DE19514745A1 - Ladeventilanordnung zum Laden eines Speichers - Google Patents
Ladeventilanordnung zum Laden eines SpeichersInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Ladeventilanordnung zum Laden ei
nes Speichers. Gattungsgemäße Ladeventilanordnungen werden
beispielsweise zum Laden von hydraulischen Speichern mit Hy
draulikflüssigkeit eingesetzt.
Fig. 5 zeigt ein Schaltschema einer herkömmlichen Ventil
anordnung, die als Ladeventil zum Laden eines Speichers mit
Hydraulikflüssigkeit betrieben wird. Das Bezugszeichen S gibt
dabei den Hydraulikspeicher an, der von der Pumpe P aus über
eine Drosselstelle D und ein Rückschlagventil RV mit Hydrau
likflüssigkeit versorgt wird. Das Bezugszeichen N gibt einen
Verbraucher an, der über ein Schaltventil SV mit Hydraulik
flüssigkeit versorgt werden kann. Über die Drosselstelle D
und das Regelventil REV wird auch die Steuerleitung SL mit
Hydraulikdruck beaufschlagt. Das Regelventil REV ist durch
den Hydraulikdruck in der Steuerleitung SL "eingespannt". Das
dargestellte Regelventil REV hat drei Stellungen A, B, C. In
Fig. 5 ist das Regelventil REV in Stellung A dargestellt. In
dieser Stellung A wird der Hydraulikdruck von der Pumpe P
über die Drosselstelle D auf die Steuerleitung SL aufge
bracht. In der Stellung B werden alle Anschlüsse des Regel
ventils REV gesperrt und in der Stellung C wird die Steuer
leitung in den Tank T entlastet.
Wie in Fig. 5 dargestellt, ist das Regelventil beidseitig
von dem Hydraulikdruck in der Steuerleitung SL eingespannt,
wobei der Kolben K1 auf der in der Fig. 5 rechten Seite, der
das Regelventil REV in die Entlastungsstellung C bringen
möchte, eine kleinere Fläche aufweist als der entgegenwirken
de Kolben K2. Auf der rechten Seite des Regelventils REV
wirkt des weiteren ein weiterer Kolben K3, der mit dem Druck
des Speichers S beaufschlagt wird. Dieser versucht somit
ebenfalls das Regelventil in die Entlastungsstellung C zu
bringen. Diesem Kolben K3 und dem Kolben K1 entgegen wirkt
eine Feder F auf der linken Seite des Regelventils REV, wobei
die Feder F von dem Kolben K2 unterstützt wird. Die Drucklei
tung SiV links des Wechselventils stellt die Signal-
Druckleitung der Verbraucher V dar.
Im folgenden wird der Ladevorgang für den Speicher S be
schrieben. Das Schaltventil SV dient lediglich zur Steuerung
des Hydraulikstromes zum Verbraucher N und hat keinen Einfluß
auf den Ladevorgang. Das Schaltventil SV ist im Ladebetrieb
verschlossen und bleibt somit bezüglich des Ladebetriebes oh
ne Funktion.
Während des Ladevorganges kompensiert der Kolben K2 den Kol
ben K3. Somit wirkt der Kolben K1 alleine entgegen der Feder
F. Am Ende des Ladevorganges wird die Kolben K1 und K2 entla
stet; der Kolben K3 wirkt dann plötzlich auf die Feder F, so
daß ein Schaltsprung erfolgt (Kraft, Weg, Hysterese).
Ist der Speicher S leer bzw. weitgehend leer, befindet sich
das Regelventil REV in der dargestellten Stellung A. Der
Speicher V wird in dieser Stellung "langsam" über die Dros
selstelle D und das Rückschlagventil RV vollgeladen. Ist ein
bestimmter Druck im Speicher S erreicht, bringt der Kolben K1
das Regelventil REV in die Stellung B. Wie bereits ausge
führt, kompensieren sich die Kolben K2 und K3 während des La
dens, so daß das Regelventil REV in die Stellung B gebracht
wird; dabei wird durch die Dynamik des Systems auch eine Zwi
schenstellung A/B bewirkt. Durch die Entlastung der Drucklei
tung in den Tank T sinkt der Druck in den Kolben K1 und K2
auf Tankniveau ab, so daß nur noch der Kolben K3 wirksam ist.
Der Kraftsprung am Kolben bewirkt einen Wegsprung des Kol
bens, wobei eine Schalthystere von ca. 18% auftritt.
Der Druck, ab dem das Regelventil bewegt wird, kann über die
Feder F eingestellt werden. In der Stellung B wird der sich
bereits in der Steuerleitung SL aufgebaute Druck gehalten und
die Pumpe fördert weiter Hydraulikflüssigkeit. Steigt der
Druck im Speicher S weiter an, wird das Regelventil REV in
die Stellung C gebracht, in der der Druck aus der Steuerlei
tung in den Tank entlastet wird. Durch das zusammenbrechen
des Drucks in der Steuerleitung bekommt die Pumpe P, wenn der
Ladedruck der höchste Druck in der Lade-Ventilanordnung ist,
ein Signal die Förderung auf Leerlaufförderung zu drosseln.
Sinkt der Druck im Speicher S ab, wird das Regelventil in um
gekehrter Weise von der Feder F wieder in die Stellung C ge
bracht. In dieser Stellung kann sich aufgrund der Leer
laufförderung wieder ein Druck in der Steuerleitung SL auf
bauen, der ab einem vorbestimmten Druck der Pumpe das Signal
gibt, wieder auf volle Förderleistung hochzufahren. Ein Kurz
schluß am Regelventil bewirkt somit ein Abschalten der Pumpe;
wohingegen andernfalls der Druck steigt, bis das delta P des
Regelventils für eine Pumpenförderung größer Null erreicht
ist. Diese Ladeanordnung hat jedoch gewisse Nachteile. Der
Speicher S wird bis zum Abschalten der Pumpe P weitergeladen.
Werden Verbraucher in V höher als der Abschaltdruck der Lade-
Ventilanordnung belastet, so werden die Speicher bis zu die
sem Ladedruck geladen. Übersteigt der Lastdruck dabei den ma
ximal zulässigen Speicherdruck, kommt es zu einer Zerstörung
des Speichers S oder auch des Ventils.
Aufgabe der Erfindung ist es eine Ladeventilanordnung zu
schaffen, die eine Überlastung des Speichers S und des Ven
tils, dessen Gehäuse üblicherweise aus GG 30 besteht, sicher
verhindert.
Die Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 ge
löst.
Mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 wird erstens er
reicht, daß der Speicher bei Erreichen eines Grenzdrucks von
der Pumpe abgetrennt wird, so daß in jedem Fall ein Überladen
des Speichers mittels der Pumpe sicher ausgeschlossen wird
und zweitens, daß der Lastdruck des Verbrauchers nicht auf
den Speicher wirken kann. Auf diese Weise wird eine Ladeven
tilanordnung mit einer effektiven Speichersicherung geschaf
fen, mittels der eine Überlastung des Speichers und des Ven
tils selbst sicher ausgeschlossen werden kann.
Die Steuerung der Pumpe kann über eine Steuerleitung erfol
gen. Dabei wird der Druck in der Steuerleitung über ein Re
gelventil gesteuert, das eine Entlastungsstellung aufweist,
in der die Steuerleitung in einen Tank entlastet wird, so daß
der Druck in der Steuerleitung zusammenbricht und die Pumpe
entsprechend ein Signal zum Drosseln der Förderleistung auf
Leerlaufförderung erhält, falls der Ladedruck bzw. Speicher
druck zu diesem Zeitpunkt der höchste Druck im System ist.
Das Regelventil kann mit einer zusätzlichen Zwischenstellung
versehen sein, in der die Steuerleitung über eine Drossel
stelle in einen Tank entlastet wird. Auf diese Weise wird ein
kontinuierlicherer Steuervorgang erzielt. Das Regelventil
kann den Ladedruck im Ventil somit auf einen Einstellwert be
grenzen.
Das Regelventil wird bevorzugter Weise durch den Speicher
druck angesteuert, dem in der Leerlaufstellung die Kraft ei
ner Feder entgegenwirkt. Während des Ladens steigt der Lade
strom. Das Regelventil kann dabei mittels des Steuerdrucks
eingespannt werden, wobei die Einspannung so erfolgt, daß die
Feder unterstützt wird.
Die Steuerleitung ist entweder mit dem Speicher oder der Pum
pe in Verbindung, wobei die Steuerleitung vorteilhaft über
eine Drosselstelle mit Fluid beaufschlagt wird.
Das Hauptventil, das den Speicher mit der Pumpe verbindet
oder diese Verbindung trennt, wird über den Speicherdruck ge
steuert. Dem Speicherdruck entgegen kann die Kraft einer Fe
der wirken. Die Feder kann auch durch den Steuerdruck in der
Steuerleitung unterstützt werden.
Die Pumpe kann direkt von der Steuerleitung angesteuert wer
den oder über die Steuerleitung kann ein Schaltventil gesteu
ert werden, das bei Absinken des Druckes in der Steuerleitung
in eine Entlastungsstellung gebracht wird und in dieser Stel
lung die mit der Pumpe zur Steuerung dieser verbundene Lei
tung entlastet, so daß die Pumpe mittelbar über die Steuer
leitung gesteuert wird. Wird der Speicherdruck direkt zur
Steuerung der Pumpe verwendet, führt ein Ausfall des Wechsel
ventils zwangsweise zum Ausfall eines Speicherkreises, also
eines Bremskreises.
Bei der Ladeventilanordnung gemäß der Erfindung ist die Lade
funktion problemlos auch bei sehr hohen Drücken gegeben und
somit wird in jedem Fall ein sicheres Abschalten gewährlei
stet, wenn die Speicher geladen sind. Darüberhinaus wird auch
die Ladezeit kürzer weil das delta P = PPumpe-PSpeicher
groß ist, was anhand der Ausführungsbeispiele erläutert wird.
Eine zuverlässige Funktion der Ladefunktion wird auch für den
Fall gewährleistet, daß der Druck nebengeschalteter Verbrau
cher höher ist als der Speicherdruck, was aus der Beschrei
bung der Ausführungsbeispiele klar wird. Auf diese Weise wird
eine Zerstörung des Speichers oder auch des Ladeventils si
cher ausgeschlossen.
Eine besonders kompakte Ladeventilanordnung wird erhalten,
wenn das Ventil zum Abtrennen des Speichers und ein Teil der
Steuerleitung mit Drosselstelle in einem Gehäuse zusammenge
faßt werden. Dabei besteht der Vorteil, daß kein Hochdruck im
Gehäuse anliegt. Ein entsprechendes integriertes Ladeventil
wird detailiert in der Figurenbeschreibung zu Fig. 4 be
schrieben.
Die Erfindung wird folgend detailiert anhand verschiedener
Ausführungsbeispiele beschrieben.
Fig. 1 zeigt das Schaltschema eines ersten Ausführungsbei
spiels.
Fig. 2 zeigt das Schaltschema eines zweiten Ausführungsbei
spiels.
Fig. 3 zeigt das Schaltschema eines dritten Ausführungsbei
spiels.
Fig. 4 zeigt ein integriertes Ladeventil gemäß Fig. 1 im
Querschnitt.
Fig. 5 zeigt das Schaltschema eines Ladebetriebes nach dem
Stand der Technik.
Im folgenden wird die Erfindung anhand der Fig. 1 erläutert.
Die Pumpe 1 fördert Hydraulikflüssigkeit über ein Rückschlag
ventil 2 und ein Schaltventil 3 in der offenen Stellung 3A
des Schaltventils 3 in den Speicher 4. Das Rückschlagventil
muß jedoch nicht unbedingt vorhanden sein. Mit dem Einsatz
des Rückschlagventils wird jedoch eine zusätzliche Sicherheit
bei Ausfall des Pumpenantriebes und verschlossener Pumpenlei
tung bzw. Verbraucher erzielt. Von der Pumpe 1 führt eine
weitere Leitung zu Verbrauchern V. Die Lastmeldung dieser
Verbraucher erfolgt über die Leitung 8, die rechts des Wech
selventils dargestellt ist.
Ab einem bestimmten Grenzdruck im Speicher 4 wird das Schalt
ventil 3 mittels des Kolbens 7 gegen die Kraft der Feder 5 in
die gesperrte Stellung 3B geschaltet und somit der Speicher
sowohl von der Pumpe 1 als auch von dem Verbraucher abgekop
pelt.
Wie aus der Fig. 1 zu ersehen, wird die Feder 5 bei diesem
Ausführungsbeispiel von einem Kolben 6 unterstützt, der von
der Steuerleitung 9 angesteuert wird. Die Funktionsweise des
Regelventils 11 und damit der Druckauf- und -abbau in der
Steuerleitung 9 wird folgend erläutert.
Beim Laden des Speichers 4 fördert die Pumpe 1 über eine
Drossel 10 auch in die Steuerleitung 9, die das Regelventil
11 in der dargestellten Weise einspannt, so daß beim Laden
die Stellung 11B des Regelventils 11 bewirkt wird, wobei die
Kolbenfläche des rechten Kolbens 12 größer ist als die des
linken Kolbens 13, so daß Druck in der Steuerleitung 9 die
Feder 14 unterstützt, die versucht das Regelventil 11 in die
dargestellte gesperrte Stellung 11A zu bringen, in der sich
das Regelventil 11 beim Laden des Speichers 4 befinden wird.
Zu beachten ist, daß das dargestellte Schaltbild keine direk
te Kopplung der Kolben 12 und 15 an den Schaltkolben des Re
gelventiles 11 zeigt. Grundsätzlich kann die Kopplung sowohl
direkt als auch indirekt erfolgen. Der Kolben 13 ist direkt
mit dem Schaltkolben verbunden. Die Kolben 12 und 15 wirken
gegeneinander, wobei die am Kolben 15 eingezeichnete Feder
nur als Hilfsfeder wirkt und kräftemäßig vernachlässigbar
ist.
Der Ladedruck PLS steigt, bis der Kolben 15, den Schaltkolben
des Regelventils 11 nach 11B verschiebt und der Ladedruck so
mit während des Ladens konstant gehalten wird. Dabei wirken
die Kolben 12 und 15 am Ende des Ladevorgangs auf den Schalt
kolben. Die kleine Hilfsfeder bewirkt lediglich eine Ver
schiebung, damit eine Anschlagscheibe zwischen den Kolben
nicht lose kommt.
Der Feder 14 entgegen wirkt ein Kolben 15, der mit dem Spei
cherdruck beaufschlagt wird und versucht, das Regelventil 11
in die Entlastungsstellung 11C zu bringen. Zwischen der ge
sperrten Stellung 11A und der Entlastungsstellung 11C ist ei
ne Zwischenstellung 11B vorgesehen, in der die Steuerleitung
gedrosselt in einen Tank 16 entlastet wird.
Die Steuerleitung 9 ist über den Leitungsarm 9′ mit der Pumpe
1 bzw. dem Pumpenregler verbunden, die über den Druck in dem
Leitungsarm 9′ gesteuert wird. Ist dieser Druck hoch, arbei
tet die Pumpe mit vollem delta P, bricht dieser Druck zusam
men, so geht die Förderleistung der Pumpe auf Leerlaufbetrieb
zurück. Ist der Druck PLS = 0, so regelt die Pumpe den
"Ruhedruck" des Systems aus PLS < 0, so regelt die Pumpe den
Betriebsdruck bzw. das delta P aus.
In der in Fig. 1 gezeigten Stellung zum Laden des Speichers
4 ist die Steuerleitung 9 durch das Regelventil 11 gesperrt,
so daß in der Steuerleitung 9 durch die Pumpe 1 ein hoher
Druck aufgebaut wird. Bei Überschreiten eines bestimmten
Speichergrenzdrucks bringt der Kolben 13 das Regelventil 11
gegen die Kraft der Feder 14 und die Differenzkraft der Kol
ben 15 und 12 in die Entlastungsstellung 11C. In dieser Stel
lung 11C wird die Steuerleitung 9 in den Tank 16 entlastet,
so daß der Druck in der Steuerleitung 9 sowie dem Leitungsarm
9′ zusammenbricht. Die Pumpe 1 schaltet entsprechend auf
Leerlaufförderung.
Solange der Speicherdruck nicht absinkt und das Schaltventil
3 nicht in die offene Stellung 3A zurückschaltet, erfolgt die
Leerlaufförderung über das Regelventil 11 in den Tank 16.
Sollte der Speicherdruck abfallen, erfolgt ein Kraftsprung am
Schaltkolben und das Regelventil springt über die gedrosselte
Stellung 11b in die gesperrte Stellung 11A zurück. Nachdem
ein bestimmter Druck aufgebaut ist, wird das Regelventil in
Stellung 11B gebracht und regelt in dieser den Druckaufbau.
Sobald der Pumpendruck dann größer als der Speicherdruck ist,
fördert die Pumpe 1 in den Speicher. Der Förderstrom der Pum
pe 1 hängt dabei von der Druckdifferenz des PPumpe - PSpeicher
ab. Der Pumpendruck steigt auf PLS + delta PRegler.
Bei der Erläuterung der weiteren Ausführungsbeispiele wird im
wesentlichen auf die Unterschiede zum ersten Ausführungsbei
spiel eingegangen, ohne daß die Gemeinsamkeiten nochmals de
tailliert erläutert werden.
Zu Fig. 2. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist das Schaltven
til 103 genauso angeordnet wie bei dem ersten Ausführungsbei
spiel; die Arbeitsweise ist ebenso identisch. Abweichend zum
ersten Ausführungsbeispiel wird jedoch bei diesem zweiten
Ausführungsbeispiel die Steuerleitung 109 nicht von der Pumpe
101 mit Fluid versorgt, sondern von dem Speicher 104. Wie aus
Fig. 2 zu sehen, wird der Speicherdruck über eine Drossel
110 und das Regelventil 111A auf die Steuerleitung 109 und
damit auf den Leitungsarm 109′ des Pumpenreglers aufgebracht.
Die Drossel 110 ist nicht unbedingt nötig und kann auch ent
fallen.
Analog zum ersten Ausführungsbeispiel wird ab einem bestimm
ten Speicherdruck das Regelventil 111 von der dargestellten
Stellung 111A, die einen Druckaufbau in der Steuerleitung 109
gestattet, in die Entlastungsstellung 111B gebracht, in der
die Steuerleitung 109 in den Tank 116 entlastet wird. Ent
sprechend bricht der Druck im Leitungsarm 109′ zusammen und
die Pumpe 101 schaltet auf Leerlaufförderung zurück. Sobald
der Speicherdruck unter einen vorbestimmten Druck absinkt,
schalten die Ventile wieder in die dargestellten Stellungen
zurück und es kann sich aufgrund der Leerlaufförderung der
Pumpe 101 wieder ein Druck in der Steuerleitung aufbauen, so
daß die Pumpe 101 wieder auf volle Förderleisung hochgeschal
tet wird. Auch bei diesem Ausführungsbeispiel wird durch das
Schaltventil 103 der Speicher 104 ab einem bestimmten Druck
von der Pumpe 101 und dem Verbraucher getrennt, was den Vor
teil hat, daß kein Ladestrom fließt.
Das dritte Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3 unterscheidet
sich von dem zweiten Ausführungsbeispiel nur dadurch, daß der
Pumpenregler mit dem Leitungsarm 209′ nicht direkt über den
Druck in der Steuerleitung 209 gesteuert wird, sondern mit
dem Druck in der Steuerleitung 209 ein Zusatzventil gesteuert
wird, das bei einem Zusammenbrechen des Drucks in der Steuer
leitung 209 den Druck im Leitungsarm 209′ bzw. im Pumpenreg
ler entlastet und so die Pumpe 201 auf Leerlaufförderung zu
rückschaltet. Dieser Aufbau hat den Vorteil, daß kein Lade
strom fließt und des weiteren daß der Ausfall der LS-Leitung
keinen Einfluß auf den bzw. die Speicher hat.
Das dargestellte Zusatzventil 217 weist eine gedrosselte of
fene Stellung 217A und eine Entlastungsstellung 217C auf. Wird
wie beim Ausführungsbeispiel 2 das Regelventil 211 aufgrund
eines hohen Speicherdruckes in die Entlastungsstellung ge
bracht, so wird das Zusatzventil 217 von der Kraft der Feder
218 in die Entlastungsstellung 217C gebracht und der Lei
tungsarm 209′ in einen Tank 219 entlastet. Die Pumpe 201 wird
entsprechend auf Leerlaufförderung geschaltet.
Geht der Speicherdruck zurück, schaltet das Regelventil 211
wieder in die dargestellte offene Stellung 211A zurück und es
kann sich in der Steuerleitung 209 wieder Druck aufbauen.
Durch diesen Druckaufbau wird über den Kolben 220 das Zusatz
ventil 217 gegen die Kraft der Feder 218 zunächst in die
mittlere Stellung 217A verschoben, in der sich auch wieder
Druck im Leitungsarm 209′ aufbauen kann, wodurch die Pumpe
wieder auf volle Förderleistung geschaltet wird. Bei diesem
Ausführungsbeispiel ist der Speicher 204 über das Zusatzven
til 217 abgesichert. Der Druck der Pumpe PPumpe darf dabei
höher sein und hängt vom Druck der Verbraucher PVerb ab.
Fig. 4 beschreibt ein integriertes Ladeventil, bei dem das
Schaltschema gemäß Fig. 1 umgesetzt wurde. In dieses Lade
ventil sind das Schaltventil und ein Teil der Steuerleitung
mit Drosselstelle integriert.
Das Ladeventil weist ein äußeres Gehäuseteil 21 auf, das ei
nen zentralen Einlaß 22 zum Anschluß der Pumpe aufweist. Von
diesem Einlaß 22 führt über die Drosselstellen einer Drossel
kette 26 ein äußerer Steuerkanal 24 am Umfang einer einge
setzten Hülse 23 zu dem dem Ausgang 25 entgegengesetzten Ende
des Ladeventils. Der mit dem Steuerkanal 24 verbundene Aus
gang 25 ist mit der Steuerleitung verbindbar und wird in der
dargestellten Weise mit dem Regelventil 11 verbunden. Im vor
deren Bereich des Steuerkanals sind vier Taschen als Drossel
kette 26 vorgesehen, die eine Drosselstelle im Steuerkanal 24
ausbilden. Ein zweiter Kanal 27 führt zunächst durch die Mit
telachse der Hülse 23 ggf. über ein Rückschlagventil und dann
an deren inneren Umfang zwischen der Hülse 23 und einem Zy
linderbauteil 28 entlang.
In dem Zylinderbauteil 28 ist ein Kolben 29 verschieblich ge
lagert, der von einer Feder 30 auf der Seite des Ausgangs 25
in Richtung der Einlaß 22 gedrängt wird. In der dargestellten
Stellung befindet sich der Kolben 29 in seiner rechtsseitigen
Endposition. In dieser Position wird das Fluid im Kanal 27
über Bohrungen 37 im Zylinderbauteil 28 zu Nuten 31 am Umfang
des Kolbens 29 geleitet und über diese Nuten 31 zum Speicher
ausgang 32. Der Speicherausgang 32 ist einerseits mit dem
Fluidspeicher (nicht dargestellt) und andererseits mit dem
Regelventil 11 in der dargestellten Weise zur Steuerung des
Regelventils 11 verbunden.
Die Nuten 31 erstrecken sich nicht über die ganze Länge des
Kolbens 29, sondern nur über den in der Fig. 4 dargestellten
Bereich des Kolbens 29. Das heißt, in der dargestellten End
position des Kolbens 29 reichen die Nuten 31 von dem radial
einwärtsgerichteten Verbindungsabschnitt 37 des Kanals 27 ge
rade bis zum Speicherausgang 32, um in dieser Stellung des
Kolbens 29 eine Verbindung des Kanals 27 mit dem Speicher 32
zu ermöglichen. Die Nuten 31 sind des weiteren über Bohrungen
33 und 34 mit einem Raum 35 am Kolbenboden des Kolbens 29 ver
bunden. Das Gehäuseteil 21, die Hülse 23 und das Zylinderbau
teil 28 sind mittels Dichtungen 36 gegeneinander abgedichtet.
Folgend wird die Funktionsweise des Ladeventils erläutert.
Beim Laden des Speichers befindet sich der Kolben 29 in der
gezeigten Stellung. Das Fluid strömt über den Einlaß 22 und
den Kanal 27 weiter über die Nuten 31 des Kolbens 29 und den
Speicherauslaß 32 zu dem Speicher bzw. zu dem Regelventil 11.
Gleichzeitig strömt das Fluid gedrosselt über die Drosselket
te 26 und den Steuerkanal 24 zu dem Ausgang 25. Da sich das
Regelventil 11 beim Ladevorgang in der gesperrten Stellung
11A befindet, ist in der Steuerleitung ein Druck vorhanden
und die Pumpe fördert entsprechend. In der Stellung 11B be
grenzt der Kolben den Druck. Steigt der Druck im Speicher an,
so steigt auch der Druck in den Nuten 31 und damit in dem
Raum 35 am Kolbenboden.
Der Speicherdruck ist während des Ladens kleiner als der La
dedruck Ls. Am "Ladeende" erreicht der Speicherdruck fast die
gleiche Höhe wie der Ls-Druck. Da die Feder sehr stark ist,
schließt der Kolben, wodurch die Ls-Leitung in den Tank 16
entlastet wird. Mittels der Feder wird Schaltsicherheit auch
bei verschmutzten Öl gewährleistet. Der Kolben unterbindet
das Laden des bzw. der Speicher, wenn der Druck PV steigt.
Das Abschalten des Schaltventils 3 wird alleine über das Re
gelventil 11 gesteuert.
Auf diese Weise wird die bereits zu Fig. 1 erläuterte Ar
beitsweise realisiert. Wird nunmehr über das Regelventil 11
die Steuerleitung entlastet, fällt auch der Druck auf das
hintere Kolbenende 38 weg und der Kolben 29 kehrt nicht so
fort bereits bei einem geringfügigen Absinken des Speicher
drucks wieder in die dargestellte Stellung zurück, sondern
verbleibt länger in der gesperrten Stellung, bis der Spei
cherdruck unter einen allein durch die Kraft der Feder 30
vorgegebenen Mindestdruck absinkt. Erst dann kehrt der Kolben
29 in die Durchgangsstellung zurück und gleichzeitig schaltet
auch das Regelventil 11 wieder zurück, so daß sich in der
Steuerleitung aufgrund der Leerlaufförderung der Pumpe wieder
Druck aufbauen kann und die Pumpe wieder auf volle Leistung
hoch geschaltet wird.
Claims (20)
1. Ladeventilanordnung mit einem Schaltventil (3, 103, 203),
das mit einer Pumpe (1, 101, 201) und einem Speicher
(4, 104, 204) verbindbar ist und in einer ersten Stellung die
Pumpe (1, 101, 201) mit dem Speicher (4, 104, 204) verbindet und
in einer zweiten Stellung die Pumpe (1, 101, 201) von dem Spei
cher (4, 104, 204) trennt, wobei eine Trennung von Pumpe
(1, 101, 201) und Speicher (4, 104, 204) ab einem bestimmten
Speichergrenzdruck oder Ausgangsdruck des Bremssystems er
folgt und der Druck der Pumpe (1, 101, 201) und/oder der Druck
des Speichers (4, 104, 204) an ein Regelventil (11, 111, 211) zur
Regelung der Pumpe (1, 101, 201) anlegbar sind und ein ange
schlossener Verbraucher vom Speicher (4, 104, 204) so trennbar
ist, daß der Lastdruck des Verbrauchers nicht auf den Spei
cher (4, 104, 204) wirkt.
2. Ladeventilanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß das Regelventil (11, 111, 211) eine erste Stellung
aufweist, in der der Speicher (4, 104, 204) mit einer Steuer
leitung zur Steuerung der Pumpe (1, 101, 201) verbunden ist und
eine zweite Stellung, in der die Steuerleitung in einen Tank
(16, 116, 216) entlastet wird.
3. Ladeventilanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß die Pumpe (1, 101, 201) mit einer Steuerleitung ver
bindbar ist und das Regelventil (11, 111, 211) eine erste Stel
lung aufweist, in der die Steuerleitung gesperrt ist und eine
zweite Stellung, in der die Steuerleitung in einen Tank
(16, 116, 216) entlastet wird.
4. Ladeventilanordnung nach einem der Ansprüche 2 bis 3, da
durch gekennzeichnet, daß das Regelventil (11, 111, 211) eine
Zwischenstellung aufweist, in der die Steuerleitung über eine
Drosselstelle in den Tank (16, 116, 216) entlastet wird.
5. Ladeventilanordnung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, da
durch gekennzeichnet, daß das Regelventil (11, 111, 211) mit
tels des Druckes in der Steuerleitung eingespannt ist, wobei
die auf das Regelventil (11, 111, 211) in Entlastungsrichtung
wirkende Fläche geringer ist als die entgegengesetzt wirkende
Fläche.
6. Ladeventilanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, da
durch gekennzeichnet, daß das Regelventil (11, 111, 211) über
den Speicherdruck angesteuert wird, dem die Kraft einer Feder
entgegenwirkt.
7. Ladeventilanordnung nach einem der Ansprüche 2 bis 6, da
durch gekennzeichnet, daß die Steuerleitung über eine Dros
selstelle mit dem Speicher (4, 104, 204) oder der Pumpe
(1, 101, 201) verbindbar ist.
8. Ladeventilanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, da
durch gekennzeichnet, daß das Schaltventil (3, 103, 203) über
den Speicherdruck angesteuert wird, dem die Kraft einer Feder
entgegenwirkt, wobei die Feder das Schaltventil (3, 103, 203)
in die erste Stellung drängt.
9. Ladeventilanordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeich
net, daß das Schaltventil (3, 103, 203) zusätzlich von dem
Druck einer Steuerleitung angesteuert wird, der die Feder un
terstützt.
10. Ladeventilanordnung nach einem der Ansprüche 2 bis 9, da
durch gekennzeichnet, daß die Pumpe (1, 101, 201) über den
Druck in der Steuerleitung steuerbar ist.
11. Ladeventilanordnung nach Anspruch 10, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Pumpe (1, 101, 201) direkt über den Druck in
der Steuerleitung gesteuert wird.
12. Ladeventilanordnung nach Anspruch 10, dadurch gekenn
zeichnet, daß über den Druck der Steuerleitung ein Zusatzven
til gesteuert wird, das bei Absinken des Drucks in der Steu
erleitung in eine Entlastungsstellung gebracht wird, in der
die mit der Pumpe (1, 101, 201) zur Steuerung dieser verbundene
Leitung entlastet wird.
13. Ladeventilanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, daß das Regelventil (11, 111, 211) und
das Schaltventil (3, 103, 203) in einem Gehäuse integriert
sind.
14. Ladeventilanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse einen Anschluß für
die Pumpe (1, 101, 201) und einen verschieblichen Kolben (29)
aufweist, wobei das Fluid in einer ersten Stellung des Kol
bens (29) vom Anschluß durch das Gehäuse über zumindest einen
Kanal am Umfang des Kolbens (29) entlang zu einem Speicheran
schluß strömen kann und in einer zweiten Stellung des Kolbens
(29) die Verbindung vom Gehäuse zum Umfang des Kolbens (29)
unterbrochen ist.
15. Ladeventilanordnung nach Anspruch 14, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Kolben (29) von einer Feder (30) in die er
ste Stellung belastet wird und mit einer Bohrung versehen
ist, die den Kanal mit der der Feder (30) entgegengesetzten
Stirnseite des Kolbens (29) verbindet.
16. Ladeventilanordnung nach Anspruch 14 oder 15, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Gehäuse einen Steuerkanal aufweist, der
den Anschluß für die Pumpe (1, 101, 201) mit dem Anschluß für
die Steuerleitung verbindet.
17. Ladeventilanordnung nach Anspruch 16, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Steuerkanal mit einer Drosselstelle verse
hen ist.
18. Ladeventilanordnung nach Anspruch 17, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Drosselstelle durch eine Drosselkette (26)
ausgebildet wird.
19. Ladeventilanordnung nach Anspruch 18, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Drosselkette (26) durch vier erweiterte
Räume ausgebildet wird.
20. Ladeventilanordnung nach einem der Ansprüche 14 bis 19,
dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse aus mehreren Teilen
zusammengesetzt ist, die gegeneinander abgedichtet sind.
Priority Applications (6)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19514745A DE19514745A1 (de) | 1995-04-21 | 1995-04-21 | Ladeventilanordnung zum Laden eines Speichers |
| US08/952,712 US6000219A (en) | 1995-04-21 | 1996-03-21 | Charging valve arrangement to charge a store |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OM8 | Search report available as to paragraph 43 lit. 1 sentence 1 patent law | ||
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: MANNESMANN REXROTH AG, 97816 LOHR, DE |
|
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |