DE19528764A1 - Schirmungen - Google Patents
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Classifications
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Description
Das technische Gebiet, zu dem die Erfindung gehört, ist
die physikalische Technik im weitesten Sinn.
Stand der Technik für eine Schirmung ist ein Faraday-
Käfig bzw. ein Raum mit metallischen Wänden, wie dies im
dem Buch von Professor Dr. Christian Gerthsen mit dem Titel
"Physik", 4. Auflage, 1956, Springer-Verlag, Berlin, Göt
tingen, Heidelberg auf Seite 199 beschrieben ist.
Das, der Erfindung zu Grunde liegende, Problem ist die
Schirmung von Sachen wie z. B. Anlagen, Geräten, Geräte
teilen usw. sowie Sachen im weitesten Sinn, die beispiels
weise bedient, beobachtet, bestückt, versorgt usw. werden
müssen, sowie die einfache Herstellung von Schirmungen.
Öffnungen z. B. in dünnen schirmenden Blechen, deren lichte
Weite ausreichend klein (z. B. 2-3 mm lichte Weite der Öffnungen)
ist, sind im Frequenzbereich von z. B. 100 MHz
schirmend. Öffnungen, wie z. B. Stutzen sind schirmend, wenn
sie über eine ausreichende Länge bei einer bestimmten in
neren lichten Weite verfügen. Befinden oder bewegen sich
in diesen Öffnungen nicht leitende Bedienungselemente oder
nicht leitende Materialien, so wird die Schirmungswirkung
der Öffnung nicht zerstört. So können z. B. Holzstäbe
mit einem Durchmesser von 2-3 mm aus festem Holz durch
kleine Öffnungen in dünnen schirmenden Blechen z. B. in der
Feinwerktechnik zur Betätigung durch Schirmungen hindurch
verwendet werden. Handelt es sich bei der Öffnung um eine
größere Öffnung bzw. z. B. um ein stärkeres Bedienelement,
so kann zur Schirmung eine schirmende Röhre bzw. ein
schirmender Stutzen verwendet werden. Überdeckungen von
schirmenden Sachen sind schirmend, wenn sie ausreichende
Überdeckungen bei zugehörigen Abständen aufweisen. Sie
Sie eignen sich für Schirmungen, die zerlegbar sein sollen.
Flexible Materialien, wie z. B. Drahtgewebe, die Bestandteil
der Schirmung sind, können (z. B. teilweise) bewegt werden,
und dann ihrerseits z. B. Bedienelemente bewegen, ohne daß
die Schirmung zerstört wird.
Der Gegenstand der Erfindung ist auf dem Gebiet der physik
alischen Technik im weitesten Sinn gewerblich anwendbar.
Werden z. B. Geräte von Personen bedient, beobachtet, be
stückt, versorgt usw., und sollen diese Geräte geschirmt
werden , so können, wenn z. B. die Aussendung von z. B. be
stimmten Frequenzen durch diese Geräte verhindert werden
soll, diese Geräte z. B. in Faraday-Käfigen untergebracht
werden, die, wenn sich das Bedienungspersonal in diesen
Räumen aufhält, ausreichend groß sein müssen, sowie eine
Lüftung, Heizung, bzw. Klimaanlage, sowie Beleuchtung,
Türen bzw. Fenster haben können, was die Schirmung sehr
viel teurer werden läßt, als wenn man die in dieser Pat
entanmeldung beschriebenen Möglichkeiten zur Schirmung
einzelner Geräte oder Geräteteile bzw. ihrer Verbindungs
kabel bzw. Leitungen nutzt. Ferner braucht sich das Bedien
ungspersonal nicht in einem geschirmten Raum aufzuhalten.
Außerdem sind die, in dieser Patentanmeldung beschriebenen,
Schirmungen einfach herzustellen und es wird viel weniger
Schirmungsmaterial wie z. B. Kupferfolie verschwendet,
wenn gezielt z. B. einzelne zu bedienende Geräte oder
Geräteteile und nicht ganze Räume geschirmt werden.
Die Schirmungen nach dieser Patentanmeldung sind auch
leichter zerlegbar (Überdeckungen), transportierbar, und
lagerfähig als andere Ausführungen von Faraday-Käfigen.
In den Zeichnungen der folgenden Beispiele bedeuten Pfeil
symbole Bewegungsrichtungen. Ferner bedeutet B soviel wie
nichtleitendes Bedienelement, C Taste, F leitendes Metall
band, H (Kipp-) Hebel, I Tastaturkabel, J (Computer-)
Tastatur, K Klebstoff, L Luft, Druckluft, M Masse, Erde,
O Führungsplatte für Bedienelemente, P (Endlos-) Papier,
Q Lichtschalter, R Auflage für Handballen bzw. Handgelenke,
S Schirmung (z. B. Masse, Erde), T (z. B. Schirmungs-) Stutzen,
U (z. B. Druck-) Luftschlauch, V Festbindedraht, W Drahtge
webe, X Feder, Y Drucker, Z Nähdraht, Ö Öffnung, Ü Über
wachungsfläche, feinmaschiges leitendes Drahtgitter oder
Drahtgewebe, Sichtfenster, Beobachtungsfläche, Bildschirm
schirmung usw.
Beispiele zu Patentanspruch 1 sind in den Fig. 1-12 und 14
dargestellt. Fig. 4, 5 und 6 sind die räumlichen Ansichten
von Fig. 1, 2 und 3. In Fig. 1 bzw. 4, Fig. 2 bzw. 5 sowie
Fig. 7 u. 8 sind Beispiele aus der Feinwerktechnik, da hier
jeweils kleine schirmende Öffnungen in dünnen Blechen ab
gebildet sind. Fig. 1 bzw. Fig. 4 zeigt die Übertragung einer
Hubbewegung durch die Schirmung S mit einem Bedienelement
B. Fig. 2 bzw. Fig. 5 zeigt eine Art Taste mit Feder deren
Bedienelement durch die schirmende Öffnung geführt ist.
Fig. 7 zeigt eine Welle und Fig. 8 ein Stellelement, die
durch schirmende Öffnungen geführt sind. Soll eine größere
Öffnung geschirmt werden, so kann ein Stutzen, wie in Fig. 3
bzw. 6 dargestellt verwendet werden. Soll ein Verdrehen
des Bedienelementes im Stutzen verhindert werden, so kann
der Stutzen z. B. als Vierkantrohr und das Bedienelement als
Vierkantstab ausgeführt werden (Fig. 9). Ein solches Ver
drehen soll auch beim Bedienen einer Tastatur durch eine
Schirmung verhindert werden, was durch eine Anordnung wie
in Fig. 14 gezeigt bewerkstelligt werden kann. Fig. 10 zeigt
einen Endlosblattpapiereinzug und -ausstoß für einen
Drucker durch einen schirmenden Stutzen. Fig. 11 und 12
zeigen weitere schirmende Stutzen. Beispiele zu Patentan
spruch 2 sind in Fig. 15-36, 38 und 41 dargestellt. Aus zwei
Stutzen nach Fig. 15 und einem Rohr nach Fig. 17 kann die in
Fig. 16 dargestellte schirmende Verbindung hergestellt wer
den, welche z. B. für die Schirmung von Verbindungsleitungen
verwendet werden kann. Soll das Rohr Fig. 17 gelenkig sein,
so kann es, wie in Fig. 18 dargestellt, in der Mitte ausein
andergesägt, jeweils aufgeschlitzt, aufgebogen, mit
einem, aus Drahtgewebe gerollten und mit einem Draht zu
einem schirmenden Schlauch vernähten, Stück überzogen und
mit einem Festbindedraht an dieses Stück angebunden werden.
Fig. 19 und 20 zeigen die schirmende Überdeckung einer Tür
öffnung Ö eines geschirmten Raums durch seine Tür. Fig. 21-23
zeigt Überdeckungen von schirmenden Elementen wie z. B.
Wandelementen die in Fig. 22 und 23 mit Verbindungselementen
zusammengehalten werden, wobei sich in Fig. 23 in der Über
deckung noch ein gerolltes Drahtgewebe befindet, das zum
Zwecke der Schirmung mit Hilfe der Schrauben in der Über
deckung bzw. im Spalt verquetscht werden kann. Wird ein
Stutzen, wie er in Fig. 10 dargestellt ist, zu Schirmungs
zwecken länger ausgeführt, so kann es sinnvoll werden,
diesen wie in Fig. 24-26 erläutert auszuführen. Schirmungen
können auch durch Schachtelungen wie in Fig. 27-36 und 38
dargestellt, erzielt werden. In Fig. 27 ist eine einfache
Schachtelung in Fig. 28 und 29 sind Schachtelungen mit mehr
fachen Überdeckungen dargestellt. Fig. 30 ist die räumliche
Darstellung einer Schachtelung. Aus einem rechteckigen
Drahtgewebestück kann durch Hochbiegen der Kanten und Ein
falten der Ecken, wie in Fig. 32 dargestellt, sowie fest
nähen der Ecken mit Draht eine Schachtelhälfte hergestellt
werden. Aus zwei solchen Schachtelhälften kann, die Schir
mung einer Lichtquelle (Fig. 31) oder eines (Computer-)
Bildschirms (Fig. 33) hergestellt werden. Öffnungen z. B.
zum vorübergehenden Bedienen mit der Hand, die also größer
und kurz sein müssen,können für den Dauerbetrieb schachtel
förmig verschlossen werden (Fig. 34). In Fig. 35, 36 und 38
wird eine mögliche Ausführung eines schirmenden Stutzens
an einer schirmenden Blechschachtel gezeigt. In Fig. 41 ist
eine Schirmung durch Überdeckung eines Stutzens und einer
beweglichen schirmenden Stange dargestellt.
Beispiele zu Patentanspruch 3 sind in Fig. 13 und 40 darge
stellt. In Fig. 13 ist die Schirmung eines Bedienelementes
durch ein Drahtgewebe dargestellt, wobei der Bediener das
flexible Drahtgewebe drückt, und dieses das Bedienelement.
In Fig. 40 ist die Schirmung eines (Licht-) Schalters darge
stellt, wobei der Bediener das flexible Drahtgewebe quet
schen muß, um den (Licht-) Schalter zu betätigen.
Beispiele zu Patentanspruch 4 bzw. 1 und 2 sind in Fig. 37
(Schirmung eines Druckers) und in Fig. 39 (Schirmung einer
(z. B. Computer -) Tastatur dargestellt.
Ein Beispiel zu Patentanspruch 6 ist in Fig. 42 dargestellt.
Fig. 42 hat als Modell Fig. 3. In Fig. 3 ist das Bedienelement
fest, in Fig. 42 gasförmig (Druckluft). Eine Schirmung, die
Fig. 10 als Modell hätte, wäre eine Konstruktion mit zwei
Stutzen, und zwar je einen für Papiereinzug und Papieraus
stoß. Eine Schirmung, die Fig. 16 als Modell hätten wäre
eine Konstruktion, mit einer Innenpassung des Rohres (Fig. 17).
Claims (5)
1. Schirmungen mit schirmenden Öffnungen, in denen sich
nicht leitende Hilfsmittel befinden. Unter Schirmungen
sind hier, wie auch im Folgenden, Vorrichtungen zur
Schirmung von Sachen zu verstehen. Unter Schirmung von
Sachen ist hier, wie auch im Folgenden, sowohl die Ver
hinderung der Auswirkung von Strahlungen auf Sachen,
als auch die Verhinderung der Auswirkung von Strahlungen
von Sachen zu verstehen. Unter Auswirkung ist hier, wie
auch im Folgenden, z. B. Abgabe, Ausbreitung, Auftreffen,
Aussendung usw., sowie Auswirkung im weitesten Sinn zu
verstehen. Unter Strahlungen sind hier, wie auch im Fol
genden Felder, Frequenzen usw., sowie Strahlungen im
weitesten Sinn zu verstehen. Unter schirmend, ist hier,
wie auch im Folgenden, z. B. eine Schirmung bewirkend
bzw. für eine Schirmung geeignet usw. zu verstehen.
Unter nicht leitend ist hier, wie auch im Folgenden
z. B. elektrisch nicht leitend, sowie nicht leitend
im weitesten Sinn zu verstehen. Unter Hilfsmitteln sind
hier, wie auch im Folgenden z. B. Übertragungselemente,
Bedienelemente, Rohstoffe, Betriebsmittel, Werkzeuge,
Konstruktionen usw., sowie Hilfsmittel im weitesten
Sinn zu verstehen, deren Verwendung in diesem Zusammen
hang neu ist. Unter Vorrichtungen sind hier, wie
auch im Folgenden, z. B. Vorrichtungen bzw. Vorkehrungen
im weitesten Sinn zu verstehen. Unter Sachen sind hier,
wie auch im Folgenden, Gegenstände, Konstruktionen,
Bestände, Situationen usw., sowie Sachen im weitesten
Sinn zu verstehen. Vorrichtungen zur Schirmung von
Sachen können z. B. elektrisch leitende und magnetisch
nicht permeable Vorrichtungen sein. Unter "befinden" ist
hier, wie auch im Folgenden, z. B. auch "bewegen" usw.,
sowie "befinden" im weitesten Sinn zu verstehen.
2. Schirmungen durch für die Schirmung geeignete Über
deckungen von schirmenden Sachen. Unter Überdeckungen
sind hier, wie auch im Folgenden, z. B. Spalte, Fugen,
Fügungen, Passungen, Abdeckungen, Bedeckungen usw.
sowie Überdeckungen im weitesten Sinn zu verstehen,
wobei diese Überdeckungen beweglich sein können.
3. Schirmung durch schirmende und flexible Sachen oder
Materialien, die eine Einflußnahme durch die Schirmung
hindurch durch Veränderung der Gestalt der Schirmung
ermöglichen. Unter flexibel ist hier, wie auch im Fol
genden, z. B. beweglich, verformbar usw., sowie flexibel
im weitesten Sinn zu verstehen.
4. Schirmungen, die Kombinationen von Schirmungen nach
den Patentansprüchen 1-3 sind. Unter Kombinationen
sind hier, wie auch im Folgenden, Kombinationen im weit
esten Sinn zu verstehen.
5. Schirmungen, die als Modelle Schirmungen nach den Pat
entansprüchen 1-4 haben. Unter Modellen sind hier,
wie auch im Folgenden, Modelle im weitesten Sinn zu
verstehen.
Priority Applications (3)
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Publications (2)
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| DE19528764C2 DE19528764C2 (de) | 1998-07-02 |
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|---|---|---|---|
| DE1995128764 Expired - Lifetime DE19528764C2 (de) | 1995-08-04 | 1995-08-04 | Gehäuse zur Abschirmung von elektromagnetischen Feldern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19528764C2 (de) |
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Also Published As
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| DE19528764C2 (de) | 1998-07-02 |
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