DE19513845A1 - Verfahren zum kontinuierlichen Herstellen von unterirdischen vertikalen Dichtwänden im Pfeiler-/Abschnittsverfahren - Google Patents
Verfahren zum kontinuierlichen Herstellen von unterirdischen vertikalen Dichtwänden im Pfeiler-/AbschnittsverfahrenInfo
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E02—HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
- E02D—FOUNDATIONS; EXCAVATIONS; EMBANKMENTS; UNDERGROUND OR UNDERWATER STRUCTURES
- E02D5/00—Bulkheads, piles, or other structural elements specially adapted to foundation engineering
- E02D5/20—Bulkheads or similar walls made of prefabricated parts and concrete, including reinforced concrete, in situ
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E02—HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
- E02D—FOUNDATIONS; EXCAVATIONS; EMBANKMENTS; UNDERGROUND OR UNDERWATER STRUCTURES
- E02D5/00—Bulkheads, piles, or other structural elements specially adapted to foundation engineering
- E02D5/18—Bulkheads or similar walls made solely of concrete in situ
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- Engineering & Computer Science (AREA)
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- Paleontology (AREA)
- Civil Engineering (AREA)
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- Bulkheads Adapted To Foundation Construction (AREA)
Description
Bekannt ist nach DD 97 244 und DD 1 10 323 das Schlitz
fräsverfahren zur kontinuierlichen Dichtwandherstellung.
Dabei wird mit einer am Führungspfahl geführten Doppel
schneckenfräse in 1,5 m langen Einzelfrässchnitten konti
nuierlich ein ca. 1,0 m breiter Erdschlitz hergestellt.
Der offene Erdschlitz wird durch den Einbau von Beton
elementen in Arbeits- und Verfüllräume getrennt. Der Erd
schlitz ist mit Tonsuspension gefüllt, die die abdichten
de Tonkruste bilden. Die beim Fräsen gelösten Erdmassen
werden direkt in den mit Tonsuspension gefüllten Erd
schlitz verspült und damit die Dichtwand fertiggestellt.
Dieses Verfahren kommt zur Abriegelung von Grundwasser
zuflüssen zu Tagebauen zur Anwendung und hat den Nach
teil, daß die Gerätetechnik mit Direktverspülung einen
großen Flächenbedarf in der Bauphase beansprucht und da
mit insbesondere für kleine und mittlere Bauvorhaben und
im innerstädtischen Bau unwirtschaftlich ist.
Das bekannteste Verfahren zur Herstellung von Dichtwänden
bei der Abriegelung von Grundwasser und der vertikalen
Umschließung von Deponien und unterirdischen Bauwerken
ist die Pfeiler-/Abschnittstechnologie. Hier wird mittels
Greifer oder Fräse der Erdschlitz diskontinuierlich her
gestellt, wie in der Zeitschrift bbr, Wasser und Rohrbau,
3/93, Seite 104, beschrieben.
Nachteil dieses Verfahrens ist es, daß beim Abteufen der
Einzelschlitze Abweichungen entstehen können. Dabei kommt
es nicht zu einer Überlappung bzw. Überschneidung der
Einzelschlitze.
An diesen Stellen entstehen sogenannte Fenster, die zu
einer Undichtheit der Dichtwand führen.
Ein weiterer Nachteil ist, daß die beim Greifern bzw.
Fräsen anfallenden Erdstoffe auf Deponien entsorgt werden
müssen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren
zu schaffen, das sichert, daß auch bei der Pfeiler-/Ab
schnittstechnologie im Greifer- und/oder Fräsverfahren
eine homogene durchgehende Dichtwand hergestellt wird.
Insbesondere müssen durchlässige Fehlstellen ausgeschlos
sen werden.
Weiterhin soll erreicht werden, daß durch die Herstellung
von Querlamellen und den Einbau von Absperrelementen die
dadurch entstehenden Sedimentationsräume hauptsächlich
wieder mit den Aushubmassen verfüllt werden.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß im Vorlauf in ent
sprechenden Abständen auf der Trassenachse Lamellenkreuze
gebaggert werden. Anschließend erfolgt der Einbau von
Stahlbetonplatten oder ähnlichen Elementen in den Quer
lamellen oder die Verfüllung mit einer selbsthärtenden
Suspension.
Der Bereich zwischen den Lamellenkreuzen wird danach vor
zugsweise in der Pfeiler-/Abschnittstechnologie mit Grei
fern bzw. Fräsen ausgeräumt. Dabei ist bei der Ausräumung
gewährleistet, daß die mit Stützflüssigkeit gefüllten
Primärlamellen immer eine Führung beim Ausgreifern der
Sekundärlamellen darstellen. Die Abstände der einzelnen
Lamellenkreuze voneinander und damit die Länge der ein
zelnen Abschnitte sind von den geotechnischen Randbedin
gungen abhängig.
Als Stützflüssigkeit wird eine Tonmehlgrundspülung mit
erforderlichen rheologischen Eigenschaften verwendet.
Während des gesamten Herstellungs- und Verfüllvorganges
der Dichtwand sind der Schlitz und die vorgearbeiteten
Lamellenkreuze ständig mit Stützflüssigkeit vollzuhalten.
Beim Aushub des 1. Bereiches zwischen 2 Lamellenkreuzen
(Aufschlußbetrieb) ist der erbaggerte Erdstoff zu depo
nieren, dadurch entsteht ein Sedimentationsraum.
Im Regelbetrieb sind durch geeignete Förder- und Aufbe
reitungsanlagen die vorher ausgeräumten Sedimentations
räume wieder mit der Aushubmasse zu verfüllen.
Die Abdichtwirkung der in dieser Form hergestellten
Dichtwand wird bekanntermaßen durch eine Kolmationskruste
erreicht. Das Verfahren kann vorteilhaft angewendet wer
den bei der vollkommenen Abriegelung von Grundwasser
zuflüssen zu Tagebauen, bei der sicheren Abdichtung von
Deponien, insbesondere Schadstoffdeponien, bei der Ein
kapselung von kontaminierten Flächen und zur geschlosse
nen und homogenen Umschließung und Abdichtung von Baugru
ben.
Die Anwendung der Erfindung wird an Ausführungsbeispielen
erläutert:
Die dazu gehörenden Figuren zeigen:
Fig. 1 Lamellenkreuz mit eingebautem Absperrelement in
der Querlamelle,
Fig. 2 Trennblock aus selbsthärtender Suspension,
Fig. 3 Herstellungsschema des Aufschluß- und Regelbe
triebes bei Verwendung eines Lamellenkreuzes mit
eingebautem Absperrelement in der Querlamelle,
Fig. 4 Herstellungsschema des Aufschluß- und Regel
betriebes bei Anwendung des Trennblockes aus
selbsthärtender Suspension,
Fig. 5 Schemadarstellung des Schlitzgreifer- und Ver
füllvorganges bei der Dichtwandherstellung.
Zu Beginn der Dichtwandherstellung (Aufschlußbetrieb)
sind mit einem Schlitzgreifer oder einer Fräse (ange
schlagen an einem Baggergrundgerät) in festgelegten Ab
ständen 2 Lamellen auf der Trassenachse jeweils bis zur
erforderlichen Endteufe auszugreifern bzw. auszufräsen
und ständig mit Stützflüssigkeit gefüllt zu halten.
Anschließend erfolgt das Ausgreifern/Ausfräsen der um 90°
versetzten Querlamellen m. Dabei entsteht das Lamellen
kreuz, wie in Fig. 1 dargestellt.
Nach Fertigstellung des Lamellenkreuzes ist der Einbau
der Absperrwand a vorzunehmen. Damit ist entsprechend
Fig. 5 eine Trennung zwischen Arbeits- b und Sedimenta
tionsraum c geschaffen. In weiterer Folge des Aufschluß
betriebes wird nun nach Fig. 3 der 1. Abschnitt mit dem
Greifer/der Fräse f ausgeräumt und bis zur Einbindung in
die Lamelle 6 hergestellt. Dabei dient die axiale Lamel
le l der Lamellenkreuze 6, 12, 18 und ff als Führung des
Greifers/der Fräse f zur problemlosen Einbindung des ge
samten Abschnittes.
Beim nachfolgenden Regelbetrieb ist der Erdaushub der
Einzellamellen in der in Fig. 3 dargestellten Reihenfol
ge einzuhalten. Die Anzahl der Lamellen richtet sich nach
den in den geotechnischen Randbedingungen festgelegten
Abständen der Lamellenkreuze. Damit wird die technologi
sche Sicherheit für eine durchgehend hergestellte Dicht
wand gewährleistet.
Eine weitere wirksame Methode zur Trennung von Arbeits- b
und Sedimentationsräumen c ist mit der Herstellung eines
speziell dimensionierten Trennblockes h aus selbsthärten
der Spülung zu erreichen, wie in Fig. 2 dargestellt.
Aufschluß- und Regelbetrieb sind aus Fig. 4 ersichtlich.
Die dabei festgelegten Reihenfolgen sind auch hier für
die Gewähr einer durchgehend hergestellten Dichtwand ein
zuhalten.
Bei der Herstellung des 1. Abschnittes im Aufschlußbe
trieb ist der ausgegreiferte/ausgefräste Erdstoff abzu
transportieren und zu deponieren.
Für den Regel betrieb werden entsprechend Fig. 5 die Aus
hubmassen über spezielle Aufbereitungs- d und Fördervor
richtungen e direkt in die Sedimentationsräume c ver
spült. Die bei diesem Vorgang verdrängte Stützflüssigkeit
wird abgesaugt, in einer Entsandungsanlage g gereinigt
und dem Arbeitsraum wieder zugeführt. Verluste werden
durch Zufuhr von frischer Stützsuspension ersetzt.
Bezugszeichenliste
a Absperrwand
b Arbeitsraum
c Sedimentationsraum
d Aufbereitungsvorrichtung
e Fördervorrichtung
f Greifer bzw. Fräse
g Entsandungsanlage
h Trennblock aus selbsthärtender Suspension
i Einbindelamelle
j Leitwand
k Sekundärlamelle
l axiale Lamelle
m Querlamelle
b Arbeitsraum
c Sedimentationsraum
d Aufbereitungsvorrichtung
e Fördervorrichtung
f Greifer bzw. Fräse
g Entsandungsanlage
h Trennblock aus selbsthärtender Suspension
i Einbindelamelle
j Leitwand
k Sekundärlamelle
l axiale Lamelle
m Querlamelle
Claims (4)
1. Verfahren zum Auffahren von vertikalen durchgehenden
Dichtwänden im Pfeiler-/Abschnittsverfahren, wobei
die Dichtwand mit einer Tongrundspülung gefüllt ist
und durch Absperrwände (a) in Arbeitsräume (b) und
Sedimentationsräume (c) getrennt wird, dadurch ge
kennzeichnet, daß Lamellenkreuze für die aufzufahren
de Dichtwand auf der Dichtwandachse in definierten
Abständen ausgegreifert werden und in die Querlamel
len (m) Absperrwände (a) eingebracht werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Abschnitte zwischen den Lamellenkreuzen mittels
Greifer/Fräse (f) im Aufschlußbetrieb in der Reihen
folge 1-3-5-4-2 und im Regel betrieb in der Reihenfolge
8-10-11-9-7-14-16-17-15-13 ausgehoben werden, wobei
die ausgehobenen Massen jeweils wieder zum Verfüllen
der Abschnitte verwendet werden und die Anzahl der La
mellen zwischen den Lamellenkreuzen variabel ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die axialen Lamellen (l) den Greifer/die Fräse (f) zur
Einbindung der Abschnitte zwischen den Lamellenkreuzen
richtungsgebend führen.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
anstelle der Lamellenkreuze mit den Absperrwänden (a)
Trennblöcke (h) gefüllt mit selbsthärtender Suspension
verwendet werden, wobei die Abschnitte zwischen den
Trennblöcken (h) im Aufschlußbetrieb in der Reihenfol
ge 5-3-1-2-4 und im Regelbetrieb in der Reihenfolge
7-9-11-10-8-13-15-17-16-14 ausgehoben werden und die
ausgehobenen Massen wieder zum Verfüllen der Abschnit
te verwendet werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995113845 DE19513845A1 (de) | 1995-04-12 | 1995-04-12 | Verfahren zum kontinuierlichen Herstellen von unterirdischen vertikalen Dichtwänden im Pfeiler-/Abschnittsverfahren |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995113845 DE19513845A1 (de) | 1995-04-12 | 1995-04-12 | Verfahren zum kontinuierlichen Herstellen von unterirdischen vertikalen Dichtwänden im Pfeiler-/Abschnittsverfahren |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19513845A1 true DE19513845A1 (de) | 1996-10-17 |
Family
ID=7759535
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1995113845 Withdrawn DE19513845A1 (de) | 1995-04-12 | 1995-04-12 | Verfahren zum kontinuierlichen Herstellen von unterirdischen vertikalen Dichtwänden im Pfeiler-/Abschnittsverfahren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19513845A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE10021549A1 (de) * | 2000-04-20 | 2001-10-25 | Bilfinger Berger Bau | Verfahren zur Herstellung von Gründungselementen |
| CN112609680A (zh) * | 2020-12-10 | 2021-04-06 | 中国十九冶集团有限公司 | 用于人工挖孔群桩开挖的施工方法 |
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-
1995
- 1995-04-12 DE DE1995113845 patent/DE19513845A1/de not_active Withdrawn
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