DE19522185A1 - Ein Verfahren und System zur dynamischen Übersetzung zwischen verschiedenen grafischen Benutzeroberflächen-Systemen - Google Patents
Ein Verfahren und System zur dynamischen Übersetzung zwischen verschiedenen grafischen Benutzeroberflächen-SystemenInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Laufzeitübersetzung
zwischen verschiedenen grafischen Benutzeroberflächen-
Systemen und umfaßt insbesondere ein Verfahren und ein Sy
stem, die es erlauben, Anwendungen, die für lokale Anzeigesy
steme geschrieben wurden, für computerferne Anzeigemöglich
keiten eines anderen grafischen Benutzeroberflächen-Systems
zu verwenden.
Derzeitig gibt es ungefähr 50 Millionen Computeranwender, die
eine grafische Benutzeroberfläche verwenden, die als
"WINDOWS" von der "MICROSOFT" Corporation bekannt ist. Der
zeitig entwickelt sich sehr schnell "MICROSOFT′s WINDOWS/NT"
als ein bevorzugtes Betriebssystem. Als Konsequenz werden ei
ne große Anzahl von Anwendungsprogrammen so geschrieben, daß
sie mit "WINDOWS/NT" kompatibel sind. "WINDOWS/NT" stellt ei
ne einzelne grafische Benutzeroberfläche zur Verfügung, an
die sich all diese Anwendungsprogramme halten müssen. Außer
dem stellt ein Client/Server-Windowsystem, das als "X" be
kannt ist, und anfänglich am Massachusetts′s Institute of
Technology entwickelt wurde, ein Protokoll (X-Protokoll) zur
Verfügung, das es erlaubt, Anwendungsprogramme computerfern
auf einer oder mehreren grafischen Benutzeroberflächen
(beispielsweise Motif, Open-Look) darzustellen. Unglückli
cherweise sind die Anwendungsprogramme, die für das
"WINDOWS/NT"-Betriebssystem entwickelt worden sind, nicht mit
dem X-Protokoll kompatibel. Als Konsequenz haben Verwender
des X-Client/Server-Windowsystems keinen bequemen Zugriff auf
diese Anwendungsprogramme. Dies ist unglücklich, weil viele
der Anwendungsprogramme, die für das "WINDOWS/NT"-Betriebs
system entwickelt worden sind, was die Kosten und die Merkma
le betrifft, den für das X-Client/Server-Windowsystem entwickel
ten überlegen sind.
Die vorliegende Erfindung betrifft Übersetzungsverfahren, die
einen computerfernen Zugriff zu einem Anwendungsprogramm
schaffen. Insbesondere stellt das Übersetzungsverfahren einen
computerfernen Zugriff auf ein Anwendungsprogramm, das auf
einem Hauptrechner in seiner ursprünglichen Betriebssystemum
gebung ausgeführt wird, zur Verfügung. Das Übersetzungsver
fahren überwacht Nachrichten, die von dem Anwendungsprogramm
an eine Anwendungsschnittstelle gerichtet werden, die durch
das ursprüngliche Betriebssystem zur Verfügung gestellt wird.
Auf das Erkennen einer Nachricht, die eine grafische Benut
zeroberfläche des ursprünglichen Betriebssystems betrifft,
hin, konvertiert das Übersetzungsverfahren die Nachricht in
ein Protokoll, das durch eine computerferne grafische Benut
zeroberfläche erkannt wird. Das Übersetzungsverfahren über
wacht und konvertiert auch Befehle auf der Treiberebene.
Durch Überwachen und Konvertieren von Nachrichten auf diese
Weise, erlaubt das Übersetzungsverfahren, daß das Anwendungs
programm computerfern dargestellt wird.
Diese und weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der
taillierten Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen der
Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnungen. Es zeigen:
Fig. 1 eine bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Er
findung,
Fig. 2 einen Vergleich der Systemdesignmerkmale für ein Cli
ent/Server-Windowsystem und ein Betriebssystem,
Fig. 3 ein Flußdiagramm der Verfahrensschritte der bevorzug
ten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung,
Fig. 4 ein Flußdiagramm der Verfahrensschritte eines Anwen
dungsprogramms (Stand der Technik),
Fig. 5 ein Flußdiagramm der Verfahrensschritte für die Wech
selwirkung zwischen dem Anwendungsprogramm und einem
ursprünglichen Betriebssystem (Stand der Technik),
Fig. 6 ein Flußdiagramm der Verfahrensschritte für ein Bei
spiel gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vor
liegenden Erfindung.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Übersetzungsverfahren,
daß es erlaubt, ein für ein bestimmtes grafisches Benutzer
oberflächensystem (GUI) geschriebenes Programm auf einem an
deren grafischen Benutzeroberflächensystem mit der Laufzeit
darzustellen. Das GUI, auf dem das Anwendungsprogramm darge
stellt wird, ist als Ziel-GUI bezeichnet. Falls das Ziel-GUI
in der Lage ist, über ein Netzwerk computerfern darzustellen,
erlaubt es das Übersetzungsverfahren, daß das Anwendungspro
gramm computerfern dargestellt wird, und mit ihm computerfern
interagiert wird, während es innerhalb seines ursprünglichen
(nicht-compterfernen) GUI ausgeführt wird.
In einer bevorzugten Ausführungsform sorgt die vorliegende
Erfindung für eine Übersetzung von Windows und "WINDOWS/NT"
in das X-Windowsystem und ermöglicht somit eine computerferne
Darstellung von Anwendungen, die für "MICROSOFT WINDOWS" und
"WINDOWS/NT" entwickelt wurden, auf X-Terminals und X-
Servern. Insbesondere erlaubt die bevorzugte Ausführungsform,
daß jede derartige Anwendung als ein vollständig kompatibles
X-Client-Programm zu computerfernen X-Servern erscheint. Der
Term "X-Client" betrifft ein Anwendungsprogramm, daß das vor
her beschriebene X-Protokoll verwendet. Der Ausdruck "X-
Terminal" betrifft irgendeine Anzeigekomponente (beispiels
weise ein alleinstehendes Terminal oder ein Arbeitsplatz),
der eine Anzeigekomponente eines X-Client/Server-Window
systems ist. Der Ausdruck "X-Server" betrifft das Verfahren,
das die Anzeige-Hardware (beispielsweise eine Bildschirman
zeige, eine Tastatur oder eine Maus) steuert und ist verant
wortlich für die Durchführung der Zeichnung und der Bildauf
bereitung der Bildschirmanzeige. Ein attraktives Merkmal ei
nes X-Client-Programms ist es, daß es auf irgendeinem X-
Terminal dargestellt und/oder mit ihm interagiert werden kann
(beispielsweise über eine Maus, eine Tastatur, etc.), voraus
gesetzt, daß eine geeignete Kommunikationsverbindung
(typischerweise, allerdings keine Einschränkung darstellend,
das unten beschriebene TCP/IP-Protokoll) vorhanden ist, das
die Maschine, auf der der X-Client läuft, und das X-Terminal
verbindet.
In dem X-Client/Server-Windowsystem kommuniziert ein X-Client
mit der zugrundeliegenden Hardware (beispielsweise Bild
schirm, Maus, Tastatur, etc.) über den X-Server. Ein getrenn
ter X-Client, als Windowmanager bekannt, koordiniert mit dem
X-Server die Verwaltung der Darstellung. Insbesondere ver
folgt der Windowmanager die Zustände aller X-Windows. Der
Ausdruck "X-Window" betrifft irgendeinen Abschnitt einer An
zeige eines X-Terminals, das seine eigenen Daten (beispiels
weise ein Dokument oder eine Nachricht) enthält. Ein wesent
licher Vorteil des X-Client/Server-Windowsystems ist es, daß
es einen X-Clienten nicht auf die Verwendung eines bestimmten
Windowmanagers beschränkt. Statt dessen kann ein Benutzer den
Windowmanager auswählen, von dem er glaubt, daß er das at
traktivste Aussehen und Empfinden bietet.
Fig. 1 stellt eine bevorzugte Ausführungsform der vorliegen
den Erfindung dar. Ein Hauptrechner 110 führt Anwendungspro
gramme, beispielsweise "MICROSOFT EXCEL" 120 und "WORD FOR
WINDOWS" 130 unter dem "WINDOWS/NT"-Betriebssystem 140 aus.
Das "WINDOWS/NT" -Betriebssystem sowie die Anwendungsprogramme
120, 130 sind in einem Hauptspeicher des Hauptrechners ent
halten. Insbesondere führt eine in dem Hauptrechner 110 ent
haltene CPU die Anwendungen sowohl des "WINDOWS/NT"-Betriebs
systems 140 als auch der Anwendungsprogramme 120, 130 aus.
Das "WINDOWS/NT " -Betriebssystem schafft eine Anwendungspro
grammschnittstelle (API), die diesem Anwendungsprogramm 120,
130 erlaubt, mit dem Betriebssystem 140 zu kommunizieren. Zu
sätzlich liefert das "WINDOWS/NT" Betriebssystem auch eine
grafische Standardbenutzeroberfläche (GUI), die das Aussehen
und die Empfindung für alle unter "WINDOWS/NT" laufenden An
wendungen definiert. Diese grafische Standardbenutzeroberflä
che ist so ausgelegt, daß sie Befehle von dem Anwendungspro
gramm empfängt. Kurz gesagt, verwenden die Anwendungsprogram
me 120, 130 die Anwendungsschnittstelle, um vom Betriebssy
stem die Durchführung einer Vielfalt von Aufgaben anzufor
dern. Beispielsweise umfassen repräsentative Aufgaben das
Öffnen und Schließen von Dateien sowie die Durchführung ver
schiedener Einstellungen der grafischen Benutzeroberfläche.
Allerdings ermöglicht das "WINDOWS/NT" -Betriebssystem keine
computerferne Wechselwirkung mit Anwendungen. In seiner be
vorzugten Ausführungsform überwindet die vorliegende Erfin
dung diese Beschränkung von "WINDOWS/NT", indem es erlaubt,
Anwendungsprogramme 120, 130 auf dem Hauptrechner auszufüh
ren, während sie computerfern auf einem X-Terminal 150 darge
stellt werden. Auf diese Weise erlaubt die vorliegende Erfin
dung den Benutzern des X-Client/Server-Windowsystems, einen
Zugriff auf Anwendungen, die für das "WINDOWS/NT"-Betriebs
system entwickelt wurden. Außerdem stellt, da die bevorzugte
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung es ermöglicht, die
Anwendungsprogramme 120, 130 in ihren ursprünglichen Be
triebssystemumgebungen (beispielsweise dem "WINDOWS/NT"-
Betriebssystem 140) auszuführen, die vorliegende Erfindung
einen derartigen Zugriff in einer sehr effizienten Weise zur
Verfügung.
Wie dargestellt, ist der Hauptcomputer 110 mit den X-Ter
minals 150 über eine Netzwerkverbindung, wie beispielsweise
dem in Ethernet verwendeten TCP/IP-Protokoll, verbunden. Kurz
gesagt, besteht dieses Protokoll aus einer Reihe von Schich
ten. Insbesondere sind die fünf untersten Schichten in auf
steigender Reihenfolge das Kabel, das Ethernet, das Internet-
Protokoll (IP-Schicht), das Transportsteuerprotokoll (TCP-
Schicht) und das X-Protokoll. Diese Netzverbindung ist kon
zeptionell durch das Bezugszeichen 160 dargestellt.
Wie oben beschrieben verwendet das X-Client/Server-Window
system zwei Komponenten: einen X-Server 170 und einen Windo
wmanager 180. Der Windowmanager 180 verwaltet die X-Windows,
indem er verfolgt, wieviele X-Windows derzeitig dargestellt
werden, wo die X-Windows derzeitig dargestellt werden etc. Da
die vorliegende Erfindung die "WINDOWS/NT" -Anwendung in einen
vollständig kompatiblen X-Client konvertiert, kann ein Benut
zer einen bestimmten Windowmanager 180 (beispielsweise Motif,
Open-Look, Tom′s Windowmanager) zur Verwendung mit der vor
liegenden Erfindung wählen. Kurz gesagt empfängt der Windo
wmanager 180 Befehle, die die Darstellung auf den X-Terminals
150 betreffen. Da der Windowmanager 180 in dem X-Terminal
selbst oder auf dem Netzwerk enthalten sein kann, kann der
Windowmanager Befehle über die Netzwerkverbindung 160 oder
direkt von dem X-Terminal 150 empfangen.
Fig. 2 vergleicht den Systemdesignaufbau für ein Client/Ser
ver-Windowsystem und ein Betriebssystem. Insbesondere ver
gleicht Fig. 2 den Systemdesignaufbau des X-Client/Server-
Windowsystems und des "WINDOWS/NT"-Betriebssystems. Eine
Kenntnis dieser Strukturen ist bei der Diskussion der in den
Fig. 3-6 beschriebenen Verfahrensschritte hilfreich.
In "WINDOWS/NT" sind Programme (beispielsweise Anwendungspro
gramme) über Gerätetreiber 210 mit einer Standardschnittstel
le zur Hardware 205 (beispielsweise einer Anzeigeeinrichtung,
einer Tastatur, einer Maus etc.) versehen. Die verschiedenen
Komponenten 215 des "WINDOWS-NT"-Betriebssystems sind über
den Gerätetreiber gelegt. Eine derartige Komponente ist die
Grafiktreiberschnittstelle 220 (GDI). Die GDI erlaubt, daß
Anwendungsprogramme grafische Informationen ohne Bezugnahme
auf die zugrundeliegende Hardware beschreiben. Die Anwen
dungsprogrammschnittstelle 225 (API) existiert über der
"WINDOWS/NT"-Komponentenschicht . Die API umfaßt die Konzepte
von Fenstern (Windows), Ikonen, Positionsanzeiger und andere
Mittel. "WINDOWS/NT" ist ein anreizgesteuertes, auf einer
Nachricht basierendes System. Verschiedene Programme kommuni
zieren miteinander und mit dem "WINDOWS/NT" durch Weitergabe
von Nachrichten über die API. In bezug auf grafisch darge
stellte Information verwendet die API Konstruktionen auf ho
her Ebene, wie beispielsweise Fenster (Windows) oder Ikonen.
Im Gegensatz hierzu verwendet der Bildschirmanzeige-Geräte
treiber Darstellungen grafischer Daten (beispielsweise Bit
map-Daten) auf niedriger Ebene. Ein Zweck der Bildschirman
zeige-Gerätetreiber ist es, diese Bitmap-Daten zur Anzeige
einrichtung zu übertragen. Beispielsweise werden, wenn der
Benutzer ein Fenster bewegt oder seine Größe verändert, eine
große Anzahl von BitBlts (Blockübertragungen von Bitmap-
Daten) durch den Anzeigeeinrichtungstreiber ausgeführt.
Das X-Server/Client-Windowsystem ist etwa ähnlich wie das
"WINDOWS/NT"-Betriebssystem strukturiert. Ein X-Server 230
stellt eine Standardschnittstelle zur zugrundeliegenden Hard
ware 235 zur Verfügung. Eine Bibliothek, Xlib 240, stellt eine
Programmiererschnittstelle (auf einer niedrigen Ebene) für X
zur Verfügung. Wenn der X-Client lokal läuft, gibt der X-
Client Befehle aus der Xlib-Bibliothek 240 aus, um durch den
X-Server 230 auf die lokale Hardware 235 zuzugreifen. In ähn
licher Weise gibt der X-Client, wenn er computerfern läuft,
Kommandos aus der Xlib-Bibliothek 240 aus, um auf die compu
terferne Hardware zuzugreifen. In diesem Fall werden Netz
werkdatenpakete, die Elemente des X-Protokolls darstellen,
zum X-Server 230, der die computerferne Hardware 235 bedient,
geschickt. Wie "WINDOWS/NT" ist X ein anreizgesteuertes Sy
stem und ein X-Client kann von dem X-Server 230 anfordern,
daß er X-Ereignisse von Interesse (wie beispielsweise, wenn
die Maus in ein Fenster eintritt oder es verläßt, der Benut
zer etwas in einem Fenster anklickt, usw.) abschickt. Wie
oben erwähnt, ermöglicht ein spezielles X-Client-Programm,
der Windowmanager 245, dem Benutzer, die dargestellten Win
dows zu verwalten, Menüs zu definieren usw. Neben der Xlib-
Schnittstelle auf relativ niedriger Ebene liefert ein X-
Toolkit 250 (eine X-Werkzeugausrüstung) eine Programmierer
schnittstelle auf höherer Ebene. Es gibt viele derartige
Toolkits, die kommerziell erhältlich sind (beispielsweise die
"XT"-, "ANDREW"- und "MOTIF"-Toolkits). Jedes Toolkit wird
mit einer Sammlung von Produkten Widgets 255, die eine nütz
liche Sammlung von X-Objekten (beispielsweise einen rollbaren
Text Window Widget) sind. Nachdem ein Vergleich der Struktu
ren des X-Client-Windowsystems und des "WINDOWS/NT"-
Betriebssystems gegeben worden sind, werden nun die Verfah
rensschritte einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegen
den Erfindung beschrieben.
Fig. 3 stellt die Prozeßschritte einer bevorzugten Ausfüh
rungsform der vorliegenden Erfindung dar. Insbesondere gibt
Fig. 3 einen Überblick über die Verfahrensschritte, die von
dem Übersetzungsverfahren durchgeführt werden, um ein in sei
ner ursprünglichen Umgebung ablaufendes Anwendungsprogramm in
einen vollständig kompatiblen Client eines nicht-
ursprünglichen Windowsystems zu übersetzen. Zuerst wird ein
Anwendungsprogramm in seiner ursprünglichen Umgebung (Schritt
305) ausgeführt. Beispielsweise ist in einer bevorzugten Aus
führungsform diese ursprüngliche Umgebung das "WINDOWS/NT"-
Betriebssystem. Wenn das Anwendungsprogramm in seiner ur
sprünglichen Umgebung ausgeführt wird, überwacht das Überset
zungsverfahren die Systemaufrufe, die die Anwendung an die
ursprüngliche Umgebung über die Anwendungsprogrammschnittstel
le (Schritt 310) der ursprünglichen Umgebung richtet. Bei
spielsweise überwacht in einer bevorzugten Ausführungsform
das Übersetzungsverfahren die Befehle, die von dem Anwen
dungsprogramm an die durch "WINDOWS/NT" zur Verfügung ge
stellte Anwendungsprogrammschnittstelle gerichtet werden.
Für jeden überwachten Systemaufruf bewertet das Übersetzungs
verfahren, ob der durch den API-Aufruf dargestellte Befehl
das Windowmanagement betrifft. Ein Befehl "betrifft das Win
dowmanagement", wenn die Ergebnisse des Befehls die Positio
nierung des Anwendungsprogramm-Fensters verändert (beispiels
weise bewegt, die Größe verändert, das Anwendungsprogramm-
Fenster in einen Stapelspeicher ablegt). Somit wirkt Schritt
315 als eine Abfangeinrichtung auf hoher Ebene zwischen dem
Anwenderprogramm und dem ursprünglichen Betriebssystem.
Wenn der API-Befehl das Windowmanagement betrifft, suspen
diert das Übersetzungsverfahren vorzugsweise die Fähigkeit
des ursprünglichen Gerätetreibers (beispielsweise des
Maustreibers, des Tastaturtreibers, des Bildschirmtreibers),
den Befehl zu verarbeiten (Schritt 315, JA-Pfad und Schritt
320) aus. In einigen Fällen ist das Suspendieren der Fähig
keit des ursprünglichen Gerätetreibers, den Befehl zu verar
beiten, vorteilhaft, da es die Response-Zeit des Systems
stark vergrößert. Durch das Anhalten des ursprünglichen Bild
schirmtreibers während der Bewegung eines Fensters, zeichnet
der ursprüngliche Gerätetreiber beispielsweise das Bild des
Fensters nicht kontinuierlich nach, wenn der Benutzer das
Fenster über den Bildschirm zieht. Als Ergebnis schickt der
Bildschirmtreiber nicht kontinuierlich die BitBlts (Blöcke
von Bitmap-Daten), die das Bild des Fensters darstellen, an
die Bildschirmhardware. Konsequenterweise und insbesonders in
Systemen, in denen eine lokale Darstellung der Ausführung der
Anwendung in ihrer ursprünglichen Umgebung nicht erwünscht
ist, wird die Systemperformance aufgrund der Reduktion einer
unnötigen Datenübertragung stark verbessert. Nach Anhalten
des ursprünglichen Gerätetreibers konvertiert das Überset
zungsverfahren den Befehl in ein Format, das durch das Ziel-
GUI (Schritt 325) erkennbar ist. In einer bevorzugten Ausfüh
rungsform hält sich dieses Ziel-GUI an ein Protokoll, das als
das X-Protokoll bekannt ist. Als Konsequenz konvertiert das
Übersetzungsverfahren den API-Befehl in einen Befehl des X-
Protokolls (beispielsweise einen Befehl aus der Xlib-
Bibliothek). Wenn der Befehl konvertiert worden ist, gibt das
Übersetzungsverfahren den Befehl an das Ziel-GUI-System wei
ter (Schritt 330). In einer bevorzugten Ausführungsform wird
dieses Kommando beispielsweise an einen Windowmanager weiter
gegeben. Der Windowmanager führt dann diesen Befehl über den
X-Server aus. Als optionalen Schritt kann das Übersetzungs
verfahren den Befehl auch an das ursprüngliche GUI-System
weitergeben, so daß das Windowmanagement auf einer lokalen
ursprünglichen Anzeigeeinrichtung ausgeführt wird (Schritt
335). Ob der optionale Schritt durchgeführt wird oder nicht,
gibt das Übersetzungsverfahren den ursprünglichen Gerätetrei
ber aus seinem angehaltenen Zustand frei (Schritt 335).
Wieder Bezug nehmend auf Schritt 315 gibt das Übersetzungs
verfahren, wenn der überwachte Befehl das Windowmanagement
nicht betrifft, den Befehl an das ursprüngliche Betriebssy
stem des Anwendungsprogramms weiter (Schritt 315, NEIN-PFAD,
und Schritt 340). Nachfolgend fängt das Übersetzungsverfahren
jeden Systemaufruf auf der Gerätetreiberebene ab und be
stimmt, wann der Systemaufruf den internen Zustand des Anwen
dungsprogramm-Fensters beeinflußt (Schritt 340 und 345). So
mit arbeiten die Schritte 340 und 345 als eine Abfangeinrich
tung auf niedriger Ebene zwischen dem Anwendungsprogramm und
dem ursprünglichen Betriebssystem. Für den Fall, in dem der
Systemaufruf den internen Zustand des Anwendungsprogramm-
Fensters nicht beeinflußt, ermöglicht das Übersetzungsver
fahren, daß das Anwendungsprogramm auf herkömmliche Weise
ausgeführt wird, (Schritt 345, NEIN-PFAD, und Schritt 305).
Wenn der Systemaufruf den internen Zustand des Anwendungspro
gramms-Fensters beeinflußt, konvertiert das Übersetzungsver
fahren andererseits den Systemaufruf in einen Ziel-GUI-Aufruf
nachdem der ursprüngliche Gerätetreiber angehalten worden ist
(Schritt 345, JA-PFAD, Schritte 320 und 325). Nach dem Über
setzen des Systemaufrufs gibt das Übersetzungsverfahren den
übersetzten Aufruf an das Ziel-GUI-System weiter (Schritt
330). Das Übersetzungsverfahren gibt dann optional den Befehl
an den ursprünglichen GUI-Gerätetreiber weiter (Schritt 335).
Wiederum wird dieser optionale Schritt nur durchgeführt, wenn
eine lokale Anzeige der Ausführung des Anwendungsprogramms in
seiner ursprünglichen Umgebung erwünscht ist. Durch Wiederho
len der Verfahrensschritte 305 bis 345 ermöglicht die vorlie
gende Erfindung, daß das Anwendungsprogramm in seiner ur
sprünglichen Umgebung ausgeführt wird, während es gleichzei
tig erlaubt, daß mit der Anwendung computerfern auf einem
computerfernen Terminal oder einem Arbeitsplatz interagiert
wird. Nachdem die Verfahrensschritte einer bevorzugten Ausfüh
rungsform der vorliegenden Erfindung beschrieben worden sind,
wird nun die bevorzugte Ausführungsform mittels eines Bei
spiels erklärt.
Fig. 4 stellt die Verfahrensschritte eines Anwendungspro
gramms dar. Dieses Programm ist entwickelt, um in Verbindung
mit einem Betriebssystem ein Fenster zu erzeugen, das den
Text "Hallo" darstellt. Die Durchführung des Programms be
ginnt durch Registrieren einer Windowklasse (Fensterklasse)
mit ihrem erwünschten ursprünglichen Betriebssystem (Schritt
405). Diese Windowklasse beschreibt eine Reihe von globalen
Attributen für eine Klasse von Fenstern (Windows) (beispiels
weise eine Ikone für das Fenster, die erscheint, wenn das
Fenster minimiert wird, die Hintergrundfarbe für das Fenster
etc.). Wenn eine Klasse von Fenstern (Windows) in dem Be
triebssystem eingetragen worden ist, erzeugt das Programm ein
Fenster für die Klasse unter Verwendung eines Create Window-
API-Aufrufs (Schritt 410). Der Create-Window-API-Aufruf er
zeugt das erwünschte Fenster intern in dem Speicher des Comu
tersystems. Um das Window auf der Bildschirmanzeigeeinrich
tung darzustellen, gibt das Programm einen ShowWindow-API-
Aufruf ab (Schritt 420). Eine Verfahrensschleife, kollektiv
durch die Blöcke 430, 435, 440 und 450 dargestellt, fordert
dann das Zeichnen des Texts "Hallo" auf der Bildschirmanzei
geeinrichtung an. Die Nachrichtenschleife 430 verweist auf
den Code, der Nachrichten aus einer Nachrichtenwarteschlange,
die durch das ursprüngliche Betriebssystem zur Verfügung ge
stellt wird, extrahiert. Insbesondere fordert, wenn das Pro
gramm eine Zeichennachricht (Schritt 435, JA-PFAD) empfängt,
das Programm die Bildaufbereitung der Zeichnenfolge "Hallo"
in der Mitte des dargestellten Windows an (Schritt 440). Wenn
die empfangene Nachricht keine Zeichennachricht ist (Schritt
435, NEIN-PFAD), bestimmt das Programm andererseits, ob die
empfangene Nachricht eine Nachricht zum Beenden ist oder
nicht (Schritt 450). Wenn die empfangene Nachricht keine
Nachricht zum Beenden ist (Schritt 450, NEIN-PFAD), dann
führt das Programm eine Schleife zurück zu Schritt 430 aus
und wartet auf die nächste Nachricht. Wenn das Programm eine
Nachricht zum Beenden empfängt (Schritt 450, JA-PFAD), endet
das Programm.
Fig. 5 stellt ein Flußdiagramm der Verfahrensschritte für die
Wechselwirkung zwischen dem Anwendungsprogramm von Fig. 4 und
einem ursprünglichen Betriebssystem dar. Das ursprüngliche
Betriebssystem antwortet auf die Registrierung einer neuen
Windowklasse durch Speichern der Klassendaten für die neue
Datenklasse (Schritt 510). Durch Abspeichern dieser Daten
kann ein Window oder eine Anzahl von Windows basierend auf
den gespeicherten Klassendaten erzeugt werden. Als nächstes
antwortet das ursprüngliche Betriebssystem auf den Create-
Window-API-Aufruf durch Erzeugung einer Windowstruktur
(Schritt 520). Insbesondere erzeugt das ursprüngliche Be
triebssystem basierend auf den von dem Create-Window-API-
Aufruf übergebenen Parametern (beispielsweise dem Windowstil,
der Windowüberschrift, der anfänglichen Positionierung etc.)
eine Windowstruktur und gibt dem Anwendungsprogramm eine
Handhabe für die erzeugte Windowstruktur zurück. Nachdem die
Windowstruktur erzeugt ist, stellt das ursprüngliche Betriebs
system als Antwort auf den ShowWindow-API-Aufruf (Schritt
530) das Window auf der Bildschirmanzeigeeinrichtung des Com
putersystems dar. Kurz gesagt, schafft das ursprüngliche Be
triebssystem dies durch Empfangen der Handhabe als Eingabepa
rameter von dem Anwendungsprogramm, wobei die Handhabe das
Window kennzeichnet, das das Anwendungsprogramm darstellen
will. Das ursprüngliche Betriebssystem empfängt ebenfalls ei
nen Eingabebefehl, der anzeigt, ob das Window in normalem
oder minimiertem Format dargestellt werden soll. Nachdem das
ursprüngliche Betriebssystem das Window dargestellt hat, be
ginnt das Anwendungsprogramm, Nachrichten von der Nachrich
tenwarteschlange über die vorher beschriebene Verfahrens
schleife (Schritte 410-450 in Fig. 4) einzugeben. Das ur
sprüngliche Betriebssystem stellt eine Default-Windowprozedur
(Schritt 540 in Fig. 5) zur Verfügung, die alle Nachrichten,
die das Anwendungsprogramm selbst nicht verarbeitet (d. h.,
alle Nachrichten mit Ausnahme der Nachrichten zum Zeichnen
und Beenden) bearbeitet. Wie vorher beschrieben, gibt das An
wendungsprogramm, wenn es eine Zeichennachricht empfängt, ei
nen Befehl zum Zeichnen von "Hallo" an das ursprüngliche Be
triebssystem. Das ursprüngliche Betriebssystem antwortet auf
diesen Befehl durch Aufruf des Bildschirmanzeigeeinrich
tungstreibers (Schritt 550). Der Bildschirmanzeigeeinrich
tungstreiber seinerseits gibt den Text an die Bildschirman
zeigeeinrichtung ab (Schritt 560). Auf die oben beschriebene
Weise wechselwirkt das ursprüngliche Betriebssystem mit dem
Anwendungsprogramm, so daß ein lokales Window dargestellt
wird.
Fig. 6 stellt ein Flußdiagramm der Verfahrensschritte für ein
Beispiel gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorlie
genden Erfindung dar. Dieses Beispiel illustriert, wie eine
bevorzugte Ausführungsform für eine computerferne Interaktion
in einer nicht-ursprünglichen Umgebung mit einer Ausführung
einer Anwendung in der ursprünglichen Umgebung sorgt. Wie in
dem Flußdiagramm gesehen werden kann, erlaubt die bevorzugte
Ausführungsform, daß Systemaufrufe, die nicht mit dem Windo
wmanagement in Beziehung stehen (beispielsweise das Regi
strieren der Windowklasse) direkt an das ursprüngliche Be
triebssystem gegeben werden. Wenn allerdings ein API-Aufruf
mit dem Windowmanagement in Beziehung steht (beispielsweise
das Erzeugen von Fenstern, das Darstellen von Fenstern),
fängt das Übersetzungsverfahren den API-Aufruf ab, bevor es
den Aufruf zu dem ursprünglichen Betriebssystem weitergibt
(Schritte 610 und 620). In dem Fall, in dem API CreateWindow
aufruft, ruft die bevorzugte Ausführungsform entweder XGet-
Geometry oder XGetWindow-Attribute auf, um die Dimensionen
der computerfernen Server-Anzeigeeinrichtung zu bestimmen.
Wenn die Dimensionen der computerfernen Serveranzeigeeinrich
tung bekannt sind, ruft das Übersetzungsverfahren die Xlib-
Funktion XCreateWindow, um ein computerfern dargestelltes Win
dow in einer X-Umgebung zu erzeugen. In ähnlicher Weise
stellt das Übersetzungsverfahren, wenn das Anwendungsprogramm
einen ShowWindow-API-Aufruf ausgibt, ein entsprechendes X-
Window (Schritt 620) dar, bevor es den ShowWindow-API-Aufruf
an das ursprüngliche Betriebssystem leitet. Somit stellen die
Beispiele in Fig. 6, Schritte 610 und 620, die abgefangene
Meldung auf höherer Ebene, die im Zusammenhang mit Schritt
315 in Fig. 3 diskutiert wurde, dar. Analog stellen die
Schritte 630 und 640 in Fig. 6 die abgefangene Meldung auf
niedriger Ebene, die in bezug auf Schritt 345 in Fig. 3 dis
kutiert wurde, dar. Insbesondere fängt das Übersetzungsver
fahren die Aufrufe des Anwendungsprogramms an den Bildschir
manzeigeeinrichtungstreiber ab (Schritt 630). Wie oben erläu
tert, behandelt der Bildschirmtreiber keine Konstruktionen
auf hoher Ebene, wie beispielsweise Fenster. Als ein Ergebnis
muß das Übersetzungsverfahren zuerst das entsprechende X-
Window bestimmen, für das der Aufruf zum Bildschirmtreiber
ausgeführt wurde. Diese Bestimmung kann durch eine Anzahl von
Wegen durchgeführt werden. Beispielsweise kann diese Bestim
mung dadurch durchgeführt werden, daß die Datenstruktur, die
die interne Windowzustandsinformation für alle X-Windows, die
derzeitig existieren, enthalten, aufrechterhalten und bewer
ten. In diesem Szenario bestimmt das Übersetzungsverfahren
die Bildschirmkoordinaten, auf die durch den Bildschirmtrei
ber Bezug genommen wird. Das Übersetzungsverfahren kann dann
auf diese Koordinaten querverweisen, um eine Handhabe für die
Windowstruktur, die diese Koordinaten besitzt, zu erhalten.
Auf diese Handhabe kann dann seinerseits querverwiesen wer
den, um das entsprechende X-Window zu bestimmen. Nachdem das
erwünschte X-Window bestimmt ist, übersetzt das Übersetzungs
verfahren die Bildverarbeitungsanfragen in X-Aufrufe und sen
det diese Aufrufe zum computerfernen X-Server. Auf diese Wei
se wird die computerferne Anzeigeeinrichtung schnell und ef
fizient aktualisiert. Schließlich gibt das Übersetzungsverfah
ren optional den Bildschirmanzeigetreiberaufruf an den loka
len Bildschirmtreiber, falls erwünscht. Dieser Schritt ist
nur notwendig, wenn eine lokale Bildaufbereitung erwünscht
ist.
Wie in dieser bevorzugten Ausführungsform erklärt, ermöglicht
die vorliegende Erfindung, daß mit Anwendungsprogrammen, die
unter dem "WINDOWS/NT"-Betriebssystem ausgeführt werden, com
puterfern über das X-Client/Server-Windowsystem wechselge
wirkt wird. Eine besonders vorteilhafte Anwendung der bevor
zugten Ausführungsform betrifft das Gebiet der Medizintech
nik. Insbesondere liegt eine bevorzugte Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung in der Multi-Disclosure Review Stati
on, hergestellt durch SpaceLabs, Incorporated, die einen me
dizinischen Monitor als X-Server verwendet. Dieser speziali
sierte X-Server bereitet die kritischen Daten des Patienten
(beispielsweise eine Herzwellenform) auf einem begleitenden
X-Terminal zum Bild auf. Mit der vorliegenden Erfindung kann
der Arzt nicht nur die Herzwellenform eines Patienten auf
diesem Terminal ansehen, sondern der Arzt kann auch auf An
wendungsprogramme, die für das "WINDOWS/NT" -Betriebssystem
geschrieben sind, zugreifen. Als Ergebnis wird die Arbeit des
Arztes stark vereinfacht. Beispielsweise kann eine Anwendung,
wie z. B. "MICROSOFT EXCEL" verwendet werden, um eine Daten
bank der Krankengeschichte des Patienten zu erstellen und zu
aktualisieren. Somit erlaubt die vorliegende Erfindung, daß
der Arzt die aktualisierte Krankengeschichte des Patienten
abruft, während er simultan die Herzwellenform des Patienten
ansieht. Da die vorliegende Erfindung gleichzeitigen Zugriff
zu momentanen und vorangegangenen medizinischen Bedingungen
schafft, kann der Arzt schnell und leicht alle Information
erhalten, die notwendig ist, um den Patienten über ein ein
zelnes Terminal zu behandeln. Auf diese Weise kann der Arzt
effizienter arbeiten.
Die oben gelieferte, detaillierte Diskussion stellt bevorzug
te Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung dar. Diese
Diskussion ermöglicht es dem Fachmann, verschiedene Modifika
tionen dieser Ausführungsform durchzuführen, die nicht von
dem Umfang der Erfindung abweichen. Beispielsweise wird, ob
wohl eine bevorzugte Ausführungsform unter Bezugnahme auf das
"WINDOWS/NT" -Betriebssystem beschrieben wurde, der Fachmann
erkennen, daß das hierin offenbarte erfinderische Konzept
nicht auf irgendein spezielles Betriebssystem beschränkt ist.
In ähnlicher Weise wird der Fachmann, obwohl die bevorzugte
Ausführungsform unter Bezugnahme auf das X-Protokoll be
schrieben wurde, erkennen, daß die hierin offenbarten erfin
derischen Konzepte nicht auf das Protokoll irgendeiner be
stimmten, computerfernen grafischen Benutzeroberfläche be
schränkt sind. Demgemäß berücksichtigt die vorliegende Erfin
dung alle derartigen Modifikationen, die sich auf die ange
fügten Ansprüche und Äquivalente derselben lesen.
Claims (10)
1. Ein Verfahren, um eine Anwendung als X-Client auszufüh
ren, so daß ermöglicht wird, die Anwendung mit einem X-
Windowsmanager darzustellen, wobei das Verfahren die
Schritte aufweist:
Starten einer "WINDOWS/NT "-Sitzung;
Aufrufen einer Anwendung aus der "WINDOWS/NT"-Sitzung;
Überwachen der Ausgabenachrichten, die von der Anwendung gesendet werden;
Bestimmen, wann eine der überwachten Ausgabenachrichten ein Befehl einer grafischen Benutzeroberfläche ist; und,
wenn die überwachte Ausgabenachricht ein Befehl einer grafischen Benutzeroberfläche ist, Suspendieren eines "WINDOWS/NT"-Gerätetreibers vom Handeln auf den Befehl hin, Handelnlassen eines X-Windowsmanager-Programms auf den Befehl hin, und Informieren des "WINDOWS/NT"- Gerätetreibers über das Ergebnis des Befehls, auf den durch das X-Windowsmanager-Programm hin gehandelt worden ist.
Starten einer "WINDOWS/NT "-Sitzung;
Aufrufen einer Anwendung aus der "WINDOWS/NT"-Sitzung;
Überwachen der Ausgabenachrichten, die von der Anwendung gesendet werden;
Bestimmen, wann eine der überwachten Ausgabenachrichten ein Befehl einer grafischen Benutzeroberfläche ist; und,
wenn die überwachte Ausgabenachricht ein Befehl einer grafischen Benutzeroberfläche ist, Suspendieren eines "WINDOWS/NT"-Gerätetreibers vom Handeln auf den Befehl hin, Handelnlassen eines X-Windowsmanager-Programms auf den Befehl hin, und Informieren des "WINDOWS/NT"- Gerätetreibers über das Ergebnis des Befehls, auf den durch das X-Windowsmanager-Programm hin gehandelt worden ist.
2. Das Verfahren nach Anspruch 1, weiter umfassend den
Schritt:
Konvertieren des Befehls von einem "WINDOWS/NT" -Format in ein Format, das durch einen X-Server interpretierbar ist, so daß dem X-Server ermöglicht wird, auf den Befehl hin zu handeln.
Konvertieren des Befehls von einem "WINDOWS/NT" -Format in ein Format, das durch einen X-Server interpretierbar ist, so daß dem X-Server ermöglicht wird, auf den Befehl hin zu handeln.
3. Ein Verfahren zum Bereitstellen eines computerfernen Zu
griffs auf ein Anwendungsprogramm, das unter einem ur
sprünglichen Betriebssystem ausgeführt wird, in welchem
das ursprüngliche Betriebssystem eine Anwendungsschnitt
stelle zur Verfügung stellt, um Befehle vom Anwendungs
programm zu empfangen, und in welchem das Betriebssystem
eine ursprüngliche grafische Benutzeroberfläche zur Ver
fügung stellt, wobei das Verfahren die Schritte aufweist:
Überwachen einer Nachricht, die vom Anwendungsprogramm an die Anwendungsschnittstelle ausgegeben wird;
Abfangen der überwachten Nachricht, wenn die Nachricht eine Operation ist, die die ursprüngliche grafische Be nutzeroberfläche beeinflußt; und
Umleiten der abgefangenen Nachricht auf einen nicht- ursprünglichen grafischen Benutzeroberflächenmanager, so daß dem nicht-ursprünglichen grafischen Benutzeroberflä chenmanager ermöglicht wird, die Operation der überwach ten Nachricht durchzuführen.
Überwachen einer Nachricht, die vom Anwendungsprogramm an die Anwendungsschnittstelle ausgegeben wird;
Abfangen der überwachten Nachricht, wenn die Nachricht eine Operation ist, die die ursprüngliche grafische Be nutzeroberfläche beeinflußt; und
Umleiten der abgefangenen Nachricht auf einen nicht- ursprünglichen grafischen Benutzeroberflächenmanager, so daß dem nicht-ursprünglichen grafischen Benutzeroberflä chenmanager ermöglicht wird, die Operation der überwach ten Nachricht durchzuführen.
4. Das Verfahren nach Anspruch 3, weiter umfassend den
Schritt:
Informieren des ursprünglichen Betriebssystems über die Ergebnisse der abgefangenen Nachricht.
Informieren des ursprünglichen Betriebssystems über die Ergebnisse der abgefangenen Nachricht.
5. Ein Verfahren zum Bereitstellen einer computerfernen An
zeige und Interaktion mit einem Anwendungsprogramm, das
auf einer lokalen Maschine ausgeführt wird, wobei die lo
kale Maschine die Anwendung in einer Umgebung eines ur
sprünglichen Betriebssystems ausführt, in welchem das ur
sprüngliche Betriebssystem eine lokale Anwendungsschnitt
stelle, um Befehle vom Anwendungsprogramm zu empfangen,
und eine lokale grafische Benutzeroberfläche zur Verfü
gung stellt, wobei das Verfahren die Schritte aufweist:
Erkennen eines Befehls, der vom Anwendungsprogramm an die Anwendungsschnittstelle ausgegeben wird; und
Konvertieren der erkannten Nachricht von einem Format für die lokale grafische Benutzeroberfläche in ein Format für eine computerferne grafische Benutzeroberfläche, so daß die erkannte Nachricht durch eine computerferne grafische Benutzeroberfläche interpretiert werden kann.
Erkennen eines Befehls, der vom Anwendungsprogramm an die Anwendungsschnittstelle ausgegeben wird; und
Konvertieren der erkannten Nachricht von einem Format für die lokale grafische Benutzeroberfläche in ein Format für eine computerferne grafische Benutzeroberfläche, so daß die erkannte Nachricht durch eine computerferne grafische Benutzeroberfläche interpretiert werden kann.
6. Ein Verfahren zum Bereitstellen einer computerfernen Be
nutzerinteraktion mit einem Anwendungsprogramm, das in
seiner ursprünglichen Umgebung auf einer Hauptmaschine
ausgeführt wird, wobei die ursprüngliche Umgebung eine
lokale grafische Benutzeroberfläche zur Verfügung stellt,
die eine lokale Benutzerinteraktion mit dem Anwendungs
programm erlaubt, wobei das Verfahren die Schritte auf
weist:
Bestimmen, wann das Anwendungsprogramm einen Befehl an die lokale grafische Benutzeroberfläche gesendet hat;
Suspendieren der Fähigkeit der ursprünglichen Umgebung, den bestimmten Befehl zu verarbeiten; und
Konvertieren des bestimmten Befehls in ein Protokoll, das von einer computerfernen grafischen Oberfläche erkennbar ist.
Bestimmen, wann das Anwendungsprogramm einen Befehl an die lokale grafische Benutzeroberfläche gesendet hat;
Suspendieren der Fähigkeit der ursprünglichen Umgebung, den bestimmten Befehl zu verarbeiten; und
Konvertieren des bestimmten Befehls in ein Protokoll, das von einer computerfernen grafischen Oberfläche erkennbar ist.
7. Eine Vorrichtung, die es erlaubt, ein Anwendungsprogramm
wie einen computerfernen X-Clienten zu behandeln, während
das Anwendungsprogramm in einer Nicht-Unix-Umgebung ab
läuft, wobei die Vorrichtung aufweist:
eine Überwachungseinrichtung, die bestimmt, wann das An wendungsprogramm einen Befehl an eine lokale grafische Benutzeroberfläche gesendet hat, wobei die lokale grafi sche Benutzeroberfläche durch die Nicht-Unix-Umgebung zur Verfügung gestellt wird;
eine Deaktivierungseinrichtung, die die Fähigkeit der Nicht-Unix-Umgebung, den bestimmten Befehl zu verarbei ten, deaktiviert; und
eine Modifiziereinrichtung, die den bestimmten Befehl in ein Protokoll, das von einer computerfernen grafischen Oberfläche erkennbar ist, konvertiert.
eine Überwachungseinrichtung, die bestimmt, wann das An wendungsprogramm einen Befehl an eine lokale grafische Benutzeroberfläche gesendet hat, wobei die lokale grafi sche Benutzeroberfläche durch die Nicht-Unix-Umgebung zur Verfügung gestellt wird;
eine Deaktivierungseinrichtung, die die Fähigkeit der Nicht-Unix-Umgebung, den bestimmten Befehl zu verarbei ten, deaktiviert; und
eine Modifiziereinrichtung, die den bestimmten Befehl in ein Protokoll, das von einer computerfernen grafischen Oberfläche erkennbar ist, konvertiert.
8. Ein Verfahren, das es erlaubt, eine Windows- oder
"WINDOWS/NT"-Anwendung, zusätzlich zu ihrer Ausführung
als X-Client, in ihrer ursprünglichen Umgebung auszufüh
ren, so daß ermöglicht wird, die Anwendung auf einem com
puterfernen X-Terminal darzustellen, wobei das Verfahren
die Schritte aufweist:
computerfernes Starten einer Windows- oder "WINDOWS/NT"- Anwendung;
Überwachen von System-Aufrufen und Anzeigeeinrichtungs treiber-Aufrufen, die von der Windows- oder der "WINDOWS/NT" -Anwendung ausgeführt werden;
Bestimmen, wann einer der überwachten System-Aufrufe ein mit einer grafischen Benutzeroberfläche zusammenhängender Befehl ist;
Bestimmen, wann eine Bildschirm-Bildaufbereitung für ein Fenster, das der Windows- oder der "WINDOWS/NT"-Anwendung zugeordnet ist, bestimmt ist; und,
jedesmal wenn überwachte System-Aufrufe Befehle einer grafischen Benutzeroberfläche sind und jedesmal wenn eine Anzeigeneinrichtungstreiber-Bildaufbereitung auf ein Fen ster, das dem Windows- oder dem "WINDOWS/NT"-Anwendungs programm zugeordnet ist, abzielt, Ausführen geeigneter X- System-Aufrufe, um die beabsichtigte Wirkung auf dem com puterfernen X-Terminal zu erzielen, und dann Zulassen, daß ein Betriebssystem der ursprünglichen Umgebung den Aufruf verarbeitet.
computerfernes Starten einer Windows- oder "WINDOWS/NT"- Anwendung;
Überwachen von System-Aufrufen und Anzeigeeinrichtungs treiber-Aufrufen, die von der Windows- oder der "WINDOWS/NT" -Anwendung ausgeführt werden;
Bestimmen, wann einer der überwachten System-Aufrufe ein mit einer grafischen Benutzeroberfläche zusammenhängender Befehl ist;
Bestimmen, wann eine Bildschirm-Bildaufbereitung für ein Fenster, das der Windows- oder der "WINDOWS/NT"-Anwendung zugeordnet ist, bestimmt ist; und,
jedesmal wenn überwachte System-Aufrufe Befehle einer grafischen Benutzeroberfläche sind und jedesmal wenn eine Anzeigeneinrichtungstreiber-Bildaufbereitung auf ein Fen ster, das dem Windows- oder dem "WINDOWS/NT"-Anwendungs programm zugeordnet ist, abzielt, Ausführen geeigneter X- System-Aufrufe, um die beabsichtigte Wirkung auf dem com puterfernen X-Terminal zu erzielen, und dann Zulassen, daß ein Betriebssystem der ursprünglichen Umgebung den Aufruf verarbeitet.
9. Ein Verfahren zur Laufzeitübersetzung von einem ersten
grafischen Betriebssystem in ein zweites grafisches Be
triebssystem, in welchem das erste grafische Betriebssy
stem keine computerferne Darstellung von Anwendungspro
grammen vorsieht und in welchem das zweite grafische Be
triebssystem eine computerferne Darstellung von Anwen
dungsprogrammen vorsieht, wobei das Verfahren die Schrit
te aufweist:
Überwachen von System-Aufrufen und Anzeigeinrichtungs treiber-Aufrufen, die von einem Anwendungsprogramm, das unter dem ersten grafischen Betriebssystem ausgeführt wird, durchgeführt werden;
Bestimmen, wann einer der überwachten System-Aufrufe ein mit einer grafischen Benutzeroberfläche zusammenhängender Befehl ist;
Bestimmen, wann eine Bildschirm-Bildaufbereitung auf ein Fenster abzielt, das dem Anwendungsprogramm, das unter dem ersten grafischen Betriebssystem ausgeführt wird, zu geordnet ist, und,
jedesmal wenn überwachte System-Aufrufe Befehle einer grafischen Benutzeroberfläche sind und jedesmal wenn eine Anzeigeneinrichtungstreiber-Bildaufbereitung auf ein Fen ster abzielt, das dem Anwendungsprogramm, das unter dem ersten grafischen Betriebssystem ausgeführt wird, zuge ordnet ist, Ausführen geeigneter Befehle in dem zweiten grafischen Betriebssystem, um die beabsichtigte Wirkung auf einer computerfernen Anzeigeeinrichtung, die vom zweiten grafischen Betriebssystem gesteuert wird, zu er zielen, und dann Zulassen, daß das erste grafische Be triebssystem den Aufruf verarbeitet.
Überwachen von System-Aufrufen und Anzeigeinrichtungs treiber-Aufrufen, die von einem Anwendungsprogramm, das unter dem ersten grafischen Betriebssystem ausgeführt wird, durchgeführt werden;
Bestimmen, wann einer der überwachten System-Aufrufe ein mit einer grafischen Benutzeroberfläche zusammenhängender Befehl ist;
Bestimmen, wann eine Bildschirm-Bildaufbereitung auf ein Fenster abzielt, das dem Anwendungsprogramm, das unter dem ersten grafischen Betriebssystem ausgeführt wird, zu geordnet ist, und,
jedesmal wenn überwachte System-Aufrufe Befehle einer grafischen Benutzeroberfläche sind und jedesmal wenn eine Anzeigeneinrichtungstreiber-Bildaufbereitung auf ein Fen ster abzielt, das dem Anwendungsprogramm, das unter dem ersten grafischen Betriebssystem ausgeführt wird, zuge ordnet ist, Ausführen geeigneter Befehle in dem zweiten grafischen Betriebssystem, um die beabsichtigte Wirkung auf einer computerfernen Anzeigeeinrichtung, die vom zweiten grafischen Betriebssystem gesteuert wird, zu er zielen, und dann Zulassen, daß das erste grafische Be triebssystem den Aufruf verarbeitet.
10. Ein Verfahren zum Übersetzen von Befehlen eines Anwen
dungsprogramms aus einem ersten grafischen Betriebssystem
in ein zweites grafisches Betriebssystem, wobei das An
wendungsprogramm in der ersten grafischen Umgebung ausge
führt wird, in welchem das erste grafische Betriebssystem
keine computerferne Darstellung des Anwendungsprogramms
vorsieht und in welchem das zweite grafische Betriebssy
stem eine computerferne Darstellung des Anwendungspro
gramms vorsieht, wobei das Verfahren die Schritte auf
weist:
Überwachen von Gerätetreiber-Aufrufen, die durch das An wendungsprogramm ausgeführt werden;
Bestimmen, wann einer der überwachten Gerätetreiber- Aufrufe auf ein Fenster, das dem Anwendungsprogramm zuge ordnet ist, abzielt, und,
jedesmal wenn einer der überwachten Gerätetreiber-Aufrufe auf ein Fenster, das dem Anwendungsprogramm zugeordnet ist, abzielt, Ausgeben geeigneter Befehle in dem zweiten grafischen Betriebssystem, um die beabsichtigte Wirkung auf einer computerfernen Anzeigeeinrichtung, die vom zweiten grafischen Betriebssystem gesteuert wird, zu er zielen.
Überwachen von Gerätetreiber-Aufrufen, die durch das An wendungsprogramm ausgeführt werden;
Bestimmen, wann einer der überwachten Gerätetreiber- Aufrufe auf ein Fenster, das dem Anwendungsprogramm zuge ordnet ist, abzielt, und,
jedesmal wenn einer der überwachten Gerätetreiber-Aufrufe auf ein Fenster, das dem Anwendungsprogramm zugeordnet ist, abzielt, Ausgeben geeigneter Befehle in dem zweiten grafischen Betriebssystem, um die beabsichtigte Wirkung auf einer computerfernen Anzeigeeinrichtung, die vom zweiten grafischen Betriebssystem gesteuert wird, zu er zielen.
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