DE19536480C1 - Antrieb für eine Einrichtung zum Ausgeben von Blattmaterial, insbesondere von Wertscheinen - Google Patents
Antrieb für eine Einrichtung zum Ausgeben von Blattmaterial, insbesondere von WertscheinenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Antrieb für eine Einrichtung zum Ausgeben von
Blattmaterial, insbesondere von Wertscheinen aus einem von
zwei Blattfächern an eine Sammelstation, mit jeweils einer
einem Blattfach zugeordneten, auf das jeweils vorderste Blatt
eines Blattstapels einwirkenden schrittmotorgetriebenen Ab
zugsrolle, mit der das jeweils abgezogene Blatt einer gleich
falls dem Blattfach zugeordneten schrittmotorgetriebenen
Transportrolle zugeführt wird, welche es einem beiden Blatt
fächern gemeinsamen Ausgabetransport zuführt.
Diese Einrichtung wird dazu verwendet, um z. B. Wertscheine,
wie Geldnoten, mit zwei unterschiedlichen Nennwerten einzeln
an die Sammelstation auszugeben. Dazu sind Wertscheine eines
Nennwertes jeweils in einem Blattfach gestapelt, und es wird
durch die diesem Blattfach zugeordnete Abzugs- und Transport
rolle immer nur ein einziger Geldschein vom jeweiligen Stapel
abgezogen und dem Ausgabetransport zugeführt. Offensichtlich
handelt es sich deshalb bei der Ausgabeeinrichtung für unter
schiedliche Wertscheinarten um ein Doppelmodul, bei dem zwei
Einzelmodule zum Ausgeben jeweils einer Wertscheinart über
einen gemeinsamen Ausgabetransport verbunden sind. Ein Ein
zelmodul enthält ein Blattfach und die diesem zugeordnete Ab
zugs- und Transportrolle.
Eine derartige Einrichtung ist aus dem europäischen Patent EP
0 161 742 bekannt. Bei der bekannten Einrichtung gibt es ei
nen einzigen Schrittmotor für den Antrieb der Abzugsrollen
und der Transportrollen beider Einzelmodule. Durch Umkehr der
Drehrichtung des Schrittmotors werden Wertscheine entweder
aus dem einen oder aus dem anderen Einzelmodul ausgegeben.
Die Wertscheine werden über einen jedem Einzelmodul zugeord
neten Zubringertransport einem gemeinsamen Ausgabetransport
zugeführt. Die Zubringertransportsysteme stehen einer kompak
ten Bauweise entgegen, da sie einen wesentlichen Anteil am
gesamten Bauraum eines Einzelmoduls haben und für ihre Aus
führung zusätzliche Bauteile notwendig sind.
Ein weiterer Nachteil der bekannten Einrichtung besteht
darin, daß die Einzelmodule und die Zubringertransporte nicht
gleichartig und damit nicht einfach aufgebaut sind. Damit
sind die Einzelmodule bzw. deren Bestandteile auch nicht aus
tauschbar, und der Fertigungsaufwand liegt höher als bei
gleichartigen Einzelmodulen.
Aufgabe der Erfindung ist es deshalb, eine Einrichtung zum
Ausgeben von Blattmaterial mit einfachem und kompaktem Aufbau
zu entwickeln.
Diese Aufgabe wird für eine Einrichtung eingangs genannter
Art gelöst durch einen Antrieb mit den kennzeichnenden Merkmalen
des Patentanspruchs 1. Vorteilhafte Weiterbildungen sind Gegen
stand der Unteransprüche.
Die Verwendung von zwei Schrittmotoren ermöglicht eine Inte
gration des jeweiligen Zubringertransportes in die zugehörige
Transportrolle eines Einzelmoduls, da Abzugs- und Transport
rolle optimal angetrieben werden können, ohne daß Beschrän
kungen durch den gleichzeitigen Antrieb von Abzugs- und
Transportrolle eines Einzelmoduls entstehen. Die Abzugsrolle
wird so lange gedreht, bis der vorderste Wertschein abgezogen
ist, und die Transportrolle dreht sich so lange, wie es für
einen sicheren Transport des abgezogenen Geldscheines zum
zentralen Ausgabetransport nötig ist. Durch diese Maßnahme
können separate Zubringertransporte entfallen, womit sich ei
ne kompaktere Bauweise ergibt. Durch das Einsparen von Bau
teilen für die Zubringertransporte wird ein einfacherer Auf
bau im Vergleich zum Stand der Technik erreicht und es ver
ringert sich weiterhin der Fertigungsaufwand.
Jeder der Schrittmotoren treibt jeweils eine Abzugsrolle und
die Transportrolle des jeweils anderen Blattfaches an. Da
durch läßt sich ein Schrittmotor jeweils einem Blattfach zu
ordnen, womit gleichartige Einzelmodule entstehen. Ein Ein
zelmodul enthält dabei ein Blattfach, eine Abzugsrolle, eine
Transportrolle und einen Schrittmotor.
Die beiden Einwegkupplungen ermöglichen jeweils eine dreh
feste Verbindung von treibendem Schrittmotor und Abzugsrolle
in einer Drehrichtung des Schrittmotors sowie einen Still
stand der Abzugsrolle bei entgegengesetzter Drehrichtung des
Schrittmotors. Diese Maßnahme ist erforderlich, da die beiden
Schrittmotoren zur unabhängigen Ansteuerung von Abzugsrolle
eines Blattfaches in der einen Drehrichtung und Transportrol
le des anderen Blattfaches in der anderen Drehrichtung ver
wendet werden und gewährleistet sein muß, daß sich bei einem
Ausgabevorgang aus einem Einzelmodul nur die diesem zugeord
nete Abzugsrolle dreht. Die Abzugsrolle des anderen Blattfa
ches dreht sich aufgrund der Einwegkupplungen auf kei
nen Fall, wenn sich die durch denselben Schrittmotor ange
triebene Transportrolle des Blattfaches, aus dem ausgegeben
werden soll, dreht. Würde sich die Abzugsrolle des anderen
Blattfaches mitdrehen, würde je nach Drehrichtung sonst aus
zwei Blattfächern gleichzeitig vereinzelt werden oder die Ab
zugsrolle die Wertscheine in dem anderen Blattfach durch eine
falsche Drehrichtung an der Wand des Blattfaches zusammen
schieben. Um solche Fehlfunktionen zu vermeiden, werden die
durch ihren einfachen Aufbau gekennzeichneten Einwegkupp
lungen verwendet.
Die weiteren zwei Einwegkupplungen verhindern,
daß sich beim Ausgeben aus einem Einzelmodul und der damit
verbundenen Drehung der Abzugsrolle die durch denselben
Schrittmotor angesteuerte Transportrolle des anderen Einzel
moduls mitdreht. Im Gegensatz zu den Abzugsrollen würde in
diesem Fall zwar keine Fehlfunktion auftreten, da der mitdre
henden Transportrolle keine Wertscheine zugeführt werden, je
doch ergibt sich ein erhöhter Verschleiß. Durch den Einbau
der weiteren Einwegkupplungen wird der Verschleiß durch
Abrieb an den mit den Transportrollen in Berührung stehenden
Materialien auf ein unbedingt notwendiges Maß begrenzt, da
sich eine Transportrolle nur so lange dreht, wie es zum
Transport eines Wertscheines notwendig ist. Insbesondere sind
diese Materialien gummierte Rollen mit hohem Reibwert, die
mit den Transportrollen in Berührung stehen.
Die Einrichtung nach der Erfindung kann man ergänzen durch zwei je
weils in unmittelbarer Nähe der Transportrollen angebrachte
Umlenkvorrichtungen zur Richtungsumkehr des Blattmaterials,
bevor es dem Ausgabetransport zugeführt wird. Die Umlenkvor
richtungen ermöglichen, daß der Abstand zwischen zwei Einzel
modulen eines Doppelmoduls und auch der Abstand zwischen Dop
pelmodulen nur etwa den Durchmesser einer Transportrolle hat,
da der Wertschein um etwa 180° umgelenkt wird, bevor er dem
zentralen Ausgabetransport zugeführt wird. Durch die Verrin
gerung des Abstandes zwischen verschiedenen Modulen wird eine
kompakte Bauweise erreicht. Da die Umlenkvorrichtungen wie
derum in jedem Einzelmodul gleichartig sind, ergeben sich
aufgrund des einfacheren Aufbaus im Vergleich zu verschiede
nen Einzelmodulen geringere Fertigungskosten.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im folgenden an
hand der Figuren erläutert. Dabei zeigen:
Fig. 1 die Seitenansicht eines Doppelmo
duls zum Ausgeben von Blattmaterial
aus zwei Blattfächern entlang des
Schnittes A-A in Fig. 2,
Fig. 2 die Vorderansicht des Doppelmoduls
in einer ersten Betriebsart, und
Fig. 3 die Vorderansicht des Doppelmoduls
in einer zweiten Betriebsart.
In den Fig. 1 bis 3 geben Pfeile ohne Bezugszeichen je
weils die Drehrichtung bzw. die Bewegungsrichtung an einem
bestimmten Bauteil an.
Fig. 1 zeigt die Seitenansicht eines Doppelmoduls 10 zum
Ausgeben von Blattmaterial entlang des Schnittes A-A entspre
chend der Fig. 2. Das Doppelmodul 10 besteht aus einem er
sten Einzelmodul 12 und einem zweiten Einzelmodul 14, die
durch einen gemeinsamen Ausgabetransport 16 verbunden sind,
mit dessen Hilfe das Blattmaterial, z. B. in Form von Geldno
ten, einzeln einer nicht dargestellten Sammelstation über ei
ne Ausgabe 18 zugeführt wird. Die Bestandteile des Doppelmo
duls 10 werden von einem Rahmen 20 getragen. Die beiden Ein
zelmodule 12 und 14 sind im wesentlichen gleich aufgebaut, so
daß im folgenden nur das erste Einzelmodul 12 beschrieben
wird und die jeweiligen Bestandteile des zweiten Einzelmoduls
14 dasselbe Bezugszeichen, jedoch mit einem hochgestellten
Strich, erhalten.
Die Geldnoten sind in einem Blattfach 22 in Form eines lie
genden Blattstapels 24 angeordnet und werden mit Hilfe eines
Andruckschiebers 26, auf dessen linker Seite sich ein An
druckgummi 28 befindet, gegen eine Abzugsrolle 30 an einem
Ausgang des Blattfaches 22 gedrückt. Die Abzugsrolle 30 ist
auf einer Abzugswelle 32 angebracht, an deren einem Ende sich
ein Abzugswellenzahnrad 34 befindet, das von einem Schrittmo
tor 36 über ein Ritzel 38 angetrieben wird. Die Abzugsrolle
32 hat eine griffige Oberfläche mit einem hohen Reibwert, so
daß die jeweils vorderste Geldnote 40 des Blattstapels 24 im
Blattfach 22 beim Einschalten des Schrittmotors 36 vom Blatt
stapel 24 durch Drehen der Abzugsrolle 30 abgezogen und einer
Transportrolle 42 zugeführt wird.
Die Transportrolle 42 des ersten Einzelmoduls 12 ist auf ei
ner Transportwelle 44 angebracht und wird über eine erste
Übertragung vom Schrittmotor 36′ des zweiten Einzelmoduls 14
angetrieben. Dadurch ist es möglich, die Abzugsrolle 30 unab
hängig von der Transportrolle 42 anzutreiben. Zu der genann
ten Übertragung gehört ein Riemen 46 (vgl. Fig. 2). Der un
abhängige Antrieb von Abzugsrolle 30 und Transportrolle 42
wird weiter unten im Zusammenhang mit der ersten Übertragung
anhand der Fig. 2 und 3 erläutert. In Fig. 1 ist ein Rie
men 48 dargestellt, der jedoch zu einer zweiten Übertragung
vom Schrittmotor 36 des ersten Einzelmoduls 12 zum zweiten
Einzelmodul 14 gehört.
Der Transportrolle 42 ist eine Gegenlaufrolle 50 zugeordnet,
die aus gummiertem Material mit hohem Reibwert besteht und
verhindert, daß mehrere Geldnoten gleichzeitig abgezogen wer
den. Dazu kann die Gegenlaufrolle 50 in eine gegenüber der
Transportrolle 42 gleichsinnige Drehung versetzt werden. Ihr
Antrieb ist in Fig. 1 nicht dargestellt. Um zu verhindern,
daß durch Doppel- oder Mehrfachabzüge mehrere Geldnoten vom
Blattstapel 24 abgezogen werden, ist weiterhin dem Einzelmo
dul 14 ein Haltekamm 52 zugeordnet, der an einem Halteelement
54 befestigt ist und dessen Ende so über der Transportrolle
42 angebracht ist, daß höchstens eine Geldnote von der Trans
portrolle 42 transportiert werden kann.
Beim Abziehen der vordersten Geldnote 40 vom Blattstapel 24
infolge einer Drehung der Abzugsrolle 30 wird diese so lange
gedreht, bis die Geldnote 40 zwischen die Transportrolle 42
und die Gegenlaufrolle 50 geschoben ist. Die Transportrolle
42 wird danach in Drehbewegung gesetzt und transportiert die
Geldnote 40 zum gemeinsamen Ausgabetransport 16. Dabei er
folgt eine 180°-Umlenkung der Geldnote 40 mit Hilfe einer
Leitfläche 56. Zum Erzielen einer zuverlässigen Mitnahme der
Geldnoten des Blattstapels 24 durch die Transportrolle 42 ist
eine kleine Transportrolle 58 im Bereich des Krümmungsanfangs
der Leitfläche 56 angebracht.
Im Bereich der Leitfläche 56 ist dem Einzelmodul 12 eine
Lichtschranke, bestehend aus Sendeelement 60 zum Senden eines
Lichtstrahls und einem Sensor 62 zum Empfangen des vom Sende
element 60 ausgesendeten Lichtstrahls zugeordnet. Die Signale
des Sensors 62 können für die Steuerung der Schrittmotoren 36
und 36′ verwendet werden. So kann z. B. der Schrittmotor 36
für den Antrieb der Abzugsrolle 30 abgeschaltet werden, wenn
die Geldnote 40 den Lichtstrahl des Sendeelements 60 unter
bricht. Das Stoppen der Transportrolle 42 kann erfolgen, wenn
das Ende der Geldnote 40 den Lichtstrahl des Sendeelementes
60 in Richtung auf den Sensor 62 wieder freigibt, nachdem die
Geldnote 40 die Leitfläche 56 verlassen hat.
Beim Verlassen der Leitfläche 56 wird die Geldnote 40 durch
die Transportrolle 42 noch so lange transportiert, bis sie
vom gemeinsamen Ausgabetransport 16 erfaßt wird. Der gemein
same Ausgabetransport 16 besteht aus zwei Förderbändern 64
und 66 (vgl. Fig. 2). Die Förderbänder 64 und 66 werden
durch Führungsrollen 68, 70 und 72 geführt. Die Führungsrolle
68 wird über einen nicht dargestellten Antrieb in Drehung
versetzt und treibt somit die auf ihr befestigten Förderbän
der 64 und 66 in der in der Fig. 1 eingezeichneten Richtung
an. Die Führungsrollen 68, 70 und 72 sind jeweils auf einer
Führungswelle 74, 76 bzw. 78 befestigt. An der Führungswelle
74 befindet sich ein Antriebsrad 80 (vgl. Fig. 2) für den
Antrieb der Führungswelle 74. Die Förderbänder 64 und 66 wer
den durch eine Spannrolle 82 gespannt. Zum zentralen Ausgabe
transport 16 gehören weiterhin Andruckelemente 84 und 86, die
jeweils den Einzelmodulen 12 und 14 zugeordnet sind und durch
ihre Wölbung verhindern, daß die einzelnen Geldnoten beim
Transport in vertikaler Richtung den Kontakt zu den Förder
bändern 64 und 66 verlieren.
Fig. 2 zeigt die Vorderansicht des Doppelmoduls 10 in einer
ersten Betriebsart, bei der aus dem ersten Einzelmodul 12
ausgegeben wird, da sich die Schrittmotoren 36 und 36′ bei
entsprechender Ansteuerung gegensinnig in den dargestellten
Drehrichtungen drehen. Im ersten Einzelmodul 12 gibt es zwei
Einwegkupplungen 88 und 90, die die Eigenschaft haben, eine
Drehbewegung nur in einer Drehrichtung zu übertragen, und in
der anderen Drehrichtung leerlaufen. Die Freilaufkupplung 88
befindet sich zwischen Abzugsrolle 30 und Abzugswelle 32. Sie
sperrt, wenn wie in Fig. 2 dargestellt, aus dem ersten Ein
zelmodul 12 ausgegeben wird, und sich die Abzugswelle 32 und
mit ihr die Abzugsrolle 30 in der durch einen Drehrichtungs
pfeil dargestellten Weise, angetrieben vom Schrittmotor 36
über das Ritzel 38 und das Abzugswellenzahnrad 34, dreht.
Die Einwegkupplung 90 befindet sich zwischen der Transport
welle 44 und einer Riemenscheibe 92, die vom Riemen 46 ange
trieben wird. Die Einwegkupplung 90 überträgt eine Drehbe
wegung der Riemenscheibe 92 nur in der in Fig. 2 dargestell
ten ersten Betriebsart auf die Transportwelle 44, die sich in
der wiederum durch einen Drehrichtungspfeil angegebenen Rich
tung dreht. Die Einwegkupplung 90, die Riemenscheibe 92 und
der Riemen 46 sind Bestandteile der bereits erwähnten ersten
Übertragung vom zweiten Einzelmodul 14 zum Antreiben der
Transportwelle 44. Dabei ist die Riemenscheibe 92 der Drehmo
mentenabtrieb. Der Drehmomentenantrieb der ersten Übertragung
soll nicht explizit erläutert werden, da sich ein äquivalen
ter Drehmomentenantrieb ebenfalls auf der Transportwelle 44
befindet, der jedoch Bestandteil der zweiten Übertragung vom
ersten Einzelmodul 12 zum zweiten Einzelmodul 14 ist.
Zur zweiten Übertragung gehört der bereits erwähnte Riemen
48, der von einer Riemenscheibe 94 angetrieben wird. Die Rie
menscheibe 94 ist mit einem Transportwellenzahnrad 96 dreh
fest verbunden und bildet mit diesem eine Einheit 94, 96. Die
Einheit 94, 96 ist auf der Transportwelle 44 mit Hilfe eines
Kugellagers 98 leer laufend gelagert und wird über das Abzugs
wellenzahnrad 34 angetrieben, das in das Transportwellenzahn
rad 96 eingreift. Die zweite Übertragung überträgt in der er
sten Betriebsart jedoch kein Drehmoment zum zweiten Einzelmo
dul 14 und wird deshalb in ihrer Funktionsweise bezüglich der
Betriebsart erst in der Fig. 3 erläutert.
Der Ausgabevorgang in der ersten Betriebsart erfolgt z. B. als
Reaktion auf eine Anforderung, die von einer bekannten Mikro
prozessorsteuerung bearbeitet wurde. Der Mikroprozessor ar
beitet ein gespeichertes Steuerungsprogramm ab und soll beim
Abarbeiten eine Geldnote 40 eines im Blattfach 22 des ersten
Einzelmoduls 12 vorhandenen Nennwertes ausgeben. Dazu wird
der Schrittmotor 36 so angesteuert, daß er sich in einer
Drehrichtung, die in Fig. 2 durch einen Pfeil auf dem Ritzel
38 angegeben ist, dreht. Nach dem oben gesagten beginnt sich,
da der Freilauf 88 sperrt, auch die Abzugsrolle 30 zu drehen
und zieht aufgrund des Kraftschlusses mit der Geldnote 40
diese vom Stapel 24 ab, bis sich der Anfang der Geldnote 40
zwischen Transportrolle 42 und Gegenlaufrolle 50 schiebt und
schließlich den Lichtstrahl des Sendeelementes 60 unter
bricht. Das dabei entstehende Signal am Sensor 62 veranlaßt
die Mikroprozessorsteuerung, die Drehung des Schrittmotors 36
und damit den Abzugsvorgang zu beenden und gleichzeitig die
Transportrolle 42 durch eine entsprechende Ansteuerung des
Schrittmotors 36′ in Drehbewegung zu versetzen. Der Drehmo
mentenfluß vom Schrittmotor 36′, der sich gegensinnig zum
Schrittmotor 36 dreht, über die erste Übertragung zur Trans
portrolle 42 ist in Fig. 2 durch eine Strichpunktlinie dar
gestellt. Dabei wird die Drehmomentenantriebsseite der ersten
Übertragung im Gegensatz zur bereits erläuterten zweiten
Übertragung nicht über das entsprechende Abzugswellenzahnrad
34′ am schrittmotornahen Ende der Abzugswelle 32′ realisiert,
sondern durch ein weiteres Abzugswellenzahnrad 100 am entge
gengesetzten Ende der Abzugswelle 32′, deren Drehrichtung
durch einen Drehrichtungspfeil dargestellt wird.
Die Mikroprozessorsteuerung steuert den Schrittmotor 36′, der
die Transportrolle 42 dreht, so lange an, bis die kraft
schlüssig mit der Transportrolle 42 verbundene Geldnote 40
entlang der Leitfläche 56 dem zu dieser Zeit transportieren
den Ausgabetransport 16 zugeführt wird und das Ende der Geld
note 40 den Lichtstrahl des Sendeelementes 60 auf den Sensor
62 wieder freigibt. Der Ausgabetransport 16 transportiert die
Geldnote 40 durch Kraftschluß mit den Förderbändern 64 und 66
in Richtung Ausgabe 18. Dort kann die Geldnote 40 direkt ei
ner Sammelstation oder weiteren in Transportrichtung vor der
Sammelstation liegenden Doppelmodulen bzw. deren Ausgabe
transporten zugeführt werden. Wenn der Ausgabevorgang beendet
ist, schaltet die Mikroprozessorsteuerung den Ausgabetrans
port 16 ab.
Die Freilaufkupplungen 88′ und 90′ des zweiten Einzelmoduls
14 sind in der in Fig. 2 dargestellten ersten Betriebsart
freigeschaltet. Somit überträgt die Einwegkupplung 88′ die
Bewegung der Abzugswelle 32′ nicht auf die Abzugsrolle 30′.
Auch die Einwegkupplung 90′ überträgt die Drehbewegung der
Riemenscheibe 92′ nicht auf die Transportwelle 44′. Der
Schrittmotor 36′ bewegt demzufolge nur die Transportrolle 42
des ersten Einzelmoduls 12 in der oben angegebenen Art und
Weise.
Fig. 3 zeigt die Vorderansicht des Doppelmoduls 10 in einer
zweiten Betriebsart, bei der aus dem zweiten Einzelmodul 14
ausgegeben wird. Die Schrittmotoren 36 und 36′ werden im Ver
gleich zu der in Fig. 2 dargestellten ersten Betriebsart so
angesteuert, daß sie sich jeweils in umgekehrter Drehrichtung
drehen. Dadurch erfolgt die Ausgabe nunmehr nicht aus dem er
sten Einzelmodul 12, sondern aus dem zweiten Einzelmodul 14.
Der Ausgabevorgang in der zweiten Betriebsart erfolgt, wenn
der Mikroprozessor beim Abarbeiten des Steuerprogrammes z. B.
eine Geldnote 40′ mit dem im Einzelmodul 14 vorhandenen Nenn
wert ausgeben muß in der oben angegebenen Weise, wobei jedoch
erst der Schrittmotor 36′ für den Abzugsvorgang mit Hilfe der
Abzugsrolle 30′ und danach der Schrittmotor 36 für den Trans
port der Geldnote 40′ mit Hilfe der Transportrolle 42′ in
Drehbewegung versetzt wird. Die Mikroprozessorsteuerung steu
ert in der zweiten Betriebsart die Schrittmotoren 36 und 36′
in Abhängigkeit von den Signalen des Sensors 60′. Der Drehmo
mentenfluß vom Schrittmotor 36 über die zweite Übertragung
zur Transportrolle 42′ ist in Fig. 3 durch eine Strichpunkt
linie dargestellt, wobei die Drehrichtung der Abzugswelle 32
durch einen Drehrichtungspfeil angegeben sind.
Die Einwegkupplungen 88 und 90 des ersten Einzelmoduls 12
sind in der zweiten Betriebsart freigeschaltet. Die Einweg
kupplung 88′ des zweiten Einzelmoduls 14 ist gesperrt und
überträgt die durch einen Drehrichtungspfeil verdeutlichte
Drehung der Abzugswelle 32′ auf die Abzugsrolle 30′. Die
Einwegkupplung 90′ ist ebenfalls gesperrt und überträgt die
Drehung der Riemenscheibe 92′ auf die Transportwelle 44′ und
die mit ihr starr verbundene Transportrolle 42′ entsprechend
dem Drehrichtungspfeil auf der Transportwelle 44′.
Bezugszeichenliste
10 Doppelmodul
12 erstes Einzelmodul
14 zweites Einzelmodul
16 Ausgabetransport
18 Ausgabe
20 Rahmen
22, 22′ Blattfach
24, 24′ Blattstapel
26, 26′ Andruckschieber
28, 28′ Andruckgummi
30, 30′ Abzugsrolle
32, 32′ Abzugswelle
34, 34′ Abzugswellenzahnrad
36, 36′ Schrittmotor
38, 38′ Ritzel
40, 40′ vorderste Geldnote
42, 42′ Transportrolle
44, 44′ Transportwelle
46 Riemen
48 Riemen
50, 50′ Gegenlaufrolle
52, 52′ Haltekamm
54, 54′ Halteelement
56, 56′ Leitfläche
58, 58′ kleine Transportrolle
60, 60′ Sendeelement
62, 62′ Sensor
64, 66 Förderband
68, 70, 72 Führungsrolle
74, 76, 78 Führungswelle
80 Antriebsrad
82 Spannrolle
84, 86 Andruckelement
88, 88′ Einwegkupplung
90, 90′ Einwegkupplung
92, 92′ Riemenscheibe
94, 94′ Riemenscheibe
96, 96′ Transportwellenzahnrad
98, 98′ Kugellager
100 weiteres Abzugswellenzahnrad
12 erstes Einzelmodul
14 zweites Einzelmodul
16 Ausgabetransport
18 Ausgabe
20 Rahmen
22, 22′ Blattfach
24, 24′ Blattstapel
26, 26′ Andruckschieber
28, 28′ Andruckgummi
30, 30′ Abzugsrolle
32, 32′ Abzugswelle
34, 34′ Abzugswellenzahnrad
36, 36′ Schrittmotor
38, 38′ Ritzel
40, 40′ vorderste Geldnote
42, 42′ Transportrolle
44, 44′ Transportwelle
46 Riemen
48 Riemen
50, 50′ Gegenlaufrolle
52, 52′ Haltekamm
54, 54′ Halteelement
56, 56′ Leitfläche
58, 58′ kleine Transportrolle
60, 60′ Sendeelement
62, 62′ Sensor
64, 66 Förderband
68, 70, 72 Führungsrolle
74, 76, 78 Führungswelle
80 Antriebsrad
82 Spannrolle
84, 86 Andruckelement
88, 88′ Einwegkupplung
90, 90′ Einwegkupplung
92, 92′ Riemenscheibe
94, 94′ Riemenscheibe
96, 96′ Transportwellenzahnrad
98, 98′ Kugellager
100 weiteres Abzugswellenzahnrad
Claims (4)
1. Antrieb für eine Einrichtung zum Ausgeben von Blattmate
rial (24, 24′), insbesondere von Wertscheinen, aus einem
von zwei Blattfächern (22, 22′) an eine Sammelstation,
mit jeweils einer einem Blattfach (22, 22′) zugeordneten,
auf das jeweils vorderste Blatt (40, 40′) eines Blatt
stapels einwirkenden schrittmotorgetriebenen Abzugsrolle
(30, 30′), mit der das jeweils abgezogene Blatt einer
gleichfalls dem Blattfach (22, 22′) zugeordneten
schrittmotorgetriebenen Transportrolle (42, 42′) zuge
führt wird, welche es einem beiden Blattfächern (22, 22′)
gemeinsamen Ausgabetransport (16) zuführt, gekennzeichnet
durch zwei jeweils in beiden Drehrichtungen antreibbare
Schrittmotore (36, 36′),
wobei der erste Schrittmotor (36) getrieblich über eine erste Einwegkupplung (88) mit der Abzugsrolle (30) des ersten Blattfachs (22) und über eine weitere Einwegkupp lung (90′) mit der Transportrolle (42′) des zweiten Blattfachs (22′) verbunden ist,
der zweite Schrittmotor getrieblich über eine zweite Ein wegkupplung (88′) mit der Abzugsrolle (30′) des zweiten Blattfachs (22′) und über eine zweite weitere Einwegkupp lung (90) mit der Transportrolle (42) des ersten Blatt fachs (22) verbunden ist,
und wobei die beiden Schrittmotoren (36, 36′) beim Ausge ben gegensinnig angetrieben werden.
wobei der erste Schrittmotor (36) getrieblich über eine erste Einwegkupplung (88) mit der Abzugsrolle (30) des ersten Blattfachs (22) und über eine weitere Einwegkupp lung (90′) mit der Transportrolle (42′) des zweiten Blattfachs (22′) verbunden ist,
der zweite Schrittmotor getrieblich über eine zweite Ein wegkupplung (88′) mit der Abzugsrolle (30′) des zweiten Blattfachs (22′) und über eine zweite weitere Einwegkupp lung (90) mit der Transportrolle (42) des ersten Blatt fachs (22) verbunden ist,
und wobei die beiden Schrittmotoren (36, 36′) beim Ausge ben gegensinnig angetrieben werden.
2. Antrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
weitere Einwegkupplung (90, 90′) auf einer die Trans
portrolle (42, 42′) eines der Blattfächer (22, 22′) tra
genden Transportwelle (44, 44′) angeordnet ist und mit
einer die Abzugsrolle (30, 30′) des anderen Blattfaches
(22, 22′) tragenden Abzugswelle (32, 32′) in Antriebsver
bindung steht.
3. Antrieb nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß auf
den Transportwellen (44, 44′) zwei sie verbindende An
triebsriemen (46, 48) angeordnet sind, die jeweils die
weitere Einwegkupplung (90, 90′) antreiben und auf der
jeweils anderen Transportwelle (44, 44′) leerlaufend mit
der Abzugswelle (32, 32′) getrieblich gekoppelt sind.
4. Antrieb nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß zur
Kopplung zwischen Abzugswelle (32, 32′) und Antriebsrie
men (46, 48) eine den Antriebsriemen (46, 48) tragende
Riemenscheibe (94, 94′) mit einem durch die Abzugswelle
(32, 32′) angetriebenen Zahnrad (96, 96′) drehfest ver
bunden ist, wobei die Riemenscheibe (94, 94′) und das
Zahnrad (96, 96′) auf der Transportwelle (44, 44′) leer
laufen.
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