DE19510327A1 - Vorrichtung zum Abrollen, Transport und Lagern eines Rundballen - Google Patents
Vorrichtung zum Abrollen, Transport und Lagern eines RundballenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Abrollen, Transport
und Lagern eines Rundballen, welcher insbesondere aus aufge
rollten Stroh-, Heu- oder Silagelagen für Futterzwecke oder
dergleichen besteht.
In den letzten Jahren wurde die Arbeit zur Ernte von Heu und
Stroh nahezu vollständig mechanisiert. Das geerntete Heu oder
Stroh wurde bisher zu größeren Quadern gepreßt, und zur weiteren
Trocknung auf dem Feld gelagert und später unter Planen abge
deckt oder in Scheunen transportiert und dort gelagert und zum
Verfüttern oder zur Besorgung von Stallungen in kleineren
Portionen abgerufen und aufbereitet.
Zur besseren Handhabung der gepreßten Stroh- oder Heuballen
ist man auch im Rahmen der Weiterentwicklung der dazugehörigen
Erntemaschinen dazu übergegangen, größere Rundballen herzu
stellen. Diese bestehen aus einer gepreßten Lage Heu oder
Stroh, welche ähnlich einem Teppich aufgerollt und abtrans
portiert wird. Wird ein Teil einer Lage eines Rundballens zur
Futteraufbereitung benötigt, so wird ein solcher Ballen von
Hand soweit abgerollt, bis eine ausreichende und freiwerdende
Endlage entnommen werden kann. Ein noch vollständiger Rundbal
len weist jedoch ein erhebliches Gewicht auf, so daß seine
Handhabung nicht von jedermann durchgeführt werden kann. Eine
Verkleinerung dieser Rundballen während der Herstellung
derselben ist jedoch nicht rationell und würde die Erntema
schinen nicht maximal auslasten. Außerdem wird zum Abrollen
der Ballen ein erheblicher Platz in den Stallungen benötigt,
welcher zuvor gereinigt werden muß und der in den meisten
Fällen nicht zur Verfügung steht.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde eine Vorrichtung
vorzuschlagen, mit deren Hilfe die Handhabung eines Rundbal
lens, insbesondere bei der Entnahme eines Teils der Lage für
Futterzwecke oder zur Besorgung von Stallungen, erheblich
erleichtert wird.
Die Lösung dieser Aufgabe besteht nach der Erfindung darin,
daß bei der eingangs genannten Vorrichtung eine schiefe Ebene,
und eine unter einem Winkel zur schiefen Ebene verlaufende
Ballen-Stützfläche verwendet werden, wobei mindestens in der
schiefen Ebene Fördermittel angeordnet sind.
Die Fördermittel weisen endlose Ketten oder Bänder auf, wobei
an den Enden der schiefen Ebene Umlenkachsen angeordnet sind.
Auf der Vorrichtung nach der Erfindung nimmt ein zu handhaben
der Ballen somit eine sichere Position sowohl beim Transport
als auch bei der Entnahme ein.
Das Fördermittel weist an seinen Enden jeweils eine Umlenkachse
auf, wobei an den Enden jeder Achse als Kettenräder ausgebil
dete Umlenkräder zur Aufnahme und Führung von Transportketten
angeordnet sind, wobei die Transportketten miteinander durch
Trägerelemente verbunden sind. Diese bestehen vorteilhaft aus
Metallstangen oder Holz- bzw. Kunststofflatten.
In einer alternativen Ausführungsform der Erfindung bestehen
die Trägerelemente aus Metallstangen oder Holz- bzw. Kunst
stofflatten in Kombination mit einem endlosen Transportband.
In einer noch anderen Ausführungsform der Erfindung weist das
Fördermittel an den Enden jeweils eine Umlenkachse auf, um die
mindestens ein Transportband geführt ist. Das Transportband
kann aus einem Geflecht aus Gewebe oder Gummi bestehen und es
kann über seine Breite mehrere parallel geführte Bänder
aufweisen.
Die Transportbänder sind auf ihrer Oberfläche vorteilhaft mit
einer Riffelung versehen, so daß das abzurollende Gut einen
ausreichenden Halt erhält und ein Rutschen verhindert wird.
Eine entsprechende Riffelung kann auch auf der Unterseite der
Bänder vorgesehen sein, wobei auch die Walzen eine solche
Riffelung aufweisen können, so daß auch insbesondere bei
Verwendung eines Elektroantriebes ein Rutschen zwischen Band
und Walze vermieden wird.
Die Neigung der schiefen Ebene und/oder der Stützfläche kann
in vorteilhafter Weise verstellbar ausgebildet sein, so daß
die Vorrichtung dadurch in einfacher Weise der Größe der
vorkommenden Rundballen angepaßt werden kann. Dadurch kann ein
Rundballen auch relativ leicht auf die Vorrichtung gerollt
werden, wobei nach Aufnahme eines Ballens wieder eine schiefe
Position eingestellt werden kann.
Vorteilhaft ist es die Vorrichtung verfahrbar auszubilden, so
daß sie auch mit einem aufgenommenen Ballen an den Ort gerollt
werden kann, wo das Futter vorbereitet oder verwendet werden
soll. Hierfür ist die Vorrichtung mit Rädern ausgerüstet,
welche auch als Schwenkrollen ausgebildet sein können, so daß
beim Verfahren der Vorrichtung von Hand eine ausreichende
Beweglichkeit in engen Räumen erreicht wird.
Die Fördermittel bzw. die Transportbänder können elektromoto
risch oder von Hand mittels einer Kurbel oder Ratsche angetrie
ben werden, so daß der Abrollvorgang des Rundballens dadurch
erheblich erleichtert wird.
Die Erfindung wird anhand der Zeichnungen näher erläutert.
Hierbei zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht der Vorrichtung nach der
Erfindung mit einem Ballen, und
Fig. 2 eine perspektivische Darstellung einer Ab
wandlung der Erfindung mit Seitenflächen.
Auf der Vorrichtung 1 befindet sich ein Rundballen 2 zum
Abrollen in Richtung des Pfeiles 3. Die Aufliegefläche für den
Ballen ist als eine schiefe Ebene 4 ausgebildet und die Stütz
fläche 5 ist in diesem Ausführungsbeispiel unter einem Winkel
von etwa 90° oder größer zur schiefen Ebene angeordnet. Dadurch
erhält der Rundballen 2 eine stabile Lage auf der Vorrichtung
auch bei einem Abrollvorgang.
Das Obertrum 6 des Fördermittels 7 liegt in der schiefen Ebene
4. Die Umlenkwalzen 8 und 9 sind an den Enden mit Kettenrädern
versehen, so daß die Kettenelemente 10 in die Zähne der Ketten
räder kraftschlüssig eingreifen können. Auf den Kettenelementen
10 befinden sich in diesem dargestellten Ausführungsbeispiel
Holzlatten 11, welche über die gesamte Breite der Vorrichtung
reichen und damit die an den Längsseiten der Vorrichtung ange
ordneten umlaufenden Ketten miteinander verbinden. Anstelle
der Holzlatten können auch Kunststofflatten oder andere
Elemente verwendet werden, zum Beispiel Metallstangen.
In einem nicht näher dargestellten Ausführungsbeispiel werden
anstelle der Ketten, Kettenräder und Holzlatten geriffelte
Umlenkwalzen verwendet, über die ein geschlossenes gewebever
stärktes Gummiband als Transportband gespannt ist, wie es bei
an sich bekannten Förderbändern verwendet wird. Die Bänder sind
dabei vorteilhaft ebenfalls mit Riffelungen versehen, so daß
das zu fördernde Gut griffig erfaßt wird. Zur Vermeidung eines
Rutschvorganges zwischen den Bändern und den Walzen, ins
besondere bei Verwendung eines Elektroantriebs, ist es
vorteilhaft, wenn auch die Innenseiten der Bänder Riffelungen
aufweisen.
Die Vorrichtung ist mittels der Räder 12 verfahrbar ausgebil
det, so daß sie in einfacher Weise dort hin gefahren werden
kann, wo das Gut des Rundballens benötigt wird, beispielsweise
in Tier-, insbesondere Pferdestallungen.
Zur Benutzung der Vorrichtung wird der Rundballen auf die
Vorrichtung gehoben, beispielsweise mit einer Greifvorrichtung,
wie sie in modernen Scheunen und Lagerhallen üblich sind. Wird
ein Rundballen von Hand auf die Vorrichtung gerollt, kann die
schiefe Ebene 4 abgesenkt werden, so daß sich die vordere Höhe
der Vorrichtung verringert. Natürlich ist es auch zur Über
brückung der Vorderhöhe möglich, Bretter oder Bohlen anzulegen,
um den Ballen 2 auf die Vorrichtung rollen zu können. Zur Ent
nahme eines Teils einer Lage wird mittels eines Motors, einer
Handkurbel oder Ratsche das obere Trum des Fördermittels 7 in
Richtung des Pfeiles 3 bewegt, bis eine ausreichenden Menge
Futter 13 zur Verfügung steht. Durch die schiefe Ebene erhält
der Ballen 2 eine Kraftkomponente zur Stützfläche 5, an die
er sich anlehnt. Die Seitenwände 14 und 15 nach Fig. 2 sorgen
dafür, daß sich der Ballen 2 nicht verkantet und kein Fördergut
an den Seiten herunterfällt.
Die Vorrichtung nach der Erfindung erleichtert damit die Hand
habung eines schweren Rundballens zur Versorgung von Tieren
und deren Stallungen, wobei nur ein geringer Platz für den
Abrollvorgang benötigt wird. Das Futter muß nicht auf dem Boden
abgerollt werden, wodurch ein erheblicher Platz benötigt wird
und Verunreinigungen, wie beispielsweise Sand in das Futter
gelangen können.
Bezugszeichenliste
1 Vorrichtung zum Abrollen eines Rundballen
2 Rundballen
3 Entnahmerichtung
4 schiefe Ebene
5 Stützfläche
6 Obertrum
7 Fördermittel
8 Achsen, Umlenkwalzen
9 Achsen, umlenkwalzen
10 Kette
11 Holzlatten, Stangen
12 Räder, Schwenkrollen
13 Lagenende
14 Seitenwand
15 Seitenwand
2 Rundballen
3 Entnahmerichtung
4 schiefe Ebene
5 Stützfläche
6 Obertrum
7 Fördermittel
8 Achsen, Umlenkwalzen
9 Achsen, umlenkwalzen
10 Kette
11 Holzlatten, Stangen
12 Räder, Schwenkrollen
13 Lagenende
14 Seitenwand
15 Seitenwand
Claims (13)
1. Vorrichtung zum Abrollen, Transport und Lagern eines
Rundballens, welcher insbesondere aus aufgerollten Stroh,
Heu- oder Silagelagen für Futterzwecke besteht, gekenn
zeichnet durch eine schiefe Ebene (4), und eine unter
einem Winkel zur schiefen Ebene verlaufende Ballen
stützfläche (5), wobei mindestens in der schiefen Ebene
Fördermittel (7) zum Abrollen des Ballens angeordnet
sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurchgekennzeichnet, daß
die Fördermittel (7) endlose Ketten (10) oder Bänder
aufweisen, wobei an den Enden der schiefen Ebene Umlenk
achsen (8, 9) angeordnet sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß an den Enden jeder Achse (8, 9) als Ketten
räder ausgebildete Umlenkräder zur Aufnahme und Führung
von Transportketten (10) angeordnet sind und daß die
Transportketten (10) miteinander durch Trägerelemente
(11) verbunden sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Trägerelemente (11) aus Metallstangen
oder Latten aus Holz oder Kunststoff bestehen.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
die Trägerelemente (11) aus Metallstangen oder Holz- oder
Kunststofflatten in Kombination mit einem endlosen Trans
portband bestehen.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der voranstehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Fördermittel
(7) an den Enden jeweils eine Umlenkachse aufweisen, um
die mindestens ein Transportband geführt ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der voranstehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Transportbän
der auf ihrer Oberfläche mit einer Riffelung versehen
sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der vorstehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Neigung der
schiefen Ebene (4) und/oder der Stützfläche (5) verstell
bar ausgebildet sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der vorstehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß diese Räder (12)
aufweist, von denen mindestens zwei als schwenkbare
Rollen ausgebildet sind.
10. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der voranstehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Fördermittel
elektromotorisch oder von Hand mit einer Handkurbel oder
Ratsche antreibbar ausgebildet sind.
11. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Fördermittel (7) aus parallel angeordneten Rollen
bestehen, welche an ihren Enden gelagert und mittels
Ketten oder Riemen miteinander kraftschlüssig verbunden
sind.
12. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der voranstehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützfläche
(5) zur Verringerung der Reibung des abzurollenden Gutes
als glattes Blech ausgebildet oder mit eingelassenen
Rollen oder Walzen versehen ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der voranstehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die schiefe Ebene
(4) mit der Stützfläche (5) durch Seitenwände (14, 15)
verbunden ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995110327 DE19510327A1 (de) | 1995-03-22 | 1995-03-22 | Vorrichtung zum Abrollen, Transport und Lagern eines Rundballen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995110327 DE19510327A1 (de) | 1995-03-22 | 1995-03-22 | Vorrichtung zum Abrollen, Transport und Lagern eines Rundballen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19510327A1 true DE19510327A1 (de) | 1996-09-26 |
Family
ID=7757335
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1995110327 Withdrawn DE19510327A1 (de) | 1995-03-22 | 1995-03-22 | Vorrichtung zum Abrollen, Transport und Lagern eines Rundballen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19510327A1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1103175A2 (de) | 1999-11-17 | 2001-05-30 | Werner Fischer | Vorrichtung zum Abrollen und/oder Transportieren von Rundballen |
| DE102007021209A1 (de) * | 2007-05-05 | 2008-11-06 | Paul Hartmann Ag | Vorrichtung zum Abwickeln einer Endlosbahn |
| WO2019175191A1 (de) * | 2018-03-12 | 2019-09-19 | Sprick Gmbh Bielefelder Papier- Und Wellpappenwerke & Co. | Lagervorrichtung und system mit einer lagervorrichtung |
-
1995
- 1995-03-22 DE DE1995110327 patent/DE19510327A1/de not_active Withdrawn
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1103175A2 (de) | 1999-11-17 | 2001-05-30 | Werner Fischer | Vorrichtung zum Abrollen und/oder Transportieren von Rundballen |
| DE102007021209A1 (de) * | 2007-05-05 | 2008-11-06 | Paul Hartmann Ag | Vorrichtung zum Abwickeln einer Endlosbahn |
| WO2019175191A1 (de) * | 2018-03-12 | 2019-09-19 | Sprick Gmbh Bielefelder Papier- Und Wellpappenwerke & Co. | Lagervorrichtung und system mit einer lagervorrichtung |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8141 | Disposal/no request for examination |