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DE19534463A1 - Innenverkleidungsteil für Kraftfahrzeuge und Verfahren zu seiner Herstellung - Google Patents

Innenverkleidungsteil für Kraftfahrzeuge und Verfahren zu seiner Herstellung

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Publication number
DE19534463A1
DE19534463A1 DE1995134463 DE19534463A DE19534463A1 DE 19534463 A1 DE19534463 A1 DE 19534463A1 DE 1995134463 DE1995134463 DE 1995134463 DE 19534463 A DE19534463 A DE 19534463A DE 19534463 A1 DE19534463 A1 DE 19534463A1
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DE
Germany
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liters
liquid
trim part
interior trim
motor vehicles
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE1995134463
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English (en)
Inventor
Heinz Prof Dr Holter
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Individual
Original Assignee
Individual
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Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
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Publication of DE19534463A1 publication Critical patent/DE19534463A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60RVEHICLES, VEHICLE FITTINGS, OR VEHICLE PARTS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B60R13/00Elements for body-finishing, identifying, or decorating; Arrangements or adaptations for advertising purposes
    • B60R13/02Internal Trim mouldings ; Internal Ledges; Wall liners for passenger compartments; Roof liners

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Vehicle Interior And Exterior Ornaments, Soundproofing, And Insulation (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Innenverkleidungsteil für Kraftfahrzeuge, z. B. ein Tür- oder Dachverkleidungsteil, das an Karosserieteilen des Kraftfahrzeugs anbringbar ist, und auf ein Verfahren zur Herstellung eines derartigen Innenverkleidungsteils.
Nach der Nutzungsdauer von Kraftfahrzeugen müssen diese in aufwendiger Weise einer Entsorgung zugeführt werden. Be­ sondere Probleme machen hierbei aus Kunststoffen herge­ stellte Innenverkleidungsteile, da diese aufgrund ihres Ausgangswerkstoffs praktisch keinen natürlichen Zersetzungs- und Verrottungsvorgängen unterliegen und somit dauerhaft als Abfallstoffe immer teurer werdenden Deponieraum ein­ nehmen oder in einer anderen aufwendigen Weise, z. B. in Müllverbrennungsanlagen, entsorgt werden müssen.
Diese Problematik hat dazu geführt, daß Versuche dahingehend gemacht wurden, derartige Innenverkleidungsteile aus natürlich verrottbaren Werkstoffen herzustellen. Derartige Versuche scheiterten jedoch daran, daß nicht sichergestellt werden konnte, daß die Verrottung erst nach der Beendigung der Lebensdauer eines Kraftfahrzeugs eintrat.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Innenver­ kleidungsteil für Kraftfahrzeuge zur Verfügung zu stellen, welches einerseits während des Lebenszyklus eines Kraftfahr­ zeugs von guter und gleichbleibender Qualität ist und welches andererseits nach Beendigung des Lebenszyklus des Kraftfahrzeugs natürlich verrottbar ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Innenverkleidungsteil aus Naturfasern ausgebildet ist, die mit einer Natrium, Kalium und Wasser enthaltenden Flüssig­ keit behandelt sind. Durch diese letztgenannte Flüssigkeit wird das Innenverkleidungsteil gegen Pilzbefall, Keimbe­ fall und damit gegen Verrottung gesichert. Nach Beendigung des Lebenszyklus des Kraftfahrzeugs kann das Innenver­ kleidungsteil durch nachträgliche Auswaschung von den es gegen Verrottung schützenden Substanzen befreit werden, woraufhin das Innenverkleidungsteil natürlichen Verrottungs­ vorgängen unterliegt. Die ausgewaschenen Kaliumcarbonate können darüber hinaus als Düngemittel eingesetzt werden. Eine Umweltbelastung tritt nicht auf. Erfindungsgemäß wird somit sowohl die dauerhafte Qualität des Innenverkleidungs­ teils während des Lebenszyklus des Kraftfahrzeugs gewähr­ leistet, wobei darüber hinaus eine quasi natürliche Ent­ sorgung des Innenverkleidungsteils durch Verrottung mög­ lich ist. Die Auswaschung des Innenverkleidungsteils bzw. die Entnahme der die Verrottung aufhaltenden Substanzen aus dem Innenverkleidungsteil kann in einfacher Weise im Zusammenhang mit der Verschrottung des Kraftfahrzeugs durch­ geführt werden.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zur Verstellung eines Innenverkleidungsteils wird den Naturfasern die Flüssigkeit als alkalische Tränkungsflüssigkeit beigemischt, die je Liter 150 bis 250 g Natriumcarbonat (Na2CO3) und 30 bis 70 g Kaliumcarbonat (K2CO3) enthält. Als besonders wirksam hat sich eine alkalische Tränkungsflüssigkeit herausge­ stellt, die je Liter ca. 200 g Natriumcarbonat (Na2CO3) und 50 g Kaliumcarbont (K2CO3) enthält. Eine gleichmäßige Durchdringung des aus den Naturfasern bestehenden Innen­ verkleidungsteils wird erreicht, wenn aus Naturfasern be­ stehende Fasermatten nach der Beimischung der Tränkungs­ flüssigkeit verpreßt werden.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird ein Innenverkleidungsteil hergestellt, in dem die Naturfasern in einer Flüssigkeit getränkt werden, die je Liter 0,300 bis 0,700 Liter 10 bis 20%ige Ätznatron­ lauge, 0,030 bis 0,060 Liter 10 bis 20%ige Ätzkalilauge und 0,400 bis 0,500 Liter Wasser enthält. Vorzugsweise ent­ hält die Flüssigkeit 0,500 Liter 15%ige Ätznatronlauge, 0,045 Liter 15%ige Ätzkalilauge und 0,455 Liter Wasser.
Bei einer Ausführungsform der Erfindung werden Naturfasern zu Naturfasermatten verarbeitet. Diesen Naturfasermatten wird eine alkalische Tränkungsflüssigkeit beigemischt, die je Liter 200 g Natriumcarbonat und 50 g Kaliumcarbonat ent­ hält. Nach der Beimischung der alkalischen Tränkungs­ flüssigkeit werden die Naturfasermatten verpreßt.
In einer weiteren Ausführungsform werden die aus Natur­ fasern hergestellten Naturfasermatten in einer Flüssigkeit getränkt, die je Liter 0,5 Liter 15%ige Ätznatronlauge, 0,045 Liter 15%ige Ätzkalilauge und 0,455 Liter Wasser enthält.
Mit der vorstehend geschilderten Flüssigkeitsbehandlung werden die zu Innenverkleidungsteilen für Kraftfahrzeuge verarbeitbaren Naturfasermatten wirkungsvoll gegen Pilz­ befall und Keimbefall und damit gegen Verrottung gesichert. Nach Beendigung des Lebenszyklus des Kraftfahrzeugs kann das entsprechend ausgestaltete Innenverkleidungsteil durch einfache Auswaschung der in ihm aufgenommenen Substanzen in einen Zustand überführt werden, in dem das Innenver­ kleidungsteil natürlichen Verrottungsvorgängen unterworfen ist. Die aus dem Innenverkleidungsteil ausgewaschenen Kaliumcarbonate können darüber hinaus vorteilhaft als Düngemittel eingesetzt werden.

Claims (6)

1. Innenverkleidungsteil für Kraftfahrzeuge, z. B. Tür- oder Dachverkleidungsteil, das an Karosserieteilen des Kraftfahrzeugs anbringbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Innenverkleidungsteil aus Naturfasern ausgebildet ist, die mit einer Natrium, Kalium und Wasser enthaltenden Flüssigkeit behandelt sind.
2. Verfahren zur Herstellung eines Innenverkleidungsteils nach Anspruch 1, bei dem den Naturfasern die Flüssigkeit als alkalische Tränkungsflüssigkeit beigemischt wird, die je Liter 150 bis 250 g Natriumcarbonat (Na2CO3) und 30 bis 70 g Kaliumcarbonat (K2CO3) enthält.
3. Verfahren nach Anspruch 2, bei dem die alkalische Tränkungsflüssigkeit je Liter ca. 200 g Natriumcarbonat (Na2CO3) und 50 g Kaliumcarbonat (K2CO3) enthält.
4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, bei dem die Natur­ fasern nach Beimischung der Tränkungsflüssigkeit ver­ preßt werden.
5. Verfahren zur Herstellung eines Innenverkleidungsteils nach Anspruch 1, bei dem die Naturfasern in einer Flüssig­ keit getränkt werden, die je Liter 0,300 bis 0,700 Liter 10 bis 20%ige Ätznatronlauge, 0,030 bis 0,060 Liter 10 bis 20%ige Ätzkalilauge und 0,400 bis 0,500 Liter Wasser enthält.
6. Verfahren nach Anspruch 5, bei dem die Flüssigkeit 0,500 Liter 15%ige Ätznatronlauge, 0,045 Liter 15%ige Ätzkalilauge und 0,455 Liter Wasser enthält.
DE1995134463 1995-09-18 1995-09-18 Innenverkleidungsteil für Kraftfahrzeuge und Verfahren zu seiner Herstellung Withdrawn DE19534463A1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19543165A1 (de) * 1995-11-20 1997-05-22 Hoelter Heinz Innenverkleidungsteil für Kraftfahrzeuge und Verfahren zu seiner Herstellung

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE19543165A1 (de) * 1995-11-20 1997-05-22 Hoelter Heinz Innenverkleidungsteil für Kraftfahrzeuge und Verfahren zu seiner Herstellung

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