DE19511092A1 - Daumenring für endoskopische Geräte - Google Patents
Daumenring für endoskopische GeräteInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Daumenring nach dem Ober
begriff des Anspruches 1.
Gattungsgemäße Daumenringe werden insbesondere bei solchen en
doskopischen Instrumenten vorgesehen, die ein einhändig zu betäti
gendes medizinisches Arbeitsinstrument enthalten. Es kann sich da
bei z. B. um Resektoskope handeln, die mit einer hochfrequenz
beaufschlagten Schneidschlinge arbeiten oder aber um auch optische
Uretrotome etc. handeln.
In der Regel bilden die gattungsgemäßen Daumenringe den einen
Teil einer Handhabe, mit der das medizinische Arbeitsinstrument
einhändig betätigt werden kann. Den anderen Teil bildet ein Ge
gengriff, der mit Greifabstand zu dem Daumenring und distal dazu
an dem Instrument angeordnet ist. Der Daumenring ist in aller Re
gel in einer Befestigungsstelle um eine Achse parallel zur
Instrumentenlängsachse drehbar an dem Instrument angeordnet. Auf
diese Weise ist sichergestellt, daß der Operateur die ihm genehme
Drehposition des Daumenrings frei wählen kann.
Die Betätigung des medizinischen Arbeitsinstrumentes erfolgt durch
relative Verschiebung von Daumenring und Gegengriff. Bei den be
kannten endoskopischen Instrumenten kann dabei entweder der
Daumenring oder der Gegengriff ortsfest und der jeweils andere
Teil der Handhabe beweglich ausgebildet sein.
Zum Halten des Instrumentes setzt der Operateur seinen Daumen in
den Daumenring ein und umfaßt mit den übrigen Fingern (oder ei
nigen davon) den Gegengriff, der in der Regel zwei seitlich vom In
strument abstehende Griffstücke aufweist. Der Operateur kann das
Instrument mit einer Hand sicher halten und gleichzeitig (ebenfalls
einhändig) das darin vorgesehene medizinische Arbeitsinstrument
betätigen. Um dem Operateur eine ausreichende Sicherheit bei der
Betätigung zu geben, muß allerdings vorgesehen sein, daß der
Daumen relativ fest in dem Daumenring sitzt. Nur so ist sicherge
stellt, daß der Operateur das Instrument sicher hält und daß die
Handhabe mit ausreichender Präzision betätigt werden kann. Her
kömmliche Daumenringe können dabei jedoch in die empfindliche
Daumenoberseite einschneiden und dort schmerzhafte Druckgefühle
hervorrufen. Dies kann insbesondere bei und nach längeren Eingrif
fen für den Operateur unangenehm sein.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen Daumenring für endo
skopische Instrumente zu schaffen, der auch bei längeren Eingriffen
eine schmerzfreie Aufnahme des Daumens ermöglicht.
Gelöst wird diese Aufgabe mit einem Daumenring, der die kenn
zeichnenden Merkmale des Anspruches 1 aufweist.
Danach ist vorgesehen, daß in dem erfindungsgemäßen Daumenring
gegenüber der Befestigungsstelle mindestens eine, einer der beiden
Öffnungen zugeordnete konkave Anlagefläche für die Daumenober
seite ausgebildet ist. Die Anlagefläche entspricht im wesentlichen
einem Abschnitt eines Zylinders, dessen Achse, in Einsetzrichtung
des Daumens gesehen, schräg zur Ringachse geneigt ist.
Man erhält so einen Daumenring, der sich nicht wie bei herkömm
lichen Ringen entlang einer Linie an die Daumenoberseite anlegt,
sondern mit dieser über eine Fläche kontaktiert. Dadurch wird der
auf die Daumenoberseite ausgeübte Druck verteilt und die schmerz
hafte Belastung der Daumenoberseite vermieden bzw. zumindest
verringert.
Die Neigung der Anlagefläche muß dabei so gewählt werden, daß
sie im wesentlichen der Neigung des Kontaktbereichs der Daumen
oberseite in Arbeitshaltung entspricht. Nur so kann der erforderli
che, möglichst vollflächige Kontakt zwischen Daumen und Anlage
fläche gewährleistet werden. Die geeignete Neigung der Anlageflä
che kann vor Konstruktion eines Daumenringtyps für den jeweiligen
Instrumententyp empirisch ermittelt (oder auch berechnet) werden,
was für den Fachmann kein Problem darstellt.
Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Ansprüchen 2 und 3 ge
schützt.
Wie oben bereits ausgeführt, sind die Daumenringe bei herkömmli
chen endoskopischen Instrumenten um eine Achse parallel zur
Instrumentenlängsachse bzw. um die Instrumentenlängsachse selbst
drehbar an diesen gelagert. Bei herkömmlichen Ringen können da
bei beide Öffnungen des Daumenringes als Einsetzöffnung dienen.
Um dies auch bei dem erfindungsgemäßen Daumenring zu gewähr
leisten, sieht eine vorteilhafte Ausgestaltung gemäß Anspruch 2
vor, daß jeder Öffnung des Daumenringes jeweils eine Anlageflä
che zugeordnet ist. Unabhängig davon, in welche der beiden Öff
nungen der Operateur seinen Daumen einsetzt, bietet der Daumen
ring in dieser Ausgestaltung in jedem Fall eine vorteilhafte Anlage
fläche.
In Anspruch 1 wurde ausgeführt, daß die Anlagefläche im wesentli
chen die Form eines Zylinderabschnittes aufweist. Diese Definition
ist weit zu fassen. Darunter fallen z. B. auch Anlageflächen, die
gemäß Anspruch 3 in Richtung der Zylinderachse gesehen eine ge
ringfügige konvexe Wölbung aufweisen. Diese Ausgestaltung trägt
der Tatsache Rechnung, daß die Oberseite des Daumens in dem
Anlagebereich (ca. mittleres Drittel des letzten Fingergliedes) in
Richtung der Daumenlängsachse gesehen nicht vollkommen gerade
ist, sondern in aller Regel etwas konkav gewölbt ist. Stattet man die
Anlagefläche mit einer leichten konvexen Wölbung aus, so erhält
man einen besonders guten Flächenkontakt mit der Daumenober
seite.
Im folgenden soll die Erfindung anhand zweier Abbildungen näher
erläutert werden.
Fig. 1 zeigt in einer Schemadarstellung ein herkömmliches
Resektoskop, das mit einem erfindungsgemäßen Dau
menring ausgestattet ist.
Fig. 2 zeigt einen Längsschnitt durch einen erfindungsgemä
ßen Daumenring, wobei zum besseren Verständnis
noch ein in den Ring eingesetzter Daumen dargestellt
ist.
In Fig. 1 erkennt man eine schematische Darstellung eines Resekto
skopes 10. Das Resektoskop 10 ist auf seiner gesamten Länge von
einem Optikrohr 11 durchsetzt, an dessen proximalem Ende ein
Okular 13 angeordnet ist. Das Optikrohr 11 ist seinerseits in ein
Führungsrohr 15 eingesetzt, das fest mit einem nur teilweise darge
stellten distalen Schaft 16 verbunden ist. Auf dem Führungsrohr 15
ist in Instrumentenlängsrichtung verschiebbar ein Schlitten 17
angeordnet, der eine mit Hochfrequenz beaufschlagbare Schneid
elektrode 18 mit Schneidschlinge 19 an ihrem distalen Ende trägt.
Zur Längsverschiebung des Schlittens 17 auf dem Führungsrohr 15
ist eine Handhabe vorgesehen, die einen in seitlichem Abstand zu
dem Resektoskop 10 angeordneten Daumenring 20 und einen an
dem Schlitten 17 angeordneten Gegengriff 21, bestehend aus zwei
seitlich abstehenden Griffstücken, aufweist. Der Daumenring 20 ist
mit einer seiner Öffnungen 22 dem Betrachter zugewandt darge
stellt. Der Daumenring 20 ist im Bereich einer Befestigungsstelle
23 um eine Achse parallel zur Instrumentenlängsachse drehbar an
einem mit dem Resektoskop 10 verbundenen Steg 24 gelagert.
Gegenüber der Befestigungsstelle 23 weist der erfindungsgemäße
Daumenring 20 nun eine konkave Anlagefläche 25 auf. Die Anlage
fläche 25 entspricht im wesentlichen der Fläche eines Zylinders,
dessen Achse zur Achse des Rings 20 geneigt ist. Die Anlagefläche
25 ist dabei so orientiert, daß sie eine möglichst vollflächige Anlage
des Kontaktbereichs einer Daumenoberseite ermöglicht.
Wie in Fig. 2 näher erläutert wird, ist die Ausbildung einer derarti
gen Anlagefläche 25 nicht nur auf die eine Öffnung 22 des Dau
menringes 20 beschränkt. Es kann vielmehr beiden Öffnungen je
weils eine Anlagefläche zugeordnet werden.
Dies wird in der Schnittdarstellung gemäß Fig. 2 deutlich. Man er
kennt hier wiederum einen Daumenring 20 mit seinen Öffnungen 22
und 22′. Jeder der beiden Öffnungen 22, 22′ ist eine konkave An
lagefläche 25 bzw. 25′ zugeordnet, die gegenüber der Befestigungs
stelle 23 ausgebildet ist. In der Abbildung in Fig. 2 ist nun ein
durch die Öffnung 22 in den Daumenring 20 eingesetzter Daumen
26 zu erkennen. Der Daumen liegt mit seiner relativ unempfindli
chen Unterseite auf dem unteren Ringbereich auf, während die
Oberseite in dem besonders empfindlichen Übergang zwischen
Daumennagel und Fingerglied an der Anlagefläche 25 anliegt. Der
von dem Daumenring 20 auf die Daumenoberseite ausgeübte Druck
wird somit gleichmäßig auf einen größeren Bereich der Daumen
oberseite verteilt. Schmerzhafte Einschnitte werden dadurch ver
mieden, insbesondere wenn wie gezeigt die Anlagefläche 25 in
Richtung der Ringachse leicht konvex gewölbt ist.
Claims (3)
1. Daumenring für endoskopische Instrumente, der an einer
Befestigungsstelle um eine Achse parallel zur Instrumenten
längsachse drehbar an dem Instrument gelagert ist und dessen
mindestens eine Öffnung als Einsetzöffnung für den Daumen
dient, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Ring (20) ge
genüber der Befestigungsstelle (23) mindestens eine, einer
der beiden Öffnungen (22, 22′) des Daumenrings (20) zuge
ordnete konkave Anlagefläche (25, 25′) ausgebildet ist, die
im wesentlichen einem Abschnitt eines Zylinders entspricht,
dessen Achse in Einsetzrichtung des Daumens (26) gesehen,
schräg auf die Achse des Ringes (20) zulaufend orientiert ist.
2. Daumenring nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß jeder Öffnung (22, 22′) jeweils eine Anlagefläche (25,
25′) zugeordnet ist.
3. Daumenring nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Anlagefläche (25, 25′) in Richtung
der Achse des Ringes (20) gesehen mit einer konvexen Wöl
bung versehen ist.
Priority Applications (2)
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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Family
ID=7757802
Family Applications (1)
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| US (1) | US5618258A (de) |
| DE (1) | DE19511092A1 (de) |
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