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DE1953357A1 - Cyclopropan-carbonsaeure-benzthiazylamide,Verfahren zu ihrer Herstellung sowie ihre Verwendung als Herbizide - Google Patents

Cyclopropan-carbonsaeure-benzthiazylamide,Verfahren zu ihrer Herstellung sowie ihre Verwendung als Herbizide

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Publication number
DE1953357A1
DE1953357A1 DE19691953357 DE1953357A DE1953357A1 DE 1953357 A1 DE1953357 A1 DE 1953357A1 DE 19691953357 DE19691953357 DE 19691953357 DE 1953357 A DE1953357 A DE 1953357A DE 1953357 A1 DE1953357 A1 DE 1953357A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
carboxylic acid
cyclopropane
preparation
acid
benzthiazylamides
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19691953357
Other languages
English (en)
Inventor
Ludwig Dr Eue
Helmut Dr Hack
Klaus Dr Sasse
Werner Dr Schaefer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayer AG
Original Assignee
Bayer AG
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Filing date
Publication date
Priority to BE757938D priority Critical patent/BE757938A/xx
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Priority to IL35364A priority patent/IL35364A0/xx
Priority to NL7014930A priority patent/NL7014930A/xx
Priority to US00081117A priority patent/US3761490A/en
Priority to ES384795A priority patent/ES384795A1/es
Priority to GB50473/70A priority patent/GB1282686A/en
Priority to FR7038437A priority patent/FR2066494A5/fr
Publication of DE1953357A1 publication Critical patent/DE1953357A1/de
Pending legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D277/00Heterocyclic compounds containing 1,3-thiazole or hydrogenated 1,3-thiazole rings
    • C07D277/60Heterocyclic compounds containing 1,3-thiazole or hydrogenated 1,3-thiazole rings condensed with carbocyclic rings or ring systems
    • C07D277/62Benzothiazoles
    • C07D277/68Benzothiazoles with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals, directly attached in position 2
    • C07D277/82Nitrogen atoms

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Thiazole And Isothizaole Compounds (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Description

Die vorliegende Erfindung betrifft neue Cyclopropan-carbonsäure- benzthiazylaMld·, welche herbizide Eigenschaften haben,
sowie ein Verfahren zu ihrer Herstellung.
Es ist bereits bekannt geworden, daß Aeyl-2~amino-benzthiazole-1,3 herbizide Wirkung haben (Deutsche Patentschrift 1211856). Es ist auch bekannt, daß Cyclopropancarbonsäure-
anilide herbizide Wirkung besitzen (U.S.Patentschrift
3 306 724), z.B. besonders das N-(2-Thiazyl)-cyclopropan-
carboxamid.
Es wurde gefunden, daß die neuen Cyclopropan-carbonsäurebenzthiazylamide der Formel
(D
in welcher
R für Wasserstoff oder Allcyi mit 1-4 0-Atomen steht, R' für Chlor, Brom, Alkyl mit 1-4 C-Atomen und/oder
Alkoxy mit 1 bis 2 C-Atomen steht und η O, 1 oder 2 bedeutet
Le A 12-504 ' - 1 -
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starke herbizide Eigenschaften aufweisen.
Weiterhin wurde gefunden, daß man Cyclopropancarbonsäurebenzthiazylamide der Formel (i) erhält, wenn man Cyclopropancarbonsäurechlorid der Formel
H2C
I V/^" \_fmm \j ,J- ·
H2O H 0
(II)
mit 2-Aminobenzthiazolen der Formel
(III)
in welcher R, R' und η die oben angegebene Bedeutung haben,
in Gegenwart von Säurebindern und eines Lösungsmittels umsetzt.
Überraschenderweise zeigen die erfindungsgemäßen Cyclopropancarbonsäure-benzthiazylamide eine erheblieh höhere herbizide Wirkung als das aus dem Stand der Technik bekannte Cyclopropancarbonsäure-thiazylamid oder das Propionsäure-toenssthiazylamid, welche die chemisch nächstliegenden Wirkstoffe gleicher Wirkungsart sind. Die erfindungsgemäßen Stoffe stellen somit eine Bereicherung der Technik dar.
Verwendet man Cyclopropan-earbonsäure-ehlori& und 2-Aminobenzthiazol als Ausgangsstoffe, so kann der Reaktionsablauf durch das folgende Formelschema wiedergegeben werden?
Le A 12 504 - 2 -
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H2C H Ö ^S--^^ H2C H 0 H
(IV)
Als Beispiele für die als Ausgangsstoffe verwendeten 2-Aminobenzthiazo^e-i,3 seien im einzelnen folgende genannt:
2-Amino-benzthiazol-1,3 2-Methylamino-benzthiazol—1,3 2-Äthylamino-benzthiazol-i,3 2-n-Propylamino-ljenzthiazol-i, 3 2-sec.-Butylamino-benzthiazöl-1,3 2-Amino-4-methyl-'benzthiazol-1,3 2-Amino-6-methyl-benzthiazol-1,3 2-Amino-4-ätliyl-l)enzthiazol-1,3 2-Amino-6-isopropyl-benzthiazol-1,3 2-Amino-5-chlor-6-methyl-l)enzthiazol-1,3 2-Amino-5»6-dichlor-benzthiazol-i 2-Amino-6-chlor-benzthiazol-1,3 2-AInino-5-broIIl-6-chlor-benzthiazol-1,3 2-Amino-6-meth.oxy-benzthiazol-1,3
Die ale Ausgangsstoffe verwendeten 2-Amino-benzthiazole-1,3 sind weitgehend bekannt, die noch, neuen Vertreter werden nach den gleichen Verfahren hergestellt. So kann man 2-Alkylaminobenzthiazole durch Reaktion von 2-Chlorbenzthiazol mit primären aliphatischen Aminen herstellen. Das bekannte Cyclopropancarbonsäurechlorid wird z.B. aus der Cyclopropancarbonsäure durch Reaktion mit Thionylchlorid oder Phosphorpentachlorid erhalten.
Als Verdünnungsmittel bei der Umsetzung von 2-Aminobenzthiazolen mit Cyelopropan-earbonsäure-chlorid kommen alle
inerten organischen Lösungsmittel in Frage. Hierzu gehören Lt A 12 5OA - 3 -
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vorzugsweise Kohlenwasserstoffe wie Benzin, Benzol, Toluol, Xylol, halogenierte Kohlenwasserstoffe wie Tetrachlorkohlenstoff, Chloroform oder Äther wie Diäthyläther oder Dioxan. Als Säurebinder können alle üblichen Säurebindungsmittel wie llkalihydroxyde, z.B. Natriumhydroxyd, Alkalicarbonate, z.B. Kaliumcarbonat, organische Basen wie Pyridin oder Triäthylamin verwendet werden.
Die Heaktionstemperaturen können in einem größeren Bereich variiert werden. Sie liegen im allgemeinen zwischen -10 und 2000C, vorzugsweise zwischen 0° und 1100C.
Bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens setzt man auf 1 Mol des 2-Aminobenzthiazole je 1 Mol Säurebinder und 1 Mol des Oyclopropan-carbonsäure-chlorids ein. Im allgemeinen beginnt man mit der Umsetzung bei tiefen Temperaturen und erwärmt dann langsam auf höhere Temperaturen. Die Aufarbeitung erfolgt in üblicher Weise, z.B. durch Abdampfen des Lösungsmittels, Filtrieren, Ausschütteln und Umkristallisieren.
Die Wirkstoffe weisen eine starke herbizide Potenz auf und können deshalb als Unkrautvernichtungsmittel auf dem Lande und im Wasser verwendet werden. Unter Unkraut im weitesten Sinne sind alle Pflanzen zu verstehen, die an Orten aufwachsen, wo sie unerwünscht sind. Ob die erfindungsgemäßen Wirkstoffe als total- oder selektiv.-herbizide Mittel wirken, hängt von der Höhe der aufgewendeten Wirkstoffmenge ab.
Die erfindungsgemäßen Wirkstoffe können z.B. bei den folgenden Pflanzen verwendet werden: Dikotyle, wie Senf (Sinapis),Kresse (Lepidium), Klettenlabkraut (Galium), Vogelmiere (Stellaria), Kamille (Matricaria), Franzosenkraut (Galinsoga), Gänsefuß (Chenopodium),Brennessel (Urtioa), Kreuzkraut (Senecio), Baumwolle (Gossypiom), Rüben (Beta), Möhren (Daucus), Bohnen (Coffea); Monokotyle, wie Lieschgras (Phleum), Rispengras (Poa), Schwingel (Festuea), Eleusine(Eleusin^, Pennich (Setaria),
Le A 12 504 - 4 -
109819/2200
ORIGINAL *
Raygras (Lolium), Trespe (Bromus), Hühnerhirse (Echinochloa) ,· Mais (Zea), Reis (Oryza), Hafer (Avena), Gerste (Hordeum), Weizen (Triticum), Hirse (Panicum), Zuckerrohr (Saccharum).
Die Wirkstoffe werden vorzugsweise als selektive Herbizide eingesetzt. Sie weisen z.B. eine gute Selektivität in Mais, Getreide, Baumwolle, Kartoffeln, Erbsen, Bonnen und lein sowie in anderen Kulturen auf.
Die erfindungsgemäßen Wirkstoffe können in die üblichen Formulierungen übergeführt werden, wie Lösungen, Emulsionen, Suspension, Pulver, Pasten und Granulate. Diese werden in bekannter Weise hergestellt, z.B. durch. Vermischen der Wirkstoffe mit Streckmitteln, also flüssigen Lösungsmitteln und/oder festen Trägerstoffen, gegebenenfalls unter Verwendung von oberflächenaktiven Mitteln, also Emulgiermitteln und/oder Dispergiermitteln. Im Falle der Benutzung von Wasser als Streckmittel können z.B. auch, organische Lösungsmittel als Hilfslösungsmittel verwendet werden. Als flüssige Lösungsmittel kommen im wesentlichen in Frage: Aromaten, wie Xylol und Benzol, chlorierte Aromaten, wie Chlor-benzole, Paraffine, wie Erdölfraktionen, Alkohole, wie Methanol und Butanol, stark polare Lösungsmittel, wie Dimethyl= formamid und Dimethylsulfoxid, sowie Wasser; als feste Trägerstoffe :na türliche Gesteinsmehle, wie Kaoline, Tonerden, Talkum und Kreide, und synthetische Gesteinsmehle, wie hochdisperse Kieselsäure und Silikate; als Emulgiermittel: nichtionogene und anionische Emulgatoren, wie Polyoxyäthylen-Fettsäureester, Polyoxyäthylen-Fettalkoholäther, z.B. Alkylaryl-polyglycoläther, Alkylsulfonate und Arylsulfonate, als Dispergiermittels z.B. Lignin, SuIfitablaugen und Methylcellulose.
La A 12 504 - 5 -
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Die erfindungsgemäßen Wirkstoffe können in den Formulierungen in Mischung mit anderen bekannten Wirkstoffen vorliegen. Die Formulierungen enthalten im allgemeinen zwischen 0,1 und 95 Gewichtsprozent Wirkstoff, vorzugsweise zwischen 0,5 und 90 dewichtsprozent.
Die Wirkstoffe können als solche, in Form ihrer Formulierungen oder der daraus bereiteten Anwendung'sformen, wie gebrauchsfertige Lösungen, Emulsionen, Suspensionen, Pulver, Pasten und Granulate angewendet werden. Die Anwendung geschieht in üblicher Weise, z. B. durch Verstäuben, Versprühen, Verspritzen, Gießen und Verstreuen.
Die Wirkstoffe können sowohl vor dem Auflaufen als auch nach dem Auflaufen der Pflanzen verwendet werden.
Die aufgewandte Menge kann in größeren Bereichen schwanken. Sie hängt im wesentlichen von der Art des gewünschten Effekts ab. Im allgemeinen liegen die Aufwandmengen zwischen 0,1 und 20 kg Wirkstoff pro ha, vorzugsweise zwischen 0,5 und 15 kg pro ha.
le A 12 504 - 6 -
109819/220Q
Beispiel A
Pre-emergence-Test
lösungsmittel : 5 Gewiehtsteile Aceton Emulgator : 1 Gewichtsteil Alkylarylpolyglykol-
äther
Zur Herstellung einer zweckmäßigen Wirkstoffzubereitung vermischt man 1 Gewichtsteil Wirkstoff mit der angegebenen Menge Lösungsmittel, gibt die angegebene Menge Emulgator zu und verdünnt das Konzentrat mit Wasser auf die gewünschte Konzentration.
Samen der Testpflanzen werden in normalen Boden ausgesät und nach 24 Stunden mit der Wirkstoffzubereitung begossen. Dabei hält man die Wassermenge pro Plächeneinheit zweckmäßigerweise konstant. Die Wirkstoffkonzentration in der Zubereitung spielt keine Rolle, entscheidend ist nur die Aufwandmenge des Wirkstoffes pro Flächeneinheit. Nach drei Wochen wird der Schädigungsgrad der Testpflanzen bestimmt und mit den Kennziffern 0-5 bezeichnet, welche die folgende Bedeutung haben:
0 keine Wirkung
1 leichte Schäden oder Wachstumsverzögerung
2 deutliche Schaden oder Wachstumshemmung
3 schwere Schäden und nur mangelnde Entwicklung oder nur 50 % aufgelaufen
4 Pflanzen nach der Keimung teilweise vernichtet oder nur 25 % aufgelaufen
5 Pflanzen vollständig abgestorben oder nicht aufgelaufen
Wirkstoffe, Aufwandmengen und .Resultate gehen aus der nachfolgenden Tabelle hervor:
Le A 12 504 - 7 -
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8AD ORtGINAL
Tabelle pre-emergence-Test
Wirkstoff Wirkstoff- Sina- Echi- Stel- LoIi- Galin- Matri- Ha- Baum- Wei- Mais
aufwand pis no- laria um soga caria fer wol- ζ en kg/ha chloa Ie
H~!?~N^G-NH-CO-CH^| Σ H_C—S CHr
ro i\> ο ο
(bekannt)
C-NH-CO-CH I * ^0
OxIp
C-N-CO-CH^
CH,
20 4 2 5 3 4-5 4-5 4 3 3 2
10 4 2 4 3 4-5 4-5 4 2 2 2
5 3 0 4 1 4 4 2 2 1 1
2,5 2 0 3 1 3 3 0 0 0 1
20 5 5 5 5 5 5 3-4 2 2 1
10 5 5 5 5 5 5 2 1 1 0
5 5 5 4-5 4-5 5 5 1 0 0 0
2,5 4 3-4 4 4 4 5 0 0 0 0
20 4-5 2-3 4-5 3-4 5 4-5 1 2 0 0
10 4 2 4 3 4-5 4 0 0 0 0
5 2 1 3-4 2 4 4 0 0 0 0
2,5 1 0 1 0 3 3 0 0 0 0
LeAI2
CJD Ol OO OJ
Beispiel B Q
Post-emergence-Test
lösungsmittel: 5 G-ewichtsteile Aceton
Emulgator : 1 Gewichtsteile Alkylarylpolyglycoläther
Zur Herstellung einer zweckmäßigen Wirkstoffzubereitung vermischt man 1 Gewichtsteil Wirkstoff mit der angegebenen Menge Lösungsmittel, gibt die angegebene Menge-Emulgator zu und verdünnt das Konzentrat anschließend mit Wasser auf die gewünschte Konzentration.
Mit der Wirkstoffzubereitung spritzt man Testpflanzen, welche eine Höhe von 5-15 cm haben so, daß die in der Tabelle angegebenen Wirkstoffmengen pro Flächeneinheit ausgebracht werden. Je nach Konzentration der Spritzbrühe liegt die Wasseraufwandmenge zwischen 1000 und 2000 l/ha. Nach drei Wochen wird der Schädigungsgrad der Pflanzen bestimmt und mit den Kennziffern 0-5 bezeichnet, welche die folgende Bedeutung haben:
0 keine Wirkung
1 einzelne leichte Verbrennungsflecken
2 deutliche Blattschäden
3 einzelne Blätter und Stengelteile z.T. abgestorben
4 Pflanze teilweise vernichtet
5 Pflanze, total abgestorben
Wirkstoffe, Aufwandmengen und Resultate gehen aus der nachfolgenden Tabelle hervor»
Le A 12 504 - 9' -
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Tabelle post-emergence-Test
Wirkatoff
Wirkstoff- Echi- Cheno- Sina- Ga- Stel- Urti-Ma- Dau- Ha- Baum- Weiaufwand no- podium pis lin laria ca tri- cus fer wolle zen kg/ha chloa soga ca-
. ria
H-C-N^ C U .C-NH-GO-CH I H-C-S NC
OD OO ~i
N) NJ O O
H-C-S
(bekannt)
CH
CH
^C-N-CO-CH^I G
GH
Le A 12 504
3 4-5 Ul 3 2 Ul 2 2 3 3-4 3
1 2 4-5 2 O Ul O 2 1 2 1
O 1 3 O O 2 O 1 O 1 O
4 . 5 Ul Ul UI UI 5 4 Ul Ul CM 4 *- ι
CO
2 5 4 5 5 5 5 3 5 4 1 2 β cn
1 4-5 3 5 4 4 5 2 3-4 2-3 0 1 CO
0,5 4 2 5 3 2-3 5 2 2 1 0 0 CO
4 3-4 4-5 5 4 3-4 5 3 3 4 0 3 cn
2 3 , 2 5 3 3 5 2 2-3 3 0 2 -j
1 2 ' 1 4-5 2 . 1 4 0 2 3 0 1
0,5 1 0 3 0 0 4 0 1 1 0 0
- 10 -
Ί953357 JM
Beispiel 1
600 g 2-Aminobenzthiazol werden in 3 Liter Toluol.gelöst und dazu 556 ml Triäthylamin gegeben. Dazu werden unter Rühren und Eiskühlung auf 0° - 50C in 1 Stunde 418 g Cyclopropancarbonsäurechlorid eingetropft. Dann wird im Wasserbad langsam erwärmt auf 100 C und 1 Stunde auf dieser Temperatur gehalten. Nach 10 Stunden Stehen bei Raumtemperatur wird filtriert. Der Filterrückstand wird auf einem Blech ausgebreitet, um restliches Toluol zu entfernen. Der Rückstand wird in Wasser aufgeschlämmt, um Triäthylamin-chlorhydrat zu entfernen. Der salzfreie Rückstand wird bei 5O0C/ 14 mm getrocknet und dann aus Toluol umkristallisiert; Ausbeute 748 g, cremefarbene Kristalle voa Fp. 220 - 2220C.
Beispiel 2
33 g 2-Methylamino-benzthiazol werden in 150 ml Toluol gelöst und 28 ml Triäthylamin zugegeben. Dazu werden unter Rühren und Kühlung auf 100C 21 g Cyclopropancarbonsäurechlorid eingetropft innerhalb von 5 Minuten. Dann wird 3 Stunden auf 1000C erhitzt. Anschließend wird die entstandene rotbraune Lösung auf etwa 100C abgekühlt und die auskristallisierte Substanz abfiltriert. Der Rückstand wird an der Luft von Toluol befreit, dann in Wasser aufgeschlämmt, um Triäthylaminchlorhydrat zu entfernen. Der abfiltrierte, salzfreie Rückstand wird bei 50 C/14 mm im Vakuum getrocknet und dann aus Waschbenzin umkristallisiert. Ausbeute 29 g,farblose Kristalle vom Fp. 120 - 123°C.
Le A 12 504 - 11 -
109819/2200
ill
Das als Ausgangsprodukt verwendete 2-Methylaminobenzttiiazol wird wie folgt hergestellt:
In 700 g wäßrige Methylaminlösung (35$ig) werden unter Rühren bei 0 - 50C 594 g 2-Chlorbenzthiazol in 700 cm; Dioxan in 1 Std. eingetropft. Man läßt bei Raumtemperatur 12 Std. stehen, erwärmt dann 4 Std. auf 1000C unter Rühren und dampft im Vakuum Wasser und Dioxan ab. Der Rückstand wird in 1 Liter Wasser aufgeschlämmt, der unlösliche Rückstand abfiltriert und mit Wasser salzfrei gewaschen. Der Rückstand wird im Vakuumtroekenschrank bei 500G getrocknet und dann aus Waschbenzin umkristallisiert. Ausbeute: 391 g weiße Kristalle vom Pp.: 138 - 1400C.
Analog den Beispielen 1 und 2 werden die folgenden Verbindungen hergestellt (Beispiele 3 - 12 ):
TABELLE Beispiel Strukturforme1
Fp
ί 3
1)
90 - 93
97 - 99
Le A 12 504
- 12 -
epröde Masse
133 - 135
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TABELLE (Forts.)
I Λβ/ H
CE1
H1
Cl
I H
Beispiel Strukturformel Pp-(0O)
140 -
159 - 162
spröde Masse
246 - 248
Br
ff I
Vn-J-A 176 - 178
|Γ ^iV-N-A 2o6 - 2°7
Le A 12
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Das Ausgangsprodukt zu Beispiel 3, 2-Äthylamino-benzthiazol-i T3 wird wie folgt hergestellt:
100 ml 5Obiges wäßriges Äthylamin werden in 100 ml Dioxan gelöst und dazu werden bei 0 - 50C 85 g 2-Chlorbenzthiazol (0,5 Mol) in 100 cm Dioxan in 10 Minuten eingetropft. Es wird 1 Std. bei Raumtemperatur nachgerührt ' und dann 2 Std. auf 1000C erhitzt. Die klare Lösung wird dann im Vakuum eingedampft, der kristalline Rückstand in Wasser aufgeschlämmt und filtriert. Der hinterbleibende salzfreie Rückstand wird bei 500C im Vakuum getrocknet und dann aus Waschbenzin umkristallisiert. Ausbeute: 61 g weiße Kristalle, Pp.: 87 - 90"0C
2)
'Das Ausgangsprodukt zu Beispiel 8, 2- benzthiazol-1,3» wird wie folgt hergestellt:
Zu 1250 g Essigsäure werden unter Rühren bei Raumtemperatur 135 g 4-Isopropyl-anilin in 15 Min. eingetropft, wobei eine dunkelrote Lösung entsteht. In diese Lösung-werden unter Rühren 324 g (4 Äqu.) Uatriumrhodanid eingetragen. Unter starkem Rühren werden jetzt bei 25 - 30°C innerhalb 30 Minuten 50 ml Brom eingetropft. Dann wird 20 Min. auf 50° - 550C erwärmt. Nach Abkühlung auf 200C wird unter Rühren durch Zusatz von 25$iger Ammoniaklösung auf pH8 eingestellt. Nach 24 Std. Stehen bei Raumtemperatur wird die überstehende Lösung abgegossen. Der hinterbleibende Rückstand wird'aus Xylol umkristallisiert. Ausbeute: 104 g gelbe Kristalle, Pp.: 123 - 1260C
Le A 12 504 - 14 -
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Claims (6)

Patentansprüche:
1) Gyelopropan-carbonsäure-benzthiazy!amide der Formel
in welcher
R für Wasserstoff oder Alkyl mit 1-4 C-Atomen steht, R1 für Chlor, Brom, Alkyl mit 1-4 C-Atomen und/oder
Alkoxy mit 1 bis 2 C-Atomen steht und n' 0, 1 oder 2 bedeutet.
2) Verfahren zur Herstellung von Cyclopropan-carbonsäurebenzthiazylamiden,dadurch gekennzeichnet, daß man Cyclopropancarbonsäurechlorid der Formel
HoC
* j ^C-C-Cl
TT P » ··
H2° H O
(II)
mit 2-Aminobenzthiazolen der Formel
(III)
in welcher R, R1 und η die oben angegebene Bedeutung haben,
in Gegenwart von Säurebindern und gegebenenfalls eines Lösungseittels umsetzt.
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3) Herbizide Mittel, gekennzeichnet durch einen Öehalt an Cyclopropan-carbonsäure-benzthiazylamiden gemäß Anspruch 1.
4) Verfahren zur Bekämpfung von unerwünschtem Pflanzenwachstum, dadurch gekennzeichnet, daß man Cyclopropancarbonsäure-benzthiazylamide gemäß Anspruch 1 auf die unerwünschten Pflanzen oder ihren Lebensraum einwirken läßt.
5) Verwendung von Cyclopropan-carbonsäure-benzthiazyl-amiden gemäß Anspruch 1 zur Bekämpfung von unerwünschtem Pflanzenwachstum.
6) Verfahren zur Herstellung von herbiziden Mitteln, dadurch gekennzeichnet, daß man Cyclopropan-carbonsäure-benzthiazylamide gemäß Anspruch 1 mit Streckmitteln und/oder oberflächenaktiven Mitteln vermischt.
Le A 12 504 - 16 -
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DE19691953357 1969-10-23 1969-10-23 Cyclopropan-carbonsaeure-benzthiazylamide,Verfahren zu ihrer Herstellung sowie ihre Verwendung als Herbizide Pending DE1953357A1 (de)

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