DE19534463A1 - Innenverkleidungsteil für Kraftfahrzeuge und Verfahren zu seiner Herstellung - Google Patents
Innenverkleidungsteil für Kraftfahrzeuge und Verfahren zu seiner HerstellungInfo
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
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- Vehicle Interior And Exterior Ornaments, Soundproofing, And Insulation (AREA)
Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Innenverkleidungsteil
für Kraftfahrzeuge, z. B. ein Tür- oder Dachverkleidungsteil,
das an Karosserieteilen des Kraftfahrzeugs anbringbar ist,
und auf ein Verfahren zur Herstellung eines derartigen
Innenverkleidungsteils.
Nach der Nutzungsdauer von Kraftfahrzeugen müssen diese in
aufwendiger Weise einer Entsorgung zugeführt werden. Be
sondere Probleme machen hierbei aus Kunststoffen herge
stellte Innenverkleidungsteile, da diese aufgrund ihres
Ausgangswerkstoffs praktisch keinen natürlichen Zersetzungs-
und Verrottungsvorgängen unterliegen und somit dauerhaft
als Abfallstoffe immer teurer werdenden Deponieraum ein
nehmen oder in einer anderen aufwendigen Weise, z. B. in
Müllverbrennungsanlagen, entsorgt werden müssen.
Diese Problematik hat dazu geführt, daß Versuche dahingehend
gemacht wurden, derartige Innenverkleidungsteile aus
natürlich verrottbaren Werkstoffen herzustellen. Derartige
Versuche scheiterten jedoch daran, daß nicht sichergestellt
werden konnte, daß die Verrottung erst nach der Beendigung
der Lebensdauer eines Kraftfahrzeugs eintrat.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Innenver
kleidungsteil für Kraftfahrzeuge zur Verfügung zu stellen,
welches einerseits während des Lebenszyklus eines Kraftfahr
zeugs von guter und gleichbleibender Qualität ist und
welches andererseits nach Beendigung des Lebenszyklus des
Kraftfahrzeugs natürlich verrottbar ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das
Innenverkleidungsteil aus Naturfasern ausgebildet ist, die
mit einer Natrium, Kalium und Wasser enthaltenden Flüssig
keit behandelt sind. Durch diese letztgenannte Flüssigkeit
wird das Innenverkleidungsteil gegen Pilzbefall, Keimbe
fall und damit gegen Verrottung gesichert. Nach Beendigung
des Lebenszyklus des Kraftfahrzeugs kann das Innenver
kleidungsteil durch nachträgliche Auswaschung von den
es gegen Verrottung schützenden Substanzen befreit werden,
woraufhin das Innenverkleidungsteil natürlichen Verrottungs
vorgängen unterliegt. Die ausgewaschenen Kaliumcarbonate
können darüber hinaus als Düngemittel eingesetzt werden.
Eine Umweltbelastung tritt nicht auf. Erfindungsgemäß wird
somit sowohl die dauerhafte Qualität des Innenverkleidungs
teils während des Lebenszyklus des Kraftfahrzeugs gewähr
leistet, wobei darüber hinaus eine quasi natürliche Ent
sorgung des Innenverkleidungsteils durch Verrottung mög
lich ist. Die Auswaschung des Innenverkleidungsteils bzw.
die Entnahme der die Verrottung aufhaltenden Substanzen
aus dem Innenverkleidungsteil kann in einfacher Weise im
Zusammenhang mit der Verschrottung des Kraftfahrzeugs durch
geführt werden.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zur Verstellung eines
Innenverkleidungsteils wird den Naturfasern die Flüssigkeit
als alkalische Tränkungsflüssigkeit beigemischt, die je
Liter 150 bis 250 g Natriumcarbonat (Na2CO3) und 30 bis
70 g Kaliumcarbonat (K2CO3) enthält. Als besonders wirksam
hat sich eine alkalische Tränkungsflüssigkeit herausge
stellt, die je Liter ca. 200 g Natriumcarbonat (Na2CO3)
und 50 g Kaliumcarbont (K2CO3) enthält. Eine gleichmäßige
Durchdringung des aus den Naturfasern bestehenden Innen
verkleidungsteils wird erreicht, wenn aus Naturfasern be
stehende Fasermatten nach der Beimischung der Tränkungs
flüssigkeit verpreßt werden.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens wird ein Innenverkleidungsteil hergestellt, in
dem die Naturfasern in einer Flüssigkeit getränkt werden,
die je Liter 0,300 bis 0,700 Liter 10 bis 20%ige Ätznatron
lauge, 0,030 bis 0,060 Liter 10 bis 20%ige Ätzkalilauge
und 0,400 bis 0,500 Liter Wasser enthält. Vorzugsweise ent
hält die Flüssigkeit 0,500 Liter 15%ige Ätznatronlauge,
0,045 Liter 15%ige Ätzkalilauge und 0,455 Liter Wasser.
Bei einer Ausführungsform der Erfindung werden Naturfasern
zu Naturfasermatten verarbeitet. Diesen Naturfasermatten wird
eine alkalische Tränkungsflüssigkeit beigemischt, die je
Liter 200 g Natriumcarbonat und 50 g Kaliumcarbonat ent
hält. Nach der Beimischung der alkalischen Tränkungs
flüssigkeit werden die Naturfasermatten verpreßt.
In einer weiteren Ausführungsform werden die aus Natur
fasern hergestellten Naturfasermatten in einer Flüssigkeit
getränkt, die je Liter 0,5 Liter 15%ige Ätznatronlauge,
0,045 Liter 15%ige Ätzkalilauge und 0,455 Liter Wasser
enthält.
Mit der vorstehend geschilderten Flüssigkeitsbehandlung
werden die zu Innenverkleidungsteilen für Kraftfahrzeuge
verarbeitbaren Naturfasermatten wirkungsvoll gegen Pilz
befall und Keimbefall und damit gegen Verrottung gesichert.
Nach Beendigung des Lebenszyklus des Kraftfahrzeugs kann
das entsprechend ausgestaltete Innenverkleidungsteil durch
einfache Auswaschung der in ihm aufgenommenen Substanzen
in einen Zustand überführt werden, in dem das Innenver
kleidungsteil natürlichen Verrottungsvorgängen unterworfen
ist. Die aus dem Innenverkleidungsteil ausgewaschenen
Kaliumcarbonate können darüber hinaus vorteilhaft als
Düngemittel eingesetzt werden.
Claims (6)
1. Innenverkleidungsteil für Kraftfahrzeuge, z. B. Tür-
oder Dachverkleidungsteil, das an Karosserieteilen des
Kraftfahrzeugs anbringbar ist, dadurch gekennzeichnet,
daß das Innenverkleidungsteil aus Naturfasern ausgebildet
ist, die mit einer Natrium, Kalium und Wasser enthaltenden
Flüssigkeit behandelt sind.
2. Verfahren zur Herstellung eines Innenverkleidungsteils
nach Anspruch 1, bei dem den Naturfasern die Flüssigkeit
als alkalische Tränkungsflüssigkeit beigemischt wird, die
je Liter 150 bis 250 g Natriumcarbonat (Na2CO3) und
30 bis 70 g Kaliumcarbonat (K2CO3) enthält.
3. Verfahren nach Anspruch 2, bei dem die alkalische
Tränkungsflüssigkeit je Liter ca. 200 g Natriumcarbonat
(Na2CO3) und 50 g Kaliumcarbonat (K2CO3) enthält.
4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, bei dem die Natur
fasern nach Beimischung der Tränkungsflüssigkeit ver
preßt werden.
5. Verfahren zur Herstellung eines Innenverkleidungsteils
nach Anspruch 1, bei dem die Naturfasern in einer Flüssig
keit getränkt werden, die je Liter 0,300 bis 0,700 Liter
10 bis 20%ige Ätznatronlauge, 0,030 bis 0,060 Liter
10 bis 20%ige Ätzkalilauge und 0,400 bis 0,500 Liter
Wasser enthält.
6. Verfahren nach Anspruch 5, bei dem die Flüssigkeit
0,500 Liter 15%ige Ätznatronlauge, 0,045 Liter 15%ige
Ätzkalilauge und 0,455 Liter Wasser enthält.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995134463 DE19534463A1 (de) | 1995-09-18 | 1995-09-18 | Innenverkleidungsteil für Kraftfahrzeuge und Verfahren zu seiner Herstellung |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE1995134463 DE19534463A1 (de) | 1995-09-18 | 1995-09-18 | Innenverkleidungsteil für Kraftfahrzeuge und Verfahren zu seiner Herstellung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE19534463A1 true DE19534463A1 (de) | 1997-03-20 |
Family
ID=7772405
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE1995134463 Withdrawn DE19534463A1 (de) | 1995-09-18 | 1995-09-18 | Innenverkleidungsteil für Kraftfahrzeuge und Verfahren zu seiner Herstellung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19534463A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19543165A1 (de) * | 1995-11-20 | 1997-05-22 | Hoelter Heinz | Innenverkleidungsteil für Kraftfahrzeuge und Verfahren zu seiner Herstellung |
-
1995
- 1995-09-18 DE DE1995134463 patent/DE19534463A1/de not_active Withdrawn
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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