DE10122971A1 - Streugutanlage zum Streuen von Streugut, insbesondere von Holzspänen, Holzfasern o. dgl. auf einen Streubandförderer - Google Patents
Streugutanlage zum Streuen von Streugut, insbesondere von Holzspänen, Holzfasern o. dgl. auf einen StreubandfördererInfo
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Abstract
Es handelt sich um eine Streugutanlage zum Streuen von Holzspänen auf einen Streubandförderer, mit einer oberhalb des Streubandförderers angeordneten Streuwalzenstraße mit einem Feingut-Abwurfbereich und einem Grobgut-Abwurfbereich. Der Grobgut-Abwurfbereich weist zumindest eine mit im Vergleich zu den Streuwalzen des Feingut-Abwurfbereiches erhöhter Drehgeschwindigkeit umlaufende Streuwalze auf, so dass das Grobgut unterseitig in den Feingut-Abwurfbereich zurückgeworfen wird und dort ein inniges Gemisch von Feingut und Grobgut unter Bildung der Mittelschicht entsteht.
Description
Die Erfindung betrifft eine Streugutanlage zum Streuen von
beleimtem Streugut, insbesondere von Holzspänen, Holzfasern
o. dgl. auf einen Streubandförderer unter Bildung von
Streumatten im Zuge der Herstellung von Spanplatten, Faser
platten o. dgl. Holzwerkstoffplatten, mit einem Streugut
bunker mit einer Dosiereinheit zum Aufstreuen von Streugut
auf eine oberhalb des Streubandförderers angeordnete
Streuwalzenstraße mit zumindest einem Feingut-Abwurfbereich
und einem nachgeordneten Grobgut-Abwurfbereich.
Es ist eine derartige Streugutanlage bekannt, bei welcher
die Streuwalzenstraße das Streugut separiert. Zu Beginn der
Streuwalzenstraße und folglich im Feingut-Abwurfbereich
wird Feingut zur Deckschichtbildung der Streumatten auf den
Streubandförderer abgeworfen, während am Ende der Streu
walzenstraße und folglich im Grobgutabwurfbereich praktisch
nur noch Grobgut auf den Streubandförderer zur Mittel
schichtbildung der Streumatten abgeworfen wird. Obwohl es
sich bei dem Streugut um beleimtes Streugut handelt, ist
die Bindung des Grobgutes im Mittelschichtbereich
verhältnismäßig gering. Als Folge davon wird die Querzug
festigkeit der aus den Streumatten hergestellten Span
platten, Faserplatten o. dgl. Holzwerkstoffplatten redu
ziert. Um eine solche Reduzierung der Querzugfestigkeit zu
vermeiden, kennt man eine Streugutanlage, deren Streu
walzenstraße aus einem Streuwalzenoberdeck und einem
Streuwalzenunterdeck aufgebaut ist, welches sich im letzten
Drittel unterhalb des Streuwalzenoberdecks befindet. Das
Streuwalzenoberdeck wirft zunächst Feingut auf den Streu
bandförderer zur Deckschichtbildung ab, während das Streu
walzenoberdeck gemeinsam mit dem Streuwalzenunterdeck ein
Gemisch aus Feingut und Grobgut zur Bildung der Mittel
schicht abwirft. In einer nachgeschalteten Streugutanlage
wird dann zunächst ein Gemisch aus Grobgut und Feingut zur
Fertigstellung der Mittelschicht abgeworfen und danach nur
noch Feingut zur Bildung der obenliegenden Deckschicht. -
Bei dieser bekannten Streugutanlage ist einerseits die
Feingutverteilung als Bindemittel zur Bildung der Mittel
schicht unbefriedigend, ist andererseits die als Streukopf
arbeitende Streuwalzenstraße aus Oberdeck und Unterdeck
verhältnismäßig aufwendig. - Hier will die Erfindung Ab
hilfe schaffen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Streugut
anlage der eingangs beschriebenen Ausführungsform zu
schaffen, mit der sich die Mittelschicht der Streugutmatten
mit einer besonders feinen Verteilung des Feingutes als
Bindemittel herstellen lässt, um daraus Holzwerkstoff
platten mit erhöhter Querzugfestigkeit in einer nachge
schalteten kontinuierlichen Presse oder Taktpresse pressen
zu können.
Diese Aufgabe löst die Erfindung bei einer gattungsgemäßen
Streugutanlage dadurch, dass der Grobgut-Abwurfbereich
zumindest eine mit im Vergleich zu den Streuwalzen des
Feingut-Abwurfbereiches um ein vorgegebenes Maß erhöhter
Drehgeschwindigkeit umlaufende Streuwalze aufweist. - Diese
Maßnahmen der Erfindung haben zur Folge, dass die im
Grobgut-Abwurfbereich mit erhöhter Drehgeschwindigkeit
umlaufende Streuwalze Grobgut auf der Walzenunterseite
entgegen der Streugutförderrichtung in den Feingut-Abwurf
bereich gleichsam zurückwirft. Dadurch findet eine
besonders innige Mischung zwischen Feingut und Grobgut
unterhalb des Feingut-Abwurfbereiches unter Bildung der
Mittelschicht oder zumindest der einen Mittelschichthälfte
statt. Dabei übernimmt das Feingut die Funktion eines
Bindemittels für das Grobgut, wobei aus dem innigen
Feingut/Grobgut-Gemisch gleichsam eine besonders feine
Bindemittelverteilung erreicht wird. Daraus resultiert eine
erhöhte Querzugfestigkeit bei den im nachgeschalteten
Pressvorgang hergestellten Spanplatten, Faserplatten o. dgl. Holzwerkstoffplatten. Der nach Lehre der Erfindung
erreichte Rückwurfeffekt wird nach einem besonderen
Vorschlag dadurch optimiert, dass unterhalb der mit
erhöhter Drehgeschwindigkeit umlaufenden Streuwalze des
Grobgut-Abwurfbereiches eine Grobgutabwurfeinrichtung
angeordnet ist, deren Abwurfrichtung entgegen der Förder
richtung der Streuwalzenstraße und folglich des Streugutes
zurück unter den Feingut-Abwurfbereich gerichtet ist und
folglich dort Feingut auf das dorthin abgeworfene und
gleichsam zurückbeförderte Grobgut unter Bildung der
innigen Feingut/Grobgut-Mischung abgeworfen wird.
Weitere erfindungswesentliche Maßnahmen sind im Folgenden
aufgeführt. So sieht die Erfindung vor, dass die Grobgut-
Abwurfeinrichtung eine Grobgutleitfläche aufweist, die mit
vorgegebenem Abstand zu der mit erhöhter Drehgeschwindig
keit umlaufenden Streuwalze angeordnet ist und eine dem
Walzenumfang in Richtung unter den Feingut-Abwurfbereich
folgende Flächenkrümmung aufweist. Im Rahmen der Erfindung
lassen sich der Abstand zwischen der Grobgutleitfläche der
zugeordneten Streuwalze sowie die Flächenkrümmung auf das
jeweils verwendete Streugut derart abstimmen, dass eine
optimale Wurfweite bzw. Rückwurfweite erreicht wird, welche
den Grobgutabwurf bis unter den Feingut-Abwurfbereich
gewährleistet. - Weiter sieht die Erfindung vor, dass der
Grobgut-Abwurfbereich mehrere mit um ein vorgegebenes Maß
erhöhter Drehgeschwindigkeit umlaufende Streuwalzen mit
unterseitig zugeordneten Grobgut-Abwurfeinrichtungen bzw.
Grobgutleitflächen aufweist. Derartige Maßnahmen empfehlen
sich aus Sicherheitsgründen unter Berücksichtigung der
Tatsache, dass völlig unterschiedliches Streugut (Späne,
Fasern, Körnung usw.) Verwendung finden kann, um eben
Spanplatten, Faserplatten o. dgl. Holzwerkstoffplatten
herzustellen. Dabei kann zwischen den mit erhöhter Dreh
geschwindigkeit umlaufenden Streuwalzen des Grobgut-
Abwurfbereiches jeweils eine Streuwalze angeordnet sein,
die mit der Drehgeschwindigkeit der Streuwalzen des
Feingut-Abwurfbereiches umläuft, um einerseits weiteren
Feingut-Abwurf zu ermöglichen, andererseits eine
Überschneidung der Rückwurfkurven für das Grobgut zu
vermeiden.
Im Rahmen der Erfindung kann der Abstand zwischen den
Streuwalzen des Feingut-Abwurfbereiches zumindest im
Endbereich des Feingut-Abwurfbereiches zunehmen, um am
Anfang des Feingut-Abwurfbereiches den Abwurf von lediglich
besonders feinem Feingut für die Deckschichtbildung zu
erreichen, und am Ende des Feingut-Abwurfbereiches den
Abwurf von Feingut und feinem Grobgut zu Beginn der
Mittelschichtbildung zu ermöglichen. Die Dosiereinheit mit
regelmäßig Dosierband und Dosierwalze weist eine
Dosierwalze auf, deren Drehgeschwindigkeit um ein
vorgegebenes Maß höher als die Drehgeschwindigkeit der
Streuwalzen des Feingut-Abwurfbereiches gewählt ist, um
sicherzustellen, dass das auf die als Einfachdeck
ausgebildete Streuwalzenstraße abgeworfene Streugut das
Ende der Streuwalzenstraße und folglich auch den Grobgut-
Abwurfbereich mit den schneller laufenden Streuwalzen
erreicht. Fremdstoffe, wie zu grobes Streugut, Metallteile,
Leim, Klumpen o. dgl. werden am Ende der Streuwalzenstraße
an einen Fremdstoff-Abförderer abgegeben.
Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein
Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung näher erläu
tert. Es zeigen:
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Streugutanlage in schema
tischer Seitenansicht,
Fig. 2 eine Draufsicht auf den Gegenstand nach Fig. 1 im
Bereich der Streuwalzenstraße und
Fig. 3 einen vergrößerten Ausschnitt aus dem Gegenstand
nach Fig. 1 im Bereich der schneller laufenden
Streuwalzen mit zugeordneten Grobgut-Abwurfein
richtungen.
In den Figuren ist eine Streugutanlage zum Streuen von
beleimtem Streugut 1, insbesondere von Holzspänen,
Holzfasern o. dgl. auf einen Streubandförderer 2 unter
Bildung von Streumatten im Zuge der Herstellung von
Spanplatten, Faserplatten o. dgl. Holzwerkstoffplatten
dargestellt. Diese Streugutanlage weist einen Streugut
bunker 3 mit einer Dosiereinheit aus einem Dosierband 4 und
einer Dosierwalze 5 zum Aufstreuen von Streugut 1 auf eine
oberhalb des Streubandförderers 2 angeordnete Streuwalzen
straße 6 - auch Streukopf genannt - mit zumindest einem
Feingut-Abwurfbereich 7 und einem nachgeordneten Grobgut-
Abwurfbereich 8 auf. Die Streuwalzenstraße 6 und der
darunter befindliche Streubandförderer 2 sind im
Wesentlichen horizontal angeordnet. Die Streuwalzen 9 der
Streuwalzenstraße 6 weisen den gleichen Drehsinn auf.
Der Grobgut-Abwurfbereich 8 besitzt im Ausführungsbeispiel
zwei mit im Vergleich zu den Streuwalzen 9 des Feingut-
Abwurfbereiches 7 um ein vorgegebenes Maß erhöhter
Drehgeschwindigkeit umlaufende Streuwalzen 10. Unterhalb
jeder der mit erhöhter Drehgeschwindigkeit umlaufenden
Streuwalzen 10 ist eine Grobgutabwurfeinrichtung 11
angeordnet, deren Abwurfrichtung entgegen der Förder
richtung des Streugutes 1 bzw. der Streuwalzenstraße 6
zurück unter den Feingut-Abwurfbereich 7 gerichtet ist. Auf
diese Weise lässt sich eine Streuwalzenstraße 6 als
Einfachdeck verwirklichen.
Die Grobgut-Abwurfeinrichtungen 11 weisen jeweils eine
Grobgutleitfläche 12 auf, die mit vorgegebenem Abstand a zu
der mit erhöhter Drehgeschwindigkeit umlaufenden Streuwalze
10 angeordnet ist und eine dem Walzenumfang in Richtung
unter den Feingut-Abwurfbereich 7 folgende Flächenkrümmung
aufweist. Zwischen den mit erhöhter Drehgeschwindigkeit
umlaufenden Streuwalzen 10 des Grobgut-Abwurfbereiches 8
ist jeweils eine Streuwalze 13 angeordnet, die mit der
Drehgeschwindigkeit der Streuwalzen 9 des Feingut-
Abwurfbereiches 7 umläuft. Dadurch wird eine gegenseitige
Behinderung der angedeuteten Abwurfkurven 14 für das
Grobgut vermieden.
Der Abstand zwischen den Streuwalzen 9 des Feingut-Abwurf
bereiches 7 kann zumindest im Endbereich des Feingut-
Abwurfbereiches 7 zunehmen, was nicht gezeigt ist. - Die
Dosiereinheit weist eine Dosierwalze 5 auf, deren
Drehgeschwindigkeit sich um ein vorgegebenes Maß höher als
die Drehgeschwindigkeit der Streuwalzen 9 des Feingut-
Abwurfbereiches 7 einstellen lässt, damit das abgeworfene
Streugut 1 das Ende der Streuwalzenstraße 6, jedenfalls des
Grobgut-Abwurfbereiches 8 erreicht.
Claims (7)
1. Streugutanlage zum Streuen von Streugut, insbesondere
von Holzspänen, Holzfasern o. dgl. auf einen Streuband
förderer unter Bildung von Streumatten im Zuge der
Herstellung von Spanplatten, Faserplatten o. dgl. Holz
werkstoffplatten, mit einem Streugutbunker mit einer
Dosiereinheit zum Aufstreuen von Streugut auf eine oberhalb
des Streubandförderers angeordnete Streuwalzenstraße mit
zumindest einem Feingut-Abwurfbereich und einem nachgeord
neten Grobgut-Abwurfbereich, dadurch gekennzeichnet,
dass der Grobgut-Abwurfbereich (8) zumindest eine mit im
Vergleich zu den Streuwalzen (9) des Feingut-
Abwurfbereiches (7) um ein vorgegebenes Maß erhöhter
Drehgeschwindigkeit umlaufende Streuwalze (10) aufweist.
2. Streugutanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass unterhalb der mit erhöhter Drehgeschwindigkeit
umlaufenden Streuwalze (10) des Grobgut-Abwurfbereiches (8)
eine Grobgut-Abwurfeinrichtung (11) angeordnet ist, deren
Abwurfrichtung entgegen der Förderrichtung der Streuwalzen
straße (6) zurück unter den Feingut-Abwurfbereich (7)
gerichtet ist.
3. Streugutanlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, dass die Grobgut-Abwurfeinrichtung (11) eine
Grobgutleitfläche (12) aufweist, die mit vorgegebenem
Abstand (a) zu der mit erhöhter Drehgeschwindigkeit
umlaufenden Streuwalze (10) angeordnet ist und eine dem
Walzenumfang in Richtung unter den Feingut-Abwurfbereich
(7) folgende Flächenkrümmung aufweist.
4. Streugutanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, dass der Grobgut-Abwurfbereich (8) mehrere
um ein vorgegebenes Maß erhöhter Drehgeschwindigkeit
umlaufende Streuwalzen (10) mit unterseitig angeordneten
Grobgut-Abwurfeinrichtungen (11), z. B. Grobgutleitflächen
aufweist.
5. Streugutanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, dass zwischen den mit erhöhter Drehge
schwindigkeit umlaufenden Streuwalzen (10) des Grobgut-
Abwurfbereiches (8) jeweils eine oder mehrere Streuwalzen
(13) angeordnet sind, die mit der Drehgeschwindigkeit der
Streuwalzen (9) des Feingut-Abwurfbereiches (7) umlaufen.
6. Streugutanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, dass der Abstand zwischen den Streuwalzen
(9) des Feingut-Abwurfbereiches (7)zumindest im Endbereich
des Feingut-Abwurfbereiches zunimmt.
7. Streugutanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, dass die Dosiereinheit eine Dosierwalze (5)
aufweist, deren Drehgeschwindigkeit um ein vorgegebenes Maß
höher als die Drehgeschwindigkeit der Streuwalzen (9) des
Feingut-Abwurfbereiches (7) einstellbar ist.
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