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DE19520869A1 - PTC-Widerstand - Google Patents

PTC-Widerstand

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Publication number
DE19520869A1
DE19520869A1 DE1995120869 DE19520869A DE19520869A1 DE 19520869 A1 DE19520869 A1 DE 19520869A1 DE 1995120869 DE1995120869 DE 1995120869 DE 19520869 A DE19520869 A DE 19520869A DE 19520869 A1 DE19520869 A1 DE 19520869A1
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DE
Germany
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filler
ptc
ptc resistor
particles
fraction
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DE1995120869
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Inventor
Gerd Maidorn
Ralf Dr Struempler
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ABB Research Ltd Switzerland
Original Assignee
ABB Research Ltd Switzerland
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Publication date
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    • H01CRESISTORS
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    • H01C7/02Non-adjustable resistors formed as one or more layers or coatings; Non-adjustable resistors made from powdered conducting material or powdered semi-conducting material with or without insulating material having positive temperature coefficient
    • H01C7/027Non-adjustable resistors formed as one or more layers or coatings; Non-adjustable resistors made from powdered conducting material or powdered semi-conducting material with or without insulating material having positive temperature coefficient consisting of conducting or semi-conducting material dispersed in a non-conductive organic material

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  • Physics & Mathematics (AREA)
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  • Thermistors And Varistors (AREA)

Description

Technisches Gebiet
Bei der Erfindung wird ausgegangen von einem PTC-Widerstand nach dem Oberbegriff von Patentanspruch 1. Widerstände auf der Basis einer Polymer-Matrix und eines in die Polymer-Matrix eingebetteten pulverförmigen Füllstoffs aus elektrisch leit­ fähigem Material mit PTC-Verhalten werden als strombegrenzende Elemente in der Energietechnik verwendet und dienen der Begrenzung eines in einem Stromkreis auftretenden Kurzschluß- oder Überstroms. Hierbei wird der PTC-Widerstand durch den Kurzschluß- oder Überstrom auf eine kritische Temperatur aufgeheizt, bei der das die Füllstoffteilchen einbettende Polymer des PTC-Widerstands etwa durch Aufschmelzen seine Phase ändert und dann von den Füllstoffteilchen gebildete, stromführenden Perkolationspfade des PTC-Widerstands unterbricht.
Stand der Technik
Ein PTC-Widerstand auf der Basis einer Polymer-Matrix und eines in die Polymer-Matrix eingebetteten, pulverförmigen Füllstoffs aus elektrisch leitfähigem Material ist in WO-A-91 19 297 beschrieben. Die Matrix dieses Widerstands ist von einem thermoplastischen Polymer, wie insbesondere Polyäthylen gebildet. Als Füllstoff werden Ruß mit Teilchengrößen bis 0,1 µm, Metalle, wie Nickel, Wolfram, Messing oder Aluminium, Boride, wie TiB₂, Nitride, wie ZrN, Oxide, wie TiO, oder Carbide, wie TaC, mit Teilchengrößen bis 100 µm eingesetzt. Bedingt durch die Materialzusammensetzung und durch geeignete Herstellverfahren weist der bekannte PTC-Widerstand im kaltleitenden Zustand einen spezifischen Widerstand zwischen 30 und 50 mΩ·cm auf und kann dann mit relativ hohen Nennströmen belastet werden.
Für das zur Strombegrenzung in einem Stromkreis der Energietechnik wichtige PTC-Verhalten des Widerstandes ist jedoch nicht allein dessen spezifischer Widerstand im kaltleitenden Zustand wesentlich, sondern sind material­ spezifische Eigenschaften bedeutsam, die beim Anstieg des durch den Widerstand geführten Stroms über einen Grenzwert hinaus eine rasche Begrenzung dieses Stromes bewirken, ohne daß der Widerstand unzulässig hoch erwärmt wird. Dies kann insbesondere dann, wenn der Schaltvorgang im PTC-Widerstand inhomogen erfolgt, dazu führen, daß der PTC-Widerstand - etwa in der Mitte zwischen den Kontaktanschlüssen - lokal überhitzte Bereiche, sogenannter "hot spots", bildet. In den überhitzten Bereichen schaltet der PTC-Widerstand früher in den hochohmigen Zustand als an nicht erhitzten Stellen. Es fällt dann die gesamte am PTC-Widerstand anliegende Spannung über eine relativ kleine Distanz am Ort des höchsten Widerstands ab. Die damit verbundene hohe elektrische Feldstärke kann dann zu Durch­ schlägen und zur Beschädigung des PTC-Widerstands führen.
Kurze Darstellung der Erfindung
Der Erfindung, wie sie in Patentanspruch 1 angegeben ist, liegt die Aufgabe zugrunde, einen PTC-Widerstand der eingangs genannten Art zu schaffen, welcher eine besonders rasche Begrenzung eines in einem Schaltkreis fließenden Kurzschluß- oder Überstroms ermöglicht.
Der PTC-Widerstand nach der Erfindung zeichnet dadurch aus, daß er äußerst schnell auf einen Kurzschluß- oder Überstrom anspricht und so schon zu einem frühen Zeitpunkt diesen Strom begrenzen kann. Der PTC-Widerstand nach der Erfindung nimmt relativ wenig Energie auf und bleibt weitgehend von unzulässig hohen thermischen und elektrischen Belastungen verschont. Überhitzte lokale Bereiche werden daher im allgemeinen vermieden. Diese günstigen Eigenschaften ergeben sich aus dem geeignet ausgewählten und bemessenen Füllstoff.
Durch einen Kurzschluß- oder Überstrom I(t) wird der PTC-Widerstand auf seine kritische Temperatur Tc erhitzt, bei der der PTC-Übergang stattfindet und der Strom begrenzt wird. Die für ein homogenes Material erforderliche Zeit δt zur Begrenzung des Kurzschluß- oder Überstroms hängt vom spezifischen Widerstand r, der spezifischen Dichte dmass und der spezifischen Wärme cp des Materials des PTC-Widerstands sowie seinem Querschnitt A und seiner Länge l zwischen seinen Anschlußelektroden ab. Es gilt folgende Ungleichung:
r·(l/A)·I(t)²·δt A·l·cp·dmass·δT,
mit δT=Tc-T, wobei T die Umgebungstemperatur ist.
Dies bedeutet, daß die in in der Ansprechperiode δt im PTC-Widerstand umgesetzte Energie zumindest so groß sein muß wie diejenige Energie, die notwendig ist, um das Material des Widerstands von der Umgebungstemperatur T auf die Übergangs­ temperatur Tc aufzuheizen.
Im PTC-Widerstand wird jedoch die vom Kurzschluß- oder Überstrom zugeführte Energie nicht homogen umgesetzt. Der Widerstand weist von den leitfähigen Teilchen gebildete perkolierende Strompfade auf. Der größte elektrische Widerstand und damit auch die größte Umsetzung von elektrischer in thermische Energie findet am elektrischen Kontakt zwischen den einzelnen Füllstoffteilchen statt. Die an den Kontaktstellen erzeugte thermische Energie erhitzt das die Füllstoffteilchen einbettende Polymer. Sind die Füllstoffteil­ chen relativ groß, beispielsweise größer 100 µm, so bilden sich zwischen den einzelnen Teilchen relativ große mit Polymer gefüllte Lücken. Sind hingegen die Füllstoffteilchen relativ klein, so bilden sich zwischen den einzelnen Teilchen lediglich relativ kleine mit Polymer gefüllte Lücken. Die an den Kontaktstellen umgesetzte Energie kann das in den kleinen Lücken befindliche Polymer sehr viel schneller erwärmen als das in den Größen Lücken vorgesehenen Polymer. Die zur Durchfüh­ rung des PTC-Übergangs benötigte Temperatur Tc wird daher bei kleineren Füllstoffteilchen rascher erreicht. Jedoch darf der überwiegende Teil der Füllstoffteilchen nicht kleiner 10 µm sein, da sonst der spezifische Widerstand zu groß wird.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNG
Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung und die damit erzielbaren weiteren Vorteile werden nachfolgend anhand von Zeichnungen näher erläutert. Hierbei zeigt:
Fig. 1 Kennlinien von drei PTC-Widerständen, bei denen jeweils die Größe eines in einem Schaltkreis durch Entladung einer auf 200 V aufgeladenen Kondensatorbank erzeugten, durch die PTC-Widerstände fließenden und durch die PTC-Widerstände unterschiedlich begrenzten Kurzschlußstroms I [A] in Abhängigkeit von der Zeit t [ms] dargestellt ist,
Fig. 2 Kennlinien von fünf weiteren PTC-Widerständen, bei denen entsprechend den Kennlinien gemäß Fig. 1 die Größe des Stroms I [A] in Abhängigkeit von der Zeit t [ms] dargestellt ist, die Kondensatorbank des Schaltkreises jedoch auf 400 V aufgeladen war,
Fig. 3 weitere Kennlinien der in Fig. 2 genannten fünf PTC- Widerstände, bei denen die Energieaufnahme W [J] der vom Strom I(t) durchflossenen PTC-Widerstände in Abhängigkeit von der Zeit t [ms] dargestellt ist, und
Fig. 4 Kennlinien von zwei weiteren PTC-Widerständen und einem der fünf in Fig. 2 genannten PTC-Widerstände, bei denen entsprechend den Kennlinien gemäß Fig. 2 die Größe des Stroms I(t) in Abhängigkeit von der Zeit t [ms] dargestellt ist.
WEGE ZUR AUSFÜHRUNG DER ERFINDUNG
Es wurden nach einem bei der Herstellung von PTC-Widerständen üblichen Verfahren ein thermoplastisches PTC-Polymer, wie insbesondere Polyäthylen, mit elektrisch leitfähigem Füllstoffpulver vermischt und aus der resultierenden Mischung bei erhöhter Temperatur und bei erhöhtem Druck quaderförmige Widerstandskörper mit zueinander durch Läppen oder Polieren geglätteten Stirnflächen gepreßt. Auf die Stirnflächen wurden Kontaktanschlüsse gelötet. Die Länge l der Widerstände lag im Zentimeterbereich, die Querschnittsfläche A lag im Quadrat­ zentimeterbereich. Typische Werte für l bzw. A waren ca. 0,5 bis ca. 2 cm bzw. 0,3 cm².
Als Ausgangsmaterial für das Polymer wurde Polyäthylen verwendet. Anstelle von Polyäthylen kann aber je nach Anwendungsfall auch ein Epoxid oder irgendein anderes thermo- oder duroplastisches Polymer eingesetzt werden. Als Füllstoff wurde pulverförmiges TiB₂ mit unterschiedlichen Teilchengrößen verwendet, insbesondere mit mittleren Teilchengrößen zwischen 100 und 200 µm, zwischen 71 und 90 µm, zwischen 63 und 71 µm, zwischen 50 und 63 µm, zwischen 32 und 50 µm, zwischen 32 und 45 µm, zwischen 10 und 30 µm, zwischen 1 und 5 µm und mit mittleren Teilchengrößen kleiner 45 µm, von welchen Teilchen 10 Gewichtsprozent kleiner 4 µm, 20 Gewichtsprozent kleiner 8 µm, 50 Gewichtsprozent kleiner 15 µm und 90 Gewichtsprozent kleiner 20 µm waren. Anstelle von TiB₂ kann der Füllstoff auch ein anderes leitfähiges Borid, wie etwa ZrB₂, ein leitfähiges Carbid, wie etwa TiC oder SiC, ein leitfähiges Nitrid, wie etwa ZrN, ein leitfähiges Oxid, wie RuO₂ oder VO, oder ein leitfähiges Silicid, wie etwa MoSi₂ oder WSi₂, und/oder ein Metall oder eine dieses Metall enthaltende Legierung, etwa auf der Basis von Nickel, Silber, Wolfram, Kobalt, Kupfer, Aluminium, Zink, Zinn oder Molybdän, sein.
Um vergleichbare Ergebnisse zu erhalten, waren die einzelnen PTC-Widerstände derart ausgebildet, daß sie bei gleicher chemischer Zusammensetzung von Polymer und Füllstoff gleichen Querschnitt A aufwiesen und sich voneinander durch die Länge l und vor allem durch die Größe des pulverförmigen Füllstoffs voneinander unterschieden.
Es wurden PTC-Widerstandsproben A bis N mit den nachfolgend tabellarisch angegebenen mittleren Füllstoffteilchengrößen und Füllstoffmengen sowie geometrischen Abmessungen hergestellt.
Unterschiede in den Füllstoffgehalten bei den Proben A-D bewirken nur eine vernachlässigbar geringe Änderung der spezifischen Wärme und hatten daher bei den nachfolgend beschriebenen Vergleichsversuchen keinen wesentlichen Einfluß auf das Ansprechverhalten der PTC-Widerstände. Bei den Proben E-N wurden gleiche Füllstoffgehalte gewählt.
Von diese Widerständen wurden bei Raumtemperatur der Kaltwiderstand R [mΩ], der spezifische Widerstand r [mΩ·cm] und mit Hilfe von Kurzschlußstromversuchen der maximal in der Widerstandsprobe auftretende Kurzschlußstrom Imax [A] und die beim Wirken des Kurzschlußstromes vom Widerstand aufgenommene Energie [Joule] ermittelt.
Bei den Kurzschlußstromversuchen wurde jede der zu untersuchenden Widerstandsproben A-N in einen Schaltkreis eingebaut, in dem als Kurzschlußstromquelle eine bei den Proben A-D auf 200 V und bei den Proben E-N auf 400 V aufgeladene Kondensatorbank mit einer Kapazität von 7,5 mF zur Verfügung stand. Die Induktivität des Schaltkreises betrug 4,5 µH, was nach Kurzschließen des Kreises mit einem Ignitron zu einer Schwingkreisfrequenz von ca. 800 Hz führte. Die Wider­ standsproben A-N waren jeweils durch parallelgeschaltete Varistoren vor Überspannungen geschützt. Gegen Außenüberschläge waren die Proben E, F, H, J und L-N jeweils durch Tauchen in Transformatoröl und die Proben G und K jeweils durch Aufbringen eines Silikonüberzugs geschützt.
Die Ergebnisse der Kurzschlußstromversuche sind in den Figuren und zusammen mit den Widerstandsmessungen in der nachfolgenden Tabelle zusammengestellt.
Der Strom Imax ist der höchste gemessene Strom, der beim Kurzschlußstromversuch durch den jeweiligen Probewiderstand geflossen ist. Je höher sein Wert, um so später hat der PTC- Übergang und damit die Strombegrenzung eingesetzt. Energie in Joule bedeutet diejenige Energie, die im Zeitraum zwischen dem Auftreten des Kurzschlußstroms (tA = 0) bis zu seinem Verschwinden (je nach Probewiderstand tE = 0,4-2 ms) vom jeweiligen Probewiderstand überwiegend in Form von Wärme aufgenommen worden ist.
[Energieaufnahme = ∫ U (t) · I (t) dt]
Die Energieaufnahme ist ein Mass für das Schaltverhalten der PTC-Widerstände. Das Schaltvermögen der PTC-Widerstände ist umso besser je geringer bei vergleichbaren Bedingungen die Energieaufnahme ist.
Aus den Messergebnissen ist ersichtlich, daß bei einem PTC- Widerstand mit vergleichsweise großen Füllstoffteilchen (Probe A mit Teilchengrößen zwischen 100 und 200 µm) der Kurzschlußstrom verhältnismäßig spät begrenzt wird und der Kurzschlußstrom zugleich einen ziemlich hohen Wert (Imax=1350 [A]) erreicht. Auch die hierbei vom Widerstand aufgenommene Energie ist mit 107 [J] verhältnismäßig groß.
Bei PTC-Widerständen mit kleineren Füllstoffteilchen (Proben B bzw. C mit Teilchengrößen zwischen 63 und 71 µm bzw. 32 und 45 µm) wird der Kurzschlußstrom zum Teil schon erheblich früher begrenzt (bei Probe C ca. 50 µs, d. h. ca. 25% eher als bei Probe A). Zudem erreicht der Kurzschlußstrom nicht mehr so hohe Werte wie bei Probe A (bei Probe C mit 1200 A lediglich noch ca. 90% des Wertes von Probe A). Darüber hinaus ist auch die von den Widerständen bei der Strombegrenzung aufgenommene Energie geringer. Bei der Probe B ist diese Energie ca. 15% und bei der Probe C ca. 45% kleiner als bei Probe A. Die hieraus zu erkennende Tendenz, daß sich mit abnehmender Größe der Füll­ stoffteilchen das Strombegrenzungsvermögen und das Schalt­ verhalten der PTC-Widerstände zunehmend verbessern, ist weder den kleinen Unterschieden im spezifischen Widerstand noch im Kaltwiderstand der einzelnen Proben zuzuschreiben, sondern ausschließlich der geeigneten Wahl der Füllstoffteilchen.
Dieses Verhalten ist besonders deutlich aus den Messungen an den Proben E-N zu ersehen (Fig. 2-4 und Tabelle), bei denen im Unterschied zu den Messungen an den Proben A-D die Ladespannung der Kondensatorbank 400 V betrug und dement­ sprechend der Prüfstrom stärker anstieg als bei den Messungen an den Proben A-D. Eine äußerst rasche und wirkungsvolle Strombegrenzung bei gleichzeitig guten Kaltleiteigenschaften wurde mit den Proben E bis H erreicht, also mit PTC-Widerstän­ den, bei denen wie bei den Proben G und H die Füllstoffteilchen 10-30 µm bzw. wie bei den Proben E und F die Füllstoffteil­ chen überwiegend kleiner 20 oder sogar 15 µm waren.
Gegenüber PTC-Widerständen, welche überwiegend Füllstoffteil­ chen mit mittleren Durchmessern größer 100 µm enthalten, weisen PTC-Widerstände, bei denen der überwiegende Volumen­ anteil des Füllstoffs Partikel mit mittleren Durchmessern kleiner ca. 100 µm oder besser kleiner ca. 70 µm aufweisen, ein erheblich verbessertes Schaltverhalten auf. Ein besonders günstiges Schaltverhalten mit kleiner Energieaufnahme, kurzer Ansprechzeit und kleinem Spitzenwert des im Widerstand geführten Stroms Imax wird erreicht, wenn der überwiegende Volumenanteil des Füllstoffs Partikel mit Teilchengrößen kleiner 30 µm oder sogar kleiner 20 µm aufweist.
Jedoch darf die mittlere Größe der im überwiegenden Volumenanteil vorgesehenen Partikel nicht zu klein gewählt werden, da dann unter anderem der spezifische Widerstand und damit auch der Kaltwiderstand eines aus einem solchen Material gefertigten PTC-Widerstands zu stark ansteigt. Dies ist aus Probe D zu erkennen, bei der die Füllstoffpartikel mittlere Teilchengrößen zwischen 1 und 5 µm aufwiesen. Um einen zumindest mit den Proben A bis C annähernd (Abweichung ca. 50-60%) vergleichbaren Kaltwiderstand zu erreichen, mußte bei Probe D mit einem Volumenanteil von ca. 60% praktisch 50% mehr Füllstoff in das Polymer eingemischt werden als bei den anderen Proben. Eine Strombegrenzung durch einen PTC-Übergang konnte mit einem solchen Widerstand nicht erreicht werden. Der in der vorstehenden Tabelle angegebene Begrenzungsstrom Imax ist lediglich durch den hohen Kaltwiderstand von 226 mΩ und nicht durch einen PTC-Übergang bedingt.
Eine weitere Verbesserung des Ansprechverhaltens des erfindungsgemäßen PTC-Widerstands wird erzielt, wenn die Füllstoffteilchen hohl ausgebildet sind oder eine geringe Masse aufweisen, da dann aufgrund einer relativ geringen spezifischen Wärme eine besonders rasche Erwärmung des Polymers erreicht werden kann.

Claims (7)

1. PTC-Widerstand mit einem zwischen zwei Kontaktanschlüssen angeordneten elektrischen Widerstandskörper aus Verbund­ werkstoff mit einer Polymer-Matrix und einem in die Polymer-Matrix eingebetteten pulverförmigen Füllstoff aus elektrisch leitfähigem Material, dadurch gekennzeichnet, daß der überwiegende Volumenanteil des Füllstoffs eine Fraktion von Teilchen aufweist, deren mittlerer Durchmesser kleiner 100 µm und größer 5 µm ist.
2. PTC-Widerstand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der überwiegende Volumenanteil des Füllstoffs eine Fraktion von Teilchen aufweist, deren mittlerer Durchmesser kleiner 70 µm ist.
3. PTC-Widerstand nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der überwiegende Volumenanteil des Füllstoffs eine Fraktion von Teilchen aufweist, deren mittlerer Durchmesser kleiner 30 µm ist.
4. PTC-Widerstand nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der überwiegende Volumenanteil des Füllstoffs eine Fraktion von Teilchen aufweist, deren mittlerer Durchmesser kleiner 20 µm ist.
5. PTC-Widerstand nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der überwiegende Volumenanteil des Füllstoffs eine Fraktion von Teilchen aufweist, deren mittlerer Durchmesser größer 10 µm ist.
6. PTC-Widerstand nach einem der Ansprüche 1-5, dadurch gekennzeichnet, daß als Füllstoff elektrisch leitende Teilchen in Form mindestens eines Metallborids, -carbids, -nitrids, -oxids und/oder -silizids und/oder eines Metalles und/oder einer Legierung auf der Basis des Metalls vorgesehen sind.
7. PTC-Widerstand nach einem der Ansprüche 1-6, dadurch gekennzeichnet, daß der Füllstoff überwiegend hohle Teilchen aufweist.
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