DE19519660A1 - Vorrichtung zur Bestimmung der Reihenfolge der Bedienung von Kunden an mindestens einer Bedienstelle - Google Patents
Vorrichtung zur Bestimmung der Reihenfolge der Bedienung von Kunden an mindestens einer BedienstelleInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein System zur Bestimmung der
Reihenfolge der Bedienung von Kunden an mindestens einer
Bedienstelle. Ein derartiges System besteht aus einer
Ausgabevorrichtung für Etiketten, wobei das ausgegebene
Etikett dem Kunden eine Nummer in der Reihenfolge der
Bedienung zuweist, aus zumindest einem Anzeigeelement pro
Bedienstelle, wobei das Anzeigeelement jeweils zumindest
die Nummer anzeigt, die an der Bedienstelle momentan
bedient wird bzw. die als nächste bedient werden soll, und
aus mindestens einer Bedieneinrichtung pro Bedienstelle,
über die eine Änderung der momentanen Anzeige an dem
Anzeigeelement auslösbar ist.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein System
vorzuschlagen, das ohne großen Aufwand an
unterschiedlichste Systemkonfigurationen anpaßbar ist.
Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß das (die)
Anzeigeelement(e) als Modul(e) ausgebildet ist (sind),
wobei dem (den) Modul(en) zumindest ein Prozessor
zugeordnet ist, in dem eine Vielzahl von Steuerprogrammen
zur Verfügung stehen, die unterschiedlichen Anforderungen
hinsichtlich der Reihenfolge und Zuordnung der Nummern zu
den einzelnen Anzeigeelementen genügen, und wobei an dem
Modul eine Schnittstelle vorgesehen ist, über die das (die)
Anzeigeelement(e) und/oder das (die) Bedienelement(e)
miteinander kommunizieren.
Der modulare Aufbau der Anzeigeelemente bringt den Vorteil,
daß das System problemlos an die spezifischen Wünsche des
Systemanwenders bzw. an die Erfordernisse seines
Geschäftsbetriebes anpaßbar ist. Die Anzeigeelemente, die
je nach Wunsch mit einer unterschiedlicher Anzahl von
Anzeigestellen ausgestattet sind, wenden in der
erforderlichen Zahl den einzelnen Bedienstellen und
eventuell dem Kundenraum zugeordnet. Ebenso wie die
Bedieneinrichtungen sind die Anzeigestellen über
Schnittstellen - vorzugsweise kommt die serielle
Schnittstelle RS485 zum Einsatz - miteinander verbunden.
Eine vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen
System sieht eine automatische Systeminitialisierung vor,
die folgendermaßen arbeitet: Jede in das System integrierte
Teileinheit (z. B. die Bedieneinrichtung(en), das (die)
Anzeigeelement(e)) sendet (senden) bei Inbetriebnahme des
Systems ein Identifizierungssignal aus. Eine in dem
Steuerprogramm enthaltene System-Erkennungseinheit
überprüft die Schnittstelle im Hinblick auf derartige
Identifizierungssignale und stellt dem Steuerprogramm
nachfolgend die Information zur Verfügung, wie viele und
welche Art von Bedieneinrichtungen, Anzeigeelementen und
anderen Einheiten das System konfigurieren.
Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung des
erfindungsgemäßen Systems ist eine Aufrufeinheit
vorgesehen, die entsprechend den Identifizierungssignalen
der Anzeige- und Bedienelemente das unter der ausgewählten
Adresse zur Verfügung stehende Steuerprogramm aktiviert, so
daß die Nummern bei Betätigung einer (der)
Bedieneinrichtung(en) in der durch das Steuerprogramm
vorgegebenen Reihenfolge und Zuordnung auf den
Anzeigeelementen erscheinen. Das Steuerprogramm ist für
unterschiedlichste Systemkonfigurationen ausgelegt; mittels
der von der System-Erkennungseinheit gelieferten
Information wird automatisch die der Systemkonfiguration
entsprechende Systemsteuerung aktiviert. Manuelle
Einstellungen irgendwelcher Art entfallen.
Vorteilhafterweise ist zumindest ein weiteres
Anzeigeelement im Kundenraum vorgesehen. Dieses
Anzeigeelement zeigt den Kunden die Nummer an, die als
nächste zur Bedienung ansteht. Je nach Anzahl der
Bedienstellen ist alternativ die Möglichkeit vorgesehen,
mehrere paarweise angeordnete Anzeigeelemente im Kundenraum
zu installieren, wobei jeweils eines der beiden
Anzeigeelemente die Bedienstelle angibt und das andere die
Nummer, die in der Reihenfolge als nächste an dieser
Bedienstelle bedient werden soll.
Um die Kunden auf eine Änderung in der Anzeige aufmerksam
zu machen, ist ein optisches und/oder akustisches
Signalelement im Kundenraum vorgesehen ist. Bei dem
Signalelement handelt es sich entweder um eine Glocke oder
um ein Blinklicht. Vorzugsweise sind das Signalelement und
die es ansteuernde Einheit als Zusatzeinrichtungen zu dem
Modul vorgesehen. Durch einfaches Aufstecken auf die
Platine des Moduls läßt sich die Steuereinheit in das
Steuerprogramm integrieren. Wie auch in den vorhergehend
beschriebenen Fällen erkennt die System-Erkennungseinheit
den Anschluß des Signalelementes über das bei
Inbetriebnahme des Systems ausgesendete
Identifizierungssignal.
Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung des
erfindungsgemäßen Systems wird vorgeschlagen, daß bei
mehreren Anzeigeelementen ein erstes Anzeigeelement
vorgesehen ist, das die weiteren Anzeigeelemente steuert
(Master-Anzeigeelement). Diese Art der Systemsteuerung wird
automatisch gewählt, sobald die Systemsteuerung erkennt,
daß es sich bei den Bedienelementen um Taster handelt, bei
deren Betätigung jeweils die nächstfolgende Nummer auf
einem Anzeigeelement aufgerufen wird. Damit das Aufrufen
der nächstfolgenden Nummer korrekt verläuft, bestimmt die
Systemsteuerung bei Erkennung eines Tasters als
Bedienelement ein Master-Anzeigeelement. Dieses Master-
Anzeigeelement steuert die folgerichtige Anzeige der
nachfolgenden Nummern auf allen im System integrierten
Anzeigeelementen. Die Steuerung funktioniert in diesem Fall
nach dem folgenden Schema: an einer von mehreren
Bedienstellen wird der Taster zwecks Aufrufung der in der
Reihenfolge nächstfolgenden Nummer betätigt. Das Signal
wird zum Master-Anzeigeelement geleitet, dem die
Information über die als nächste in der korrekten
Reihenfolge aufzurufenden Nummer zur Verfügung steht. Diese
Information leitet das Master-Anzeigeelement an das
Anzeigeelement der freigewordenen Bedienstelle, so daß auf
dem Anzeigeelement der freigewordenen Bedienstelle die
Nummer erscheint, die als nächste zur Bedienung kommt.
Erkennt die System-Erkennungseinheit anstelle des bzw. der
Taster als Bedienelement(e) ein elektronisch gesteuertes
Bedienelement bzw. elektronisch gesteuerte Bedienelemente,
so entfällt die Master-Funktion eines ersten
Anzeigeelementes, da die folgerichtige Anzeige nunmehr über
die Bedienelemente selbst gesteuert wird.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Systems ist vorgesehen, daß im Falle von mehreren
Bedienstellen, die von einem Kunden in einer gewissen
Reihenfolge durchlaufen werden müssen, eine
Programmsteuerung vorgesehen ist, die die an einer
Bedienstelle zuletzt bediente Nummer auf dem Anzeigeelement
der nachfolgenden Bedienstelle zur Anzeige bringt. Sobald
also an einer Bedienstelle eine Nummer abgearbeitet ist,
d. h., sobald ein Kunde fertig bedient worden ist, wird
diese Nummer automatisch in der gezogenen Reihenfolge der
Nummern an die in der Reihe folgende Bedienstelle
weitergeleitet. Die Nummer geht erst nach Anzeige an der
letzten Bedienstelle verloren.
Wie bereits gesagt, handelt es sich bei den Bedienelementen
entweder um Taster, bei deren Betätigung jeweils die
nächste Nummer in der vorgegebenen Reihenfolge auf einem
der Anzeigeelemente erscheint, oder aber es kommt eine
Anzeige-Steuervorrichtung zum Einsatz, mit der beliebige
Nummern auf dem (den) Anzeigeelement(en) sichtbar gemacht
und eine Vielzahl von Funktionen aufgerufen werden können.
Eine vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen
Systems sieht vor, daß die Anzeige-Steuervorrichtung mit
einem Rechner, z. B. einem Personal-Computer, koppelbar ist,
der u. a. die von dem Anzeige-Steuergerät gelieferten Daten
statistisch auswertet. Über diese statistischen
Auswertungen läßt sich z. B. Information darüber erhalten,
wie viele Kunden im Mittel zu welchen Zeiten zu bedienen
sind oder wie lange im Mittel die Bedienzeit an einer
Bedienstelle ist, usw. Dies Information kann dann dazu
herangezogen werden, einem Kunden, der eine Nummer aus der
Ausgabevorrichtung entnimmt, mitzuteilen, wie lange
vermutlich seine Wartezeit sein wird, bis die Reihe an ihm
ist. Darüber hinaus ist diese statistische Information auch
sehr vorteilhaft für einen Systemanwender, der ein
erfindungsgemäßes System erworben hat: aus den Angaben läßt
sich z. B. ermitteln, zu welchen Zeiten mit erhöhtem
Publikumsverkehr zu rechnen ist - zu welchen Zeiten also
zum reibungslosen Ablauf der Kundenbedienung eine erhöhte
Anzahl von Bedienstellen zur Verfügung gestellt werden muß.
Die Daten werden vorteilhafterweise in Speicherelementen
des Prozessors abgespeichert, wodurch es möglich wird, die
statistischen Auswertungen zu einem beliebigen Zeitpunkt zu
starten. Es ist nicht erforderlich, daß der Personal-
Computer (PC) ständig mit dem System verbunden ist.
Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung des
erfindungsgemäßen Systems handelt es sich bei der
Ausgabevorrichtung für Etiketten um eine mechanische
Vorrichtung mit elektronischem Zähler. Diese Information
wird dem Steuerprogramm gleichfalls automatisch bei
Inbetriebnahme des Systems zur Verfügung gestellt. Die
Verwendung einer elektronischen Ausgabevorrichtung für
Etiketten zeigt z. B. dem Bedienpersonal automatisch an, wie
viele Kunden warten. Darüber hinaus ist diese Information
bestens dazu geeignet, die voraussichtlichen Wartezeit
eines Kunden zu berechnen oder die Besetzung der
Bedienstellen an den sich im Tagesverlauf ändernden
Kundenverkehr anzugleichen.
Besonders einfach und kostengünstig ist die folgende
Weiterbildung des erfindungsgemäßen Systems: jedes Modul
ist mittels eines Klick-Mechanismus in einer
entsprechenden Ausnehmung einer Halterung anordenbar. Durch
diese Ausgestaltung lassen sich beliebige Konstellationen
von Anzeigeelementen in kürzester Zeit zusammenstellen.
Die Erfindung wird anhand der nachfolgenden Figuren näher
erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 eine Draufsicht auf eine Anzeigeeinrichtung mit zwei
erfindungsgemäßen, modular aufgebauten Anzeigeelementen,
Fig. 2a eine Darstellung der Rückseite eines
erfindungsgemäßen, modular aufgebauten Anzeigeelementes,
Fig. 2b eine Draufsicht auf das erfindungsgemäße, modular
aufgebaute Anzeigeelement gemäß der Kennzeichnung B-B in
Fig. 2a,
Fig. 2c einen Querschnitt gemäß der Kennzeichnung C-C in
Fig. 2a,
Fig. 3 eine schematische Darstellung des erfindungsgemäßen
Systems und
Fig. 4 ein Flußdiagramm eines Programms zur Steuerung des
erfindungsgemäßen Systems.
Fig. 1 zeigt eine Draufsicht auf eine Ausführungsform der
Anzeigeeinrichtung mit zwei erfindungsgemäßen, modular
aufgebauten Anzeigeelementen 3. Auf jedem der beiden
Anzeigeelemente 3 stehen zwei Anzeigestellen zur
Informationsübermittlung zur Verfügung. Beide
Anzeigeelemente 3 sind mittels eines aus der Figur nicht
ersichtlichen Klick-Mechanismus in einer Halterung 15
befestigt.
Fig. 2a zeigt die Rückseite einer Ausführungsform eines
erfindungsgemäßen, modular aufgebauten Anzeigeelementes 3.
Das Modul 2 besteht - wie der in Fig. 2c dargestellte
Querschnitt zeigt - aus einem Gehäuse 20, das z. B. aus
Kunststoff gefertigt ist, einem Anzeigedisplay 18, das die
vordere Seite des Gehäuses 20 bedeckt, und einer in dem
Gehäuse 20 angeordneten Platine 17, auf der der Prozessor 4
angebracht ist. Weiterhin ist auf der Rückseite des
Gehäuses 20 mindestens eine Einstecköffnung 19 vorgesehen.
Diese Einstecköffnung 19 dient dazu, Zusatzeinrichtungen
über entsprechenden Verbindungen auf der Platine 17
anzuordnen. Beispielsweise handelt es sich bei einer
derartigen Zusatzeinrichtung um eine Steuereinheit für ein
akustisches Signalelement 13. Das akustische Signalelement
13 selbst ist im Kundenraum montiert und ertönt bei jedem
Wechsel der Anzeige auf einem der Anzeigeelemente 3.
In den Eckbereichen des Gehäuses 20 sind Rasthaken 16
zwecks Befestigung des Moduls 2 in einer entsprechenden
Ausnehmung der Halterung 15 vorgesehen. Die Ausbildung der
Rasthaken 16 ist klar aus der Fig. 2c ersichtlich: während
des Einschiebens des Moduls 2 in eine Ausnehmung der
Halterung 15 werden die Rasthaken 16 zusammengedrückt und
versuchen nach korrekter Positionierung in der Halterung 15,
wieder in ihre Ausgangslage zurückzufedern, wodurch ein
innige Befestigung in der Ausnehmung der Halterung 15
erreicht wird.
Wie insbesondere aus den Fig. 2a und 2b zu ersehen ist,
sind an dem Modul 2 Schnittstellen 7 vorgesehen, über die
die einzelnen Module 2 sowie die weiteren Elemente des
erfindungsgemäßen Systems 1 miteinander kommunizieren.
Vorteilhafterweise handelt es sich bei den Schnittstellen 7
um serielle Schnittstellen des Typs RS485.
Fig. 3 zeigt eine schematische Darstellung des
erfindungsgemäßen Systems 1. Das System 1 besteht im
dargestellten Fall aus drei modular aufgebauten
Anzeigeelementen 3. Ein modulares Anzeigeelement 3 besteht
u. a. aus einem Anzeige-Display mit üblicherweise mehreren
Anzeigestellen und einer Platine, auf der der Prozessor 4
angebracht ist. Über Schnittstellen 7 und entsprechende
Leitungen sind die Anzeigeelemente 3 untereinander und mit
den Bedienelementen 5; 6 verbunden. Den Bedienstellen 12
ist zumindest ein Anzeigeelement 3 zugeordnet. Wahlweise
sind die Anzeigeelemente 3 gemäß der gezeichneten
Ausführungsform des erfindungsgemäßen Systems 1 über Taster
6 oder über elektronische Anzeige-Steuervorrichtungen 5
bedienbar.
Elektronische Anzeige-Steuervorrichtungen 5 gehören zum
Stand der Technik. Sie werden z. B. unter den Bezeichnungen
C900/M, C900/S und C900/S-PC vertrieben. Entsprechende
Produktbeschreibungen sind dem "Technical Manual, Turn-O-
Matic C900 Systems" der Esselte Meto International
Vertriebs-GmbH, veröffentlicht im Juli 1994, zu entnehmen.
Selbstverständlich genügt zur Bedienung des Systems 1 eine
Art von Bedienelement 5; 6; also entweder ein Taster, mit
dem es möglich ist, die Anzeige um eine Stelle zu erhöhen
oder gegebenenfalls zu erniedrigen, oder um eines der zuvor
beschriebenen elektronischen Anzeige-Steuervorrichtung 6.
Die Systemsteuerung erkennt bei Inbetriebnahme anhand der
von den einzelnen Bedienelementen 5; 6 und Anzeigeelementen
3 ausgesendeten Identifizierungssignale automatisch, welche
Art der Systemkonfiguration zu bedienen ist. Je nach Anzahl
und Art der Bedienelemente 5; 6 bzw. der Anzeigeelemente 3
wird die adressierte Systemsteuerung ausgelegt.
Durch das erfindungsgemäße System 1 wird eine Erweiterung,
eine Reduzierung oder ein Ersetzen einzelner Komponenten
durch andere problemlos möglich. Ein Systemanwender kann
das System 1 optimal an die für seinen Geschäftsbetrieb
notwendigen Spezifikationen anpassen, ohne daß hierfür
manuelle Einstellungen irgendwelcher Art vorgenommen werden
müßten.
Die zuvor erwähnte elektronische Anzeige-Steuervorrichtung
5, die C900/S-PC, enthält neben einer Rechnerkarte zur
Steuerung der einzelnen aufrufbaren Funktionen auch eine
Speicherkarte, auf der die gesammelten System-Informationen
auf Abruf bereitstehen. Wird an das C900/S-PC ein externer
Rechner 14 angeschlossen, ist es möglich, diese
Informationen für statistische Zwecke auszuwerten. Die
gespeicherten Daten beinhalten Information, die es dem
Systemanwender erlaubt, seinen Geschäftsbetrieb in
optimaler Weise auf z. B. im Laufe des Tages schwankende
Kundenzahlen abzustellen.
Gleichfalls kann die elektronische Anzeige
Steuervorrichtung 6 mit einer elektronischen
Ausgabevorrichtung 11 für Etiketten verbunden sein. Eine
derartige elektronische Ausgabevorrichtung 11 für Etiketten
ist bereits aus der WO 91/03802 bekannt geworden. Die
Ankopplung einer elektronischen Ausgabevorrichtung 11 für
Etiketten an das erfindungsgemäße System 1 liefert dem
Systemanwender direkte Information darüber, wie viele
Kunden momentan noch zu bedienen sind. Auch diese
Information ist bestens dazu geeignet, den Geschäftsbetrieb
optimal an die im Tagesverlauf schwankenden Kundenzahlen
anzupassen.
Selbstverständlich läßt sich das erfindungsgemäße System 1
auch betreiben, wenn eine mechanische Ausgabevorrichtung 11
für Etiketten vorgesehen ist. Entsprechende Vorrichtungen
11 sind aus der bereits erwähnten WO 91/03802 sowie aus der
DE 23 66 367 C2 bekannt geworden. Wie auch im Falle der
Anzeigeelemente 3 und der unterschiedlichen Bedienelemente
5; 6 erkennt das System 1 automatisch bei Inbetriebnahme,
ob eine mechanische oder eine elektronische
Ausgabevorrichtung 11 für Etiketten in das System 1
integriert ist. Auch in diesem Fall sind keine manuellen
Einstellungen erforderlich.
Erfindungsgemäß sind in dem Prozessor 4 eine Vielzahl von
Steuerprogrammen abgespeichert, die unterschiedlichsten
Erfordernissen einzelner Geschäftsbetriebe Rechnung tragen.
Während in vielen Fällen eine einfache, schrittweise
Erhöhung der auf den Anzeigeelementen 3 angezeigten Nummern
ausreichend ist, ist es in anderen Fällen sinnvoll, ein und
dieselbe Nummer sukzessive an mehrere Bedienstellen 12
weiterzuleiten. Eine andere Anwendung sieht vor, daß die
Nummer eines nicht erschienenen Kunden nach einer gewissen
Zeitspanne zumindest noch einmal aufgerufen wird, so daß
dieser Kunde quasi eine zweite Chance erhält. Aus der
Vielzahl der zur Verfügung stehenden Steuerprogramme kann
der Systemanwender dasjenige auswählen, das optimal an die
Bedingungen seines Geschäftsbetriebes angepaßt ist.
Zwecks Umstellung auf ein anderes Steuerprogramm sind an
den Modulen 2 und gegebenenfalls an den elektronischen
Anzeige-Steuervorrichtungen 5 Aufruf-Einheiten 10
vorgesehen. Bei diesen Aufruf-Einheiten 10 handelt es sich
im einfachsten Fall um Drehschalter. Jeder Stellung eines
Drehschalters 10 ist eine bestimmte Adresse und ein unter
dieser Adresse gespeichertes Steuerprogramm zugeordnet. Die
auf den Geschäftsbetrieb abgestimmte Einstellung erfolgt
üblicherweise bei der erstmaligen Installation des Systems
1 - jedoch ist es dem Systemanwender unbenommen, im
nachhinein Änderungen vorzunehmen. Hierzu sind nur wenige
Handgriffe notwendig.
In Fig. 4 ist ein Flußdiagramm eines Programms zur Steuerung
des erfindungsgemäßen Systems 1 wiedergegeben. Bei
Inbetriebnahme des Systems unter Punkt 30 werden die
einzelnen Systemkomponenten initialisiert. Diese
Initialisierung erfolgt in der Weise, daß jede
Systemkomponente ein Signal aussendet, das seine eindeutige
Identifizierung erlaubt. Anschließend kommt auf jeder
Systemkomponente die Versionsnummer und die Adresse zur
Anzeige. Wie bei 31 angedeutet, ist das System 1
anschließend in Bereitschaftsstellung und wartet auf eine
Eingabe. Die Eingabe kann, wie bereits an vorhergehender
Stelle beschrieben, wahlweise über einen Taster 6 erfolgen,
mit dem lediglich die auf dem Anzeigeelement 3 zuletzt
gezeigte Nummer um einen Zähler erhöht wird - bzw. je nach
Ausbildung um einen Zähler erniedrigt wird -, oder aber die
Information wird über eine elektronische Anzeige-
Steuervorrichtung 5 eingegeben. Da dem ausgewählten
Steuerprogramm über die System-Erkennungseinheit die
Information zugeleitet worden ist, aus welchen Komponenten
sich das System 1 zusammensetzt, wird je nach
angeschlossener Eingabevorrichtung 5; 6 der rechte bzw.
linke Pfad des Flußdiagramms eingeschlagen.
Im folgenden wird zuerst der Ablauf des Steuerprogramms bei
Eingabe mittels eines Tasters 6 beschrieben. Die korrekte
Steuerung aller Anzeigeelemente 3 erfolgt in diesem Falle
über ein Master-Anzeigeelement 3. Dieses Master-
Anzeigeelement 3 hat jeweils die Information über die
nächste zur Bedienung anstehende Nummer und gibt diese
folgerichtig an das Anzeigeelement 3 einer frei gewordenen
Bedienstelle 12 weiter. Unter dem Programmpunkt 32
überprüft das Master-Anzeigeelement 3, ob die gemachte
Eingabe erlaubt bzw. ob sie ausführbar ist. Solange keine
Änderungserlaubnis durch das Master-Anzeigeelement 3
vorliegt, ist das System - wie durch die Rückführung des
Programms auf Punkt 31 angedeutet ist - weiterhin in
Bereitschaft und wartet auf die nächste Eingabe. Sobald ein
Anzeigeelement 3 die Änderungserlaubnis von dem Master-
Anzeigeelement 3 erhält, wird gemäß Punkt 34 seine Anzeige
geändert; die in der Reihenfolge als nächste an der
betreffenden Bedienstelle 12 zur Bedienung anstehende
Nummer erscheint auf dem Anzeigeelement 3.
Etwas anders sieht der Programmablauf nach Abarbeitung der
Programmpunkte 30 und 31 aus, wenn anstelle des Tasters 6
eine elektronische Anzeige-Steuervorrichtung 5 tritt. Die
über die Schnittstelle 7 empfange Meldung wird bei Punkt 35
zuerst einmal dahingehend überprüft, ob sie von einem der
Bedienelemente 5 kommt. Ist dies zu verneinen, wird bei 37
geprüft, ob die Meldung für das zugeordnete Anzeigeelement
3 bestimmt ist. Ist dies nicht der Fall wird - gemäß
Programmpunkt 38 - die Meldung nicht weiterverarbeitet; das
Programm springt auf den Programmpunkt 31 zurück und
befindet sich weiterhin in Wartestellung.
Wird bei Punkt 35 jedoch die Meldung als von einem
Bedienelement 5 kommend identifiziert, wird bei 36 die
Eingabe über den (die) Taster 5 ausgeschaltet. Liefert die
Überprüfung unter Programmpunkt 37 das Ergebnis, daß die
Meldung zur Anzeige auf einem der Anzeigeelemente 3
bestimmt ist, wird bei 34 eine entsprechende Änderung in
dessen Anzeige veranlaßt. Anschließend kehrt das
Steuerprogramm in einer Schleife zu dem Punkt 31 zurück und
wartet auf die nächste Eingabe.
Bezugszeichenliste
1 System
2 Modul
3 Anzeigeelement
4 Prozessor
5 elektronische Anzeige-Steuervorrichtung
6 Taster
7 Schnittstelle
8 Display
9 Bedientastatur
10 Aufruf-Einheit
11 Ausgabevorrichtung für Etiketten
12 Bedienstelle
13 Signalelement
14 Rechner (externer PC)
15 Halterung
16 Rasthaken
17 Platine
18 Display
19 Einstecköffnung
20 Gehäuse
2 Modul
3 Anzeigeelement
4 Prozessor
5 elektronische Anzeige-Steuervorrichtung
6 Taster
7 Schnittstelle
8 Display
9 Bedientastatur
10 Aufruf-Einheit
11 Ausgabevorrichtung für Etiketten
12 Bedienstelle
13 Signalelement
14 Rechner (externer PC)
15 Halterung
16 Rasthaken
17 Platine
18 Display
19 Einstecköffnung
20 Gehäuse
Claims (12)
1. System zur Bestimmung der Reihenfolge der Bedienung von
Kunden an mindestens einer Bedienstelle,
mit einer Ausgabevorrichtung (11) für Etiketten, wobei das
ausgegebene Etikett dem Kunden eine Nummer in der
Reihenfolge der Bedienung zuweist,
mit zumindest einem Anzeigeelement (3) pro Bedienstelle
(12), wobei das Anzeigeelement (3) jeweils zumindest die
Nummer anzeigt, die an der Bedienstelle (12) momentan
bedient wird bzw. die als nächste bedient werden soll,
und mit mindestens einer Bedieneinrichtung (5; 6) pro
Bedienstelle (12), über die eine Änderung der momentanen
Anzeige an dem Anzeigeelement (3) ausgelöst wird,
wobei das (die) Anzeigeelement(e) (3) als Modul(e) (2)
ausgebildet ist (sind),
wobei dem (den) Modulen (2) zumindest ein Prozessor (4)
zugeordnet ist, in dem eine Vielzahl von Steuerprogrammen
zur Verfügung stehen, die unterschiedlichen Anforderungen
hinsichtlich der Reihenfolge und Zuordnung der Nummern zu
den einzelnen Anzeigeelementen (3) genügen, und
wobei an dem (den) Modul(en) (2) eine Schnittstelle (7)
vorgesehen ist, über die das (die) Anzeigeelement(e) (3)
und/oder das (die) Bedienelement(e) (5; 6) miteinander
kommunizieren.
2. System nach Anspruch 1,
wobei eine System-Erkennungseinheit vorgesehen ist, die zum
Zeitpunkt der Inbetriebnahme des Systems (1) die
ausgewählte Schnittstelle (7) im Hinblick auf die
Teileinheiten (Bedieneinrichtung(en) (5; 6),
Anzeigeelement(e)) (3) überprüft, aus denen sich das System
(1) zusammensetzt.
3. System nach Anspruch 1 oder 2,
wobei eine Aufruf-Einheit (10) vorgesehen ist, die
entsprechend dem Identifizierungssignal der zum System (1)
gehörenden Anzeigeelemente (3) und Bedienelemente (5; 6)
das zur Verfügung stehende Steuerprogramm aktiviert, so daß
die Nummern bei Betätigung einer (der)
Bedieneinrichtung(en) (5; 6) in der durch das Steuerprogramm
vorgegebenen Reihenfolge und Zuordnung auf den
Anzeigeelementen (3) zur Anzeige gebracht werden.
4. System nach Anspruch 1 oder 2,
wobei zumindest ein weiteres Anzeigeelement (3) im
Kundenraum, vorgesehen ist, das (die) den Kunden die
nächste(n) zur Bedienung anstehende(n) Nummer anzeigt
(anzeigen).
5. System nach Anspruch 4,
wobei im Kundenraum mehrere Anzeigeelemente (3) vorgesehen
sind, die den Kunden die in der Reihenfolge der Bedienung
nächstfolgenden Nummern an den einzelnen Bedienstellen (12)
anzeigen.
6. System nach Anspruch 1,
wobei zumindest ein optisches und/oder akustisches
Signalelement (13) vorgesehen ist, das die Kunden auf einen
Wechsel der Nummer auf einem Anzeigeelemente (3) aufmerksam
macht.
7. System nach Anspruch 1, 2 oder 3,
daß bei mehreren Anzeigeelementen (3) ein erstes
Anzeigeelement (3) vorgesehen ist, das die weiteren
Anzeigeelemente (3) steuert.
8. System nach Anspruch 1, 2 oder 3,
wobei im Falle von mehreren Bedienstellen (12), die von
einem Kunden in einer gewissen Reihenfolge durchlaufen
werden müssen, eine Programmsteuerung vorgesehen ist, die
die an einer Bedienstelle (12) zuletzt bediente Nummer auf
dem Anzeigeelement (3) der nachfolgenden Bedienstelle (12)
zur Anzeige bringen.
9. System nach Anspruch 1,
wobei es sich bei einem Bedienelement (5; 6) entweder um
einen Taster (6) handelt, bei dessen Betätigung die
nachfolgende Nummer in der Reihenfolge auf dem
Anzeigeelement erscheint, oder um ein Anzeige-Steuergerät
(5) handelt, mit dem beliebige Nummern auf dem (den)
Anzeigeelement(en) (3) anzeigbar sind.
10. System nach Anspruch 9,
wobei die Anzeige-Steuervorrichtung (5) mit einem Rechner
(14) koppelbar ist, der die von der Anzeige-
Steuervorrichtung (5) gelieferten Daten statistisch
auswertet.
11. System nach Anspruch 1,
wobei es sich bei der Ausgabevorrichtung (11) für Etiketten
um eine mechanische Vorrichtung mit elektronischem Zähler
handelt.
12. System nach Anspruch 1,
wobei das Modul (2) mittels eines Klick-Mechanismus in
einer entsprechenden Ausnehmung einer Halterung anordenbar
sind.
Priority Applications (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19519660A DE19519660A1 (de) | 1995-05-30 | 1995-05-30 | Vorrichtung zur Bestimmung der Reihenfolge der Bedienung von Kunden an mindestens einer Bedienstelle |
| ES96107542T ES2189838T3 (es) | 1995-05-30 | 1996-05-11 | Dispositivo para la determinacion del orden del servicio de clientes en por lo menos un punto de presstacion de servicios. |
| DE59610124T DE59610124D1 (de) | 1995-05-30 | 1996-05-11 | Vorrichtung zur Bestimmung der Reihenfolge der Bedienung von Kunden an mindestens einer Bedienstelle |
| EP96107542A EP0745960B1 (de) | 1995-05-30 | 1996-05-11 | Vorrichtung zur Bestimmung der Reihenfolge der Bedienung von Kunden an mindestens einer Bedienstelle |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19519660A DE19519660A1 (de) | 1995-05-30 | 1995-05-30 | Vorrichtung zur Bestimmung der Reihenfolge der Bedienung von Kunden an mindestens einer Bedienstelle |
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