DE2752012C2 - - Google Patents
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01F—PROCESSING OF HARVESTED PRODUCE; HAY OR STRAW PRESSES; DEVICES FOR STORING AGRICULTURAL OR HORTICULTURAL PRODUCE
- A01F12/00—Parts or details of threshing apparatus
- A01F12/18—Threshing devices
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- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Environmental Sciences (AREA)
- Threshing Machine Elements (AREA)
- Harvester Elements (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine Dreschmaschine für Korn und
Hülsenfrüchte, die nach dem Reibungsprinzip arbeitet, mit
mindestens zwei übereinander angeordneten, in unterschiedlichen
Geschwindigkeiten angetriebenen, um führende und treibende
Rollen umlaufenden endlosen Dreschbändern, die über einen
Teil ihrer gegenüberliegenden Länge in gegenseitigem Kontakt
sind, um das zugeführte Dreschgut in dem Kontaktbereich zu
dreschen.
Eine derartige Dreschmaschine ist aus der DE-PS 3 58 558 bekannt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Leistungsfähigkeit
derartiger bekannter Dreschmaschinen zu erhöhen und gleich
zeitig ihre Bauart zu vereinfachen. Bekannte Dreschmaschinen
haben zwei endlose Gummibänder als Dreschbänder, an deren
Austragenden ein Siebabschnitt hinzugefügt ist, um die
ausgedroschene Frucht sowie die Spreu voneinander zu trennen.
Die Lösung der gestellten Aufgabe besteht darin, daß mindestens
das untere Band als Sprossenband mit quer zur Bandbewegung
gerichteten stangenförmigen Sprossen ausgebildet ist, wobei
die Sprossen in einem Abstand voneinander angeordnet sind,
der dem zu verarbeitenden Gut derart angepaßt ist, daß die
ausgedroschene Frucht zwischen den Sprossen durchfällt.
Überraschenderweise wird hierduch die Leistungsfähigkeit
der Dreschmaschine erhöht, d. h. die Dreschgutmenge, die
bei sonst gleichen Parametern wie Bandgeschwindigkeiten,
Bandbreiten, Länge des Kontaktbereiches zwischen den beiden
Dreschbändern usw. verarbeitet werden kann. Darüber hinaus
wird durch die Erfindung ein besonderer Siebabschnitt hinter
dem Dreschabschnitt überflüssig, so daß der Aufbau der
Maschine in seiner Gesamtheit vereinfacht wurde.
Um die Reibungswirkung zwischen den Dreschbändern zu ver
bessern, kann es zweckmäßig sein, auch das obere Dreschband
als Sprossenband auszubilden.
Im Hinblick auf eine wirksame Trennung von Frucht und Spreu
sieht die Erfindung eine weitere vorteilhafte Ausbildung
einer Dreschmaschine der Gattung dadurch vor, daß unter den
Dreschbändern ein geschlossenes Förderband zum Austragen des
durch das untere Sprossenband fallenden Gutes angeordnet ist.
Weitere vorteilhafte Ausbildungen des Erfindungsgegenstandes
sind in den Patentansprüchen 4 bis 9 angegeben.
In der Zeichnung ist eine Reibungs-Dreschmaschine gemäß der
Erfindung mit zwei Dreschbändern im senkrechten Schnitt dar
gestellt. Die Anlage umfaßt ein Gehäuse mit einer Haube 1,
in dem der Dreschvorgang mittels zweier Dreschbänder 2 und 3
vor sich geht. Jedes dieser Bänder ist ein endloses Band.
Das untere Dreschband 3 ist über zwei Rollen 4 und 5 herumgeführt, zwischen
den zwei Tragrollen 6 und 7 zum Abstützen des Obertrums des
Bandes 6 angeordnet sind, die diesem Obertrum einen im wesent
lichen geraden Verlauf geben. Mindestens eine der Rollen 4 bis 7
ist angetrieben derart, daß das Band in Richtung des Pfeiles P 3
fördert. Das Dreschband 3 verläuft als Ganzes geneigt, d. h.
unter einem Winkel von beispielsweise zwischen 10 und 40°
gegenüber der Horizontalen, so daß das Obertrum aufwärts
wandert.
Das schleifenförmige obere Dreschband 2 verläuft über zwei
äußere Rollen 8 und 9, von denen eine Rolle angetrieben ist.
Die Schleife wird durch ein Paar von Führungsrollen 10 und 11
offengehalten, die an den Enden einer gemeinsamen Tragstütze 12
angeordnet sein können. Diese Einheit ist auf und ab in der
Richtung des Pfeiles P 12 beweglich, d. h. im wesentlichen
senkrecht zu dem Obertrum des Dreschbandes 3, wobei eine nicht
dargestellte Feder vorgesehen ist, um das Untertrum des
Dreschbandes 2 in bekannter Weise gegen das Obertrum des
Dreschbandes 3 zu drücken. Es ist erkennbar, daß die Rolle 10
einen verhältnismäßig geringen Abstand von der Führungsrolle 6
des unteren Dreschbandes 3 hat. Zu der Endrolle 9 hin und nicht
zu weit von der Führungsrolle 7 entfernt ist eine weitere
Führungsrolle 13 für das obere Band 2 vorgesehen. Diese
Führungsrolle wiederum drückt unter Federwirkung in Richtung
des Pfeiles P 13 gegen das untere Dreschband 3, ist jedoch
in Richtung parallel zur Bandoberfläche verstellbar, wie durch
den Doppelpfeil P′ 13 angedeutet ist. Hierdurch kann die Länge
des Kontaktbereiches zwischen den beiden Dreschbändern 2 und 3
bestimmt werden, indem der Abstand zwischen den Führungs
rollen 10 und 13 eingestellt wird, um die von dem Dreschgut
abhängige Dreschwirkung zu beeinflussen. Das obere Dreschband
ist in Richtung des Pfeiles P 2 angetrieben, so daß dessen
Untertrum sich in derselben Richtung bewegt wie das Obertrum
des unteren Dreschbandes 3, jedoch mit unterschiedlichen Band
geschwindigkeiten.
Das untere Dreschband 3 ist als Sprossenband mit einer Mehrzahl
von stangenförmigen Sprossen 14 aufgebaut, die sich quer zur
Bandbewegung erstrecken. Diese Sprossen können an ihren Enden
in einer Art und Weise zusammengehalten werden, die im
Hinblick auf die Wirkungsweise der Erfindung nicht von
Bedeutung ist, beispielsweise kann man die Sprossen in
einzelnen Laschen einer Gliederkette befestigen, jedoch kann
man auch hierfür Gummi- oder Plastikbänder vorsehen.
Die Sprossen können aus mit Plastik beschichteten Stahlstangen
bestehen. Der Abstand zwischen den Sprossen 14 wird in Abhängig
keit von der Abmessung des Dreschgutes gewählt, d. h. derart,
daß die ausgedroschene Frucht zwischen den Sprossen passieren
kann.
Das Dreschgut wird über ein Förderband 15 in Richtung des
Pfeiles P 15 angefördert und auf den Anfang des Dreschbandes 3
im Bereich der Rolle 16 abgeworfen, wonach es in dem Kontakt
bereich zwischen den Rollen 10 und 13 durch Reibung zwischen
den Bändern 2 und 3 gedroschen wird. Die Frucht und schmalere
Teile der Spreu fallen in einem großen Umfange durch die
Sprossen 14 des Bandes 3 bereits zwischen den Führungsrollen
6 und 7; ein Rest fällt vielleicht auch in dem höheren Bereich
oberhalb der Führungsrolle 7 durch die Sprossen durch.
Dieses Material fällt auch durch die Sprossen 14 in dem Unter
trum des Bandes 3, wogegen die grobere Spreu am Ende dieses
Bandes im Bereich der Rolle 5 abgeworfen wird.
Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist das obere Dreschband 2
als normales geschlossenes Band dargestellt, das beispielsweise
aus massivem Gummi besteht. Es ist aber auch möglich, das obere
Dreschband 2 als Sprossenband ähnlich wie das untere Sprossen
band 3 auszubilden, wodurch die Reibungswirkung beim Dresch
vorgang verbessert wird.
Die gedroschene Frucht und kleinere Partikel der Spreu,
die durch das untere Dreschband 3 fallen, werden von einem
geschlossenen Förderband 17 aufgefangen, das über zwei
Rollen 18 und 19 geführt ist, von denen eine Rolle angetrieben
ist derart, daß das Band sich in Richtung des Pfeiles P 17
bewegt. Die Neigung des Bandes 17 und seine Bahngeschwindigkeit
werden derart gewählt, daß die relativ schwere Frucht entgegen
der Bahnbewegung abwärts rollt und im Bereich der Rolle 19
abfällt, wogegen die leichtere Spreu mit aufwärts genommen wird
und im Bereich der Rolle 18 abgeworfen wird. Die äußere Rolle 18
ist in Richtung des Pfeiles P 18 auf einem Kreisbogen um die
Rotationsachse der Rolle 19 verstellbar, wodurch die Neigung
des Förderbandes 17 verändert werden kann, um einen maximalen
Effekt zu erzielen. Die Neigung des Förderbandes 17 ist im
Hinblick auf ihre Funktion wesentlich, nämlich das Trennen von
Frucht und Spreu. Die Tatsache, daß die Neigung der Hauptrich
tung der beide Dreschbänder 2 und 3 gleich der Neigung des
Förderbandes 17 ist, ist im Hinblick auf die Dreschwirkung
nicht wesentlich, noch ist sie es im Hinblick auf die Wirkungs
weise der Sprossenbänder, die in der Lage sind, gleichzeitig
zu reiben und Frucht passieren zu lassen. Die Bänder 2 und 3
jedoch sollten mehr oder weniger parallel zum Förderband 17
verlaufen, wenn man davon ausgeht, daß die Position der
Rollen 19 und 4 im Hinblick auf das Förderband 15 funktionell
im wesentlichen bestimmt ist.
Die von dem Förderband 17 abwärts fallende Frucht erreicht
ein kurzes, horizontales Förderband 20, das über Rollen 21 und
22 geführt ist, und das in Richtung des Pfeiles P 20 ange
trieben ist. Wenn die Frucht von diesem Förderband in der Nähe
der Rolle 22 abgeworfen wird, wird sie von einer Öffnung 23
aufgenommen, um durch ein weiteres Förderband ausgetragen
oder in Säcken oder Behältern gesammelt zu werden. Unterhalb
der Rolle 22 befindet sich das Ende eines Rohres 24, das an
ein nicht dargestelltes Luftgebläse angeschlossen ist, und
aus dem ein durch den Pfeil P 24 angedeuteter Luftstrom
austritt, der quer oder etwas aufwärts geneigt durch den
fallenden Strom von ausgedroschener Frucht geht. Durch diesen
Luftstrom werden leichte Partikel der Spreu ausgetragen, die
mit der Frucht herabgefallen sein könnten. Der Luftstrom P 24
geht gegen eine Klappe 25, die sich schräg aufwärts erstreckt
und an ihrer unteren Kante um eine Schwenkachse 26 schwenkbar
ist, wie durch den Pfeil P 25 angedeutet ist. Der Neigungs
winkel der Klappe 25 kann eingestellt werden, um eine Trennung
zwischen der von Spreu gereinigten Frucht und der Spreu selbst
zu stabilisieren, wobei die Frucht in die Öffnung 23 fällt
und die Spreu von dem Luftstrom P 24 über die obere Kante
der Klappe 25 getragen wird. Hier fällt die leichtere Spreu
zusammen mit der schwereren Spreu, die vom Förderband 17 im
Bereich der Rolle 18 und auch von dem Dreschband 3 im Bereich
der Rolle 5 abgegeben wird, in eine Öffnung hinter der Klappe 25
(Pfeile P 27 und P 28).
Es ist zu bemerken, daß die erfindungsgemäße Dreschmaschine
auch mit mehr als zwei Dreschbändern versehen werden
kann, beispielsweise mit einem dritten Dreschband in Sprossenbauart, das zwischen
den beiden bisher beschriebenen Bändern angeordnet wird,
gegebenenfalls in Kombination mit gegenseitig unterschiedlichen
Bahngeschwindigkeiten.
Mit einer Dreschmaschine gemäß der Erfindung wird unmittelbar
während dem Reibungs-Dreschen selbst eine Reinigung des Dresch
gutes durch Aussieben realisiert. Hierdurch wird ein größeres
Leistungsvermögen erhalten im Vergleich mit bekannten
Reibungs-Dreschmaschinen, die nur mit geschlossenen Bändern und
einer getrennten Sieb-Apparatur arbeiten, wobei darüber
hinaus der gesamte Aufbau im Vergleich mit einer einen getrennten
Siebabschnitt enthaltenden Anordnung vereinfacht wurde.
Claims (10)
1. Dreschmaschine für Korn und Hülsenfrüchte, die nach dem
Reibungsprinzip arbeitet, mit mindestens zwei übereinander
angeordneten, in unterschiedlichen Geschwindigkeiten
angetriebenen, um führende und treibende Rollen umlaufenden
endlosen Dreschbändern, die über einen Teil ihrer gegenüber
liegenden Länge in gegenseitigem Kontakt sind, um das zuge
führte Dreschgut in dem Kontaktbereich zu dreschen,
dadurch gekennzeichnet, daß mindestens das untere Band als
Sprossenband (3) mit quer zur Bandbewegung gerichteten
stangenförmigen Sprossen (14) ausgebildet ist, wobei die
Sprossen in einem Abstand voneinander angeordnet sind, der
dem zu verarbeitenden Gut derart angepaßt ist, daß die
ausgedroschene Frucht zwischen den Sprossen durchfällt.
2. Dreschmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß auch das obere Band (2) als Sprossenband ausgeführt ist.
3. Dreschmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß unter den Dreschbändern (2, 3) ein geschlossenes Förder
band (17) zum Austragen des durch das untere Sprossenband (3)
fallenden Gutes angeordnet ist.
4. Dreschmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß das geschlossene Förderband (18) unter einem Winkel
von 10 bis 50° gegenüber der Horizontalen verläuft, wobei
die Neigung und die Fördergeschwindigkeit des Bandes so
gewählt sind, daß ausgedroschene Frucht abwärts rollt
und die Spreu aufwärts gefördert wird.
5. Dreschmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Neigung des geschlossenen Förderbandes (17)
einstellbar ist.
6. Dreschmaschine nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet,
daß unter dem unteren Ende des geschlossenen Förderbandes (17)
ein horizontales Förderband (20) zum Auffangen und Weiter
befördern der herabrollenden Frucht angeordnet ist.
7. Dreschmaschine nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß seitlich des Stromes
von herabfallender Frucht ein Luftgebläse zum Wegblasen
mit herabfallenden Spreuunterteils angeordnet ist.
8. Dreschmaschine nach Anspruch 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß unter und hinter den äußeren Enden des geschlossenen
Förderbandes (17) und/oder des unteren Dreschbandes (3)
Austrittsöffnungen für die Spreu vorgesehen sind.
9. Dreschmaschine nach Anspruch 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß die Hauptrichtungen der beiden Dreschbänder (2, 3)
etwa ebenso geneigt zur Horizontalen verlaufen wie das
geschlossene Förderband (17).
10. Dreschmaschine nach Anspruch 1, bei der das Untertrum
des oberen Dreschbandes in einem Kontaktbereich gegen
das Obertrum des unteren Dreschbandes drückbar ist,
dadurch gekennzeichnet, daß das Untertrum des oberen
Dreschbandes (2) durch eine senkrecht zum Obertrum
des unteren Dreschbandes (3) verstellbare Führungs
rolle (10) gegen das Obertrum auslenkbar ist, und
daß dieser Führungsrolle eine weitere, sowohl senkrecht
als auch parallel zum Obertrum des unteren Dreschbandes
verstellbare Führungsrolle (13) angeordnet ist.
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|---|---|---|---|
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