DE19511931C1 - Vorrichtung zum dosierten Fördern von kontaminiertem Boden- oder Schuttmaterial sowie zum Aussortieren von eine bestimmte Größe überschreitenden Steinen - Google Patents
Vorrichtung zum dosierten Fördern von kontaminiertem Boden- oder Schuttmaterial sowie zum Aussortieren von eine bestimmte Größe überschreitenden SteinenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum dosierten Fördern von kontaminierten Boden-
oder Schuttmaterial sowie zum Aussortieren von eine bestimmte Größe überschreitenden Steinen mit
den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1.
Vorrichtungen zum Sortieren von landwirtschaftlichen Produkten wie Feldfrüchten sind in
verschiedenen Ausführungsformen (DE-AS 28 10 199, 28 40 016 und 29 50 615, DE-GM 78 07 095,
EP 0 009 692 A1) bekannt, wobei Siebbänder mit bestimmten Maschenweiten oder Lochgrößen
zum Einsatz kommen können. Insgesamt sind diese Einrichtungen auf eine schonende Behandlung
des Sortiergutes ausgelegt und daher nicht für Erdreich oder Schutt geeignet. Auch
Sortiereinrichtungen für Müll (DE-OS 36 36 650) sind nicht für Erdreich geeignet, insbesondere
nicht für feuchten, zum Verkleben neigenden Lehm enthaltendes. Andere Fördereinrichtungen zum
Klassifizieren von Sand oder Kies (DE-GM 75 37 865) setzen zumindest eine Rieselfähigkeit des
Materials voraus.
Eine ganz andere Problematik ergibt sich bei durch Schadstoffe kontaminierten bindigen, feuchten
Lehmböden, die saniert werden sollen. Ein mögliches Sanierungsverfahren ist in einer früheren
Patentanmeldung (DE-OS 38 24 009) des Anmelders beschrieben worden. Bei diesem Verfahren
mußte das Material in einer ziemlich einheitlichen kleinen Korngröße, mit einem vorbestimmten
Feuchtigkeitsgrad und einer bestimmten Dosierung einer umlaufenden Trommel zugeführt werden, in
welcher kugelförmige Zusammenballungen des Materials erzeugt wurden. An der Oberfläche dieser
Kugeln austretende und Schadstoffe enthaltende Flüssigkeit wurde durch ein endloses Fließ
abgesaugt. In einer weiteren, nicht veröffentlichten Anmeldung des Anmelders wurde bereits
darauf hingewiesen, daß das diesem Verfahren vorgeschaltete Zerkleinern von Steinen insofern
unwirtschaftlich und auch unnötig ist, da Steine selbst keine Schadstoffe enthalten. Es wurde daher
vorgeschlagen, zumindest eine bestimmte Größe übersteigende Steine auszusortieren.
Die vorliegende Erfindung greift diesen Vorschlag auf und hat sich die Aufgabe gestellt, Steine
oberhalb einer vorbestimmten Größe aus kontaminiertem Erdreich oder auch aus Schutt
auszusortieren. Dies soll insbesondere auch bei feuchten, bindigen und klebrigen Lehmböden
ermöglicht werden. Des weiteren soll bereits für nachfolgende Stationen, z. B. ein Schlagwerk für
verbliebene kleine Steine bzw. die schon beschriebene Trommel eine vorbestimmte Dosierung
erfolgen, ohne die das ganze Verfahren in seinem Ablauf gefährdet ist. Die Vorrichtung soll robust
sein und gegen Beschädigung bzw. Zerstörung durch in Siebmaschen hängende Steine geschützt
sein.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß mit den Merkmalen des kennzeichnenden Teils
des Anspruchs 1.
Der Vorteil dieser Lösung liegt zunächst darin, daß durch die Ausbildung als Kratzförderer das
Material durch die Vorschubgeschwindigkeit dosiert von unten weggezogen wird und daher, steile
Wände des Einfülltrichters vorausgesetzt, nicht rieselfähig sein muß. Durch die Seile zwischen den
Kratzstegen ergeben sich bewegliche Siebmaschen leicht veränderlicher Größe, die das Durchfallen
auch von klebrigen Materialien erleichtern und die auch einen gewissen Selbstreinigungseffekt haben.
Ein weiterer Vorteil liegt in dem beweglich gelagerten abwurfseitigen Siebrahmen, der durch seine
Nachgiebigkeit und die zunehmende Ausstoßkraft auch stark verklemmte Steine lösen und einem
einwandfreien Abwurf zuführen kann. Sollte doch mal ein Stein hängen bleiben, sorgen
nachgeschaltete Sicherheitseinrichtungen für die Möglichkeit einer Entfernung durch das
Bedienungspersonal.
Siebeinrichtungen mit längsgerichteten Seilen sind an sich bekannt (DE-AS 25 49 878, DE-PS 30 48 549).
Diesen zuweilen auch Klassiersiebe genannten Einrichtungen fehlen jedoch die anderen
Merkmale der Erfindung, so daß die der Erfindung zu Grunde liegende Aufgabe damit nicht lösbar
gewesen wäre.
Anspruch 2 richtet sich auf einen Antrieb über Kettenräder und Ketten.
Anspruch 3 richtet sich auf einen unterseitigen Zugtrum, wodurch der Antrieb auf der besser
geschützten Beschickungsseite liegen kann.
Anspruch 4 bezieht sich auf eine 45°-Schräge am abwurfseitigen Siebrahmen.
Anspruch 5 bezieht sich auf einen auf vier Federbeinen gelagerten Siebrahmen.
Anspruch 6 richtet sich auf eine größere Härte der abwurfseitigen Federbeine.
Anspruch 7 bezieht sich auf einen durch den Siebrahmen betätigbaren Endschalter.
Anspruch 8 richtet sich auf einen gekrümmten, den Abwurf erleichternden Bereich des Siebrahmens.
Anspruch 9 bezieht sich auf eine oder zwei Prall-Leisten über bzw. unter dem unteren Turm.
Anspruch 10 richtet sich auf einen reversierbaren Antrieb, der manuell oder programmgesteuert so
geschaltet ist, daß im Falle eines Verklemmens durch ein- oder mehrmaliges Hin- und Herfahren ein
Lösen erfolgen kann oder zumindest erleichtert wird.
Anspruch 11 richtet sich auf eine einstellbare Antriebsgeschwindigkeit, so daß je nach Art des zu
behandelnden Materials eine optimale Dosierung erreichbar ist.
Anspruch 12 richtet sich auf oberhalb des Siebbereiches angeordnete pendelnde Klöppel zum
Lockern des Materials.
Anspruch 13 bezieht sich auf Haken an den Klöppelenden zum Drehen von Steinen.
Anspruch 14 bezieht sich auf einen Vibrationserzeuger, der das Siebband quer zur Förderrichtung in
Schwingung versetzen kann.
Anhand eines in den Abbildungen dargestellten Ausführungsbeispieles wird die Erfindung näher
erläutert.
Fig. 1 zeigt die Vorrichtung in einer perspektivischen Ansicht schräg von oben gesehen.
Fig. 2 zeigt die Vorrichtung in einer Seitenansicht, wobei zur besseren Darstellungsweise einige
Seitenwände fortgelassen wurden.
Fig. 3 zeigt die gleiche Anordnung mit aufgesetzten Seitenwänden.
Fig. 4 zeigt die Vorrichtung von oben.
Fig. 5 schließlich zeigt den Blick auf das Abwurfende.
Ein Maschinengestell 1 trägt eine Konsole 2 für einen reversierbaren Antriebsmotor 3, der über einen
angedeuteten Riementrieb 4 auf ein Kettenrad 5a wirkt. Das Kettenrad 5a ist über eine Welle mit
einem zweiten gleichartigen Kettenrad 5b verbunden. Das Kettenrad 5a treibt eine endlose Kette 6a,
während das Kettenrad 6b in analoger Weise eine Kette 6b antreibt. Zwischen den Ketten 6a und 6b
erstrecken sich quer zur Bewegungsrichtung in gleichmäßigen Abständen Kratzstege 7, die mit den
Ketten mittels spezieller Halteelemente 8 verbunden sind. Durchbrüche 9 in den Kratzstegen 7
dienen zur Führung von endlosen Seilen 10, von denen in dem vorliegenden Ausführungsbeispiel drei
angeordnet sind. Die Ketten 6a und 6b bilden zusammen mit den Halteelementen 8, den Kratzstegen
7 und den Seilen 10 ein endloses Siebband 11. Nach Verlassen der Kettenräder 5a bzw. 5b tritt das
Siebband 11 durch einen waagerechten Schlitz 12 in einen Schütttrichter 13 ein. Der Boden des mit
vergleichsweise steilen Wänden versehenen Schütttrichters 13 ist als ebener, fester und glatter
Siebrahmen 14 ausgebildet, der fest mit dem Maschinengestell 1 verbunden ist und der zur Führung
des Siebbandes 11 dient. Das freie Ende des Siebrahmens 14 weist eine etwa unter 45° liegende
Schräge 15 auf, die gleichzeitig einen vollkommen offenen Siebbereich 16 begrenzt, der ein
Durchfallen von gesiebtem Material gestattet, welches auf ein unterhalb des Siebbereiches 16
angeordnetes Förderband 17 gelangt, um an entfernt liegender Stelle weiterverarbeitet zu werden.
Nach Überfahren des Siebbereiches 16 gelangt das Siebband 11 auf einen zweiten Siebrahmen 18,
der eine etwa unter 45° liegende Einlaufschräge 19 besitzt. Etwa am Ende des waagerechten Teils
des Siebrahmens 18 gelangen die Ketten 6a und 6b des Siebbandes 11 auf Umlenk-Kettenräder 20a
und 20b. Mit der Umlenkung ist gleichzeitig der Abwurf verbunden, für welchen eine hier nicht
näher dargestellte Querförderung ähnlich dem Förderband 17 angeordnet sein kann. Der Siebrahmen
18 weist an seinem vorderen freien Ende einen gekrümmten Bereich 21 auf, dessen seitliche Kontur
eine Äquidistante zu dem durch die Umlenkung des Siebbandes gedanklich erzeugten Halbzylinder
ist. Der Siebrahmen 18 ist nicht direkt auf dem Maschinengestell befestigt, sondern stützt sich
gegenüber diesem über vier Federbeine 22a und 22b bzw. 22c und 22d ab, von welchen die
vorderen Federbeine 22c und 22d stärker sein können. Nach der Umlenkung gelangt das Siebband
11 nunmehr als Zugtrum nach unten und unterquert den Siebrahmen 18, das Förderband 17 und den
Siebrahmen 14, bevor es wieder zu den Kettenrädern 5a und 5b gelangt. Kurz nach der Umlenkung
ist oberhalb des Siebbandes 11 mit geringem Abstand eine sich über die ganze Breite erstreckende
Prall-Leiste 23 angeordnet, die bei Betätigung auf einen Endschalter 24 wirkt. Eine weitere Prall-Leiste
25 ist unterhalb des Siebbandes 11 kurz vor dem Auflaufen auf die Kettenräder 5a und 5b
angebracht und wirkt ebenfalls auf den Endschalter 24. Schließlich kann auch der Siebrahmen 18 bei
zu großer Auslenkung einen Endschalter 26 oder zumindest einen Kontakt dazu betätigen. Oberhalb
des Siebbereiches 16 sind an einem Joch 27 schwere Klöppel 28 aufgehängt, deren freie Enden 29 bis
fast auf das Siebband 11 reichen und dort in nicht näher dargestellter Weise mit gegen die
Förderrichtung zeigenden Haken ausgestattet sind. Seitlich ist am Siebbereich 16 ein
motorgetriebener, auf die Kette 6b wirkender Vibrationserzeuger 30 angebracht, der die Kette 6b
bzw. das ganze Siebband 11 quer zur Förderrichtung in Schwingung versetzt.
Zur weiteren Erläuterung der Erfindung sei davon ausgegangen, daß bei laufendem Antriebsmotor 1
Schüttgut in den Schüttguttrichter 13 eingefüllt werde. Das Einfüllen erfolgt zweckmäßigerweise im
hinteren, vom Siebbereich entfernten Bereich, dessen Abstand so bemessen ist, daß selbst bei einem
flachen Böschungswinkel Material nicht selbständig in den Siebbereich gelangt, sondern durch das
Siebband in dosierter Weise dorthin gefördert wird. Das Fördern geschieht durch Wegkratzen des
Materials mit einer vorbestimmten Geschwindigkeit von unten her sowie den nachfolgenden
Transport innerhalb der Siebmaschen über den glatten Siebrahmen 14 bis zum Siebbereich 16. Da
dieser in seiner Ausdehnung in Förderrichtung größer als eine Siebmaschenweite und vorzugsweise
auch größer als die Weite zweier Siebmaschen ist, hat das Material Zeit genug, frei nach unten
zu fallen. Da der Siebbereich 16 nach unten vollständig frei ist, wird das Material bei entsprechender
Größe nicht am Durchfallen gehindert. Die Fallwirkung wird durch die Klöppel 28 unterstützt, die
Aufhäufungen zu nivellieren suchen und dabei eine nach unten gerichtete Kraft abgeben. Eine weitere
Erleichterung findet durch den Vibrationserzeuger 30 statt, da sich auf Grund der Schwingungen
auch klebriges Material leichter löst und Krustenbildungen und Anlagerungen verringert werden.
Größere Steine, die nicht durch die Siebmaschen passen und nach oben hervorragen, werden
gegebenenfalls von der Haken der Klöppel gedreht. Selbst wenn dieser Vorgang nicht zum
Durchfallen des Steines selbst führt, gelingt es so doch häufig, am Stein anhaftende Erde zu lockern
und zum Abfallen zu bewegen. Da nur sehr große, sich über mehrere Siebmaschen erstreckende
Steine flach auf den Siebmaschen aufliegen dürften, ist davon auszugehen, daß Steine mittlerer
Größe in einer Siebmasche hängen bleiben und diese nach unten durchdringen. Diese Steine könnten
sich in den Siebmaschen festsetzen und beim Auflaufen auf den abwurfseitigen Siebrahmen, bei der
Umlenkung oder, wenn sie nicht abgeworfen wurden, spätestens beim Wiedereintritt in den
Schüttrichter für Schäden durch Verklemmen sorgen. Ein Teil dieser Gefahr wird dadurch beseitigt,
daß der abwurfseitige Siebrahmen 18 durch seine federnde Aufhängung und seine Einlaufschräge 19
nach unten ausweichen kann, wenn er von einem verklemmten Stein getroffen wird. Die federnde
Aufhängung wirkt daher als Überlastsicherung, die sich nach dem Durchlauf des Steines oder nach
dem Ausstoßen aus einer Siebmasche selbsttätig wieder in die Ausgangslage zurückstellt. Das
Ausstoßen eines Steins wird dadurch erleichtert, daß bei wachsender Auslenkung des Siebrahmens
18 der Druck auf den Stein in Relation zu den Kennlinien der Federn größer wird. Insbesondere bei
härteren Federn am abwurfseitigen Ende erfolgt nach der vergleichsweise leichten
Anfangsauslenkung des Siebrahmens eine stetige Kraftzunahme. Da allerdings auch hiermit keine
hundertprozentige Ausstoßrate erreicht werden kann, sind unterseitig weitere Schutzmaßnahmen
ergriffen. Als erstes kommt die oberhalb des Trums angeordnete Prall-Leiste 23 bei vorher
durchhängenden und nun unterseitig nach oben weisenden Steinen zur Wirkung. Durch den
Endschalter 24 wird der Antriebsmotor 3 stillgesetzt und gleichzeitig kann ein akustisches Signal für
das Bedienungspersonal erzeugt werden, welches dann Gelegenheit hat, den verklemmten Stein zu
entfernen. Steine, die das Siebband 11 in der anderen Richtung überragen, prallen gegen die
unterhalb des Trums angebrachte Prall-Leiste und lösen den gleichen Vorgang aus. Das Entfernen
verklemmter Steine kann durch einen kurzen Reversiervorgang häufig erleichtert werden. Dieser
Reversiervorgang kann durch manuelle Steuerung bewirkt werden, sollte aber auf kurze
Rückwärtswege beschränkt bleiben, um ein Verklemmen in umgekehrter Richtung innerhalb des
Schütttrichters 13 zu vermeiden. Dieser Vorgang kann auch programmgesteuert erfolgen. Es sei
darauf hingewiesen, daß das Förderband 17 aus zeichnerischen Gründen vergleichsweise kurz
dargestellt ist und in der Praxis natürlich auch wesentlich länger sein kann.
Bezugszeichenliste
1 Maschinengestell
2 Konsole
3 Antriebsmotor
4 Riementrieb
5a Kettenrad
5b Kettenrad
6a Kette
6b Kette
7 Kratzstege
8 Halteelemente
9 Durchbrüche
10 Seile
11 Siebband
12 Schlitz
13 Schütttrichter
14 Siebrahmen
15 Schräge
16 Siebbereich
17 Förderband
18 Siebrahmen
19 Einlaufschräge
20a Umlenk-Kettenrad
20b Umlenk-Kettenrad
21 gekrümmter Bereich
22a-d Federbeine
23 Prall-Leiste
24 Endschalter
25 Prall-Leiste
26 Endschalter
27 Joch
28 Klöppel
29 freies Ende
30 Vibrationserzeuger
2 Konsole
3 Antriebsmotor
4 Riementrieb
5a Kettenrad
5b Kettenrad
6a Kette
6b Kette
7 Kratzstege
8 Halteelemente
9 Durchbrüche
10 Seile
11 Siebband
12 Schlitz
13 Schütttrichter
14 Siebrahmen
15 Schräge
16 Siebbereich
17 Förderband
18 Siebrahmen
19 Einlaufschräge
20a Umlenk-Kettenrad
20b Umlenk-Kettenrad
21 gekrümmter Bereich
22a-d Federbeine
23 Prall-Leiste
24 Endschalter
25 Prall-Leiste
26 Endschalter
27 Joch
28 Klöppel
29 freies Ende
30 Vibrationserzeuger
Claims (14)
1. Vorrichtung zum dosierten Fördern von kontaminiertem Boden- oder Schuttmaterial sowie zum
Aussortieren von eine bestimmte Größe überschreitenden Steinen mittels eines endlos umlaufenden
Siebbandes, welches in einem Maschinengestell oberseitig über einen ersten schüttgutseitigen, von
einem Einfülltrichter umgebenen Siebrahmen geführt wird, dann den Siebbereich
überfährt und schließlich oberseitig über einen abwurfseitigen zweiten Siebrahmen bis zum
Abwurfende gelangt, um von dort über eine Umlenkung unterseitig zurückgeführt zu werden und
nach erneuter Umlenkung wieder auf den ersten Siebrahmen zu gelangen, wobei weiterhin ein
maschineller, im wesentlichen an den seitlichen Rändern des Siebbandes angreifender Antrieb
vorgesehen ist und sowohl unterhalb des Siebbereiches als auch des Abwurfbereiches weitere
Fördereinrichtungen angebracht werden können,
dadurch gekennzeichnet, daß
dadurch gekennzeichnet, daß
- a) das Siebband (1) in Form eines Kratzförderers ausgebildet ist und an seitlichen Antriebsträngen (Ketten 6a und 6b) befestigte, quer zur Förderrichtung ausgerichtete Kratzstege (7) besitzt, durch die in vorbestimmten Abständen in Förderrichtung verlaufende Seile (10) geführt sind, welche zusammen mit den Kratzstegen (7) jeweils Siebmaschen bestimmter Größe bilden;
- b) der Siebbereich (16) sich als lichte Öffnung zwischen den Siebrahmen (14, 18) über die gesamte Breite des Kratzförderers und in Förderrichtung über mehr als die Länge einer Siebmasche, vorzugsweise über mehr als die Länge von zwei Siebmaschen erstreckt, und
- c) der abwurfseitige Siebrahmen (18) gegenüber dem Maschinengestell (1) federnd über Federführungen (22a bis 22d) mit vorgespannten Federn abgestützt ist und eine dem Siebbereich (16) zugewandte Einlaufschräge (19) besitzt derart, daß in den Siebmaschen hängende Steine eine Abwärtsbewegung des Siebrahmens (18) bei gleichzeitig zunehmender Ausstoßkraft verursachen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,dadurch gekennzeichnet, daß die Ränder des Siebbandes (11)
als Ketten (6a und 6b) und Antrieb und Umlenkung als Kettenräder (5a, 5b bzw. 20a, 20b)
ausgebildet sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der unterseitige Trum der
Zugtrum ist.
4. Vorrichtung nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der zwischen
Einlaufschräge (19) des abwurfseitigen Siebrahmens (18) und Siebband (11) gebildete Winkel
etwa 45° groß ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
abwurfseitige Siebrahmen (18) über vier Federbeine (22a bis 22c) gegenüber dem
Maschinengestell (1) abgestützt ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die abwurfseitigen Federbeine
(22c, 22d) härter sind als die dem Siebbereich zugewandten (22a, 22b).
7. Vorrichtung nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb des
abwurfseitigen Siebrahmens (18) ein von diesem nach einer vorbestimmten Auslenkung
betätigbarer Endschalter (26) angebracht ist, der bei Betätigung ein Signal und/oder das
Stillsetzen des Antriebes (3) bewirkt.
8. Vorrichtung nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
abwurfseitige Siebrahmen (18) an seinem Abwurfende von seinem ebenen in einen
gekrümmten Bereich (21) übergeht, der im wesentlichen äquidistant zu der durch die
Umlenkung des Siebbandes (11) gedanklich gebildeten Halbzylinderfläche verläuft und sich
über einen Winkel von nicht mehr als 90° erstreckt.
9. Vorrichtung nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb
und/oder unterhalb des unterseitigen Trums eine Prall-Leiste (23, 25) zum Betätigen eines
weiteren Endschalters (24) angeordnet ist, der bei Betätigung ein Signal und/oder das
Stillsetzen des Antriebes (3) bewirkt.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Antriebsmotor (3)
reversierbar ist und manuell oder durch ein Programm gesteuert eine oder mehrere Folgen
kurzer Rückwärts- und Vorwärtsbewegungen bewirkt.
11. Vorrichtung nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Geschwindigkeit des Antriebes durch einen regelbaren Motor oder durch ein mehrstufiges
oder stufenloses Getriebe verschiedenen Dosieranforderungen angepaßt werden kann.
12. Vorrichtung nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb des
Siebbereiches (16) über die ganze Breite des Siebbereiches (16) schwere Klöppel (28)
pendelnd aufgehängt sind, deren freie Enden (29) bis dicht an das Siebband (11) reichen.
13. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Klöppel an ihren freien
Enden mit entgegen der Förderrichtung zeigenden Haken ausgestattet sind.
14. Vorrichtung nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß im Siebbereich
(16) ein quer zur Förderrichtung auf das Siebband (11) wirkender Vibrationserzeuger (30)
angeordnet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE1995111931 DE19511931C1 (de) | 1995-03-31 | 1995-03-31 | Vorrichtung zum dosierten Fördern von kontaminiertem Boden- oder Schuttmaterial sowie zum Aussortieren von eine bestimmte Größe überschreitenden Steinen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE19511931C1 true DE19511931C1 (de) | 1996-01-18 |
Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1995111931 Expired - Fee Related DE19511931C1 (de) | 1995-03-31 | 1995-03-31 | Vorrichtung zum dosierten Fördern von kontaminiertem Boden- oder Schuttmaterial sowie zum Aussortieren von eine bestimmte Größe überschreitenden Steinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19511931C1 (de) |
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