DE19523074A1 - Stützisolator mit Elektrode - Google Patents
Stützisolator mit ElektrodeInfo
- Publication number
- DE19523074A1 DE19523074A1 DE1995123074 DE19523074A DE19523074A1 DE 19523074 A1 DE19523074 A1 DE 19523074A1 DE 1995123074 DE1995123074 DE 1995123074 DE 19523074 A DE19523074 A DE 19523074A DE 19523074 A1 DE19523074 A1 DE 19523074A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- electrode
- insulator
- coating
- core
- post insulator
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Withdrawn
Links
- 239000012212 insulator Substances 0.000 title claims abstract description 79
- 229920005989 resin Polymers 0.000 claims abstract description 8
- 239000011347 resin Substances 0.000 claims abstract description 8
- 239000011810 insulating material Substances 0.000 claims abstract description 6
- 239000003822 epoxy resin Substances 0.000 claims abstract description 5
- 229920000647 polyepoxide Polymers 0.000 claims abstract description 5
- 239000011248 coating agent Substances 0.000 claims description 17
- 238000000576 coating method Methods 0.000 claims description 17
- 238000005266 casting Methods 0.000 claims description 10
- 229910052751 metal Inorganic materials 0.000 claims description 8
- 239000002184 metal Substances 0.000 claims description 8
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 claims description 6
- 229910001092 metal group alloy Inorganic materials 0.000 claims description 4
- 229920001187 thermosetting polymer Polymers 0.000 claims description 4
- 229910000838 Al alloy Inorganic materials 0.000 claims description 3
- RYGMFSIKBFXOCR-UHFFFAOYSA-N Copper Chemical compound [Cu] RYGMFSIKBFXOCR-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 3
- 239000004020 conductor Substances 0.000 claims description 3
- 229910052802 copper Inorganic materials 0.000 claims description 3
- 239000010949 copper Substances 0.000 claims description 3
- 238000009434 installation Methods 0.000 claims 1
- 239000000463 material Substances 0.000 abstract description 9
- 238000009413 insulation Methods 0.000 abstract 2
- 150000008064 anhydrides Chemical class 0.000 abstract 1
- 239000007789 gas Substances 0.000 description 8
- 239000004033 plastic Substances 0.000 description 6
- 238000005538 encapsulation Methods 0.000 description 4
- 230000005684 electric field Effects 0.000 description 3
- 238000000034 method Methods 0.000 description 3
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 2
- 238000005192 partition Methods 0.000 description 2
- 230000000712 assembly Effects 0.000 description 1
- 238000000429 assembly Methods 0.000 description 1
- 230000000052 comparative effect Effects 0.000 description 1
- 239000011231 conductive filler Substances 0.000 description 1
- 238000005238 degreasing Methods 0.000 description 1
- 230000001419 dependent effect Effects 0.000 description 1
- 239000012799 electrically-conductive coating Substances 0.000 description 1
- 238000007772 electroless plating Methods 0.000 description 1
- 239000002480 mineral oil Substances 0.000 description 1
- 235000010446 mineral oil Nutrition 0.000 description 1
- 239000000203 mixture Substances 0.000 description 1
- 238000012544 monitoring process Methods 0.000 description 1
- 230000008092 positive effect Effects 0.000 description 1
- 239000007787 solid Substances 0.000 description 1
- 239000002904 solvent Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02G—INSTALLATION OF ELECTRIC CABLES OR LINES, OR OF COMBINED OPTICAL AND ELECTRIC CABLES OR LINES
- H02G5/00—Installations of bus-bars
- H02G5/06—Totally-enclosed installations, e.g. in metal casings
- H02G5/066—Devices for maintaining distance between conductor and enclosure
- H02G5/068—Devices for maintaining distance between conductor and enclosure being part of the junction between two enclosures
Landscapes
- Gas-Insulated Switchgears (AREA)
Description
Die Erfindung geht aus von einem Stützisolator mit Elektrode
gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Aus der Europäischen Patentschrift 0 288 715 B1 ist ein
scheibenförmig ausgebildeter Stützisolator mit einem
Isolatorkörper bekannt, der für den Einsatz in gasisolierten
Schaltanlagen vorgesehen ist.
Aus der Europäischen Patentanmeldung 0 457 081 A1 ist ein
scheibenförmig ausgebildeter Stützisolator mit einem
Isolatorkörper bekannt, der für den Einsatz in gasisolierten
metallgekapselten Schaltanlagen vorgesehen ist. Der
Isolatorkörper kann jedoch auch mit einem anderen Druckmittel
beaufschlagt werden, wie beispielsweise Mineralöl oder andere
Isoliergase oder Gasmischungen, ferner könnte der
Isolatorkörper auch mit einem Vakuum beaufschlagt werden. Der
Stützisolator weist einen metallischen Außenring auf, der
zwischen zwei Anschlußflansche der Metallkapselung der
gasisolierten Schaltanlage eingespannt wird. Der
Isolatorkörper besteht hier aus einem gehärteten Gießharz.
Die Feldsteuerelemente sind als Elektroden aus elektrisch
leitfähigem Kunststoff ausgebildet, welche auf dem Potential
der jeweils angrenzenden Metallteile liegen. Für die
Herstellung dieser mit den entsprechenden Metallteilen
elektrisch leitend verbundenen Elektroden wird in der Regel
ein Gießvorgang benutzt. Nacheinander werden sowohl die
Eingußarmatur als auch der Außenring mit der jeweiligen
Elektrode versehen und erst danach wird mit Hilfe eines
dritten Gießvorgangs der eigentliche Isolatorkörper zwischen
die beiden Elektroden eingebracht. Bei der Ausführungsform des
Stützisolators gemäß Fig. 3 der erwähnten Patentanmeldung wird
ein vorgegossenes ringförmiges Feldsteuerelement mit einem
kreisförmigen Querschnitt in den Isolatorkörper eingegossen.
Dieses Feldsteuerelement enthält elektrisch leitfähigen
Kunststoff und grenzt allseits mit einer konvexen Oberfläche
an den Isolatorkörper an. Am Feldsteuerelement sind Halteteile
aus leitfähigem Material, wie Metall oder elektrisch leitendem
Kunststoff, angebracht, mit denen das Feldsteuerelement beim
Herstellen des Isolators in der Gießform fixiert wird und
welche beim Einbau des Isolators in die gasisolierte
Schaltanlage mit den beiden Anschlußflanschen kontaktiert
werden, wodurch das definierte Potential der Kapselung der
gasisolierten Schaltanlage an das Feldsteuerelement gelegt
wird.
Eine derartige Herstellung des Stützisolators ist mit
vergleichsweise großem Aufwand verbunden, da das ringförmige
Feldsteuerelement sehr vorsichtig gehandhabt werden muß, da
der Kunststoff dieses Elements, infolge der Dotierung mit den
benötigten leitfähigen Füllstoffen, sehr spröde und deshalb
schwierig zu verarbeiten ist.
Die Erfindung, wie sie in den unabhängigen Ansprüchen
definiert ist, löst die Aufgabe, einen für vergleichsweise
hohe dielektrische und mechanische Belastungen ausgelegten
Stützisolator zu schaffen, der einfach aufgebaut ist und der
mit einer vergleichsweise einfach herzustellenden und einfach
zu verarbeitenden Elektrode für die Steuerung des elektrischen
Feldes versehen ist.
Als besonders vorteilhaft erweist es sich, daß die Elektrode
hier als geschlossener, einfach herzustellender und
vergleichsweise einfach weiter zu verarbeitender Ring
ausgeführt ist. Ablösungen des Gießharzes des Isolatorkörpers
von der Elektrode können hier mit großer Sicherheit nicht
auftreten, da das Kunststoffmaterial des Kerns und das
Kunststoffmaterial des Isolatorkörpers keine unterschiedlichen
Wärmeausdehnungskoeffizienten aufweisen. Der so entstandene
Stützisolator ist dielektrisch und mechanisch besonders
widerstandsfähig.
Die gute elektrische Leitfähigkeit der Elektrode hat zur
Folge, daß die Feldsteuerung, die mit Hilfe der Elektrode
erreicht wird, auch im Bereich hoher Frequenzen der den
Stützisolator beaufschlagenden Spannung voll wirksam ist. Es
werden mit diesem Stützisolator Frequenzen bis zum Bereich
oberhalb von 100 MHz beherrscht.
Die weiteren Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstände
der abhängigen Ansprüche.
Die Erfindung, ihre Weiterbildung und die damit erzielbaren
Vorteile werden nachstehend anhand der Zeichnung, welche
lediglich einen möglichen Ausführungsweg darstellt, näher
erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 einen schematisch dargestellten Teilschnitt durch einen
zwischen Anschlußflanschen einer gasisolierten Schaltanlage
montierten scheibenförmigen Stützisolator,
Fig. 2 einen schematisch dargestellten Teilschnitt durch eine
erste Ausführungsform des scheibenförmigen Stützisolators
gemäß Fig. 1, und
Fig. 3 einen schematisch dargestellten Teilschnitt durch eine
zweite Ausführungsform des scheibenförmigen Stützisolators
gemäß Fig. 1.
Bei allen Figuren sind gleich wirkende Elemente mit gleichen
Bezugszeichen versehen. Alle für das unmittelbare Verständnis
der Erfindung nicht erforderlichen Elemente sind nicht
dargestellt.
Die Fig. 1 zeigt einen schematisch dargestellten Teilschnitt
durch einen zwischen Anschlußflanschen 2, 3 einer
gasisolierten Schaltanlage montierten scheibenförmigen
Stützisolator 1, wie er beispielsweise in diesen Schaltanlagen
eingesetzt wird, um die Aktivteile gegen die in der Regel
geerdete Kapselung abzustützen. Der Stützisolator 1 weist
einen Isolatorkörper 4 aus einem gehärteten Gießharz auf, in
den mindestens eine Eingußarmatur aus Metall eingegossen ist.
Als Gießharz wird ein anhydridgehärtetes, gefülltes, warm
härtendes Epoxidharz eingesetzt, wie beispielsweise EP 402,
welches sich besonders für metallgekapselte gasisolierte
Schaltanlagen eignet. Die Eingußarmatur ist hier nicht
dargestellt. Vorzugsweise ist diese Eingußarmatur aus einer
Aluminiumlegierung gefertigt und weist eine versilberte
Oberfläche auf. Für eine einpolig metallgekapselte
gasisolierte Schaltanlage ist pro Stützisolator 1 eine
Eingußarmatur vorgesehen, für eine dreipolig gekapselte
gasisolierte Schaltanlage werden pro Stützisolator 1 drei
entsprechend der Betriebsspannung der gasisolierten
Schaltanlage voneinander beabstandete Eingußarmaturen
benötigt. Die Eingußarmatur weist beidseitig jeweils eine
Stirnfläche auf, die mit Befestigungsmöglichkeiten für die an
sie anzuschließenden spannungsführenden Aktivteile versehen
ist. Derartige Stützisolatoren 1 können auch als
Schottungsisolatoren ausgebildet sein, die neben ihrer
Funktion als Stütz er zudem noch zwei benachbarte Gasräume der
gasisolierten Schaltanlage druckdicht voneinander trennen.
Sind die Stützisolatoren 1 nicht als Schottungsisolatoren
eingesetzt, so sind im Isolatorkörper 4 Durchbrüche
vorgesehen, die einen Druckaustausch zwischen den jeweils
benachbarten Hohlräumen der gasisolierten Schaltanlage
erlauben.
Der hier scheibenförmig ausgebildete Isolatorkörper 4 wird
außen beispielsweise durch einen zweiteiligen Außenring 5 in
radialer Richtung positioniert. Der Außenring 5 ist aus zwei
metallischen Ringen 6, 7 zusammengesetzt, die flächig
aufeinander liegen und welche die Anschlußflansche 2, 3
elektrisch leitend miteinander verbinden. Die
Anschlußflansche 2, 3 und die Ringe 6, 7 werden durch mit
Muttern versehene Gewindebolzen 14 zusammengehalten. Der
Isolatorkörper 4 kann anstelle einer Scheibenform auch
irgendeine andere flächenhafte Ausgestaltung aufweisen, so
kann er beispielsweise, wenn ein größerer
Oberflächenkriechweg verlangt wird, auch trichterförmig
ausgebildet sein.
Wie ferner aus der Fig. 1 zu sehen ist, weist der
Isolatorkörper 4 im äußeren Bereich beidseitig einen
umlaufenden Anschlag 8 auf, der mit dem jeweiligen
Anschlußflansch zusammenwirkt. Zwischen dem Anschlag 8 und
einem Bund der Ringe 6, 7 ist auf jeder Seite des
Stützisolators 1 eine Nut ausgebildet, die für die Aufnahme
einer Rundschnurdichtung 9 vorgesehen ist. Der Isolatorkörper
4 weist in seinem Innern im Bereich zwischen den Anschlägen 8
eine Elektrode 10 mit einem kreisförmigen Querschnitt auf.
Diese Elektrode 10 liegt auf dem Potential der
Anschlußflansche 2, 3 mit denen sie über den Außenring 5
elektrisch leitend in Kontakt steht. Bei metallgekapselten
gasisolierten Schaltanlagen ist das Potential der
Anschlußflansche 2, 3 in der Regel das Erdpotential.
Die Elektrode 10 ist als ein ringförmiges Feldsteuerelement
beispielsweise mit kreisförmigem Querschnitt ausgebildet, wie
dies in den Fig. 1 und 2 dargestellt ist. Es ist jedoch auch
möglich, die Elektrode 10 mit einem ellipsenförmigen
Querschnitt zu versehen. Die Elektrode 10 weist einen Kern 11
auf, der ringförmig mit einem kreisförmigen Querschnitt
ausgebildet ist. Der Kern 11 ist ebenfalls aus dem gleichen
anhydridgehärteten, gefüllten, warm härtenden Epoxidharz
hergestellt worden wie der Isolatorkörper 4. Der Kern 11 kann
aber auch aus einem anderen Isoliermaterial bestehen, dessen
Ausdehnungskoeffizient dem des Isolatorkörpers 4 angeglichen
ist, um mechanische Spannungen zwischen dem Isolatorkörper 4
und dem Kern 11 zu vermeiden, welche die mechanische und die
dielektrische Festigkeit des Stützisolators 1 negativ
beeinflussen könnten. Der Kern 11 ist mit einem Überzug 12 aus
einem elektrisch gut leitfähigen Material versehen. Für den
Überzug 12 wird vorteilhaft ein Metall oder eine
Metallegierung verwendet. Der Überzug 12 kann insbesondere aus
Kupfer sein, welches durch stromloses Plattieren aufgebracht
wurde. Der Überzug 12 aus Kupfer weist eine Schichtdicke im
Bereich größer als 3 µm auf. Falls es sich als notwendig
erweisen sollte, könnte der Überzug 12 durch mindestens eine
weitere leitende Schicht verstärkt werden. Für den Überzug 12
kann aber auch eine Leichtmetallegierung, insbesondere eine
Aluminiumlegierung, verwendet werden. Der Überzug 12 wird vor
dem Eingießen in den Isolatorkörper 4 gründlich mit einem
entfettenden Lösungsmittel gereinigt. Der Überzug 12 kann auch
mit vergleichsweise kleinen Durchbrüchen versehen werden, um
durch diese Durchbrüche hindurch eine bessere Bindung des
Materials des Isolatorkörpers 4 mit dem Material des Kerns 11
zu ermöglichen, wodurch unerwünschte Ablösungserscheinungen in
diesem Bereich mit großer Sicherheit vermieden werden.
Die Form der der Eingußarmatur zugewandten Seite der
Elektrode 10 ist für deren dielektrische Wirksamkeit
ausschlaggebend. Es sind daher neben dem kreisringförmigen
auch andere Elektrodenquerschnitte möglich, wenn darauf
geachtet wird, daß die der Eingußarmatur zugewandte
Oberfläche der Elektrode 10 konvex ausgebildet ist und keine
sich dielektrisch ungünstig auswirkenden Ecken oder Kanten
aufweist. Die Elektrode 10 kann beispielsweise einen
Querschnitt aufweisen, der einem U-Profil entspricht, dessen
Schenkel auf der der Eingußarmatur abgewandten Seite der
Elektrode 10 liegen, wie dies in Fig. 3 schematisch dargestellt
ist. Der Kern 11 ist bei dieser Ausführung ebenfalls aus einem
anhydridgehärteten, gefüllten, warm härtenden Epoxidharz
gefertigt und weist eine Ringform auf mit einem U-förmigen
Querschnitt. Die Schenkel dieses U-Profils liegen auf der der
Eingußarmatur abgewandten Seite der Elektrode 10. Durch diese
Ausbildung des Kerns 11 wird eine besonders enge Bindung des
Materials des Kerns 11 mit dem Material des Isolatorkörpers 4
erreicht, so daß keine unerwünschten Ablösungserscheinungen
zwischen dem Kern 11 und dem Isolatorkörper 4 auftreten
können. Eine weitere, einfach herzustellende Kernvariante
ergibt sich, wenn statt des U-Profils ein massiver
ringförmiger Kern 11 mit einem halbkreisförmigen Querschnitt
verwendet wird, dessen der Eingußarmatur zugewandte
Oberfläche konvex ausgebildet ist. Bei diesen Ausführungen
wird lediglich die Außenseite des U-Profils, bzw. die konvex
ausgebildete Fläche, mit dem Überzug 12 versehen.
Der elektrisch leitende Überzug 12 ist elektrisch leitend mit
den Ringen 6, 7 und damit mit dem Potential der
Anschlußflansche 2, 3 verbunden. Diese Verbindung wird durch
Verbindungsteile 13 hergestellt, wie in den Fig. 2 und 3
schematisch dargestellt. Die Verbindungsteile 13 weisen
jeweils eine Anschlußklemme 15 auf, die auf eine der
bekannten Arten mit den Ringen 6, 7 flexibel verbunden wird. In
der Regel werden mehrere dieser Verbindungsteile 13 verteilt
auf dem Umfang der Elektrode 10 angebracht. Die
Verbindungsteile 13 werden vorteilhaft so ausgebildet, daß
sie während des Gießvorgangs und während des nachfolgenden
Aushärtens des Isolatorkörpers 4 als mechanische Halterung der
Elektrode 10 dienen können.
Zur Erläuterung der Wirkungsweise werden nun die Figuren etwas
näher betrachtet. Am scheibenförmigen Stützisolator 1 treten
im Betrieb thermische, mechanische und elektrische Belastungen
auf. Diese Belastungen werden zum einen dadurch hervorgerufen,
daß sich die Eingußarmatur auf Hochspannungspotential
befindet, und daß sie und die an sie angeschlossenen
Aktivteile hohe Ströme führen, zum anderen auch dadurch, daß
bei als Schottisolatoren ausgebildeten Stützisolatoren 1 in
den an diese angrenzenden Gasräumen der gasisolierten
Schaltanlage häufig unterschiedliche Gasdrücke herrschen.
Durch die hohen Ströme wird der Stützisolator 1 erwärmt.
Hierdurch wie auch durch die unterschiedlichen Drücke des
Isoliergases in den verschiedenen Gasräumen treten mechanische
Spannungen im Stützisolator 1 auf. Insbesondere an Stellen, an
denen Kraft in den Stützisolator 1 eingeleitet wird, d. h.
sowohl im Bereich um die Anschläge 8 als auch im Bereich um
die Eingußarmatur herum, treten erhebliche mechanische
Spannungen auf. Zugleich belastet das elektrische Feld
zwischen den mit der Eingußarmatur verbundenen Aktivteilen
und der Metallkapselung den Stützisolator 1 stark. Von den
mechanisch besonders belasteten Stellen im Bereich um die
Anschläge 8 hält die im Bereich der Anschlußflansche 2, 3
vorgesehene Elektrode 10 das elektrische Feld fern, was sich
auf die Dauerstandsfestigkeit des Stützisolators 1 positiv
auswirkt.
Die Elektrode 10 ist hier als geschlossener, einfach
herzustellender und vergleichsweise einfach weiter zu
verarbeitender Ring ausgeführt. Ablösungen des Gießharzes von
der Elektrode 10 können hier mit großer Sicherheit nicht
auftreten, da das Material des Kerns 11 und das Material des
Isolatorkörpers 4 keine unterschiedlichen Wärmeausdehnungs
koeffizienten aufweisen.
Die gute elektrische Leitfähigkeit der Elektrode 10, bzw. des
Überzugs 12 hat zur Folge, daß die Feldsteuerung, die mit
Hilfe der Elektrode 10 erreicht wird, auch im Bereich hoher
Frequenzen der den Stützisolator 1 beaufschlagenden Spannung
voll wirksam ist. Es sind Frequenzen bis zum Bereich oberhalb
von 100 MHz beherrschbar. Dadurch wird auch der zusätzliche
Einsatz dieser Elektrode 10 als Teil eines Sensors für die
Überwachung der gasisolierten Schaltanlage möglich. Insbeson
dere ist dabei an die zusätzliche Verwendung der Elektrode 10
als eine Elektrode eines einfach zu erstellenden Teilentla
dungsdetektors vorstellbar.
Bezugszeichenliste
1 Stützisolator
2, 3 Anschlußflansch
4 Isolatorkörper
5 Außenring
6, 7 Ringe
8 Anschlag
9 Rundschnurdichtung
10 Elektrode
11 Kern
12 Überzug
13 Verbindungsteile
14 Gewindebolzen
15 Anschlußklemme
2, 3 Anschlußflansch
4 Isolatorkörper
5 Außenring
6, 7 Ringe
8 Anschlag
9 Rundschnurdichtung
10 Elektrode
11 Kern
12 Überzug
13 Verbindungsteile
14 Gewindebolzen
15 Anschlußklemme
Claims (10)
1. Stützisolator (1) für den Einbau in eine Schaltanlage, mit
einem Isolatorkörper (4) aus gehärtetem Gießharz und mit
mindestens einer mit Hochspannung beaufschlagten, in den
Isolatorkörper (4) eingegossenen Eingußarmatur, mit
mindestens einer in den Isolatorkörper (4) eingelassenen
Elektrode (10), mit Verbindungsteilen welche für die elektri
sche Verbindung der Elektrode (10) mit einem entsprechenden
Potential vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet,
- - daß die mindestens eine in den Isolatorkörper (4) eingelassene Elektrode (10) einen Kern (11) aus Isolier material aufweist, und
- - daß die Oberfläche dieses Kerns (11) mit einem Überzug (12) aus einem elektrisch gut leitfähigen Material, versehen ist.
2. Stützisolator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
- - daß der Überzug (12) aus einem Metall oder einer Metallegierung besteht.
3. Stützisolator nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
- - daß für den Überzug (12) Kupfer oder eine Leicht metallegierung, insbesondere eine Aluminiumlegierung verwendet wird.
4. Stützisolator nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
- - daß die Dicke des Überzugs (12) im Bereich größer als 3 µm liegt.
5. Stützisolator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
- - daß der Kern (11) der Elektrode (10) entweder aus dem gleichen Isoliermaterial gefertigt ist wie der Isolator körper (4) oder aus einem Isoliermaterial dessen Aus dehnungskoeffizient dem des Isoliermaterials des Isolatorkörpers (4) angeglichen ist.
6. Stützisolator nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet,
- - daß die Elektrode (10) ringförmig ausgebildet ist, und,
- - daß dieser Ring einen kreisförmigen oder einen elliptischen Querschnitt aufweist.
7. Stützisolator nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet,
- - daß die Elektrode (10) einen Querschnitt aufweist, der einem U-Profil entspricht, dessen Schenkel auf der der Eingußarmatur abgewandten Seite der Elektrode (10) liegen, und
- - daß lediglich die Außenseite des U-Profils mit dem Überzug (12) versehen ist.
8. Stützisolator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
- - daß der Überzug (12) des Kerns (11) der Elektrode (10) mit Durchbrüchen versehen ist.
9. Stützisolator nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet,
- - daß der Stützisolator (1) bei metallgekapselten gasisolierten Schaltanlagen zwischen Anschlußflanschen (2, 3) montiert ist, und
- - daß die Elektrode (10) im Bereich der Anschlußflansche (2, 3) angeordnet ist.
10. Stützisolator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
- - daß als Gießharz für die Herstellung des Stütz isolators (1) ein anhydridgehärtetes, gefülltes, warm härtendes Epoxidharz verwendet wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995123074 DE19523074A1 (de) | 1995-06-24 | 1995-06-24 | Stützisolator mit Elektrode |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995123074 DE19523074A1 (de) | 1995-06-24 | 1995-06-24 | Stützisolator mit Elektrode |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19523074A1 true DE19523074A1 (de) | 1997-01-02 |
Family
ID=7765219
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1995123074 Withdrawn DE19523074A1 (de) | 1995-06-24 | 1995-06-24 | Stützisolator mit Elektrode |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19523074A1 (de) |
Cited By (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE29710966U1 (de) * | 1997-06-18 | 1997-08-14 | Siemens AG, 80333 München | Kapselungsgehäuse für eine gasisolierte Hochspannungsanlage |
| DE19621710A1 (de) * | 1996-05-30 | 1997-12-04 | Abb Research Ltd | Isolator |
| DE19749986A1 (de) * | 1997-11-12 | 1999-05-27 | Abb Patent Gmbh | Hochspannungsschaltanlage |
| DE19935658A1 (de) * | 1999-07-29 | 2001-02-01 | Abb Patent Gmbh | Vorrichtung zur Wärmeabfuhr aus einer gasisolierten metallgekapselten Schaltanlage |
| DE102013220182B3 (de) * | 2013-10-07 | 2014-09-11 | Siemens Aktiengesellschaft | Stützring für eine gekapselte Schaltanlage |
| EP3142206A1 (de) * | 2015-09-11 | 2017-03-15 | ABB Schweiz AG | Gleichspannungs-hochspannungsisolator zur isolierung eines mit gleichspannung beaufschlagten leiters und zugehöriges herstellungsverfahren |
Citations (9)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1081223B (de) * | 1958-12-09 | 1960-05-05 | Licentia Gmbh | Verfahren zur Verbesserung der Kriechstromfestigkeit von mit Quarz oder kieselsaeure- bzw. titandioxydhaltigen Fuellmitteln gefuellten Epoxyharzen |
| GB1018842A (en) * | 1962-03-20 | 1966-02-02 | Ass Elect Ind | Improvements relating to high voltage connectors |
| DD99686A1 (de) * | 1972-11-13 | 1973-08-20 | ||
| DE8208723U1 (de) * | 1982-03-24 | 1982-08-12 | Siemens AG, 1000 Berlin und 8000 München | Elektrode für Hochspannungsgeräte |
| US4562303A (en) * | 1983-03-04 | 1985-12-31 | Bbc Brown, Boveri & Company, Ltd. | Disc-type insulator with a cast-in electrode and process for its manufacture |
| DE4100586A1 (de) * | 1991-01-11 | 1991-05-08 | Asea Brown Boveri | Hochspannungsanlage |
| DE4015929A1 (de) * | 1990-05-17 | 1991-11-21 | Asea Brown Boveri | Isolator |
| EP0288715B1 (de) * | 1987-04-15 | 1992-07-15 | Sace S.P.A. Construzioni Elettromeccaniche | Isolator |
| DE4138579A1 (de) * | 1991-11-23 | 1993-05-27 | Asea Brown Boveri | Messeinrichtung fuer eine metallgekapselte anlage |
-
1995
- 1995-06-24 DE DE1995123074 patent/DE19523074A1/de not_active Withdrawn
Patent Citations (10)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1081223B (de) * | 1958-12-09 | 1960-05-05 | Licentia Gmbh | Verfahren zur Verbesserung der Kriechstromfestigkeit von mit Quarz oder kieselsaeure- bzw. titandioxydhaltigen Fuellmitteln gefuellten Epoxyharzen |
| GB1018842A (en) * | 1962-03-20 | 1966-02-02 | Ass Elect Ind | Improvements relating to high voltage connectors |
| DD99686A1 (de) * | 1972-11-13 | 1973-08-20 | ||
| DE8208723U1 (de) * | 1982-03-24 | 1982-08-12 | Siemens AG, 1000 Berlin und 8000 München | Elektrode für Hochspannungsgeräte |
| US4562303A (en) * | 1983-03-04 | 1985-12-31 | Bbc Brown, Boveri & Company, Ltd. | Disc-type insulator with a cast-in electrode and process for its manufacture |
| EP0288715B1 (de) * | 1987-04-15 | 1992-07-15 | Sace S.P.A. Construzioni Elettromeccaniche | Isolator |
| DE4015929A1 (de) * | 1990-05-17 | 1991-11-21 | Asea Brown Boveri | Isolator |
| EP0457081A1 (de) * | 1990-05-17 | 1991-11-21 | Asea Brown Boveri Ag | Isolator |
| DE4100586A1 (de) * | 1991-01-11 | 1991-05-08 | Asea Brown Boveri | Hochspannungsanlage |
| DE4138579A1 (de) * | 1991-11-23 | 1993-05-27 | Asea Brown Boveri | Messeinrichtung fuer eine metallgekapselte anlage |
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| MURASE,H., et.al.: Measurement Of Transient Voltages Induced By Disconnect Switch Operation. In: IEEE Transaction on Power Apparatus and Systems, Vol.PAS-104, No.1, Jan. 1985, S.157-165 * |
Cited By (7)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19621710A1 (de) * | 1996-05-30 | 1997-12-04 | Abb Research Ltd | Isolator |
| DE29710966U1 (de) * | 1997-06-18 | 1997-08-14 | Siemens AG, 80333 München | Kapselungsgehäuse für eine gasisolierte Hochspannungsanlage |
| DE19749986A1 (de) * | 1997-11-12 | 1999-05-27 | Abb Patent Gmbh | Hochspannungsschaltanlage |
| DE19935658A1 (de) * | 1999-07-29 | 2001-02-01 | Abb Patent Gmbh | Vorrichtung zur Wärmeabfuhr aus einer gasisolierten metallgekapselten Schaltanlage |
| DE102013220182B3 (de) * | 2013-10-07 | 2014-09-11 | Siemens Aktiengesellschaft | Stützring für eine gekapselte Schaltanlage |
| EP3142206A1 (de) * | 2015-09-11 | 2017-03-15 | ABB Schweiz AG | Gleichspannungs-hochspannungsisolator zur isolierung eines mit gleichspannung beaufschlagten leiters und zugehöriges herstellungsverfahren |
| WO2017042199A1 (de) * | 2015-09-11 | 2017-03-16 | Abb Schweiz Ag | Gleichspannungs-hochspannungsisolator zur isolierung eines mit gleichspannung beaufschlagten leiters und zugehöriges herstellungsverfahren |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| WO2010018035A1 (de) | Hochspannungsisolator mit feldsteuerelement | |
| EP0457081B1 (de) | Isolator | |
| DE2624908C2 (de) | Scheibenförmiger Stützisolator für eine dreiphasig gekapselte, druckgasisolierte Hochspannungsleitung | |
| DE2526671A1 (de) | Isolieranordnung fuer hochspannung | |
| EP0810705B1 (de) | Isolator | |
| EP0597147B1 (de) | Gekapselte gasisolierte Hochspannungsanlage und Baugruppe einer solchen Anlage | |
| DE19523074A1 (de) | Stützisolator mit Elektrode | |
| EP2715743A1 (de) | Elektrische komponente für eine hochspannungsanlage | |
| DE2118176A1 (de) | Dreipolige gekapselte Hochspannungsleitung | |
| EP0676843A1 (de) | Stützisolator mit Aussenring | |
| EP0692153B1 (de) | Armatur für leiter von hochspannungs-energieversorgungsnetzen und verfahren zu ihrer herstellung | |
| DE102016214408A1 (de) | Isolator | |
| DE2050727A1 (de) | Blitzableiteranordnung | |
| DE2458376B2 (de) | Hochspannungs-leistungsschalter | |
| EP0419468B1 (de) | Metallgekapselte, druckgasisolierte hochspannungsschaltanlage mit isoliertem erdungsschalter | |
| DE19952721B4 (de) | Verbindungsbereich an einer gekapselten, gasisolierten Hochspannungsanlage | |
| DE2624325A1 (de) | Hochspannungsdurchfuehrung | |
| EP3979278B1 (de) | Stromwandlermodul für eine schaltanlage und entsprechende schaltanlage | |
| EP0254014B1 (de) | Stützisolator | |
| EP3001437B1 (de) | Durchführungssystem | |
| EP0676842A1 (de) | Stützisolator | |
| DE102010042568A1 (de) | Mehrpolig gasisolierter Sammelschienenabschnitt | |
| DE3017253C2 (de) | Hochspannungsdurchführung | |
| EP0718942A2 (de) | Hochspannungsanlage | |
| DE19916392B4 (de) | Verbindungsbereich an einer gekapselten, gasisolierten Hochspannungsanlage |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OM8 | Search report available as to paragraph 43 lit. 1 sentence 1 patent law | ||
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |