an einem weiteren, inversen Eingang
41 des Summierers 13' liegen, während die Anschlußklemmen der zu prüfenden Verdrahtung unabhängig
davon einerseits über gleich große Widerstände ;■ an einer Summcn-Eingangsklemme 12 des Summierers
13' liegen und andererseits an den Stufenkontakten eines ersten Stufenschalter II. Die zweite Eingangsklemme
14 des Summierers 13' ist über eine Konslantspannungsqucllc 15 mit den gemeinsamen
Koniakten 16 der Stufenschalter 11 und 31 verbunden,
ferner mit einem gemeinsamen Schaltmagneten 32 der Stufenschalter und mit einem zweiten Eingang
eines Nullindikators 36, dessen erster Eingang mit dem Ausgang 42 des Summierers 13 verknüpft ist, wobei
letzterer auch den Eingang eines Analog-Digital-Wandlers
38 bildet, dessen Digitalausgänge ein Teil der Informationseingänge eines Druckers 37 bilden.
Das andere Teil der Informationseingänge des Druckers bilden die Abfrageleitungen eines Zählers 35,
welcher von einem Taktgeber 33 über Leitung 33 b fortgeschaltet wird, und zwar gleichzeitig mit der
Fortschaltung der Schrittschalter 11 und 31 über eine
andere Ausgangsleitung 33 r des Taktgebers 33, die mit dem Schaltmagncten 32 Kontakt hat. Eine Ausgangsleitung
33 α des Taktgebers hat mit Setzeingängen des Zählers 35 Koniakt. Eine Signalleitung des
Druckers zur Auslösung des Druckbefehls ist mit dem Ausgang des Nullindikator 36 verbunden, an welchem
außerdem der Eingangeines Alarmgeber; liegen
kann.
Der Summierer 13' besteht im einzelnen aus einem
mit Hilfe eines Operationsverstärkers realisierten Summierverstärker 40, dessen Eingang direkt die
Sunimcneingangsklemme 12 des Summierers bildet. Der weitere, inverse Eingang 41 des Summierers 13'
ist über einen Umkehrverstärker 39 mit dem Eingang des Summierverstärkers 40 verbunden.
In einer Variante des dritten Ausführungsbeispieles (Fig. 5) enthält der Summierer 13" zwei Summierwiderstände
43 und 44, die je von der Summeneingangsklemme 12 und dem weiteren, inversen Eingang'
41 des Summierers zu dessen Bezugspotenlial geführt sind, und einen Differenzverstärker 45, dessen Ein-'
gänge mit den Fingungsklcmmen des Summierers
identisch sind.
Beim Drücken der Starttaste 34 des Taktgenerator 33 gibt dieser Riickseizsignale an den Zähler 35 und
an den Kontakt 16, wodurch der Zähler seine Stellung »1« annimmt und der gemeinsame Kontakt 16 der
Stufenschalter an jeweils den Stufenkontakt gelegt wird, der mit dem ersten Anschlußpunkt der Verdrahtungen
10 bzw. 31 verbunden ist. Darauffolgend \<>m Taktgeber über die Leitung 33 b und 33 c periodisch
abgegebene Taktimpulsc schallen jeweils gleichzeitig
den Zählet 35 und die Schrittschalter Il und 31 um
eine Stellung weiter, wodurch der Reihe nach siunihche
Anschlußklemmen der Verdrahtung lOdurdn:·
prüft werden, indem im Summierer 13' von den nh>
die Verdrahtung 10 durch die Summeneingan-
klemme 12 fließenden Summenströmen die über iv
Muslei verdrahtung 30 und den weiteren, inverse;·.
Eingang 41 fließenden Ströme abgezogen werden IW
am Ausgang 42 des Summierers auftretende Spa ■ nung ist der resultierenden Stromdifferenz proporti.·
nal. d. h. bei fehlerfreier Verdrahtung 10 gleich Nu; .
In diesem lall gibt auch der Nullindikator kein Sign.!
ab. Bei Abweichungen zwischen den Verdrahtung-10
und 30 zeigt Ausgang 42 bei der Prüfung von am Fehler beteiligten Anschlußpunkten eine von Null ve:
schiedene Differenz, welche über Nullindikator 36 ein
Alarm- und Druckbcfchlssignal erzeugt. Damit win!
die Nummer jeder an einem Fehler beteiligten Anschlußklemme
und die Anzahl der zu ihr in der zu priicnden Verdrahtung bestehender, fehlerhaften Vcr
bindungcn ausgedruckt, wobei ein Vorzeichen angibt,
ob es sich um zu viele oder zu wenig Verbindungen — also um beteiligte Kurzschlüsse oder Unterbrechungen—
handelt. Das Ausdrucken der Zahl der fehlerhaften Verbindungen erleichtert eine eventuelle
Fehlersuche.
Bei einer vereinfachten Anordnung gemäß dem dritten Ausfuhrungsbeispiel kann eine Bedienungsperson
die Funktionen des Taktgebers 34, des Zähler 35 und des Druckers 37 übernehmen, wodurch neben
einem rationelleren Prüfvorgang und einer einfacheren Bedienung als beim ersten Ausführungsbeispiel der
apparative Aufwand fast ebenso minimal ist wie dort.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
309 616/361
Claims (11)
1. Verfahren zur Prüfung einer zwischen einer Vielzahl von Anschlußklemmen vorhandenen, aus
einer Anzahl von Leitungsverbindungen bestehenden Verdrahtung, insbesondere einer sogenannten
Mutterkarte zur Verbindung der Anschlüsse von aufsteckbare Schaltungskarten aufnehmenden
Steckverbindungsleisten, auf fehlerhafte Kurzschlüsse und/oder Unterbrechungen, dadurch jo
gekennzeichnet, daß von allen zu prüfenden Anschlußklemmen (1... n) gleichzeitig bestehende,
gleiche Widerstände r aufweisende Verbindungen zu einer ersten Eingangsklemme (12) eines
Summierers (13) hergestellt werden, daß an einer zwehen Eingangsklemme (14) des Summierers der
eine Pol einer Konstantspannungsquelle (15) liegt, daß nacheinander zwischen die zweite Eingangsklemme
(14) des Summierers und die einzelnen zu prüfenden Anschlußklemmen die Konstantspannungsquellc
(15) angelegt wird, daß der sich dabei entsprechend der Anzahl der von der jeweils angeschalteten
Anschlußklemme ausgehenden Strompfade ergebende Summenstrom mit einem Sollwert verglichen wird, welcher der Anzahl der
bei einer fehlerfreien Verdrahtung von der betreffeivJcn
Anschlußklemme zu anderen Anschlußklemmen bestehenden Verbindungen entspricht,
und daß beim Auftreten einer Abweichung ein Fehlersignal ausgelöst wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß beim Auslösen eines Fehlersignals
Alarm gegeben und gegebenenfalls der Prüfvorgang unterbrochen wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß beim Auslösen eines Fehlersignals
die Prüfung weitergeführt und die Bezeichnung der die Abweichung zeigenden Anschlußklemme
sowie gegebenenfalls die Größe der Abweichung selbst ausgedruckt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Verdrahtungen
(Mutterkarten) nacheinander selbsttätig geprüft werden und bei Auftreten einer Abweichung die
fehlerhafte Verdrahtung (Mutterkarte) ausgeschieden wird.
5. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß mit den Anschlußklemmen (1... n) der zu
prüfenden Verdrahtung (Mutterkarte: 10) in Verbindung bringbarc Gegenkontakte einer gegebenenfalls
gleichzeitig eine Haltevorrichtung zur Aufnahme der Verdrahtung (Multerkarte) bildenden
Kontaktleiste einerseits über gleich große. Widerstände r mit der ersten Eingangsklemme
(12) des Summierers (13) und andererseits jeweils mit einem Stufenkontakt eines die Anschlußklemmen
nacheinander abtastenden Schrittschalters (16) verbunden sind, dessen gemeinsanier Kontakt
über eine Konstantspannungsquelle (15) mit der zweiten Eing.ingsklemme (14) des Summierers
verbunden ist, und die Ausgangsgröße des Summierers auf Abweichungen des vom Summenstrom
dargestellten, der jeweils abgetasteten Anschlußklemme zugeordneten Istwertes vom Sollwert
beobachtet wird.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgangsgröße des Summierers
unmittelbar einem Instrument (17) zugeführt ist, das eine der Anzahl der jeweils bestehenden
Strompfade proportionale Anzeige liefert.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß einem ersten Eingang eines
Vergleichers (24) nacheinander die jeweiligen Ausgangsgrößen des Summierers und einem zweiten
Eingang des Vergleichers nacheinander die den jeweils abgetasteten Anschlußklemmen zugeordneten
Sollwerte zugeführt werden und der Vergleicher bei von Null verschiedenen Vergleichsergebnissen
das Fehlersignal ausgibt.
8. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß der Summierer (13) einen weiteren, inversen Eingang (41) hat, dem nacheinander
die den jeweils abgetasteten Anschlußklemmen zugeordneten Sollwerte zugeführt werden
und der Summierer bei von Null verschiedener. Ausgangsgrößen das Fehlersignal abgibt.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch tv
kennzeichnet, daß die Sollwerte einem dieitak ,
Speicher, insbesondere einem Lochstreifen (2*> mit Lesegerät (28), nacheinander entnommen
werden und daß dem ersten Eingang des Verglc·- chers (24) ein Analog-Digital-Wandler (27) vorgeschaltet
ist.
H). Vorrichtung nach Anspruch 7 bzw. 8, da durch gekennzeichnet, daß die Sollwerte einem di
gitalen Speicher, insbesondere einem Lochstreifen (29) mit Lesegerät (28), nacheinander entnommen
werden und dem zweiten Eingang des Vergleichers (24) bzw. dem inversen Eingang des Summierers
ein Digital-Analog-Wandler (27) vorgeschaltet ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 5, 7 oder 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die Sollwerte unter Zuhilfenahme einer fehlerfreien Musterverdrahtung
(Musterkarte; 30) in gleicher Weise wie die Istwerte mittels eines synchron mit dem die Anschlußklemmen
der zu prüfenden Schaltung abtastenden Schrittschalters (11) betätigten weiteren
Schrittschalters (31) und eines mit den Anschlußklemmen der Musterverdrahtung über gleiche
Widerstandspfade verbundenen weiteren Summierers nacheinander gewonnen werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19691953785 DE1953785C (de) | 1969-10-25 | Verfahren und Vorrichtung zur Prüfung von Verdrahtungen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19691953785 DE1953785C (de) | 1969-10-25 | Verfahren und Vorrichtung zur Prüfung von Verdrahtungen |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1953785A1 DE1953785A1 (de) | 1971-05-13 |
| DE1953785B2 DE1953785B2 (de) | 1972-09-21 |
| DE1953785C true DE1953785C (de) | 1973-04-19 |
Family
ID=
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