DE19520142A1 - Betonbauwerk mit Mischfuge - Google Patents
Betonbauwerk mit MischfugeInfo
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E02—HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
- E02B—HYDRAULIC ENGINEERING
- E02B3/00—Engineering works in connection with control or use of streams, rivers, coasts, or other marine sites; Sealings or joints for engineering works in general
- E02B3/16—Sealings or joints
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Description
Die Erfindung betrifft ein Bauwerk nach dem Oberbegriff des
Anspruches 1.
Es ist aus der Praxis bekannt, bei Schachtbauwerken, die im
Erdreich angeordnet sind, einzelne Fertigbetonplatten mit so
genannten Kontaktfugen aneinandergrenzen zu lassen, wobei in
den Kontaktfugen ein Epoxidharz oder ein ähnliches Dich
tungsmaterial angeordnet wird, welches einen flüssigkeitsdich
ten Anschluß der Fertigbetonflächenelemente sicherstellt.
Schrauben können zusätzlich durch diese Fuge verlegt sein, sie
dienen jedoch nicht als Spannschrauben im statischen Sinn,
sondern stellen lediglich eine Verpressung der beiden Bauteile
für eine gute Dichtigkeit der Kontaktfuge sicher.
Bei derartigen Kontaktfugen ist vorteilhaft, daß sie eine schnelle
und preisgünstige Montage des Bauwerkes ermöglichen. Nach
teilig ist jedoch, daß das vorteilhaft verwendete Dichtungs
material nicht UV-beständig ist, so daß es ausschließlich bei
vollständig im Erdreich angeordneten Bauwerken Verwendung
finden kann, bei denen die Fugen durch eine Erdabdeckung vor
der UV-Einstrahlung geschützt sind.
Weiterhin ist es aus der Praxis bei einer grundsätzlich gleichen
Anordnung von Flächenelementen aus Fertigbeton bekannt,
statt einer beschriebenen Kontaktfuge die beiden Flächen
elemente durch eine sogenannte Vernadelung zu verbinden.
Dabei sind höhenmäßig versetzt Schlaufenstöße in den beiden
Stirnkanten der aneinandergrenzenden Flächenelemente vorge
sehen. Der Fugenbereich wird nach der Positionierung der
beiden Flächenelemente verschalt und anschließend von oben
Beton in die Schalung eingebracht.
Die Vernadelung hat den Vorteil, daß eine Verbindung zwischen
den beiden Flächenelementen erzielt wird, die statischen Anfor
derungen genügt und eine Kraftübertragung zwischen den
beiden Flächenelementen zuläßt. Hierdurch ist umgebendes
Erdreich zum Abstützen der Flächenelemente nicht erforderlich,
zudem ist diese Verbindung UV-beständig. Nachteilig ist jedoch,
daß zur Vermeidung von Fehlstellen, insbesondere Hohlräu
men, im Bereich dieser Vernadelung ein spezieller Beton ver
wendet werden muß, dem z. B. Fließverbesserer zugesetzt sind
und dessen Kornanteile eine bestimmte Korngröße nicht über
schreiten sollten. Für ein Betonwerk kann Körnung daher die
Herstellung der relativ geringen erforderlichen Mengen dieses
speziellen Betons eine unerwünschte Unterbrechung des übli
chen Produktionsablaufes bedeuten.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein gattungsge
mäßes Bauwerk dahingehend zu verbessern, daß auch bei nicht
vollständiger Abdeckung des Bauwerkes eine preisgünstige und
schnelle Erstellung des Bauwerkes möglich ist.
Diese der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird durch die
Ausgestaltung eines gattungsgemäßen Bauwerkes gemäß dem
kennzeichnenden Teil des Anspruches 1 gelöst.
Die Erfindung schlägt mit anderen Worten eine Kombinationsfu
ge zwischen den beiden Flächenelementen vor:
Der wesentliche Anteil der Fuge wird in Art der Kontaktfuge ausgebildet, so daß hier einerseits die schnelle Montage mög lich ist, andererseits kein spezieller Beton zur Verfügung gestellt werden muß.
Der wesentliche Anteil der Fuge wird in Art der Kontaktfuge ausgebildet, so daß hier einerseits die schnelle Montage mög lich ist, andererseits kein spezieller Beton zur Verfügung gestellt werden muß.
Im oberen Bereich der Flächenelemente bzw. deren Fuge wird
eine an sich ebenfalls bekannte Vernadelung vorgenommen, die
jedoch bei einer Gesamthöhe der Flächenelemente und damit
der Fuge von drei bis fünf Metern lediglich den obersten Ab
schnitt von 50 cm bis einem Meter ausmachen muß. Wenn da
her das beispielsweise erstellte Schachtbauwerk zu 20 oder 30
cm aus dem Erdreich ragt und nach oben nicht von Erde abge
deckt ist, stellt dieser obere, als Vernadelung ausgebildete Be
reich der Fuge eine UV-beständige Ausbildung der Fuge sicher.
In dem beschriebenen kurzen oberen Abschnitt der Fuge ist
eine durchgängige Erreichbarkeit des Beton s mit Rüttlern mög
lich, so daß keine Fließverbesserer erforderlich sind. Weiterhin
kann in diesem oberen Bereich problemlos kontrolliert werden,
ob sich zwischen den Schlaufenstößen Brücken durch den ein
gefüllten Beton bilden und auf diese Weise Hohlräume begün
stigt werden. Es ist möglich, in diesem Bereich auf die Fuge ein
zuwirken und derartige Brücken zu vermeiden, so daß eine
fehlerfreie Ausbildung der Vernadelung auch unter Verwendung
von Standard-Betonmischungen sichergestellt werden kann, und
so daß trotz der Verwendung einer Vernadelung hier ebenfalls
kein spezieller Beton zur Verfügung gestellt werden muß.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der Zeich
nung im folgenden näher erläutert.
Dabei sind jeweils mit 1 zwei Flächenelemente aus Fertigbeton
bezeichnet. Die Flächenelemente können beispielsweise eine
Gesamthöhe von ca. drei bis fünf Metern aufweisen. Sie weisen
zwischen sich eine Fuge auf, die über den Großteil der Höhe
der Flächenelemente 1 als Kontaktfuge 2 ausgebildet ist. In die
Kontaktfuge 2 ist ein Dichtungsmaterial 3 eingebracht, wobei es
sich beispielsweise um eine formlose Masse, beispielsweise
Epoxidharz, handeln kann oder theoretisch auch eine Bahn aus
einem abdichtenden Material, beispielsweise einem Elastomer,
Verwendung finden kann.
Die Dichtwirkung der Kontaktfuge 2 wird durch Spannschrauben
4 unterstützt.
Im oberen Bereich stoßen die beiden Flächenelemente 1 in
Form einer Vernadelung aneinander. Hier sind Schlaufen 5 des
Bewehrungsmaterials ausgebildet und so angeordnet, daß sie
reißverschlußartig abwechselnd übereinander angeordnet sind.
Mit 6 ist gestrichelt angedeutet eine Schalung bezeichnet, so
daß im Bereich des Schlaufenstoßes ein Hohlraum geschaffen
wird, in den Beton eingefüllt werden kann zur Verbindung der
beiden Flächenelemente 1 in deren oberem Bereich.
Je nach den örtlichen Gegebenheiten ist dieser obere Bereich
oberhalb der Kontaktfuge 2 so bemessen, daß er einerseits den
der UV-Einstrahlung ausgesetzten Abschnitt der Flächenele
mente 1 überdeckt und sich zudem noch so weit ins Erdreich
erstreckt, daß eine sichere Abschirmung der Kontaktfuge 2 und
insbesondere des Dichtungsmaterials 3 durch das Erdreich ge
währleistet wird.
In jedem Fall ist dabei die Höhe des oberen Abschnittes ober
halb der Kontaktfuge 2 so gering bemessen, daß Beton in die
Schalung 6 eingebracht werden kann, der keine spezielle Zu
sammensetzung, z. B. Fließverbesserer oder eine ausgesuchte
Körnung, aufweisen muß.
Die erfindungsgemäße Ausbildung der Fuge zwischen den
beiden Flächenelementen 1 ist daher preisgünstig, da sie
überwiegend als Kontaktfuge 2 ausgebildet ist und da der als
Vernadelung ausgebildete Abschnitt keinerlei betriebliche Un
terbrechungen aufgrund der Herstellung einer besonderen Be
tonzusammensetzung erfordert, die sich letztlich auch auf die
Kalkulation für das Bauwerk auswirkt.
Claims (1)
- Bauwerk mit Flächenelementen aus Beton, wobei die Flächenelemente winklig aneinandergrenzen und wobei zwischen zwei Flächenelementen jeweils eine Kontakt fuge gebildet ist, und wobei die Kontaktfuge mit einem Dichtungsmaterial flüssigkeitsdicht ausgefüllt ist, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Kontaktfuge (2) lediglich über einen Teil der Höhe der Flächenelemente (1) er streckt und daß die Flächenelemente (1) in dem Bereich oberhalb der Kontaktfuge (2) durch eine Vernadelung miteinander verbunden sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995120142 DE19520142A1 (de) | 1995-06-01 | 1995-06-01 | Betonbauwerk mit Mischfuge |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE1995120142 DE19520142A1 (de) | 1995-06-01 | 1995-06-01 | Betonbauwerk mit Mischfuge |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19520142A1 true DE19520142A1 (de) | 1996-12-05 |
Family
ID=7763438
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1995120142 Ceased DE19520142A1 (de) | 1995-06-01 | 1995-06-01 | Betonbauwerk mit Mischfuge |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19520142A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| ES2308866A1 (es) * | 2004-03-10 | 2008-12-01 | Indag, S.A.U. | Estructura con paneles prefabricados para edificaciones y su procedimiento constructivo. |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2540023A1 (de) * | 1974-09-11 | 1976-04-01 | Jacques Ferry | Fertigbauteilsystem mit eisenarmierten betonfertigteilen und verfahren zum zusammenfuegen der einzelteile im system |
| DE2843603A1 (de) * | 1978-10-06 | 1980-04-17 | Wilhelm Johannes Di Silberkuhl | Tragwerk |
| EP0068583A1 (de) * | 1981-06-23 | 1983-01-05 | Laarhoven Design B.V. | Verbindungseinrichtung zur Verbindung von Platten oder ähnlichen Konstruktionselementen |
-
1995
- 1995-06-01 DE DE1995120142 patent/DE19520142A1/de not_active Ceased
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2540023A1 (de) * | 1974-09-11 | 1976-04-01 | Jacques Ferry | Fertigbauteilsystem mit eisenarmierten betonfertigteilen und verfahren zum zusammenfuegen der einzelteile im system |
| DE2843603A1 (de) * | 1978-10-06 | 1980-04-17 | Wilhelm Johannes Di Silberkuhl | Tragwerk |
| EP0068583A1 (de) * | 1981-06-23 | 1983-01-05 | Laarhoven Design B.V. | Verbindungseinrichtung zur Verbindung von Platten oder ähnlichen Konstruktionselementen |
Non-Patent Citations (2)
| Title |
|---|
| DE LIT: Koncz * |
| Handbuch der Fertigteilbauweise, 1962, S. 84 * |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| ES2308866A1 (es) * | 2004-03-10 | 2008-12-01 | Indag, S.A.U. | Estructura con paneles prefabricados para edificaciones y su procedimiento constructivo. |
| ES2308866B1 (es) * | 2004-03-10 | 2009-10-21 | Indag, S.A.U. | Estructura con paneles prefabricados para edificaciones y su procedimiento constructivo. |
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