DE19520910A1 - Parabol-Empfangsantenne - Google Patents
Parabol-EmpfangsantenneInfo
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- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01Q—ANTENNAS, i.e. RADIO AERIALS
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- H01Q1/02—Arrangements for de-icing; Arrangements for drying-out ; Arrangements for cooling; Arrangements for preventing corrosion
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Description
Die Erfindung betrifft eine Parabol-Empfangsantenne. Solche Antennen
werden in großer Zahl insbesondere für den Empfang von über Satelliten
abgestrahlte Fernsehprogramme eingesetzt. Zu diesem Zweck werden die
Parabol-Empfangsantennen mit einer bestimmten Ausrichtung oder Peilung
auf Dächern, an Mauern, Fenstern und dergleichen Trägern montiert, also
im Freien.
Wenn über die Parabol-Empfangsantenne unter trockenen Witterungsbedin
gungen ein befriedigender Empfang, also ein ausreichender Signal-Rausch-
Abstand, möglich ist, so trifft dies nicht in jedem Falle bei feuchtem
Wetter zu, je nachdem, wie günstig oder ungünstig die Antenne angebracht
ist und wie genau sie ausgerichtet wurde. Wenn die konvexe Reflektor
fläche des Antennenkorpus naß ist oder eine Schneelast trägt, kann der
Empfang gestört sein.
Die Erfindung schlägt daher vor, die Parabol-Empfangsantenne mit einer
Beheizungseinrichtung auszustatten, deren Heizleistung hinreicht, um
durch Witterungseinflüsse bedingte Empfangsstörungen zu unterbinden.
Eine erste Möglichkeit besteht darin, den Antennenkorpus elektrisch zu
beheizen. Hierfür kann eine Heizwendel auf die Rückseite des Antennen
korpus aufgebracht werden. Die benötigte elektrische Leistung kann dem
Wechselstromnetz entnommen werden, wobei die Spannung zweckmäßig in den
ungefährlichen Niedervoltbereich transformiert wird; die Zuleitung kann
dann in das Antennenkabel integriert werden. Dabei wird man zweckmäßiger
weise die Betriebsspannung gleichrichten, um Störungen des Empfangssig
nals zu minimieren. Man kann aber auch über Sonnenkollektoren einen oder
mehrere Akkumulatoren laden, aus denen dann im Bedarfsfall die benötig
te Leistung entnommen wird - es versteht sich, daß diese Zwischenspei
cherung erforderlich ist, da die Leistung gerade dann benötigt wird, wenn
die Sonnenkollektoren am wenigsten Energie liefern.
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, den Antennenkorpus im Wärmeaus
tausch mit einem erhitzten Fluid aufzuheizen. Das Fluid kann gasförmig
sein, etwa Luft, oder flüssig, etwa Wasser. In diesem Falle wären auf dem
Antennenkorpus Heizrohrschlangen anzubringen, die von dem erhitzten Fluid
durchströmt werden. Im Falle von Wasser kann beispielsweise die Heizrohr
schlange mit einer zentralen Warmwasserversorgung eines Gebäudes verbun
den sein, da im allgemeinen das Warmwasser ständig in Zirkulation gehal
ten wird, auch wenn im Gebäude kein Warmwasser gezapft wird.
Bei den vorgenannten Beispielen erfolgt die Aufheizung des Antennenkorpus
durch Wärmeleitung. Selbstverständlich ist auch die Aufheizung durch
Wärmestrahlung möglich, etwa mittels eines elektrischen Infrarotstrah
lers, oder auch mittels Konvektion, etwa mittels eines Warmluftgebläses.
Bei bestimmten Ausführungsformen - etwa Anschluß von Heizrohrschlangen
an eine zentrale Warmwasserversorgung - erfolgt die Beheizung der Para
bol-Empfangsantenne ohne Rücksicht darauf, ob eine Notwendigkeit dafür
besteht oder nicht. Schon aus Gründen der Energieeffizienz wird man aber
die Antennenbeheizung nur dann vornehmen, wenn die Witterung dies tat
sächlich erfordert (und die Antenne auch tatsächlich für den Empfang
benutzt wird). Man kann dann die Beheizung in Abhängigkeit von der Außen
temperatur, von der relativen feuchte, oder einer Kombination von beiden
steuern.
Ausführungsbeispiele werden nachstehend anhand der beigefügten Zeichnun
gen im einzelnen erläutert.
Fig. 1 zeigt eine handelsübliche Parabolantenne perspektivisch in Rückan
sicht, vorbereitet zur Montage an einer Außenwand oder dergleichen, und
mit einer Beheizung gemäß der Erfindung versehen,
Fig. 2 ist ein Teilquerschnitt durch den Reflektor der Antenne nach Fig.
1 mit einer elektrischen Widerstandsheizung,
Fig. 3 zeigt analog zu Fig. 2 eine Abwandlung mit Heizfluidschlangen,
Fig. 4 ist ein Blockdiagramm der Gesamtanordnung einschließlich des mit
der Parabolantenne verbundenen Empfangsgeräts.
Gemäß Fig. 1 umfaßt die Parabolantenne den eigentlichen Antennenteil 10,
der über ein (nicht dargestelltes) Kabel, beispielsweise ein Koaxialka
bel, mit einem Empfangsgerät verbunden ist. Mittels des Parabolreflek
tors 12 werden die elektromagnetischen Signale, die von einem Sender oder
einem Relaissatelliten abgestrahlt werden, auf das Antennenteil ge
bündelt. Der Parabolreflektor und das Antennenteil sind miteinander und
mit einem Tragarm 14 verbunden, der für die Montage an einem Gebäudeteil
vorbereitet ist.
Erfindungsgemäß ist die Rückseite des Parabolreflektors mit einer wärme
isolierenden und elektrisch isolierenden Beschichtung 16 versehen, die
natürlich auch witterungsbeständig sein muß; für diesen Zweck ist bei
spielsweise ein Polyurethanschaum geeignet.
In der Ausführungsform nach Fig. 2 sind in die isolierende Beschichtung
elektrische Heizleiter 18 eingebettet; zur Vereinfachung der zeichneri
schen Darstellung sind (vgl. auch fig. 4) drei mäanderförmig in Serie ge
schaltete Schlaufen wiedergegeben, doch versteht es sich, daß eine größe
re Zahl zwecks Vergleichmäßigung der Beheizung vorgesehen sein kann.
Die Stromzufuhr erfolgt hier über von dem Koaxialkabel getrennte Leitun
gen 20, 22, die durch den hohlen Tragarm geführt sind.
In der Ausführungsform nach Fig. 3 sind in die isolierende Beschichtung
ebenfalls in Form von Mäandern Heizschlangen 24 eingebettet, die von
einem Wärmeträgerfluid durchströmt werden. Vorzugsweise verwendet man
Wasser wegen dessen gegenüber Luft hoher Wärmespeicherkapazität und Wär
meleitfähigkeit. Wiederum ist nur eine relativ geringe Anzahl von Heiz
schlangen dargestellt, die selbstverständlich erhöht werden könnte. In
den Zeichnungen ist nicht dargestellt, daß man vorzugsweise die Heiz
schlangen so anordnet, daß die Wärmeabgabe möglichst gleichförmig erfolgt
und sich nicht nahe dem Auslaß aus dem Parabolreflektor ein "kalter
Punkt" bildet. Zu- und Ableitung des Heizfluids können auch hier über
Rohrleitungen erfolgen, die durch den hohlen Tragarm verlegt sind.
Fig. 4 zeigt das Blockschaltbild in weitgehend schematisierter Form. Die
zentrale Steuerungseinheit 30 steuert die Energieversorgungseinheit 32,
bei der es sich im falle einer elektrischen Beheizung um ein aus dem Ver
sorgungsnetz gespeistes Stellglied handeln kann, das unter Steuerung
durch die Zentraleinheit 30 nur soviel Leistung an die Heizwendel abgibt,
daß eine von einem Sensorelement 34 erfaßte Temperatur eingehalten wird.
Es ist also bevorzugt, die Temperatur zu regeln. Im falle einer Fluid
beheizung kann es sich bei der Einheit 32 beispielsweise um ein Vierwege-
Mischventil handeln, wie es bei geregelten Zentralheizungen verwendet
wird und das in Abhängigkeit von der vom Sensorelement erfaßten Tempera
tur verstellt wird.
Die zentrale Steuereinheit 30 kann mit zusätzlichen Komponenten versehen
sein, beispielsweise Zeitschaltuhren, um während vorgewählter Zeitinter
valle die Heizung zu unterbrechen. Zusätzlich kann ein Hauptschalter vor
gesehen sein, der die Anlage erst dann in Betrieb setzt, wenn das aus der
Parabolantenne gespeiste Gerät, beispielsweise ein Fernsehgerät 36, tat
sächlich eingeschaltet ist.
Claims (10)
1. Im Freien anzuordnende Parabol-Empfangsantenne, gekennzeichnet
durch eine Beheizungseinrichtung mit hinreichender Heizleistung, um durch
Witterungseinflüsse bedingte Empfangsstörungen zu unterbinden.
2. Antenne nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie
elektrisch beheizbar ist.
3. Antenne nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie durch
Wärmeaustausch mit einem erhitzten Fluid beheizbar ist.
4. Antenne nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Fluid
Warmluft ist.
5. Antenne nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Fluid
Warmwasser ist.
6. Antenne nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Beheizungseinrichtung ein Wärmestrahler ist.
7. Antenne nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Beheizungseinrichtung eine Heizwendel umfaßt, die auf den Antennenkorpus
aufgebracht ist.
8. Antenne nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die
Heizwendel über das Antennenkabel mit elektrischer Leistung speisbar ist.
9. Antenne nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die konvexe Rückseite des Antennenkorpus mindestens
auf einem Teil ihrer Fläche beheizbar ist.
10. Antenne nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Beheizungseinrichtung in Abhängigkeit von der
Temperatur und/oder der relativen feuchte am Ort der Antenne steuerbar
ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995120910 DE19520910A1 (de) | 1995-06-08 | 1995-06-08 | Parabol-Empfangsantenne |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995120910 DE19520910A1 (de) | 1995-06-08 | 1995-06-08 | Parabol-Empfangsantenne |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19520910A1 true DE19520910A1 (de) | 1996-12-12 |
Family
ID=7763909
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1995120910 Ceased DE19520910A1 (de) | 1995-06-08 | 1995-06-08 | Parabol-Empfangsantenne |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19520910A1 (de) |
Cited By (4)
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-
1995
- 1995-06-08 DE DE1995120910 patent/DE19520910A1/de not_active Ceased
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| Title |
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| DE - L 20790 VIIIa/21a4 - 20.12.56 * |
| LANGE, Werner R., PETTINGER, Marcel: Optimale Steuerung von Antennenheizungen bei Satelliten-Empfangsanlagen. In: ntz, 1985, Bd.38, H.8, S.562-565 * |
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