DE19531971A1 - Fahrzeugluftreifen - Google Patents
FahrzeugluftreifenInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Fahrzeugluftreifen
mit einer Karkasse, einem Laufstreifen und einer zwischen
Karkasse und Laufstreifen vorgesehenen Gürtelanordnung aus
in einer Gummischicht eingebetteten und im wesentlichen
parallel zueinander verlaufenden, als Festigkeitsträger
dienenden Fäden oder Korden, die in einem im Vergleich zur
Reifenbreite schmalen Gummistreifen eingebettet und in Form
einer wendelförmigen Streifenwicklung um die Karkasse gelegt
sind, wobei die Fäden oder Korde in Streifenlängsrichtung
verlaufen, sowie ein Verfahren zur Herstellung eines solchen
Reifens.
Die Gürtelanordnung in Fahrzeugluftreifen dient vor allem
dazu, den Rollwiderstand des Reifens zu verringern und für
eine gute Lenkreaktion und -stabilität zu sorgen. Bei her
kömmlichen Fahrzeugluftreifen besteht die Gürtelanordnung
aus zumindest zwei übereinander angeordneten, ringförmig um
die Karkasse gelegten gummierten Lagen, in welchen als
Festigkeitsträger dienende, parallel zueinander verlaufende
Fäden oder Korde eingebettet sind. Die Fäden oder Korde
weisen einen Neigungswinkel zur Reifenumfangsrichtung auf,
üblicherweise in der Größenordnung von 15° bis 27°, um so
wohl Vortriebs- als auch Seitenkräfte im Reifen übertragen
zu können. Die Fäden oder Korde aufeinanderfolgender Gürtel
lagen sind dabei zur Reifenumfangsrichtung gegensinnig ge
neigt, um einen Kreuzverband zu bilden.
Eine Möglichkeit zur Herstellung einer solchen Gürtelanord
nung besteht darin, ein endlos gefertigtes Band aus in einer
Kautschukmischung eingebetteten, in Längsrichtung des Bandes
verlaufenden Fäden oder Korden zu fertigen, welches dann un
ter einem Winkel, der dem gewünschten Neigungswinkel der Kor
de zur Reifenumfangsrichtung entspricht, in die einzelnen
Gürtellagen zerschnitten wird. Zwei solche gegensinnig über
einander angeordnete Lagen ergeben dann eine sogenannte
Schnittgürtelanordnung.
Die Herstellung derartiger Gürtel ist relativ aufwendig und
es sind stets mindestens zwei Gürtellagen erforderlich, die
das Reifengewicht wesentlich beeinflussen, insbesondere wenn
Stahlkorde in den Gürtellagen verwendet werden. Der Stoß
zwischen Anfang und Ende einer jeden Gürtellage beeinträch
tigt zudem die Gleichförmigkeit des Reifens und die Schnitt
kanten mit den freien Stahlkordenden führen zu einer erhöh
ten Ablösegefahr des Gürtels.
Bei einem aus der DE 39 17 735 C2 bekannten Fahrzeugluft
reifen der eingangs genannten Art sind daher die Fäden oder
Korde in einem im Vergleich zur Reifenbreite schmalen Gummi
streifen eingebettet und in Form einer wendelförmigen Strei
fenwicklung um die Karkasse gelegt, wobei die Fäden oder
Korde in Streifenlängsrichtung verlaufen.
Durch die Anordnung der Fäden oder Korde in Längsrichtung
eines Gummistreifens, welcher wendelförmig um die Karkasse
gelegt wird, ist die Herstellung der Gürtelanordnung dieses
Reifens gegenüber herkömmlichen Gürtelanordnungen verein
facht. Der endlos fertigbare Streifen wird auf einer Trommel
angesetzt, beispielsweise in einem späteren Schulterbereich
des Reifens, und durch Rotation der Trommel und gleichzeiti
ge Axialbewegung des Streifens zu einer wendelförmigen Strei
fenwicklung geformt. Ein vorheriges Schneiden des Streifens
unter einem Winkel, der dem gewünschten Neigungswinkel der
Korde gegenüber der Reifenumfangsrichtung entspricht, ist
hierbei also nicht erforderlich.
Eine solche Streifenwicklung hat zudem den Vorteil, daß kein
quer über die Reifenbreite verlaufender Stoß und keine
Schnittkanten vorhanden sind. Gleichförmigkeit und Ablösefes
tigkeit dieses Reifens sind daher gegenüber herkömmlichen
Reifen verbessert.
Bei diesem bekannten Fahrzeugluftreifen überlappen sich auf
einanderfolgende Windungen der Streifenwicklung, wobei die
Überlappungsbreite über die Reifenbreite variiert, um die
Gürtelsteifigkeit über die Reifenbreite gezielt einzustel
len. Dieser Reifen hat daher den Nachteil, daß das Gewicht
der Gürtelanordnung aufgrund der großen Wickeldichte relativ
groß ist. Ein weiterer Nachteil besteht darin, daß nur ein
sehr kleiner Neigungswinkel der Fäden oder Korde zur Reifen
umfangsrichtung eingestellt werden kann.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Fahr
zeugluftreifen der eingangs genannten Art so weiterzubilden,
daß diese Nachteile nicht auftreten. Insbesondere soll das
Reifengewicht verringert und die Einstellung größerer Nei
gungswinkel der Fäden oder Korde ermöglicht werden.
Diese Aufgabe wird bei einem solchen Reifen dadurch gelöst,
daß die Streifenwicklung im wesentlichen über die gesamte
Reifenbreite ohne gegenseitige Überlappung benachbarter
Windungen gewickelt ist. Lediglich am Anfang und am Ende der
Streifenwicklung kann eine Überlappung benachbarter Windun
gen gegeben sein, um eine zur Umfangsmittelebene des Reifens
parallele Seitenkante der Gürtelanordnung zu erzielen.
Durch eine Streifenwicklung, welche im wesentlichen über die
gesamte Reifenbreite ohne gegenseitige Überlappung benachbar
ter Windungen gewickelt ist, ergibt sich eine sehr leichte
Gürtelanordnung, so daß insgesamt das Reifengewicht redu
ziert werden kann. Die einzelnen Windungen der Streifenwick
lung können dabei auf Stoß gewickelt sein, so daß sich eine
vollständige Überdeckung der Karkasse zwischen den beiden
Schulterbereichen und dadurch eine feste Gürtelanordnung mit
entsprechend guten Reifeneigenschaften ergibt.
Nach einer Ausgestaltung der Erfindung können mindestens
zwei übereinander angeordnete Streifenwicklungen vorhanden
sein, deren Korde gegenüber der Reifenumfangsrichtung je
weils gegensinnig geneigt sind. Durch diese Ausgestaltung
bilden die Fäden oder Korde einen Kreuzverband, der die
Festigkeit der Gürtelanordnung erhöht. Diese Ausgestaltung
kann daher bevorzugt für solche Anwendungsfälle vorgesehen
werden, die sehr hohe Anforderungen an die Festigkeit und
die dynamischen Eigenschaften der Gürtelanordnung stellen.
Eine solche Ausgestaltung kann beispielsweise dadurch er
reicht werden, daß mehrere wendelformig um die Karkasse ge
legte Streifen übereinander vorhanden sind, oder auch da
durch, daß ein Streifen in mehreren wendelförmigen Lagen um
die Karkasse gelegt ist, beispielsweise indem er von der
einen Reifenschulter ausgehend zu der anderen Reifenschulter
gewickelt und anschließend in umgekehrter Richtung zurück
gewickelt wird.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung weisen zu
mindest in dem zwischen den beiden Schulterbereichen des
Reifens gelegenen mittleren Reifenbereich benachbarte Windun
gen der Streifenwicklung einen Abstand zueinander auf.
Hierdurch kann der Neigungswinkel der Korde gegenüber der
Reifenumfangsrichtung bei Bedarf weiter vergrößert werden.
Durch mindestens zwei übereinander angeordnete Streifenwick
lungen kann trotz des Abstandes zwischen benachbarten Windun
gen einer Streifenwicklung eine weitgehende Überdeckung des
betreffenden Reifenbereichs erreicht werden.
Der Abstand zwischen benachbarten Windungen kann über die
Reifenbreite unterschiedlich sein. Auf diese Weise wird auch
der Neigungswinkel der Fäden oder Korde zur Reifenumfangs
richtung über die Reifenbreite variierbar, und die Eigen
schaften des Reifens in den einzelnen Reifenbereichen werden
exakt einstellbar. Insbesondere im Zenit des Reifens kann
dadurch eine größere Dehnung ermöglicht werden, während die
Schulterbereiche nur geringe Dehnbarkeit erhalten.
Es ist auch möglich, mehrere Streifenwicklungen so übereinan
der anzuordnen, daß insgesamt eine vollständige Überdeckung
des Reifenbereichs zwischen den beiden Reifenschultern gege
ben ist. Hierzu werden die Windungen in den einzelnen Strei
fenwicklungen so gelegt, daß sie mit den Windungen einer
darunterliegenden Streifenwicklung gestoßen sind oder diese
teilweise überlappen. Dies kann beispielsweise bei Reifen
vorteilhaft sein, die große Belastungen aushalten müssen wie
beispielsweise Reifen für Lastwagen oder Baumaschinen.
Als Material für die Fäden oder Korde in den Streifen kann
grundsätzlich jedes übliche Material, beispielsweise Stahl
verwendet werden. Es kann aber auch ein Textilmaterial, ins
besondere Aramid oder ein Hybridmaterial aus Aramid und ei
nem anderen Textilmaterial wie Nylon oder Rayon verwendet
werden. Wichtig ist, daß die Fäden oder Korde eine ausrei
chende Zugfestigkeit aufweisen, um die Ausdehnung des Rei
fens auf das zulässige Maß zu begrenzen.
Bei mehreren übereinander angeordneten Streifenwicklungen
können für die einzelnen Wicklungen auch unterschiedliche
Materialien verwendet werden. Grundsätzlich ist es auch
möglich, den Streifen für eine Streifenwicklung aus zwei
oder mehr Teilen mit unterschiedlichem Material zusammenzu
setzen.
Schließlich kann die Gürtelanordnung nach einer Ausgestal
tung der Erfindung bevorzugt aus einer Streifenwicklung ohne
Abdeckung ausgebildet sein. Hierdurch ergibt sich ein beson
ders einfacher Aufbau und ein geringes Gewicht des erfin
dungsgemäßen Reifens.
Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur Herstellung
eines solchen Fahrzeugluftreifens, bei welchem der schmale
Streifen für die Streifenwicklung zunächst auf eine in
Axialrichtung gewölbte, radial zusammenfahrbare Trommel
gewickelt und anschließend der Laufstreifen um den fertigen
Wickel gelegt wird. Dann wird der von Wickel und Laufstrei
fen gebildete Ring von außen her mittels einer Haltevor
richtung ergriffen, die Trommel radial zusammengefahren und
der Wickel um die auf einer Aufbautrommel angeordnete Karkas
se gelegt. Anschließend wird die Karkasse in den Ring hinein
bombiert und mit diesem zusammen in die Reifenheizform ge
bracht, in welcher der Reifen schließlich unter Ausformen
des Reifenprofils vulkanisiert wird.
Dieses Verfahren gewährleistet, daß die Streifenwicklung be
reits auf der gewölbten Trommel annähernd die Form aufweist,
welche sie im fertigen Reifen hat. Dadurch wird die Gürtel
anordnung bei der Herstellung des Reifens also nur sehr
wenig gedehnt, so daß die Streifen bereits in der endgülti
gen Festigkeit gewickelt werden können.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung
dargestellt und wird nachfolgend beschrieben. Es zeigen
Fig. 1 eine perspektivische, teilweise geschnittene
Darstellung eines erfindungsgemäßen Fahrzeug
luftreifens,
Fig. 2 einen Teilquerschnitt durch eine gewölbte
Trommel mit aufgelegter erfindungsgemäßer
Gürtelanordnung und Laufstreifen und
Fig. 3 einen Teilquerschnitt durch einen erfindungs
gemäß aufgebauten Fahrzeugluftreifen.
Bei dem in Fig. 1 dargestellten Reifen sind nur die zum Ver
ständnis der Erfindung notwendigen Reifenbestandteile ge
zeigt, nämlich eine den Reifen nach innen abschließende Kar
kasse 1, ein die Reifenlauffläche bildender Laufstreifen 2
und eine zwischen Karkasse 1 und Laufstreifen 2 vorgesehene
Gürtelanordnung 3.
Die Gürtelanordnung 3 besteht aus einem gegenüber der Reifen
breite b schmalen Streifen 4, welcher in Form einer wendel
förmigen Streifenwicklung um die Karkasse 1 gelegt ist. Der
Streifen 4 besteht aus in Streifenlängsrichtung verlaufenden
Fäden oder Korden 5, welche in eine Gummimischung eingebet
tet sind, und weist beispielsweise eine Breite a von etwa 10
bis 15 mm auf. Die Fäden oder Korde 5 sind in Fig. 3 ange
deutet, wo der Streifen 4 beispielhaft mit nur drei Korden 5
dargestellt ist, obwohl in der Regel eine größere Anzahl von
Korden 5 im Streifen 4 vorhanden ist, beispielsweise etwa 12
Korde pro Zentimeter Streifenbreite. Die Karkasse 1 und der
Laufstreifen 2 können in üblicher Weise aufgebaut sein.
Fig. 2 zeigt die Anordnung des Streifens 4 auf einer in
Axialrichtung gewölbten Trommel 6. Der Streifen 4 ist über
die gesamte Reifenbreite b auf Stoß gewickelt, so daß eine
dichte Streifenwicklung 3 gebildet wird. Lediglich am Anfang
und Ende der Streifenwicklung 3 kann eine Überlappung benach
barter Windungen vorliegen, um eine zur Mittelumfangsebene
des Reifens parallele Seitenkante der Gürtelanordnung 3 zu
erzielen. Auf die Streifenwicklung 3 ist direkt der Lauf
streifen 2 aufgelegt.
Die Herstellung eines erfindungsgemäßen Fahrzeugluftreifens
erfolgt beispielsweise derart, daß der Streifen 4 aus in
einer Gummimischung eingebetteten Fäden oder Korden 5 auf
die in Axialrichtung gewölbte Trommel 6 aufgewickelt wird,
indem der Streifen 4 in einem späteren Schulterbereich 8 des
Reifens angesetzt, anschließend die Trommel 6 um ihre Achse
rotiert und gleichzeitig der Streifen 4 in Richtung der
Trommelachse zum zweiten späteren Schulterbereich 9 des Rei
fens bewegt wird. Auf die fertige Streifenwicklung 3 wird
dann der Laufstreifen 2 aufgelegt.
Laufstreifen 2 und Streifenwicklung 3 werden nun gemeinsam
von einer hier nicht dargestellten Haltevorrichtung ergrif
fen und anschließend die Trommel 6 radial zusammengefahren.
Dann transportiert die Haltevorrichtung die Streifenwicklung
3 mit Laufstreifen 2 zu einer ebenfalls nicht gezeigten Auf
bautrommel, auf der eine fertig vorbereitete Karkasse 1 ange
ordnet ist. Dort wird die Karkasse 1 in den von Streifenwick
lung 3 und Laufstreifen 2 gebildeten Ring hineinbombiert. An
schließend wird dieser Reifenrohling in eine Reifenheizform
gelegt und dort unter Ausformen des Reifenprofils 11 aus
vulkanisiert.
Die Herstellung des Streifens 4 für die Streifenwicklung 3
erfolgt bevorzugt in Endlosfertigung, wobei die als Festig
keitsträger dienenden Fäden oder Korde 5 parallel zueinander
in eine Gummimischung eingebettet werden. Dieses endlose
Band muß dann nur noch in Streifen 4 mit der für eine Strei
fenwicklung 3 erforderlichen Länge zerteilt werden.
Die Herstellung des erfindungsgemäßen Fahrzeugluftreifens
ist also gegenüber herkömmlichen Reifen vereinfacht. Zudem
kann bei dem erfindungsgemäßen Reifen auf eine Abdecklage
über der Gürtelanordnung verzichtet werden, was zu einer
zusätzlichen Einsparung beim Reifengewicht führt.
Fig. 3 zeigt einen Teilschnitt eines solchermaßen hergestell
ten erfindungsgemäßen Fahrzeugreifens. Man erkennt den einfa
chen Aufbau mit einer direkt auf der Karkasse 1 angeordneten
einfachen Streifenwicklung 3, auf die direkt der Laufstrei
fen 2 mit dem eingeformten Reifenprofil mit Profilnuten 11
folgt. Auf der Streifenwicklung 3 ist also keine zusätzliche
Abdecklage vorhanden. Benachbarte Windungen 7 der Streifen
wicklung 3 sind jeweils miteinander gestoßen, so daß die
Streifenwicklung 3 die Karkasse 1 vom einen Schulterbereich
8 zum anderen Schulterbereich 9 vollständig überdeckt.
Die Streifenwicklung 3 kann aber auch so ausgeführt sein,
daß benachbarte Windungen 7 einen Abstand zueinander aufwei
sen, insbesondere im mittleren Reifenbereich 10, wobei sich
der Abstand zwischen den Windungen 7 über die Reifenbreite b
auch ändern kann.
Je nach Anwendungsfall können auch mehrere Streifenwicklun
gen 3 übereinander angeordnet werden, wobei dann die einzel
nen Wicklungen bevorzugt so ausgeführt sind, daß die Fäden
bzw. Korde 5 in aufeinanderfolgenden Wicklungen zur Reifenum
fangsrichtung I gegensinnig geneigt sind.
Das Dehnungsverhalten des Reifens kann über den Neigungswin
kel der Korde 5 zur Reifenumfangsrichtung I eingestellt wer
den. So kann der Neigungswinkel beispielsweise etwa 5° betra
gen, wenn die einzelnen Windungen 7 der Streifenwicklung 3
auf Stoß gewickelt sind. Durch Beabstanden benachbarter Win
dungen 7 sind größere Neigungswinkel gegenüber der Reifenum
fangsrichtung I erreichbar, wobei der Winkel über die Reifen
breite b auch variierbar ist, um den verschiedenen Reifen
bereichen unterschiedliche Dehnungseigenschaften zu geben.
So kann beispielsweise in den beiden Schulterbereichen 8 und
9 des Reifens ein kleiner Abstand und damit ein kleiner Win
kel gegeben sein, während im dazwischenliegenden mittleren
Reifenbereich 10 benachbarte Windungen 7 einen größeren
Abstand zueinander aufweisen, so daß sie unter einem größe
ren Winkel zur Reifenumfangsrichtung I verlaufen, insbesonde
re zwischen etwa 15° und etwa 27°. Die Dehnbarkeit des
mittleren Reifenbereichs 10 ist damit gegenüber den beiden
Schulterbereichen 8 und 9 vergrößert.
Als Material für die Fäden oder Korde 5 der Streifen 4 kann
Stahl oder Aramid oder ein anderes Textilmaterial, insbeson
dere auch ein Hybridmaterial aus Aramid und beispielsweise
Rayon oder Nylon verwendet werden. Wenn mehrere Streifen
wicklungen 3 übereinander angeordnet sind, kann es vorteil
haft sein, in den einzelnen Streifenwicklungen 3 verschie
dene Materialien für die Korde 5 zu verwenden.
Der erfindungsgemäße Fahrzeugluftreifen zeichnet sich durch
einen einfachen Aufbau, ein geringes Gewicht und gute Laufei
genschaften aus. Ein weiterer Vorteil besteht in dem gerin
geren Rollwiderstand, dem erhöhten Komfort und den geringe
ren ungefederten Massen des erfindungsgemäßen Reifens.
Bezugszeichenliste
1 Karkasse
2 Laufstreifen
3 Streifenwicklung
4 Streifen
5 Kord
6 Trommel
7 Windung
8 Schulterbereich
9 Schulterbereich
10 mittlerer Reifenbereich
11 Profilnut
a Streifenbreite
b Reifenbreite
I Reifenumfangsrichtung
2 Laufstreifen
3 Streifenwicklung
4 Streifen
5 Kord
6 Trommel
7 Windung
8 Schulterbereich
9 Schulterbereich
10 mittlerer Reifenbereich
11 Profilnut
a Streifenbreite
b Reifenbreite
I Reifenumfangsrichtung
Claims (11)
1. Fahrzeugluftreifen mit einer Karkasse (1), einem Lauf
streifen (2) und einer zwischen Karkasse (1) und Lauf
streifen (2) vorgesehenen Gürtelanordnung (3) aus in
einer Gummischicht eingebetteten und im wesentlichen
parallel zueinander verlaufenden, als Festigkeitsträger
dienenden Fäden oder Korden (5), die in einem im Ver
gleich zur Reifenbreite (b) schmalen Gummistreifen (4)
eingebettet und in Form einer wendelförmigen Streifen
wicklung (3) um die Karkasse (1) gelegt sind, wobei die
Fäden oder Korde (5) in Streifenlängsrichtung verlaufen,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Streifenwicklung (3) im wesentlichen über die
gesamte Reifenbreite (b) ohne gegenseitige Überlappung
benachbarter Windungen (7) gewickelt ist.
2. Fahrzeugluftreifen nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß benachbarte Windungen (7) der Streifenwicklung (3)
miteinander gestoßen sind.
3. Fahrzeugluftreifen nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens zwei wendelförmige Streifenwicklungen (3)
übereinander angeordnet sind und daß die Fäden oder Kor
de (5) in aufeinanderfolgenden Streifenwicklungen (3)
zur Reifenumfangsrichtung (I) gegensinnig geneigt sind.
4. Fahrzeugluftreifen nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß zumindest in dem zwischen den beiden Schulterberei
chen (8, 9) des Reifens gelegenen mittleren Reifenbe
reich (10) benachbarte Windungen (7) der Streifenwick
lungen (3) einen Abstand zueinander aufweisen.
5. Fahrzeugluftreifen nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Abstand benachbarter Windungen (7) über die
Reifenbreite (b) unterschiedlich ist.
6. Fahrzeugluftreifen nach Anspruch 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß mehrere Streifenwicklungen übereinander angeordnet
sind, die jeweils voneinander beabstandete Windungen auf
weisen, und daß die Windungen in den einzelnen Streifen
wicklungen so gelegt sind, daß sie mit den Windungen
einer darunter liegenden Streifenwicklung gestoßen sind
oder sich mit diesen schindelartig überlappen.
7. Fahrzeugluftreifen nach einem der vorhergehenden Ansprü
che,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Streifenwicklung (3) ihren Anfang in einem Schul
terbereich (8) des Reifens und ihr Ende im anderen Schul
terbereich (9) des Reifens hat.
8. Fahrzeugluftreifen nach einem der vorhergehenden Ansprü
che,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Streifenwicklung (3) nicht mit einer Abdecklage
versehen ist.
9. Fahrzeugluftreifen nach einem der vorhergehenden Ansprü
che,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Fäden oder Korde (5) aus Stahl bestehen.
10. Fahrzeugluftreifen nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Fäden oder Korde (5) aus Textilmaterial,
insbesondere Aramid oder einem Hybridmaterial mit Aramid
und einem anderen Textilmaterial wie Nylon oder Rayon be
stehen.
11. Verfahren zur Herstellung eines Reifens nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein schmaler Streifen (4) aus in einer Gummischicht
eingebetteten, in Streifenlängsrichtung verlaufenden
Fäden oder Korden (5) zunächst auf eine in Axialrichtung
gewölbte, radial zusammenfahrbare Trommel (6) gewickelt
wird, daß anschließend ein Laufstreifen (2) um die ferti
ge Streifenwicklung (3) gelegt wird, daß dann der Ring
aus Streifenwicklung (3) und Laufstreifen (2) von außen
her von einer Haltevorrichtung ergriffen, und nachdem
die Trommel (6) radial zusammengefahren wurde, um eine
auf einer Aufbautrommel angeordnete Karkasse (1) gelegt
wird, welche anschließend in den Ring hinein bombiert
und mit diesem zusammen in eine Reifenheizform gebracht
wird, in welcher der Reifen schließlich unter Ausformen
des Reifenprofils (11) vulkanisiert wird.
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