DE19535144A1 - Kältegerät - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Kältegerät mit wenigstens zwei
innerhalb seines Gehäuses angeordneten, thermisch voneinan
der getrennten Gefrierfächern, von denen jedes von einem
Verdampfer gekühlt ist, welchem über eine Verbindungsleitung
strömungstechnisch miteinander verbunden sind und welche
über eine Steuereinrichtung mit Kältemittel beaufschlagbar
sind.
Bei frischen Nahrungsmitteln, welche durch Eingefrieren über
eine längere Zeitdauer konserviert werden sollen, ist man
darauf bedacht, diese möglichst umgehend einem Gefrierprozeß
zu unterziehen. Um zu vermeiden, daß das Gefriergut während
des Eingefriervorganges aufgrund einer ungenügenden Gefrier
geschwindigkeit Qualitätseinbußen, z. B. in Form einer ge
schmacklichen Beeinträchtigung erleidet, ist für ein mög
lichst rasches Gefrieren des Gefriergutes Sorge zu tragen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Gefriergerät
gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1 derart auszubilden,
daß die Gefriergeschwindigkeit für Gefriergut auf einfache
Weise deutlich erhöht ist.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß
die Gefrierfächer mit unterschiedlichem Nutzinhalt ausge
stattet sind, wobei der zur Kühlung des Gefrierfaches mit
dem größeren Nutzinhalt dienende Verdampfer durch eine in
der Verbindungsleitung angeordnete Absperreinrichtung aus
dem Kältemittelfluß auskoppelbar ist und als Reservoir für
flüssiges Kältemittel dient.
Durch die erfindungsgemäße Lösung ist auf einfache Weise die
Möglichkeit geschaffen, den zur Kühlung des Gefrierfaches
mit dem geringeren Nutzinhalt dienenden Verdampfer mit dem
für beide Verdampfer ausgelegten Verdichter zu betreiben,
wodurch infolge des an sich für diesen Verdampfer überdimen
sionalen Verdichters der Verdampfungsdruck und somit die
Verdampfungstemperatur in dem zur Kühlung des Gefrierfaches
mit dem geringeren Nutzinhalt dienenden Verdampfers deutlich
absinkt. Dadurch ist die Kälteleistung dieses Verdampfers
deutlich gesteigert und somit ein wesentlich rascheres
Durchgefrieren von frisch eingelegtem Gefriergut möglich.
Ferner ergibt sich für das Gefrierfach mit dem geringeren
Nutzinhalt bei gleicher Wärmeisolation dieses Faches ein ge
ringerer Wärmeeinfall, wodurch ebenfalls die Verdampfungs
temperatur absinkt und somit die Kälteleistung des Verdamp
fers gesteigert ist.
Für die Kälteleistung gilt folgende Gleichung:
Q = K · A · Δ T
* Q = Kälteleistung [W]
K = Wärmedurchgangszahl [W/m²K]
A = Kontaktfläche Gefriergerät zu den Wärmetauschflächen [m²]
Δ T = Temperaturdifferenz zwischen der Gefrierware und dem zu verdampfenden Kältemittel.
K = Wärmedurchgangszahl [W/m²K]
A = Kontaktfläche Gefriergerät zu den Wärmetauschflächen [m²]
Δ T = Temperaturdifferenz zwischen der Gefrierware und dem zu verdampfenden Kältemittel.
Die Kälteleistung für das gesamte Gefriergerät ist dabei so
ausgelegt, daß für das Gesamtgerät der nach Norm günstigste
Energieverbrauch erzielt ist. Hierbei ist der Verdichter so
ausgewählt, daß er bei den durch Normvorschriften vorgegebe
nen Bedingungen mit einem günstigen Wirkungsgrad arbeitet.
Die Kältemittelmenge wird ebenfalls auf einen optimalen
Energieverbrauch abgestimmt. Ferner sind die beiden Gefrier
fächer des Gefriergerätes gleichzeitig nebeneinander be
treibbar. Außerdem wird durch die Separierung der sich in
dem zur Kühlung des Gefrierfaches größeren Nutzinhaltes die
nenden Verdampfer befindliche Kältemittel vermieden, daß der
Verdichter flüssiges Kältemittel ansaugen kann und somit
Schaden nimmt.
Besonders zweckmäßig und zeitoptimal ansteuerbar ist eine
Absperreinrichtung, wenn nach einer vorteilhaften Ausgestal
tung des Gegenstandes der Erfindung vorgesehen ist, daß als
Ansperreinrichtung ein elektrisch ansteuerbares Absperrven
til dient.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform des Gegenstandes der
Erfindung ist vorgesehen, daß das Absperrventil in der Ver
bindungsleitung im wesentlichen zeitgleich mit dem Steuer
mittel bei dessen Ansteuerung des Verdampfers im Gefrierfach
geringeren Nutzinhaltes von seinem Durchlaßbetrieb in seinen
Sperrbetrieb umschaltet.
Durch eine solche Lösung ist sichergestellt, daß lediglich
noch die zu einem Betrieb des Verdampfers zur Kühlung des
Gefrierfaches geringeren Nutzinhaltes notwendige Kältemittel
im Kältekreis verbleibt, wobei sich die Kältemittelmenge in
etwa gleichmäßig auf beide Verdampfer verteilt hat, wenn
sich der Verdichter für einen gewissen Zeitabschnitt in Dau
erbetrieb befunden hatte.
Entsprechend einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des
Gegenstandes der Erfindung ist vorgesehen, daß die Verbin
dungsleitung an den zur Kühlung des Gefrierfaches mit gerin
gerem Nutzinhalt dienendem Verdampfer bei wenigstens 50%
von dessen kältetechnisch wirksamen Verdampferfläche strö
mungstechnisch angebunden ist.
Auf diese Weise läßt sich für das Gefrierfach geringeren
Nutzinhaltes während des Normalbetriebes des Gefriergerätes,
in welchem sich beide Gefrierfächer im Kältekreislauf befin
den, noch eine ausreichende Kühlung, beispielsweise für ein
**-Gefrierfach erzeugen.
Entsprechend einer nächsten bevorzugten Ausführungsform des
Gegenstandes der Erfindung ist vorgesehen, daß die Ankopp
lung der Verbindungsleitung an den zur Kühlung des Gefrier
faches geringeren Nutzinhaltes dienenden Verdampfer am zu
laufseitigen Abschnitt seiner Verdampferfläche angeordnet
ist.
Durch eine derartige Ankopplung der Verbindungsleitung las
sen sich während des Normalbetriebes, bei welchem sich die
Verdampfer beider Gefrierfächer im Kältekreislauf befinden,
ausreichend tiefe Temperaturen erzeugen, so daß das Gefrier
fach geringeren Nutzinhaltes auch während des Normalbetrie
bes als ***-Gefrierfach oder ****-Gefrierfach Anwendung fin
den kann.
Eine zusätzliche Steigerung der Kälteleistung und somit der
Einfriergeschwindigkeit im Gefrierfach geringeren Nutzinhal
tes ergibt sich, wenn nach einer weiteren vorteilhaften Aus
gestaltung des Gegenstandes der Erfindung vorgesehen ist,
daß im Gefrierfach geringerem Nutzinhaltes ein Ventilator
angeordnet ist, welcher bei der Ansteuerung des in diesem
Gefrierfach befindlichen Verdampfers durch das Steuermittel
in Betrieb genommen wird.
Fertigungstechnisch besonders günstig aufbaubar ist das Ver
dampfersystem, wenn nach einer nächsten vorteilhaften Ausge
staltung des Gegenstandes der Erfindung vorgesehen ist, daß
dem zur Kühlung der Gefrierfächer dienenden Verdampfer in
Strömungsrichtung des vom Verdichter angetriebenen Kältemit
tels je eine zu dessen Druckreduzierung dienende Drosselein
richtung vorgeschaltet ist, welche im wesentlichen ein iden
tisches Durchflußvolumen pro Zeiteinheit aufweisen.
Eine besonders hohe Kälteleistung weist der zur Kühlung des
Gefrierfaches größeren Nutzinhaltes dienende Verdampfer auf,
wenn nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des Ge
genstandes der Erfindung vorgesehen ist, daß die Ankopplung
der Verbindungsleitung an den zur Kühlung des Gefrierfaches
größeren Nutzinhaltes dienendem Verdampfer am auslaßseitigen
Abschnitt einer Verdampferfläche angeordnet ist.
Auf besonders einfache Weise mit einem geringen Aufwand von
der Steuerung des Kältemittels dienenden Steuermittel sind
beide Gefrierfächer des Gefriergerätes betreibbar, wenn nach
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des Gegenstandes
der Erfindung vorgesehen ist, daß der zur Kühlung des Ge
frierfaches größeren Nutzinhaltes dienende Verdampfer bei
seiner Ansteuerung durch das Steuermittel dem anderen Ver
dampfer in Reihenschaltung vorgeschaltet und mit diesem über
die Verbindungsleitung strömungstechnisch verbunden ist.
Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des Gegen
standes der Erfindung ist vorgesehen, daß die Verdampfer zur
Kühlung der Gefrierfächer als Drahtrohrverdampfer mit in
verschiedenen Höhenlagen angeordneten Verdampferetageren
ausgebildet sind.
Durch eine derartige Lösung ist eine besonders günstige Käl
teübertragung auf das Gefriergut gewährleistet.
Besonders platzsparend sind die zur Kühlung der Gefrierfä
cher dienenden Verdampfer ausbildbar, wenn nach einer alter
nativen Ausgestaltung des Gegenstandes der Erfindung vorge
sehen ist, daß die Verdampfer zur Kühlung der Gefrierfächer
als Verdampferplatinen ausgebildet sind.
Gemäß einer letzten bevorzugten Ausführungsform des Gegen
standes der Erfindung ist vorgesehen, daß das Gefrierfach
mit dem geringeren Nutzinhalt im Gehäuse des Gefriergerätes
über dem Gefrierfach mit dem größeren Nutzinhalt angeordnet
ist.
Eine Lösung gemäß diesen Merkmalen hat den Vorteil, daß ne
ben einer erleichterten Beschickung des zum rascheren Ausge
frieren des Gefriergutes dienenden Gefrierfaches geringeren
Nutzinhaltes eine deutlich günstigere Zugriffsmöglichkeit
zur Kontrolle über den Ausgefrierzustand des Gefriergutes
geschaffen ist.
Die Erfindung ist in der nachfolgenden Beschreibung anhand
eines in der beigefügten Zeichnung vereinfacht dargestellten
Ausführungsbeispieles erläutert. Es zeigen.
Fig. 1 einen Haushalts-Gefrierschrank in schematischer
Darstellung mit zwei thermisch voneinander ge
trennten, einen unterschiedlichen Nutzinhalt auf
weisenden Gefrierfächern, mit darin angeordneten
Verdampfern und einen zu deren Versorgung mit
Kältemittel dienenden Kältekreis mit einem Ma
gnetventil in einer ersten, beide Verdampfer in
Reihenschaltung mit Kältemittel beaufschlagenden
Arbeitsstellung und
Fig. 2 den Haushalts-Gefrierschrank gemäß Fig. 1, jedoch
das Magnetventil in seiner zweiten, lediglich dem
Verdampfer im Gefrierfach geringeren Nutzinhaltes
mit Kältemittel beaufschlagenden Arbeitsstellung.
In Fig. 1 ist ein rein schematisch dargestellter Haushalts-Gefrierschrank 10
gezeigt, in dessen wärmeisolierendem Ge
häuse 11 zwei übereinander angeordnete Gefrierfächer 12 und
13 vorgesehen sind. Diese sind durch einen wärmeisolierend
ausgebildeten Zwischenboden 14 thermisch voneinander ge
trennt und weisen einen unterschiedlich großen Nutzinhalt
auf, wobei das mit dem geringeren Nutzinhalt ausgestattete
Gefrierfach 12 obenliegend angeordnet ist.
Der Haushalts-Gefrierschrank 10 ist mit einer Kälteanlage 15
ausgestattet, welche einen zur gleichzeitigen Kühlung der
beiden Gefrierfächer 12 und 13 ausgelegten Kältemittelver
dichter 16 aufweist. An den Kältemittelverdichter 16 ist
druckseitig ein Verflüssiger 17 angeschlossen, welcher aus
gangsseitig mit einem als Steuermittel dienen, elektrisch
ansteuerbaren 3/2-Wegemagnetventil 18 verbunden ist. Das Ma
gnetventil 18, welches durch eine elektronische Auswerte
schaltung in Abhängigkeit der im Gefrierfach 13 herrschenden
Temperatur angesteuert und in zwei unterschiedliche Arbeits
stellungen I und II bringbar ist, weist an seinen beiden
Ausgängen je ein zur Druckreduzierung des vom Verflüssiger
17 zuströmenden flüssigen Kältemittels dienende Drosselrohre
19 und 20 auf, welche spiralenartig ausgebildet sind und
welche einen identischen Durchflußwiderstand für flüssiges
Kältemittel aufweisen. Das Drosselrohr 19 ist der Zulaufsei
te eines als Verdampferplatine ausgebildeten, im Gefrierfach
12 angeordneten Verdampfers 21 vorgesehen, dessen Kältemit
tel-Kanalanordnung 22 in Windungen auf der Verdampferplatine
ausgebildet ist. Der Verdampfer 21 ist ausgangsseitig mit
der Saugseite des Kältemittelverdichters 16 verbunden und
weist auf seiner dem Drosselrohr 19 zugewandten Einlaufseite
eine nahe seiner nicht dargestellten Kältemittel-Einspritz
stelle angeordnete Anschlußstelle 23 auf. Diese dient zur
strömungstechnischen Anbindung der Kältemittel-Kanalanord
nung 22 des Verdampfers 21 an eine Verbindungsleitung 24,
deren Durchflußquerschnitt durch eine als elektrisch ansteu
erbares Absperrventil 25 ausgebildete Absperreinrichtung ab
sperrbar ist. Durch den kältetechnischen Anschluß der Ver
bindungsleitung 24 an die Kältemittel-Kanalanordnung 22 des
Verdampfers 21 ist flüssiges Kältemittel aus der Verbin
dungsleitung 24 nahezu über 100% der kältetechnisch wirksa
men Verdampferfläche des Verdampfers 21 geführt, so daß eine
hohe Kälteleistung für diesen erzeugt ist. Der Verdampfer 21
ist über die Verbindungsleitung 24 mit einem im Gefrierfach
13 angeordneten, ebenso platinenartig ausgebildeten Verdamp
fer 26 strömungstechnisch verbunden. Zum Anschluß der Ver
bindungsleitung 24 an den Verdampfer 26 ist am auslaufseiti
gen Ende seiner Kältemittel-Kanalanordnung 27 eine Anschluß
stelle 28 vorgesehen, während das einlaufseitige Ende der
Kältemittel-Kanalanordnung 27 mit dem Drosselrohr 20 verbun
den ist.
In den Fig. 1 und 2 sind durch verstärkt ausgezogene Li
nien unterschiedliche Betriebszustände des Haushalts-Ge
frierschrankes 10 und der Kälteanlage 15 dargestellt, wobei
der in Fig. 1 gezeigte Betriebszustand den Normalbetrieb
zeigt, in welchem das Magnetventil 18 in seiner Arbeitsstel
lung II und das Absperrventil 25 in seinem Durchlaßbetrieb
betrieben ist, so daß der Verdampfer 26 im Gefrierfach 13
dem Verdampfer 21 im Gefrierfach 12 in Reihenschaltung vor
geschaltet ist. In dieser Arbeitsstellung II des Magnetven
tils 18 wird der vom Kältemittelverdichter 16 erzeugte Käl
temittelfluß zu seiner Druckabsenkung auf dem verdampferspe
zifischen Betriebsdruck des Verdampfers 26 dem Drosselrohr
20 zugeführt, von wo es über den nicht dargestellte Ein
spritzstelle des Verdampfers 26 in dessen Kältemittel-Kanal
anordnung 27 überströmt. Am auslaufseitigen Ende der Kälte
mittel-Kanalanordnung 27 tritt der Kältemittelstrom über die
Anschlußstelle 28 in die Verbindungsleitung 24 ein und wird
über die Anschlußstelle 23 der Kältemittel-Kanalanordnung 22
des Verdampfers 21 zugeführt, von wo es an der Ausgangsseite
der Kältemittel-Kanalanordnung 22 im gasförmigen Zustand von
der Saugseite des Kältemittelverdichters 16 angesaugt ist.
Durch die Arbeitsstellung II des Magnetventils 18 sind beide
Verdampfer 21 und 26 mit flüssigem Kältemittel beaufschlagt,
so daß die Gefrierfächer 12 und 13 ihre bestimmungsgemäße
Betriebstemperatur erreichen.
Nachdem der Haushalts-Gefrierschrank 10 für einige Zeit in
seinem beide Gefrierfächer 12 und 13 kühlenden "Normalbe
trieb" betrieben worden ist, ist das flüssige Kältemittel in
etwa gleichmäßig in dem Verdampfersystem, bestehend aus dem
Verdampfer 21 und dem Verdampfer 26, verteilt. Wird nun das
Magnetventil 18 durch die manuelle Betätigung eines nicht
gezeigten elektrischen Schalters zum Zwecke eines raschen
Eingefriervorganges im Gefrierfach 12 in seine Arbeitsstel
lung I umgeschaltet, wobei gleichzeitig mit dem Umschaltvor
gang des Magnetventils 18 das Absperrventil 25 in seinen
Sperrbetrieb übergeht, ist das im Verdampfer 26 befindliche
flüssige Kältemittel aus dem Kältekreis des Kältemittelver
dichters 16 ausgekoppelt. Der Kältemittelverdichter 16, der
an sich hinsichtlich seines Fördervolumens auf die Versor
gung beider Verdampfer 21 und 26 mit flüssigem Kältemittel
ausgelegt ist, wird quasi stark unterfüllt betrieben. Dies
äußert sich in einer starken Herabsetzung des Verdampfungs
drucks für das Kältemittel und somit einer wesentlichen Ab
senkung der Verdampfungstemperatur, welche zusätzlich durch
den geringeren Wärmeeinfall aufgrund des geringeren Nutzin
haltes des Gefrierfaches 12 günstig beeinflußt ist. Das im
Kältemittel-Kreislauf verbliebene flüssige Kältemittel wird
vom Kältemittelverdichter 16 über das Magnetventil in seiner
Arbeitsposition I dem Drosselrohr 19 zugeführt, von wo es
über die nicht dargestellte Einspritzstelle des Verdampfers
21, welcher allein im Kältekreislauf mit dem Verdichter 16
liegt, der Kältemittel-Kanalanordnung 22 des Verdampfers 21
zugeführt ist, von wo es über die Ausgangsseite der Kälte
mittel-Kanalanordnung 22 der Saugseite des Verdichters 16
zugeführt ist.
Für den Fall, daß während des Eingefriervorganges im Ge
frierfach 12 die Temperatur im Gefrierfach 13 unzulässig
hoch ansteigt, wird das Magnetventil 18 durch eine die Tem
peratur im Gefrierfach 13 auswertende, elektronische Auswer
teschaltung (nicht gezeigt) in seine Arbeitsstellung II um
geschaltet, wodurch der Verdampfer 26 zur Kühlung des Ge
frierfaches 13 wieder in den Kältemittelkreis eingekoppelt
ist.
Nachdem die für ein rasches Durchgefrieren im Gefrierfach 12
notwendige Tiefkühltemperatur erreicht ist, schaltet die
elektronische Auswerteschaltung die beiden Steuermittel in
ihren beide Gefrierfächer 12 und 13 mit Kältemittel beauf
schlagenden Betriebszustand um.
Entgegen dem beschriebenen Ausführungsbeispiel können die
Verdampfer 21 und 26 auch als Drahtrohrverdampfer mit in
verschiedenen Höhenlagen angeordneten Verdampferetageren
ausgebildet sein.
Zur Steigerung der Gefriergeschwindigkeit kann im Gefrier
fach 12 zusätzlich ein die Kühlluft darin umwälzender Venti
lator vorgesehen sein, wodurch sich eine günstigere Wärme
übertragung vom Verdampfer 21 auf das in dem Gefrierfach
eingelagerte Gefriergut ergibt.
Gute Gefriergeschwindigkeiten für das Gefriergut im Gefrier
fach 12 haben sich bereits ergeben, wenn dessen Nutzinhalt
kleiner oder gleich einem Fünftel des Nutzinhaltes des Ge
frierfaches 13 ist.
Claims (12)
1. Gefriergerät mit wenigstens zwei innerhalb seines wärme
isolierenden Gehäuses angeordneten, thermisch voneinan
der getrennten Gefrierfächern, von denen jedes von einem
Verdampfer gekühlt ist, welche über eine Verbindungslei
tung strömungstechnisch miteinander verbunden und welche
über ein Steuermittel mit Kältemittel beaufschlagbar
sind, dadurch gekennzeichnet,
daß die Gefrierfächer (12, 13) mit unterschiedlichem
Nutzinhalt ausgestattet sind, wobei der zur Kühlung des
Gefrierfaches (13) mit dem größeren Nutzinhalt dienende
Verdampfer (26) durch eine in der Verbindungsleitung
(24) angeordnete Absperreinrichtung aus dem Kältemittel
fluß auskoppelbar ist und als Reservoir für flüssiges
Kältemittel dient.
2. Gefriergerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß als Absperreinrichtung ein elektrisch ansteuerbares
Absperrventil (25) dient.
3. Gefriergerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß das in der Verbindungsleitung (24) ange
ordnete Absperrventil (25) im wesentlichen zeitgleich
mit dem Steuermittel bei dessen Ansteuerung des Verdamp
fers (21) im Gefrierfach (12) geringeren Nutzinhaltes
von seinem Durchlaßbetrieb in seinen Sperrbetrieb um
schaltet.
4. Gefriergerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Verbindungsleitung an den zur
Kühlung des Gefrierfaches (12) mit geringerem Nutzinhalt
dienenden Verdampfer (21) bei wenigstens 50% von dessen
kältetechnisch wirksamen Verdampferfläche strömungstech
nisch angebunden ist.
5. Gefriergerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Ankoppelung der Verbindungslei
tung (24) an den zur Kühlung des Gefrierfaches (12) ge
ringeren Nutzinhaltes dienenden Verdampfer (21) am zu
laufseitigen Abschnitt seiner Verdampferfläche angeord
net ist.
6. Gefriergerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß im Gefrierfach (12) geringeren Nutz
inhaltes ein Ventilator angeordnet ist, welcher bei der
Ansteuerung des in diesem Gefrierfach (12) befindlichen
Verdampfers (21) durch das Steuermittel in Betrieb ge
nommen ist.
7. Gefriergerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß den zur Kühlung der Gefrierfächer
(12, 13) dienenden Verdampfern (21, 26) in Strömungs
richtung des vom Verdichter (16) angetriebenen Kältemit
tels eine zu dessen Druckreduzierung dienende Drossel
einrichtung (19, 20) vorgeschaltet ist, welche im we
sentlichen ein identisches Durchflußvolumen pro Zeitein
heit aufweisen.
8. Gefriergerät nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die Ankopplung der Verbindungslei
tung (24) an den zur Kühlung des Gefrierfaches (13) grö
ßeren Nutzinhaltes dienenden Verdampfer (26) am auslaß
seitigen Abschnitt seiner Verdampferfläche angeordnet
ist.
9. Gefriergerät nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß der zur Kühlung des Gefrierfaches
(13) größeren Nutzinhaltes dienende Verdampfer (26) bei
seiner Ansteuerung durch das Steuermittel dem anderen
Verdampfer (21) in Reihenschaltung vorgeschaltet und mit
diesem über die Verbindungsleitung (24) strömungstech
nisch verbunden ist.
10. Gefriergerät nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß die Verdampfer (21, 26) zur Kühlung
der Gefrierfächer (12, 13) als Drahtrohrverdampfer mit
in verschiedenen Höhenlagen angeordneten Verdampfereta
geren ausgebildet sind.
11. Gefriergerät nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß die Verdampfer (21, 26) zur Kühlung
der Gefrierfächer (12, 13) als Verdampferplatinen ausge
bildet sind.
12. Gefriergerät nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch
gekennzeichnet, daß das Gefrierfach (12) mit dem gerin
geren Nutzinhalt im Gehäuse (11) des Gefriergerätes (10)
über dem Gefrierfach (13) mit dem größeren Nutzinhalt
angeordnet ist.
Priority Applications (6)
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|---|---|---|---|
| DE19535144A DE19535144A1 (de) | 1995-09-21 | 1995-09-21 | Kältegerät |
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| SI9630656T SI0789206T1 (en) | 1995-09-21 | 1996-07-25 | Refrigeration apparatus |
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|---|---|---|---|
| DE19535144A DE19535144A1 (de) | 1995-09-21 | 1995-09-21 | Kältegerät |
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ID=7772803
Family Applications (2)
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| SI (1) | SI0789206T1 (de) |
| TR (1) | TR199600709A2 (de) |
Cited By (6)
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