DE19527275A1 - Verfahren zur Herstellung vorgefertigter verputzter Mauerwerkswände und Schalungstisch zu dessen Durchführung - Google Patents
Verfahren zur Herstellung vorgefertigter verputzter Mauerwerkswände und Schalungstisch zu dessen DurchführungInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstel
lung vorgefertigter verputzter Mauerwerkswände.
Es ist bekannt, zum Bau eines Gebäudes vorgefertigte Mauer
werkswände zu verwenden. Zu deren Herstellung werden ver
schiedene Verfahren angewendet, u. a. solche, bei denen die
Wände liegend hergestellt werden.
Ein Verfahren zur Herstellung einer transportierbaren Zie
gelwand ist in der EP 0 242 880 B1 beschrieben. Bei diesem
Verfahren wird auf eine den Abmessungen der Wand entspre
chende Form, die sich in horizontaler Stellung befinden
kann, eine weiche deformierbare Membran gelegt, auf der
Ziegelverbundreihen angeordnet werden. Durch zueinander
ausgerichtete Löcher der Ziegel werden Bewehrungsstäbe
eingebracht, und anschließend werden Räume zwischen den
einzelnen Ziegeln und Löchern mit flüssigem Mörtel aufge
füllt. Die Membran dient dazu, an den Seitenrändern der
auf sie aufgesetzten Ziegel eine Dichtung zu bilden, um
eine Verschmutzung der Ziegelflächen durch feine Zement
partikel des Mörtels zu verhindern. Ferner dient die Mem
bran dazu, eine Bewegung der aufgesetzten Ziegel zu ver
hindern.
Ein weiteres Verfahren zur Herstellung eines vorgefertig
ten Mauerwerkelementes durch Ausrichtung von Mauersteinen
auf einer horizontalen Schalunterlage ist in der DE 34 28 827 A1
beschrieben. Bei dem Verfahren werden die Mauer
steine auf einer unteren Trägerplatte ausgerichtet und die
Fugen mit Mörtel vergossen, wobei die Trägerplatte mit dem
Mauerwerkelement verbunden wird. Dadurch entsteht ein kom
biniertes Bauelement.
Es ist ferner bekannt, liegend eine Mauerwerkswand vorzu
fertigen, indem in ein Mörtelbett Spezialsteine in Form
von Lochsteinen mit Fugenabstand eingelegt und die Fugen
mit Mörtel gefüllt werden. Die Löcher der Steine werden
bei dem Verfahren nicht mit Mörtel gefüllt.
Dieser Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein einfaches
und flexibles Verfahren zur Herstellung von vorgefertigten
Mauerwerkswänden, die einseitig oder beidseitig verputzt
sind, vorzusehen.
Die Aufgabe wird gemäß Anspruch 1 dadurch gelöst, daß eine
Randschalung zur Begrenzung der Wand auf einer horizonta
len Schalungsfläche angebracht wird, ein Bett aus Putzmör
tel auf der Schalungsfläche innerhalb der Randschalung
eingebracht wird, Mauersteine mit durchgehenden Öffnungen
zur Herstellung einer liegenden Wand in den Putzmörtel in
vorgegebenem Abstand voneinander eingelegt werden und die
Fugen und die Öffnungen von oben mit fließfähigem Mörtel
vergossen werden.
Auf diese Weise wird erreicht, daß die Fertigung einer
Putzschicht in den Ablauf der liegenden Herstellung der
gesamten Mauerwerkswand auf einfache Weise integriert ist,
indem nämlich die Putzschicht liegend aufgebracht wird und
die Mauersteine unmittelbar in diese Schicht eingelegt
werden. Dadurch entfällt das nachträgliche Verputzen einer
fertigen Mauersteinanordnung. Das erfindungsgemäße Verfah
ren erlaubt eine außerordentlich wirtschaftliche und qua
litativ hochwertige Produktion von Wänden. Darüber hinaus
ist das Herstellungsverfahren mit Hilfe von Maschinen und
Robotern relativ einfach automatisierbar.
Zusätzlich zu der Randschalung können auch Schalungen für
Mauerwerksaussparungen, wie z. B. für Fensterleibungen,
vorgesehen sein. Die Mauersteine können aus verschiedenen
Materialien bestehen. Entsprechend der gewünschten Ausfüh
rungsart der Wand werden die Steine im Verband oder Fuge
auf Fuge in dem Mörtelbett, das in der Regel etwa eine
Dicke von 1 bis 1,5 cm aufweist, angeordnet. Die Fugen und
die Öffnungen der Mauersteine werden mittels des fließ
fähigen Mörtels, der von oben in die Fugen gefüllt wird,
schnell und effektiv vergossen, so daß ein Vollsteinmauer
werk entsteht.
Die Mauersteine werden vorzugsweise so gelegt, daß Öffnun
gen benachbarter Steine fluchten. Dadurch entstehen im
Mauerwerk zunächst kanalartige Hohlräume, die sich in der
Ebene der Wand erstrecken. In diese Hohlräume können Be
wehrungen, z. B. in Form von Stahldrähten oder -stäben,
eingelegt werden, die sich über die Höhe der gesamten Wand
oder einer Teilfläche, wenn die Wand Aussparungen aufweist,
erstrecken. Bewehrungen können auch in die Fugen eingelegt
werden. Die Bewehrungen können der Stabilität der errich
teten Mauerwerkswände dienen, sind jedoch vor allem für
den Transport oder die Montage der Wände vorgesehen sein.
Es muß in jedem Falle vermieden werden, daß sich bei der
Handhabung einer fertiggestellten Wand Steine herauslösen.
Es darf auch nicht geschehen, daß der untere Eckstein an
der Wand, die an einem Kran hängt, herabfällt. Daher sieht
eine Ausgestaltung der Erfindung vor, daß auf den frisch
eingebrachten Putzmörtel auf dem Schalungstisch eine Netz
bewehrung aufgelegt wird. Sie kann zum Beispiel aus einem
grobmaschigen Glasfasernetz bestehen oder auch aus einem
Gitter oder einem Netz aus Stahldrähten. Bei einem Auf
stoßen eines Steins würde dieser durch in die Putz lagen
eingebrachten Netze gehalten. Eine derartige Verfahrens
weise ist vorteilhafter als das Aufkleben von sogenannten
Abfangebändern. Bei einer Verwendung eines Stahlnetzes
oder dergleichen kann dieses gleichzeitig dazu herangezo
gen werden, die Biegesteifigkeit der Wand auf der ganzen
Fläche zu erhöhen.
Die die Bewehrung aufnehmenden Öffnungen können einen
deutlich größeren Durchmesser als die Stäbe oder Drähte
haben, so daß beim Vergießen zwischen dem Öffnungsrand und
den Bewehrungen eine Mörtelschicht von einer Dicke ent
steht, die einen Korrosionsschutz ermöglicht.
Es können vorgefertigte Wandelemente, z. B. Wandelemente
mit Sanitärteilen oder Installationsdosen in das Mörtel
bett eingelegt werden. Ferner können Installationsplastik
schläuche durch die durch Öffnungen der Mauersteine gebil
deten kanalartigen Hohlräume gelegt werden. Zum Herstellen
von Mauerecken können in das Mörtelbett vorgefertigte
wandhohe Ecken, die wieder aus Einzelsteinen bestehen kön
nen, so eingelegt werden, daß ein Schenkel in dem Mörtel
bett liegt und der andere Schenkel an die Randschalung
grenzt, wobei ein Spalt zwischen diesem Schenkel und der
Randschalung vorgesehen sein kann, um in diesen Putzmörtel
einzubringen. Es können auch vorgefertigte T-förmige wand
hohe Elemente, die auch wieder aus Einzelsteinen bestehen
können, zum Verbinden einer senkrecht angrenzenden weite
ren Wand in das Mörtelbett eingelegt werden, wobei der
Quersteg Teil der Wand ist.
Wenn eine beidseitig verputzte Wand herzustellen ist, kann
nach dem Vergießen der Fugen und Öffnungen auch auf der
nach oben gerichteten Seite der liegenden Wand eine Putz
schicht aufgebracht werden.
Um eine Außenwand mit einer Verblendschale herzustellen,
kann eine Verblendschale unmittelbar auf den Schalungs
tisch innerhalb der Randschalung gelegt und auf die Ver
blendschale das Mörtelbett gebracht werden. Die Verblend
schale kann vorproduziert sein oder in einer ähnlichen
Weise hergestellt werden, wie in der EP 0 242 880 be
schrieben. In letzterem Fall werden die Elemente der Ver
blendschale zunächst in die Form eingelegt, d. h. auf dem
Tisch aufgelegt. Nach einer Ausgestaltung der Erfindung
wird auf die eingelegte Verblendschale ein wärmedämmendes
Material gelegt, auf dem dann das Mörtelbett aufgebracht
wird. Auf diese Weise ist zugleich für die ausreichende
Wärmedämmung einer Fertigwand gesorgt. Die weiteren Ver
fahrensschritte werden danach wie oben beschrieben durch
geführt.
Im folgenden wird ein Schalungstisch, der vorzugsweise zur
Durchführung des oben beschriebenen Verfahrens verwendet
werden kann, beschrieben. Der Schalungstisch zeichnet sich
dadurch aus, daß auf ihm Schalungselemente für die Scha
lungen in verschiedenen Positionen zur Herstellung von
Wänden unterschiedlicher Abmessungen anbringbar sind. Es
können auch Schalungen für Mauerwerksaussparungen, z. B.
für Fensterleibungen, vorgesehen sein. Vorzugsweise ent
sprechen die verschiedenen Positionen der Schalungsele
mente einem gemäß den üblichen Maßen von Mauersteinen aus
gelegten Rastermaß. Die Positionen können durch eine Reihe
von Löchern vorgegeben sein, in die mit den Schalungsele
menten verbundene Zapfen oder Stifte eingesetzt werden.
Ferner kann vorgesehen sein, daß nicht benutzte Löcher
durch bündig mit der Schalungsfläche des Tisches abschlie
ßende Stopfen verschlossen werden. Diese Stopfen können
z. B. von unten in durchgehende Löcher des Schalungstisches
eingesetzt werden und eine Länge aufweisen, die größer ist
als die Dicke des Schalungstisches, damit sie auf der Un
terseite des Schalungstisches heraus ragen und somit leich
ter gegriffen werden können. Ferner können die Stopfen
eine Anschlagfläche aufweisen, mit der sie an der Unter
seite des Schalungstisches anliegen, um eine einfache Po
sitionierung der Stopfen zu erlauben.
Es ist unter Umständen nicht leicht, die Löcher sauber zu
halten. Daher kann nach einer anderen Ausgestaltung der
Erfindung die Verbindung der Schalungselemente dadurch ge
schehen, daß zum Beispiel an gegenüberliegenden Schalungs
elementen über den Enden hinauskragende Abschnitte vorge
sehen sind, die Stifte oder dergleichen enthalten, die von
oben in Löchern der benachbarten Schalungselemente ein
greifen. Die Löcher an der Oberseite der anderen Schalungs
elemente können wiederum im Rastermaß angeordnet werden.
So können zum Beispiel die die Höhe einer Wand bestimmen
den Schalungselemente fest mit dem Schalungstisch verbun
den und mit den Löchern an der Oberseite versehen sein.
Die sich quer dazu erstreckenden Schalungselemente enthal
ten die überstehenden Abschnitte mit den Zapfen und der
gleichen, die dann in die Löcher eingesteckt werden. Da
durch läßt sich die Länge einer Wand entsprechend dem
Rastermaß variieren. Darüber hinaus kann der Schalungs
tisch auch viel länger sein als eine fertigzustellende
Wand, beispielsweise eine vielfache Länge eines vorgegebe
nen Maßes haben, zum Beispiel 12 m lang sein. Diese Länge
hat dann die die Höhe bestimmende Schalung, die wiederum
fest angebracht werden kann, da die Höhe bei Wohngebäuden
üblicherweise nach Standardmaß vorgegeben wird. Es ist auf
diese Weise möglich, auf einem Schalungstisch dann mehrere
Fertigwände gleichzeitig zu produzieren.
Ferner kann die Höhe der Schalung, insbesondere der Rand
schalung, variabel sein, damit zunächst zur Einbringung
des Mörtelbetts die obere Kante tiefer als die die Beweh
rungen aufnehmenden Öffnungen in den Mauersteinen liegt.
Dadurch ist gewährleistet, daß Bewehrungen und Installa
tionsplastikschläuche ohne eine Behinderung durch die
Schalungen in die Öffnungen der eingelegten Steine geführt
werden können. Anschließend wird die Schalung so weit er
höht, daß sie die Öffnungen abdeckt. Wenn eine weitere
Putzschicht auf die nach oben gerichtete Seite der Wand
gebracht werden soll, wird die Schalung vorzugsweise so
weit erhöht, daß sie über die Wand hinausragt. Die Scha
lungselemente, die in der Höhe variabel sind, beispiels
weise zwei Höhen aufweisen, können dadurch hergestellt
werden, daß die übereinanderliegenden Abschnitte über
Scharniere aneinandergelenkt sind. Es ist jedoch auch
denkbar, sie aufeinander zu stecken. Die Oberseite dieser
Randschalungselemente kann dann, wie bereits beschrieben,
mit Löchern im Rastermaß versehen werden, in die die Quer
schalungen entsprechend dem Raster eingesteckt werden.
Vorzugsweise wird die Variabilität der Schalungshöhe da
durch erreicht, daß die Schalungselemente jeweils aus
einem ersten Abschnitt und aus einem zweiten vertikal auf
dem ersten befestigbaren Abschnitt bestehen. Die beiden
Abschnitte können zum Beispiel über Zapfen oder über eine
Feder und eine Nut miteinander verbindbar sein. Alternativ
können die Schalungselemente auch in Schlitze im Scha
lungstisch vertikal verschiebbar eingesetzt sein. Auch
diese Schlitze können dann durch entsprechende Verschluß
mittel verschlossen werden, wenn keine Schalungselemente
in sie eingesetzt sind. Die Schalungen, insbesondere die
für die Mauerwerksaussparungen, können profiliert oder
geglättet sein.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden anhand von Zeich
nungen im folgenden näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Draufsicht auf einen Schalungstisch,
Fig. 2 eine Teilschnittansicht eines Schalungstisches mit
eingelegten Mauersteinen,
Fig. 3 eine Teildraufsicht auf eine Mauerwerkswand mit
eingelegten Bewehrungen,
Fig. 4 teilweise im Schnitt den Bereich eines Schalungs
tisches, bei dem eine Längs- und eine Querschalung
aneinanderstoßen.
In den Figuren sind gleiche Teile mit gleichen Bezugszei
chen bezeichnet.
In Fig. 1 ist ein Schalungstisch 2 mit einer Schalungsflä
che 3 dargestellt, auf der vier Randschalungselemente 4′,
4′′ befestigt sind, um eine Randschalung 4 zu bilden.
Diese weist einen kleineren Umfang auf als der Schalungs
tisch 2. Innerhalb der Randschalung 4 sind zwei weitere
jeweils aus vier Schalungselementen 6′, 8′ bestehende
Schalungen 6, 8 angeordnet, die Fensterleibungen der zu
erstellenden Mauerwerkswand begrenzen. Die Schalungsele
mente 4′, 4′′, 6′, 8′, sind Schalungsbretter. Sie sind
mittels mit ihnen verbundener Zapfen (nicht gezeigt), die
in entsprechende durchgehende Löcher im Schalungstisch
eingesetzt sind, auf diesem befestigt. Die Löcher 8 (nur
einige sind gezeigt) sind in einem Raster in dem Tisch an
geordnet, das gemäß üblichen Maßen von Mauersteinen ausge
wählt ist. Die Löcher 8 sind mittels Stopfen (nicht ge
zeigt) verschließbar. Innerhalb der Randschalung 4 und
außerhalb der Fensterleibungsschalungen 6, 8 sind einige
Mauersteine 10 angeordnet. Diese Steine 10 grenzen unmit
telbar an die Randschalung 4 an, sind aber voneinander
durch Abstände 12 getrennt, die der Dicke von Fugen ent
sprechen.
Es kann ein Satz Schalungsbretter mit unterschiedlichen
Längen zur Verfügung stehen. Dabei kann, um die Anzahl der
benötigten Bretter möglichst gering zu halten, bei der
Randschalung die Länge zweier Bretter so gewählt sein, daß
sie sich über die gesamte Länge oder Breite der Schalungs
fläche erstrecken, und nur die Länge der zu diesen senk
recht anzuordnenden Bretter variiert sein.
Fig. 2 zeigt einen vertikalen Teilschnitt eines Schalungs
tisches 2. Auf dem Schalungstisch 2 befindet sich inner
halb einer Randschalung, von der nur ein Schalungselement
4′ gezeigt ist, ein Mörtelbett 14, in das Mauersteine 10
eingelegt sind. Ferner ist eine vorgefertigte Ecke 16, die
sich über die gesamte Höhe der herzustellenden Wand er
streckt, so in das Mörtelbett 14 eingelegt, daß sie mit
dem einen Schenkel in dem Mörtelbett liegt und mit dem an
deren Schenkel an dem Randschalungselement 4′ anliegt. Die
Mauersteine 10 weisen durchgehende Öffnungen 18 auf, die
sich vertikal erstrecken, wenn die Wand aufgerichtet ist.
Die Ecke 16 ist nicht aus Einzelsteinen gefertigt und
weist daher keine Öffnungen 18 bzw. kanalartige Hohlräume
für Bewehrungen auf. Das Randschalungselement 4′ besteht
aus einem ersten Abschnitt 41 und einem zweiten Abschnitt
42, der auf dem ersten mittels Zapfen (nicht gezeigt) be
festigt ist. Der obere Rand des ersten Abschnitts 41 liegt
unterhalb der Öffnungen 18.
Fig. 3 zeigt teilweise eine Mauerwerkswand 24, die Mauer
steine 10 aufweist, die im Verband angeordnet sind. Zur
besseren Veranschaulichung ist die Wand auf der gezeigten
Seite nicht verputzt. Bewehrungsstäbe 26 sind in kanalar
tige Hohlräume, die durch fluchtende Öffnungen (nicht ge
zeigt) der Mauersteine 10 gebildet sind, eingelegt. Die
Bewehrungsstäbe 26 erstrecken sich nahezu über die gesamte
Höhe der Wand und verlaufen bei aufgerichteter Wand 24
vertikal. Die Fugen 12 zwischen den Steinen 10 und Raum
(nicht gezeigt) zwischen den Stäben 26 und den Rändern der
Öffnungen 18 werden mit Fließmörtel vergossen.
Im folgenden wird das erfindungsgemäße Verfahren anhand
der Fig. 1 bis 3 erläutert. Bei dem Verfahren werden
zunächst die ersten Abschnitte der Randschalungsbretter
4′, 4′′, 6′, 8′ zur Bildung der Randschalung 4 und der
Fensterleibungsschalungen 6, 8 mittels Zapfen, die in Lö
cher 8 eingesetzt werden, auf der Schalungsfläche 3 befe
stigt. Nicht benutzte Löcher 8 werden durch von unten in
sie eingeführte Stopfen so verschlossen, daß eine ebene
Oberseite der Stopfen mit der Schalungsfläche 3 bündig ab
schließt. Anschließend wird das Putzmörtelbett 14 auf die
Fläche, die innerhalb der Randschalung 4, aber nicht von
den Fensterleibungsschalungen 6, 8 umgeben ist, in einer
Dicke von ca. 1 bis 1,5 cm aufgebracht. In dieses Mörtel
bett 14 werden die Mauersteine 10 und die wandhohe Ecke 16
mit einem Abstand 12 für Stoß- und Lagerfugen eingelegt.
Dabei werden die Steine so im Verbund ausgerichtet, daß
Öffnungen 18 benachbarter Steine fluchten und parallel zu
den Schalungsbrettern 4′ verlaufende kanalartige Hohlräume
bilden. Wenn die Anordnung der Mauersteine 10 und der Ecke
16 vollständig ist, werden die Bewehrungsstäbe 26 in die
Hohlräume eingeschoben. Die Stäbe 26 erstrecken sich dort,
wo sich keine Fensterleibungsaussparungen befinden, nahezu
über die gesamte Höhe der herzustellenden Wand. Wo sich
solche Aussparungen befinden, erstrecken sich die Stäbe 26
über die Höhe der Teilflächen zwischen den entsprechenden
Schalungsbrettern der Rand- und der Fensterleibungsscha
lungen. Nun werden die zweiten Abschnitte der Schalungs
bretter 4′, 4′′, 6′, 8′ auf den ersten Abschnitten befe
stigt, wodurch die Öffnungen 18 an den Schmalseiten und an
den Fensterleibungen der herzustellenden Wand verdeckt
werden. Anschließend, wenn z. B. das Mörtelbett 14 ausrei
chend getrocknet ist, wird fließfähiger Mörtel von oben
eingetragen; er verteilt sich in den Fugen und den Öffnun
gen 18, bis alle Fugen und Öffnungen vollständig gefüllt
sind. Nach einer weiteren Trocknungszeit wird ggf. eine
Putzschicht auf der nach oben gerichteten Seite der lie
genden Wand aufgebracht.
In Fig. 4a ist ein Teil des Schalungstisches 2 im Schnitt
dargestellt. Ein sich in Längsrichtung erstreckendes Scha
lungselement 30, das zum Beispiel die Ober- oder Unter
seite einer Wand festlegt, ist fest mit dem Tisch 2 ver
bunden. Ein Querschalungselement 32 weist am Ende an der
Oberseite einen Arm 34 auf, der zum Beispiel mittels
Schrauben an der Oberseite des Schalungselements 32 befe
stigt ist und der über das Ende des Schalungselements 32
kragt und an seiner Unterseite mit einem Zapfen 36 verse
hen ist. Wie aus Fig. 4b zu erkennen, weist die Oberseite
des Schalungselements 30 Löcher 38 auf, die im Rastermaß
angeordnet sind. Aus Fig. 4a läßt sich nun erkennen, wie
das Schalungselement 32 am Schalungselement 30 festgelegt
werden kann. Es versteht sich, daß die Anbringung auch am
anderen Ende des Schalungselements 32 entsprechend erfol
gen kann.
Claims (18)
1. Verfahren zur Herstellung vorgefertigter verputzter
Mauerwerkswände (24), bei dem eine Randschalung (4) zur
Begrenzung der Wand auf einer horizontalen Schalungs
fläche (3) angebracht wird, ein Bett (14) aus Putzmör
tel auf der Schalungsfläche (3) innerhalb der Randscha
lung (4) eingebracht wird, Mauersteine (10) mit durch
gehenden Öffnungen (18) zur Herstellung einer liegenden
Wand in den Putzmörtel in vorgegebenem Abstand vonein
ander eingelegt werden und die Fugen (12) und die Öff
nungen (18) von oben mit fließfähigem Mörtel vergossen
werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Mauersteine (10) so gelegt werden, daß Öffnungen
(18) benachbarter Steine fluchten.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, daß Bewehrungen (26) in die Fugen (12) und/oder
Öffnungen (18) eingelegt werden.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß vorgefertigte Wandelemente,
z. B. welche mit Sanitärteilen oder Installationsdosen,
in das Mörtelbett (14) eingelegt werden.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß eine vorgefertigte wandhohe
Ecke (16) mit dem einen Schenkel in das Mörtelbett (14)
eingelegt wird und mit dem anderen Schenkel an die
Randschalung (4) grenzt.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß nach dem Vergießen auf der
nach oben gerichteten Seite der liegenden Wand eine
Putzschicht aufgebracht wird.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß zur Herstellung von Außenwän
den eine vorproduzierte Verblendschale unmittelbar auf
die Schalungsfläche innerhalb der Randschalung (4) ge
legt und auf die Verblendschale das Mörtelbett (14) ge
bracht wird.
8. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
auf die Verblendschale eine wärmedämmende Schicht ge
legt wird, auf der dann das Mörtelbett aufgebracht wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß auf die Mörtelschicht ein Netz
oder Gitter mit relativ groben Maschen aus zugfestem
Material, zum Beispiel Glasfasern oder Stahl, aufge
legt wird.
10. Schalungstisch zur Durchführung des Verfahrens nach
Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Tisch
(2) Schalungselemente (4′, 4′′, 6′, 8′) für Schalungen
(4, 6, 8) in verschiedenen Positionen zur Herstellung
von Wänden unterschiedlicher Abmessungen anbringbar
sind.
11. Tisch nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß
Schalungen (6, 8) für Mauerwerksaussparungen, z. B. für
Fensterleibungen, vorgesehen sind.
12. Tisch nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet,
daß die verschiedenen Positionen einem gemäß den übli
chen Maßen der Mauersteine (10) ausgelegten Rastermaß
entsprechen.
13. Tisch nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Positionen jeweils durch eine
Reihe von Löchern (8) vorgegeben sind, in die mit den
Schalungselementen (4′, 4′′, 6′, 8′) verbundene Zapfen
oder Stifte eingesetzt werden.
14. Tisch nach einem der vorhergehenden Ansprüche 10 bis
13, dadurch gekennzeichnet, daß die Höhe der Schalun
gen (4, 6, 8) variabel ist.
15. Tisch nach einem der Ansprüche 10 bis 14, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Schalungselemente (32) auf ge
genüberliegenden Seiten des Tisches (2) an der Ober
seite Löcher (38) im Rastermaß aufweisen und die quer
dazu verlaufenden Schalungselemente (32) mit Stiften
oder Zapfen (36) versehen sind, die an einem über das
Ende hinauskragenden Abschnitt (34) an der Oberseite
des Schalungselements angebracht und in die Löcher
(38) der ersten Schalungselemente einsteckbar sind.
16. Tisch nach einem der Ansprüche 10 bis 15, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Länge gegenüberliegender Rand
schalungen ein Mehrfaches der Länge einer zu fertigen
den Wand beträgt.
17. Tisch nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß
zumindest die Schalungselemente (4′, 4′′, 6′, 8′) an
gegenüberliegenden Enden jeweils aus einem ersten Ab
schnitt (41) und einem zweiten vertikal auf dem ersten,
vorzugsweise anlenkbar befestigbaren Abschnitt (42)
bestehen.
18. Tisch nach einem der vorhergehenden Ansprüche 10 bis
17, dadurch gekennzeichnet, daß Schalungselemente,
insbesondere die für die Mauerwerksaussparungen, pro
filiert oder geglättet sind.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995127275 DE19527275A1 (de) | 1995-07-26 | 1995-07-26 | Verfahren zur Herstellung vorgefertigter verputzter Mauerwerkswände und Schalungstisch zu dessen Durchführung |
| EP96111756A EP0756047A3 (de) | 1995-07-26 | 1996-07-19 | Verfahren zur Herstellung vorgefertigter verputzter Mauerwerkswände und Schalungstisch zu dessen Durchführung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995127275 DE19527275A1 (de) | 1995-07-26 | 1995-07-26 | Verfahren zur Herstellung vorgefertigter verputzter Mauerwerkswände und Schalungstisch zu dessen Durchführung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19527275A1 true DE19527275A1 (de) | 1997-01-30 |
Family
ID=7767820
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1995127275 Ceased DE19527275A1 (de) | 1995-07-26 | 1995-07-26 | Verfahren zur Herstellung vorgefertigter verputzter Mauerwerkswände und Schalungstisch zu dessen Durchführung |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| EP (1) | EP0756047A3 (de) |
| DE (1) | DE19527275A1 (de) |
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