DE19528400C1 - Verfahren und Vorrichtung zur Bestimmung der Haltbarkeit von Lebensmitteln und dessen Verwendung - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Bestimmung der Haltbarkeit von Lebensmitteln und dessen VerwendungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vor
richtung sowie deren Verwendung für die Bestimmung
der Haltbarkeit von Lebensmitteln, wobei die Lebens
mittel bevorzugt Fette enthalten. Dabei soll die Min
desthaltbarkeit der verschiedenen Lebensmittel auf
einfache Art und Weise in zuverlässiger Form über
prüft und abgeschätzt werden können.
Es ist bekannt, daß durch Oxidation qualitätsmindern
de Reaktionen im Lebensmittel ablaufen, die Sauer
stoff als Reaktionspartner benötigen. Dabei wird die
Oxidationsneigung von Fetten bzw. fetthaltigen
Lebensmitteln unter vorgegebenen Bedingungen be
schleunigt und das Verderben der Lebensmittel we
sentlich schneller erreicht, als unter normalen Be
dingungen. So werden die zu prüfenden Lebensmittel
beispielsweise beim Schaal-Test auf 60°C und beim
Swift-Stabilitätstest auf 97,8°C und gleichzeitiger
Durchleitung von Luft, erwärmt.
Andere bekannte Verfahren beruhen auf der Oxidation
des Fettes, die sensorisch oder chemisch bestimmt
werden kann. So beschreibt Pardun, H., "Analyse der
Nahrungsfette", Paul Parey Verlag Berlin, Hamburg,
1976 unter den Stichworten "POZ" und "UV-Absorption"
entsprechende Möglichkeiten, die bei Fetten, die Li
nol- bzw. Linolensäure enthalten, angewendet werden
können.
Die Geschwindigkeit der Sauerstoffaufnahme durch die
Lebensmittel wird mit dem Warburg-Test verfolgt, bei
dem eine manometrische Messung in aufwendiger Form
durchgeführt wird. (Pardun, H., "Analyse der Nah
rungsfette", Paul Parey Verlag Berlin, Hamburg, 1976
Stichwort "Warburg").
Sandmeier, D., Ziegleder, G., "Bestimmung der Oxida
tionsstabilität pflanzlicher Öle über die häminkata
lysierte Lipid-Peroxidation", Fette, Seifen, An
strichmittel, 84 (1982) 11-14 beschreiben eine Mög
lichkeit unter Verwendung häminkatalytischer Reaktio
nen, die bei Suspensionen von Ölen anwendbar sind.
Hierbei wird der Sauerstoffverbrauch in der Suspen
sion amperometrisch gemessen.
Weiterhin sind Verfahren bekannt, bei denen am Ende
einer Induktionsperiode die Konzentration niedermole
kularer Säuren elektrochemisch bestimmt wird oder
Aldehyde gaschromatographisch gemessen werden. Hier
bei kann bei gleichen Fettarten aus der Länge der
jeweiligen Induktionsperiode auf die Haltbarkeit ge
schlossen werden.
Die bisher bekannten Verfahren sind zum Teil sehr
aufwendig, können häufig nur für bestimmte Lebensmit
tel eingesetzt werden, es können bestimmte Vorbehand
lungen der zu prüfenden Lebensmittelprobe erforder
lich sein, die zur Veränderung durch beispielsweise
Extraktion oder Zugabe von Katalysatoren oder eine
erhöhte Erwärmung führen können, die eine Aussage
über die tatsächliche Haltbarkeit negativ beeinflus
sen.
Aus der GB 2 029 015 ist ein Verfahren mit einer Vor
richtung für die schnelle und quantitative Erfassung
der Oxidation von Lebensmitteln beschrieben. Dabei
wird ultraviolettes Licht auf das zu analysierende
Lebensmittel unter der Anwesenheit von Sauerstoff
gerichtet und die Menge des aufgenommenen Sauerstof
fes bestimmt.
Die Verwendung einer Clark-Elektrode zur Erfassung
der biologischen Kontamination einer Probe, die Hy
drogenperoxid ausgesetzt worden ist, ist der GB 2 220 066
zu entnehmen.
Von D. Kopershoek wurde in der Zeitschrift "Laborato
ry Practice", Vol. 20 No. 11, Seite 866-869, ein auto
matisches Überwachungssystem der Respirationsrate von
Früchten beschrieben. Hierbei wird angefeuchtete Luft
in einen Raum geleitet, und die Respirationsrate mit
einem Infrarotgasanalysator über die CO₂-Konzentra
tion, des die Kammer verlassenden Gases bestimmt.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, die Bestimmung
der Haltbarkeit von Lebensmitteln schnell und mit
geringem Aufwand zuverlässig vornehmen zu können.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die Merkmale
des Anspruchs 1 für das Verfahren und des Anspruchs
10 für die Vorrichtung gelöst.
Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren und der entspre
chend ausgebildeten Vorrichtung wird der Sauerstoff
gehalt zeitabhängig mit einer Sauerstoffelektrode,
bevorzugt einer Clark-Elektrode, des im nicht von der
Probe ausgefüllten Volumen eines Gasgemisches, das
sich in einem Gefäß, das gasdicht und lichtundurch
lässig ist und in das eine zu prüfende Lebensmittel
probe gegeben ist, gemessen. Durch eine Temperatur
erhöhung kann die Sauerstoffaufnahme der Lebensmit
telprobe erhöht werden, so daß sich die für die Be
stimmung der Haltbarkeit der Lebensmittelprobe erfor
derliche Zeit verkürzen läßt. Um eine schädliche Tem
peraturbeeinflussung der Lebensmittelprobe zu vermei
den, sollten Temperaturen im Bereich bis maximal 40°C
eingehalten werden.
Die Abnahme des Sauerstoffgehaltes im Gasgemisch lie
fert, zeitabhängig gemessen, eine gute und zuverläs
sige Aussage über die Haltbarkeit der geprüften Le
bensmittelprobe. Bei der Fettoxidation tritt am Ende
der Haltbarkeit (Induktionszeit) ein steiler Anstieg
des Sauerstoffverbrauches auf, der aussagekräftig
auswertbar ist. Dabei kann als Maß für eine solche
entsprechende Aussage, der Zeitpunkt dieses Anstieges
oder das Unterschreiten eines bestimmten Sauerstoff
gehaltes im Gasgemisch, ausgenutzt werden.
Mit dem erfindungsgemäßen Vorgehen kann auch bei fri
schen Lebensmitteln, durch die Erhöhung der Tempera
turen eine Vorhersage für die tatsächliche Haltbar
keit oder gegebenenfalls erforderliche Verpackungs
maßnahmen getroffen werden, indem der Sauerstoffver
brauch im Gefäß ermittelt wird.
Gegenüber dem häufigsten bisher verwendeten Verfahren
unterscheidet sich die Erfindung in vorteilhafter
Weise dadurch, daß das gesamte Lebensmittel unbehan
delt eingesetzt wird, keine Extraktion von Fetten
oder anderen Inhaltsstoffen erforderlich ist. Die
Probemenge ist nicht begrenzt und kann so wesentlich
aussagekräftigere Ergebnisse auch mit Hilfe einer
statistischen Auswertung liefern. Eine zusätzliche
Behandlung der zu untersuchenden Lebensmittel ist
weder durch Extraktion, noch durch Zugabe von Kataly
satoren erforderlich, so daß die Untersuchung unter
praxisnahen Bedingungen durchgeführt wird. Um Reak
tionen durch Licht zu vermeiden, wird ein lichtun
durchlässiges Gefäß verwendet, so daß die Reproduzier
barkeit der Ergebnisse, in Verbindung mit einer vor
zugsweise eingesetzten Clark-Elektrode besser sind.
Durch Beeinflussung des Volumenverhältnisses,
zwischen dem Volumen der zu prüfenden Lebensmittel
probe und dem
Volumen, des diese umgebenden Gasgemisches im
Gefäßinneren können die Meßbedingungen optimiert wer
den.
Eine weitere Verbesserung der Verfahrensführung kann
durch die Umwälzung des Gasgemisches während der Mes
sungen erreicht werden. Die Messung des Sauerstoff
gehaltes im Gasgemisch kann dabei auch intermittie
rend erfolgen und Meßwerte in vorgegebenen Zeitab
ständen ermittelt werden. Die gemessenen Werte können
dabei bevorzugt einer Auswerte- und Steuereinheit
zugeführt und in dieser einem Soll-/Istwertvergleich
unterzogen werden. Wobei nach Erreichen einer minimal
vorgegebenen Sauerstoffkonzentration oder bei Errei
chen eines maximalen Anstiegs der Abnahme des Sauer
stoffgehaltes, entsprechend der dem Meßwert zugeord
neten Zeit, eine Aussage über die Haltbarkeit der un
tersuchten Lebensmittelprobe gemacht wird.
Vor Beginn der Messungen ist es erforderlich, das
Volumen des Gasgemisches zu bestimmen. Hierfür können
Zu- und Ableitungen an den Meßgefäßen vorhanden sein,
um durch geeignete physikalische Meßmethoden das
"Kopfraum"-Volumen bestimmen zu können.
Es kann auch ein Gasgemisch mit bekanntem Sauerstoff
gehalt vor Beginn der Messungen eingegeben werden.
Das "Kopfraum"-Volumen (Gasvolumen) muß jedoch be
kannt sein.
Zur Erhöhung zur Aussagekräftigkeit der Meßergebnisse
ist es vorteilhaft, gleiche Lebensmittelproben in
mehrere Gefäße zu geben, diese unter gleichen Bedin
gungen zu prüfen und anschließend entsprechend stati
stisch auszuwerten, um die Fehlerquote klein zu hal
ten. In einem solchen Fall reicht es aus, eine ein
zige Sauerstoffelektrode zu verwenden, der zeitabhän
gig gesteuert jeweils Gasgemisch aus einem Meßgefäß
zuführbar ist und die Meßergebnisse diesem zugeordnet
der Auswerte- und Steuereinheit zugeführt werden.
Eine solche Ausführung verringert einmal den Meßauf
bauaufwand und führt zum anderen dazu, daß der durch
die Verwendung mehrerer Sauerstoffelektroden auftre
tende Fehler vermieden wird. Hierfür sind die einzel
nen Zuleitungen zur Sauerstoffelektrode mit elektro
nisch steuerbaren Ventilen versehen, die sichern, daß
immer nur Gasgemisch aus einem Gefäß zur Sauerstoff
elektrode gelangt.
Das erfindungsgemäße Verfahren und die entsprechende
Vorrichtung eignen sich insbesondere für die Bestim
mung der Haltbarkeit von fetthaltigen Lebensmitteln,
wie Ölsamen, fetthaltigen Trockenprodukten, Müsli und
dessen einzelne Bestandteile sowie in bevorzugter
Form der Haltbarkeit von gerösteten Haselnüssen. Es
kann aber auch verwendet werden, um die Röstung der
Haselnüsse zu überwachen, da die entsprechenden Be
dingungen einen großen Einfluß auf die Qualität und
Haltbarkeit der Haselnüsse haben.
Nachfolgend soll die Erfindung an Hand eines Ausfüh
rungsbeispieles näher beschrieben werden.
Dabei zeigt:
Fig. 1 eine schematische Darstellung einer erfin
dungsgemäßen Meßanordnung;
Fig. 2 ein Diagramin des Sauerstoffverbrauches ver
schieden gerösteter Haselnüsse in Abhängig
keit der Meßtemperatur und
Fig. 3 ein Diagramm, bei dem das Verhältnis von
Sauerstoffaufnahme und Haltbarkeit ver
schieden gerösteter Haselnüsse zu entnehmen
ist.
In der Fig. 1 ist ein gasdichtes, lichtundurchlässi
ges Gefäß 1 über einen Anschluß mit einer Clark-Elek
trode 2 verbunden, wobei bei diesem Beispiel die Pro
benentnahme aus dem im Gefäß 1 enthaltenen Gasge
misch, mit Hilfe einer gasdichten Spritze 5, durch
führbar ist. Für die Probenentnahme kommen aber auch
andere geeignete Elemente, wie beispielsweise Pumpen
in Frage. Nach dem Einbringen der nicht dargestellten
Lebensmittelprobe in das Gefäß 1, das aus einem Mate
rial besteht, das nicht zu Reaktionen mit der Lebens
mittelprobe oder dem Gasgemisch (in der Regel Luft)
führt, ist.
Der in dieser Darstellung vorhandene und mit der
Clark-Elektrode 2 verbundene Anschluß 3 für die Ab
leitung wird auch für die Bestimmung des Volumens,
des sich im Gefäß 1 nach Einbringen der Lebensmittel
probe befindenden Gasgemisches genutzt. Das Gasge
misch wird dabei über eine hier nicht dargestellte
Leitung, einer entsprechenden Meßeinrichtung zuge
führt und anschließend über die gegenüberliegend an
geordnete Zuführung 4 wieder in das Gefäß 1 gegeben
und die Messung kann beginnen.
In, auf die Lebensmittelprobe abgestimmten, Zeitab
ständen kann dann mit Hilfe der gasdichten Spritze
eine geringe Gasmenge, ca. 0,5 ml, aus dem Gefäß 1
vor die Clark-Elektrode 2 gesaugt werden und der Sau
erstoffgehalt wird mit Hilfe der Clark-Elektrode 2
amperometrisch bestimmt. Die Zuleitungen und Totvolu
mina sind dabei klein gehalten, um einen Meßfehler
durch auftretenden Unterdruck, beim Absaugen der
Luftmenge klein halten zu können. Aus dem gemessenen
Sauerstoffwert und dem zuvor bestimmten Gasvolumen im
Probengefäß, kann der Sauerstoffgehalt des Gasge
misches ermittelt werden. Verbraucht die Lebensmit
telprobe Sauerstoff, sinkt der Sauerstoffgehalt im
Gasgemisch entsprechend und die Sauerstoffaufnahme
der Lebensmittelprobe kann berechnet werden.
Das Meßsignal der Clark-Elektrode 2 kann dabei direkt
auf ein Anzeigegerät gegeben werden, das den Meßwert
in absoluter Form anzeigt oder den zeitabhängigen
Verlauf des Sauerstoffgehaltes graphisch in Kurven
form anzeigen kann. Die Auswertung kann selbstver
ständlich auch, wie bereits ausgeführt, mit Hilfe
einer elektronischen Auswerteeinheit erfolgen.
Einfluß auf die Messung wird, bei dem erfindungsgemä
ßen Verfahren im wesentlichen, durch Einstellung ei
ner bestimmten Temperatur im Gefäß 1, genommen. Die
eingesetzten Temperaturen sollten dabei im Bereich
zwischen 20°C und 40°C gehalten werden, um die Le
bensmittelprobe durch die Temperaturerhöhung nicht
unnötig zu beeinflussen.
Eine weitere Verkürzung bis zum Erreichen der Induk
tionszeit kann dadurch erreicht werden, daß die Menge
der Lebensmittelprobe (Volumen) größer, als das nicht
von dieser im Gefäß 1 eingenommene Volumen ist.
So kann das erfindungsgemäße Verfahren beispielsweise
bei gerösteten Haselnüssen angewendet werden. Bei der
Verarbeitung von Haselnüssen wirkt sich das Röstver
fahren ganz besonders auf deren spätere Haltbarkeit
aus. So werden Haselnüsse, die einer Kurzeit/Hochtem
peratur-Röstung unterzogen werden, relativ schnell
ranzig und weisen eine normale Mindesthaltbarkeits
zeit von etwa 1,5 Monaten auf.
Dagegen sind mit einer schonenden Langzeitröstung
behandelte Haselnüsse wesentlich länger, nämlich bis
zu ca. 7 Monaten haltbar, ohne ranzig zu werden. Die
tatsächliche Lagerzeit und damit die Mindesthaltbar
keit, kann mit dem erfindungsgemäßen Verfahren zuver
lässig eingeschätzt werden. Dabei gibt das in der
Fig. 2 dargestellte Diagramm, den Sauerstoffver
brauch verschieden gerösteter Haselnüsse bei 40°C und
bei 30°C wieder. Wie dem Diagramm zu entnehmen ist,
sind bei beiden Meßtemperaturen, die einer Hochtempe
ratur/Kurzzeit-Röstung unterzogenen Haselnüsse we
sentlich reaktiver, als die schonend mit einer Nie
dertemperatur/Langzeit-Röstung behandelten Haselnüs
se. Bereits nach fünf Tagen treten deutliche Unter
schiede auf, die auf die Qualität und Haltbarkeit der
Haselnüsse schließen lassen. Dabei gibt der Meßwert
verlauf A, den Sauerstoffverbrauch von Haselnüssen,
die einer Kurzzeit/Hochtemperatur-Röstung unterzogen
worden sind, bei einer Meßtemperatur von 30°C wieder.
Der Meßwertverlauf B steht für Haselnüsse, die einer
Niedertemperatur/Langzeit-Röstung unterzogen worden
sind, und bei einer Temperatur von 30°C ermittelt
wurden.
Die Meßwertverläufe A′ und B′ entsprechen den
Röstungsbedingungen, wie dies bei den anderen beiden
Verläufen bereits ausgeführt worden ist. Lediglich
die Meßtemperatur wurde auf 40°C erhöht.
Das in der Fig. 3 dargestellte Diagramm, gibt den
Zusammenhang zwischen dem Sauerstoffverbrauch der
jeweiligen Lebensmittelproben und der Haltbarkeit in
schematischer Form wieder. Dabei zeigt der Kurvenver
lauf D, daß die gestrichelt dargestellte Haltbar
keitsgrenze bereist nach gut einem Monat erreicht
worden ist. Dagegen ist bei einer schonend gerösteten
Charge die Haltbarkeit H wesentlich länger, wie dies
aus dem Verlauf I erkennbar ist.
Claims (17)
1. Verfahren zur Bestimmung der Haltbarkeit von
Lebensmitteln, bei dem,
eine Lebensmittelprobe in ein gasdicht ver schließbares, lichtundurchlässiges Gefäß ge geben,
einer Erwärmung unterzogen, der Sauerstoffgehalt des nicht von der Lebensmittelprobe ausgefüllten Volumens des Gefäßes mit einer Sauerstoffelek trode gemessen und
der gemessene Sauerstoffgehalt und/oder der An stieg des Absinkens des Sauerstoffgehaltes zeit abhängig als Maß für die Haltbarkeit der Lebens mittelprobe ermittelt wird.
eine Lebensmittelprobe in ein gasdicht ver schließbares, lichtundurchlässiges Gefäß ge geben,
einer Erwärmung unterzogen, der Sauerstoffgehalt des nicht von der Lebensmittelprobe ausgefüllten Volumens des Gefäßes mit einer Sauerstoffelek trode gemessen und
der gemessene Sauerstoffgehalt und/oder der An stieg des Absinkens des Sauerstoffgehaltes zeit abhängig als Maß für die Haltbarkeit der Lebens mittelprobe ermittelt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Lebensmittelpro
be auf eine Temperatur von maximal 40°C erwärmt
wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Temperatur wäh
rend der Messungen konstant gehalten wird.
4. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche
1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß im nicht von der
Lebensmittelprobe ausgefüllten Volumen eine Um
wälzung des Gasgemisches durchgeführt wird.
5. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche
1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß eine Lebensmittel
probe deren Volumen größer, als das nicht von
der Lebensmittelprobe ausgefüllte Volumen im
Gefäß, in dieses gegeben wird.
6. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche
1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß vor der Messung das
Volumen des Gasgemisches im Gefäß bestimmt wird.
7. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche
1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß der Sauerstoffgehalt
intermittierend oder auch kontinuierlich gemes
sen wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß die Messung in meh
reren Gefäßen mit einer Sauerstoffelektrode
durchgeführt wird, wobei das jeweilige aus einem
der Gefäße entnommene Gasgemisch zeitlich ge
steuert, der Sauerstoffelektrode zugeführt und
eine dem jeweiligen Gefäß zugeordnete Auswertung
durchgeführt wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, daß die Meßergebnisse
gleicher Lebensmittelproben einer statistischen
Auswertung unterzogen werden.
10. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach
Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein gas
dichtes, lichtundurchlässiges Gefäß (1) zur Auf
nahme einer Lebensmittelprobe mit einer Clark-
Elektrode (2) verbunden oder versehen ist, und
eine Einrichtung zur Erwärmung und Konstanthal
tung einer vorgewählten Temperatur vorhanden
ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, daß Anschlüsse (3), (4),
für die Zu- und Ableitung des im nicht von der
Lebensmittelprobe ausgefüllten Volumen enthalte
nen Gasgemisches, zur Bestimmung des Volumens
des Gasgemisches, vorhanden sind.
12. Vorrichtung nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, daß an der Clark-Elek
trode (2) mehrere mit unterschiedlichen Gefäßen
(1) verbundene Anschlußleitungen angeschlossen
sind, die über steuerbare Ventile einzeln sperr- oder
freigebbar sind.
13. Vorrichtung nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, daß im Gefäß (1) eine
Einrichtung zur Umwälzung des Gasgemisches vor
handen ist.
14. Verwendung des Verfahrens nach mindestens einem
der Ansprüche 1 bis 9,
zur Bestimmung der Haltbarkeit überwiegend fett
haltiger Lebensmittel.
15. Verwendung des Verfahrens nach Anspruch 14,
zur Bestimmung der Haltbarkeit gerösteter Hasel
nüsse, Ölsamenfrüchte, Ölsamen fetthaltiger
Trockenprodukte, Müsli oder deren Bestandteile.
16. Verwendung nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet, daß die Lebensmittel zur
Gewährleistung eines raschen Gasaustausches in
unzerkleinerter und/oder zerkleinerter Form,
oder in Mischung der pulverisierten Lebensmittel
mit Inertstoffen eingebracht werden.
17. Verwendung des Verfahrens nach mindestens einem
der Ansprüche 1 bis 9,
zur Qualitätskontrolle für die Röstung von Ha
selnüssen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995128400 DE19528400C1 (de) | 1995-08-02 | 1995-08-02 | Verfahren und Vorrichtung zur Bestimmung der Haltbarkeit von Lebensmitteln und dessen Verwendung |
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|---|---|---|---|
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19528400C1 true DE19528400C1 (de) | 1996-10-24 |
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ID=7768519
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|---|---|---|---|
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19528400C1 (de) |
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1995
- 1995-08-02 DE DE1995128400 patent/DE19528400C1/de not_active Expired - Fee Related
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