DE19531253A1 - Fortbewegungsgerät - Google Patents
FortbewegungsgerätInfo
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- B62—LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
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- B62M1/00—Rider propulsion of wheeled vehicles
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- A63C—SKATES; SKIS; ROLLER SKATES; DESIGN OR LAYOUT OF COURTS, RINKS OR THE LIKE
- A63C17/00—Roller skates; Skate-boards
- A63C17/12—Roller skates; Skate-boards with driving mechanisms
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B62—LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
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- Engineering & Computer Science (AREA)
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Fortbewegungsgerät
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Menschen beherrschen bekanntlich nur zwei primäre Fortbewe
gungsarten, nämlich Schwimmen und Laufen. Entsprechend dem
Guinness-Buch der Rekorde 1994 liegt der in Nashville
Tennessee/USA, 1990 von Tom Jager/USA über 50 m aufgestell
te Schwimm-Weltrekord bei etwa 8,25 km/h, während der von
Carel Lewis/USA 1991 in Tokyo/Japan aufgestellte Lauf-Welt
rekord über 100 m einer Geschwindigkeit von 36,51 km/h ent
spricht.
Da derartige Schwimm- und Laufgeschwindigkeiten keineswegs
als sehr groß erscheinen, besteht seit jeher der Wunsch bei
uns Menschen, unter Einsatz von technischen Geräten höhere
Fortbewegungsgeschwindigkeiten erreichen zu können.
Tabellarisch ergibt sich dabei in etwa die folgende
Situation:
Anhand obiger Tabelle ist sehr-gut erkennbar, daß der
Wunsch des Menschen, auf ebenen Gelände unter Einsatz
technischer Geräte und der eigenen Muskelkraft den Ge
schwindigkeitswert von 100/h erreichen zu können, weit
gehend utopisch erscheint. Allein unter Einsatz eines mit
einer stromlinienförmigen Ummantelung versehenen Fahrrades
konnte dieser Wert von Fred Marham am 11. Mai 1986 auf dem
High Way 120 in Kalifornien auf einer 200 m-Strecke über
boten werden, indem er damals eine Geschwindigkeit von
105,386 km/h erreichte.
Unter Berücksichtigung des bisher bekannten Standes der
Technik ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein sehr
einfach gebautes Fortbewegungsgerät zu schaffen, mit wel
chem unter Verzicht auf eine stromlinienförmige Ummantelung
auf ebenen Gelände mit Muskelkraft Fortbewegungsgeschwin
digkeiten im Bereich von 100 km/h möglich erscheinen.
Erfindungsgemäß wird dies durch Vorsehen der im kenn
zeichnenden Teil des Anspruch 1 aufgeführten Merkmale
erreicht.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich an
hand der Unteransprüche 2 bis 8.
Im Rahmen von Vorversuchen, welche auf einer 800 m-Leicht
athletik-Bahn mit einem Teerbelag unter keineswegs opti
malen Bedingungen durchgeführt wurden, konnte mit Hilfe des
erfindungsgemäßen Fortbewegungsgerätes eine maximale Ge
schwindigkeit von 86 km/h erzielt werden. Anhand dieses
Umstandes ist erkennbar, daß bei Verwendung eines optimalen
Geräts und günstigeren Bahnbedingungen kurzzeitig Fortbewegungs
geschwindigkeiten von mehr als 100 km/h möglich erscheinen.
Dies erscheint insoweit als sehr erstaunlich, weil der
bisherige Geschwindigkeitsrekord mit einem Spezialfahrrad
ohne aerodynamische Vollummantelung nur bei 71,29 km/h
liegt. Anhand dieses Umstandes kann eigentlich nur ge
schlossen werden, daß die bei einem Fahrrad zu erzielende
Kraftumsetzung im Bereich der Tretpedale sehr zu wünschen
übrigläßt, was wohl dadurch bedingt ist, daß eine optimale
Kraftumsetzung nur dann zustande kommt, solange die Tret
pedale eine in etwa horizontale Position einnehmen.
Im Vergleich zu einem Fahrrad mit einem Tretpedalantrieb
zeichnet sich das erfindungsgemäße Fortbewegungsgerät da
durch aus, daß im Rahmen eines stattfindenden Schlittschuh
schritts über dem gesamten Bewegungsbereich der Beine hin
weg ein im wesentlichen konstanter Vorantrieb der das je
weilige Fortbewegungsgerät bedienenden Person zu erzielen
ist. Als relativ günstig erweist sich dabei noch der Um
stand, daß durch die Anordnung der Sohlen des Sportschuhs
etwas unterhalb der Radachse in indirekter Weise eine
Verlängerung der Beinlänge erreicht wird, was bei der
Benutzung des erfindungsgemäßen Fortbewegungsgerätes eine
sehr große Schrittlänge zuläßt. Dies erweist sich auch im
Vergleich dem Bewegungsablauf bei In-Line-Rollschuh- und
Eisschnelläufern als sehr vorteilhaft, bei welchen nur in
geringem Maße eine Schrittlängenvergrößerung zu erreichen
ist.
Die vorliegende Erfindung soll nunmehr anhand eines Aus
führungsbeispiels näher erläutert und beschrieben werden,
wobei auf die beigefügte Zeichnung Bezug genommen ist. Es
zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht der einen Hälfte
eines Fortbewegungsgerätes gemäß der Erfindung,
Fig. 2 eine auseinandergezogene perspektivische An
sicht von gewissen Teilen des Fortbewegungsgerätes von
Fig. 1,
Fig. 3 die Darstellung einer Person, welche unbe
weglich auf einem Fortbewegungsgerät gemäß Fig. 1 steht,
Fig. 4 eine seitliche Darstellung der in Fig. 3 dar
gestellten Person bei Bewegung in der Fortbewegungsrichtung
und
Fig. 5 eine Darstellung der in Fig. 3 dargestellten
Position beim Abbremsen des Fortbewegungsgerätes.
Das erfindungsgemäße Fortbewegungsgerät besteht aus spie
gelsymmetrisch ausgebildeten Geräteteilen, von welchen in
Fig. 1 nur das linke Geräteteil 1 dargestellt ist. Dieses
Geräteteil 1 besteht dabei aus einem gewöhnlichen Fahrrad
rad 2, in dessen Nabe 3 unter Einsatz von entsprechenden
Kugellagern eine entsprechende Achse 4 drehbar gelagert. An
dieser Achse 4 ist unter Einsatz einer entsprechenden Mut
ter ein Verbindungsbügel 5 befestigt, welcher nach unten
hin in eine Bodenplatte übergeht, die mittels entspre
chender Schrauben an der Sohle eines bis über den Knö
chelbereich nach oben gezogenen, stiefelförmigen Sport
schuhs 6 befestigt ist. Der Verbindungsbügel 5 ist dabei
derart ausgebildet, daß die Sohle des Sportschuhs 6 etwas
unterhalb der Achse 4 des Fahrradrades 2 zu liegen gelangt.
Der Verbindungsbügel 5 ist fernerhin derart gebogen, daß
die Achse 4 des Fahrradrades 2 einen gewissen Winkel gegen
über der Sohle des Sportschuhs 6 einnimmt, so daß die mit
dem Fußbodenbelag in Berührung gelangende Auflagefläche des
Außenmantels 7 des Fahrradrades 2 genau in Verlängerung der
Längsachse des jeweiligen Beines der das erfindungsgemäße
Fortbewegungsgerät benutzenden Person liegt.
Auf der dem Sportschuh 6 zugekehrten Seite der Achse 4 des
Fahrradrades 2 ist an der Nabe 3 ein Zahnrad 8 befestigt,
in dessen Zähnen eine von einer Feder beaufschlagte Klinke
9 in Eingriff gelangt. Diese Klinke 9 ist dabei an einem
nach oben geführten Ansatz 10 des Verbindungsbügels 5 der
art gelagert, daß das Fahrradrad 2 entsprechend Fig. 1 nur
im Uhrzeigersinn in Bezug auf den stationär gehaltenen
Sportschuh 6 drehbar ist, während in entgegengesetzter
Drehrichtung eine Rotationssperrung erfolgt. Auf diese
Weise läßt sich erreichen, daß die den betreffenden Sport
schuh 6 tragende Person im Rahmen einer normalen Gehbe
wegung das jeweilige Bein in der Vorwärtsrichtung bewegen
kann, was eine Drehung des Fahrrades 2 zuläßt, während bei
einer Rückwärtsbewegung des Beines eine selbsttätige
Sperrung stattfindet, so daß die betreffende Person sich
gegenüber dem Fußbodenbelag abstoßen kann.
Der Verbindungsbügel 5 ist nach unten hin mit einem weite
ren Ansatz 11 versehen, an welchem eine Längsstange 12
drehbar gelagert ist. An dem freien Ende dieser Längsstange
12 ist unter Einsatz einer Achse 13 ein relativ klein
dimensioniertes Bremsrad 14 drehbar gelagert. Die Halterung
des Bremsrades 14 mit Hilfe des Ansatzes 11 und der Längs
stange 12 ist dabei derart gewählt, daß in der normalen
Laufposition das Bremsrad 14 gegenüber dem Fahrradrad 2
frei drehbar ist. Beim Rückwärtsschwenken des Sportschuhs 6
wird das Bremsrad 14 jedoch in Richtung des äußeren Mantels
7 des Fahrradrades 2 gezogen, so daß es zu einer gegensei
tigen Berührung zwischen diesen beiden Rädern 2 und 14
kommt, was aufgrund der gegenläufig bewegten Außenflächen
zu einem entsprechenden Bremsvorgang führt.
Fig. 2 zeigt eine auseinandergezogene Ansicht der einzel
nen Elemente des Verbindungsbügels 5, wobei allerdings in
dieser Figur das Fahrradrad 2 mit seiner Nabe 3 und der
darin gelagerten Achse 4 sowie das Bremsrad 14 mit seiner
Achse 13 nicht dargestellt sind. Gemäß dieser Figur ist der
Verbindungsbügel 5 zweiteilig ausgebildet, indem derselbe
aus einem im wesentlichen vertikal verlaufenden Flachstab
15 und einer im wesentlichen horizontal verlaufenden Boden
platte 16 besteht. Sowohl der Flachstab 15 als auch die
Bodenplatte 16 sind dabei mit je einer Verdickung 17 bzw.
18 versehen. Diese beiden Verdickungen 17 und 18 weisen
jeweils eine in Längsrichtung verlaufende Bohrung 19 auf,
durch welche eine Schraube 20 hindurchgeführt ist, auf
deren Ende eine Flügelmutter 21 aufschraubbar ist. Im
Berührungsbereich der beiden Verdickungen 17 und 18 sind
Rastelemente 22 und 23 vorgesehen, welche beim Festspannen
der Flügelmutter 21 gegeneinander zum Verrasten gelangen,
so daß auf diese Weise die Winkellage der im wesentlichen
horizontal verlaufenden Bodenplatte 16 in Bezug auf den
vertikal verlaufenden Flachstab 15 beliebig eingestellt
werden kann.
Im oberen Bereich des Flachstabes 15 ist eine Bohrung 24
vorgesehen, durch welche die Achse 4 des Fahrradrades 2
hindurchgeführt ist, die mit Hilfe einer entsprechenden
Mutter 25 zur Befestigung gelangt. Nach oben hin bildet
dieser Flachstab 15 den bereits erwähnten Ansatz 10, durch
welchen eine weitere Bohrung 26 hindurchgeführt ist. Mit
Hilfe dieser Bohrung 26 erfolgt unter Einsatz einer Mutter
27 die Positionierung einer Schraube 28, auf deren Schaft
die Klinke 9 schwenkbar gelagert ist. Diese Klinke 9 wird
dabei mit Hilfe einer Feder 29 in Richtung der seitlich an
der Nabe 3 des Fahrradrades 2 vorgesehenen Zahnrades 8
gedrückt.
Nach unten hin weist der Flachstab 15 den bereits erwähnten
Ansatz 11 auf, durch welchen eine Bohrung 30 geführt ist.
Unter Einsatz einer Schraube 31 und einer Mutter 32 erfolgt
somit eine schwenkbare Lagerung der mit einer entsprechen
den Bohrung 33 versehenen Längsstange 12. Im Bereich ihres
freien Endes weist die Längsstange 12 eine weitere Bohrung
34 auf, durch welche die Achse 13 des Bremsrades 14 hin
durchgeführt ist, wobei die Befestigung dieser Achse 13 mit
Hilfe einer weiteren Mutter 35 erfolgt.
Anhand von Fig. 2 ist schließlich noch erkennbar, daß die
Bodenplatte 16 mit entsprechenden Bohrungen 36 versehen
ist, durch welche entsprechende Schrauben 37 geführt sind,
mit denen die Bodenplatte 16 an der Sohle des Sportschuhs 6
befestigt ist.
Fig. 3 zeigt eine einen Sturzhelm 38, Ellenbogenschützer
39 sowie Schutzhandschuhe 40 tragende Person, welche auf
dem erfindungsgemäßen Fortbewegungsgerät mit seinen beiden
Geräteteilen 1 steht. Auch im Ruhezustand des Fortbewe
gungsgerätes kann dabei eine stabile Position eingehalten
werden, weil die Sohlen der Sportschuhe 6 unterhalb der
Achsen 4 der beiden Fahrradräder 2 zu liegen gelangen.
Durch eine geringfügige V-Stellung, d. h. Neigung der beiden
Fahrradräder 2 in der Vorwärtsrichtung kann dabei erreicht
werden, daß das Fortbewegungsgerät weder in der Vorwärts
noch in der Rückwärtsrichtung rollt.
Wenn nun das erfindungsgemäße Fortbewegungsgerät in Betrieb
genommen wird, dann muß gemäß Fig. 4 die das jeweilige
Gerät bedienende Person in Längsrichtung verlaufende
Schrittbewegungen durchführen. Während der Vorwärtsbewegung
der Beine erfolgt dabei eine Freigabe der durch das Zahnrad
8 und die Klinke 9 gebildeten Rücklaufsperre, während bei
einer nach hinten Bewegung der Beine eine Sperrung dieser
Rücklaufsperre stattfindet, so daß sich die betreffende
Person über das Fortbewegungsgerät hinweg am Erdboden ab
stoßen kann. Bei Erreichung einer gewissen Geschwindigkeit
geht dann die jeweilige Person, ähnlich wie ein Eis
schnelläufer, in einen Grätschenschritt über, indem das
jeweilige Fahrradrad 2 unter geringfügiger Schrägstellung
nach außen gedrückt wird, was dem Fortbewegungsgerät den
eigentlichen Vorschub in der Vorwärtsrichtung verleiht. Da
bei Verwendung relativ groß dimensionierter Fahrradräder 2
der sich ergebende Rollwiderstand sehr klein gehalten wer
den kann, lassen sich mit Hilfe des erfindungsgemäßen
Gerätes sehr hohe Fortbewegungsgeschwindigkeiten in der
Vorwärtsrichtung erzielen.
Eine Abbremsung des erfindungsgemäßen Fortbewegungsgerätes
läßt sich auf dreierlei Weise erreichen:
- 1. Durch Rückwärtsschwenkung des Körpers, wodurch die je weiligen Bremsräder 14 in Berührung mit dem Außenmantel 7 des jeweiligen Fahrrades 2 gebracht werden, was gemäß Fig. 5 zu einer Abbremsung des Fortbewegungsgerätes führt.
- 2. V-förmige Schrägstellung der Fahrradräder 2 der beiden Geräteteile 1, wodurch die Fahrradräder 2 gegeneinander gedrückt werden, was ähnlich wie beim Eis lauf oder beim Skifahren zu einem Abbremsvorgang führt und
- 3. durch Hockestellung der das jeweilige Fortbewegungs gerät bedienenden Person können schließlich noch mit Hilfe der Schutzhandschuhe 40 die Außenmäntel der jeweiligen Fahrradräder 2 erfaßt werden, wodurch ebenfalls ein Abbremsvorgang zur Auslösung gelangt. In diesem Fall sollten die beiden Fahrradräder 2 in Form von Scheibenrädern ausgebildet sein, weil die sich ergebende Verletzungsgefahr der Finger an den Speichen der Fahrradräder 2 dadurch eliminiert wird.
Es ist einleuchtend, daß anstelle der in Fig. 1 dar
gestellten Rücklaufsperre mit dem Zahnrad 8 und der Klinke
9 ebenfalls andere Rücklaufsperren, beispielsweise in Form
von abgekapselten Klinkensperren oder eines rücklaufge
sperrten Nadellagers verwendbar sind. Anstelle eines durch
die Element 17 bis 23 gebildeten Schnellverschlusses können
ebenfalls beliebige andere Schnellverschlüsse zum Einsatz
gelangen, mit welchen eine möglichst rasch herzustellende,
zuverlässig wirkende mechanische Verbindung zwischen dem
jeweiligen Sportschuh 6 und der Achse 4 des Fahrradrades 2
herstellbar ist. Aufgrund der erforderlichen Schrägstellung
der beiden Fahrradräder 2 in bezug auf die Längsachse der
Beine der betreffenden Person erscheint es schließlich noch
zweckmäßig, wenn die beiden Fahrradräder 2 mit einer ent
sprechend asymmetrisch ausgebildeten Felge und/oder einer
entsprechend asymmetrisch ausgebildeten Lauffläche des
Außenmantels 7 versehen sind.
Das erfindungsgemäße Fortbewegungsgerät läßt sich in vier
verschiedenen Anwendungsbereichen zum Einsatz bringen:
- 1. Verwendung als Wettbewerbsgerät zur Erzielung möglichst hoher Fortbewegungsgeschwindigkeiten, welche oberhalb der Geschwindigkeiten von normalen Fahrrädern liegen. Bei einem derartigen Einsatz sollte das erfindungsge mäße Fortbewegungsgerät mit relativ groß dimen sionierten Fahrradrädern 2, vorzugsweise in Form von Scheibenrädern versehen sein, welche möglichst leicht gebaut sind und eine möglichst schmale Lauffläche aufweisen. Die dabei zum Einsatz gelangenden Außen mäntel 7 sollten dabei ein Längsrillenprofil aufweisen, um auf diese Weise bei geringem Rollwider stand hohe Querkräfte auf den Bodenbelag ausüben zu können. Auf das Vorsehen von besonderen Bremsrädern 14, kann in diesem Fall verzichtet werden, weil Profisport ler eine Abbremsung des Fortbewegungsgeräts auch auf andere Weise erreichen können.
- 2. Verwendung als interurbanes Transportmittel, um größere Strecken innerhalb von Städten mit geringen Anstren gungen überwinden zu können. Derartige Geräte sollten dabei mit etwas kleiner dimensionierten Fahrradrädern 2 und dickeren Außenmänteln 7 versehen sein, mit welchen Bodenunebenheiten stoßfreier überwunden werden können.
- 3. Verwendung als Fortbewegungsgerät in unwegsamem Ge lände, in welchem Fall sich die Möglichkeit ergibt, daß das erfindungsgemäße Fortbewegungsgerät gelegentlich nicht im rollenden Zustand, sondern in der Art eines Stelzengerätes zum Einsatz gelangt, um auf diese Weise Schlammpassagen und dgl. überwinden zu können. Das Fortbewegungsgerät sollte in diesem Fall mit Fahrrad rädern 2 versehen sein, welche relativ breite und dicke Außenmäntel 7 tragen. Diese Außenmäntel 7 sollten dar über hinaus noch in der Art eines Bergfahrrads mit einem dicken Stollenprofil versehen sein.
- 4. Verwendung als Fortbewegungsgerät am Strand, um bei spielsweise im Verbindung mit einem Rückensegel als Strandsegelgerät zum Einsatz zu gelangen.
Es ist einleuchtend, daß das erfindungsgemäße Fortbewe
gungsgerät im Vergleich zu normalen Fahrrädern erhebliche
Vorteile besitzt, weil auf diese Weise nicht nur höhere
Geschwindigkeiten zu erzielen sind, sondern darüber hinaus
auch noch die Möglichkeit besteht, daß das Fortbewegungs
gerät bei Nichtgebrauch sehr leicht in dem Kofferraum eines
Kraftfahrzeugs und/oder in der Wohnung des Benutzers unter
gebracht werden kann, was bei normalen Fahrrädern nicht
oder nur mit erheblichem Aufwand möglich erscheint.
Claims (8)
1. Fortbewegungsgerät mit Hilfe von gummibereiften Rädern
unter Einsatz der Muskelkraft des menschlichen Kör
pers, dadurch gekennzeichnet, daß dasselbe aus
zwei spiegelsymmetrisch ausgebildeten Geräteteilen (1)
besteht, bei welchen jeweils ein einen Durchmesser im
Bereich zwischen 20 und 80 cm aufweisendes Rad (2) mit
Hilfe eines Verbindungsbügels (5) an der Außenseite
eines bis über den Knöchelbereich hochgezogenen
Sportschuhs (6) derart befestigt ist, daß die Sohlen
fläche des Sportschuhs (6) unterhalb der Achse (4) des
jeweiligen gummibereiften Rades (2) zu liegen gelangt,
während das gummibereifte Rad (2) nach innen hin eine
derartige Neigung aufweist, daß der Auflagepunkt des
gummibereiften Rades (2) auf den Bodenbelag in etwa
mit der nach unten verlängerten Längsachse der Beine
der das Fortbewegungsgerät benutzenden Person
zusammenfällt.
2. Fortbewegungsgerät nach Anspruch 1, dadurch geken
nzeichnet, daß die gummibereiften Räder (2) Fahr
radräder, vorzugsweise verwindungsfreie Scheibenräder
sind.
3. Fortbewegungsgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die gummibereiften Räder
(2) jeweils im Bereich der Nabe (3) eine Rücklauf
sperre in Form einer Zahnkranzsperre (8,9) oder eines
rücklaufgesperrten Nadellagers aufweisen.
4. Fortbewegungsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die gummibereiften
Räder (2) eine die Schräglage kompensierende asymme
trische Felge und/oder einen Außenmantel (7) mit einer
entsprechend asymmetrisch ausgebildeten Lauffläche
aufweisen.
5. Fortbewegungsgerät nach einem der vorangegangenen
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an der
Innen- oder Außenseite der Nabe (3) des gummibereiften
Rades (2) jeweils unter Einsatz einer Längsstange (12)
ein freilaufendes Bremsrad (14) angelenkt ist, welches
unter Einsatz einer Feder gegen den Bodenbelag
gedrückt ist, und daß diese Längsstange (12) gegenüber
der Nabe (3) des Fahrradrades (2) derart gelagert ist,
daß bei einem kontrollierten Rückwärtsschwenken des
Sportschuhs (6) die Lauf fläche des gummibereiften
Rades (2) mit der Außenfläche des Bremsrades (14) in
Berührung gelangt.
6. Fortbewegungsgerät nach einem der vorangegangenen
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß im
Bereich des Verbindungsbügels (5) ein lösbarer
Schnellverschluß (17-23) vorgesehen ist.
7. Fortbewegungsgerät nach einem der vorangegangenen
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
Verbindungsbügel (5) derart ausgebildet ist, daß der
Abstand zwischen der Achse (4) des gummibereiften
Rades (2) und der Sohle des Sportschuhs (6) und/oder
die Schräglage der durch das gummibereifte Rad (2)
gebildeten Ebene gegenüber der Längsachse des mensch
lichen Beines einstellbar sind.
8. Fortbewegungsgerät nach einem der vorangegangenen
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zu der
Ausrüstung zusätzlich noch ein Sturzhelm (38), Ellen
bogenschützer (39), Bremshandschuhe (40) sowie even
tuell noch Knieschutzelemente gehören.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995131253 DE19531253A1 (de) | 1995-08-25 | 1995-08-25 | Fortbewegungsgerät |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995131253 DE19531253A1 (de) | 1995-08-25 | 1995-08-25 | Fortbewegungsgerät |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19531253A1 true DE19531253A1 (de) | 1997-02-27 |
Family
ID=7770334
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1995131253 Withdrawn DE19531253A1 (de) | 1995-08-25 | 1995-08-25 | Fortbewegungsgerät |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19531253A1 (de) |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2937613A1 (fr) * | 2008-10-23 | 2010-04-30 | La Celle Roland De | Structure mecanique deformable d'un engin a trois roues pour la pratique d'un nouveau sports de glisse |
| WO2010121543A1 (zh) * | 2009-04-23 | 2010-10-28 | Sun Jihua | 一种滑行器 |
| CN102923224A (zh) * | 2012-11-21 | 2013-02-13 | 李先强 | 最安全的独轮自行车 |
| US8464822B2 (en) | 2011-01-06 | 2013-06-18 | Evo Way | Personal vehicle |
| CN103921876A (zh) * | 2013-12-14 | 2014-07-16 | 庞群 | 斜度行走特技车 |
-
1995
- 1995-08-25 DE DE1995131253 patent/DE19531253A1/de not_active Withdrawn
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |