DE19514969A1 - Hubraum-Messvorrichtung - Google Patents
Hubraum-MessvorrichtungInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Bestim
men des Hubraums eines Verbrennungsmotors.
Gegenwärtig besteht insbesondere im Rennsport ein dringendes
Bedürfnis für eine schnelle und relativ exakte Hubraummessung,
die ohne einen Ausbau des Motors oder Teile des Motors erfolgen
kann. Bislang ist es üblich, einen Motor bei Verdacht einer
Hubraumüberschreitung "auszulitern". Dies bedeutet, daß der Zy
linderkopf demontiert werden muß, was eventuell, z. B. bei Bo
xermotoren, mit einem Ausbau des gesamten Motors verbunden sein
kann. Anschließend wird der Kolben auf den unteren Totpunkt ge
fahren und eine Flüssigkeit in den geöffneten Zylinder einge
füllt. Die Menge der Flüssigkeit erlaubt einen genauen Rück
schluß über den Hubraum des Wagens. Diese Methode ist sowohl
zeit- als auch kostenaufwendig. Der Ausbau der Motorteile und
das Auslitern belaufen sich in etwa auf 3.000 DM. Die Kosten
trägt - je nach dem Ergebnis - entweder der Rennleiter oder der
Rennteilnehmer falls sich der Verdacht des Rennleiters auf
Überschreitung einer bestimmten Hubraumklasse als begründet er
weist.
Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrich
tung zu schaffen, die eine schnelle und kostengünstige Bestim
mung des Hubraums ohne einen Ausbau des Motors oder wesentli
cher Motorteile gestattet.
Die Aufgabe wird durch eine Vorrichtung gemäß Anspruch 1 ge
löst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegen
stand der Unteransprüche. Anspruch 14 zeigt ein Verfahren unter
Verwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung.
Gemäß der vorliegenden Erfindung werden zwei Werkzeuge bereit
gestellt, nämlich eine Vorrichtung zur Bestimmung des Durchmes
sers und eine Vorrichtung zur Bestimmung des Hubs des zu mes
senden Verbrennungsmotors. Für die Messung wird lediglich eine
Öffnung in dem Zylinderkopf, d. h. ein Zugang zum Verbrennungs
raum benötigt. Diese Öffnung ist in der Regel durch die Zünd
kerzenöffnung gebildet. Bei Dieselmotoren können auch die Öff
nungen für die Einspritzdüsen verwendet werden.
Die Durchmessermeßvorrichtung wird einfach in die Öffnung ein
geführt. Sie besteht am verbrennungsraumseitigen Ende aus Stre
ben, die zwischen zwei, meist konzentrischen, relativ zueinan
der bewegbaren Bowdenzugteilen angelenkt sind. Bei einer Rela
tivbewegung der Bowdenzugteile werden die Streben ausgeklappt.
Die Streben sind äquidistant um die Bowdenzugachse angeordnet.
Vorzugsweise werden drei oder vier Streben verwendet, die im
Winkel von 120° bzw. 90° um die Bowdenzugachse angeordnet wer
den. Auf diese Weise wird eine ausreichende Zentrierung der
Vorrichtung erreicht, ohne daß der Klappmechanismus aufgrund
der Vielzahl der Streben zu kompliziert wird. Der Bowdenzug
wird mit den zusammengeklappten Streben, die dann in etwa par
allel zum Bowdenzug verlaufen, durch die Öffnung in den Ver
brennungsraum eingeführt. Im Verbrennungsraum werden die Stre
ben synchron durch eine Relativbewegung der beiden Bowdenzug
teile relativ zueinander aufgespreizt. Der Weg der Verschiebung
der beiden Bowdenzugteile relativ zueinander gibt an, wie weit
die Streben aufgeklappt werden. Dies wiederum läßt einen direk
ten Rückschluß auf den Durchmesser des Zylinders zu. Am äußeren
Ende des Bowdenzuges ist eine Meßvorrichtung zur Bestimmung des
Durchmessers aufgrund der Relativbewegung der beiden Bowdenzug
teile angeordnet. Nach der Messung werden die Streben wieder
eingeklappt und aus der Öffnung herausgezogen. Nun wird ein
Einsatz in der Öffnung befestigt, der eine Führung für eine
Zugfeder aufweist. Es ließe sich statt einer Zugfeder auch je
des andere längliche Element verwenden, das sich von selbst in
eine lineare Richtung gerade ausrichtet. Es hat sich gezeigt,
daß diese Funktion von einer Zugfeder sehr gut erfüllt wird. Am
äußeren Ende des Einsatzes kann eine, möglichst flexible, Füh
rung, z. B. eine Bowdenzugführung angeordnet sein. Am Ende die
ser Führung ist dann eine Meßvorrichtung angeordnet, die die
Bewegung der Zugfeder in der Führung oder dem Einsatz mißt. Die
Meßvorrichtung kann jedoch auch direkt an den Einsatz an
geflanscht sein. Vorzugsweise drückt die Meßvorrichtung leicht
gegen das Ende der Zugfeder. Die Zugfeder ragt über die in dem
Einsatz ausgebildete Führung in den Verbrennungsraum und zwar
in Richtung auf die zentrale Zylinderachse. Die Kurbelwelle des
Motors wird nun zwischen dem oberen und unteren Totpunkt be
wegt, so daß die entsprechende translatorische Bewegung der
Zugfeder relativ zum Einsatz oder der Führung genau den Hub des
Zylinders wiedergibt. Durch den Andruck der Meßvorrichtung ge
gen das äußere Ende der Zugfeder wird sichergestellt, daß die
Zugfeder immer in Kontakt mit dem Kolbenboden ist. Vorzugsweise
ist ein Klemmring zum Festklemmen des Einsatzes vorgesehen,
wenn der Einsatz aus zwei längsgeteilten Halbschalen zur Um
schließung der Zugfeder besteht, die um einen gemeinsamen
Schwenkpunkt verspannbar sind. Der Einsatz kann dann in Art ei
nes Klemmkeils derart verspannt werden, daß er an seinem dem
Verbrennungsraum zugewandten Kopfbereich mit seinem Außenumfang
gegen die Innenumfang der Öffnung gepreßt wird. Nach der Mes
sung wird die Zugfeder aus dem Verbrennungsraum herausgezogen
und der Einsatz gelöst. Die Zündkerze kann danach wieder einge
schraubt werden. Nach dem Kontaktieren der Zündkerze ist der
Motor startbereit.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung hat den Vorteil, daß die Hub
raummessung sehr schnell und effektiv mit einer ausreichenden
Genauigkeit erfolgen kann, wodurch die bislang hohen Kosten bei
einer Hubraumüberprüfung entfallen. Die erfindungsgemäße Vor
richtung ist daher vor allem für den Bereich des Rennsports
konzipiert. Die Erfindung ist darüber hinaus aufgrund ihrer
einfachen mechanischen Bestandteile ohne großen Kostenaufwand
realisierbar, so daß die Anschaffungskosten für eine derartige
Vorrichtung sich bereits nach wenigen Messungen amortisiert ha
ben.
Die Erfindung wird nachfolgend beispielsweise in der schemati
schen Zeichnung beschrieben. In dieser zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht auf eine Hubmeßvorrichtung
gemäß der vorliegenden Erfindung;
Fig. 2 eine Seitenansicht einer Durchmessermeßvorrichtung
der vorliegenden Erfindung; und
Fig. 3 eine Aufsicht III auf die Durchmessermeßvorrich
tung aus Fig. 2.
Die erfindungsgemäße Hubraummeßvorrichtung umfaßt eine in Fig.
1 dargestellte Hubmeßvorrichtung und eine in Fig. 2 darge
stellte Durchmessermeßvorrichtung. Es ist für den Fachmann of
fensichtlich, daß die Erfindung auch lediglich zur Bestimmung
eines Hubraumparameters, nämlich des Durchmessers oder des Hu
bes verwendet werden kann.
Die in Fig. 1 dargestellte Hubmeßvorrichtung 10 enthält einen
Einsatz 12 bestehend aus zwei längsgeteilten Halbschalen, die
über einen Klemmring 14 derart gegeneinander verspannt werden
können, daß sich der verbrennungsraumseitige Kopf 16 des Ein
satzes 12 gegen einen Gewindeadapter 18 verspannt, der in der
Öffnung 19 des Zylinderkopf 20 eingeschraubt ist. Am äußeren
Ende des Einsatzes 12 ist eine Führung 22 in der Art einer Bow
denzughülse oder eines Bowdenzugs angeordnet. In dem Einsatz 12
ist eine Zugfeder 24 axial verschiebbar gehalten, welche Zugfe
der einen Führungskanal 26 im Kopf 16 des Einsatzes 12 durch
setzt. Der Führungskanal 26 ist verbrennungsraumseitig in Rich
tung der Zylinderachse, d. h. der Mitte des Kolbenbodens 28 ge
neigt und erlaubt damit ein gezieltes Austreten der Zugfeder 24
in Richtung auf den Kolbenboden 28. Das äußere Ende der Zugfe
der endet entweder im Einsatz 12 oder in der Führung 22. An dem
äußeren Ende der Zugfeder liegt ein nicht dargestellter Stempel
an, der mit einer ebenfalls nicht dargestellten Meßvorrichtung
verbunden ist, die die Axialverschiebung der Zugfeder mißt.
Die Verwendung einer Zugfeder hat den Vorteil, daß sich diese
durch den gebogenen Führungskanal 26 im Kopf 16 des Einsatzes
12 schieben läßt und danach, d. h. nach dem Austritt aus dem
Kopf 16, in Richtung auf den Kolbenboden 28 wieder selbsttätig
in eine absolut gerade Stellung ausrichtet. Dies ist erforder
lich, um den Kolbenhub exakt zu messen, was nicht möglich wäre
bei einem Element, das bei einem Hub des Kolbens seitlich aus
weicht. Es lassen sich auch andere längliche Elemente verwen
den, die nach dem Durchgang durch den gebogenen Führungskanal
selbsttätig in eine gerade ausgerichtete Lage zurückkehren.
Wenn der Zylinder senkrecht steht, ließe sich das längliche
Element sogar durch eine simple Lotseilvorrichtung realisieren.
Nach dem Festklemmen des Einsatzes 12 mittels des Klemmrings 14
und dem Ausfahren der Zugfeder 24 bis auf den Kolbenboden 28
wird die Kurbelwelle zwischen oberem und unterem Totpunkt des
Kolbens bewegt, so daß durch die maximale axiale Verschiebung
der Zugfeder der Kolbenhub erfaßt werden kann. Nach der Messung
wird die Zugfeder wieder aus dem Verbrennungsraum herausgezo
gen, der Klemmring 14 gelöst und der Einsatz 12 aus der Öffnung
19 des Zylinderkopfes 20 entfernt.
Nun kann die Durchmessermessung gemäß Fig. 2 durchgeführt wer
den. Identische oder funktionsgleiche Teile zu Fig. 1 sind in
Fig. 2 und 3 mit identischen Bezugszeichen wiedergegeben.
Durch die Öffnung 19 des Zylinderkopfes 20 wird ein Bowdenzug
30 bestehend aus einer Bowdenzughülse 32 und einer Bowdenzug
seele 34, die gegenüber der Hülse 32 axial verschiebbar ist. Am
verbrennungsraumseitigen Ende des Bowdenzuges 30 sind Streben
36 über einen ersten Anlenkungspunkt 38 an der Bowdenzughülse
32 und über einen zweiten Anlenkungspunkt 40 mittels einer
Hilfsstrebe 42 an der Bowdenzugseele 34 angelenkt. Die Hilfs
strebe 42 ist zum einen am zweiten Anlenkungspunkt 40, d. h. an
dem Ende der Bowdenzugseele 34 und mit ihrem anderen Ende an
der Strebe 36 beabstandet zum Bowdenzug 30 angelenkt.
Bei ausgeschobener (oder ganz eingefahrener) Seele liegen die
Streben 36, von denen der Übersichtlichkeit halber nur eine
dargestellt ist, im wesentlichen parallel zum Bowdenzug und
lassen sich somit leicht durch die Öffnung 19 in den Verbren
nungsraum 42 einführen. Anschließend wird die Bowdenzugseele 34
eingezogen (ausgeschoben), wodurch die Streben 36 mittels der
Hilfsstreben 42 solange aufgeklappt werden, bis die äußeren En
den der Streben 36 an der Zylinderwand 44 des Verbrennungsraums
anliegen. Der Bowdenzug wird nun herausgezogen, bis die äußeren
Enden der Streben 36 ebenfalls am Zylinderboden 28 anliegen.
Hierdurch wird erreicht, daß die Streben 36 achsnormal zur Zy
linderachse ausgerichtet sind, d. h. sich parallel zur Ebene des
Zylinderbodens befinden. Nur hierdurch wird eine exakte Durch
messermessung gewährleistet. Wie in Fig. 3 als Aufsicht 111 aus
Fig. 2 zu sehen ist, sind drei Streben 36 vorgesehen, die im
120° Abstand angeordnet sind. Drei Streben sind einerseits aus
reichend, um eine genaue Zentrierung der Durchmessermeßvorrich
tung in dem Zylinder zu gewährleisten und andererseits mit ei
nem konstruktionsmäßig einfachen Aufwand herzustellen. Selbst
verständlich können auch mehr Streben verwendet werden. Die
Mindestanzahl beträgt in jedem Fall zwei.
Die zeitliche Abfolge der Hub- und Durchmessermessung ist be
liebig. Statt Bowdenzüge können auch andere Flexible Betäti
gungselemente verwendet werden, die ein Ausklappen der Streben
ermöglichen. Statt zueinander verschiebbarer Teile kann die Be
tätigungseinrichtung auch durch eine flexible Halterung gebil
det sein, die an ihrem im Verbrennungsraum angeordneten Ende
über einen Aktuator zur elektrischen bzw. motorischen Betäti
gung der Streben im Verbrennungsraum verfügt.
Der Kopf 16 des Einsatzes ist vorzugsweise kugelrund, so daß
die verbrennungsraumseitige Öffnung des Führungskanals 26 durch
Schwenken und Drehen des Einsatzes auf die Zylinderachse ausge
richtet werden kann. Der Führungskanal 26 kann auch durch an
dere Formen von Führungen, z. B. Rollenführung gebildet sein. Am
Ende der Messung wird der Gewindeadapter 18 aus der Öffnung 19
herausgeschraubt und die Öffnung, z. B. durch Eindrehen der
Zündkerze, wieder verschlossen.
Claims (17)
1. Vorrichtung zum Bestimmen des Hubraums eines Verbrennungsmo
tors, umfassend
eine Durchmessermeßvorrichtung und eine Hubmeßvorrichtung; die Durchmessermeßvorrichtung besteht aus
eine Durchmessermeßvorrichtung und eine Hubmeßvorrichtung; die Durchmessermeßvorrichtung besteht aus
- - einem flexiblen länglichen Element, z. B. einem Bowdenzug (30), zum Einführen in eine Öffnung (19) des Zylinderkopfes, z. B. Zündkerzenöffnung,
- - am verbrennungsraumseitigen Ende des Elements (30) sind Stre ben (36) um die Achse des länglichen Elements (30), vorzugs weise äquidistant, zueinander angeordnet, welche Streben (36) durch eine Betätigungseinrichtung (32,34) auf- und zuklappbar sind und ein Länge haben, die größer als der Radius des Zylin ders ist;
die Hubmeßvorrichtung besteht aus
- - einem Einsatz (12) zum Anordnen in einer Öffnung (19) des Zy linderkopfes, z . B. Zündkerzenöffnung,
welcher Einsatz (12) einen Führungskanal (26) für eine Zugfeder
(24) oder ein längliches flexibles Element aufweist, das
selbsttätig in eine lineare Ausrichtung strebt und zum Kontakt
mit dem Kolbenbaden (28) bestimmt ist,
- - und eine Meßvorrichtung am äußeren Ende der Zugfeder (24), welche Meßvorrichtung die axiale Bewegung der Zugfeder bei ei ner Hubbewegung des Kolbens erfaßt oder anzeigt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das längliche Element durch einen Bowdenzug (30) mit zwei
relativ zueinander beweglichen Teilen (32, 34) gebildet ist,
daß die Streben klappbar an zwei Anlenkungspunkten (38, 40) ge
halten sind, von denen der eine Anlenkungspunkt (40) mit dem
inneren Bowdenzugteil (34) und der andere Anlenkungspunkt (38)
mit dem äußeren Bowdenzugteil (32) verbunden sind, so daß die
Streben (36) durch eine Relativbewegung der beiden Bowdenzug
teile (32, 34) klappbar sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß drei Streben (36) an dem Ende des Bowdenzugs (30) angeord
net sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Streben (36) über Hilfsstreben (42) mit einem Anlen
kungspunkt (40) verbunden sind, welche Hilfsstreben (42) im Ab
stand vom anderen Anlenkungspunkt (38) an den Streben (36) an
gelenkt sind.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Einsatz (12) eine Führung (26) umfaßt, dessen verbren
nungsraumseitiges Ende in Richtung auf die Zylinderachse ge
richtet ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Einsatz (12) an seinem äußeren Ende mit einer äußeren
Führung (22) für die Zugfeder (24) verbunden ist, und
daß eine Meßvorrichtung mit dem Einsatz (12) oder der Führung
(22) verbunden ist, welche die Stellung der Zugfeder (24) rela
tiv zur Führung (22) oder zum Einsatz (12) mißt.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Meßvorrichtung eine Andruckkraft auf das äußere Ende
der Zugfeder (24) ausübt.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Einsatz (12) über zwei keilförmig zugespitzte Halbscha
len verfügt, die über einen gemeinsamen Drehpunkt gegeneinander
über einen Klemmring (24) gegeneinander derart verspannbar
sind, daß die Halbschalen mit ihrem Außenumfang im verbren
nungsraumseitigen Kopfbereich (16) gegen die Öffnung (19) oder
einen in der Öffnung eingesetzten Gewindeadapter (18) preßbar
sind.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die äußere Führung (22) durch die Hülse eines Bowdenzugs
gebildet ist.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Einsatz (12) zur drehbaren Anordnung in der Öffnung
(19) ausgebildet ist.
11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Einsatz (12) einen kugelförmigen Kopf (16) aufweist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß sich die äußeren Enden der ausgeklappten Streben (36) der
Durchmessermeßvorrichtung in axialer Richtung des Bowdenzugs
(30) zum verbrennungsraumseitigen Ende hin jenseits des gemein
samen Anlenkungspunktes (40) der Streben (36) am inneren Bow
denzugteil (34) erstrecken.
13. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß in die Öffnung (19) des Zylinderkopfes ein Gewindeadapter
(18) einschraubbar ist, dessen Innenquerschnitt eine Form auf
weist, die an den Einsatz (12) angepaßt ist, und der ein Ein
führen des Bowdenzugs (30) in den Verbrennungsraum erleichtert.
14. Verfahren zur Hubraumbestimmung von Verbrennungsmotoren,
unter Zuhilfenahme der Vorrichtung nach einem der vorhergehen
den Ansprüche mit folgenden Verfahrensschritten:
- - die Zündkerze, eine Einspritzdüse oder ein ähnlicher Zylin derkopfeinsatz wird von dem Zylinderkopf (20) des Motors ent fernt, um eine Öffnung (19) für einen Zugang zum Verbrennungs raum (42) zu erhalten,
- a) Hubmessung
- - ein Einsatz (12) wird in der Öffnung (19) befestigt, welcher Einsatz (12) einen Führungskanal aufweist, der verbrennungsraumseitig in Richtung auf die zentrale Zylin derachse weist,
- - in den Einsatz (12) wird eine Zugfeder (24) oder ein längliches flexibles Element, das selbsttätig in eine li neare Ausrichtung strebt, eingeführt,
- - die Zugfeder (24) wird bis zum Kolbenboden (28) geführt,
- - der Kolben wird durch Drehen des Motors zwischen unterem und oberen Totpunkt verstellt, wobei die Zugfeder (24) zu mindest an diesen beiden Punkten mit dem Kolbenboden (28) in Kontakt steht,
- - am nach außen weisenden Ende der Zugfeder wird der Hub aufgrund der axialen Bewegung der Zugfeder bestimmt,
- b) Durchmessermessung
- - durch die Öffnung (19) wird ein Durchmessermeßgerät ein geführt, das einen Bowdenzug (30) aufweist, an dessen dem Verbrennungsraum zugewandten Ende zumindest zwei, vorzugs weise drei Streben (36) in der Art eines Regenschirms äquidistant zueinander ausklappbar angeordnet sind,
- - beim Einführen liegen die Streben (36) an dem Bowdenzug (30) an, d. h. sind im wesentlichen parallel zum Bodenzug (30) ausgerichtet,
- - im Verbrennungsraum werden die Streben (36) durch eine Relativbewegung zwischen dem inneren (34) und äußeren (32) Teil des Bowdenzuges ausgeklappt, bis die Streben (36) an der Zylinderwand (44) anliegen,
- - die Streben (36) werden vorzugsweise in Richtung auf den Zylinderboden (28) geführt, bis die äußeren Enden der Streben (36) den Kolbenboden (28) berühren,
- - aus der Relativbewegung oder relativen Stellung der bei den Teile (32,34) des Bowdenzugs (30) zueinander wird der Durchmesser des Zylinders ermittelt,
die Öffnung (19) wird durch Eindrehen des entfernten Zylinder
kopfeinsatzes wieder verschlossen.
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|---|---|---|---|
| DE1995114969 DE19514969A1 (de) | 1995-04-24 | 1995-04-24 | Hubraum-Messvorrichtung |
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