DE19520231A1 - Torantrieb für ein Garagentor - Google Patents
Torantrieb für ein GaragentorInfo
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- E05Y2900/10—Application of doors, windows, wings or fittings thereof for buildings or parts thereof
- E05Y2900/106—Application of doors, windows, wings or fittings thereof for buildings or parts thereof for garages
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- Power-Operated Mechanisms For Wings (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft einen Torantrieb für ein Garagentor,
insbesondere in Form eines Schwing-, Seiten-Sektional-, Decken-
Sektional- oder Schiebetors mit wenigstens einer rechtwinklig
zur Torblattoberkante, etwa bodenparallel verlaufenden ortsfest
abzustützenden Führungsschiene, einem auf diesem verschieb
lichen Führungsschlitten, einem längs der Führungsschiene
wirkenden, von einem Antriebsmotor antreibbaren Antriebsele
ment, mit dem der Führungsschlitten zum Öffnen und Schließen
des Torblatts auf der Führungsschiene zwischen einer Schließ
endstellung und einer Öffnungsendstellung hin- und herbewegbar
ist, und einer am Führungsschlitten und am Torblatt angelenkten
Schub-/Zugstange, mit der das Torblatt aus einer Schließstellung
in die Öffnungsstellung und umgekehrt antreibbar ist.
Das vom Antriebsmotor angetriebene Antriebselement kann ein
umlaufendes Seil, Band, Riemen oder Kette sein. Es kommen auch
Gewindespindel- oder Zahnstangenantriebe in Frage. Die Führungs
schiene läßt sich als Einzelrohr, Doppelrohr, U- oder C-Profil
oder sonstiger geeigneter Weise ausbilden.
Als Antriebsmotoren werden bei Garagentoren und vergleichbar
großen Toren bevorzugt wohlfeile Getriebemotoren eingesetzt.
Einige Antriebsmotoren oder -aggregate sind nicht selbsthemmend,
so daß es unter Umständen möglich ist, ein nicht-verriegeltes
Tor gegen den Antrieb wenigstens teilweise zu öffnen.
Der Erfindung liegt das technische Problem zugrunde, den
eingangs genannten Torantrieb dahingehend fortzuentwickeln, daß
das Torblatt in der Schließstellung auch ohne besonderen
Schließmechanismus sicher gehalten ist, wenn der Antriebsmotor
bzw. das Antriebsaggregat nicht selbsthemmend ist oder keine
Zusatzeinrichtungen, welche das Tor in der Schließstellung
festhalten, vorgesehen sind.
Ein dieses technische Problem lösender Torantrieb ist mit
seinen Ausgestaltungen in den Patentansprüchen gekennzeichnet.
Er sieht vor, daß das auf der Führungsschiene im Bereich der
Schließendstellung des Führungsschlittens ein Anschlag-Stell
ring festlegbar ist, daß die Schub-/Zugstange am Führungs
schlitten mittels einer Stift-Langlochverbindung angelenkt ist,
bei der im Betriebszustand das Langloch mit dem torblatt
seitigem Ende der Führungsschiene einen spitzen Winkel α um
schließt, und daß auf der Schub-/Zugstange eine zur Führungs
schiene vorstehende Sperrplatte vorgesehen ist, die eine in der
Schließendstellung des Führungsschlittens mit dem Stellring in
Einriff kommende Ausklinkung aufweist.
Aufgrund der Stift-Langloch-Anlenkung der Schub-/Zugstange am
Führungsschlitten wird die Schub-/Zugstange bei Erreichen der
Schließendstellung zunächst vom Stellring von der Führungs
schiene weg und gleich anschließend wieder zu ihr hin gedrängt,
wodurch die Ausklinkung der Sperrplatte mit dem Stellring in
formschlüssigen Eingriff kommt. Beim Versuch des Aufdrückens
des Torblatts wird die Schub-/Zugstange nur fester gegen den
Stellring gedrückt, weshalb das Torblatt nicht geöffnet werden
kann. Auf den Torantrieb wirkt keine Kraft durch die der
Führungsschlitten zurückgedrängt werden könnte. Wird jedoch der
Führungsschlitten zum Öffnen des Tors zurückbewegt, so gleitet
der Anlenkstift im Längsloch in die gegenüberliegende, torblatt
ferne Stellung und schwenkt dadurch die Schub-/Zugstange von
der Führungsschiene weg, so daß die Ausklinkung der Sperrplatte
vom Stellring freikommt. Das Torblatt kann ungehindert in die
Öffnungsstellung bewegt werden.
Zweckmäßigerweise sind sowohl die Sperrplatte gegenüber der
Schub-/Zugstange in Längs- und/oder Querrichtung und der
Stellring gegenüber der Führungsschiene in ihrer Lage einstell
bar, um die erwünschte Arretierung der Schließstellung einwand
frei zu erreichen. Ferner hat es sich als zweckmäßig erwiesen,
auf der Führungsschiene zwischen dem Führungsschlitten und dem
Stellring eine Druckfeder vorzusehen. Sie übernimmt bei einer
Handentriegelung die Aufgabe, den Führungsschlitten zurückzu
drängen, wodurch die Schub-/Zugstange auch in diesem Falle
zwangsweise von der Führungsschiene weggeschwenkt wird, was die
Arretierung löst. Gleiches ließe sich dadurch erreichen, daß
bei einem Über-Kopftor, z. B. einem Schwingtor oder einem
Decken-Sektionaltor, die Schub-/Zugstange mit einem Gewicht
versehen oder besonders schwer ausgebildet wird, so daß sich
die Schubstange bei einer Handentriegelung unter ihrem Gewicht
nach unten von der Sperrplatte wegbewegt. Nun kann eine Öffnung
des Tores von Hand, wie dies Vorschrift ist, erfolgen.
Zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung sind anhand einer
Zeichnung näher erläutert, in der zeigt:
Fig. 1 den vorderen Teil des Torantriebs im Bereich des Tor
sturzes eines Schwingtors in einer Seitenansicht, und
Fig. 2 den gleichen vorderen Teil einer abgewandelten Aus
führungsform in gleicher Seitenansicht.
Der Antriebsmotor bzw. das Antriebsaggregat des Torantriebs
eines Schwingtors sind in den Fig. 1 und 2 nicht näher darge
stellt, da derartige Antriebe an sich bekannt sind, beispiels
weise aus den US-Patentschriften 2,883,182 und 3,722,141 oder
den deutschen Gebrauchsmustern 70 21 874 und 83 01 192. Eben
falls ist die eventuell erforderliche Notentriegelung für das
Tor, die bei bestimmten Torschlössern möglich ist, nicht dar
gestellt. Auch sie ist in vielfältigen Ausführungsformen bei
Torantrieben mit einer Schub-/Zugstange bekannt.
Der Torantrieb weist eine Führungsschiene 1 auf, die boden
parallel am rückwärtigen Ende unter der Decke und am vorderen
Ende oberhalb eines Torsturzes 16 befestigt ist. Auf ihr ist
ein Führungsschlitten 2 zwischen einer in den Fig. 1 und 2 dar
gestellten vorderen Schließendstellung und einer nicht darge
stellten Öffnungsendstellung hin- und herbewegbar. Das Garagen
tor ist als Schwingtor ausgebildet, dessen Torblatt 12 seitlich
der Toröffnung mittels eines Hebelgestänges in bekannter Weise
gelagert ist (deutsches Gebrauchsmuster 70 21 874). Mit einem
oberen Torblattrahmenprofil 15 kommt dieses am Torsturz 16 in
der Schließstellung zur Anlage, wobei hier besondere Anschläge,
Dichtungen oder dergleichen vorgesehen sein können.
Das Torblatt 12 ist mit dem Führungsschlitten 2 mittels einer
Schub-/Zugstange 5 verbunden. Sie ist torblattseitig in einem
Lagerbock 13 auf einem Gelenkbolzen 14 und führungsschlitten
seitig in einem Zapfenlager 6 gelagert, das zwischen seinen
Backen einen Anlenkstift 7 aufnimmt, der durch ein Langloch 17
der Schub-/Zugstange 5 reicht. Das Langloch ist gegenüber der
Führungsschiene 1 schräg nach unten geneigt und bildet mit dem
torblattseitigem Ende der Führungsschiene 1 einen spitzen
Winkel α.
Auf der Führungsschiene 1 befindet sich in der dargestellten
Stellung ein Anschlag-Stellring 3, der durch wenigstens eine
Stellschraube 4 fest in einer bestimmten, der Schließstellung
des Tores zugeordneten Stellung arretierbar ist. Auf der Schub-/
Zugstange 5 ist eine Sperrplatte 8 als Sperrklinke mittels
Schrauben 9 und 11 festgeklemmt. Die Schraube 11 reicht durch
ein Rundloch, um das die Sperrplatte 8 schwenkbar ist. Dement
sprechend reicht die Schraube 9 durch ein um die Klemmschraube
11 bogenförmiges Langloch 11 und ist in die Schub-/Zugstange
eingeschraubt.
Die Sperrplatte 8 hat an der dem Führungsschlitten 2 zugewand
ten Ecke der Oberkante 19 eine zur Führungsschiene und zu dem
Stellring weisende Ausklinkung 18, mit welcher sie in der
Schließstellung des Torblatts mit dem Stellring 3 in Eingriff
kommt und verrastet. Das Torblatt ist dann über die Schub-/
Zugstange und die Sperrplatte an der Führungsschiene über dem
Stellring praktisch unverrückbar abgestützt.
Wird das Tor geöffnet, bewegt sich der Führungsschlitten 2 nach
links. Bevor sich das Torblatt 12 in Bewegung setzt, gleitet
der Anlenkstift 7 im Langloch 17 aufgrund der Massenträgheit
des Torblatts bis zu dessen Ende nach oben und nimmt dann die
Schubstange 5 mit. Durch diese Bewegung wandert die Ausklinkung
18 vom Stellring 3 so weit ab, daß der eigentliche Öffnungs
prozeß des Torblatts beginnen kann.
Während des Schließvorgangs versucht der Anlenkstift 7 des
Führungsschlittens die Schub-/Zugstange nach oben zu drängen
und nimmt dabei die Sperrplatte 8 in die dargestellte Lage mit.
In der letzten Schließphase berührt die Oberkante 19 der Sperr
platte 8 den Stellring, wodurch sie für einen kurzen Moment so
weit nach unten gedrückt wird, daß der Schließprozeß nicht
unterbrochen wird. Am Ende des Stellrings 3 schnappt die Sperr
platte 8 dann nach oben in die dargestellte Stellung. Der
Schließprozeß des Tores ist nach wenigen Millimetern Weg been
det, in der die Ausklinkung 18 in der dargestellten Stellung am
Stellring 3 anliegt. In dieser Stellung ist die Schub-/Zug
stange und damit das Torblatt fest verriegelt, auch bei einem
Antrieb, bei dem das Getriebe nicht selbsthemmend ist.
Beim Zuschieben des Torblatts stehen der Führungsschlitten 2,
die Schub-/Zugstange 5 und das Torblatt 12 immer unter einer
leichten Druckspannung.
Bei einer Notentriegelung durch das Schloß, z. B. bei einem
Stromausfall, löst sich diese Spannung. Der Führungsschlitten
wird um 1 bis 2 cm nach links in Richtung zur Öffnungsend
stellung wandern, wodurch sich die Ausklinkung 18 vom Stellring
3 so weit entfernt, daß das Tor von Hand geöffnet werden kann.
Bei der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform ist zwischen
dem Führungsschlitten 2 und dem Stellring 3 auf der Führungs
schiene 1 eine Druckfeder 20 vorgesehen. Sie hat die Aufgabe,
den Führungsschlitten 2 bei Handentriegelung sofort nach links
zu schieben, wodurch die Schubstange 5 zwangsweise nach unten
wandert und die Arretierung löst. Gleiches läßt sich auch ohne
Feder bei Gewichtsbelastung der Schub-/Zugstange erreichen. Das
Langloch 17 könnte grundsätzlich durch ein großes Loch mit
einem Durchmesser, der der Länge des Langlochs 17 entspricht,
ersetzt sein, wenn auch die Langlochausführung eine bessere
Führung beim Öffnen und Schließen gewährleistet.
Claims (6)
1. Torantrieb für ein Garagentor, insbesondere Schwing-,
Seiten-Sektional-, Decken-Sektional- oder Schiebetor, mit
wenigstens einer rechtwinklig zur Torblattoberkante, etwa
bodenparallel verlaufenden ortsfest abzustützenden Führungs
schiene (1),
einem auf diesem verschieblichen Führungsschlitten (2),
einem längs der Führungsschiene wirkenden, von einem Antriebs motor antreibbaren Antriebselement, mit dem der Führungs schlitten zum Öffnen und Schließen des Torblatts (12) auf der Führungsschiene zwischen einer Schließendstellung und einer Öffnungsendstellung hin- und herbewegbar ist, und
einer am Führungsschlitten und am Torblatt angelenkten Schub-/ Zugstange, mit der das Torblatt aus einer Schließstellung in die Öffnungsstellung und umgekehrt antreibbar ist, dadurch gekennzeichnet,
daß auf der Führungsschiene (1) im Bereich der Schließend stellung des Führungsschlittens (2) ein Anschlag-Stellring (3) festlegbar ist,
daß die Schub-/Zugstange (5) am Führungsschlitten mittels einer Stift-Langlochverbindung angelenkt ist, bei der im Betriebs zustand das Langloch (17) mit dem torblattseitigem Ende der Führungsschiene einen spitzen Winkel (α) umschließt, und daß auf der Schub-/Zugstange (5) eine zur Führungsschiene (1) vorstehende Sperrklinke (8) vorgesehen ist, die eine in der Schließendstellung des Führungsschlittens mit dem Stellring (3) in Einriff kommende Ausklinkung (18) aufweist.
einem auf diesem verschieblichen Führungsschlitten (2),
einem längs der Führungsschiene wirkenden, von einem Antriebs motor antreibbaren Antriebselement, mit dem der Führungs schlitten zum Öffnen und Schließen des Torblatts (12) auf der Führungsschiene zwischen einer Schließendstellung und einer Öffnungsendstellung hin- und herbewegbar ist, und
einer am Führungsschlitten und am Torblatt angelenkten Schub-/ Zugstange, mit der das Torblatt aus einer Schließstellung in die Öffnungsstellung und umgekehrt antreibbar ist, dadurch gekennzeichnet,
daß auf der Führungsschiene (1) im Bereich der Schließend stellung des Führungsschlittens (2) ein Anschlag-Stellring (3) festlegbar ist,
daß die Schub-/Zugstange (5) am Führungsschlitten mittels einer Stift-Langlochverbindung angelenkt ist, bei der im Betriebs zustand das Langloch (17) mit dem torblattseitigem Ende der Führungsschiene einen spitzen Winkel (α) umschließt, und daß auf der Schub-/Zugstange (5) eine zur Führungsschiene (1) vorstehende Sperrklinke (8) vorgesehen ist, die eine in der Schließendstellung des Führungsschlittens mit dem Stellring (3) in Einriff kommende Ausklinkung (18) aufweist.
2. Torantrieb nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Sperrplatte (8) auf der Schub-/Zugstange (5) zur Ver
änderung des Überstands in Längs- und/oder Querrichtung ein
stellbar befestigt ist.
3. Torantrieb nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Sperrplatte (8) mittels Schrauben an der Schub-/Zug
stange (5) festklemmbar ist.
4. Torantrieb nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Sperrplatte (8) um einen Klemmstift, insbesondere eine
Klemmschraube (11) nach deren Lösung schwenkbar ist und eine
weitere Klemmschraube (9) durch einen zum Stift bogenförmigen
Schlitz (10) der Sperrplatte in die Schub-/Zugstange (5)
geschraubt ist.
5. Torantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Anschlag-Stellring (3) mittels wenigstens einer
Schraube (4) in unterschiedlichen Stellungen auf der Führungs
schiene (1) festlegbar ist.
6. Torantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß auf der Führungsschiene (1) zwischen dem Führungsschlitten
(2) und dem Anschlag-Stellring (3) eine Druckfeder (20) vorge
sehen ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19520231A DE19520231C2 (de) | 1995-06-01 | 1995-06-01 | Torantrieb für ein Garagentor |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19520231A DE19520231C2 (de) | 1995-06-01 | 1995-06-01 | Torantrieb für ein Garagentor |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19520231A1 true DE19520231A1 (de) | 1996-12-05 |
| DE19520231C2 DE19520231C2 (de) | 1997-06-12 |
Family
ID=7763486
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19520231A Expired - Fee Related DE19520231C2 (de) | 1995-06-01 | 1995-06-01 | Torantrieb für ein Garagentor |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19520231C2 (de) |
Families Citing this family (3)
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| DE10205448C1 (de) * | 2002-02-08 | 2003-07-17 | Novoferm Gmbh | Torantrieb für ein Sektionaltor |
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1995
- 1995-06-01 DE DE19520231A patent/DE19520231C2/de not_active Expired - Fee Related
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE19520231C2 (de) | 1997-06-12 |
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Legal Events
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