DE19520889A1 - Verfahren und Meßgerät zur Erfassung der Einschubtiefe in einer Rohrverbindung - Google Patents
Verfahren und Meßgerät zur Erfassung der Einschubtiefe in einer RohrverbindungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Messung der Einschub
tiefe in einer Rohrverbindung bestehend aus einem Rohr und
einem Preßfitting, bei dem von einem Ultraschallgeber Ultra
schall in das Rohr eingegeben und das Ultraschallecho von einem
Ultraschallempfänger erfaßt wird und dessen Empfangssignal in
einer Meßschaltung als eine der Einschubtiefe des Rohres ent
sprechende Größe für die Auswertung herangezogen wird. Die Er
findung betrifft desweiteren ein Meßgerät zur Erfassung der
Einschubtiefe in einer Rohrverbindung, bestehend aus einem Rohr
und einem Preßfitting, mit einem Geräteträger mit wenigstens
einem am Geräteträger angeordneten Ultraschallgeber und Ultra
schallempfänger sowie mit einer Meßschaltung zur Auswertung von
Ultraschallsignalen derart, daß ein von der Einschubtiefe abhän
giges Signal entsteht.
Zur Verbindung von Rohrenden ist es bekannt, hülsenförmige
Preßfittings zu verwenden, die plastisch verformbar sind und
aus Metall, vorzugsweise aus Stahl, bestehen. Solche Rohrver
bindungen und die zugehörigen Preßfittings sind beispielsweise
aus der DE-C-11 87 870 und der DE-C-40 12 504 bekannt. Für die
Herstellung der Verbindung wird der Endbereich eines Rohres
axial in den Preßfitting eingeschoben und anschließend mittels
eines auf den Preßfitting aufgesetzten Preßwerkzeugs durch zu
einander bewegbare Preßbacken kraft- und formschlüssig miteinan
der verbunden.
Die Zuverlässigkeit der Verbindung zwischen dem Rohr und dem
Preßfitting hängt u. a. davon ab, daß das Rohr um eine bestimm
te Mindesteinschubtiefe in den Preßfitting eingeschoben wird.
Die Einschubtiefe wird durch eine Einschnürung im Preßfitting
begrenzt. Dabei ist der axiale Abstand der Einschnürung zu dem
Ende, in das das Rohr einzuschieben ist, umso größer, je größer
der Durchmesser des Rohrendes bzw. des Preßfittings ist. Die
Einschnürung bildet dabei einen Anschlag gegen das weitere axia
le Einschieben des Rohres.
Da die Einschubtiefe von außen nicht erkennbar ist, ist ein Meß
gerät entwickelt worden, das der Messung der Einschubtiefe die
nen soll. Es hat einen auf die Außenseite der Rohrverbindung
aufsetzbaren Geräteträger, der auch als Preßgerät ausgebildet
sein kann und an dem ein Dickensensor zur Erfassung der Materi
alstärke der Rohrverbindung angebracht ist (PCT/WO 95/06232).
Als Dickensensoren werden Ultraschall-, Magnetfeld- und/oder
Wirbelstromsensoren vorgeschlagen. Mit Hilfe einer Auswerteein
richtung wird die erfaßte Materialstärke zumindest qualitativ
optisch oder akustisch dargestellt.
Diese Meßmethode hat sich als nicht zuverlässig erwiesen. Grund
hierfür ist der in seiner Dimension schwankende Luftspalt zwi
schen dem Rohr und dem Preßfitting. Auch die im Preßfitting im
Bereich der Rohrverbindung eingelassenen Dichtringe stören die
empfangenen Signale. Soweit magnetische Verfahren vorgeschlagen
werden, sind sie nur bei magnetisierbarem Material und demnach
nicht bei Edelstahlrohrverbindungen einsetzbar.
Daneben sind Wirbelstrommeßverfahren bekannt, die die Beeinflus
sung der Wirbelstromausbildung durch das Rohr hinter dem Preß
fitting messen. Diese Verfahren haben den Nachteil, daß das
Empfangssignal bei verschiedenen Rohr- bzw. Fittingdurchmessern
unterschiedlich ist, weil sich mit dem Durchmesser auch die
Wanddicken von Preßfitting und Rohr ändern. Zudem wird der Wir
belstrom durch die Wandung des Preßfittings soweit abge
schwächt, daß eine genaue Messung der Einschubtiefe nicht ge
währleistet ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und ein
Meßgerät der eingangs genannten Art derart auszubilden, daß die
Einschubtiefe mit hoher Zuverlässigkeit erfaßt werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Ul
traschall schräg in Richtung auf das Rohrende in einem vorgege
benen Abstand zum Preßfitting in das Rohr eingeschallt wird und
daß das vom Rohrende reflektierte Ultraschallsignal als ein der
Einschubtiefe des Rohres entsprechendes Signal herangezogen
wird. Dieses kann dann beispielsweise qualitativ oder quantita
tiv angezeigt, oder es kann zur Steuerung angeschlossener Gerä
te, z. B. eines Preßgeräts, verwendet werden. Dabei kann der
vorerwähnte Abstand im wesentlichen beliebig sein, sollte je
doch wesentlich geringer sein als zum anderen Rohrende. Er kann
auch gegen Null gehen.
Grundgedanke der Erfindung ist demnach, mit Hilfe von Schrägein
schallung transversale Ultraschallwellen im Rohr zu erzeugen,
die dann vom Rohrende reflektiert und vom Ultraschallempfänger
detektiert werden. Da der Ultraschall vorzugsweise ohne Koppel
hilfsmedium direkt und vor der Rohrverbindung in das Rohr einge
schallt wird, sind Meßwertverfälschungen aufgrund von Luftspal
ten ausgeschaltet. Das Verfahren zeichnet sich demnach durch
hohe Zuverlässigkeit und Meßgenauigkeit aus.
Die für die Auswertung herangezogenen Empfangssignale können
auf verschiedene Weise erzeugt werden. So kommt das im Stand
der Technik bekannte Interferenzverfahren in Frage, bei dem Fre
quenzen überlagert werden. Geeignet ist auch das ebenfalls be
kannte Resonanzverfahren, bei dem Frequenzen solange geändert
werden, bis Resonanz eintritt, sowie Verfahren, bei denen eine
Frequenzanalyse vorgenommen wird. Daneben besteht die Möglich
keit, die Laufzeit des eingeschallten Ultraschallsignals bis
zum Ultraschallempfänger als eine der Einschubtiefe des Rohres
entsprechende Größe heranzuziehen.
Es versteht sich, daß die Fortpflanzungsgeschwindigkeit des
Ultraschalls im Rohr von dessen Material, d. h. dessen Schallge
schwindigkeit, abhängt. Sofern die Schallgeschwindigkeit be
kannt ist, kann dem durch einen entsprechenden Aufbau der Meß
schaltung oder durch Einspeichern des betreffenden Werts Rech
nung getragen werden. Damit das erfindungsgemäße Verfahren uni
versell und damit auch bei unbekannten Materialien eingesetzt
werden kann, empfiehlt sich die Feststellung der Schallgeschwin
digkeit im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens. Hierzu kann
beispielsweise vor dem Einschieben des Rohres in den Preßfit
ting Ultraschall in einem vorbestimmten, d. h. bekannten Ab
stand zum Rohrende schräg in das Rohr in Richtung auf das Rohr
ende eingeschallt und das vom Rohrende reflektierte Ultra
schallsignal als ein der Schallgeschwindigkeit des Rohrmateri
als entsprechende Größe zugrundegelegt werden. Nach Einschieben
des Rohres in den Preßfitting kann dann das eigentliche Meßver
fahren unter Verwendung der zuvor festgestellten Größe für die
Schallgeschwindigkeit durchgeführt werden.
Alternativ dazu ist vorgesehen, daß Ultraschall jeweils schräg
in das Rohr nacheinander an zwei in einem vorgegebenen Abstand
in Längsrichtung des Rohres befindlichen Stellen eingeschallt
und empfangen wird und daß der Unterschied der vom Rohrende re
flektierten Ultraschallsignale als ein der Schallgeschwindig
keit entsprechendes Signal für die Auswertung zugrundegelegt
wird. Der Vorteil dieses Verfahrens liegt darin, daß ein der
Schallgeschwindigkeit entsprechendes Signal auch nach Einschie
ben des Rohres in den Preßfitting ermittelbar ist.
In Abweichung dazu ist vorgesehen, daß der Ultraschall nach Ein
schieben des Rohres in den Preßfitting in einem ersten vorgege
benen Abstand zum Preßfitting in das Rohr eingeschallt und dann
in einem zweiten vorgegebenen Abstand empfangen wird, der klei
ner zum Preßfitting ist als der erste Abstand, wobei auch das
auf direktem Weg zwischen Ultraschallgeber und Ultraschallem
pfänger erfaßte Ultraschallsignal als eine der Schallgeschwin
digkeit des Rohrmaterials entsprechende Größe für die Auswer
tung zugrundegelegt wird. Dieses Verfahren setzt allerdings
zwei unabhängige Ultraschallwandler voraus. Im Anschluß an die
vorbeschriebene Messung kann dann die eigentliche Erfassung des
Ultraschallechos vom Rohrende durchgeführt werden.
In den häufigsten Fällen kommen in der Praxis normaler Werkzeug
stahl oder Edelstahl zur Anwendung. Deren unterschiedliche
Schallgeschwindigkeiten können auf einfache Weise durch Erfas
sung der Magnetisierbarkeit des Rohres beispielsweise mit Hil
fe eines Magneten ermittelt werden, wobei dann das dabei entste
hende Signal als ein der Schallgeschwindigkeit des Rohrmateri
als entsprechendes Signal für die Auswertung herangezogen wird.
Sofern die Laufzeit des Ultraschalls erfaßt wird, sollte das
zeitlich kürzeste Ultraschallsignal als Maß für die Einschub
tiefe herangezogen werden. Es handelt sich dabei um das in axia
ler Richtung reflektierte Ultraschallecho, das direkt proportio
nal der Einschubtiefe ist.
Darüberhinaus besteht die Möglichkeit, den Reflexionsverlauf
des Ultraschalls am Rohrende in Form mehrerer, zeitlich nachein
ander liegender Empfangssignale zu erfassen und diese mit vorge
gebenen Werten zu vergleichen, welche für zumindest einen Rohr
durchmesser charakteristisch sind. Dieses Verfahren kann vor
teilhafterweise dann zum Einsatz kommen, wenn die Erfassung der
Einschubtiefe mit dem Verpressen der Rohrverbindung kombiniert
wird. Mit dem Verfahren läßt sich feststellen, ob der tatsäch
liche Rohrdurchmesser demjenigen entspricht, zu dem das Preß
werkzeug paßt. Auf diese Weise kann vermieden werden, daß ein
falsches Preßwerkzeug angesetzt wird.
Konkret kann die Durchmesserfeststellung dadurch geschehen, daß
der Reflexionsverlauf vor dem Einschieben des Rohres in den
Preßfitting in einem vorbestimmten Abstand zum Rohrende erfaßt
wird. Man erhält dann die für den Rohrdurchmesser charakteristi
schen Werte unabhängig von der Einschubtiefe.
Sofern der Reflexionsverlauf nach dem Einschieben des Rohres in
den Preßfitting erfaßt wird, werden die Empfangssignale in der
Meßschaltung in Anpassung an die jeweils festgestellte Einschub
tiefe derart korrigiert, daß ein Vergleich mit den vorgegebenen
Laufzeiten möglich ist.
Was das für die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens
vorgesehene Meßgerät angeht, wird die Aufgabe dadurch gelöst,
daß Ultraschallgeber und Ultraschallempfänger für die Schrägein
schallung bzw. den Schrägempfang ausgebildet sind und der Gerä
teträger derart gestaltet ist, daß Ultraschallgeber und Ultra
schallempfänger am Rohr in einem vorgegebenen Abstand zum Preß
fitting anbringbar sind, wobei die Meßschaltung für die Auswer
tung von Ultraschallechos am Rohrende eingerichtet ist. Wie
schon erwähnt, werden mit dem Ultraschallgeber Transversalwel
len erzeugt, die am Rohrende reflektiert und dann von dem Ultra
schallempfänger erfaßt werden können. Dabei können Ultraschall
geber und Ultraschallempfänger als ein einziger Ultraschallwand
ler ausgebildet sein, der durch die Meßschaltung so gesteuert
wird, daß er sowohl als Geber als auch als Empfänger arbeitet.
Damit sich immer derselbe Abstand zwischen Ultraschallgeber
bzw. Ultraschallempfänger und Preßfitting ergibt, kann der Gerä
teträger so ausgebildet sein, daß er sich am Preßfitting axial
unbeweglich abstützen kann, beispielsweise an dem für solche
Fittings charakteristischen Rundwulst oder am vorderen Ende des
Preßfittings. Der Abstand sollte nicht zu groß sein und kann
durchaus gegen Null gehen.
Mit Hilfe dieses Meßgeräts lassen sich die schon oben näher be
schriebenen Interferenz- oder Resonanzverfahren verwirklichen.
Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, die Meßschaltung für
die Erfassung der Laufzeit des eingeschallten und am Rohrende
reflektierten Ultraschallsignals einzurichten.
Nach der Erfindung ist ferner vorgesehen, daß das Meßgerät in
einem bestimmten vorgegebenen Abstand zum Rohrende an das Rohr
ansetzbar und die Meßschaltung für die Berechnung einer der
Schallgeschwindigkeit des Rohres entsprechenden Größe aus dem
Verhalten, insbesondere der Laufzeit eines Ultraschallsignals
eingerichtet ist, wobei dieser Wert anschließend für die Bestim
mung der Einschubtiefe übernommen wird. Aufgrund des bekannten
Abstands zum Rohrende läßt sich mit diesem zusätzlichen Schritt
die Schallgeschwindigkeit im Rohrmaterial feststellen, die dann
für die nachfolgende eigentliche Messung herangezogen wird. Ein
solches Meßgerät kann auch bei unbekannten Rohrmaterialien ver
wendet werden.
Alternativ dazu kann das Meßgerät eine Verschiebeeinrichtung
für die axiale Verschiebung des Ultraschallwandlers um einen
vorbestimmten Weg aufweisen. Diese Ausbildung läßt es zu, daß
an zwei in einem vorbestimmten axialen Abstand zueinander lie
genden Stellen Ultraschallsignale in das Rohr eingeschallt und
wieder empfangen werden. Aufgrund des Unterschieds zwischen den
daraus gebildeten Empfangssignalen kann die Schallgeschwindig
keit im Rohr ermittelt werden, d. h. der Unterschied stellt ein
Maß für diese Schallgeschwindigkeit dar.
In Abweichung dazu kann das Meßgerät so ausgebildet sein, daß
ein erster Ultraschallwandler als Ultraschallgeber und ein zwei
ter Ultraschallwandler als Ultraschallempfänger im Längsabstand
zueinander angeordnet werden und die Meßschaltung auch für die
Erfassung der Laufzeit eines Ultraschallsignals vom Ultraschall
geber direkt zum Ultraschallempfänger eingerichtet ist, wobei
diese Laufzeit anschließend als eine der Schallgeschwindigkeit
entsprechende Größe für die Bestimmung der Einschubtiefe über
nommen wird. Dies setzt allerdings das Vorhandensein von zwei
beabstandeten Ultraschallwandlern voraus.
Die Übergabe der der Schallgeschwindigkeit entsprechenden Größe
kann auf einfache Weise dadurch geschehen, daß diese Größe ange
zeigt und über eine Eingabeeinrichtung in die Meßschaltung ein
gegeben wird. Empfehlenswerter ist jedoch, die Meßschaltung so
auszubilden, daß sie die der Schallgeschwindigkeit des Rohres
entsprechenden Größe automatisch oder durch Quittierung von
Hand für die Bestimmung der Einschubtiefe übernimmt.
Sofern das Meßgerät ausschließlich für Rohre aus Werkzeugstahl
oder Edelstahl verwendet werden soll, ist es ausreichend, daß
das Meßgerät einen Magnetsensor für die Erfassung der Magneti
sierbarkeit des Rohres aufweist, wobei das jeweils erzeugte Sig
nal für die Meßschaltung als eine für die Schallgeschwindigkeit
charakteristische Größe herangezogen wird. Auch dies kann von
Hand mit Hilfe einer Anzeige- und Eingabeeinrichtung oder durch
automatische Übergabe geschehen. Der Magnetsensor spricht dar
auf an, daß Edelstahl im Unterschied zu Werkzeugstahl praktisch
nicht magnetisierbar ist.
Sofern die Meßschaltung für die Ermittlung der Laufzeit des Ul
traschallsignals ausgerichtet ist, sollte sie für die Erfassung
und Verarbeitung des zeitlich kürzesten Ultraschallsignals ein
gerichtet sein, da diese Laufzeit direkt proportional zum Ab
stand zwischen Rohrende und Ultraschallgeber bzw. -nehmer und
damit zur Einschubtiefe ist.
Darüberhinaus kann es sich empfehlen, daß die Meßschaltung für
die Erfassung des Reflexionsverlaufs durch Verarbeitung mehre
rer zeitlich nacheinander liegender Empfangssignale sowie für
den Vergleich des Reflexionsverlaufs mit vorgegebenen Werten
eingerichtet ist, welche für zumindest einen Rohrdurchmesser
charakteristisch sind. Diese Art der Meßschaltung sollte mit
einer Signaleinrichtung für eine Signalgabe verbunden sein, die
für die Erfassung des jeweiligen Rohrdurchmessers charakteri
stisch ist. Aufgrund dieser Signalgabe läßt sich feststellen,
ob der gemessene Rohrdurchmesser entweder mit den beispielswei
se in einer Matrix gespeicherten theoretischen Werten überein
stimmt oder nicht. Ist letzteres der Fall, kann über die Signal
einrichtung entschieden werden, ob das zur Verfügung stehende
Preßgerät für die Verbindung zwischen Rohr und Preßfitting
größenmäßig geeignet ist oder nicht. Dabei besteht auch die Mög
lichkeit, daß mehrere Gruppen von vorgegebenen Werten vorhanden
sind, die jeweils für einen bestimmten Rohrdurchmesser charak
teristisch sind. Dies läßt es sogar zu, dem jeweiligen Rohr
durchmesser nicht nur qualitativ, sondern auch quantitativ anzu
zeigen, wobei die Bedienungsperson dann anhand der Anzeige ent
scheiden kann, welches Preßgerät passend ist.
In besonders bevorzugter Ausbildung ist der Geräteträger als
Preßwerkzeug zum radialen Verpressen der Rohrverbindung ausge
bildet. Infolge des bestimmungsgemäßen Ansetzens des Preßgeräts
an die Rohrverbindung durch Einfassen des wulstförmigen Endes
des Preßfittings ist automatisch gesichert, daß der Ultraschall
geber entsprechend dem Grundgedanken der Erfindung immer in
einem vorbestimmten Abstand zu dem Preßfitting angeordnet und
auf das Rohr zwecks Einschallung aufgesetzt wird. Diese Kombina
tion aus Meßgerät und Preßwerkzeug ist besonders sicher einsetz
bar, wenn die schon oben erwähnte Meßschaltung vorhanden ist,
die eine Erfassung des Reflexionsverlaufs eingerichtet ist.
Durch eine entsprechende Anzeige erhält die Bedienungsperson
eine Information darüber, ob das zugehörige Preßgerät zu dem
Durchmesser des Rohres paßt oder nicht.
In besonders bevorzugter Ausführung ist der gewöhnlich an dem
Preßwerkzeug vorgesehene Antrieb mit der Meßschaltung derart
verbunden, daß der Antrieb blockiert ist, wenn die Empfangssig
nale, die bei der Erfassung des Reflexionsverlaufs entstehen,
nicht mit den vorgegebenen Werten übereinstimmt. Die hierdurch
erreichte Sicherheit gegen Fehlbedienung läßt sich noch dadurch
steigern, daß der Antrieb auch dann blockiert wird, wenn die
gemessene Einschubtiefe kleiner ist als ein vorgegebener Wert
für eine Einschubtiefe. Dies verhindert einen Preßvorgang bei
zu geringer Einschubtiefe.
Alternativ dazu kann vorgesehen sein, daß das Meßgerät eine zu
mindest qualitative Anzeige für die Einschubtiefe hat. Diese An
zeige kann beispielsweise so ausgebildet sein, daß eine opti
sche Anzeige erst dann erlischt, wenn ein zuvor eingespeicher
ter Wert für die Einschubtiefe erreicht oder überschritten
wird. Da die Mindesttiefe für die Einschubtiefe vom Rohrdurch
messer abhängig sind, kann die Meßschaltung auch so eingerich
tet sein, daß bei Eingabe eines bestimmten Rohrdurchmessers die
jeweils vorzugebende Einschubtiefe errechnet oder zugeordnet
wird. Diese Ausbildung der Meßschaltung läßt sich auch mit der
schon vorerwähnten Erfassung des Rohrdurchmessers mit Hilfe der
Ultraschallmessung in der Weise kombinieren, daß nach Ermitt
lung des Rohrdurchmessers ein zugehöriger Wert für die Einschub
tiefe zugeordnet oder errechnet wird, der dann für die Anzeige
herangezogen wird.
Unabhängig davon besteht selbstverständlich die Möglichkeit,
die jeweils gemessene Einschubtiefe nach entsprechender Aufbe
reitung der Meßsignale quantitativ anzuzeigen, so daß die Bedie
nungsperson die Möglichkeit hat, den angezeigten Wert mit sich
aus Tabellen ergebenden Werten zu vergleichen. Die vorerwähnten
automatischen Abgleiche bis hin zur Blockierung des Antriebs
bei nicht ausreichender Einschubtiefe vermeiden jedoch Ablese
fehler, die beim Vergleich mit einer Tabelle passieren können.
Nach der Erfindung ist schließlich vorgesehen, daß Ultraschall
geber und Ultraschallempfänger in Radialrichtung federnd ge
führt sind. Auf diese Weise ist gesichert, daß der oder die Ul
traschallwandler unabhängig vom jeweiligen Rohrdurchmesser an
dem Rohr zur Anlage kommen.
In der Zeichnung ist die Erfindung anhand von Ausführungsbei
spielen näher veranschaulicht.
Es zeigen:
Fig. 1 ein Preßwerkzeug mit Ultraschallmeßgerät in der
Frontalansicht mit Schnitt durch eine Rohrver
bindung;
Fig. 2 die Seitenansicht des Preßwerkzeugs mit der
Rohrverbindung gemäß Fig. 1;
Fig. 3 einen Axialschnitt durch die Rohrverbindung und
einen Teil des Preßwerkzeugs gemäß den Fig.
1 und 2 in um 90° verdrehter Stellung;
Fig. 4 eine schematische Darstellung eines anderen
Meßgeräts an dem Rohr;
Fig. 5 eine Grafik zur Erläuterung der Ultraschallaus
breitung im Rohr;
Fig. 6 eine Grafik zur Darstellung der Ultraschall
echos in Abhängigkeit vom Radius des Rohres und
Fig. 7 eine Grafik zur Darstellung der Ultraschall
echos in Abhängigkeit vom Einschallwinkel.
In den Fig. 1 bis 3 ist ein Preßwerkzeug 1 dargestellt. Es
weist zwei im Abstand zueinander angeordnete Grundplatte 2, 3
auf, die nach nach oben in herzförmige, mit den Grundplatten 2,
3 verbundene Endplatten 4, 5 fortsetzen. In dem Freiraum zwi
schen den Grundplatten 2, 3 und den Endplatten 5, 6 erstrecken
sich Preßhebel 7, 8, die etwa mittig über Gelenkbolzen 9, 19 in
den Endplatten 5, 6 gelagert sind.
Die jeweils oberen Hebelarme 11, 12 der Preßhebel 7, 8 haben
einander gegenüberliegende Einbuchtungen 13, 14. Innenseitig
haben die Einbuchtungen 13, 14 zueinander passende Preß
nuten 15, 16. Außenseitig werden die Einbuchtungen 13, 14 durch
unregelmäßig vorstehende Ringstege 17, 18, 19, 20 begrenzt.
Die Preßhebel 7, 8 weist untere Hebelarme 21, 22 auf, deren Ab
stand sich in Richtung auf die Gelenkbolzen 9, 10 konisch ver
ringert. Zwischen den Grundplatten 2, 3 sind zwei Spreizrollen
23, 24 auf einem hier nicht näher dargestellten Schlitten neben
einander gelagert. Der Schlitten kann durch eine anmontierbare
Antriebseinrichtung in Richtung des Pfeils P bewegt werden. Da
bei fahren die Spreizrollen 23, 24 gegen Spreizflächen 25, 26
an den unteren Hebelarmen 21, 22 und drücken sie auseinander.
Dies wiederum hat zur Folge, daß die oberen Hebelarme 11, 12 zu
einander, d. h. in Preßrichtung bewegt werden.
An der in Fig. 2 linksseitigen Grundplatte 2 ist eine Halte
rung 27 eines Meßgeräts angebracht, die eine nach oben offene
Bohrung 28 aufweist. In diese Bohrung 28 ist ein Ultraschall
wandler 29 teleskopisch bewegbar eingesetzt. Er stützt sich auf
einer Schraubenfeder 30 ab, die bestrebt ist, den Ultraschall
wandler 29 in Auswärtsrichtung, d. h. nach oben zu drücken. Der
Ultraschallwandler 29 ist - was in der Zeichnung nicht näher
dargestellt ist - so ausgebildet, daß er Ultraschall schräg in
Richtung auf das Preßwerkzeug 1 aussenden und auch reflektierte
Ultraschallsignale empfangen kann. Von der Unterseite des Ultra
schallwandlers 29 geht eine elektrische Leitung 31 aus, die
über eine vom Boden der Bohrung 28 ausgehenden Leitungskanal 32
zu einem hier nicht näher dargestellten Auswertgerät des Meßge
räts mit einer Meßschaltung zur Verarbeitung der vom Ultra
schallwandler 29 ausgehenden Empfangssignale geht.
Wie sich insbesondere aus den Fig. 2 und 3 ersehen läßt, um
fassen die Einbuchtungen 13, 14 eine Rohrverbindung 33. Sie be
steht aus einem Rohr 34 und einem Preßfitting 35, beide übli
cher Bauart. Der Preßfitting 35 hat endseitig über den Umfang
gehende Ringwülste 36, 37, in die innenseitig jeweils ein Dich
tungsring 38, 39 aus elastomerem Material eingelegt ist. In der
Mitte hat der Preßfitting 35 eine Einschnürung 40, welche einen
Anschlag für das Rohrende 41 des Rohres 34 bildet. Das Rohr 34
ist bis zu der Einschnürung 40 in den Preßfitting 35 eingescho
ben.
Fig. 4 zeigt schematisch eine Variante zu der Ausführungsform
gemäß den Fig. 1 bis 3. Statt nur eines Ultraschallwandlers
29 sind hier zwei in Axialrichtung des Rohres 34 hintereinander
angeordnete Ultraschallwandler vorgesehen, und zwar ein Ultra
schallgeber 42 mit dem Abstand L zum Rohrende 41 und ein um den
Abstand a näher zum Rohrende 41 angeordneter Ultraschallempfän
ger 43, wobei der Abstand zum Rohrende 41 durch b angezeigt
ist. Beide Ultraschallwandler sind in einer hier nicht näher
dargestellten Halterung geführt, welche in analoger Weise wie
bei dem Ausführungsbeispiel gemäß den Fig. 1 bis 3 an dem
hier ebenfalls nicht dargestellten Preßwerkzeug 1 fest ange
bracht ist. Auf diese Weise ist gesichert, daß Ultraschallgeber
42 und Ultraschallempfänger 43 bei bestimmungsgemäßem Ansetzen
des Preßgeräts am Preßfitting 35 immer gleiche Abstände zum
Preßfitting 35 haben.
Mit Hilfe des Ultraschallgebers 42 können Ultraschallwellen
schräg in Richtung auf das Rohrende 41 eingeschallt werden, die
sich im Rohr 34 als Transversalwellen zum Rohrende 41 hin aus
breiten und dort reflektiert werden. Die Ultraschallechos kön
nen dann von dem Ultraschallempfänger 43 empfangen und in elek
trische Empfangssignale umgewandelt werden. Darüberhinaus kann
die vom Ultraschallgeber 42 direkt zum Ultraschallempfänger 43
kommende Schallwelle erfaßt werden. Die Laufzeit dieser Schall
welle dient in der Meßschaltung als Basis für die Schallge
schwindigkeit des Rohrmaterials.
In Fig. 5 ist das Rohr 34 mit dem Rohrende 41 erneut darge
stellt, jedoch ohne den Preßfitting 35. "A" versinnbildlicht
die Stelle, an der der in den Fig. 1 bis 3 dargestellte Ul
traschallwandler 29 auf dem Rohr 34 aufgesetzt ist, und zwar in
einem Abstand L zum Rohrende 41. Die Übertragung erfolgt ohne
Koppelhilfsmedium wie Wasser oder Gelee. Mit Hilfe des Ultra
schallwandlers 29 werden schräge Ultraschallimpulse von sehr
kurzer Zeitdauer eingeschallt. Hierdurch entstehen über den
Rohrquerschnitt transversale Schallwellen, die sich in allen
Richtungen ausbreiten. Dabei ist der Abstand L so gewählt, daß
eventuelle Schallreflexionen von links ausgeblendet werden kön
nen, indem der Abstand L wesentlich kleiner als die Gesamtlänge
des Rohres 34 gewählt wird.
Der eingeschallte Ultraschallimpuls bzw. die Ultraschallwelle
läuft bis zum Rohrende 41 und wird dort reflektiert. Die Lauf
zeit hängt davon ab, an welchem Punkt des Rohrquerschnitts zwi
schen S0 und S1 der jeweilige Anteil des Ultraschallimpulses
reflektiert wird, d. h. je größer der Winkel α ist, desto län
ger braucht der Anteil des Ultraschallimpulses, um nach Refle
xion am Rohrende 41 wieder um Ausgangspunkt A und damit zu dem
Ultraschallwandler 29 zu kommen. Die geringste Laufzeit hat der
parallel zur Oberfläche des Rohres 34 zwischen A und S0 verlau
fende Anteil. Seine Laufzeit entspricht dem Abstand L und ist
damit ein Maß für die Einschubtiefe des Rohres 34 in den Preß
fitting 35, wenn das Preßwerkzeug 1 auf die Rohrverbindung 33
in der in den Fig. 1 bis 3 gezeigten Stellung aufgesetzt
ist, die Preßnuten 15, 16 also den Ringwulst 36 einfassen.
Die im Winkel zu der Rohroberfläche laufenden Anteile des Ultra
schallimpulses legen teilelliptische Strecken zurück, wie dies
am Beispiel des Winkels a und damit der Strecke A-Q durch Pro
jizierung der Schnittfläche durch das Rohr 34 nach unten darge
stellt ist. Der Ultraschallimpuls geht von A aus und teilt sich
in einen Anteil A-G und einen Anteil A-H. Dabei erfolgt bei G
und H die Reflexion. Am längsten ist der Weg von A bis S1. Ist
der Winkel α größer als bei der Strecke A-S1, also bei einem
Winkel A-S1 bis A-K, löschen sich die Anteile des Ultraschallim
pulses selbst aus, da sie sich entlang der Strecke K-S1 treffen
und gleiche Amplitude und Phasen besitzen.
Nach Reflexion am Rohrende 41 kommen am Punkt A zeitlich nach
einander Reflexionen des Ultraschallimpulses an. Wenn sie von
der Innenseite der Rohrwandung selbst kommen, ist die Zeit bei
den üblicherweise verwendeten dünnwandigen Rohren sehr kurz, so
daß sie ausgeblendet werden können. Umgekehrt treffen die von
dem hier nicht dargestellten anderen Rohrende kommenden Echos
im Verhältnis zu den Echos vom Rohrende 41 so spät ein, daß sie
ebenfalls ausgeblendet werden können.
Fig. 6 zeigt eine Schar von Teilellipsen, die die Anteile der
Schallimpulse bei einem Geberabstand L zum Rohrende 41 von
32 mm und bei einem Rohrdurchmesser von 27 mm durchlaufen.
In Fig. 7 ist die jeweils halbe zurückgelegte Strecke S über
den Winkel des jeweiligen Anteils des Schallimpulses aufgezeich
net. Bei einem Winkel Null ist die halbe zurückgelegte Strecke
S identisch mit L und damit mit dem Abstand des Ultraschallwand
lers 29 vom Rohrende 41. Je größer der Winkel α (Fig. 5) wird,
desto länger werden die Strecken und damit die Laufzeiten. Die
Enden der senkrechten Striche ergeben - miteinander verbunden -
eine für den jeweiligen Rohrdurchmesser charakteristische Kur
ve, die den Reflexionsverlauf darstellt. Der Winkel, bei dem
Auslöschung erfolgt, ist im vorliegenden Beispiel 57°. Er ist
umso kleiner, je größer der Abstand des Ultraschallwandlers 29
vom Rohrende 41 ist.
Die charakteristische Kurvenform, die sich aus der Verbindung
der Enden der vertikalen Striche ergibt, ist umso steiler, je
größer der Durchmesser des Rohres 34 ist. Nach Erfassung des Ab
stands L - hier 32 mm - läßt sich aufgrund der Kurvenform ermit
teln, welchen Durchmesser das Rohr 34 hat. Dies kann dazu ver
wendet werden, über die Auswerteeinrichtung eine Anzeige über
den Rohrdurchmesser zu geben, damit die Bedienungsperson für
das Preßgerät 1 entscheiden kann, ob der Durchmesser zu dem
Preßgerät 1 paßt oder nicht. Sicherheitshalber kann die Ermitt
lung des Rohrdurchmessers auch mit dem Antrieb für das Preßge
rät 1 dergestalt verbunden werden, daß der Antrieb blockiert
wird, wenn der festgestellte Rohrdurchmesser nicht zu den Ein
buchtungen 13, 14 des Preßgeräts 1 paßt.
Claims (29)
1. Verfahren zur Messung der Einschubtiefe in einer Rohrverbin
dung bestehend aus dem Rohrende eines Rohres und einem Preß
fitting, bei dem von einem Ultraschallgeber Ultraschall in
das Rohr eingegeben und das Ultraschallecho von einem Ultra
schallempfänger erfaßt wird und dessen Empfangssignal in
einer Meßschaltung als eine der Einschubtiefe des Rohres ent
sprechender Größe für die Auswertung herangezogen wird,
dadurch gekennzeichnet, daß der Ultraschall schräg in Rich
tung auf das Rohrende (41) in einem vorgegebenen Abstand zum
Preßfitting (35) in das Rohr (34) eingeschallt wird und daß
das vom Rohrende (41) reflektierte Ultraschallsignal als ein
der Einschubtiefe des Rohres entsprechendes Signal herangezo
gen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Laufzeit des Ultraschallsig
nals bis zum Ultraschallempfänger als ein der Einschubtiefe
des Rohres (34) entsprechende Größe herangezogen wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Einschieben des Rohres
(34) in den Preßfitting Ultraschall in einem vorbestimmten
Abstand zum Rohrende schräg in das Rohr (34) in Richtung auf
das Rohrende (41) eingeschallt und das vom Rohrende (41) re
flektierte Ultraschallsignal als ein der Schallgeschwindig
keit des Rohrmaterials entsprechendes Signal für die Auswer
tung zugrundegelegt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß Ultraschall jeweils schräg in
das Rohr (34) nacheinander an zwei in einem vorgegebenen Ab
stand in Längsrichtung des Rohres (34) befindlichen Stellen
eingeschallt und empfangen wird und daß der Unterschied der
vom Rohrende (41) reflektierten Ultraschallsignale als eine
der Schallgeschwindigkeit entsprechende Größe für die Auswer
tung zugrundegelegt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß der Ultraschall nach Einschieben
des Rohres (34) in den Preßfitting (35) in einem ersten vor
gegebenen Abstand zum Preßfitting (35) in das Rohr (34) ein
geschallt und dann in einem zweiten vorgegebenen Abstand em
pfangen wird, der kleiner zum Preßfitting ist als der erste
Abstand, wobei auch das auf direktem Weg erfaßte Ultraschall
signal zwischen Ultraschallgeber (42) und Ultraschallempfän
ger (43) als eine der Schallgeschwindigkeit des Rohrmateri
als entsprechende Größe für die Auswertung zugrundegelegt
wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die Magnetisierbarkeit des Roh
res (34) erfaßt und als eine der Schallgeschwindigkeit des
Rohrmaterials entsprechende Größe für die Auswertung heran
gezogen wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß das zeitlich kürzeste Ultra
schallsignal als Maß für die Einschubtiefe herangezogen
wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß der Reflexionsverlauf des Ultra
schalls am Rohrende (41) in Form mehrerer, zeitlich nachein
ander liegender Empfangssignale erfaßt und diese mit vorgege
benen Werten verglichen werden, welche für zumindest einen
Rohrdurchmesser charakteristisch sind.
9. Verfahren nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, daß der Reflexionsverlauf vor dem
Einschieben des Rohres (34) in den Preßfitting (35) in einem
vorbestimmten Abstand zum Rohrende (41) erfaßt wird.
10. Verfahren nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, daß der Reflexionsverlauf nach dem
Einschieben des Rohres (34) in den Preßfitting (35) erfaßt
wird und die Empfangssignale in der Meßschaltung in Anpas
sung an die zuvor festgestellte Einschubtiefe derart korri
giert werden, daß ein Vergleich mit den vorgegebenen Werten
möglich ist.
11. Meßgerät zur Erfassung der Einschubtiefe in einer Rohrver
bindung, bestehend aus dem Rohrende eines Rohres und einem
Preßfitting, mit einem Geräteträger mit wenigstens einem am
Geräteträger angeordneten Ultraschallgeber und Ultraschallem
pfänger sowie mit einer Meßschaltung zur Auswertung von Ul
traschallsignalen derart, daß ein von der Einschubtiefe ab
hängiges Signal entsteht,
dadurch gekennzeichnet, daß Ultraschallgeber (29, 42) und
Ultraschallempfänger (29, 43) für die Schrägeinschallung
bzw. den Schrägempfang ausgebildet sind und der Geräteträger
derart gestaltet ist, daß Ultraschallgeber (29, 42) und
Ultraschallempfänger (29, 43) am Rohr (34) in einem vorgege
benen Abstand zum Preßfitting (35) anbringbar sind, wobei
die Meßschaltung für die Auswertung des Empfangssignals des
Ultraschallempfängers (29, 43) eingerichtet ist.
12. Meßgerät nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, daß die Meßschaltung für die Erfas
sung der Laufzeit des Ultraschallsignals eingerichtet ist.
13. Meßgerät nach Anspruch 11 oder 12,
dadurch gekennzeichnet, daß das Meßgerät in einem bestimmten
vorgegebenen Abstand zum Rohrende (41) an das Rohr (34) an
setzbar und die Meßschaltung für die Berechnung eines der
Schallgeschwindigkeit des Rohres (34) entsprechende Größe
aus dem Verhalten eines Ultraschallsignals eingerichtet ist,
wobei dieser Wert anschließend für die Bestimmung der Ein
schubtiefe übernommen wird.
14. Meßgerät nach Anspruch 11 oder 12,
dadurch gekennzeichnet, daß das Meßgerät eine Verschiebeein
richtung für die axiale Verschiebung des Ultraschallwandlers
um einen vorbestimmten Weg aufweist.
15. Meßgerät nach Anspruch 11 oder 12,
dadurch gekennzeichnet, daß der Ultraschallgeber (42) und
der Ultraschallempfänger (43) im Längsabstand zueinander an
geordnet sind und daß die Meßschaltung auch für die Erfas
sung der Laufzeit eines Ultraschallsignals vom Ultraschall
geber (42) direkt zum Ultraschallempfänger (43) eingerichtet
ist, wobei diese Laufzeit anschließend als ein der Schallge
schwindigkeit entsprechende Größe für die Bestimmung der Ein
schubtiefe übernommen wird.
16. Meßgerät nach einem der Ansprüche 13 bis 15,
dadurch gekennzeichnet, daß das Meßgerät eine Anzeigeeinrich
tung für die Schallgeschwindigkeit und eine Eingabeeinrich
tung für die Vorgabe der Schallgeschwindigkeit des Rohres
(34) hat.
17. Meßgerät nach einem der Ansprüche 13 bis 15,
dadurch gekennzeichnet, daß die Meßschaltung die der Schall
geschwindigkeit des Rohres (34) entsprechenden Größe automa
tisch oder durch Quittierung für die Bestimmung der Einschub
tiefe übernimmt.
18. Meßgerät nach Anspruch 11 oder 12,
dadurch gekennzeichnet, daß das Meßgerät einen Magnetsensor
für die Erfassung der Magnetisierbarkeit des Rohres (34) auf
weist, wobei das jeweils erzeugte Signal für die Meßschal
tung als eine für die Schallgeschwindigkeit charakteristi
sche Größe herangezogen wird.
19. Meßgerät nach Anspruch 18,
dadurch gekennzeichnet, daß das Meßgerät eine Anzeige für
die zumindest qualitative Darstellung der Magnetisierbarkeit
hat.
20. Meßgerät nach Anspruch 18,
dadurch gekennzeichnet, daß der Magnetsensor mit der Meß
schaltung für die automatische Übernahme der der Magnetisier
barkeit entsprechenden Größe verbunden ist.
21. Meßgerät nach einem der Ansprüche 11 bis 20,
dadurch gekennzeichnet, daß die Meßschaltung für die Erfas
sung und Verarbeitung des zeitlich kürzesten Ultraschallsig
nals eingerichtet ist.
22. Meßgerät nach einem der Ansprüche 11 bis 21,
dadurch gekennzeichnet, daß die Meßschaltung für die Erfas
sung des Reflexionsverlaufs durch Verarbeitung mehrerer zeit
lich nacheinander liegender Empfangssignale und für den Ver
gleich des Reflexionsverlaufs mit vorgegebenen Werten einge
richtet ist, welche für zumindest einen Rohrdurchmesser cha
rakteristisch sind.
23. Meßgerät nach Anspruch 22,
dadurch gekennzeichnet, daß zur Meßschaltung eine Signalgabe
gehört, die für die Erfassung des jeweiligen Rohrdurchmes
sers charakteristisch ist.
24. Meßgerät nach Anspruch 22 oder 23,
dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Gruppen von vorgegebenen
Werten vorhanden sind, die jeweils für einen bestimmten
Durchmesser charakteristisch sind.
25. Meßgerät nach einem der Ansprüche 11 bis 24,
dadurch gekennzeichnet, daß der Geräteträger als Preßwerk
zeug (1) zum radialen Verpressen der Rohrverbindung (33) aus
gebildet ist.
26. Meßgerät nach einem der Ansprüche 22 bis 24 und Anspruch 25,
dadurch gekennzeichnet, daß das Preßwerkzeug (1) einen An
trieb aufweist, der mit der Meßschaltung derart verbunden
ist, daß der Antrieb blockiert ist, wenn der gemessene Refle
xionsverlauf nicht mit den vorgegebenen Werten übereinstim
men.
27. Meßgerät nach Anspruch 25 oder 26,
dadurch gekennzeichnet, daß das Preßwerkzeug (1) einen An
trieb aufweist, der mit der Meßschaltung derart verbunden
ist, daß der Antrieb blockiert ist, wenn die gemessene Ein
schubtiefe kleiner ist als ein vorgegebener Wert.
28. Meßgerät nach einem der Ansprüche 11 bis 27,
dadurch gekennzeichnet, daß das Meßgerät eine zumindest qua
litative Anzeige für die Einschubtiefe hat.
29. Meßgerät nach einem der Ansprüche 11 bis 28,
dadurch gekennzeichnet, daß Ultraschallgeber (29, 42) und
Ultraschallempfänger (29, 43) in Radialrichtung federnd ge
führt sind.
Priority Applications (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995120889 DE19520889A1 (de) | 1995-06-08 | 1995-06-08 | Verfahren und Meßgerät zur Erfassung der Einschubtiefe in einer Rohrverbindung |
| DE29609767U DE29609767U1 (de) | 1995-06-08 | 1996-06-01 | Meßgerät zur Erfassung der Einschubtiefe in einer Rohrverbindung |
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Applications Claiming Priority (1)
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ID=7763895
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Also Published As
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