DE19528889A1 - Verfahren und Vorrichtung zur Videocodierung von PC - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Videocodierung von PCInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren der im Oberbe
griff des Patentanspruchs 1 und auf eine Vorrichtung der im
Oberbegriff des Patentanspruchs 2 näher bezeichneten Art auf
dem Gebiet der PC-Verwendung für Multimediazwecke. Solche
Verfahren und Vorrichtungen sind aus Firmenschriften der Fir
men Optibase Advanced Sytems, Israel und Optivision INC., USA
bekannt.
Mit der Codierung von Videosequenzen nach dem MPEG-Standard
ist die Möglichkeit gegeben, die zu übertragende Datenrate
bei digitaler Übertragung für solche Sequenzen um Größenord
nungen gegenüber herkömmlicher Digitalisierung zu vermindern.
(Etwa 1% der ursprünglichen Datenrate). Die damit zu errei
chende Bildqualität entspricht dabei etwa der, welche heute
mit der allgemein bekannten SVHS-Technik erreicht wird. Bei
höheren Datenraten, etwa (5 . . . 10%) der ursprünglichen, kann
eine Bildqualität erreicht werden, die der PAL-Qualität der
kommerziellen Fernsehübertragung entspricht. Besonderes Au
genmerk für eine breitgefächerte Anwendung solcher Verfahren
ist dabei der PC-gestützten Codierung zu widmen, da durch den
Einsatz von PC-Zusatzbaugruppen erhebliche Preisvorteile
gegenüber eigenständigen Codiereinrichtungen erreichbar sind.
Bei den PC-gestützten MPEG-Codern wird ein erheblicher Teil
der Organisation und die aufwendige Bildspeicherung vom PC
übernommen, wodurch der Coder wesentlich vereinfacht und
preisgünstiger wird. Damit wird auch mittelständischen Anwen
dern die Möglichkeit der Nutzung dieser Technik geschaffen.
Die PC-gestützten MPEG-Codierverfahren beruhen prinzipiell
immer auf folgender in Fig. 1 gezeigten Anordnung. Die, von
der Video- und Audioquelle (Kamera, Videorecorder usw.
gelieferten Sequenzen werden nach der Digitalisierung dem PC-
gestützten MPEG-Encoder zugeführt und dort, entsprechend den
vorgegebenen Parametern zu einem MPEG-Datenstrom kodiert.
Über den Datenbus des PC (EISA oder ISA) und dem Festplatten-
Controller (üblicherweise ein SCSI-Controller) wird dieser
Datenstrom zur im PC installierten Festplatte übertragen und
dort abgespeichert. Dieses Codieren geschieht mit bekannten
Zusatzboards in Echtzeit. Ein Beispiel hierfür ist der
MPEGLab-Pro der Firma Optibase. Nach der Codierung der gesam
ten Videosequenz ist dann die Übertragung über Datenkanäle
mit niedriger Bitrate, z. B. 2 MBit/s, die Decodieren in
Echtzeit und letztlich die Wiedergabe über TV-Geräte möglich.
Als Nachteil ist hierbei anzusehen, daß eine gleichzeitige
Live-Übertragung der in Echtzeit kodierten Sequenz während
der Codierung nicht möglich ist. Mit heute gebräuchlichen
Festplatten ist zwar ein quasi-zeitgleiches Schreiben und
Lesen von Datenströmen allgemeiner Computeranwendungen mög
lich, die Zeitbedingungen erfüllen dabei jedoch, selbst mit
Festplatten des z.Zt. höchsten Entwicklungsstandes bei weitem
nicht die Bedingungen, die bei einem wirklich gleichzeitigen
kontinuierlichen Aufzeichnen und Lesen kodierter Videosequen
zen zu stellen sind. Der in der PC-Technik übliche Multitas
kingbetrieb erlaubt keine echte Gleichzeitigkeit beider Vor
gänge. Der wiedergegebene Datenstrom hat Lücken, so daß nur
Einzelbilder oder einige zusammenhängende Bilder, aber keine
Beiträge größerer Länge mit der Aufzeichnung gleichzeitig
abgegeben werden können.
Ein weiterer Nachteil der gegenwärtigen PC-gestützten
Codierung ist die durch die Kapazität der Festplatten
gegebene zeitliche Begrenzung des Datenstromes.
Mit der Erfindung soll eine preisgünstige MPEG-Codierung mit
der Aufzeichnung auf die Festplatte des PC bei gleichzeitiger
lückenloser Ausgabe des Datenstromes erreicht werden. Die
Aufgabe der Erfindung besteht deshalb darin, die vereinfachte
PC-gestützte Codierung für diesen Zweck zu nutzen.
Diese Aufgabe löst die Erfindung durch das im Kennzeichen des
Patentanspruch 1 beschriebene Verfahren.
Eine geeignete Vorrichtung zur Durchführung eines solchen
Verfahrens ist im Kennzeichen des Patentanspruch 2 beschrie
ben.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Vorrichtung sind in den
Kennzeichen der Patentansprüche 3 und 4 beschrieben.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbei
spielen näher beschrieben. In den zugehörigen Zeichnungen
zeigen die
Fig. 1 den Stand der Technik, die
Fig. 2 ein Ausführungsbeispiel mit gleichzeitig nutz
baren zwei Ausgängen, und die
Fig. 3 eine vereinfachte Ausführung mit zusammenge
faßten Ausgängen.
Unter Beibehaltung der PC-Steuerfunktion für MPEG-Encoder und
Festplatten-Controller gelingt es mit der Erfindung überra
schend einfach, durch Echtzeitcodierung nach MPEG-Standard
unter Zusammenfassung der Encoderfunktion mit dem Zwischen
speicher zu einem Signalverarbeitungsprozeß, eine gleichzei
tige Wiedergabe mit Live-Übertragung auszuführen und dabei
die Notwendigkeit eines erweiterten Multitasking zu vermei
den.
Es ist damit, wie bisher, eine Codierung von Videosequenzen
in Echtzeit, eine Abspeicherung der kodierten Sequenzen auf
der Festplatte des PC, und eine Übertragung der kodierten
Sequenzen über Übertragungsstrecken mit niedriger Bitrate
möglich. Dabei ist die Übertragungsdauer der Live-Übertragung
nicht eingeschränkt. Der ausgangsseitige Videodatenstrom kann
aber auch dem bekannten Videodatenstrom in einem Übertra
gungsnetzwerk entsprechen.
Die zu kodierenden Video- und Audiosequenzen werden nach der
Digitalisierung im PC-gestützten Encoder zu einem zur MPEG-
Übertragung vorbereiteten Datenstrom formiert. Dieser Daten
strom wird aber nicht wie bisher über den PC-Bus zum
Festplatten-Controller geleitet, sondern zunächst einem
zwischengeschalteten Speichermodul (z. B. einem dynamischen
RAM) zugeführt.
Im Multi-User-Betrieb kann dieser RAM einesteils beschrieben,
andererseits mehrfach ausgelesen werden. Im Gegensatz zur
bekannten PC-gestützten MPEG-Codierung werden nicht nur
wesentliche Teile der Organisation der Codierung und Auf
zeichnug vom PC übernommen, sondern auch die Zwischenspei
cherverwaltung. Gegenüber der Verwendung von Einzelgeräten
ergibt sich eine erhebliche Aufwandsersparnis.
Über entsprechende Netzwerk-Interfaces ist nach vollständigem
Kodieren einer Sequenz die Übertragung über Datenkanäle wie
bisher möglich. Durch die erfindungsgemäße Anordnung des
Speichers ist die zusätzliche Möglichkeit der Live-Übertra
gung während der Codierung der Videosequenzen gegeben. Ein
zweckentsprechend konzipierter Netzwerk-Controller liest die
codierte Sequenz quasi-zeitgleich mit dem Festplatten-
Controller aus dem Zwischenspeicher und liefert sie dem
Netzwerk-Interface. Dieses wiederum realisiert die
Übertragung über entsprechende Netze mit vorgegebener
Datenrate.
Die Übertragung der kodierten Sequenz ist mit der vorgeschla
genen Anordnung gleichzeitig, also als Live-Übertragung und
nach Abruf der gespeicherten Sequenz möglich. Die Schnitt
stellen zu den Übertragungsnetzen sind entsprechend den
spezifischen Netzparametern zu konzipieren.
Die PC-Konfiguration nach Fig. 1 stellt die bekannte, den
Signalfluß beschreibende, PC-gestützte Video-Codier-Station
für die Video-Codierung in Echtzeit nach dem MPEG-Standard
dar.
Die Eingangssignale von der Video- bzw. Audioquelle werden im
MPEG-Encoder zum MPEG-Datenstrom komprimiert und über den
Festplatten-Controller auf der Festplatte des PC abgespei
chert. Erst nach Abschluß der gesamten Codierung einschließ
lich Abspeicherung kann der MPEG-Datenstrom dann von der
Festplatte abgerufen und an Übertragungsnetzwerke abgegeben
werden.
Die PC-Konfiguration nach Fig. 2 zeigt die erfindungsgemäße
Vorrichtung bezüglich des Signalflusses für eine PC-gestützte
Codierstation, die zusätzlich zu den Funktionen der Fig. 1
noch die gleichzeitige Live-Übertragung der kodierten Video
sequenzen während laufender Codierung ermöglicht.
Vom MPEG-Encoder wird der kodierte Datenstrom nicht sofort
zur Festplatte übertragen, sondern zunächst in einem Zwi
schenspeicher (z. B. dyn. RAM) abgespeichert. Dieser Zwischen
speicher stellt gegenüber der Eingangsseite ein virtuelles
Laufwerk dar. Die Übertragung und Abspeicherung der Daten
ströme erfolgt mit üblicher SCSI-Geschwindigkeit. Der Zwi
schenspeicher arbeitet im Multi-User-Betrieb. Damit ist es
möglich, den Datenstrom in herkömmlicher Weise zur Festplatte
zu übertragen (Weg a).
Der Datenstrom kann nach Abschluß der gesamten Codierung über
entsprechende Schnittstellen zum Übertragungsnetzwerk gegeben
werden (Weg c).
Der zweite Ausgangsdatenstrom vom Zwischenspeicher fließt
über den Weg b. Hier ist es möglich den kodierten Datenstrom
mit definierter Bitrate auszulesen und bereits während lau
fender Codierung zu übertragen. Damit ist die anzustrebende
Live-Übertragung zu realisieren. Beide Übertragungswege sind
gleichzeitig nutzbar.
In Fig. 3 ist die gleiche Vorrichtung dargestellt, wie in
Fig. 2, jedoch mit dem Unterschied, daß aus Aufwandsgründen
beide Ausgangsschnittstellen zusammengefaßt sind. Diese Ein
sparung an Aufwand wird mit dem Verzicht auf die gleichzei
tige mögliche Nutzung von zwei Ausgangsdatenströmen erkauft.
Claims (4)
1. Verfahren zur Videocodierung für PC, bei dem die Daten
ströme der Video- und Audio-Quelle über eine PC-MPEG-En
codierung einer Controller-gesteuerten Speicherung zuge
führt und danach vom gleichen Controller wieder ausgelesen
werden, dadurch gekennzeichnet,
daß die Datenströme zunächst zwischengespeichert werden
und, für unverzögertes Auslesen, zusätzlich von einem
Netzwerk-Controller gesteuert werden.
2. Vorrichtung zur Videocodierung für PC, unter Verwendung
eines PC-MPEG-Encoders, eines Festplatten-Controllers und
einer Festplatte eines PC, dadurch gekenn
zeichnet, daß ein Zwischenspeicher, insbesondere
ein D-RAM, zwischen PC-MPEG-Encoder und Festplatten-
Controller geschaltet und zusätzlich mit einem Netzwerk-
Controller verbunden ist und daß, zusätzlich zur
Festplatte, auch der Netzwerk-Controller mit einer
Ausgangsschnittstelle versehen ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die an den Ausgangsschnittstellen von Festplatte und
Netzwerk-Controller angeschlossenen Netze getrennte
Übertragungsnetzwerke bzw. Videodatenverbindungen sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Ausgangsschnittstellen zu einer Baugruppe zusammenge
faßt sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995128889 DE19528889A1 (de) | 1995-08-05 | 1995-08-05 | Verfahren und Vorrichtung zur Videocodierung von PC |
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|---|---|---|---|
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Publications (1)
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|---|---|
| DE19528889A1 true DE19528889A1 (de) | 1997-02-06 |
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ID=7768837
Family Applications (1)
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| DE1995128889 Ceased DE19528889A1 (de) | 1995-08-05 | 1995-08-05 | Verfahren und Vorrichtung zur Videocodierung von PC |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19528889A1 (de) |
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-
1995
- 1995-08-05 DE DE1995128889 patent/DE19528889A1/de not_active Ceased
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| DE19930575A1 (de) * | 1999-07-02 | 2001-01-11 | Matthias Zahn | Programmierbare Speichervorrichtung für Fernsehsignale |
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