DE19530045C1 - Nadelregister für Pökelmaschinen - Google Patents
Nadelregister für PökelmaschinenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Nadelregister für Pökelmaschinen, mit einer Ver
teilerkammer, der Pökellake unter Druck zuführbar ist, mehreren hohlen Na
deln, die flüssigkeitsdicht und axial verschiebbar durch zwei gegenüberlie
gende Wände der Verteilerkammer hindurchgeführt sind, und mit einer
Ventileinrichtung zur Steuerung der Lakezufuhr von der Verteilerkammer in
die einzelnen Nadeln, wobei die Nadeln in der Offen-Stellung der Ventilein
richtung jeweils über eine innerhalb der Verteilerkammer liegende Querboh
rung mit dem Inneren der Verteilerkammer in Verbindung stehen.
Ein solches Nadelregister ist vertikal beweglich über einem Förderer ange
ordnet, auf dem das Pökelgut zugeführt und abtransportiert wird. Wenn das
Nadelregister abgesenkt wird, treten die Nadeln in das auf dem Förderer lie
gende Pökelgut ein, und die über die Verteilerkammer zugeführte Lake wird
mit Hilfe der Nadeln in das Pökelgut injiziert. Die Ventileinrichtung sorgt da
für, daß nur dann Pökellake von den Nadeln abgegeben wird, wenn diese in
das Pökelgut eingedrungen sind.
Bei bekannten Nadelregistern wird dies dadurch erreicht, daß sich die Na
deln relativ zu den Wänden der Verteilerkammer verschieben, so daß ihre
Querbohrung in der Offen-Stellung frei zugänglich im Inneren der Verteiler
kammer liegt, während sie in der Geschlossen-Stellung durch ein an oder in
der Wand der Verteilerkammer angebrachtes Verschlußglied zugehalten wer
den bzw. außerhalb der Verteilerkammer liegen. Die Verschiebung der Na
deln relativ zu der Verteilerkammer wird entweder durch den Eindringwi
derstand der Nadeln beim Auftreffen auf das Pökelgut bewirkt, oder sie wird
für sämtliche Nadeln gemeinsam durch einen Niederhalter gesteuert, der re
lativ zu dem Nadelregister beweglich ist und beim Absenken des Nadelregi
sters auf dem Pökelgut zur Anlage kommt. Die Verschiebbarkeit der Nadeln
relativ zu der Verteilerkammer hat außerdem den Zweck, ein Ausweichen
der Nadeln zu ermöglichen, wenn diese beim Absenken des Nadelregisters
auf einen Knochen in dem Pökelgut treffen.
Da in der Verteilerkammer stets ein gewisser Einspritzdruck aufrechterhal
ten wird, müssen die Durchführungen der Nadeln durch die Wände der Ver
teilerkammer gut abgedichtet sein, damit Flüssigkeitslecks vermieden wer
den. Die hierzu benötigten Dichtungen setzen der Verschiebung der Nadeln
einen relativ hohen Reibungswiderstand entgegen und unterliegen bei dem
herkömmlichen Nadelregister einem hohen Verschleiß, da sich die Nadeln
bei jedem Arbeitstakt zwischen der Offen-Stellung und der Geschlossen-Stel
lung verschieben müssen. Wenn die Dichtwirkung infolge des Verschleißes
nachläßt, treten unerwünschte Lecks an den Nadeldurchführungen auf.
Weiterhin muß bei dem herkömmlichen Nadelregister die Bewegung der Na
deln so gesteuert werden, daß sich einerseits in der Offen-Stellung die Quer
bohrungen der Nadeln in einer definierten Position innerhalb der Verteiler
kammer befinden, während andererseits auch ein Ausweichen der Nadeln
beim Auftreffen auf einen Knochen möglich sein muß. Dies bedingt einen re
lativ hohen konstruktiven Aufwand.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Nadelregister der eingangs genannten Art
zu schaffen, dessen Ventileinrichtung sich durch eine hohe Funktionssicher
heit und geringe Verschleißanfälligkeit auszeichnet.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Ventileinrich
tung durch eine im Inneren der Verteilerkammer angeordnete Schaltplatte
gebildet wird, die mit entsprechend dem Raster der Nadeln angeordneten
und von diesen Nadeln durchsetzten Bohrungen versehen ist und die in
Längsrichtung der Nadeln verschiebbar ist und die Querbohrungen der Na
deln in der Geschlossen-Stellung verschließt und in der Offen-Stellung frei
gibt.
Bei dem erfindungsgemäßen Nadelregister brauchen sich somit die Nadeln
während des normalen Betriebs nicht relativ zu der Verteilerkammer zu ver
schieben, so daß der Verschleiß an den Dichtungen der Nadeldurchführun
gen minimiert wird. Zu einer Verschiebung der Nadeln in den Wänden der
Verteilerkammer kommt es lediglich noch in Ausnahmefällen, wenn eine Na
del auf einen Knochen oder ein sonstiges Hindernis trifft.
Da sich die Nadeln während des normalen Betriebs nicht relativ zur Vertei
lerkammer verschieben, können sie durch einen einfachen Anschlag in einer
definierten Position in bezug auf die Schaltplatte gehalten werden, so daß ei
ne hohe Funktionssicherheit der Ventileinrichtung gewährleistet wird.
Im Normalfall werden die Querbohrungen der Nadeln durch die Schaltplatte
in der Geschlossen-Stellung zugehalten, so daß die Nadeln nicht belüftet wer
den und die noch in den hohlen Nadeln vorhandene Lakeflüssigkeit nicht
auslaufen kann. Wenn die Dichtungen an der Schaltplatte, die die Querboh
rungen der einzelnen Nadeln verschließen, nach längerem Gebrauch undicht
werden, kann zwar etwas Leckflüssigkeit aus der Verteilerkammer austreten,
doch da diese Leckflüssigkeit nur durch die Austrittsöffnungen im unteren
Endbereich der Nadeln abfließen kann, wird selbst unter diesen Bedingungen
noch eine Verschmutzung der Außenwände der Verteilerkammer mit Pökel
lake vermieden.
Vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen der Erfindung ergeben
sich aus den Unteransprüchen.
Bevorzugt ist die Schaltplatte mit Verschlußhülsen versehen, die die einzel
nen Nadeln umgeben und die auswechselbar in entsprechende Bohrungen
der Schaltplatte eingesetzt sind. Somit können die Verschlußhülsen, die bei
jedem Arbeitstakt relativ zu den Nadeln bewegt werden und somit noch am
ehesten verschleißgefährdet sind, nach Entfernen der Nadeln und Herauszie
hen der Schaltplatte aus der Verteilerkammer bequem ausgewechselt wer
den.
Im folgenden wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand
der Zeichnungen näher erläutert.
Die einzige Zeichnungsfigur zeigt einen Längsschnitt durch ein erfindungsge
mäßes Nadelregister.
Das Nadelregister besitzt ein Gehäuse 10 in der Form eines Rohres mit fla
chem, rechteckigem Querschnitt, das in der Zeichnung im Längsschnitt dar
gestellt ist. Auf die Enden dieses Rohres ist jeweils eine Endkappe 12 aufge
steckt, die einen Schlauchanschluß 14 zum Zuführen von Pökellake aufweist.
In der Zeichnung ist lediglich eine Endkappe 12 an einem Ende des Gehäu
ses 10 gezeigt.
Das Innere des Gehäuses 10 bildet eine Verteilerkammer 16, in der die über
die Endkappen 12 von beiden Enden her zugeführte Pökellake auf eine An
zahl von hohlen Nadeln 18 verteilt wird, die dicht durch die oberen und un
teren Wände 20, 22 des Gehäuses 10 hindurchgeführt sind. Die Nadeln 18
sind in dem Gehäuse 10 in mindestens zwei in Längsrichtung des Gehäuses
verlaufenden Reihen angeordnet und besitzen jeweils innerhalb der Vertei
lerkammer 16 eine Querbohrung 24, über welche die Lake in das Innere der
Nadeln 18 eintritt. Außerdem besitzen die Nadeln 18 in ihrem unteren End
abschnitt jeweils mehrere Austrittsöffnungen 26 zur Abgabe der Lake in das
Pökelgut.
Das Nadelregister ist mit Hilfe eines nicht gezeigten Hubmechanismus verti
kal beweglich über einem gleichfalls nicht gezeigten Förderer angeordnet, auf
dem das Pökelgut schrittweise zugeführt und abtransportiert wird. Während
der Förderer anhält, wird das Nadelregister abgesenkt, so daß die Nadeln 18
in das Pökelgut eindringen und die Pökellake gleichmäßig im Pökelgut ver
teilt wird.
Eine Schaltplatte 28 ist waagerecht im Inneren der Verteilerkammer 16 an
geordnet. Diese Schaltplatte 28 weist mehrere Öffnungen auf, die entspre
chend dem Raster der Nadeln 18 angeordnet sind und in die jeweils eine
auswechselbare Verschlußhülse 30 eingesetzt ist. Jede Verschlußhülse 30
liegt mit einem an ihrem unteren Ende ausgebildeten Bund an der Unterseite
der Schaltplatte 28 an und ist durch einen auf der Oberseite der Schaltplatte
liegenden Sprengring 32 oder einen elastisch nachgebenden Wulst an der
Schaltplatte 28 fixiert. Jede Verschlußhülse 30 nimmt im Inneren zwei in
axialem Abstand zueinander liegende Dichtringe 34 auf, die den ringförmigen
Zwischenraum zwischen der Umfangsfläche der Nadel 18 und der Innenflä
che der Verschlußhülse 30 abdichten. Wenn sich die Schaltplatte 28 in einer
abgesenkten Position befindet, wie im linken Teil der Zeichnung gezeigt ist,
so liegt die Querbohrung 24 der Nadel zwischen den beiden Dichtringen 34,
so daß die Strömungsverbindung zwischen dem Inneren der Nadel 18 und
dem Inneren der Verteilerkammer 16 unterbrochen ist. Wenn sich die
Schaltplatte 28 dagegen in einer angehobenen Position befindet, wie im
rechten Teil der Zeichnung dargestellt ist, so liegt der untere Dichtring 34
oberhalb der Querbohrung 24, so daß die unter Druck stehende Pökellake aus
der Verteilerkammer 16 durch die Querbohrung 24 in das Innere der Nadel
18 gelangt und über die Austrittsöffnungen 26 in das Pökelgut injiziert wer
den kann.
Die Schaltplatte 28 ist an einer vertikalen Halteplatte 36 gehalten, die längs
der Mittellinie der Schaltplatte 28 verläuft und mit dieser einen kreuzförmi
gen Querschnitt bildet. Die Enden der Halteplatte 36 sind über die Enden
der Schaltplatte 28 hinaus verlängert und sind jeweils gelenkig und mit Spiel
mit dem freien Ende eines Hebels 38 verbunden. Das andere Ende des He
bels ist auf einem Bolzen 40 gelagert, der waagerecht durch das Innere der
Verteilerkammer 16 verläuft und druckdicht in den Seitenwänden des Ge
häuses 10 fixiert ist. Die Schaltplatte 28 ist somit durch die Verschlußhülse
30 beweglich auf den Nadeln 18 geführt und läßt sich durch Verschwenken
der Hebel 38 um die Bolzen 40 in vertikaler Richtung verstellen.
Auf dem Gehäuse 10 sind zwei doppelt wirkende Pneumatikzylinder 42 mon
tiert, deren Kolbenstangen 44 vertikal durch die oberen und unteren Wände
20, 22 des Gehäuses 10 verlaufen. Unmittelbar oberhalb und unterhalb des
Gehäuses 10 sind die Kolbenstangen 44 in Führungsblöcken 46, 48 geführt.
Durch diese Führungsblöcke werden zugleich die Fugen zwischen den Kol
benstangen 44 und den Wänden des Gehäuses 10 abgedichtet.
Innerhalb der Verteilerkammer 16 ist auf der Kolbenstange 44 jeweils mit
Hilfe einer Stellschraube 50 ein Schaltblock 52 befestigt. Dieser Schaltblock
52 bildet eine Gabel 54, in die ein am freien Ende des Hebels 38 sitzender
Mitnehmer 56 eingreift. Durch synchrone Betätigung der Pneumatikzylinder
42 lassen sich somit die Hebel 38 verschwenken, so daß die Schaltplatte 28
zwischen ihrer Geschlossen-Stellung (links in der Zeichnung) und ihrer
Offen-Stellung (rechts in der Zeichnung) verstellt wird.
Jeder Pneumatikzylinder 42 besitzt zwei Druckluftanschlüsse 58, 60, die mit
durch den Kolben 62 des Pneumatikzylinders getrennten oberen und unte
ren Arbeitskammern 64, 66 des Pneumatikzylinders in Verbindung stehen
und an nicht gezeigte Pneumatikventile angeschlossen sind.
Wenn sich das Gehäuse 10 in der angehobenen Position oberhalb des Pökel
gutes befindet, sind die oberen Arbeitskammern 64 der Pneumatikzylinder
42 druckbeaufschlagt, so daß sich die Kolbenstangen 44 in ihrer unteren
Endlage befinden und die Schaltplatte 28 in der Geschlossen-Stellung halten.
Wenn dann das Gehäuse 10 abgesenkt wird, so wird durch einen nicht ge
zeigten Niederhalter oder Taster der Zeitpunkt abgetastet, an dem die unte
ren Enden der Nadeln 18 die Oberseite des Pökelgutes erreichen. Durch die
sen Niederhalter oder Taster werden dann die erwähnten Pneumatikventile
umgeschaltet, so daß die oberen Arbeitskammern 64 der Pneumatikzylinder
druckentlastet und die unteren Arbeitskammern 66 mit Druckluft beauf
schlagt werden. Folglich bewegen sich die Kolbenstangen 44 nach oben, und
die Hebel 38 werden durch die Schaltblöcke 52 nach oben geschwenkt, so
daß sie die Halteplatte 36 und die damit verbundene Schaltplatte 28 in die
Offen-Stellung anheben. Hierdurch wird die Injektion der Pökellake in das
Pökelgut eingeleitet.
Wenn bei der anschließenden Hubbewegung des Gehäuses 10 der Niederhal
ter oder Taster wieder von dem Pökelgut freikommt, so werden die Pneuma
tikventile wieder umgeschaltet, so daß die Schaltplatte 28 wieder die Ge
schlossen-Stellung einnimmt. Auf diese Weise wird sichergestellt, daß die
Nadeln 18 nur während der Betriebsphase Pökellake abgeben, in der die Na
deln in das Pökelgut eingestochen sind.
Die Nadeln 18 sind mit Hilfe von Dichtungshülsen 68 kraftschlüssig in den
oben und unteren Wänden 20, 22 des Gehäuses 10 gehalten. Durch innerhalb
und außerhalb der Verteilerkammer 16 in den Dichtungshülsen 68 angeord
nete Dichtringe 70 werden die Durchführungen der Nadeln 18 durch die
Dichtungshülsen 68 zuverlässig abgedichtet. Der Kraftschluß zwischen den
Dichtungshülsen 68 und den Nadeln 18 ist so bemessen, daß der Eindringwi
derstand beim Einstechen der Nadeln in das Pökelgut überwunden werden
kann und die Nadeln somit während des normalen Betriebs der Pökelmaschi
ne relativ zu dem Gehäuse 10 unbeweglich bleiben. An den Dichtringen 70
tritt folglich während des normalen Betriebs der Pökelmaschine kein Ver
schleiß auf.
Nur in Ausnahmefällen, wenn die Spitze einer Nadel 18 auf ein Hindernis,
beispielsweise auf einen Knochen trifft, verschiebt sich diese Nadel in den
Dichtungshülsen 68 relativ zu dem Gehäuse 10 nach oben, so daß eine
Beschädigung der Nadel vermieden wird.
Am oberen Ende sind die Nadeln 18 jeweils mit einem verdickten Kopf 72
versehen. Der erwähnte Niederhalter ist elastisch oder pneumatisch nach un
ten vorgespannt und verschiebt sich deshalb bei der Aufwärtsbewegung des
Gehäuses 10 relativ zu diesem nach unten. Durch eine an dem Niederhalter
ausgebildete Anschlagplatte (nicht gezeigt), die an den verdickten Köpfen der
Nadeln 72 anschlägt, werden die Nadeln, die durch einen Knochen nach
oben gedrückt wurden, wieder in die normale Betriebsposition zurückge
stellt, in der ihr verdickter Kopf 72 an der Oberseite der zugehörigen Dich
tungshülse 68 anliegt. Hierdurch ist gewährleistet, daß sich die Querbohrun
gen 24 der Nadeln beim nächsten Arbeitstakt wieder in der richtigen Posi
tion in bezug auf die Schaltplatte 28 befinden.
Während bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel die Schaltplatte 28 pneuma
tisch verstellt wird, ist es in einer abgewandelten Ausführungsform auch
möglich, die Relativbewegung zwischen dem Gehäuse 10 und dem Niederhal
ter zur mechanischen Betätigung der mit den Schaltblöcken 52 versehenen
Kolbenstangen 44 auszunutzen, so daß auf die Pneumatikzylinder 42 und die
zugehörige Ventilsteuerung verzichtet werden kann.
Die Dichtungshülsen 68 sind auswechselbar in die oberen und unteren Wände
des Gehäuses 10 eingeschraubt und besitzen zu diesem Zweck einen Sechs
kantkopf, der auf der der Wand 20 bzw. 22 des Gehäuses 10 zugewandten
Seite mit einer Dichtung versehen ist. Im allgemeinen brauchen die Dich
tungshülsen 68 jedoch nur selten ausgewechselt zu werden, da sich die Na
deln 18 im Regelfall nicht relativ zu den Dichtungshülsen bewegen.
Die stärker verschleißbelasteten Verschlußhülsen 30 können bei Bedarf ein
fach ausgewechselt werden, wie im folgenden beschrieben werden soll.
Zunächst werden zumindest an einem Ende des Gehäuses 10 nicht gezeigte
Befestigungsschrauben gelöst, mit denen die dortige Endkappe 12 am Gehäu
se befestigt ist, und die betreffende Endkappe 12 wird abgezogen. Die Nadeln
18 werden nach oben aus den Gehäuse 10 herausgezogen. An dem Ende des
Gehäuses, an dem die Endkappe 12 entfernt wurde, wird der dicht durch die
Wände des Gehäuses hindurchgeführte Bolzen 40 gelöst und herausgezogen,
so daß sich der Hebel 38 und die Halteplatte 36 mit der daran befestigten
Schaltplatte 28 durch das offene Ende aus dem Gehäuse 10 herausziehen las
sen. Die Kolbenstangen 44 und die Schaltblöcke 52 sind in der Richtung
senkrecht zur Zeichenebene gegenüber der Schaltplatte 28 versetzt, so daß
sich die Schaltplatte beim Herausziehen an der Kolbenstange 44 vorbeibewe
gen kann.
Die Halteplatte 36 kann zumindest an einem Ende über eine Gabel, die der
Gabel 54 vergleichbar ist, lösbar mit dem zugehörigen Hebel 38 in Eingriff
stehen. Wenn die Halteplatte 36 dann zum anderen Ende aus dem Gehäuse
10 herausgezogen wird, kann somit der Hebel 38 im Gehäuse 10 verbleiben,
so daß der zugehörige Bolzen 40 nicht gelöst zu werden braucht. In diesem
Fall braucht somit zur Entnahme der Schaltplatte 28 nur die Endkappe 12 an
einem Ende des Gehäuses abgenommen zu werden.
Wenn sich die Schaltplatte 28 außerhalb des Gehäuses 10 befindet, lassen
sich die undicht gewordenen Verschlußhülsen 30 problemlos auswechseln.
Anschließend wird die Schaltplatte 28 wieder montiert, indem die oben be
schriebenen Schritte in umgekehrter Reihenfolge vorgenommen werden.
Vorzugsweise wird die Halteplatte 28 vor dem Ausbau in die Geschlossen-
Stellung geschaltet. Wie im linken Teil der Zeichnung zu erkennen ist, liegt
in dieser Stellung die Halteplatte 36 mit ihrem unteren Rand auf der unteren
Wand 22 des Gehäuses 10 auf. Beim Einbau der Schaltplatte 28 kann somit
die Halteplatte 36 einfach über den Boden des Gehäuses geschoben werden,
wodurch sichergestellt wird, daß die Gabel am freien Ende der Halteplatte
sich in der richtigen Höhe in bezug auf den Mitnehmer 56 an dem im Gehäu
se verbliebenen Hebel 38 befindet, so daß die Gabel sich problemlos auf den
Mitnehmer aufschieben läßt.
Die im Inneren des Gehäuses 10 untergebrachten Funktionsteile sowie das
Gehäuse selbst bestehen aus lebensmittelverträglichen, leicht zu reinigenden
Materialien, beispielsweise aus Edelstahl und/oder Kunststoff, die gegenüber
der Salzlake beständig sind. Der Mechanismus zum Bewegen der Schaltplatte
28 zeichnet sich aufgrund seiner einfachen und robusten Konstruktion durch
eine hohe Funktionssicherheit aus, so daß er auch in der die Verteilerkam
mer ausfüllenden Lakeflüssigkeit einwandfrei arbeitet.
Ein besonderer Vorteil der beschriebenen Konstruktion besteht darin, daß
das Gehäuse 10 - ohne die beiden Endkappen 12 - einfach durch ein an bei
den Enden offenes Rohr gebildet wird, das keine toten Ecken und Winkel
aufweist und sich deshalb sehr leicht reinigen läßt. Insbesondere kann die
Verteilerkammer 46 problemlos mit einem Reinigungsmedium, beispielswei
se mit Wasser oder Heißdampf gespült werden, während sich die Schaltplat
te 28 in der Geschlossen-Stellung befindet. Das Reinigungsmedium kann über
die Endkappe 12 an einem Ende zugeführt und über die Endkappe am entge
gengesetzten Ende abgeleitet werden. Zweckmäßiger ist es jedoch, die End
kappe am auslaßseitigen Ende zu entfernen, so daß das Reinigungsmedium
dort frei austreten kann und sich keine Schmutzreste am Übergang zwischen
dem Gehäuse 10 und der Endkappe 12 festsetzen. Eine besonders wirksame
Reinigung läßt sich dadurch erreichen, daß das Reinigungsmedium abwech
selnd von entgegengesetzten Enden des Gehäuses 10 her zugeführt wird.
Claims (9)
1. Nadelregister für Pökelmaschinen, mit einer Verteilerkammer (16), der
Pökellake unter Druck zuführbar ist, mehreren hohlen Nadeln (18), die flüs
sigkeitsdicht und axial verschiebbar durch zwei gegenüberliegende Wände
(20, 22) der Verteilerkammer hindurchgeführt sind, und mit einer Ventil
einrichtung zur Steuerung der Lakezufuhr von der Verteilerkammer in die
einzelnen Nadeln, wobei die Nadeln in der Offen-Stellung der Ventileinrich
tung jeweils über eine innerhalb der Verteilerkammer liegende Querbohrung
(24) mit dem Inneren der Verteilerkammer in Verbindung stehen, dadurch
gekennzeichnet, daß die Ventileinrichtung durch eine im Inneren der Ver
teilerkammer (16) angeordnete Schaltplatte (28) gebildet wird, die mit ent
sprechend dem Raster der Nadeln (18) angeordneten und von diesen Nadeln
durchsetzten Bohrungen versehen ist und die in Längsrichtung der Nadeln
verschiebbar ist und die Querbohrungen (24) der Nadeln in der Geschlossen-
Stellung verschließt und in der Offen-Stellung frei gibt.
2. Nadelregister nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in die Boh
rungen der Schaltplatte (28) jeweils eine von einer der Nadeln durchsetzte
Verschlußhülse (30) auswechselbar eingesteckt ist.
3. Nadelregister nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß jede Ver
schlußhülse (30) innenseitig zwei in axialem Abstand zueinander angeordnete
Dichtringe (34) aufweist, die in der Geschlossen-Stellung die Querbohrung
(24) der Nadel (18) zwischen sich aufnehmen.
4. Nadelregister nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Schaltplatte (28) starr mit einer rechtwinklig zu die
ser angeordneten Halteplatte (36) verbunden ist, die sich mindestens über
die gesamte Länge der Schaltplatte (28) erstreckt.
5. Nadelregister nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Schaltplatte (28) oder die Halteplatte (36) an jedem
Ende gelenkig und mit Spiel mit dem freien Ende eines Hebels (38) in Ein
griff steht, der um eine zu den Nadeln (18) senkrechte Achse schwenkbar in
der Verteilerkammer (16) gehalten ist.
6. Nadelregister nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das freie
Ende des Hebels (38) gelenkig und mit Spiel mit einem Schaltblock (52) in
Eingriff steht, der fest auf einer Stange (44) montiert ist, die flüssigkeits
dicht und axial beweglich durch eine Wand (20) der Verteilerkammer (16)
hindurchgeführt ist.
7. Nadelregister nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Hebel
(38) auf einem durch das Innere der Verteilerkammer (16) verlaufenden lös
baren Bolzen (40) montiert ist und mit dem Schaltblock (52) über eine Gabel
(54) in Eingriff steht, so daß er aus der Verteilerkammer (16) entnehmbar
ist, während der Schaltblock (52) in der Verteilerkammer verbleibt, und daß
die Schaltplatte (28) an dem Schaltblock (52) und der Stange (44) vorbei zu
einem Ende aus der Verteilerkammer (16) herausziehbar ist.
8. Nadelregister nach den Ansprüchen 6 und 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Halteplatte (36) über eine Gabel und einen in diese Gabel eingreifen
den Mitnehmer (56) mit dem Hebel (38) in Eingriff steht und sich mit einem
Längsrand an einer Wand (22) des Verteilergehäuses (16) abstützt, wenn sich
der Schaltblock (52) in einer seiner beiden Schaltstellungen befindet.
9. Nadelregister nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeich
net, daß die Stange (44) die Kolbenstange eines Pneumatikzylinders (42) ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19530045A DE19530045C1 (de) | 1995-08-16 | 1995-08-16 | Nadelregister für Pökelmaschinen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19530045A DE19530045C1 (de) | 1995-08-16 | 1995-08-16 | Nadelregister für Pökelmaschinen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19530045C1 true DE19530045C1 (de) | 1996-12-05 |
Family
ID=7769570
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19530045A Expired - Fee Related DE19530045C1 (de) | 1995-08-16 | 1995-08-16 | Nadelregister für Pökelmaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19530045C1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2764780A1 (fr) * | 1997-06-20 | 1998-12-24 | Schroder Maschinenbau Gmbh | Dispositif pour injecter des fluides dans des denrees alimentaires |
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-
1995
- 1995-08-16 DE DE19530045A patent/DE19530045C1/de not_active Expired - Fee Related
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| 8100 | Publication of patent without earlier publication of application | ||
| D1 | Grant (no unexamined application published) patent law 81 | ||
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Owner name: SCHROEDER MASCHINENBAU KG, 33824 WERTHER, DE |
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