DE19513306C2 - Vorrichtung zum Streuen von beleimten Spänen, Fasern und dergleichen Teilchen - Google Patents
Vorrichtung zum Streuen von beleimten Spänen, Fasern und dergleichen TeilchenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Streuen von be
leimten Spänen, Fasern und dergleichen Teilchen aus lignozel
lulose- und/oder zellulosehaltigen Materialien im Zuge der
Herstellung von Span- oder dergleichen Platten nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
Ziel der Weiterbildung des Gegenstandes der vorliegenden Er
findung ist es, ein Streuen von Vliesen aus beleimten Spä
nen, Fasern und dergleichen Teilchen in der Weise zu ermögli
chen, daß zumindest die äußere Zone bzw. die äußeren Zonen
der jeweiligen Deckschicht bzw. Deckschichten frei von stö
renden Verunreinigungen, insbesondere frei von feinen bis
feinsten Sandteilchen sind.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
Durch die gemäß der Erfindung getroffenen Maßnahmen wird
sichergestellt, daß störende Verunreinigungen, insbesondere
Sandkörner und dergleichen nicht in die äußersten Schichten
des jeweils geformten Vlieses und damit auch der an
schließend gebildeten Platte gelangen können und somit auch
keine negativen Auswirkungen bei der Weiterbearbeitung der
Platten, insbesondere bei Schleifvorgängen haben können.
Besonders vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in
den Unteransprüchen angegeben.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbei
spiels unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert;
in der Zeichnung ist die erfindungsgemäße Vorrichtung zur
Streuung eines Teilvlieses mit einer Deckschicht und zumin
dest einem Mittelschichtanteil schematisch dargestellt. Der
weitere Anteil der Mittelschicht sowie die gegenüberliegende
Deckschicht wird mit einer analog ausgebildeten Vorrichtung
gestreut.
Die insgesamt mit dem Bezugszeichen 1 bezeichnete Vorrich
tung dient zum Streuen von beleimten Spänen, Fasern und der
gleichen Teilchen aus lignozellulose- und/oder zellulose
haltigen Materialien im Zuge der Herstellung von Span- oder
dergleichen Platten.
Mittels eines Dosierbandes 2 eines zugehörigen Streugutbun
kers wird das zu streuende beleimte Gut 3 in Pfeilrichtung 4
einer in Pfeilrichtung 5 auflösend wirkenden Dosierwalze 6
mit einem Streugutabwurf 7 zugeführt.
Das beleimte Streugut gelangt ausschließlich auf eine obere
Streuwalzeneinheit 8, die aus einer Vielzahl von in einer
horizontalen Ebene angeordneten Streuwalzen 9 besteht, die
vorgegebene Achsabstände besitzen und im Uhrzeigersinn ange
trieben sind.
Zwischen der oberen Streuwalzeneinheit 8 und einem in Pfeil
richtung 10 kontinuierlich angetriebenen Formband 11 ist in
einer horizontalen Ebene eine untere Streuwalzeneinheit 12
angeordnet, die eine Vielzahl von Streuwalzen 13 aufweist,
die vorgegebene Achsabstände besitzen und in entgegengesetz
ter Richtung wie die Streuwalzen 9, also im Gegenuhrzeiger
sinn angetrieben sind.
Der Streugutabwurf 7, der die obere Streuwalzeneinheit 8 be
schickt, ist bezüglich der Streuwalzen 13 der unteren Streu
walzeneinheit 12 so angeordnet, daß er bevorzugt in einem
mittleren Bereich zwischen den jeweils randseitigen Walzen
gelegen ist. Dieser Bereich ist in der Zeichnung mit M1
bezeichnet. Die überwiegende Anzahl der Streuwalzen 13 be
findet sich unterhalb der oberen Streuwalzeneinheit 8, das
heißt der außerhalb des Überdeckungsbereiches gelegene Be
reich der Streuwalzen 13 der unteren Streuwalzeneinheit ist
kürzer als der obere Streuwalzenbereich 8.
Die Streuwalzen 13 unterhalb der Streuwalzeneinheit 8 haben
wie die Streuwalzen 9 vorzugsweise gleiche vorgegebene Achs
abstände, wohingegen die vorgegebenen Achsabstände der übri
gen Streuwalzen 13 in Richtung Grobgutauffangeinheit 14 mit
einer eingebauten Transporteinrichtung zunehmen können.
Aufgrund des Zusammenwirkens der Streuwalzen 9 der oberen
Streuwalzeneinheit 8 mit den Streuwalzen 13 der unteren
Streuwalzeneinheit 12 ergibt sich ein Feingut-Abwurfbe
reich F, der frei von verunreinigten Teilchen ist, weil
diese feinen unerwünschten Teilchen, wie zum Beispiel Sand
teilchen, gleich zu Beginn der oberen Streuwalzeneinheit 8
durch die Spalte fallen und somit in den Mittelbereich des
aufzubauenden Vlieses gelangen. An den Feingut-Abwurfbe
reich F schließen sich aufeinanderfolgend ein Mischbe
reich M1 aus feineren bis feinsten Streugutteilchen und
verunreinigten Teilchen sowie ein Mischbereich M2 aus grö
beren, feineren und feinsten Streugutteilchen an, wobei in
diesem Mischbereich M2 ebenfalls verunreinigte Teilchen ent
halten sein dürfen, da damit sichergestellt ist, daß diese
verunreinigten Teilchen gerade in der Außenschicht nicht vor
kommen. Demgemäß weist das gestreute Vlies 15 in der äuße
ren bzw. äußersten Zone 16 im wesentlichen nur noch feinste
Streugutteilchen auf. Eine sonst durch verunreinigte Teil
chen verursachte Verringerung der Standzeit der Schleifbän
der beim Schleifen der verpreßten Vliese wird auf diese
Weise sicher vermieden.
Schließlich liegt es im Rahmen der Erfindung, zwischen der
Streuwalzeneinheit 12 und dem Formband 11 in Richtung der
Pfeile 17 und entgegen der Laufrichtung 10 des Formbandes 11
eine Luftquerströmung zu erzeugen und die Luft in Richtung
der Pfeile 18 abzusaugen.
Spezielle Ausgestaltungen der oberen und unteren Streuwalzen
einheiten 8, 12, insbesondere die vorteilhaft verwendbaren
Achsabstände bzw. relativen Achsabstände sowie die Ausgestal
tung der durch diese Streuwalzeneinheiten festgelegten För
derebenen sowie deren Relativlage sind in den Unteransprü
chen angegeben.
Bezugszeichenliste
1 Streuvorrichtung
2 Dosierband
3 Zu streuendes beleimtes Gut
4 Pfeilrichtung von 3
5 Pfeilrichtung von 6
6 Dosierwalze
7 Streugutabwurf
8 Streuwalzeneinheit
9 Streuwalzen
10 Pfeilrichtung von 11
11 Formband
12 Streuwalzeneinheit
13 Streuwalzen
14 Grobgutauffangeinheit
15 Vlies
16 Äußere Zone von 15
17 Richtungspfeile für Luftquerströmung
18 Richtungspfeile für Absaugung der querströmenden Luft
F Feingut-Abwurfbereich
M1 Mischbereich
M2 Mischbereich
2 Dosierband
3 Zu streuendes beleimtes Gut
4 Pfeilrichtung von 3
5 Pfeilrichtung von 6
6 Dosierwalze
7 Streugutabwurf
8 Streuwalzeneinheit
9 Streuwalzen
10 Pfeilrichtung von 11
11 Formband
12 Streuwalzeneinheit
13 Streuwalzen
14 Grobgutauffangeinheit
15 Vlies
16 Äußere Zone von 15
17 Richtungspfeile für Luftquerströmung
18 Richtungspfeile für Absaugung der querströmenden Luft
F Feingut-Abwurfbereich
M1 Mischbereich
M2 Mischbereich
Claims (10)
1. Vorrichtung zum Streuen von beleimten Spänen, Fasern und der
gleichen Teilchen aus lignozellulose- und/oder zellulosehaltigen
Materialien im Zuge der Herstellung von Span- oder dergleichen
Platten, umfassend
- - einen Streugutbunker mit einem Dosierband und einem Streugutabwurf für das Aufstreuen des Streuguts auf ein kontinuierlich bewegtes Formband zu einem ein- oder mehr schichtigen Vlies,
- - einer im Anschluß an den Streugutabwurf des Streugutbun kers in einer horizontalen oder in einer bezüglich der Hori zontalen geneigten Ebene angeordneten und aus mehreren Walzen bestehenden oberen Streuwalzeneinheit, deren Walzen gleichsinnig angetrieben sind und vorgebbare Achsabstände aufweisen, und
- - einer zwischen der oberen Streuwalzeneinheit und dem Form
band angeordneten und aus mehreren Walzen bestehenden
unteren Streuwalzeneinheit, deren Walzen vorgebbare Achs
abstände aufweisen und gleichsinnig angetrieben sind, wobei
die Längserstreckung der unteren Streuwalzeneinheit größer
ist als die Längserstreckung der oberen Streuwalzeneinheit,
dadurch gekennzeichnet, - - daß die Streuwalzen (13) der unteren Streuwalzeneinheit (12) gegensinnig zu den Streuwalzen (9) der oberen Streuwal zeneinheit (8) angetrieben sind,
- - daß der Streugutabwurf (7) des Streugutbunkers bezüglich der unteren Streuwalzeneinheit (12) in deren mittlerem Be reich (M1) angeordnet ist, und
- - daß das Ende der oberen Streuwalzeneinheit (8) im Bereich des Anfangs der unteren Streuwalzeneinheit (12) gelegen ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die obere Streuwalzeneinheit (8) und die untere Streuwal
zeneinheit (12) in ihren Ebenen und/oder in ihrer Relativneigung
zueinander verstellbar ausgebildet sind.
3. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß sich die überwiegende Anzahl der Streuwalzen (13) der unteren
Streuwalzeneinheit (12) unterhalb der oberen Streuwalzeneinheit (8)
befindet.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die unterhalb der oberen Streuwalzeneinheit (8) angeordneten
Streuwalzen (13) der unteren Streuwalzeneinheit (12) vorgegebene
gleiche Achsabstände haben und die vorgegebenen Achsabstände
der übrigen Streuwalzen (13) in Richtung einer Grobgutauffangein
heit (14) mit einer eingebauten Transportvorrichtung zunehmen.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die unterhalb der oberen Streuwalzeneinheit (8) angeordneten
Streuwalzen (13) der unteren Streuwalzeneinheit (12) größere Achs
abstände als die darüberliegenden Walzen der oberen Streuwal
zeneinheit (8) aufweisen.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die außerhalb des Überdeckungsbereichs zwischen der oberen
und der unteren Streuwalzeneinheit (8, 12) gelegenen Walzen (13)
der unteren Streuwalzeneinheit (12) einen im Vergleich zu den wei
teren Walzen beider Streuwalzeneinheiten (8, 12) größeren Achsab
stand aufweisen.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß zumindest eine der beiden Streuwalzeneinheiten (8, 12) über ih
re Längserstreckung unterschiedliche Neigungen bezüglich der Ho
rizontalen aufweist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß zumindest eine der beiden Streuwalzeneinheiten (8, 12) eine
wellenförmige Streugutbahn bildet.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß zumindest eine der beiden Streuwalzeneinheiten (8, 12) im
Verlauf ihrer Längserstreckung wenigstens eine Knickstelle auf
weist.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen der unteren Streuwalzeneinheit (12) und dem Form
band (11) in Richtung der Pfeile (17, 18) und entgegen der Lauf
richtung (10) des Formbandes eine Saugluft-Querströmung vorge
sehen ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995113306 DE19513306C2 (de) | 1995-04-07 | 1995-04-07 | Vorrichtung zum Streuen von beleimten Spänen, Fasern und dergleichen Teilchen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995113306 DE19513306C2 (de) | 1995-04-07 | 1995-04-07 | Vorrichtung zum Streuen von beleimten Spänen, Fasern und dergleichen Teilchen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19513306A1 DE19513306A1 (de) | 1996-10-10 |
| DE19513306C2 true DE19513306C2 (de) | 1998-02-26 |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19513306C2 (de) |
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-
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- 1995-04-07 DE DE1995113306 patent/DE19513306C2/de not_active Expired - Lifetime
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