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DE19517570A1 - Oberflächenverarbeitungsverfahren und damit hergestelltes Werkstück - Google Patents

Oberflächenverarbeitungsverfahren und damit hergestelltes Werkstück

Info

Publication number
DE19517570A1
DE19517570A1 DE1995117570 DE19517570A DE19517570A1 DE 19517570 A1 DE19517570 A1 DE 19517570A1 DE 1995117570 DE1995117570 DE 1995117570 DE 19517570 A DE19517570 A DE 19517570A DE 19517570 A1 DE19517570 A1 DE 19517570A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
workpiece
jet
nozzle
furrows
wood
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Ceased
Application number
DE1995117570
Other languages
English (en)
Inventor
Guenter Ott
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DE1995117570 priority Critical patent/DE19517570A1/de
Publication of DE19517570A1 publication Critical patent/DE19517570A1/de
Ceased legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B27WORKING OR PRESERVING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES IN GENERAL
    • B27MWORKING OF WOOD NOT PROVIDED FOR IN SUBCLASSES B27B - B27L; MANUFACTURE OF SPECIFIC WOODEN ARTICLES
    • B27M1/00Working of wood not provided for in subclasses B27B - B27L, e.g. by stretching
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B24GRINDING; POLISHING
    • B24CABRASIVE OR RELATED BLASTING WITH PARTICULATE MATERIAL
    • B24C1/00Methods for use of abrasive blasting for producing particular effects; Use of auxiliary equipment in connection with such methods
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B44DECORATIVE ARTS
    • B44CPRODUCING DECORATIVE EFFECTS; MOSAICS; TARSIA WORK; PAPERHANGING
    • B44C1/00Processes, not specifically provided for elsewhere, for producing decorative surface effects
    • B44C1/22Removing surface-material, e.g. by engraving, by etching
    • B44C1/221Removing surface-material, e.g. by engraving, by etching using streams of abrasive particles

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Forests & Forestry (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Bearbeiten einer Werkstückoberfläche.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einem Werkstück eine ästhetisch ansprechende Oberflächengestaltung zu geben. Diese Aufgabe wird gelöst durch die Merkmale des Anspruchs 1.
Beim erfindungsgemäßen Verfahren wird Werkstoff mittels eines Gas-, Flüssigkeits- oder Partikelstrahls örtlich begrenzt aus einer Oberfläche eines Werkstücks herausgetrennt. Als Flüssigkeit eignet sich u. a. Wasser. Dem Gas- oder Flüssigkeitsstrahl können Partikel beispielsweise aus Metall, Kunststoff oder Stein zugesetzt sein. Insbesondere kommt ein Sandstrahl, also einem Luftstrahl zugesetzte Steinpartikel bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Anwendung. Es kann auch ein reiner Partikelstrahl verwendet werden. Der Strahl kann kontinuierlich oder auch diskontinuierlich mit zeitlich sich ändernder Stärke und Volumen oder auch gepulst sein.
Es entstehen Ausnehmungen verschiedener Tiefe und mit unregelmäßiger Oberflächenstruktur. Vorzugsweise wird der Strahl linienförmig entlang unregelmäßiger Linien über die Oberfläche des Werkstücks geführt, wodurch Furchen in der Oberfläche des Werkstücks gebildet werden. Es läßt sich ein unregelmäßiges Linienmuster ausbilden. Zwischen den Furchen bleibt die ursprüngliche Werkstückoberfläche bestehen. Der Strahl kann von Hand oder maschinell über die Werkstück­ oberfläche geführt werden. Durch Einsatz programm- oder mechanisch gesteuerter Werkzeugmaschinen lassen sich die Muster wiederholen.
Neben diversen Materialien wie Metall und Kunststoff können Werkstücke aus Holz mittels des erfindungsgemäßen Verfahrens bearbeitet werden. Die Maserung von Holz gibt der Oberfläche der Ausnehmungen ein optisches Muster. Ein besonderer optischer Effekt entsteht durch Bearbeitung eines aus mehreren Schichten zusammengesetzten Werkstücks, da die Schichten in den Ausnehmungen aus der Oberfläche des Werkstücks sichtbar werden. Der optische Effekt verstärkt sich durch verschieden farbige Schichten, beispielsweise durch ein aus unterschiedlich eingefärbten Kunststoffen zusammengesetztes Werkstück.
Auch die Bearbeitung von schichtverleimtem Holz, beispiels­ weise sog. Multiplex (schichtverleimtes Birkenholz) mittels des erfindungsgemäßen Verfahrens ergibt eine optisch sehr ansprechende Oberflächengestaltung, da die verschiedenen Holzschichten mit ihrer unterschiedlichen Maserung, Orientierung und Färbung in den Ausnehmungen der Werkstückoberfläche sichtbar werden.
Durch Verwendung farbiger Kleber oder farbigen Leims in einer oder in verschiedenen Farben zur Herstellung des Schichtwerkstoffs, der mit dem erfindungsgemäßen Verfahren bearbeitet wird, lassen sich zusätzliche Farbeffekte erzielen.
Das erfindungsgemäße Verfahren eignet sich nicht nur für ebene, sondern für beliebig geformte Oberflächen.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Die Figur zeigt die Bearbeitung eines Werkstücks mittels des erfindungsgemäßen Verfahrens einschließlich eines bearbeiteten Oberflächenabschnitts.
Im dargestellten Beispiel wird ein Werkstück 10 aus sog. Multiplex (schichtverleimtes Birkenholz) mittels des erfindungsgemäßen Verfahrens bearbeitet. Eine Düse 12, die an einem Handhabungsrohr 14 angebracht ist, wird über das Werkstück 10 geführt, so daß ein aus der Düse 12 austretender Strahl auf das Werkstück 10 auftrifft. Die Düse 12 ist über einen Schlauch 17 und das an diesen Schlauch 16 angeschlossene Handhabungsrohr 14 an ein an sich bekanntes nicht dargestelltes Sandstrahlgebläse angeschlossen. Aus der Düse 12 tritt ein mit Steinpartikeln versetzter Druckluftstrahl (Sandstrahl) aus.
Der Sandstrahl 16 trennt Werkstoff aus der Oberfläche des Werkstücks 10 heraus, es entstehen Ausnehmungen. Durch das Bewegen der Strahldüse 12 über das Werkstück 10 bilden diese Ausnehmungen Furchen 20, die im dargestellten Ausführungsbeispiel ein unregelmäßiges Linienmuster bilden. (Die Bewegung der Düse 12 über das Werkstücke 10 ist mit dem Pfeil F angedeutet.) An Furchenwandungen 22, die aufgrund des erfindungsgemäßen Verfahrens eine Oberflächen­ struktur aufweisen, werden mehrere Holzschichten des Multiplex-Werkstücks 10 sichtbar, es ergibt sich eine ästhetisch ansprechende Oberflächengestaltung des Werkstücks 10.
Durch eine längere Verweildauer der Düse 12 an einer Stelle bzw. eine langsame Fortbewegungsgeschwindigkeit der Strahldüse 12 über das Werkstück 10 lassen sich tiefe Furchen 20 herstellen. Vorzugsweise ist die Düse 12 senkrecht zum Werkstück 10 stehend ausgerichtet. Durch einen kleinen Abstand der Düse 12 vom Werkstück 10 von beispielsweise 10 mm lassen sich tiefe Furchen 20 mit steilen Wänden 22 fertigen. Wird der Düsenabstand vergrößert auf beispielsweise 25 mm, entstehen breite, flache Furchen 20. Durch die Wahl unterschiedlicher Partikelkörnungen des Sandstrahls 16 lassen sich unterschiedlich feine bzw. grobe Oberflächenstrukturen der Furchenwände 22 erzielen.
Der Düsendurchmesser beträgt beispielsweise 4,5 mm, der Druck der Luft für den Sandstrahl 16 beispielsweise 3,5 bar.
Mittels des erfindungsgemäßen Verfahrens lassen sich beispielsweise Bilder- und Spiegelrahmen aus schichtverleimtem Holz, oder beispielsweise auch Treppengeländer aus Massivholz herstellen. Durch mit farbigem Leim schichtverleimtes Holz entsteht ein besonderer Farbeffekt.
Ebenso wie das dargestellte, ebene Werkstück 10 lassen sich auch Werkstücke mit beliebig geformter Oberfläche mit dem erfindungsgemäßen Verfahren bearbeiten.

Claims (10)

1. Verfahren zum Bearbeiten einer Werkstückoberfläche, dadurch gekennzeichnet, daß mittels eines auf die Werkstückoberfläche gerichteten Strahls (16) örtlich Werkstoff abgetragen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Strahl (16) linienförmig, insbesondere entlang eines Linienmusters, über die Werkstückoberfläche geführt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Strahl (16) Partikel enthält.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Werkstück (10) aus Holz besteht.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Werkstück (10) ein Schichtwerkstoff ist.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Werkstoffschichten miteinander verklebt oder verleimt sind.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Werkstoffschichten verbindender Kleber oder Leim farbig ist.
8. Werkstück, dadurch gekennzeichnet, daß seine Oberfläche durch ein Strahlverfahren gefertigte Ausnehmungen aufweist.
9. Werkstück nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmungen linienförmig sind, insbesondere ein Linienmuster bilden.
10. Werkstück nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Werkstück (10) ein Schichtwerkstoff ist.
DE1995117570 1995-05-12 1995-05-12 Oberflächenverarbeitungsverfahren und damit hergestelltes Werkstück Ceased DE19517570A1 (de)

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