DE19513285A1 - Turbinen-Antrieb für Kesselspeisepumpe / Speisewasser-Leitungssystem - Google Patents
Turbinen-Antrieb für Kesselspeisepumpe / Speisewasser-LeitungssystemInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Dampfturbinen
system und im Besonderen auf eine verbesserte Turbinenzyklus
anordnung, in welcher eine Turbine zum Antrieb einer Kes
selspeisewasserpumpe Anwendung findet.
In der Mitte der 50iger Jahre wurde vorgeschlagen, einen Tur
binenantrieb mit einer einzigen Turbine für eine Kesselspei
sewasserpumpe in einem Dampfturbinensystem zu verwenden, mit
der Absicht, den Wirkungsgrad des Systems zu verbessern. Seit
dieser Zeit wurden eine Vielzahl von Turbinenantrieben für
Kesselspeisepumpen (BFPT, boiler feed pump turbine drive),
und entsprechende Leitungssysteme (Feedwater Train Arrange
ments) verwirklicht. Die Verwendung einer Dampfturbine zum
Antrieb der Hauptspeisewasserpumpe verbessert den Zykluswir
kungsgrad im Hinblick auf die Möglichkeit des Betriebes der
Turbine unter veränderbaren Drehzahlen. Die anfänglich ver
wirklichten Systeme auf der Basis von einfach nacherhitzenden
überkritischen Anlagen verwendeten kalten, nacherhitzten
Dampf zur Energieversorgung einer Nicht-Kondensations-
Kesselspeisepumpen-Antriebsturbine (BFPT). Als dieses Konzept
weiterentwickelt wurde, versorgte die Kesselspeisepumpenan
triebsturbine einen oder mehrere Speisewassererhitzer und
strömte gewöhnlicherweise in eine Entlüftungseinrichtung hin
ein ab, wobei an dieser Stelle des weiteren eine Verbindung
zu einem Zwischendruck (IP) Auslaß der Hauptturbineneinheit
bestand. Fig. 1 verdeutlicht eine typische herkömmliche An
ordnung einer Kesselspeisepumpenantriebsturbine BFPT 10 in
einem Dampfturbinensystem 12. Das System 12 umfaßt eine Hoch
druck (HP) Turbine 14 und eine Zwischendruck (IP) Turbine 16,
welche mit einem Stromgenerator 18 in Antriebsverbindung ste
hend gekoppelt ist. Eine Niederdruck (LP) Turbine 20 ist mit
dem Antrieb eines weiteren Generators 22 gekoppelt. Ein Kes
sel 24 liefert den Dampf zum Antrieb der Turbinen. Eine Viel
zahl von Speisewassererhitzern 26A-26F verwendet den von
den Turbinen abgezogenen Dampf, um das in einem Kondensator
28 gesammelte und zu dem Boiler 24 zurückgepumpte Wasser
wieder zu erhitzen. Bei hoher Belastung der Haupteinheit tei
len sich der Abdampf 30 der Kesselspeisewasserpumpenantriebs
turbine und der Abdampf 32 der Haupteinheit IP den Dampfbe
darf des Entlüfters 34. Bei niedrigerer Last versorgt der Ab
dampf 30 der Kesselspeisewasserpumpe alleine den Entlüfter
34. Bei noch geringerer Last gab es einen Überschuß an Ab
dampf aus der Kesselspeisewasserpumpenantriebsturbine und
dieser versorgte nicht nur den Entlüfter, sondern der über
schüssige Dampf wurde auch an den Haupteinheitsauslaß 32 zu
rückgeleitet. Es besteht ein beträchtlicher Unterschied be
züglich der Temperatur zwischen dem Abdampf der BFPT und dem
Abdampf der IP. In einer typischen, in Fig. 1 dargestellten
Ausführungsform beträgt der Unterschied bezüglich der Dampf
temperatur in etwa 180°F bei maximaler Last und er wächst
weiter an auf etwa 240°F bei 35% Last, wenn der BFPT-Dampf
zu dem IP-Auslaß geführt wird.
In anderen Ausführungsformen von Kesselspeisewasserpumpenan
triebsturbinen ist der Hauptturbinen-IP-Auslaß und der Auslaß
der BFPT mit einem gemeinsamen Erhitzer an einer stromauf
wärts liegenden Stelle in dem System verbunden. In diesem
Beispiel "schwimmen" der BFPT-Auslaß und der ihm zugeordnete
Erhitzer. In Fig. 2 erfolgt z. B. der Zusammenschluß mit dem
Haupteinheitsabdampf bei dem Erhitzer 26 E. Die Kesselspeise
wasserpumpenantriebsturbine versorgt alleine die Erhitzer 26
D und 26 F. Die Differenz in der Dampftemperatur zwischen den
beiden Quellen für den Erhitzer 26 E liegt in etwa bei 290°F
bei maximaler Last und wächst auf etwa 350°F bei 50% Last
an.
Verschiedenste Ausführungsformen von Kesselspeisepumpenan
triebsturbinen wurden untersucht einschließlich Anordnungen
mit einer zweifach zwischenerhitzten Turbine, in welcher die
drei Erhitzer mit dem niedrigsten Druck d.i. die Erhitzer
26A, 26B und 26C von Fig. 3 ihren Dampf von der BFPT erhal
ten. In einer solchen Ausführungsform ist der Erhitzer 26C
sowohl mit dem zweiten Laufradgruppenauslaß der LP-Turbine
als auch mit der Hochdruckzwischendampfentnahme der BFPT 10
verbunden. In weiteren Systemen wurden Nichtkondensations-
BFPT-Anordnungen durch Anordnungen ersetzt, in welchen eine
direkte Kondensationskesselspeisepumpenantriebsturbine Anwen
dung fand. In diesen Systemen versorgt die Kesselspeisepum
penantriebsturbine keine der Speisewassererhitzer und bezieht
ihren Dampf von der Querleitung zu der LP-Turbine. Ein Anwen
dungsbeispiel für eine Kesselspeisepumpenantriebsturbine in
Kondensationsbauform ist in Fig. 4 dargestellt. Die BFPT 10
bezieht ihren Dampf aus dem IP-Turbinenauslaß und gibt ihren
Dampf an den Kondensator 28 ab. Durch die Anwendung von zwei
fach zwischenüberhitzenden Zyklen und Nacherhitzungstempera
turen oberhalb 1000°F wuchs der Unterschied zwischen der Zwi
schendampftemperatur und der Sättigungstemperatur in dem
Speisewassererhitzer beträchtlich an, wie dies in dem Dia
gramm nach Fig. 5 gezeigt ist. Da die Temperaturdifferenz an
wächst, kommt es zu einem Anstieg der Verluste der verfügba
ren Energie während des Wärmeübergangsprozesses eines Kreis
laufs, in welchem eine Kondensationskesselspeisewasserpumpen
antriebsturbine Anwendung findet. Von besonderer Bedeutung
ist die hohe Dampftemperatur an dem ersten Ablaß nach der
zweiten kalten Nacherhitzung. Während Untersuchungen bezüg
lich der Kreislaufoptimierung einer 1000 Megawatt zweifach
zwischenerhitzten Turbine (Dampfkonditionen von 4500 psig,
1100°F/1100°/1100°F), betrug die Dampftemperatur 955°F für
den Erhitzer, die von dem ersten Abzweigpunkt in der IP-
Turbine (nach dem zweiten Zwischenüberhitzen) geliefert wur
de. Diese ist etwa 30°F höher als die Temperatur in der Maxi
mallastreaktionskammer (ersten Stufenauslaß in der HP-
Turbine) mit typischen 2400 psig, 1100°F und 3500 psig und
1000°F Hauptdampfzustand. Zusätzlich lägen die Dampftempera
turen an den nächsten beiden Abzweigungspunkten mit 760°F und
615°F beachtlich oberhalb der Temperatur, bei welcher Kohlen
stoffstahl-Abzweigungsröhren verwendet werden könnten. So
müßten zumindest zwei und möglicherweise noch weitere Abzwei
gungsdampflinien und deren entsprechende Erhitzer (deren Au
ßenummantelung, Röhren und weitere Innenkomponenten) aus le
giertem Material gefertigt sein. Die Gestaltung der Verroh
rung müßte zur Vermeidung von übermäßigen Gegenwirkungen
ebenfalls erheblich komplizierter und teurer ausgeführt wer
den.
In einer Computersimulation wurde ein System mit einer zwei
fach zwischenerhitzten Kondensationsturbine zur Verwendung
einer Nichtkondensations-BFPT-Turbine 10A in einer Weise, wie
diese in Fig. 4A gezeigt ist, modifiziert. Verglichen mit
Fig. 3 sind zwei Erhitzer 26E, 26F, die durch die IP
(zweite zwischenerhitzte)-Turbine 16 versorgt wurden, nunmehr
mit der BFPT 10A gekoppelt. Die BFPT 10A ist ebenfalls zur
Versorgung der Erhitzer 26D mit diesen gekoppelt, die von
der LP-Turbine 20 versorgt wurden und strömt nunmehr in den
nächstniedrigeren Druckerhitzer 26C ab, welcher ebenfalls
mit einem Abzweigungspunkt der LP-Turbine 20 gekoppelt ist.
Der BFPT-Auslaßvolumenstrom war größer, als daß dieser von
dem niedrigerem Druckerhitzer 26C kondensiert werden konnte,
so daß der Überschuß zu dem ersten Gruppenauslaß der LP-
Turbine 20 zurückgeführt wurde. Die Temperatur des BFPT-
Abströmdampfes betrug 285°F währen die LP-Turbinendampf
temperatur 450°F betrug oder eine Differenz von 165°F aus
machte. Das ergab im Vergleich zum Kondensations-BFPT-Zyklus
eine Verbesserung der Wärmebilanz um 12% bei Verwendung der
Nichtkondensations-BFPT. Dieser Unterschied beinhaltete eben
falls eine Verminderung in dem BFPT-Schaufelwirkungsgrad im
Vergleich zum Kondensationsantrieb. Auch wenn es hier keine
Wärmebilanzverbesserung gäbe, würde die Kostenersparnis be
züglich der Abzweigverrohrung und der Speisewassererhitzer
erheblich das in die Anlage zu investierende Kapital reduzie
ren. Zusätzlich könnte die Größe des zweiten Nacherhitzers
und die Nacherhitzerverrohrung verringert werden aufgrund des
verringerten Nacherhitzermassenstromes. Auch mit der vorste
hend beschriebenen Modifikation besteht jedoch Besorgnis be
züglich der 165°F Temperaturdifferenz zwischen dem Dampf in
den LP-Turbinen und dem Dampf der von dem BFPT-Auslaß und dem
Erhitzer zurückströmt. Des weiteren würde dieser Temperaturun
terschied noch weiter ansteigen, wenn die Belastung der
Haupteinheit verringert würde. Demgemäß erscheint es als wün
schenswert, ein System zu schaffen, in welchem kalter Dampf
der BFPT nicht mit den heißen LP-Turbinenteilen in Kontakt
tritt.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein verbessertes
Dampfturbinensystem unter Verwendung einer Kesselspeisepum
penantriebsturbine zu schaffen, in welchem kalter Dampf von
der Speisewasserpumpenturbine von den heißeren Abschnitten
des Hauptdampfturbinensystems isoliert ist. Gemäß einer er
sten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird ein
Dampfturbinensystem einer Hauptleistungserzeugungsturbine mit
wenigstens einer Hochdruck(HP)- und einer Niederdruck(LP)-
Turbinenstufe mit einer Kesselspeisepumpenantriebsturbine
(BFPT) der Kondensationsbauart bereitgestellt. Der Dampf wird
zu der BFPT entweder von einem Auslaß der ersten nacherhitz
ten Turbine im Falle eines zweifach nacherhitzten Systems
oder von dem Auslaß der HP-Turbine im Falle einer einfach
nacherhitzten Turbine geliefert. Die BFPT ist an einem Zwi
schenabzweigungspunkt mit einer zweiten und einem dritten
Niedrigsttemperaturspeisewassererhitzer gekoppelt; jedoch ist
der Auslaß der BFPT in einen Systemkondensator geführt. Bei
dieser Anordnung besteht keine direkte Verbindung zwischen
jeglichem Dampf der BFPT und irgendeinem Teil der Hauptturbi
nen.
Zum besseren Verständnis der vorliegenden Erfindung kann Be
zugnahme auf die folgende detaillierte Beschreibung in Ver
bindung mit den beigefügten Zeichnungen genommen werden, in
welchen:
Fig. 1 eine vereinfachte Funktionsdarstellung einer herkömm
lichen Dampfturbinenzyklusanordnung unter Verwendung
einer Nichtkondensations-BFPT ist;
Fig. 2 eine vereinfachte Funktionsdarstellung einer weiteren
herkömmlichen Dampfturbinenzyklusanordnung unter Ver
wendung einer Nichtkondensations-BFPT ist;
Fig. 3 eine vereinfachte Funktionsdarstellung einer weiteren
herkömmlichen Dampfturbinenzyklusanordnung unter Ver
wendung einer Nichtkondensations-BFPT ist;
Fig. 4 eine vereinfachte Funktionsdarstellung einer weiteren
herkömmlichen Dampfturbinenzyklusanordnung unter Ver
wendung einer Kondensations-BFPT ist;
Fig 4A eine modifizierte Form eines zweifach zwischenüber
hitzten Systems, in welchem eine Kondensations-BFPT
durch eine Nichtkondensations-BFPT ersetzt wurde,
ist;
Fig. 5 eine graphische Darstellung der Abzweigdampftempera
tur als Funktion der Dampfsättigungstemperatur ist;
und
Fig. 6 eine Funktionsdarstellung einer Dampfturbinenzyklus
anordnung in Übereinstimmung mit der vorliegenden Er
findung ist.
Unter Bezugnahme auf Fig. 6 wird ein Dampfturbinensystem 40
gezeigt, in welchem die Lehre gemäß der vorliegenden Erfin
dung beinhaltet ist. Das System 40 ist ein zweifach nacher
hitztes System mit einer ersten Primärturbine 42, welche mit
einem ersten Stromgenerator 44 antriebsverbunden ist und eine
zweite Primärturbine 46 in Antriebsverbindung mit einem zwei
ten Elektrogenerator 48 steht. Die Turbine 42 umfaßt eine HP-
Turbine 42 A, eine erste Nacherhitzungsturbine 42 B und eine
zweite Nacherhitzungs- oder IP-Turbine 42C. Die Turbine 46
umfaßt ein Paar von LP-Turbinen 46A und 46B. Ein Dampfer
zeuger oder Kessel 50 einer vorgeschalteten Dampfkonditionie
rungsanlage liefert Dampf unter einem ersten Druck und einer
Temperatur beispielsweise 4515 psia und 1100°F an die HP-
Turbine 42 A, sowie unter einem zweiten Druck und einer zwei
ten Temperatur, beispielsweise 1335 psia und 1100°F, an die
erste nacherhitzte Turbine 42B und unter einem dritten Druck
und einer dritten Temperatur, beispielsweise 387 psia und
1100°F an eine zweite Nacherhitzungsturbine 42C. Der Ab
strömdampf der Turbine 42C ist mit den LP-Turbinen 46A und
46B gekoppelt, um den Betrieb der Turbine 46 zu beeinflus
sen.
Der Auslaßdampf der Turbine 46 wird in einen Kondensator 52
geleitet und das Kondensat am Auslaß des Kondensators 52 wird
vermittels Pumpen 54A-B durch eine Serie von Speisewasserer
hitzern 56A-H zurück zum Kessel 50 gepumpt. Jeder der Spei
sewassererhitzer verwendet Dampf, der von den Turbinen abge
zweigt bzw. ausgestoßen wird in dem System, um die Kondensat-
oder Speisewassertemperatur anzuheben, bevor dieses in den
Boiler 50 zurückgeführt wird.
Die Boilerspeisewasserpumpe 54A wird durch unmittelbare Ver
bindung mit einer Kesselspeisepumpenturbine BFPT 58 angetrie
ben; die BFPT 58 ist in der dargestellten Ausführungsform so
geschaltet, daß diese ihre Dampfversorgung über eine Leitung
59 von dem Auslaß der ersten nacherhitzten Turbine 42B er
hält, obgleich es klar ist, daß die BFPT 58 auch so ausgelegt
sein kann, daß diese ihre Dampfversorgung aus anderen Quellen
erhält einschließlich direkter Abstiche von den kalten
nacherhitzten Leitungen zu dem Kessel 50. Der Auslaßdampf der
BFPT 58 wird direkt vermittels einer Leitung 60 in einen Kon
densator 52 abgelassen und diese arbeitet als Kondensations
turbine, d. h. der Auslaß liegt unterhalb atmosphärischen
Druckes.
Wie vorstehend erläutert wurde, liegt der vorliegenden Erfin
dung die Absicht zugrunde, den Eintritt des Auslaßdampfes der
BFPT 58 in die LP-Turbine 46 zu verhindern und die negativen
Auswirkungen, die mit der Vermischung von Dampf mit erheblich
unterschiedlicher Temperatur verbunden sind, zu vermindern
sowie die Temperaturdifferenz zwischen dem Abzweigdampf und
dem Speisewasser in einem Erhitzer zu reduzieren. Die vorlie
gende Erfindung erreicht diese bedeutsamen Merkmale durch
Veränderung der Turbinenzyklusauslegung derart, daß der Aus
laß und Abzweigungsdampf der BFPT 58 sich nicht mit dem Dampf
unterschiedlicher Temperatur der Primärturbine LP 46 mischt.
Zusätzlich wird, um den Abdampf der BFPT in den Kondensator
52 zu leiten, Dampf eines Zwischenzustandes (und Temperatur)
aus der BFPT 58 abgezweigt und vermittels Leitungen 62, 64,
66 zu entsprechenden Speisewassererhitzern wie jene Erhitzer
56D, 56E und 56F geleitet. Es ist anzumerken, daß diese
Erhitzer ihren Nacherhitzungsdampf ausschließlich aus der
BFPT 58 erhalten, so daß hierbei keine Mischung von Dampfun
terschiedlicher Temperatur aus der LP-Turbine 46 auftritt.
Die Temperatur des Dampfes, der aus einem Zwischenablaßpunkt
der BFPT 58 aus dieser abgezweigt wurde, liegt zwischen der
Temperatur des ersten Abzweigungspunktes der zweiten Nacher
hitzungsturbine 46 gemäß Fig. 3 und der Temperatur an dem
zweiten Abzweigungspunkt der LP-Turbine 46, wobei die Tempe
ratur an dem ersten Abzweigungspunkt der LP-Turbine 46 heißer
ist als die Temperatur an dem Abzweigungspunkt der BFPT 58.
Die Speisewassertemperaturen steigen fortschreitend vom Er
hitzer 56A zum Erhitzer 56H. Dampf des letzten Abzweigungs
punktes der LP-Turbine 46 wird auf den Erhitzer 56A gelei
tet. Dampf der von den beiden anderen Zwischenpunkten abge
zweigt wird, wird auf die Erhitzer 56B und 56C entsprechend
geleitet. Dampf aus der BFPT 58 wird auf die nächsten drei
Erhitzer 56D, 56E und 56F angelegt. Die Erhitzer 56G und
56A sind derart angeschaltet, daß diese den Abdampf der Pri
märturbinen 42A und 42B wie dargestellt aufnehmen.
Die Zyklusanordnung, wie sie in Fig. 6 dargestellt ist, bie
tet eine kleine Wärmebilanzverbesserung unter Beibehaltung
vieler der Vorteile der direkt-Kondensations-BFPT (Fig. 4)
sowie die Vorteile der Nichtkondensations-BFPT (Fig. 4 A),
welche den Dampf für die Speisewassererhitzer liefert. Zu
sätzlich kann herkömmlicher Kohlenstoffstahl für alle Ab
zweigsleitungen verwendet werden im Vergleich zu den aus Le
gierungen zu fertigenden Leitungen für den Kondensations
zyklus gemäß Fig. 4 und den Nichtkondensationszyklus gemäß
Fig. 3. Die Anordnung vereinfacht ebenfalls die Verrohrung
und die Auslegung der Erhitzer, da die Temperaturen der abge
zweigten Dämpfe reduziert werden und der günstigste Tempera
turgradient in den Erhitzern vorliegt. Noch bedeutender je
doch ist, daß die neue Auslegungsweise gewährleistet, daß
kalter Dampf nicht mit den heißeren Turbinenteilen, wie dies
bei den Nichtkondensationsausführungsformen gemäß Fig. 1, 2
und 3 sowie Fig. 4A der Fall ist, in Kontakt tritt.
Claims (3)
1. Kreislauf-Gestaltung für ein Dampfturbinensystem (40), ge
kennzeichnet durch: eine Kesselspeisepumpe (54), eine
Hilfsturbine (58) zum Antrieb der Kesselspeisepumpe (54), ei
ne Primärturbine (42, 46) mit einem Hochdruck (HP)-Abschnitt
(42) und einem Niederdruck(LP)-Abschnitt (46), einem Kessel
(50) zur Bereitstellung von Dampf zum Antrieb der Primär- und
Hilfsturbinen, einen Kondensator (52) zur Rückgewinnung des
Abdampfes des LP-Abschnittes (46), eine Anzahl von Speisewas
sererhitzern (56) zur Vorerhitzung des in dem Kondensator
(52) gesammelten und zu dem Kessel (50) durch die Speisewas
serpumpe gepumpte Kondensates, eine Einrichtung (59) zum Ab
zweig von Dampf aus dem Hochdruckturbinenabschnitt (42) und
Zuleitung des abgezweigten Dampfes zu der Hilfsturbine (58)
zur Bewirkung des Betriebes der Hilfsturbineturbine (58),
Einrichtungen (62, 64, 66) zur Trennung des in der Zusatzturbi
ne (58) verwendeten Dampf es von der Primärturbine (42, 46),
wobei diese wenigstens einen Speisewassererhitzer (56C) um
fassen, der in Wärmetauschbeziehung mit Dampf steht, der ein
zig von einem entsprechenden Abzweigungspunkt der Zusatztur
bine geliefert wird; und Einrichtungen (60) zur Aufleitung
von Abdampf von der Zusatzturbine (58) direkt zu dem Konden
sator (52).
2. Kreislauf-Gestaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß die Hilfsturbine (58) eine Anzahl von Abzweigungs
punkten aufweist und eine entsprechende Anzahl von Speisewas
sererhitzern (56D, 56E, 56F) vorgesehen ist, welche jeweils
ausschließlich mit entsprechenden der Abzweigungspunkte zur
Aufnahme ausschließlich des Dampfes von der Hilfsturbine (58)
gekoppelt sind.
3. Dampf-Zyklus-Verfahren für ein Dampfturbinensystem (40),
in welchem eine Hilfsturbine (58) zum Antrieb einer Kes
selspeisewasserpumpe (54) Anwendung findet, wobei das Turbi
nensystem eine Primärturbine (42, 46) umfaßt, welche zum An
trieb wenigstens eines Generators (44, 48) mit diesem gekop
pelt ist, die Primärturbine einen Hochdruck(HP)-Abschnitt
(42) und einen Niederdruck(LP)-Abschnitt (46) aufweist, einen
Kessel (50) zur Erzeugung von Dampf zum Antrieb der Primär-
und Zusatzturbinen, einen Kondensator (52) zur Umwandlung von
Abdampf aus dem LP-Abschnitt und einer Anzahl von Speisewas
sererhitzern (56) zur Vorwärmung des in dem Kondensator ge
sammelten und in den Kessel (50) zurückgepumpten Kondensates,
welches die folgenden Schritte umfaßt:
Kopplung der Hilfsturbine (58) in das System in einen Kon densationszyklus, wobei der Zusatzturbinenauslaß direkt mit dem Kondensator (52) gekoppelt ist;
Trennung jedes Zwischenabzweigungspunktes der Zusatzturbine von den Dampfwegen zu jedem der Abschnitte der Primärturbine (42, 26), und
Kopplung entsprechender Speisewassererhitzer (56) aus schließlich zur Aufnahme von Dampf von den getrennten Abzwei gungspunkten der Hilfsturbine (58).
Kopplung der Hilfsturbine (58) in das System in einen Kon densationszyklus, wobei der Zusatzturbinenauslaß direkt mit dem Kondensator (52) gekoppelt ist;
Trennung jedes Zwischenabzweigungspunktes der Zusatzturbine von den Dampfwegen zu jedem der Abschnitte der Primärturbine (42, 26), und
Kopplung entsprechender Speisewassererhitzer (56) aus schließlich zur Aufnahme von Dampf von den getrennten Abzwei gungspunkten der Hilfsturbine (58).
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