DE19516295A1 - Tank mit oben angeordneter Befüll- und Entleereinrichtung - Google Patents
Tank mit oben angeordneter Befüll- und EntleereinrichtungInfo
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Description
Die Erfindung beschreibt einen Tank mit oben angeordneter Befüll- und
Entleereinrichtung.
Die Erfindung ist geeignet für Tanks, insbesondere für Kesselwagen, in
denen Flüssigkeiten transportiert werden. Kesselwagen, bei denen die
Flüssigkeiten von oben über den Dom in den Tank eingebracht oder
entnommen werden, sind mit den wesentlichen Teilen der
erfindungsgemäßen Vorrichtung nachrüstbar.
Nach dem Stand der Technik werden Tanks von Kesselwagen,
insbesondere solche für leichte Mineralölprodukte in der Regel von oben
befüllt. Als Einfüllöffnung dient der Dom. Die Füllanlagen sind entweder mit
schwenkbaren Füllschläuchen, Füllarmen oder mit motorisch verfahrbahren
Einrohr-Füllanlagen ausgerüstet. Bei dieser Möglichkeit, die Tanks zu
befüllen, gelangen flüchtige organische Bestandteile der Kraftstoffe in die
Umgebung des Kesselwagens, was gefährlich, umweltschädlich und nach
neueren internationalen Bestimmungen nicht zulässig ist.
Eine andere Möglichkeit zum Befüllen von Kesselwagen ist das Befüllen mit
Einfüllstutzen, die sich am Kesselwagen unten befinden. Dieser Stand der
Technik ist beispielsweise in der deutschen Norm DIN 26 025 vom April
1984 beschrieben. Mit dieser Möglichkeit lassen sich die oben genannten
Nachteile beseitigen. Durch die dafür erforderliche Umrüstung der
Füllanlagen werden aber sehr hohe Investitionen benötigt.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine Möglichkeit zu schaffen, die die
Nachteile des Standes der Technik beseitigt und ein Befüllen und Entleeren
der Tanks von oben erlaubt, wobei weitestgehend auf vorhandene Befüll-
und Entleereinrichtungen zurückgegriffen werden soll.
Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des ersten
Patentanspruches gelöst.
Vorteilhaft an der erfindungsgemäßen Lösung ist, daß herkömmliche
Kesselwagen, bei denen als Einfüllöffnung der Dom diente, mit der
erfindungsgemäßen Vorrichtung nachrüstbar sind, so daß die Nachteile des
Standes der Technik vermieden werden.
Entsprechend der erfindungsgemäßen Lösung ragt ein Füllrohr mit einem
oben angeordneten, gasdichten Befüll- und Entleerstutzen in den Tank. Am
unteren Ende des Füllrohres befindet sich ein Diffusor mit Austrittsöffnungen,
der verhindert, daß die einzufüllende Flüssigkeit strömungstechnisch
ungünstig und mit zu hoher Eintrittsgeschwindigkeit auf die Tanksole prallt.
Vorteilhaft ist es, die Austrittsöffnungen des Diffusors seitlich anzuordnen.
Der freie Querschnitt aller Austrittsöffnungen sollte mindestens gleich dem
Querschnitt des Füllrohres sein. Die Formen der Austrittsöffnungen sind frei
wählbar. Aus fertigungstechnischen Gründen sind Langlöcher vorteilhaft.
Als günstig hat es sich erwiesen, wenn der Diffusor einen Winkel zwischen
90 und 120 Grad aufweist. Der Diffusor kann auch eine von der Kegelform
abweichende Form aufweisen, beispielsweise eine ellipsoide Form.
Die Befüll- und Entleereinrichtung kann sich an beliebiger Stelle oben am
Tank befinden, allerdings bietet es sich bei Kesselwagen mit Dom an, diese
Vorrichtung auf den Dom des Tankes aufzusetzen. Befindet sich die Befüll-
und Entleereinrichtung an einer anderen Stelle des Tankes, so ist der Dom
als Befahröffnung nutzbar. Das kann auch geschehen, indem die
erfindungsgemäße Vorrichtung aus dem Dom entfernt wird. Die
erfindungsgemäße Vorrichtung ist so auf den Dom aufzusetzen, daß ein
gasdichter Abschluß besteht. Als vorteilhaft hat es sich erwiesen, das gerade
Füllrohr mittig des Tankes anzuordnen. Soll eine möglichst vollständige
Entleerung des Tankes mittels der Vorrichtung erreicht werden, ist es
vorteilhaft, wenn sich unter dem Füllrohr in der Tanksohle eine Vertiefung
befindet. Weiterhin ist es vorteilhaft, mindestens eine Vorrichtung zur Be-
und Entlüftung des Tankes anzuordnen.
Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn sich Vorrichtungen zur Messung und/oder
Regelung des Füllstandes im oder am Tank befinden.
Im weiteren wird die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel und sechs
Figuren erläutert. Die Figuren zeigen:
Fig. 1: Kesselwagen mit erfindungsgemäßer Füll- und
Entleereinrichtung im Dom angeordnet.
Fig. 2: Tank mit Mannloch und Füll- und Entleereinrichtung sowie
Meßanordnungen zur Messung des Füllstandes.
Fig. 3: Einzelheit Z aus Fig. 1 in geschnittener Darstellung, oberer
Teil der erfindungsgemäßen Füll- und Entleereinrichtung.
Fig. 4: Einzelheit Y aus Fig. 2 in geschnittener Darstellung, unterer
Teil der erfindungsgemäßen Füll- und Entleereinrichtung.
Fig. 5: Kupplungsteil der Füllvorrichtung in Seitenansicht.
Fig. 6: Kupplungsteil der Füllvorrichtung in Draufsicht.
Die Fig. 1 zeigt einen Kesselwagen mit einem Tank 1 mit
erfindungsgemäßer Füll- und Entleereinrichtung, deren Füllrohr 4 im Dom 2
angeordnet ist. Die Einzelheiten des Domes 2 aus Fig. 1 sind in Fig. 3
dargestellt. Der Dom 2 wurde dabei mit einem Spezialdomdeckel 3
verschlossen, in dem sich ein Füllrohr 4 befindet, an dessen oberen Ende
sich ein Füll- und Entleerstutzen 8 befindet. Zum Verschließen des
Domdeckels 2 mit dem Spezialdomdeckel 3 finden vier Klappschrauben 4
Anwendung. Am unteren Ende des Füllrohres 4 befindet sich ein Diffusor 6,
der einen Winkel 18 aufweist, wobei der Winkel auf die einzufüllende
Flüssigkeit und ihr strömungstechnisches Verhalten abgestimmt ist. Zum
Ausfließen der Flüssigkeit aus dem Füllrohr4 sind Öffnungen 14 im Füllrohr
4 vorgesehen. In dem in Fig. 4 dargestellten Fall stellen diese Öffnungen
14 Langlöcher dar. Um den Tank 1 zu befüllen beziehungsweise zu
entleeren, wird an den Füll- und Entleerstutzen 8 das Kupplungsteil 16 der
Füllvorrichtung angeschlossen und fest gekoppelt. Die Fig. 5 und 6
zeigen das Kupplungsteil der anlagenseitigen Füllvorrichtung in
verschiedenen Ansichten, wobei zum günstigen Handhaben des
Kupplungsteiles mit Schlauch ein Liftloop 15 angeordnet ist.
Die Fig. 2 zeigt einen Tank 1 mit Dom, der als Mannloch dient und einem
Füllrohr 4, was unmittelbar daneben angeordnet ist. Um ein vollständiges
Entleeren des Tankes 1 durchführen zu können, befindet sich in der
Tanksohle 5 eine Vertiefung, in die das Füllrohr 4 hineinragt. Um prüfen zu
können, ob der Entleervorgang abgeschlossen ist, wurde an dieser Stelle
des Tankes eine Sonde zur Restmengenmessung 10 angeordnet. Weiterhin
befinden sich am Tank eine Sonde zur Regelabschaltung 11, eine
Überfüllsicherung 12 und Gaspendelstutzen 9. Mit diesen Vorrichtungen
entspricht der erfindungsgemäße Kesselwagen internationalen Vorschriften
und Normen.
Soll ein Befüllen des Kesselwagens vorgenommen werden, so wird zuerst
der Verschluß der Trockenkupplung mit Flammensperre abgenommen und
danach der Gaspendelstutzen 9 mit Schlauch oder Schwenkarm der
Füllanlage gekoppelt. Beim Einkuppeln beider Teile werden die
innenliegenden Schließkegel beider Kupplungsteile automatisch geöffnet,
wodurch ein Druckausgleich zwischen Kessel 1 und dieser Anlage erfolgt.
Wichtig ist es, beim Be- und Entladen diese Gaspendelverbindung zuerst
herzustellen.
Danach wird an der Trockenkupplung des Füll- und Entleerstutzens 8 das
Kupplungsteil 16 der Füll- oder Entleervorrichtung mit Schlauch,
Schwenkarm oder Füllarm angeschlossen. Beim Einkuppeln beider Teile
werden die innenliegenden Schließkegel beider Kupplungsteile automatisch
geöffnet, wonach das Befüllen oder Entleeren des Wagens erfolgen kann.
Dieses System arbeitet völlig geschlossen, es entfällt das Entspannen des
Tankes 1 in die Atmosphäre mittels Öffnen des Domdeckels. Auch die
herkömmliche Zwangsbelüftung und Gaspendelung entfällt. Der Domdeckel
braucht außer zu lnspektionszwecken nicht geöffnet zu werden. In
vorteilhafter Weise wurden Überwachungselemente 11, 12, 10 installiert, so
daß Kontrollen durch Personal eingeschränkt werden können. Mit Hilfe
dieser Überwachungselemente kann bei gefülltem oder entleertem Tank das
Aggregat zur Befüllung oder zur Entleerung automatisch freigegeben
beziehungsweise abgeschaltet werden.
Bezugszeichenliste
1 Tank
2 Dom
3 Spezial-Domdeckel
4 Füllrohr
5 Tanksohle
6 Diffusor
7 Rohraustrittsöffnung
8 Füll- und Entleerstutzen/ Trockenkupplung mit Verschluß
9 Gaspendelstutzen/ Trockenkupplung mit Flammensperre und Verschluß
10 Sonde zur Restmengenmessung
11 Sonde zur Regelabschaltung
12 Überfüllsicherung
13 Klappschraube
14 Öffnung (Schlitze) am Füllrohr unten
15 Liftloop am Kupplungsteil
16 Kupplungsteil der anlagenseitigen Füllvorrichtung
18 Diffusorwinkel
2 Dom
3 Spezial-Domdeckel
4 Füllrohr
5 Tanksohle
6 Diffusor
7 Rohraustrittsöffnung
8 Füll- und Entleerstutzen/ Trockenkupplung mit Verschluß
9 Gaspendelstutzen/ Trockenkupplung mit Flammensperre und Verschluß
10 Sonde zur Restmengenmessung
11 Sonde zur Regelabschaltung
12 Überfüllsicherung
13 Klappschraube
14 Öffnung (Schlitze) am Füllrohr unten
15 Liftloop am Kupplungsteil
16 Kupplungsteil der anlagenseitigen Füllvorrichtung
18 Diffusorwinkel
Claims (9)
1. Tank mit oben angeordneter Befüll- und Entleereinrichtung,
vorzugsweise für Kesselwagen, dadurch gekennzeichnet, daß
ein Füllrohr (4) gasdicht mit einem oben angeordneten, gasdichten
Befüll- und Entleerstutzen (8) in den Tank (1) ragt und
sich am unteren Ende des Füllrohres (4) ein Diffusor (6) und
Rohraustrittsöffnungen (7) befindet.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Diffusor (6) einen Winkel (18) zwischen 90 und 120 Grad aufweist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Befüll-
und Entleereinrichtung auf dem Dom (2) des Tankes (1) aufgesetzt
wird.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich im
Tank (1) eine Befahrungsöffnung befindet.
5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß das Füllrohr (4) gerade ist.
6. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet
daß das Füllrohr (4) über die Länge des Tankes (1) mittig angeordnet
ist.
7. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet
daß sich senkrecht unter dem Füllrohr (4) in der TanksohIe (5) eine
Vertiefung angeordnet ist.
8. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß am Tank (1) mindestens eine Vorrichtung (9) zur Be- und
Entlüftung angeordnet ist.
9. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß im oder am Tank (1) Vorrichtungen (10, 11, 12) zur Messung
oder/und Regelungen des Füllstandes vorhanden sind.
Priority Applications (7)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29520917U DE29520917U1 (de) | 1995-05-04 | 1995-05-04 | Tank mit oben angeordneter Befüll- und Entleereinrichtung |
| DE19516295A DE19516295A1 (de) | 1995-05-04 | 1995-05-04 | Tank mit oben angeordneter Befüll- und Entleereinrichtung |
| EP96103908A EP0741089A1 (de) | 1995-05-04 | 1996-03-13 | Tank mit oben angeordneter Befüll- und Entleereinrichtung |
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19516295A Ceased DE19516295A1 (de) | 1995-05-04 | 1995-05-04 | Tank mit oben angeordneter Befüll- und Entleereinrichtung |
Country Status (6)
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- 1995-05-04 DE DE19516295A patent/DE19516295A1/de not_active Ceased
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1996
- 1996-03-13 EP EP96103908A patent/EP0741089A1/de not_active Withdrawn
- 1996-03-20 PL PL96313377A patent/PL313377A1/xx unknown
- 1996-03-28 SK SK412-96A patent/SK41296A3/sk unknown
- 1996-04-10 HU HU9600926A patent/HUP9600926A3/hu unknown
- 1996-05-03 CZ CZ961300A patent/CZ130096A3/cs unknown
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| HUP9600926A3 (en) | 1998-04-28 |
| PL313377A1 (en) | 1996-11-12 |
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| HUP9600926A2 (en) | 1997-05-28 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
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Owner name: VTG-LEHNKERING AG, 20097 HAMBURG, DE |
|
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