DE19512875A1 - Drosselklappenstutzen - Google Patents
DrosselklappenstutzenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Drosselklappenstutzen mit einer in einem Gehäuse
schwenkbar angeordneten Drosselklappe.
Drosselklappenstutzen der vorstehenden Art sind zur Regelung der Ansaugluft
von Ottomotoren in Kraftfahrzeugen allgemein bekannt.
Um zu erreichen, daß solche Drosselklappenstutzen möglichst weitgehend
dicht schließen und andererseits aus der Schließstellung wieder leicht zu öffnen
sind, ist eine hohe Durchmessergenauigkeit und Rundheit des Gehäuses des
Drosselklappenstutzens und der Drosselklappe erforderlich.
Alternativ hierzu sind Lösungen bekannt, bei denen keine hohen Anforderun
gen an die Fertigungstoleranzen gestellt werden. Dabei wird zur Verminderung
des Leckluftdurchsatzes eine in der Mantelfläche der Drosselklappe umlau
fende Nut mit einem darin eingesetzten federnden Ring vorgesehen oder im
Randbereich der Drosselklappe eine Federmanschette angeordnet, die mit
zwei aus dem Drosselklappenrand herausbewegbaren Bogenstücken gegen
eine Stellfläche des Gehäuses des Drosselklappenstutzens anliegt.
Derartige Lösungen haben einen komplizierten Aufbau, erfordern eine größere
Anzahl von Bauteilen und sind deshalb sehr aufwendig zu fertigen.
Aufgrund der unveränderbaren radial umlaufenden Umfangsfläche der Dichte
lemente können größere Toleranzen im Durchmesser und in der Rundheit des
Gehäuses des Drosselklappenstutzens und der Drosselklappe nicht ausrei
chend ausgeglichen werden, was zu hohen Leckluftwerten in Schließstellung
der Drosselklappe führt.
Dagegen tritt bei Öffnung der Drosselklappe aus der Schließstellung eine
unkontrollierte Verwirbelung der Luftströmung auf, wobei die undefinierte Ver
änderung des Luftdurchtrittsquerschnitts im Moment der Öffnung der Drossel
klappe aus der Schließstellung eine sprunghafte Änderung der den Luftdurch
satz beschreibenden Drehwinkel-Luftmassen-Kennlinie herbeiführt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Drosselklappenstutzen der
eingangs genannten Art so auszubilden, daß mit einfachen und kostengünsti
gen Mitteln sowie fertigungstechnisch geringem Aufwand ohne Einhaltung
hoher Fertigungstoleranzen an der Drosselklappe und dem Gehäuse des Dros
selklappenstutzens die Leckluftmengen vermindert werden und die Drossel
klappe möglichst leicht zu öffnen vermag.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der zur Anlage an das
Gehäuse des Drosselklappenstutzens gelangende radial umlaufende Randbe
reich der Drosselklappe plastisch und/oder elastisch verformbar und mit einer
oder mehreren plastisch und/oder elastisch verformbaren, etwa radial hervor
stehenden Dichtlippe(n) versehen ist, die in Schließstellung der Drosselklappe
an der Innenwand des Gehäuses in Anlage ist/sind.
Beim Verschwenken der Drosselklappe in Schließstellung wird/werden die etwa
radial hervorstehende(n) Dichtlippe(n) durch Druckbeaufschlagung gegen die
Innenwand des Gehäuses des Drosselklappenstutzens gedrückt, wobei
zunächst die Dichtlippe bzw. die zuerst an der Innenwand des Gehäuses des
Drosselklappenstutzens zur Anlage gelangenden Dichtlippen in jenen Berei
chen plastisch verformt wird bzw. werden, wo die Streckgrenze des Werkstoffs
der Dichtlippe(n) überschritten wird und ein Verharren der Dichtlippe(n) in die
ser plastisch veränderten Form eintritt. Zusätzlich tritt eine plastische Verfor
mung des zuerst an der Innenwand des Gehäuses des Drosselklappenstutzens
zur Anlage gelangenden Teils des radial umlaufenden Randbereichs der Dros
selklappe ein. Bei weiterem Andrücken der Drosselklappe gegen die Innen
wand des Gehäuses des Drosselklappenstutzens werden auch die weiteren
Dichtlippen entsprechend plastisch verformt.
Besonders in dem auf den sich plastisch verformenden Teil des radial umlau
fenden Randbereichs folgenden Teil des radial umlaufenden Randbereichs der
Drosselklappe wird eine elastische Verformung in den Bereichen der Dichtlip
pen erfolgen, wo die Steckgrenze des Werkstoffs der Dichtlippen noch nicht
erreicht wird. Aber auch der gesamte radial umlaufende Randbereich kann
elastische Verformungen aufweisen.
Durch die plastische und/oder elastische Verformung des radial umlaufenden
Randbereichs der Drosselklappe und der Dichtlippe(n) besitzt der radial umlau
fende Randbereich der Drosselklappe eine in Schließstellung der Drossel
klappe zur Innenkontur des Gehäuses des Drosselklappenstutzens etwa paral
lele Außenkontur.
Das hat den Vorteil, daß die Drosselklappe in deren Schließstellung gegenüber
dem Gehäuse des Drosselklappenstutzens zuverlässig
Die vorgeprägten Konturen ermöglichen ein klemmfreies Öffnen der Drosselklappe, während weitere Schließvorgänge ohne größeren Anpreßdruck durchführbar sind.
Die vorgeprägten Konturen ermöglichen ein klemmfreies Öffnen der Drosselklappe, während weitere Schließvorgänge ohne größeren Anpreßdruck durchführbar sind.
Die Anordnung einer einzelnen Dichtlippe erfolgt in vorteilhafter Weise im mitt
leren Bereich des radial umlaufenden Randbereichs der Drosselklappe, da
hierbei bis zum Erreichen der Dichtlippe beim Schließvorgang die Drossel
klappe nur mit geringem Anpreßdruck verschwenkt wird und nachfolgend die
plastische und/oder elastische Verformung der Dichtlippe und des umlaufenden
Randbereichs der Drosselklappe eintritt.
Diese Anordnung verringert die Beeinflussung der laminaren Strömungseigen
schaften und gewährleistet einen kontrollierten Verlauf der Verwirbelung der
Luftströmung beim Schließen der Drosselklappe.
Zur vorteilhaften Beeinflussung der Strömungseigenschaften und der Abdich
tung der Drosselklappe werden zwei oder mehrere Dichtlippen im Abstand
zueinander und zu beiden axialen Endbereichen des radial umlaufenden
Randbereichs der Drosselklappe angeordnet. Durch die beim Schließvorgang
der Drosselklappe zuerst an die Innenwand des Gehäuses des Drosselklap
penstutzens in Anlage gelangende Dichtlippe wird die Verwirbelung der Luft
strömung derart beeinflußt, daß durch die weiteren Dichtlippen die Luftströ
mung kontrolliert bis zum Abschluß des Schließvorganges verlaufen kann.
Unerwünschte Veränderungen in der Drehwinkel-Luftmassen-Kennlinie werden
durch eine gute Dosierbarkeit des Luftdurchtrittsquerschnitts vermieden.
Durch die Anordnung der Dichtlippen im Abstand zu beiden axialen Endberei
chen des radial umlaufenden Randbereiches der Drosselklappe wird ein Fest
klemmen der Drosselklappe in ihrer Schließstellung vermieden.
Die Drosselklappe ist vorteilhaft an ihrem radial umlaufenden Randbereich aus
einem Ring gebildet, der einen mit einem radial gerichteten, umlaufenden Steg
versehenen rotationssymmetrischen Grundkörper der Drosselklappe umgrei
fend ausgebildet ist.
Der Ring kann durch einen Spritzvorgang um den Steg des rotationssymmetri
schen Grundkörpers der Drosselklappe hergestellt werden. Der Steg des
Grundkörpers der Drosselklappe gewährleistet eine gute Stabilität des plastisch
und/oder elastisch verformbaren radial umlaufenden Randbereichs der Dros
selklappe, da die bei der Verformung dieses Bereichs auftretenden Kräfte
durch den Steg aufgenommen werden und damit eine Beschädigung oder
unerwünschte Lageveränderung des Ringes vermieden wird.
Diese Ausbildung der Drosselklappe vermeidet aufgrund ihrer Gesamtstabilität
und unveränderten Biegesteifigkeit große elastische Formabweichungen beim
Schließvorgang sowie Abweichungen in der Drehwinkel-Luftmassen-Kennlinie
der Drosselklappe.
Vorteilhaft kann die Drosselklappe in ihrer Schließstellung zur rechtwinkligen
Querschnittsebene des Drosselklappenstutzens geneigt sein und einen dieser
geneigten Querschnittsebene entsprechende ovale Umfangskontur besitzen.
Eine derartig ausgebildete Drosselklappe ist gegenüber einer in ihrer Schließ
stellung in der rechtwinkligen Querschnittsebene des Drosselklappenstutzens
befindlichen Drosselklappe mit niedrigem Anpreßdruck verschließbar und wie
der klemmfrei mit geringen Kräften zu öffnen.
Zum Erreichen eines guten Reibverhaltens ist es vorteilhaft, wenn der radial
umlaufende Randbereich der Drosselklappe aus einem zusammen mit dem
Werkstoff des Gehäuses einen niedrigen Reibkoffizient aufweisenden Material
besteht. Das verhindert zusätzlich ein mögliches Verklemmen der Drossel
klappe in Schließstellung.
Besonders vorteilhaft für ein gutes Reibverhalten ist es, wenn der radial umlau
fende Randbereich der Drosselklappe aus einem Kunststoff mit Gleitmittelein
lagerungen besteht.
Der radial umlaufende Randbereich der Drosselklappe hat eine hohe Stabilität
bei gleichzeitig gutem Reibverhalten, wenn dieser aus einem glasfaserverstärk
ten Kunststoff mit Kohlenstoff-Einlagerungen besteht.
Fertigungstechnisch vorteilhaft ist die Ausbildung der Drosselklappe aus dem
einen zusammen mit dem Werkstoff des Gehäuses einen niedrigen Reibkoeffi
zient aufweisenden Material.
Zur weiteren Verdeutlichung der Erfindung wird diese nachfolgend an einem
Ausführungsbeispiel näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 einen Schnitt durch einen Drosselklappenstutzen,
Fig. 2 einen Schnitt durch eine Drosselklappenhälfte aus Fig. 1.
Fig. 1 zeigt ein Gehäuse 1, durch welches quer hindurch eine Drosselklappen
welle 2 führt, die eine Drosselklappe 3 trägt.
Die Drosselklappe 3 besteht, wie aus Fig. 2 ersichtlich, aus einem mit einem
radial gerichteten, umlaufenden Steg 4 versehenen rotationssymmetrischen
Grundkörper 5, wobei die Drosselklappe 3 an ihrem plastisch und/oder ela
stisch verformbaren, radial umlaufenden Randbereichaus einem Ring 6 gebil
det ist.
Der Ring 6 weist zwei im Abstand zueinander und zu beiden axialen Endberei
chen des radial umlaufenden Randbereichs der Drosselklappe 3 angeordnete,
radial hervorstehende plastisch und/oder elastisch verformbare Dichtlippen 7
auf.
Der Ring 6 mit den Dichtlippen 7 wird durch einen Spritzvorgang um den Steg 4
des Grundkörpers 5 der Drosselklappe 3 hergestellt. Dabei sichert der Steg 4
eine gute Stabilität des verformbaren Ringes 6.
Das Gehäuse 1 und der Grundkörper 5 der Drosselklappe 3 bestehen aus
Aluminium.
Der mit den Dichtlippen 7 versehene Ring 6 besteht aus einem glasfaserver
stärkten Kunststoff mit Kohlenstoff-Einlagerungen oder einem anderen Werk
stoff mit einem geringeren Reibkoeffizient gegenüber dem Aluminium des
Gehäuses 1, um ein gutes Reibverhalten zu erreichen.
Beim Schließvorgang wird die Drosselklappe 3 gegenüber der Innenwand des
Gehäuses 1 derart verschwenkt, daß eine plastische und/oder elastische Ver
formung der Dichtlippen 7 und des radial umlaufenden Randbereichs des Rin
ges 6 eintritt.
Dadurch besitzt der radial umlaufende Randbereich der Drosselklappe 3 eine in
Schließrichtung der Drosselklappe 3 zur Innenkontur des Gehäuses 1 etwa
parallele Außenkontur.
Die radial umlaufende Umfangsfläche der Drosselklappe 3 ist schräg ausgebil
det, so daß die Drosselklappe 3 in ihrer Schließstellung zur rechtwinkligen
Querschnittsebene des Drosselklappenstutzens geneigt ist, wodurch ein nied
riger Anpreßdruck beim Verschließen der Drosselklappe und deren klemmfreies
Öffnen mit geringen Kräften gewährleistet ist.
Claims (12)
1. Drosselklappenstutzen mit einer in einem Gehäuse schwenkbar ange
ordneten Drosselklappe, dadurch gekennzeichnet, daß der zur Anlage
an das Gehäuse (1) des Drosselklappenstutzens gelangende radial
umlaufende Randbereich der Drosselklappe (3) plastisch und/oder ela
stisch verformbar und mit einer oder mehreren plastisch und/oder ela
stisch verformbaren, etwa radial hervorstehenden Dichtlippe(n) (7) ver
sehen ist, die in Schließstellung der Drosselklappe (3) an der Innenwand
des Gehäuses (1) in Anlage ist/sind.
2. Drosselklappenstutzen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Dichtlippe (7) im mittleren Bereich des radial umlaufenden Randbe
reichs der Drosselklappe (3) angeordnet ist.
3. Drosselklappenstutzen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß zwei oder mehrere Dichtlippen (7) im
Abstand zueinander und zu beiden axialen Endbereichen des radial
umlaufenden Randbereichs der Drosselklappe (3) angeordnet sind.
4. Drosselklappenstutzen mit einer in einem Gehäuse schwenkbar ange
ordneten Drosselklappe, mit einem zur Anlage an das Gehäuse
gelangenden radial umlaufenden Randbereich, dadurch gekennzeich
net, daß der zur Anlage an das Gehäuse (1) des Drosselklappenstutzens
gelangende radial umlaufende Randbereich der Drosselklappe (3)
plastisch verformbar und in Schließstellung der Drosselklappe (3) an der
Innenwand des Gehäuses (1) in Anlage ist.
5. Drosselklappenstutzen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß die Drosselklappe (3) an ihrem radial umlau
fenden Randbereich aus einem Ring (6) gebildet ist.
6. Drosselklappenstutzen nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
der Ring (6) einen mit einem radial gerichteten, umlaufenden Steg (4)
versehenen rotationssymmetrischen Grundkörper (5) der Drosselklappe
(3) umgreifend ausgebildet ist.
7. Drosselklappenstutzen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß die Drosselklappe (3) in ihrer Schließstellung
zur rechtwinkligen Querschnittsebene des Drosselklappenstutzens
geneigt ist und einen dieser geneigten Querschnittsebene entspre
chende ovale Umfangskontur besitzt.
8. Drosselklappenstutzen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß der radial umlaufende Randbereich der
Drosselklappe (3) eine in Schließrichtung der Drosselklappe (3) zur
Innenkontur des Gehäuses (1) des Drosselklappenstutzens etwa
parallele Außenkontur besitzt.
9. Drosselklappenstutzen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß der radial umlaufende Randbereich der
Drosselklappe (3) aus einem zusammen mit dem Werkstoff des Gehäu
ses (1) einen niedrigen Reibkoeffizient aufweisenden Material besteht.
10. Drosselklappenstutzen nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß
der radial umlaufende Randbereich der Drosselklappe (3) aus einem
Kunststoff mit Gleitmitteleinlagerungen besteht.
11. Drosselklappenstutzen nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß
der radial umlaufende Randbereich der Drosselklappe (3) aus einem
glasfaserverstärkten Kunststoff mit Kohlenstoff-Einlagerungen besteht.
12. Drosselklappenstutzen nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Drosselklappe (3) aus dem einen zusammen mit
dem Werkstoff des Gehäuses (1) einen niedrigen Reibkoeffizient aufwei
senden Material besteht.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995112875 DE19512875A1 (de) | 1995-04-06 | 1995-04-06 | Drosselklappenstutzen |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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| DE19512875A1 true DE19512875A1 (de) | 1996-10-10 |
Family
ID=7758926
Family Applications (1)
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| DE1995112875 Withdrawn DE19512875A1 (de) | 1995-04-06 | 1995-04-06 | Drosselklappenstutzen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19512875A1 (de) |
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- 1995-04-06 DE DE1995112875 patent/DE19512875A1/de not_active Withdrawn
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