DE19529797C2 - Landwirtschaftliche Geräteeinheit, bestehend aus einem Bodenbearbeitungsgerät und einer pneumatischen Sämaschine - Google Patents
Landwirtschaftliche Geräteeinheit, bestehend aus einem Bodenbearbeitungsgerät und einer pneumatischen SämaschineInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine landwirtschaftliche Geräte
einheit, bestehend aus einem Bodenbearbeitungsgerät und
einer auf diesem abgestützten, pneumatischen Sämaschine
mit einem Saatgut-Behälter mit Bodenauslauf und Dosieror
gan und einem außerhalb des Behälters angeordneten Geblä
se, in dessen Druckleitung das Saatgut dosiert wird, wobei
das Bodenbearbeitungsgerät über ein mit ihm fest verbun
denes Getriebe an eine Zapfwelle eines Traktors und eine
Gebläsewelle über eine mechanische Antriebsverbindung an
einer Antriebswelle dieses Getriebes angeschlossen ist.
Geräteeinheiten des vorgenannten Aufbaus werden in ver
schiedenen Ausführungsformen auf dem Markt angeboten. Nur
beispielhaft hierfür sei auf die DE 42 38 019 A1 verwie
sen. Bei dieser bekannten Geräteeinheit weist die Säma
schine einen eigenen hydraulischen Antrieb auf, der von
einer Pumpe am Traktor versorgt wird. Dieser Antrieb hat
den großen Vorteil der Unabhängigkeit von dem mechanischen
Antrieb des Bodenbearbeitungsgerätes, wodurch die Steuerung
der Gebläseleistung besonders einfach ist. Ferner
kann die Sämaschine unabhängig vom Bodenbearbeitungsgerät
zu- oder abgeschaltet und auch unabhängig von dem Bodenbe
arbeitungsgerät betrieben werden. Ein weiterer großer
Vorteil liegt darin, daß der Antrieb eine kleine Baugröße
besitzt, so daß er weder die Zugänglichkeit der funktio
nellen Teile der Sämaschine, z. B. der Dosierorgane, behin
dert, wie er auch die Zugänglichkeit zum Saatgutbehälter
für das Nachfüllen in keiner Weise beeinträchtigt. Schließ
lich sind Sämaschine und Bodenbearbeitungsgerät, das z. B.
aus einer Kreiselegge und einer Rückverfestigungswalze,
z. B. einer Packerwalze besteht, nicht starr verbunden, so
daß sie relativ zueinander beweglich sind, und die Krei
selegge Ausweichbewegungen ausführen kann, während sich
die Sämaschine auf der Packerwalze abstützt. Indes ist der
hydraulische Antrieb gegenüber einem mechanischen Antrieb
kostenaufwendig und pflegebedürftig.
Da bei einer solchen Geräteeinheit das Bodenbearbeitungs
gerät stets über ein Untersetzungsgetriebe an die Zapfwel
le des Traktors angeschlossen ist, scheidet eine unmittel
bare Antriebsverbindung zwischen Zapfwelle und Sämaschine
aus. Das Untersetzungsgetriebe sitzt auf der Oberseite des
Bodenbearbeitungsgerätes, oberhalb der sich die Sämaschine
befindet. Bei bekannten mechanischen Antriebsverbindungen
ist die Gebläsewelle über eine Übersetzung an eine Ab
triebswelle des Getriebes des Bodenbearbeitungsgerätes
angekoppelt. Bei einer dieser Ausführungsformen (GB-Pro
spekt "ACCORD PNEUMATIC" der ACCORD Landmaschinen H.
Weiste & Co. GmbH, 59494 Soest, Druckvermerk GB 754002-1193)
sitzt das Gebläse im wesentlichen unterhalb
des Behälters und weist eine fahrtrichtungsparallele
Gebläsewelle auf, auf der eine Keilriemenscheibe sitzt.
Eine weitere Keilriemenscheibe sitzt auf der Abtriebswelle
des Getriebes des Bodenbearbeitungsgerätes und beide
Scheiben sind von dem Keilriemen umschlungen. Da die
beiden Keilriemenscheiben verschiedenen Geräte angehören,
nämlich dem Bodenbearbeitungsgerät einerseits und der
Sämaschine andererseits, kommt es zu Fluchtungsproblemen
bzw. ist ein sehr exakter Aufbau der Sämaschine auf dem
Bodenbearbeitungsgerät notwendig. Bei dieser Antriebsver
bindung muß eine Relativbeweglichkeit des Bodenbearbei
tungsgerätes durch entsprechend starre Verbindungen mit
der Sämaschine ausgeschlossen werden.
Bei einer anderen bekannten Ausführung (GB-Prospekt "LELY
ROTERRA + COMBI PNEUMATIC DRILL der LELY (UK) Ltd.) sitzt
das Gebläse in Fahrtrichtung hinter dem Behälter und ist
die Gebläsewelle im wesentlichen in Fahrtrichtung angeord
net. Als Antriebsverbindung dient wiederum ein Keilriemen
trieb, dessen Eingangswelle über eine Gelenkwelle mit der
Abtriebswelle am Getriebe des Bodengerätes verbunden ist.
Dieser Antrieb hat den Vorteil, daß es keine Fluchtungs
probleme gibt und eine Eigenbewegung des Bodenbearbei
tungsgerätes gegenüber der Sämaschine möglich ist. Da die
Antriebsverbindung unterhalb des Behälters und damit auch
unterhalb der Dosierorgane hindurchgeführt und ferner das
Gebläse quer zur Fahrtrichtung und hinter dem Behälter
angeordnet ist, ist das Dosierorgan für Wartungsarbeiten
sehr schlecht zugänglich, wie auch eine Abdrehprobe um
ständlich ist. Ferner wird die Zugänglichkeit des Behäl
ters von hinten und damit das Befüllen des Behälters
erheblich erschwert.
Ausgehend von dem vorgenannten Stand der Technik liegt der
Erfindung die Aufgabe zugrunde, bei einer mechanischen
Antriebsverbindung zwischen dem Getriebe des Bodenbearbei
tungsgerätes und der Sämaschine die Zugänglichkeit der
Funktionsteile der Sämaschine und des Sämaschinenbehälters
nicht zu beeinträchtigen und eine unabhängige Bewegung des
Bodenbearbeitungsgerätes gegenüber der Sämaschine zu
ermöglichen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das
Gebläse seitlich neben und unter dem Behälter mit seiner
Achse quer zur Fahrtrichtung angeordnet ist und die An
triebswelle des Getriebes des Bodenbearbeitungsgerätes die
Eingangswelle eines Winkelgetriebes bildet, an dessen
Abtriebswelle die Gebläsewelle über eine deren Seiten-,
Höhen- und Winkelversatz mit Spiel überbrückende, längli
che, um ihre Längsachse umlaufende mechanische Antriebs
verbindung angeschlossen ist, wobei das Gebläse gegenüber
dem Getriebe unabhängig beweglich ist.
Durch die an sich bekannte Anordnung des Gebläses seitlich
neben dem Behälter und seiner Achse quer zur Fahrtrichtung
(DE 42 38 019 A1) ist das Gebläse in einem Bereich, der
ansonsten Totraum wäre, untergebracht. Das Gebläse selbst
behindert nicht die Zugänglichkeit der Funktionsteile der
Sämaschine, insbesondere des Dosierorgans für Wartungsar
beiten oder für eine Abdrehprobe, wie auch die Zugänglich
keit des Behälters von hinten zum Befüllen in keiner Weise
beeinträchtigt ist. Auch die Antriebsverbindung zwischen
dem Getriebe des Bodenbearbeitungsgerätes und der Gebläse
welle behindert die Zugänglichkeit nicht, da sich diese
Antriebsverbindung im wesentlichen aus dem unteren Bereich
der Sämaschine zur Seite hin und nach oben erstreckt, so
daß der untere Bereich des Sämaschinen-Behälters im we
sentlichem umfahren wird.
In bevorzugter Ausführung ist vorgesehen, daß die An
triebsverbindung aus einem im wesentlichen den Höhenver
satz ausgleichenden Endlostrieb am Gebläse und einer
Gelenkwelle besteht, die zwischen der Abtriebswelle des
Winkelgetriebes und der Eingangswelle des Endlostriebs
quer zur Fahrtrichtung angeordnet ist.
Mit dieser Ausbildung kann der gesamte Getriebezug zwischen
dem Getriebe des Bodenbearbeitungsgerätes und dem
Gebläse etwa in einer gemeinsamen Vertikalebene liegen,
die wiederum in Fahrtrichtung vor dem Saatgut-Behälter
liegt, so daß weder der Raum unterhalb, noch hinter dem
Behälter durch Getriebeteile verbaut ist, und somit ein
freier Zugang zu den Dosierorganen und zum Behälterauslauf
gewährleistet ist und der Behälter von hinten behinde
rungsfrei gefüllt werden kann.
Diese Ausbildung gibt die weitere Möglichkeit, daß der
Endlostrieb eine bauliche Einheit mit dem Gebläse bildet,
wobei die Eingangswelle des Endlostriebs am Gebhäuse des
Gebläses gelagert sein kann. Beispielsweise kann das
Gehäuse des Gebläses eine nach unten reichende Lagerkon
sole für die Eingangswelle des Endlostriebs aufweisen.
In bevorzugter Ausführung ist vorgesehen, daß die Gebläse
welle in Richtung zur Gerätemitte weist und der Endlos
trieb unmittelbar neben der innen liegenden Seitenwand des
Gebläsegehäuses und parallel zu dieser angeordnet ist.
Mit dieser Ausbildung sind einerseits für die Antriebs
übertragung kürzeste Wege gegeben, zum anderen lassen sich
Gebläse und Endlostrieb kompakt und damit raumsparend
anordnen.
Das Gebläse benötigt eine höhere Drehzahl als das Boden
bearbeitungsgerät. Die notwendige Übersetzung wird gemäß
der Erfindung ausschließlich an dem Endlostrieb verwirk
licht, während das Winkelgetriebe eine 1 : 1 Übersetzung
aufweist und somit auch die Gelenkwelle - was erwünscht
ist - mit der niedrigeren Drehzahl umläuft.
Eine weiterhin vorteilhafte Ausführungsform zeichnet sich
dadurch aus, daß das Winkelgetriebe als Aufsteckgetriebe
ausgebildet ist, so daß die Antriebsverbindung zwischen
Bodenbearbeitungsgerät und Sämaschine leicht gelöst werden
kann.
Gemäß einer weiterhin bevorzugten Ausführung ist vorgese
hen, daß die bauliche Einheit von Gebläse und Endlostrieb
an der Sämaschine auswechselbar angebracht und gegen eine
gleichartige oder andere Baueinheit mit anderer Gebläse
leistung austauschbar ist.
Diese Ausführung gibt die Möglichkeit, bei gleichbleiben
dem Aufbau der Sämaschine die Gebläseleistung in einfach
ster Weise an größere oder kleinere Arbeitsbreiten anzu
passen, wobei die Anschlußmaße für die Gelenkwelle stets
gleich bleiben. Auch ist es möglich, eine Baueinheit mit
anderem Antrieb, z. B. einem Hydraulikantrieb, einzubauen.
Die Drehzahl und/oder die Arbeitsbreite ist vorzugsweise
an dem Enlostrieb, z. B. an der auf der Antriebswelle des
Gebläses sitzenden Treibscheibe angezeigt.
Der Endlostrieb oder die Gelenkwelle weisen einen Freilauf
auf, um bei schlagartigem Abschalten des Bodenbearbei
tungsgerätes ein Nachlaufen des Gebläserades mit seiner
großen Schwungmasse zu ermöglichen.
Ferner weist die Gelenkwelle eine Überlastkupplung auf, um
beim Anlaufen stoßartige Beschleunigungskräfte auf die
Gebläsewelle zu vermeiden.
Der Endlostrieb ist vorzugsweise ein Keilriementrieb, kann
aber natürlich auch ein Kettentrieb sein.
Gemäß einer abgewandelten Ausführungsform ist die An
triebsverbindung eine die Abtriebswelle des Winkelgetrie
bes unmittelbar mit der Gebläsewelle verbindende, quer zur
Fahrtrichtung angeordnete und den Seiten-, Höhen- und
Winkelversatz ausgleichende Gelenkwelle oder eine solcher
maßen ausgebildete biegsame Welle. In diesem Fall muß das
Winkelgetriebe eine Übersetzung ins Schnelle aufweisen.
Statt einer unmittelbaren Ankopplung der Gelenkwelle an
die Gebläsewelle kann auch auf dieser ein Winkelgetriebe
sitzen und dieses mit dem Winkelgetriebe am Bodenbearbei
tungsgerät über eine Gelenkwelle oder eine biegsame Welle
verbunden sein, wobei es zweckmäßig ist, wenn wenigstens
eines der beiden Winkelgetriebe, vorzugsweise beide Win
kelgetriebe als 45°-Getriebe ausgebildet sind, um die
Umlenkwinkel und damit die Querkräfte auf die Gelenkwelle
bzw. die biegsame Welle klein zu halten.
Schließlich können statt des Endlostriebs am Gebläse zwei
im wesentlichen den Höhenversatz ausgleichende Winkelge
triebe und eine diese verbindende Welle vorgesehen sein,
wobei die Eingangswelle des einen Winkelgetriebes mit dem
Winkelgetriebe auf der Abtriebswelle des Getriebes des
Bodenbearbeitungsgerätes über eine Gelenkwelle oder eine
biegsame Welle verbunden ist.
Eine andere Ausführungsform zur Lösung der Erfindungsauf
gabe besteht schließlich darin, daß die Eingangswelle des
Endlostriebs am Gehäuse des Gebläses gelagert ist.
Nachstehend ist die Erfindung anhand eines in der Zeich
nung wiedergegebenen Ausführungsbeispiels beschrieben. In
der Zeichnung zeigt:
Fig. 1: eine schematische Seitenansicht der Geräteein
heit mit Bodenbearbeitungsgerät und pneuma
tischer Sämaschine;
Fig. 2: eine schematische, teilweise geschnittene An
sicht in Richtung des Pfeils II gemäß Fig. 1
ohne die Antriebsverbindung und
Fig. 3: eine der Fig. 2 entsprechende Ansicht mit der
Antriebsverbindung.
Die in Fig. 1 gezeigte Geräteeinheit besteht aus einem
Bodenbearbeitungsgerät 1, von dem lediglich ein Rahmen 3
gezeigt ist, und einer pneumatischen Sämaschine 2. Der
Rahmen 3 des Bodenbearbeitungsgerätes 1 weist an seiner
Vorderseite Anschlüsse 4, 5 für einen Oberlenker bzw.
Unterlenker des Dreipunktgestänges an einem Traktor auf. Die
nicht gezeigten Bodenbearbeitungsgeräte, z. B. Kreiselegge,
Packerwalze od. dgl., werden von einer Zapfwelle des Schlep
pers über eine Gelenkwelle angetrieben, die an eine Ein
gangswelle 7 eines auf dem Rahmen 3 sitzenden Getriebes 6
anschließbar ist.
Die auf das Bodenbearbeitungsgerät, vorzugsweise auf die
Packerwalze aufgesetzte, pneumatische Sämaschine 2 weist einen
Saatgut-Behälter 8 auf, der beim gezeigten Ausführungsbei
spiel zum Füllen nach hinten verlagerbar ist. Das Saatgut
gelangt über einen Auslaufschacht mit Dosierorgan, die
schematisch mit 9 angedeutet sind, in eine pneumatische
Fördereinrichtung mit einem Gebläse 10. Das Gebläse 10 ist
an einer Seite des Behälters 8 und neben diesem fahrtrich
tungsparallel mit quer zur Fahrtrichtung verlaufender
Antriebswelle 11 (Fig. 2) angeordnet. An die Druckseite
des Gebläses 10 schließt rechtwinklig eine Druckleitung 12
an, die als Rechteckrohr Teil des Rahmens ist. Die Förder
luft tritt etwa in der Maschinenmitte in eine senkrechte
Leitung 13 ein, in die das Saatgut eindosiert wird. Das
Saatgut gelangt dann in ein gewelltes Steigrohr 13 zu
einem Verteilerkopf 14, an dessen Umfang nicht gezeig
te Säleitungen gleichmäßig verteilt angeschlossen sind.
In den Säleitungen wird das Saatgut nach hinten zu den
nachlaufenden Säscharen geführt.
Das Getriebe 6 auf dem Bodenbearbeitungsgerät weist eine
Abtriebswelle 15 für den Antrieb des Gebläses 10 auf. Zu
diesem Zweck sitzt auf der Abtriebswelle 15 ein 90°-Win
kelgetriebe 16, das vorzugsweise als Aufsteckgetriebe
ausgebildet ist. An eine Abtriebswelle 17 des Winkelgetrie
bes 16 ist eine quer zur Fahrtrichtung verlaufende Gelenk
welle 18 angeschlossen (Fig. 3), die im wesentlichen den
Seitenversatz des Gebläses gegenüber der Maschinenmitte
überbrückt und ferner eine Relativbewegung zwischen Boden
bearbeitungsgerät und Sämaschine zuläßt und Montagetole
ranzen ausgleicht. Die Gelenkwelle 18 überträgt das Dreh
moment auf einen Keilriementrieb 19, der parallel zu und
dicht neben der innen liegenden Seitenwand 21 des Gehäuses
20 des Gebläses 10 angeordnet ist. Die Eingangswelle 22
des Keilriementriebs 19 ist an einer nach unten ragenden
Konsole 23 des Gebläsegehäuses 20 gelagert und nimmt eine
Keilriemenscheibe 24 größeren Durchmessers auf. Eine
weitere Keilriemenscheibe 25 kleineren Durchmessers sitzt
auf der Antriebswelle 11 des Gebläses 10 und beide Schei
ben 24, 25 sind von zwei Keilriemen 26 umschlungen. Ferner
ist ein nicht gezeigter Keilriemenspanner vorgesehen.
Während das Winkelgetriebe eine Übersetzung 1 : 1 aufweist
und folglich die Gelenkwelle 18 mit der niedrigen Ab
triebsdrehzahl des Getriebes umläuft, wird die für das
Gebläse notwendige höhere Drehzahl durch eine entsprechen
de Übersetzung im Keilriementrieb 19 aufgrund der Durch
messerdifferenz der Keilriemenscheiben 24, 25 verwirk
licht.
Die Gelenkwelle 18 ist mit einer Überlastkupplung ausge
stattet, um stoßartige Beschleunigungskräfte auf die
Gebläsewelle mit der großen Schwungmasse des Gebläserades
zu vermeiden. Ferner kann sie oder der Endlostrieb 19 mit
einem Freilauf ausgestattet sein, um beim Abschalten des
Bodenbearbeitungsgerätes ein Auslaufen des Gebläserades zu
ermöglichen.
Das Gebläse 10 bildet mit dem Keilriementrieb 19 eine
bauliche Einheit, die auswechselbar am Rahmen der Säma
schine angebracht ist. Diese Baueinheit kann durch eine
andere Baueinheit, beispielsweise mit größerer Gebläse
leistung für größere Arbeitsbreiten, ersetzt werden. Dieses
verbilligt die Fertigung und Montage, vereinfacht die
Lagerhaltung und ermöglicht den Umbau vorhandener Säma
schinen.
Claims (18)
1. Landwirtschaftliche Geräteeinheit, bestehend aus
einem Bodenbearbeitungsgerät (1) und einer auf diesem
abgestützten, pneumatischen Sämaschine (2) mit einem
Saatgut-Behälter (8) mit Bodenauslauf und Dosierorgan
und einem außerhalb des Behälters (8) angeordneten Geblä
se (10), in dessen Druckleitung (12) das Saatgut
dosiert wird, wobei das Bodenbearbeitungsgerät (1)
über ein mit ihm fest verbundenes Getriebe (6) an
eine Zapfwelle eines Traktors und eine Gebläsewelle
(11) über eine mechanische Antriebsverbindung an eine
Abtriebswelle (15) dieses Getriebes (6) angeschlossen
ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Gebläse (10)
seitlich neben und unter dem Behälter (8) mit seiner
Achse (11) quer zur Fahrtrichtung angeordnet ist und
die Abtriebswelle (15) des Getriebes (6) des Bodenbe
arbeitungsgerätes (1) die Eingangswelle eines Winkel
getriebes (16) bildet, an dessen Abtriebswelle (17)
die Gebläsewelle (11) über eine deren Seiten-, Höhen-
und Winkelversatz mit Spiel überbrückende, längliche,
um ihre Längsachse umlaufende mechanische Antriebsverbindung
(18, 19) angeschlossen ist, wobei das
Gebläse (10) gegenüber dem Getriebe (6) unabhängig
beweglich ist.
2. Geräteeinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß die Antriebsverbindung aus einem im wesent
lichen den Höhenversatz ausgleichenden Endlostrieb
(19) am Gebläse (10) und einer Gelenkwelle (18)
besteht, die zwischen der Abtriebswelle (17) des
Winkelgetriebes (16) und der Eingangswelle (22) des
Endlostriebs (19) quer zur Fahrtrichtung angeordnet
ist.
3. Geräteeinheit nach Anspruch 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Endlostrieb (19) eine bauliche
Einheit mit dem Gebläse (10) bildet.
4. Geräteeinheit nach Anspruch 3, dadurch gekennzeich
net, daß die Eingangswelle (22) des Endlostriebs (19)
am Gehäuse (20) des Gebläses (10) gelagert ist.
5. Geräteeinheit nach Anspruch 2 oder 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Gehäuse (20) des Gebläses (10) eine
nach unten reichende Lagerkonsole (23) für die Ein
gangswelle (22) des Endlostriebs (19) aufweist.
6. Geräteeinheit nach einem der Ansprüche 2 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die Gebläsewelle (11) in
Richtung zur Gerätemitte weist und der Endlostrieb
(19) unmittelbar neben der innen liegenden Seitenwand
(21) des Gebläsegehäuses (20) und parallel zu dieser
angeordnet ist.
7. Geräteeinheit nach einem der Ansprüche 2 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß das Winkelgetriebe (16)
eine Übersetzung 1 : 1 und der Endlostrieb (19) eine
Übersetzung ins Schnelle aufweist.
8. Geräteeinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß das Winkelgetriebe (16)
als Aufsteckgetriebe ausgebildet ist.
9. Geräteeinheit nach einem der Ansprüche 2 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß die bauliche Einheit von
Gebläse (10) und Endlostrieb (19) an der Sämaschine
(2) auswechselbar angebracht und gegen eine Bauein
heit mit anderer Gebläseleistung oder gegen eine
Baueinheit mit einem anderen, z. B. hydraulischen,
Antrieb austauschbar ist.
10. Geräteeinheit nach Anspruch 9, dadurch gekennzeich
net, daß die Baueinheit (10, 19) eine die Drehzahl
des Gebläses (10) oder die Arbeitsbreite angebende
Kennzeichnung trägt.
11. Geräteeinheit nach einem der Ansprüche 2 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß der Endlostrieb (19) oder
die Gelenkwelle (18) einen Freilauf aufweist.
12. Geräteeinheit nach einem der Ansprüche 2 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß die Gelenkwelle (18)
eine Überlastkupplung aufweist.
13. Geräteeinheit nach einem der Ansprüche 2 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß der Endlostrieb (19)
ein Keilriementrieb ist.
14. Geräteeinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß die Antriebsverbindung eine die Abtriebswel
le (17) des Winkelgetriebes (16) unmittelbar mit der
Gebläsewelle (11) verbindende, quer zur Fahrtrichtung
angeordnete und den Seiten-, Höhen- und Winkelversatz
ausgleichende Gelenkwelle oder eine solche biegsame
Welle ist.
15. Geräteeinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß die Antriebsverbindung ein auf der Gebläse
welle (11) sitzendes Winkelgetriebe und eine dessen
Eingangswelle mit der Abtriebswelle (15) des Winkel
getriebes (6) auf dem Bodenbearbeitungsgerät (1)
verbindende Gelenkwelle oder eine solche biegsame
Welle aufweist.
16. Geräteeinheit nach Anspruch 14 oder 15, dadurch
gekennzeichnet, daß wenigstens eines der Winkelge
triebe ein 45°-Getriebe ist.
17. Geräteeinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß die Antriebsverbindung zwei im wesentlichen
den Höhenversatz ausgleichende Winkelgetriebe und
eine diese verbindende Welle, die dem Gebläse zuge
ordnet sind, sowie eine die Eingangswelle des einen
Winkelgetriebes mit dem Winkelgetriebe auf der Ab
triebswelle (15) des Getriebes (6) des Bodenbearbei
tungsgerätes (1) verbindende Gelenkwelle aufweist.
18. Landwirtschaftliche Geräteeinheit, bestehend aus
einem Bodenbearbeitungsgerät (1) und einer auf diesem
abgestützten, pneumatischen Sämaschine (2) mit einem
Saatgut-Behälter (8) mit Bodenauslauf und Dosierorgan
und einem außerhalb des Behälters (8) angeordneten Geblä
se (10), in dessen Druckleitung (12) das Saatgut
dosiert wird, wobei das Bodenbearbeitungsgerät (1)
über ein mit ihm fest verbundenes Getriebe (6) an
eine Zapfwelle eines Traktors und eine Gebläsewelle
(11) über eine mechanische Antriebsverbindung an eine
Abtriebswelle (15) dieses Getriebes (6) angeschlossen
ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Gebläse (10)
seitlich neben und unter dem Behälter (8) mit seiner
Achse (11) quer zur Fahrtrichtung angeordnet ist und
die Abtriebswelle (15) des Getriebes (6) des Bodenbe
arbeitungsgerätes (1) über eine biegsame Welle mit
der Gebläsewelle (11) verbunden ist und das Gebläse
(10) gegenüber dem Getriebe (6) unabhängig beweglich
ist.
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-
1995
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1996
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR2738106B1 (fr) | 2001-05-11 |
| FR2738106A1 (fr) | 1997-03-07 |
| DE19529797A1 (de) | 1997-02-13 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
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| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
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