DE19523789C2 - Bürstenloser Elektromotor - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen bürstenlosen Elektromotor gemäß dem Oberbegriff des
Anspruchs 1.
Ein derartiger bürstenloser Elektromotor ist aus der DE 41 26 137 C2 bekannt. Dieser
bürstenlose Elektromotor weist einen Rotor mit Permanentmagneten auf, der von ei
ner drehbar gelagerten Welle getragen ist. Der Stator umfaßt Elektromagnete mit Er
regerwicklungen, denen Erregerströme zur Erzeugung eines rotierenden Magnetfelds
zuführbar sind. Dieses Magnetfeld versetzt den Rotor in Drehung. Zur Steuerung der
den Erregerwicklungen des Stators zuzuführenden Erregerströme ist es erforderlich,
die Stellung des Rotors relativ zum Stator zu bestimmen. Hierzu ist auf der den Rotor
tragenden Welle in einem Endbereich ein Sensormagnet angeordnet, dessen Magnet
pole mittels eines Hallsensors der Detektion der Drehlage des Rotors dienen. Die
Steuerung der Erregerströme erfolgt dabei üblicherweise von einem im Motorgehäuse
untergebrachten Steuerschaltkreis.
In der Praxis hat es sich als problematisch herausgestellt, daß die die Welle tragenden
Lagereinheiten Reste von Schmieröl und durch Abschleifen aneinander gleitender
Teile der Lagereinheiten entstehende Verschleißteilchen (sogenannte Schlämme) ab
geben können. Diese Verschmutzungs- und Verschleißteilchen können im Gehäuse
herumgeschleudert werden und zu Kurzschlüssen im Steuerschaltkreis des Motors
führen.
Bei dem vorgenannten bekannten Elektromotor ist der Sensormagnet in der Nähe ei
ner die Welle des Rotors tragenden Lagereinheit angeordnet. Es hat sich gezeigt, daß
die hierdurch bewirkte radiale Erweiterung der Welle dazu führt, daß Schmiermittelre
ste aufgrund der auftretenden Zentrifugalkräfte daran gehindert werden, über diesen
Bereich hinweg zu lecken. Die Gefahr, daß die umhergeschleuderten Verschleiß- und
Verschmutzungsteilchen bei einem derartigen bürstenlosen Elektromotor zu einem
Kurzschluß im Steuerschaltkreis führen, ist jedoch relativ hoch, so daß die betriebliche
Zuverlässigkeit dieses bekannten Elektromotors nicht allen Ansprüchen genügt.
Aus der US 5,075,605 ist ein bürstenloser Elektromotor bekannt, bei dem der Rotor
magnet an einer Stirnseite eine ringförmige Nut aufweist, in die Halltransistoren hin
einragen, die einer Detektion der Rotorstellung und Steuerung der dem Stator zuzu
führenden Erregerströme dienen.
Weiter ist aus der DE 38 18 994 A1 ein Plattenspeicherantrieb mit einem kollektorlo
sen Elektromotor bekannt. Der Innenraum dieses einen glockenförmigen Rotor auf
weisenden Elektromotors ist durch im Bereich einer Lagereinheit angeordnete Ma
gnetdichtungen gegenüber einem den Motor umgebenden Reinraum abgedichtet.
Zur Erfassung der Drehlage des Rotors wird ein getrennter Steuermagnetring ver
wendet.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen bürstenlosen Elektromotor anzuge
ben, bei dem die aufgrund der Relativbewegung der Welle und der Lagereinheiten
gegeneinander unvermeidlich auftretenden Verschleißteilchen nicht im Gehäuse her
umgeschleudert werden, um der Gefahr von Kurzschlüssen in Steuerschaltkreisen
durch herumgeschleuderte Verschleiß- und Verschmutzungsteilchen zu begegnen.
Die zuvor aufgezeigte Aufgabe ist bei einem bürstenlosen Elektromotor mit den
Merkmalen des Oberbegriffs von Anspruch 1 durch die Merkmale des kennzeichnen
den Teils von Anspruch 1 gelöst. Bevorzugte Ausgestaltungen und Weiterbildungen
sind Gegenstand der Unteransprüche.
Bei dem erfindungsgemäßen bürstenlosen Elektromotor werden Verschleiß- und Ver
schmutzungsteilchen, die vom Verschleiß sowohl der rotierenden Welle als auch der
Lagereinheiten her resultieren, von dem konkav geformten Reservoir im Sensorma
gnet eingefangen und so gehindert, herumgeschleudert zu werden. Dabei werden
diese Teilchen von dem die Welle aufnehmenden Bereich des Sensormagneten ma
gnetisch angezogen. Dies ist möglich, da sich der die Welle aufnehmende Bereich des
Sensormagneten in der Nähe der Lagereinheit befindet. Durch die magnetische An
ziehung an den Sensormagneten und das Reservoir werden die Verschleiß- und Ver
schmutzungsteilchen besonders effektiv daran gehindert, im Gehäuse herumge
schleudert zu werden.
Im folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel dar
stellenden Zeichnung näher erläutert. In der Zeichnung zeigen
Fig. 1 einen Querschnitt durch ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsge
mäßen bürstenlosen Elektromotors,
Fig. 2 in perspektivischer Darstellung die gesamte Form des Sensormagneten
eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung gemäß Fig. 1,
Fig. 3 einen Längsschnitt einer anderen Ausführungsform eines Sensormagne
ten gemäß der Erfindung.
Grundsätzlich weist ein bürstenloser Elektromotor gemäß der Erfindung die folgen
den Teile auf:
Einen Stator 2, dessen Basisabschnitt auf einem eine Leiterplatine aufnehmenden
Gehäuse 1 fest angebracht ist. Einen Rotor 4, der auf einer Welle 3 des Motors fest
angebracht ist. Einen Steuerschaltkreis auf einer entsprechenden Leiterplatine 5, der
das Schalten der dem Stator 2 zugeführten Erregerströme steuert.
Auf dem Stator 2 befinden sich im dargestellten Ausführungsbeispiel und nach be
vorzugter Lehre sechs Erregerwicklungen 8 auf einem Statorkern 7. Dieser Stator
kern 7 ist am Außenumfang einer Traghülse 6 fest angebracht und besteht aus ma
gnetischem bzw. magnetisierbarem Material (laminierter Kern).
Im Betrieb wird der Erregerstrom zu den verschiedenen Erregerwicklungen 8 auf dem
Anker des Stators 2 mittels des Steuerschaltkreises auf der Leiterplatte 5 so gesteuert,
daß sich ein rotierendes Magnetfeld im Inneren des Motors ergibt. Dieses nimmt dann
den später noch zu erläuternden Rotor 4 mit.
Die Traghülse 6 hat im vorliegenden Ausführungsbeispiel hohlzylindrische Gestalt.
Eines der beiden Enden der Traghülse 6 befindet sich fest angebracht im Gehäuse 1
und erstreckt sich durch die Wandung dieses Gehäuses 1. Im Inneren der Traghülse 6
befinden sich zwei Lagereinheiten 9a, 9b jeweils in der Nähe eines der Enden der
Traghülse 6. Mittels dieser Lagereinheiten 9a, 9b wird die rotierende Welle 3 des Mo
tors in der Traghülse 6 drehbar gelagert. In jeder Lagereinheit 9a, 9b befindet sich im
dargestellten Ausführungsbeispiel ein Einbauelement aus einer Sintereisen-Legierung
oder einer Sinter-Kupfer-Legierung. Jedes dieser Einbauelemente ist mit Schmiermittel
wie Nähmaschinenöl od. dgl. getränkt. Beim Zusammenbau des Motors werden die
Lagereinheiten 9a, 9b im Preßsitz zwischen die Traghülse 6 und die Welle 3 einge
baut.
Die einander gegenüberliegenden Endbereiche der Welle 3 ragen aus der Traghülse 6
heraus. Auf den oberen Endbereich der Welle 3 (wie in Fig. 1 dargestellt) ist der Ro
tor 4 fest aufgesetzt. Dieses Ende befindet sich gegenüber dem unteren Bereich der
Traghülse 6, durch welchen die Traghülse 6 mit dem Gehäuse 1 konstruktiv verbun
den ist.
Im hier dargestellten Ausführungsbeispiel der Erfindung weist der Rotor 4 ein etwa
tassenförmig gestaltetes Rotorgehäuse 10 und eine Mehrzahl von an der Innenfläche
des Rotorgehäuses 10 angebrachten Rotormagneten 11 auf. Wie sich aus Fig. 1 gut
erkennen läßt, bildet der obere Bereich des Rotorgehäuses 10 in Fig. 1 einen Boden
und die Unterseite des Rotorgehäuses 10 eine dem Gehäuse 1 zugewandte Öffnung.
Dementsprechend ist der Boden des Rotorgehäuses 10 mit einer mittigen Öffnung
versehen, die dem Gehäuse 1 gegenüberliegt. Während des Zusammenbaus wird das
Rotorgehäuse 10 dadurch fest mit der Welle 3 verbunden, daß diese durch die mittige
Öffnung im Boden des Rotorgehäuses 10 hindurchgeführt und dort fixiert wird. Man
erkennt in Fig. 1, daß sich zwischen der Innenfläche des Bodens des Rotorgehäuses
10 und der oberen Lagereinheit 9a ein Distanzring 12 und ein Haltering 13 befinden,
durch die beide die Welle 3 geführt ist.
Die äußeren Umfangsflächen der Rotormagnete 11 sind an der inneren Umfangsfläche
des Rotorgehäuses 10 so angebracht, daß die inneren Umfangsflächen der Rotorma
gnete 11 einer äußeren Umfangsfläche des Statorkerns 7 genau gegenüberliegen. Die
Anzahl der Magnetpole der Rotormagnete 11 ist gleich vier, wo hingegen sechs Ma
gnetpole sich auf dem Stator durch die Erregerwicklungen 8 des Stators 2 ergeben.
Dadurch hat man keine Überlappung.
Am anderen Ende der Welle 3, dem Ende nämlich, das dem Gehäuse 1 zugewandt ist,
ist ein Sensormagnet 14 angebracht (dieser wird später beschrieben), der einen Sen
sorflansch 20 aufweist, der einem an der Unterseite der Leiterplatte 5 befestigten
Hallelement 16 gegenüberliegt.
Das die Leiterplatte 5 aufnehmende Gehäuse 1 besteht aus einem Deckelteil 15a und
einem Bodenteil 15b, wobei das Deckelteil 15a auf dem Bodenteil 15b mit Hilfe von
Schrauben fest angebracht ist, wie das in Fig. 1 angedeutet ist. Im Inneren des Gehäu
ses 1 befindet sich der Steuerschaltkreis auf der entsprechenden Leiterplatte 5, wobei
dieser Steuerschaltkreis die Schaltoperationen ausführt, mit denen der Erregerstrom
zu den Wicklungen 8 des Stators 2 gesteuert wird. Wie zuvor erläutert worden ist, ist
das Hallelement 16 auf der Unterseite der den Steuerschaltkreis tragenden Leiterplat
te 5 so angebracht, daß es dem Sensorflansch 20 des Sensormagneten 14 gegenüber
liegt. Das Hallelement 16 detektiert die Magnetpole des Sensormagneten 14 und gibt
Spannungssignale entsprechend den festgestellten Magnetpolen ab.
Im dargestellten Ausführungsbeispiel, genauer dargestellt in Fig. 2, hat der Sensorma
gnet 14 nun einen die Welle 3 aufnehmenden Bereich 17, der eine hohlzylindrische
Form aufweist und in den die Welle 3 gewissermaßen eingesteckt ist. Auf dem äuße
ren Umfang eines der Enden dieses Bereichs 17 des Sensormagneten 14 befindet sich
ein Reservoir 18 für Verschleiß- und Verschmutzungsteilchen, das vorzugsweise eine
ringförmige, konkave Form hat. Der Außendurchmesser des Bereichs 17 entspricht im
wesentlichen dem Innendurchmesser der Traghülse 6.
Der Sensormagnet 14 ist weiterhin mit einem hohlzylindrischen Bereich 19 größeren
Durchmessers direkt unterhalb des Reservoirs 18, d. h. dessen offener Seite entge
gengerichtet, ausgestattet. Dieser hohlzylindrische Bereich 19 hat einen größeren
Außendurchmesser als der die Welle 3 aufnehmende Bereich 17 des Sensormagneten
14. An diesen Bereich 19 angeformt ist der Sensorflansch 20.
Das dargestellte Ausführungsbeispiel zeigt den Sensormagneten 14 als integrierten
Plastik- Magneten, der die oben angegebenen Bereiche als integrale Bestandteile
aufweist und leicht in eine Form gemäß Fig. 2 gebracht werden kann. Das ist einer
der Vorteile der Erfindung.
Der Sensormagnet 14 ist so magnetisiert, daß er eine Mehrzahl von Magnetpolen bil
det, die in Umfangsrichtung so angeordnet sind, daß sie der Anzahl der Magnetpole
(Erregerwicklungen 8) des Stators 2 entsprechen. Im dargestellten Ausführungsbei
spiel weist der Sensormagnet 14 vier Magnetpole auf. Wie Fig. 2 deutlich macht,
wirkt diese Magnetisierung auch in einer Stirnfläche 17a des Bereichs 17 und in dem
Sensorflansch 20.
In der zuvor erläuterten Konstruktion wird die Welle 3 nun in den die Welle 3 auf
nehmenden Bereich 17 des Sensormagneten 14 eingesteckt, und der Bereich 17
selbst wird dann wieder in die Traghülse 6 eingesteckt, so daß die Stirnfläche 17a
schließlich einen weiteren Distanzring 12 zwischen der unteren Lagereinheit 9b und
dieser Stirnfläche 17a berührt.
Bei einem bürstenlosen Elektromotor der dargestellten Konstruktion kann beispiels
weise ein, hier nicht dargestellter, Gebläsekopf auf das obere Ende der rotierenden
Welle 3 fest aufgesetzt sein. Das ist das dem Gehäuse 1 gegenüberliegende Ende.
Solche integrierten Antriebsmotoren werden beispielsweise in Kraftfahrzeug-Klima
anlagen od. dgl. gern eingesetzt, da sie sehr kompakt bauen.
Beim Betrieb eines bürstenlosen Elektromotors obiger Konstruktion muß zunächst
ein Einschalter eingeschaltet werden, damit elektrischer Strom dem Steuerschaltkreis
auf der Leiterplatte 5 zugeleitet wird. Zunächst wird dadurch das Hallelement 16 in
die Lage versetzt, die Magnetpole im Sensorflansch 20 gegenüber festzustellen. Die
so festgestellte Lage der Magnetpole im Sensorflansch 20 versetzen den Steuer
schaltkreis auf der Leiterplatte 5 wiederum in die Lage, elektrischen Erregerstrom mit
der richtigen Phasenlage den verschiedenen Erregerwicklungen 8 des Stators 2 zuzu
leiten. Die so gesteuerte Erregung der Wicklungen 8 erzeugt ein rotierendes Magnet
feld, das mit den Rotormagneten 11 am Rotor 4 wechselwirkt und den Rotor 4 in
Drehung versetzt. So in Drehung versetzt wird die Position des Rotors 4 mittels des Hallelements
16 stets festgestellt. Die so jeweils festgestellte aktuelle Position des Rotors 4 macht
es wiederum möglich, daß der Steuerschaltkreis auf der Leiterplatte 5 die Erregerströ
me zu den Wicklungen 8 entsprechend steuert, um den Rotor 4 weiter in Rotation zu
halten.
Wie weiter oben erläutert worden ist, werden durch die rotierende Bewegung des
Rotors 4 und der Welle 3 als Folge des Lagerverschleißes bei den Lagereinheiten 9a,
9b, Welle 3 und Distanzringen 12 Verschleiß- und Verschmutzungsteilchen (Schlamm)
erzeugt. Solche Verschleiß- und Verschmutzungsteilchen der unteren Lagereinheit 9b
tauchen nach und nach am unteren Ende der Traghülse 6 auf. Bei konventionellen
bürstenlosen Elektromotoren erreichen diese Teilchen unter Wirkung der Zentrifu
galkraft bald die Leiterplatte 5 des Steuerschaltkreises. Es gab relativ häufig Kurz
schlüsse im Steuerschaltkreis.
Im Gegensatz zu dem zuvor erläuterten Stand der Technik ist es bei der erfindungs
gemäßen Konstruktion so, daß der vormagnetisierte, die Welle 3 aufnehmende Be
reich 17 des Sensormagneten 14 Verschleiß- und Verschmutzungsteilchen "A" (Fig. 1),
die vom Verschleiß von Metallteilen des Motors herrühren, magnetisch anzieht und
damit daran hindert, herumgeschleudert zu werden. Selbst wenn die Magnetkraft des
Bereichs 17 relativ schwach ist, kann der "Schlamm" mehr oder weniger von selbst in
das Reservoir 18 des Bereichs 17 rutschen, wo er magnetisch festgehalten wird. Im
Ergebnis ist der erfindungsgemäße Motor weitgehend problemfrei und zeigt die
Schäden nicht, die konventionelle bürstenlose Elektromotoren in Folge herumge
schleuderter Verschleiß- und Verschmutzungsteilchen zeigen. Bei dem erfindungsge
mäßen Elektromotor wird der Schlamm "A" auch zur Stirnfläche 17a des Bereichs 17
hin gezogen, so daß verhindert wird, daß Schmiermittel aus der Lagereinheit 9b über
diesem Bereich herausleckt.
Im zuvor erläuterten Ausführungsbeispiel der Erfindung ist der Sensormagnet 14 als
Plastikteil ausgeführt. Natürlich kann der Sensormagnet 14 auch aus allen anderen
passenden magnetischen Materialien hergestellt werden, beispielsweise Alnico-Ma
gnetlegierungen, Legierungen auf Basis Seltene-Erden-Kobalt-Verbindungen und
ähnliche magnetische Verbindungen. Die vollständige Magnetisierung des Sensor
magneten 14 ist nicht unbedingt notwendig, auch wenn das im dargestellten Aus
führungsbeispiel gemäß Fig. 2 so realisiert ist.
In Fig. 3 weist der Sensormagnet 14 eine Mehrzahl von separaten Teilen auf. Hier
gibt es zunächst den die Welle 3 aufnehmenden Bereich 17 als ein Teil, einen hohlzy
lindrischen Bereich 19 als weiteren Teil und einen Sensorflansch 20 als nochmals
weiteren Teil. Diese separaten Teile 17, 19, 20 können beispielsweise mittels eines
passenden Klebemittels miteinander verklebt sein. Sie bilden im Endeffekt einen
Sensormagneten 14 gleicher Form wie in Fig. 2, dieser besteht jedoch aus verschie
denen Teilen. Das erlaubt es, beispielsweise lediglich den Bereich 17 und den Sensor
flansch 20 aus magnetischem bzw. magnetisierbarem Material herzustellen, den
hohlzylindrischen Bereich 19 dazwischen jedoch aus nicht magnetischem bzw. nicht
magnetisierbarem Material zu gestalten.
In gleicher Weise gilt für das dargestellte Ausführungsbeispiel eines bürstenlosen
Elektromotors, daß die Traghülse 6 nicht aus einem sondern aus mehreren Teilen be
stehen kann. Beispielsweise kann die Traghülse 6 auch aus einem Paar hohlzylinderi
scher Elemente gebildet sein, die die Welle 3 lagern und so angeordnet sind, daß sie
den beiden Lagereinheiten 9a, 9b entsprechend positioniert sind. Auch muß die
Traghülse 6 nicht zwingend eine hohlzylindrische Form haben. Vielmehr ist jede an
dere Form der Traghülse 6 denkbar, solange diese es nur erlaubt, die Lagereinheiten
9a, 9b und die rotierende Welle 3 darin aufzunehmen und zu halten.
Wie die zuvor gegebenen Ausführungen deutlich machen, wird bei dem erfindungs
gemäßen bürstenlosen Elektromotor der "Schlamm", also die durch Verschleiß hervor
gerufenen Verschleiß- und Verschmutzungsteilchen magnetisch festgehalten, so daß
diese nicht im Gehäuse herumgeschleudert werden können. Folglich ist ein Kurz
schluß im Steuerschaltkreis auf der Leiterplatte 5 des bürstenlosen Elektromotors
aufgrund herumgeschleuderter metallischer Verschleiß- und Verschmutzungsteilchen
ausgeschlossen. Ein erfindungsgemäßer bürstenloser Elektromotor zeigt also eine
hervorragende Zuverlässigkeit.
Da der Sensormagnet 14 des dargestellten Ausführungsbeispiels praktisch das untere
Ende der unteren Lagereinheit 9a konstruktiv erreicht (Fig. 1), wirkt die Magnetkraft
des Sensormagneten 14 unmittelbar auf die Verschleißteilchen. Auf diese Weise kann
der hier von der Stirnfläche 17a des Bereichs 17 magnetisch angezogene "Schlamm"
gleichzeitig als Abdichtungsmittel wirken, das verhindert, daß Schmiermittel der La
gereinheit 9b aus dem unteren Bereich der Lagereinheit 9b heraussickert oder her
ausleckt.
Da der Sensormagnet 14, der ohnehin vorhanden ist, im dargestellten Ausführungs
beispiel gemäß der Erfindung zusätzlich die Funktion eines "Schlammsammlers" hat,
kann die Lehre der Erfindung mit den entsprechenden Vorteilen realisiert werden,
ohne die Anzahl von Motorkomponenten im Vergleich mit einem konventionellen
bürstenlosen Elektromotor zu erhöhen.
Claims (5)
1. Bürstenloser Elektromotor mit einem Rotor (4) und einem Sensormagneten (14), der
auf einer den Rotor (4) tragenden, drehbar gelagerten Welle (3) angebracht ist, so daß
mittels Magnetpolen des Sensormagneten (14) die Position des Rotors (4) zur Steue
rung des Erregerwicklungen (8) des Stators (2) zuzuführenden Erregerstroms detek
tierbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Sensormagnet (14) ein Verschleiß- und Verschmutzungsteilchen aufnehmen
des, konkav geformtes Reservoir (18) in einem Umfangsbereich aufweist.
2. Elektromotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Sensormagnet
(14) einen eine Welle (3) aufnehmenden Bereich (17) aufweist und an einem unteren
Ende des Rotors (4) angebracht ist, so daß sich ein Endbereich des Bereichs (17) in
der Nähe einer die Welle (3) tragenden Lagereinheit (9b) befindet, die ihrerseits am
Ende einer Traghülse (6) angeordnet ist.
3. Elektromotor nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Reservoir (18) in
einem äußeren Umfangsbereich des Bereichs (17) gebildet ist, wobei das Reservoir
(18) in Längsrichtung des Sensormagneten (14) im Schnitt einen konkaven Quer
schnitt aufweist.
4. Elektromotor nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß der Sensormagnet (14) als Plastikmagnet ausgeführt ist.
5. Elektromotor nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß der Rotor (4) aus einem im wesentlichen tassenförmigen Rotorgehäuse (10)
mit einer ringförmigen Öffnung besteht und die Welle (3) durch einen Mittelbereich
des tassenförmigen Rotorgehäuses (10) läuft, daß eine Mehrzahl von Rotormagneten
(11) auf der inneren Umfangsfläche des Rotorgehäuses (10) angeordnet ist, daß der
Stator (2) eine Mehrzahl von Erregerwicklungen (8) auf einem Statorkern (7) aus
magnetischen oder magnetisierbarem Material aufweist, der auf einer Basis des Mo
tors angebracht ist, daß die Erregerwicklungen (8) sich innerhalb der Rotormagnete
(11) des Rotors (4) befinden, daß die hohlzylindrische Traghülse (6) so angeordnet ist,
daß sie den Stator (2) in der Mitte durchsetzt, daß die Welle (3) von der Traghülse (6)
mittels zweier Lagereinheiten (9a, 9b) an den einander entgegengesetzten Enden der
Traghülse (6) drehbar gelagert ist und daß der Sensormagnet (14) an einem
Endbereich der Welle (3) fest angebracht ist.
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