DE19512935A1 - Verfahren und Vorrichtung zur Lageerkennung und/oder lagerichtigen Montage eines Teiles mit gekrümmter, inhomogener Oberfläche - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Lageerkennung und/oder lagerichtigen Montage eines Teiles mit gekrümmter, inhomogener OberflächeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Lageerkennung
und/oder zur lagerichtigen Montage eines Teiles mit gekrümmter, inhomogener Oberfläche,
insbesondere zur Verwendung für die lagerichtige Bestückung des Läufers einer
dynamoelektrischen Maschine mit einem Anker und einem Kollektor. Eine derartige
Anordnung ist beispielsweise aus der EP 526 060 A bekannt, wobei die Ausrichtung
der Teile dort mittels mechanischer Abtasteinrichtungen erfolgt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes Verfahren und eine Vorrichtung
zur Lageerkennung und/oder lagerichtigen Montage eines Teils mit gekrümmter,
inhomogener Oberfläche zu schaffen, wobei der zeitliche und apparative Aufwand
wesentlich verringert werden soll bei gleichzeitiger Steigerung der Präzision bei der
Ausrichtung der Teile.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein Verfahren nach dem Anspruch
1 und einer Vorrichtung nach dem Anspruch 5. Eine derartige Anordnung gewährleistet
eine hohe Bestückungspräzision in deutlich verringerter Zeit. Sie ist weiterhin
deutlich preiswerter herzustellen als bekannte mechanische Bestückungsvorrichtungen.
Vorteilhafte Ausgestaltungen des Verfahrens und der Vorrichtung gemäß der Erfindung
ergeben sich aus den Unteransprüchen. Hierbei hat sich insbesondere ein Verfahren
bewährt, bei dem das auftreffende Lichtband und das reflektierte Lichtband der
Breitbandabtastung in unterschiedlichen Ebenen geführt werden, was durch die
Streuung an der gekrümmten Oberfläche in sehr einfacher Weise möglich ist. Weiterhin
hat es sich als sehr vorteilhaft erwiesen, wenn die Lichtbänder sowohl des auftreffenden
Lichtes als auch des an der Oberfläche reflektierten Lichtes zwischen dem
Lichtaustritt und dem Reflexionsort mittels einer Optik exakt fokussiert werden. Hierbei
ist es zweckmäßig, wenn das ausgesandte Licht wenigstens einer Lichtquelle mittels
einer Glasfaseranordnung zu einem Lichtband geformt wird, welches nach der Reflexion
an der gekrümmten Oberfläche in wenigstens einer zweiten, von der lichtemittierenden
Ebene verschiedenen Ebene empfangen und einem Sensor zugeführt wird.
Durch die Streuung des reflektierten Lichtes an der gekrümmten Oberfläche kann das
reflektierte Licht ohne zusätzliche optische Maßnahmen in einer von der lichtemittierenden
Ebene verschiedenen Ebene empfangen und auf diese Weise der Reflexionsgrad
präzise ermittelt werden. Kleinere Verschmutzungen und/oder Unregelmäßigkeiten
auf der zu prüfenden Oberfläche können dabei als nichtrelevante Faktoren leicht
aus der Messung eliminiert werden, wenn ein definierter Reflexionsgrad als Signal
verwendet wird. Auf diese Weise sind beispielsweise Nuten in einer gekrümmten
Oberfläche eindeutig zu identifizieren, wobei das Meßergebnis durch Verunreinigungen
und Unregelmäßigkeiten der Oberfläche nicht beeinträchtigt wird.
Zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens hat sich eine Vorrichtung besonders
bewährt, bei welcher das Licht wenigstens einer Lichtquelle mittels eines entsprechend
dem Strahl der Lichtquelle geformten Glasfaserbündels erfaßt wird, welcher
dann zu einem ersten, ein Lichtband emittierenden Glasfaserband geformt wird, während
das empfangene Lichtband in einem zweiten, räumlich gegenüber dem ersten
versetzten Glasfaserband aufgenommen und dem Empfänger in Form eines dessen
Ausbildung angepaßten Glasfaserbündels zugeführt wird. Als Optik zwischen den
Glasfaserbändern und der zu prüfenden Oberfläche hat sich ein zylinderförmiger
Glasstab als vorteilhaft erwiesen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und in der
nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine raumbildliche Darstellung des Läufers einer dynamoelektrischen Maschine
in einer Explosionsdarstelluung,
Fig. 2 einen Schnitt durch die Meßvorrichtung in schematischer Darstellung,
Fig. 3 eine schematische Draufsicht auf die Meßvorrichtung.
In Fig. 1 ist mit 10 die Welle des Läufers einer dynamoelektrischen Maschine bezeichnet,
dessen Anker die Bezugsziffer 11 und dessen Kollektor die Bezugsziffer 12
trägt. Mit 14 sind die Ankernuten bezeichnet, mit 15 die Kollektorlamellen und mit 16
die Kollektornuten.
Gegenstand des erfindungsgemäßen Verfahrens und der erfindungsgemäßen Vorrichtung
ist es nunmehr, in besonders vorteilhafter Weise die exakte Lage der jeweiligen
Nut zu erkennen, um die Lage der Teile zu überprüfen oder eine exakte Positionierung
bei der Montage zu ermöglichen.
In den Fig. 2 und 3 ist das erfindungsgemäße Verfahren schematisch veranschaulicht.
Hierbei ist jeweils mit 18 ein Glasfaserbündel bezeichnet, welches das Licht einer
Lichtquelle 20 führt. Als Lichtquelle dient dabei eine Leuchtdiode (LED 621 nm). Ein
zweites Glasfaserbündel 19 führt das empfangene Licht zu einem Empfänger 17, vorzugsweise
einem Fototransistor. Die einzelnen Fasern der Glasfaserbündel 18 und 19
verteilen sich dann in zwei Ebenen als lichtemittierende Glasfasern 21 und lichtempfangende
Glasfasern 22. Aus diesen jeweils in einer Ebene laufenden Glasfasern 21
und 22 werden dann Glasfaserbänder 23 und 24 gebildet, wobei das Glasfaserband 23
das emittierte Licht führt und das Glasfaserband 24 das reflektierte Licht. Die beiden
Glasfaserbänder 23 und 24 liegen in verschiedenen Ebenen, in der Figur befindet sich
das Glasfaserband 24 für das reflektierte Licht unterhalb des Glasfaserbandes 23 für
das emittierte Licht. Auch eine fingerartige Verzahnung der einzelnen Glasfasern wäre
denkbar.
Aus dem Glasfaserband 23 tritt nun entsprechend der Breite der Glasfaseranordnung
ein Lichtband 25 aus und gelangt auf einen Glasstab 27, welcher als Linse wirkt und
das in vertikaler Richtung gebündelte Lichtband 28 linienförmig auf die zu prüfende
Oberfläche 31 lenkt. Entsprechend der Beschaffenheit der Oberfläche 31 wird das
Licht nun mehr oder weniger stark reflektiert und gelangt als Lichtband 29, über den
Glasstab 27 als Lichtband 26, zurück zum Glasfaserband 24 und von dort über die
Glasfasern 22 zum Glasfaserbündel 19 und zum Empfänger 17.
Das Wesen der Erfindung besteht also darin, daß die Oberflächen- bzw. Reflexionsverhältnisse
entlang einer vorgebbaren Linie erfaßt werden, wobei punktuelle oder
räumlich begrenzte Störungen der Linie im Meßergebnis ausgeblendet und als
nichtrelevanter Fehler erkannt werden können. Nur wenn die starke Reflexionsänderung
beim Übergang beispielsweise von der Lamelle 32 zur Nut 33 eines Kollektors
erfolgt, wird diese Änderung als Meßsignal im Empfänger 17 gewertet, während andere,
kleinere Schwankungen im empfangenen Meßsignal als Störgrößen erkannt und
ausgeblendet werden. Auf diese Weise ist es sehr präzise und mit geringem Aufwand
möglich, beispielsweise die geometrische Lage von Motorkollektoren 12 bei der Montage
oder bei der Nachkontrolle zu erkennen. Durch die erfindungsgemäße optische
Breitbandabtastung können Fehlerquellen bzw. Verschmutzungsstellen auf dem Kollektor
12 nahezu vollständig ausgeschlossen werden.
Während des Meßvorgangs wird das Teil mit der zu prüfenden Oberfläche 31,
beispielsweise der Kollektor 12, in einer Bestückungsvorrichtung mittels eines nicht
dargestellten Schrittmotors gedreht. Solange das Lichtband 28 auf der Kupferlamelle
32 abgebildet wird, liegt auf der Sensorseite am Empfänger 17 ein optisches Signal
vor. Fällt die Abbildung beispielsweise zu 60% in die Nut 33 zwischen den Lamellen
32, so wird dies am Empfänger 17 als Unterbrechung des Lichtsignals gewertet und der
Schrittmotor gestoppt. In dieser Position kann dann beispielsweise ein Kollektor 12
entnommen und lagegenau am Rotor einer elektischen Maschine montiert werden.
Als Glasfaserbänder 23, 24 werden vorzugsweise zwei Acrylglasfaserbänder verwendet
mit jeweils 40 Leitern mit einem Durchmesser von 0,25 mm. Dieses Glasfaserband
kann sowohl als Band angeordnet werden oder z. B. zusammengerollt unmittelbar
an die Lichtquelle 20 herangeführt werden. Entsprechendes gilt für den Empfänger
17. Bei einer Versuchsanlage ergab sich eine Systemauflösung von 0,02 mm,
die Ansprechzeit konnte auf 100 µsec eingestellt werden.
Claims (11)
1. Verfahren zur Lageerkennung und/oder lagerichtigen Montage eines Teiles mit
gekrümmter, inhomogener Oberfläche, dadurch gekennzeichnet, daß mittels einer
optischen Breitbandabtastung das reflektierte Licht (29, 26) eines auf die Oberfläche
(31) auftreffenden Lichtbandes (25, 28) erfaßt und an einem Empfänger (17) für das
reflektierte Licht(26, 29) dann ein Signal erzeugt wird, wenn ein vorgebbarer Teil der
Lichtbandabbildung am Empfänger (17) verändert worden ist, wobei der
Reflexionsgrad an der gekrümmten Oberfläche (31) ein Maß für die Erzeugung des
Meßsignals darstellt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das auftreffende
Lichtband (28) und das reflektierte Lichtband (29) der Breitbandabtastung in
unterschiedlichen Ebenen (23, 24; 21, 22) geführt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Lichtbänder
(25, 26) mittels einer Optik (27) gleichmäßig auf die zu prüfende Oberfläche (31)
fokussiert werden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das
ausgesandte Licht wenigstens einer Lichtquelle (20) mittels einer Glasfaseranordnung
(18, 21) zu einem Lichtband (25) geformt wird, welches nach der Reflexion an der
gekrümmten Oberfläche (31) in wenigstens einer zweiten, von der lichtemittierenden
Ebene (23) verschiedenen Ebene (24) empfangen wird.
5. Vorrichtungen zu Durchführung des Verfahrens nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Licht wenigstens einer Lichtquelle (20)
mittels eines entsprechend dem Kegel der Lichtquelle (20) geformten Glasfaserbündels
(18) erfaßt wird, welches dann zu einem ersten, ein Lichtband (25) emittierenden
Glasfaserband (23) geformt wird, während das empfangene Lichtband (26) in einem
zweiten, räumlich gegenüber dem ersten versetzten Glasfaserband (24) aufgenommen
und dem Empfänger (17) in Form eines dessen Ausbildung angepaßten
Glasfaserbündels (19) zugeführt wird.
6. Vorichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den beiden
Glasfaserbändern (23, 24) und der zu prüfenden Oberfläche (31) eine in ihrer Breite
der Breite der Lichtbänder (25, 26; 28, 29) entsprechende Linse (27) angeordnet ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß als Linse ein
zylinderförmiger Glasstab (27) dient.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß als
Lichtquelle (20) eine Leuchtdiode verwendet ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß als
Empfänger (17) ein Fototransistor dient.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß als
Lichtleiter (18, 19; 23, 24) jeweils ein Acrylglasleiterband dient.
11. Verwendung eines Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 4 und/oder einer
Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 10 für die lagerichtige Bestückung des
Läufers einer dynamoelektrischen Maschine mit einem Anker (11) und/oder einem
Kollektor (12).
Priority Applications (1)
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| DE1995112935 DE19512935A1 (de) | 1995-04-06 | 1995-04-06 | Verfahren und Vorrichtung zur Lageerkennung und/oder lagerichtigen Montage eines Teiles mit gekrümmter, inhomogener Oberfläche |
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Publications (1)
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| DE19512935A1 true DE19512935A1 (de) | 1997-01-16 |
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Family Applications (1)
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| DE1995112935 Withdrawn DE19512935A1 (de) | 1995-04-06 | 1995-04-06 | Verfahren und Vorrichtung zur Lageerkennung und/oder lagerichtigen Montage eines Teiles mit gekrümmter, inhomogener Oberfläche |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19512935A1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19710645A1 (de) * | 1997-03-14 | 1998-09-24 | Bosch Gmbh Robert | Anordnung und Verfahren zur Anpassung der Leistung eines Heizgerätes |
| WO2001006622A1 (de) * | 1999-07-14 | 2001-01-25 | Siemens Aktiengesellschaft | Verfahren und einrichtung zur bestimmung der breite des luftspaltes zwischen läufer und ständer |
| AT519956A4 (de) * | 2017-09-01 | 2018-12-15 | Miba Ag | Verfahren und Vorrichtung zur Statorherstellung |
-
1995
- 1995-04-06 DE DE1995112935 patent/DE19512935A1/de not_active Withdrawn
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19710645A1 (de) * | 1997-03-14 | 1998-09-24 | Bosch Gmbh Robert | Anordnung und Verfahren zur Anpassung der Leistung eines Heizgerätes |
| WO2001006622A1 (de) * | 1999-07-14 | 2001-01-25 | Siemens Aktiengesellschaft | Verfahren und einrichtung zur bestimmung der breite des luftspaltes zwischen läufer und ständer |
| AT519956A4 (de) * | 2017-09-01 | 2018-12-15 | Miba Ag | Verfahren und Vorrichtung zur Statorherstellung |
| AT519956B1 (de) * | 2017-09-01 | 2018-12-15 | Miba Ag | Verfahren und Vorrichtung zur Statorherstellung |
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