DE19520926C2 - Optisches Bauelement - Google Patents
Optisches BauelementInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein optisches Bauelement, dessen Brennweite
durch Verformung der optischen Fläche einer als Elastomerteil
ausgebildeten Linse veränderbar ist, wobei die Linse im Wirkbereich
zumindest eines Elektromagneten angeordnet ist.
Man kennt bereits optische Bauelemente mit mehreren Linsen, die
zur Veränderung der Brennweite des optischen Bauelementes in
Einstrahlrichtung verschoben werden müssen. Zum Verstellen der in
diesen optischen Bauelementen vorgesehenen Linsen sind aufwendige
Verstellantriebe und Schiebeführungen erforderlich.
Aus der DE 34 24 069 A1 ist bereits eine optische Linse mit einer
zylindrischen Kammer aus zwei Teilen bekannt, die in Gewindeeingriff
stehen. An den Stirnseiten des Gehäuses befinden sich Membran
elemente. Das Innere des Gehäuses ist mit einem optischen Medium
gefüllt. Durch Verdrehen der beiden Gehäuseteile gegeneinander kann
die Länge des Gehäuses verändert werden, wobei sich die Membranen
an den Stirnseiten zum Volumenausgleich mehr oder weniger stark
wölben. Das vorbekannte optische Bauelement eröffnet zwar die
Möglichkeit, verschiedene Brennweiten relativ einfach zu realisieren,
jedoch ist es schwierig, dieses Bauelement in dem gewünschten
Arbeitsbereich exakt zu steuern.
Aus der US 4 783 155 ist bereits ein optisches Bauelement der
eingangs erwähnten Art bekannt, das eine optische Linse aus einem
weichelastischen Material hat. Während an der einen optisch wirksamen
Linsen-Außenseite dieses vorbekannten Bauelementes ein Metallring
mit zentraler Lichtöffnung anliegt, ist auf der gegenüberliegenden
Außenseite der Linse ein Elektromagnet vorgesehen. Durch eine
Spannungsänderung am Elektromagneten dieses vorbekannten optischen
Bauelementes kann das magnetische Kraftfeld und damit auch der auf
die Linse ausgeübte Druck derart verändert werden, daß sich das
weichelastische Linsenmaterial verformt.
Bei diesem vorbekannten Bauelement wird die zum Verändern seiner
optischen Eigenschaften erforderliche Formänderung bloß mittelbar
durch eine Druckänderung der zwischen dem Metallring und dem
Elektromagneten eingespannten Linse bewirkt. Diese mittelbare
Formänderung erfordert einen zusätzlichen konstruktiven Aufwand.
Da der auf die Linse ausgeübte Druck im übrigen u. a. auch von der
positionsgerechten Anordnung des Metallringes auf dem Linsenkörper
abhängig ist, kann die Wiederholbarkeit einer definierten
Formänderung eventuell erschwert sein.
Es besteht daher die Aufgabe, eine Vorrichtung
der eingangs erwähnten Art zu schaffen, mit der sich die optischen
Eigenschaften eines optischen Bauelementes auf einfache Weise mit
einem vergleichsweise geringen konstruktiven Aufwand im gewünschten
Maß verändern lassen.
Die erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe besteht bei dem optischen
Bauelement der eingangs erwähnten Art darin, daß die als flüssig
keitsgefüllter Hohlkörper ausgebildete optische Linse zur Verformung
ihrer optischen Fläche in Folge einer Magnetfeldänderung wenigstens
im Randbereich ihres Linsenumfanges magnetisch wirksam ist, wobei
die Linse dazu zumindest in ihrem Umfangsrandbereich mit magnetisch
wirksamen Partikeln durchsetzt ist und/oder die Linsen-Flüssigkeit
eine magnetische Flüssigkeit wenigstens als Teilmenge enthält.
Bei dem erfindungsgemäßen optischen Bauelement wird somit ein
Magnetfeld aufgebaut, welches den magnetisch wirksamen Randbereich
der Linse stärker anzieht und dadurch die Wölbung dieser Linse
verändert, was gleichzeitig eine Veränderung ihrer optischen
Eigenschaften zur Folge hat. Somit kann durch den Einfluß des
Magnetfeldes, das beispielsweise von einem Elektromagneten erzeugt
wird, die Form der elastischen Linse verändert werden. Wird der
magnetisch wirksame Randbereich der Linse stärker vom Magneten
angezogen und der Abstand zwischen diesen Bestandteilen des optischen
Bauelementes entsprechend verringert, strafft sich gleichzeitig
die optische Fläche im mittleren Linsenbereich, was die gewünschte
Änderung der optischen Eigenschaften zur Folge hat. Bei einem
Nachlassen des Magnetfeldes geht die optische Linse durch die
Eigenelastizität des Linsenmaterials wieder in ihre Ausgangsform
zurück.
Dabei sieht eine besonders einfache Ausführungsform gemäß der
Erfindung vor, daß die Linse von einem ringförmigen Elektromagneten
umgrenzt ist.
Um die optischen Eigenschaften der als Elastomerteil ausgebildeten
Linse in einer gewissen Spannbreite praktisch stufenlos variieren
zu können, ist es vorteilhaft, wenn eine Magnetfeldänderung durch
eine Spannungsänderung an dem Elektromagneten bewirkt wird. Bei
einer Änderung der an den Elektromagneten angelegten Spannung wird
auch der Einfluß des magnetischen Feldes auf die optische Linse
verändert, was gleichzeitig eine entsprechende Änderung ihrer
optischen Eigenschaften bewirkt.
Um den Umfangsrandbereich der Linse magnetisch wirksam auszu
gestalten, kann die Linse zumindest in ihrem Umfangsrandbereich
eine magnetische Beschichtung aufweisen.
Die Linsenform läßt sich auch durch ein vergleichsweise schwaches
Magnetfeld verändern, wenn die Linse aus einem Weichkunststoff,
insbesondere aus Silikon hergestellt ist.
Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der folgenden
Beschreibung eines erfindungsgemäßen Ausführungsbeispieles in
Verbindung mit den Ansprüchen sowie der Zeichnung. Die einzelnen
Merkmale können je für sich oder zu mehreren bei einer Ausführungs
form gemäß der Erfindung verwirklicht sein.
Es zeigt in schematischer Darstellung:
Fig. 1 ein optisches Bauelement in einer Draufsicht, bei welchem
die als Elastomerteil ausgebildete Linse von einem
Elektromagneten umgrenzt ist,
Fig. 2 das optische Bauelement aus Fig. 1 in einem Längs
schnitt, wobei sich ihre elastische Linse in einem
entspannten Zustand befindet, und
Fig. 3 das optische Bauelement aus Fig. 1 und 2 in gespanntem
Zustand seiner optischen Linse.
In den Fig. 1 bis 3 ist ein optisches Bauelement 1 dargestellt,
das einen ringförmigen Elektromagneten 2 hat. Der Elektromagnet
2 umgrenzt den Umfangsrandbereich 3 einer optischen Linse 4, die
zur Veränderung ihrer optischen Eigenschaften als Elastomerteil
ausgebildet ist.
Um die Brennweite oder dergleichen optischen Eigenschaften des
Bauelementes 1 durch eine Verformung der optischen Fläche der
elastischen Linse 4 verändern zu können, ist der im Wirkbereich
des Elektromagneten 2 angeordnete Umfangsrandbereich 3 der Linse
4 magnetisch wirksam ausgebildet.
Dabei wird eine Formveränderung der als Elastomerteil ausgebildeten
optischen Linse 4 durch den Einfluß des vom Elektromagneten 2
erzeugten magnetischen Feldes auf den magnetisch wirksamen
Randbereich 3 der Linse 4 bewirkt. Die optischen Eigenschaften
des Bauelementes 1 lassen sich somit auf einfache Weise in einem
vergleichsweise weiten Bereich stufenlos durch eine Magnetfeld
änderung verändern, die durch eine Änderung der an den Elektro
magneten 2 angelegten Spannung bewirkt wird.
Statt eines einzigen ringförmigen Elektromagneten 2 können auch
mehrere - hier allerdings nicht dargestellte - Elektromagneten
vorgesehen sein, die vorzugsweise in gleichen Abständen um den
Linsenumfang angeordnet sind.
Die Linse 4 kann als Vollkörper aus lichtdurchlässigem Silikon
oder dergleichen Weichkunststoff hergestellt sein. Um die optische
Linse 4 im Magnetfeld des Elektromagneten 2 beeinflussen zu können,
kann dabei die Linse 4 zumindest in ihrem Umfangsrandbereich 3
mit magnetisch wirksamen Partikeln durchsetzt sein. Zusätzlich
kann die Linse 4 zumindest in ihrem Umfangsrandbereich 3 auch
eine magnetische Beschichtung aufweisen.
Eine andere Ausführungsform sieht demgegenüber vor, daß die Linse
4 als flüssigkeitsgefüllter Hohlkörper ausgebildet ist und daß
die lichtdurchlässige Linsen-Flüssigkeit eine magnetisch wirksame
Flüssigkeit oder einen Flüssigmagneten wenigstens als Teilmenge
enthält. Bei einer als Hohlkörper ausgebildeten Linse kann
zusätzlich auch zumindest im Umfangsrandbereich der Linse
innenseitig eine magnetisch wirksame Beschichtung vorgesehen werden.
Um die in der Linsen-Flüssigkeit der optischen Linse 4 enthaltene,
magnetisch wirksame Flüssigkeits-Teilmenge auf den Umfangsrand
bereich 3 der Linse 4 zu konzentrieren und um den optisch wirksamen
Mittelbereich der Linse 4 von dieser eventuell auch licht-
undurchlässigen Teilmenge freizuhalten, ist es zweckmäßig, wenn
diese magnetisch wirksame Flüssigkeits-Teilmenge mittels einer
an den Elektromagneten 2 angelegten Ausgangsspannung im
Umfangsrandbereich der Linse erhalten wird. Durch eine Erhöhung
dieser Ausgangsspannung und eine entsprechende Verstärkung des
vom Elektromagneten 2 erzeugten Magnetfeldes kann auch hier die
Form und somit die optische Fläche der Linse 4 in der gewünschten
Weise variiert werden.
In Fig. 2 ist die elastische Linse 4 des optischen Bauelementes
1 in einem entspannten Zustand dargestellt, wobei die Linse 4
praktisch nur entlang einer Berührungslinie am Elektromagneten
2 anliegt. Wird eine gegebenenfalls erhöhte Spannung an den
Elektromagneten 2 angelegt, wird die Linse 4 mit ihrem Umfangsrand
bereich 3 stärker an den angrenzenden Rand des Elektromagneten
2 angezogen, so daß sich die Wölbung und somit die optischen
Eigenschaften dieser Linse 4 verändern und der Mittelbereich der
Linse 4 strafft.
Claims (5)
1. Optisches Bauelement, dessen Brennweite durch Verformung der
optischen Fläche einer als Elastomerteil ausgebildeten Linse
veränderbar ist, wobei die Linse im Wirkbereich zumindest eines
Elektromagneten angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß
die als flüssigkeitsgefüllter Hohlkörper ausgebildete
optische Linse (4) zur Verformung ihrer optischen Fläche
infolge einer Magnetfeldänderung wenigstens im Randbereich
(3) ihres Linsenumfanges magnetisch wirksam ist, wobei die
Linse (4) dazu zumindest in ihrem Umfangsrandbereich (3) mit
magnetisch wirksamen Partikeln durchsetzt ist und/oder die
Linsen-Flüssigkeit eine magnetische Flüssigkeit wenigstens
als Teilmenge enthält.
2. Optisches Bauelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Linse (4) von einem ringförmigen Elektromagneten (2)
umgrenzt ist.
3. Optisches Bauelement nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß eine Magnetfeldänderung durch eine Spannungsänderung an
dem Elektromagneten (2) bewirkt wird.
4. Optisches Bauelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Linse (4) zumindest in ihrem Umfangsrandbereich (3)
eine magnetische Beschichtung aufweist.
5. Optisches Bauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Linse (4) aus einem Weichkunststoff,
insbesondere aus Silikon, hergestellt ist.
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