DE19532982C1 - Siebeinrichtung insbes. für klebrige bzw. dickflüssige Suspensionen - Google Patents
Siebeinrichtung insbes. für klebrige bzw. dickflüssige SuspensionenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Siebeinrichtung insbes. für
klebrige bzw. dickflüssige Suspensionen gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
Bei der Papierherstellung werden sog. Slurries verwendet, bei
welchen es sich um Aufschlämmungen von Kaolin in Wasser mit
hohen Feststoffgehalten handelt. Durch Zugabe eines
organischen Dispergators, d. h. Verflüssigers, werden hierbei
die Kuchen aus Filterpressen verflüssigt. Die Viskositäten
dieser Flüssigkeiten betragen größenordnungsmäßig 200 bis
400 mPas.
Diese bei der Papierherstellung verwendeten Slurries werden
üblicherweise mit Tankwagen transportiert. Befinden sich in
diesen Slurries Verunreinigungen in Form von Fasern oder
gröberen Körnungen, so resultieren aus diesen
Verunreinigungen Fehler in der Papierqualität. Im Extremfall
kann es sogar zu einem Ausfall der entsprechenden
Papiermaschine kommen. Um dies zu verhindern, werden die
besagten Suspensionen vor ihrer Lagerung bzw. vor dem
Transport gesiebt. Diese Siebung wird üblicherweise in
mehreren Stufen durchgeführt, d. h. es kommen
Siebeinrichtungen mit Sieben unterschiedlicher Maschenweiten
zur Anwendung. Bspw. wird mit einem Sieb mit einer
Maschenweite von 100 µm und daran anschließend mit einem Sieb
mit 52 µm gesiebt. Das geschieht bislang mit flachen
Siebeinrichtungen, bei welchen das Sieb horizontal oder
schwach ansteigend vorgesehen ist. Das jeweilige Sieb ist mit
einer Antriebseinrichtung verbunden, bei welcher es sich um
mindestens einen Umwuchtmotor oder Magneterreger handelt.
Derartige Siebeinrichtungen mit horizontalem oder schwach
ansteigend vorgesehenem Sieb weisen die folgenden Mängel auf:
Die Höhe der zu siebenden Suspension über dem Sieb ist gering, so daß die Schmutzpartikel, d. h. die Verunreinigungen, nicht ausgetragen werden, sondern am Gewebe des Siebes haften bleiben. Dadurch verringert sich der Siebdurchsatz, d. h. der Durchsatz an gesiebter Suspension im Vergleich zum Durchsatz bei ungebrauchtem frischem Siebgewebe innerhalb weniger Minuten;
die niedrige Füllhöhe der Suspension auf dem Siebgewebe versetzt die Suspension in die Schwingungen des Siebes. Strukturviskose Suspensionen wie bspw. Kaolin in Wasser mit Polyacrylat als Dispergiermittel zeigen mit steigendem Schergefälle eine entsprechend zunehmende Viskosität. Die auf die Suspension übertragene Siebschwingung, die mit einem höheren Schergefälle gleichbedeutend ist, erhöht somit die Viskosität der Suspension. Auch hierdurch ergibt sich eine Reduktion des Durchsatzes der gesiebten Suspension durch das entsprechende Sieb;
an der Oberfläche der relativ dünnen auf dem Siebgewebe befindlichen Suspensionsschicht bildet sich eine dünne Haut. Diese dünne Haut entsteht insbes. an der Abwurfseite des Siebes, d. h. an der der Sammeleinrichtung für aus der Suspension ausgesiebte Verunreinigungen benachbarten Siebseite. Das resultiert aus der relativ langen Verweilzeit der dünnen Suspension auf dem Siebgewebe, wodurch diese dünne Schicht an- bzw. austrocknen und mit dem Siebgewebe verkleben kann. Eine derartige Schicht wird dann von selbst nicht mehr vom Siebgewebe frei und behindert somit den Transport der Schmutzpartikel, d. h. Verunreinigungen, über die Ablaufkante des Siebes auf dessen Abwurfseite;
auch wenn sich auf dem Siebgewebe noch keine dünne Haut gebildet hat, nimmt der Siebdurchsatz innerhalb weniger Minuten auf 50 bis 30% des Durchsatzes des frischen sauberen Siebgewebes infolge der Anreicherung der Schmutzpartikel bzw. Verunreinigungen auf dem Siebgewebe ab.
Die Höhe der zu siebenden Suspension über dem Sieb ist gering, so daß die Schmutzpartikel, d. h. die Verunreinigungen, nicht ausgetragen werden, sondern am Gewebe des Siebes haften bleiben. Dadurch verringert sich der Siebdurchsatz, d. h. der Durchsatz an gesiebter Suspension im Vergleich zum Durchsatz bei ungebrauchtem frischem Siebgewebe innerhalb weniger Minuten;
die niedrige Füllhöhe der Suspension auf dem Siebgewebe versetzt die Suspension in die Schwingungen des Siebes. Strukturviskose Suspensionen wie bspw. Kaolin in Wasser mit Polyacrylat als Dispergiermittel zeigen mit steigendem Schergefälle eine entsprechend zunehmende Viskosität. Die auf die Suspension übertragene Siebschwingung, die mit einem höheren Schergefälle gleichbedeutend ist, erhöht somit die Viskosität der Suspension. Auch hierdurch ergibt sich eine Reduktion des Durchsatzes der gesiebten Suspension durch das entsprechende Sieb;
an der Oberfläche der relativ dünnen auf dem Siebgewebe befindlichen Suspensionsschicht bildet sich eine dünne Haut. Diese dünne Haut entsteht insbes. an der Abwurfseite des Siebes, d. h. an der der Sammeleinrichtung für aus der Suspension ausgesiebte Verunreinigungen benachbarten Siebseite. Das resultiert aus der relativ langen Verweilzeit der dünnen Suspension auf dem Siebgewebe, wodurch diese dünne Schicht an- bzw. austrocknen und mit dem Siebgewebe verkleben kann. Eine derartige Schicht wird dann von selbst nicht mehr vom Siebgewebe frei und behindert somit den Transport der Schmutzpartikel, d. h. Verunreinigungen, über die Ablaufkante des Siebes auf dessen Abwurfseite;
auch wenn sich auf dem Siebgewebe noch keine dünne Haut gebildet hat, nimmt der Siebdurchsatz innerhalb weniger Minuten auf 50 bis 30% des Durchsatzes des frischen sauberen Siebgewebes infolge der Anreicherung der Schmutzpartikel bzw. Verunreinigungen auf dem Siebgewebe ab.
Aufgrund der oben beschriebenen Mängel bekannter
Siebeinrichtungen ist es erforderlich, diese von Zeit zu Zeit
stillzusetzen und zu reinigen. Ein kontinuierlicher Betrieb
ist mit derartigen bekannten Siebeinrichtungen also nicht
realisierbar, was sich auf die Produktivität entsprechend
auswirkt.
Eine Siebeinrichtung der eingangs genannten Art ist aus der
DE-PS 4 72 181 bekannt. Bei dieser bekannten Siebeinrichtung
ist die Trommel an einer Basis starr um ihre zentrale Achse
drehbar gelagert. Eine solche starre Lagerung ist dort
deshalb gegeben bzw. möglich, weil mit dieser bekannten
Siebeinrichtung nur feine Stoffe aus Flüssigkeiten, d. h. aus
niederviskosen Medien ausgeschieden werden. Entsprechend
liegen die Verhältnisse bei den aus der DE 36 29 961 A1 oder
aus dem Firmenprospekt PASSAVANT "Trommelsiebmaschine", 12,
66 bis 5/67 bekannten Siebeinrichtungen. Auch dort sind die
Trommeln jeweils an einer Basis starr um ihre zentrale Achse
drehbar gelagert.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine
Siebeinrichtung der oben genannten Art zu schaffen, die sich
insbes. für klebrige bzw. dickflüssige Suspensionen eignet,
wobei eine gute Siebleistung realisiert wird.
Diese Aufgabe wird bei einer Siebeinrichtung der eingangs
genannten Art erfindungsgemäß durch die Merkmale des
Kennzeichenteiles des Anspruchs 1 gelöst. Bevorzugte
Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Siebeinrichtung sind in
den Unteransprüchen gekennzeichnet.
Der mindestens eine Vibrator kann derartig ausgebildet sein,
daß seine Vibrationsfrequenz und/oder -amplitude veränderbar
bzw. einstellbar ist. Mit Hilfe des mindestens einen
Vibrators kann die Siebtrommel in Schwingungen versetzt
werden, wobei die Schwingungen den Erfordernissen der zu
siebenden Suspension angepaßt werden können. Der mindestens
eine Vibrator kann zeitweise permanent aktiviert werden.
Damit die Vibration der Siebtrommel in bezug auf die
ortsfeste Grundeinrichtung der erfindungsgemäßen
Siebeinrichtung zu keiner Beeinträchtigung des Antriebes der
Siebtrommel führt, ist es zweckmäßig, wenn die
Trommelantriebseinrichtung mittels mindestens eines
Riementriebes mit einem Wellenzapfen verbunden ist, der von
der einen Stirnseite der Siebtrommel wegsteht und der sich
durch die zugehörige Lagereinrichtung drehbar gelagert
hindurcherstreckt. Bei diesem Riementrieb kann es sich bspw.
um einen Keilriementrieb handeln, welcher die Siebtrommel
bspw. über einen Getriebemotor kontinuierlich antreibt.
Die erfindungsgemäße Siebeinrichtung, die sich das Prinzip
eines Trommelsiebes zu Nutze macht, ermöglicht eine
kontinuierliche Siebung einer möglicherweise Verunreinigungen
aufweisenden Suspension, ohne daß es notwendig ist, das Sieb
von Zeit zu Zeit stillzusetzen, um es reinigen, d. h. von am
Sieb anhaftenden Verunreinigungen, zu säubern. Vielmehr
erfolgt die Reinigung des Siebes zur gleichen Zeit wie die
Siebung der Suspension, wobei die Siebung der Suspension
gravitationsbedingt in der unteren Hälfte der Siebtrommel und
die Reinigung des Siebes der Siebtrommel gleichzeitig im
Bereich der oberen Hälfte der Siebtrommel erfolgt. Durch die
Sammeleinrichtung im Inneren der Trommel ist der
Reinigungskreislauf vom Kreislauf der zu siebenden Suspension
getrennt, so daß die Reinigungsflüssigkeit von der zu
siebenden sowie von der gesiebten Suspension jederzeit
getrennt bleibt. Eine Verdünnung der gereinigten Suspension
durch Reinigungsflüssigkeit wird also vermieden.
Die Füllhöhe der zu siebenden Suspension in der Siebtrommel
kann wenigstens 10 cm betragen, so daß sich am Siebgewebe des
Trommelsiebes keine dünne Suspensionsschicht ausbilden kann,
die am Siebgewebe antrocknen könnte. Durch die Drehung der
Siebtrommel um ihre zentrale Drehachse kommt die jeweilige
Randschicht, d. h. die jeweilige Berührungslinie zwischen der
zu siebenden Suspension und dem Siebmantel immer wieder mit
nassem, mit Hilfe der Sprüheinrichtung gereinigtem Siebgewebe
in Berührung, wodurch ein An- bzw. Austrocknen der besagten
Randschicht verhindert wird. Die Sprüheinrichtung zum
Reinigen des Siebes kann kontinuierlich oder
diskontinuierlich wirksam sein.
Weitere Vorteile der erfindungsgemäßen Siebeinrichtung
bestehen darin, daß die abgesetzten und am Sieb haftenden
Schmutzpartikel bzw. Verunreinigungen mit der sich nach oben
drehenden Trommel schnell aus der zu siebenden Suspension
herausgelangen, so daß sich an der weiter oben erwähnten
Berührungslinie zwischen der Suspension und der Siebtrommel
keine Schmutzpartikel bzw. Verunreinigungen anreichern
können. Infolge dieser Trommelrotation reicht außerdem die
Zeit nicht dazu aus, daß sich an der genannten Grenz- bzw.
Berührungslinie zwischen der zu siebenden Suspension und der
Siebtrommel eine Haut aus angetrockneter Suspension bildet.
Die Schmutzpartikel liegen also nur eine kurze Zeitspanne auf
dem Sieb und werden mit der rotierenden Trommel schnell
ausgetragen. Hierdurch ergibt sich der Vorteil, daß sich der
Durchsatz mit der Betriebsdauer der Siebeinrichtung nicht
ändert.
Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Siebeinrichtung
besteht darin, daß die im Siebgewebe steckenden oder an ihm
haftenden Schmutzpartikel einfacher und leichter aus dem
Siebgewebe heraus getrennt werden als bei bekannten
horizontalen oder flach ansteigenden Siebbahnen, weil die
Sprühflüssigkeit im Bereich der oberen Hälfte des
Trommelmantels von außen gegen diesen gerichtet wird, so daß
die an der Innenseite steckenden oder anhaftenden
Schmutzpartikel nicht - wie bei bekannten Siebeinrichtungen -
in das Siebgewebe hineingedrückt sondern von der Innenseite
des Siebgewebes weggespült werden.
Der Siebmantel kann eine kreiszylindrische Gestalt, d. h. eine
kreisrunde Umfangskontur besitzen. Desgleichen ist es
möglich, daß der Siebmantel eine polygonale Umfangskontur
besitzt. Eine Siebeinrichtung mit einer polygonalen
Umfangskontur des Siebmantels weist den Vorteil auf, daß der
Siebmantel aus einer entsprechenden Anzahl Sieb-Flä
chenelemente bestehen kann, die an einem Trommelrahmen
loslösbar befestigt sein können. Hierdurch ist u. a. die
Variabilität der Einsatzmöglichkeit der erfindungsgemäßen
Siebeinrichtung entsprechend verbesserbar, weil die
Sieb-Flächenelemente dem jeweiligen Einsatzzwecke entsprechend
variiert werden können.
Als zweckmäßig hat es sich erwiesen, wenn bei der
erfindungsgemäßen Siebeinrichtung das Sieb mindestens
zweilagig ausgebildet ist, wobei das gröbermaschige Sieb
außenseitig und das feinermaschige Sieb innenseitig
vorgesehen ist. Das gröbermaschige Sieb dient hierbei nicht
nur zur Vorsiebung der Suspension sondern es kann
gleichzeitig auch als Siebträger für das innenseitige
feinermaschige Sieb dienen.
Der in die Trommel hineinragende Abschnitt des Zufuhrrohres
der erfindungsgemäßen Siebeinrichtung ist stirnseitig
vorzugsweise abgeschlossen und mit Löchern ausgebildet. Dabei
erstreckt sich das Zufuhrrohr vorzugsweise bis zur Mitte der
Trommel.
Die mechanische Stabilität der erfindungsgemäßen
Siebeinrichtung ist dadurch auf einfache Weise erhöhbar, daß
der in der Trommel befindliche Abschnitt des Auslaufrohres
mit dem Zufuhrrohr mechanisch verbunden und von diesem
strömungstechnisch getrennt ist. Das Zufuhrrohr und das
Auslaufrohr, die sich mittig und miteinander axial fluchtend
durch die Siebtrommel hindurcherstrecken, können hierbei
zusammengeflanscht sein, um sie mechanisch miteinander zu
verbinden, wobei die endseitigen Flansche des Zufuhr- und des
Auslaufrohres gleichzeitig die fluidische Verbindung zwischen
diesen beiden Rohren unterbrechen.
Ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Siebeinrichtung, die insbesondere für klebrige bzw.
dickflüssige Suspensionen vorgesehen ist, ist in der
Zeichnung schematisch dargestellten und wird nachfolgend
beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 schematisch eine Seitenansicht der
Siebeinrichtung,
Fig. 2 schematisch eine Vorderansicht der
Siebeinrichtung, d. h. eine Ansicht in
Blickrichtung des Pfeiles II in Fig. 1,
Fig. 3 eine schematische Ansicht der Siebeinrichtung von
oben, d. h. in Blickrichtung des Pfeiles III in
Fig. 1 bzw. Fig. 2, und
Fig. 4 eine vergrößerte Darstellung des Details IV in
Fig. 2 zur Verdeutlichung der zweilagigen
Ausbildung des Siebes der Siebeinrichtung.
Fig. 1 zeigt schematisch in einer Seitenansicht eine
Ausbildung der Siebeinrichtung 10 mit einem Sieb 12, das am
Mantel 14 einer Trommel 16 vorgesehen ist. Wie aus Fig. 2
ersichtlich ist, weist der Siebmantel 14 des Siebes 12 eine
polygonale Umfangskontur auf.
Die Siebtrommel 16 ist an ihren beiden voneinander axial
abgewandten Stirnseiten 18 und 20 durch Stirnplatten 22 und
24 abgeschlossen. Von der in den Fig. 1 und 3 auf der
linken Seite gezeichneten Stirnplatte 22 steht ein
hülsenförmiger Wellenzapfen 26 und von der rechts
gezeichneten Stirnplatte 24 steht ein hülsenförmiger
Wellenzapfen 28 in entgegengesetzter Richtung weg. Die
Wellenzapfen 26 und 28 fluchten axial miteinander und legen
die Längsmittelachse 30 der Siebtrommel 16 fest.
Der hülsenförmige Wellenzapfen 26 erstreckt sich durch eine
Lagereinrichtung 32 spielfrei drehbar gelagert hindurch. Der
hülsenförmige Wellenzapfen 28 erstreckt sich durch eine
Lagereinrichtung 34 spielfrei drehbar gelagert. Die
Lagereinrichtungen 32 und 34 sind an einer Trommelbasis 36
gelagert, die mittels elastischer Pufferelemente 38 an einer
ortsfest vorgesehenen Grundeinrichtung 40 angeordnet sind.
Von der Grundeinrichtung 40 ragen Stützen 42 und 44 nach
oben. An der Stütze 42 ist ein Zufuhrrohr 46 für die zu
siebende Suspension festgelegt. Das Zufuhrrohr 46 erstreckt
sich mittig durch die Lagereinrichtung 32 mit ausreichendem
Spiel hindurch, es erstreckt sich entlang der
Längsmittelachse 30 der Siebtrommel 16 bis zur Mitte 48 der
Siebtrommel 16. An seinem in der Mitte 48 der Siebtrommel 16
vorgesehenen Vorderende 50 ist der in die Siebtrommel 16
hineinragende Abschnitt 52 des Zufuhrrohres 46 mit einem
Flansch 54 versehen, durch den das besagte Vorderende 50
abgeschlossen ist. Der Abschnitt 52 des Zufuhrrohres 46 im
Inneren der Siebtrommel 16 ist mit einer Vielzahl voneinander
beabstandeter Löcher ausgebildet, durch welche die zu
siebende Suspension durch das Zufuhrrohr 46 in die
Siebtrommel 16 eingeleitet wird.
Außerhalb der Siebtrommel 16 ist in deren oberem Halbraum 56,
vorzugsweise im Scheitelbereich 58 (sh. Fig. 2) eine
Sprüheinrichtung 60 vorgesehen, die zum Reinigen des Siebes
12 der Trommel 16 vorgesehen ist. Die Sprüheinrichtung 60,
die eine Anzahl Düsen aufweist, die in mindestens einer Reihe
axial voneinander beabstandet in Längsrichtung der Trommel 16
angeordnet sind, ist in den Fig. 1 und 2 nur schematisch
durch einen Block verdeutlicht.
Der Sprüheinrichtung 60 gegenüberliegend ist im Inneren 62
der Trommel 16 eine Sammeleinrichtung 64 für aus der
Suspension ausgesiebte, am Sieb 12 haftende Schmutzpartikel
bzw. Verunreinigungen angeordnet. Die Sammeleinrichtung 64
weist eine Wanne 66 auf, die sich im Inneren 62 der
Siebtrommel 16 über die gesamte axiale Länge der Trommel 16
erstreckt. Die Wanne 66 weist einen geneigten Boden 68 auf.
An die tiefste Stelle 70 des Bodens 68 ist ein Fallrohr 72
angeschlossen, das Teil eines Auslaufrohres 74 ist. Das
Auslaufrohr 74 fluchtet mit dem Zufuhrrohr 46 axial, es ist
an seinem zur Mitte 48 der Trommel 16 reichenden Innenende 76
mittels eines Flansches 78 abgeschlossen. Das Zufuhrrohr 46
und das Auslaufrohr 74 sind miteinander mittels der
zugehörigen Flansche 54 und 78 mechanisch verbunden. Das
Auslaufrohr 74 erstreckt sich mit ausreichendem Spiel durch
den hülsenförmigen Wellenzapfen 28 bzw. die Lagereinrichtung
34 hindurch, es ist an der Stütze 44 fixiert und somit wie
das Zufuhrrohr 46 über die Stütze 42 mit der Grundeinrichtung
40 starr verbunden.
Unter der Siebtrommel 16 und von dieser beabstandet ist an
der Grundeinrichtung 40 eine Auffangwanne 80 für die gesiebte
Suspension vorgesehen.
Zum Aussieben von Schmutzpartikeln bzw. Verunreinigungen aus
der Suspension wird die Siebtrommel 16 um ihre
Längsmittelachse 30 herum in Rotation versetzt. Zu diesem
Zwecke ist eine Antriebseinrichtung 82 vorgesehen, die einen
Getriebemotor aufweisen kann. Die Antriebseinrichtung 82 ist
mittels eines Riementriebes 84 mit dem hülsenförmigen
Wellenzapfen 26 und über diesen mit der Siebtrommel 16
drehmomentübertragend verbunden. An der Trommelbasis 36 sind
Vibratoren 86 (sh. die Fig. 2 und 3) mittig angeflanscht,
mit deren Hilfe die Siebtrommel 16 relativ zur ortsfesten
Grundeinrichtung 40 wunschgemäß in Schwingungen veränderbarer
Frequenz und/oder Amplitude versetzbar ist.
Fig. 4 verdeutlicht abschnittweise in einem vergrößerten
Maßstab schematisch eine zweilagige Ausbildung des Siebes 12,
wobei ein gröbermaschiges Sieb 88 an der Außenseite und ein
feinermaschiges Sieb 90 an der Innenseite des Siebmantels 14
vorgesehen ist. Das feinermaschige Sieb 90 kann bspw. eine
Maschenweite von 52 µm besitzen.
Claims (6)
1. Siebeinrichtung insbes. für klebrige bzw. dickflüssige
Suspensionen mit einem Sieb (12), einer unter dem Sieb
(12) angeordneten Auffangwanne (80) für die gesiebte
Suspension, einer Sprüheinrichtung (60) zum Reinigen
des Siebes (12) und einer dem Sieb (12) zugeordneten
Sammeleinrichtung (64) für aus der Suspension
ausgesiebte Verunreinigungen, wobei das Sieb (12) am
Mantel (14) einer mit einer Antriebseinrichtung (82)
antreibbaren Trommel (16) vorgesehen ist, deren
Stirnseiten (18, 20) abgeschlossen sind, in die Trommel
(16) durch die eine Stirnseite (18) zentral ein
Zufuhrrohr (46) für die zu siebende Suspension
hineinragt, die Sprüheinrichtung (60) außerhalb der
Trommel (16) im Bereich der oberen Hälfte (56) des
Trommelmantels (14) vorgesehen ist, die
Sammeleinrichtung (64) im Inneren (62) der Trommel (16)
der Sprüheinrichtung (60), gegenüberliegend vorgesehen
und als Wanne (66) ausgebildet ist, die mittels eines
Auslaufrohres (74) durch die zweite Stirnseite (20) der
Trommel (16) zentral ausmündet, und an den beiden
Stirnseiten (18, 20) der Trommel (16)
Lagereinrichtungen (32, 34) vorgesehen sind, durch
welche sich das Zufuhrrohr (46) und das Auslaufrohr mit
Spiel (74) hindurcherstrecken,
dadurch gekennzeichnet
daß die Trommel (16) mittels der beiden stirnseitigen
Lagereinrichtungen (32, 34) an einer Trommelbasis (36)
gelagert ist, die mittels elastischer Pufferelemente
(38) an einer Grundeinrichtung (40) angeordnet ist und
die Trommelantriebseinrichtung (82) an der
Grundeinrichtung (40) vorgesehen ist und daß an der
Trommelbasis (36) mindestens ein Vibrator (86)
angeordnet ist.
2. Siebeinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Trommelantriebseinrichtung (82) mittels
mindestens eines Riementriebes (84) mit einem
Wellenzapfen (26) verbunden ist, der von der einen
Stirnseite (18) der Siebtrommel (16) wegsteht und der
sich durch die zugehörige Lagereinrichtung (32) drehbar
gelagert hindurcherstreckt.
3. Siebeinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Sieb (12) mindestens zweilagig ausgebildet ist,
wobei das gröbermaschige Sieb (88) außenseitig und das
feinermaschige Sieb (90) innenseitig vorgesehen ist.
4. Siebeinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der in die Trommel (16) hineinragende Abschnitt
(52) des Zufuhrrohres (46) stirnseitig abgeschlossen
und mit Löchern ausgebildet ist.
5. Siebeinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß sich das Zufuhrrohr (46) bis zur Mitte (48) der
Trommel (16) erstreckt.
6. Siebeinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der in der Trommel (16) befindliche Abschnitt des
Auslaufrohres (74) mit dem Zufuhrrohr (46) mechanisch
verbunden und von diesem strömungstechnisch getrennt
ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19532982A DE19532982C1 (de) | 1995-09-07 | 1995-09-07 | Siebeinrichtung insbes. für klebrige bzw. dickflüssige Suspensionen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19532982A DE19532982C1 (de) | 1995-09-07 | 1995-09-07 | Siebeinrichtung insbes. für klebrige bzw. dickflüssige Suspensionen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19532982C1 true DE19532982C1 (de) | 1997-01-16 |
Family
ID=7771458
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19532982A Expired - Fee Related DE19532982C1 (de) | 1995-09-07 | 1995-09-07 | Siebeinrichtung insbes. für klebrige bzw. dickflüssige Suspensionen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19532982C1 (de) |
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1995
- 1995-09-07 DE DE19532982A patent/DE19532982C1/de not_active Expired - Fee Related
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| CN104438042A (zh) * | 2014-11-29 | 2015-03-25 | 肖金坚 | 一种物料筛分装置 |
| CN113457258A (zh) * | 2021-07-06 | 2021-10-01 | 江苏金利源环保科技有限公司 | 一种环保工程用生活废水处理装置 |
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