DE19512642A1 - Schaltgetriebe - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Schaltgetriebe nach dem Ober
begriff des Hauptanspruchs.
Es ist bereits bekannt, bei Schaltgetrieben mit zwei zu
einander parallel liegenden Wellen, auf denen Zahnrad
paarungen für verschiedene Übersetzungen angeordnet sind,
das jeweilige Losrad der Zahnradpaarung durch den Druck
einer Hydraulikflüssigkeit kraftschlüssig in Umfangs
richtung mit der Welle zu verbinden. Die Patentschrift
US-2 825 234 beschreibt ein solches Schaltgetriebe, bei
dem in Axial- und Umfangsrichtung fest mit der Losrad
welle verbundene, als Kolben wirkende Mitnehmerscheiben
zwischen den Losrädern angebracht sind. In einer Seiten
fläche jedes Losrades ist zu der als Kolben wirkenden
Mitnehmerscheibe der entsprechende Zylinder ausgebildet,
wodurch zwischen Losrad und Mitnehmerscheibe ein Druck
raum entsteht. Dieser Druckraum kann durch Bohrungen in
der Welle mit Hydraulikdruckmittel versorgt werden, was
bewirkt, daß sich das entsprechende Losrad an der benach
barten Mitnehmerscheibe anlegt und mit dieser eine kraft
schlüssige Verbindung eingeht. Dadurch kann das Dreh
moment vom Losrad über die Mitnehmerscheibe auf die Los
radwelle übertragen werden. Geschaltet wird das Getriebe,
indem der Druckraum eines anderen Losrades mit Druck
mittel beaufschlagt wird und dieses dann die drehmoment
übertragende Kraftschlußverbindung bildet.
Ein so gestaltetes hydraulisch geschaltetes Schalt
getriebe hat den Nachteil, daß die Losräder mit axialem
Spiel auf der Losradwelle angebracht werden müssen, da
für den Schaltvorgang ihre axiale Bewegung notwendig ist.
Bei einer Zahnradpaarung ist aber axiales Spiel der Räder
grundsätzlich zu vermeiden.
Daher ist es Aufgabe der Erfindung, ein Schaltgetriebe
nach dem Oberbegriff des Hauptanspruchs zu schaffen, bei
dem beim Schaltvorgang das entsprechende Losrad nicht
axial versetzt wird.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den kennzeichnenden
Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Weitere Ausgestaltungen
der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Nach der Erfindung wird der Kraftschluß zwischen dem je
weiligen Losrad und der Losradwelle durch Aufheben ihres
radialen Spiels erzeugt. Das hat den Vorteil, daß beim
Schaltvorgang kein axialer Versatz des jeweiligen Los
rades stattfinden muß. Die Zahnräder können so, eventuell
durch Gleitscheiben getrennt, axial aneinander anliegen.
Bei einer bevorzugten Ausführung der Erfindung wird das
radiale Spiel zwischen Losrad und Losradwelle durch Vo
lumenvergrößerung eines Bauteils aufgehoben. Das hat den
Vorteil, daß Leckageprobleme, wie sie bei einer
Kolben/Zylinderpaarung auftreten können, nicht von Belang
sind.
Bei einer vorteilhaften Ausführung der Erfindung sitzt
das Bauteil zur Volumenvergrößerung auf der Losradwelle,
zwischen dieser und der Losradnabe. Für das Druckmittel
wird so durch das Bauteil ein Druckraum gebildet, dessen
äußere Mantelfläche bei Volumenvergrößerung mit der
inneren Mantelfläche der zugehörigen Losradnabe eine
Reibpaarung bildet. So können Welle und Losradnabe da
durch kraftschlüssig verbunden werden, daß in dem Druck
raum der Druck des Druckmittels erhöht wird. Diese Aus
führung der Erfindung ist vorteilhafterweise einfach ge
staltet und kostengünstig herzustellen.
Eine weitere bevorzugte Ausführung der Erfindung sieht
vor, daß die Bauteile zur Volumenvergrößerung in der
Welle integriert sind. Ein solches Getriebe ist vorteil
hafterweise einfach zu montieren, da es aus wenig Einzel
teilen besteht.
In einer weiteren vorteilhaften Ausführung sind die Bau
teile zur Volumenvergrößerung mit Festsitz auf der Los
radwelle angebracht. Das hat den Vorteil, daß die Losrad
welle einfach gestaltet ist.
Das Zuführen des Druckmittels durch die Welle zum je
weiligen volumenvergrößernden Bauteil erfolgt in einer
weiteren vorteilhaften Ausführung der Erfindung durch je
einen von der Schaltwalze betätigten Kolbenstößel. Das
hat den Vorteil, daß für jedes Losrad eine einfache, in
sich geschlossene hydraulische Betätigungseinrichtung
vorhanden ist.
Besonders einfach ist dies in einer weiteren vorteil
haften Ausführung der Erfindung verwirklicht, wenn die
Kolbenstößel in Zylindern einer feststehenden Nabe um
die sich drehende Losradwelle angebracht sind und diese
Zylinder mit einer Bohrung in der Welle zum Zuführen des
Druckmittels in Verbindung stehen. Diese Ausführung der
Erfindung hat eine besonders einfach aufgebaute hydrau
lische Betätigung.
Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung be
schreibt die nachfolgende Beschreibung mit der zuge
hörigen Zeichnung. Es zeigen:
Fig. 1 einen Schnitt durch ein hydraulisch ge
schaltetes Getriebe,
Fig. 2 einen Schnitt durch ein Bauteil zur
Volumenvergrößerung, das als Hohlzylinder
ausgebildet ist und
Fig. 3 einen Ausschnitt aus der Losradwelle mit
integriertem Bauteil zur Volumen
vergrößerung.
Nach Fig. 1 sind in einem Getriebegehäuse 1 eine An
triebswelle 2, eine Zwischenwelle 3 und eine Abtriebs
welle 4 gelagert. Die Zahnräder 5-11 auf der Abtriebs
welle 4 und der Zwischenwelle 3 sind als Festräder in
Axial- und Umfangsrichtung auf den Wellen 3, 4 fixiert.
Die Zahnräder 12-17 auf der Antriebswelle 2 sind Los
räder, in axialer Richtung fixiert durch je einen Bund 18
an ihrer Nabenfläche.
Die Losräder sitzen mit dem restlichen Teil ihrer Nabe
durch eine Reibpaarung in Umfangsrichtung lose auf Bau
teilen zur Volumenvergrößerung, den Druckelementen 19 -
24. Diese wiederum sind axial und radial durch Festsitz
mit der Antriebswelle 2 verbunden. Allerdings wäre es
hier auch möglich, den Festsitz zwischen den Druck
elementen 19-24 und den jeweils dazugehörigen Zahn
rädern 12-17 vorzusehen, wobei dann zwischen der An
triebswelle 2 und den Druckelementen 19-24 jeweils die
Reibpaarung verwendet wird.
Die Druckelemente 19-24 werden zur Volumenvergrößerung
mit hydraulischem Druckmittel beaufschlagt, je nachdem
welche Reibpaarung ein Druckelement 19-24 kraft
schlüssig mit einem Zahnrad 12-17 verbinden soll. Die
Druckmittelzufuhr zu den Druckelementen 19-24 erfolgt
durch die Antriebswelle 2. In dieser ist für jedes der
Druckelemente 19-24 ein separater Druckmittel
zufuhrkanal vorgesehen, der jeweils aus einer in Längs
richtung der Antriebswelle 2 verlaufenden Längsbohrung 25
besteht, die an ihrem Anfang und Ende jeweils in eine
Querbohrung 31, 32 in radialer Richtung in der Antriebs
welle 2 mündet. Die Querbohrungen 31 verlaufen vom Ende
der jeweiligen Längsbohrung 25 in jeweils eine Umfangsnut
37-42 in der Antriebswelle 2, jeweils an der Stelle
einer nicht gezeichneten Versorgungsöffnung jeweils eines
Druckelementes 19-24.
An dem, einem Antriebsritzel 43 der Antriebswelle 2
gegenüberliegenden Ende der Antriebswelle 2, das aus dem
Getriebegehäuse 1 herausgeführt ist, ist eine
feststehende Nabe 44 angebracht. Querbohrungen, als
Zylinder ausgebildet, bilden in dieser mit
federbelasteten Kolbenstößeln 51 jeweils einen
Arbeitsraum 57, der wiederum mit jeweils einer
Querbohrung 32 mit der zugehörigen Längsbohrung
25 verbunden ist.
Wird nun mit einem der Kolbenstößel 51 im Arbeitsraum 57
das Druckmittel verdrängt, so vergrößert sich das ent
sprechende Druckelement 19-24, dessen Reibpaarung mit
dem zugehörigen Zahnrad 12-17 dann eine kraftschlüssige
Verbindung bildet.
Eine günstige Getriebebetätigung, zum Beispiel bei einem
Motorradgetriebe, kann verwirklicht werden, indem die
Kolbenstößel 51 direkt von einer nicht gezeichneten
Schaltwalze betätigt werden.
Fig. 2 zeigt ein Druckelement 19-24 mit Versorgungs
öffnung 63 und volumenvergrößerbarem Druckraum 64 in der
Ausführung eines Hohlzylinders, dessen Reibfläche 65 zur
Kraftschlußbildung mit dem dazugehörigen Losrad an der
Außenmantelfläche liegt, während die Innenmantelfläche 66
des Hohlzylinders durch Festsitz auf der Antriebswelle 2
fixiert ist. Dabei befindet sich die Versorgungsöffnung
63 zur Druckmittelzufuhr über einer der Umfangsnuten 37-
42 (hier nicht dargestellt).
In Fig. 3 ist ebenfalls ein Druckelement 19-24 dar
gestellt, das allerdings in die Antriebswelle 2 inte
griert ist. Der Druckmittelzufuhrkanal 25 mündet in die
Querbohrung 31 und in die Umfangsnut 37, die gleichzeitig
mit einem in die Welle 2 eingeschweißten Stahlband 67 das
Druckelement 19 bildet. Das Stahlband 67 besitzt an
seiner äußeren Mantelfläche eine Reibfläche 68, die bei
Volumenvergrößerung des Druckelementes 19 durch Druck
mittelzufuhr den Kraftschluß mit dem zugehörigen Losrad
bildet.
Claims (7)
1. Schaltgetriebe, insbesondere für ein Kraftfahrzeug,
mit mindestens zwei zueinander parallel liegenden
Wellen (2, 3) auf denen Zahnradpaarungen für ver
schiedene Übersetzungen angeordnet sind, wobei jede
Zahnradpaarung aus einem auf einer der Wellen (2, 3)
in Axial- und Umfangsrichtung festgelegten Festrad
und einem dauernd mit diesem in Eingriff stehenden
auf der anderen Welle in Umfangsrichtung unabhängig
von dieser drehbar gelagerten Losrad besteht und das
Losrad in Umfangsrichtung unter Verwendung eines
Druckmittels kraftschlüssig mit der Welle (2)
verbunden werden kann, dadurch gekennzeichnet, daß
der Kraftschluß durch Aufheben des radialen Spiels
zwischen der Welle (2) und der Nabe des jeweiligen
Losrades erzeugt wird.
2. Schaltgetriebe nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß das radiale Spiel durch Volumen
vergrößerung eines Bauteils aufgehoben wird.
3. Schaltgetriebe nach Anspruch 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß jeweils ein Bauteil zur Volumen
vergrößerung an jede Innenfläche jeder Losradnabe
anschließt und jeweils einen Druckraum (64) für das
Druckmittel bildet, dessen Außenfläche mit der
Innenfläche der zugehörigen Losradnabe als Leib
paarung gestaltet ist, durch die Welle (2) und Los
radnabe dann kraftschlüssig verbunden werden, wenn
in dem Druckraum (64) der Druck des Druckmittels er
höht wird.
4. Schaltgetriebe nach Anspruch 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Bauteile zur Volumenvergrößerung
Umfangsnuten (37-42) in der Welle (2) sind, die
durch je eine in radialer Richtung elastische
Membran verschlossen sind.
5. Schaltgetriebe nach Anspruch 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Bauteile zur Volumenvergrößerung
Hohlzylinder sind, die auf der Welle (2) mit ihrer
inneren Mantelfläche durch Festsitz fixiert sind.
6. Schaltgetriebe, insbesondere für ein Kraftfahrzeug,
mit mindestens zwei zueinander parallel liegenden
Wellen (2, 3) auf denen Zahnradpaarungen für ver
schiedene Übersetzungen angeordnet sind, wobei jede
Zahnradpaarung aus einem auf einer der Wellen (2, 3)
in Axial- und Umfangsrichtung festgelegten Festrad
und einem dauernd mit diesem in Eingriff stehenden
auf der anderen Welle in Umfangsrichtung unabhängig
von dieser drehbar gelagerten Losrad besteht und das
Losrad in Umfangsrichtung unter Verwendung eines
Druckmittels kraftschlüssig mit der Welle (2)
verbunden werden kann, wobei das Druckmittel für
jedes Losrad durch je eine Bohrung (25, 31, 32) in
der Welle zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet,
daß die Druckerzeugung zur Zuführung des
Druckmittels für jedes Losrad durch je einen Kolben
stößel (51) erfolgt, der durch eine Schaltwalze be
tätigt wird.
7. Schaltgetriebe nach Anspruch 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Kolbenstößel (51) in Zylindern
(57) einer feststehenden Nabe (44) um die sich
drehende Welle (2) angebracht sind und diese
Zylinder (57) jeweils mit einer Bohrung (25, 31, 32)
in der Welle (2) in Verbindung stehen zum Zuführen
des Druckmittels zum Bauteil für Volumen
vergrößerung.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995112642 DE19512642A1 (de) | 1995-04-05 | 1995-04-05 | Schaltgetriebe |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995112642 DE19512642A1 (de) | 1995-04-05 | 1995-04-05 | Schaltgetriebe |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19512642A1 true DE19512642A1 (de) | 1996-10-10 |
Family
ID=7758792
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1995112642 Withdrawn DE19512642A1 (de) | 1995-04-05 | 1995-04-05 | Schaltgetriebe |
Country Status (1)
| Country | Link |
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